Traurigkeit / Schmerz ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Ella Sander
von * noé *
Beitrag 106 - 140 von insgesamt 195 Texten in dieser Kategorie
von Emanuel Bachinger

Es ist Sommer und sie steht wieder im Regen,
Er sah sie von Weitem in ihrem Sommerkleid,

Den Schirm gespannt, den Sinnen erlegen,
Doch nie er es wagte, zu ihr hinzugehen,

Und sie stand stundenlang im Regen,
Denn so…

von Dami K.

Ich frage den Kummer, warum tust du mir das an?
Niemand will leiden, doch du ziehst mich in deinen Bann.
Der Schlag des Schicksals, er ist mein Herr,
ohne ihn wär die Welt für mich zu tränenleer.
Auch mit der Liebe…

von J.W. Waldeck

- das funkelnde Kirchenfenster einer eiligen
Heiligen -

dort verglaste die blutrote Sonne
Rosensplitter für das Himmelslicht
unter dem sich Jungfrauen bekreuzen

geschliffene Figuren
überfliegen ausgelöschte…

von Willi Grigor

Sie waren Freunde von Jugend an,
heirateten zwei Schwestern.
Sie standen beide stets ihren Mann.
Der eine starb im vorigen Jahr,
der andere folgte ihm gestern.

Ich wurde ein Freund - von Anfang an -
der Männer…

von Franziska Perica

Verbitterung du schleichst heran
Legst Fesseln um meine bange Brust.
Wo Rosen lockten blühend an,
Lässt Dornen wachsen unbewusst.

Machst Blütenblätter welken
und alle Pracht vergehn.
Kompost in meinem Herzen…

von Meduse Gorgone

Der Kopf voll Asche
Kotzt alles aus
Rippen brechen
Halten es nicht mehr aus.

Hände greifen nach dir
Doch sie sind taub
will laufen zu dir
Füße brechen wie Glas
Herz aus Stein beginnt zu schmelzen…

von Marc R

Mein Geist schreit vor lauter Wahn
mein Hirn beginnt, sich zu zersetzen
mir reisen die schlimmsten Träume an
ich will, ich muss - mich selbst verletzen

Irrsinn und Leere um mich herum
obwohl ich nicht alleine bin…

von Julia Körner

Wann verstummen Worte
Versiegen Gesten

Unterdrückt Erlebtes
Jede Regung

Und gefriert
Im Innersten

DAS HERZ

von Johanna Blau

Will morden unter meiner Haut
Ein Kleid, das brennt
Ein Kessel, der braut
Ein Weg, der trennt

Umwindet mich der alte Wein
Ich lass nicht los
Will standhaft sein
Nie mehr machtlos

Garten und Gebälk…

Rezitation:
© Johanna Blau
von Robert K. Staege

Vom Hammerschlag getroffen, schmerzte wohl die Stirne
des schwarzen Nagelkopfs noch ziemlich lange.
Am nächsten Morgen indes würgte ihn die Zange;
nun wühlte heiß der Schmerz am Halse und im Hirne.

von Mara Krovecs

Jeder meiner Flüsse schwebt leise davon
Zwischen den Steinen auf dem Grund
liegen noch Fische mit Schuppen
aus deiner Tinte -

In meinen Lungen knoten sich feine
Bronchialfinger und tasten
an das letzte Brot…

von Robert K. Staege

Heut‘ mein wundes Herz gedenkt,
wie in herber Trauer wir,
als man Dich ins Grab gesenkt,
gaben leisem Abschied Dir.

Ach, das Leid in diesem Leben
ist mir rauhe, harte Kost,
und an Aug‘ und Seele kleben

von Sabrina Juschka

Stille, einfach nur Stille.
Keiner will was, keiner stellt Ansprüche, keiner sieht mich.
Ruhe von außen, wie auch von innen.
Ruhe, ohne jegliche Bewegung.
Kein rütteln, Verlangen, Bitten, nur reine klare Stille.
Von…

von Johanna Blau

Es umfasst mich die Dunkelheit.
Ich sage: "Geh!"
Geh spielen mit deinen Kindern.
Geh jagen im weiten Wald.
Geh fort von mir und bald,
Bin ich allein und ohne Furcht.
Das Morgen ist mir wieder hold.
Ich…

Rezitation:
Johanna Blau
von Yvonne Zoll

Flogen Gefühle unvergessen
Fliehend Schneegestöber und Bögen
Regen weiß - wer weiß um mein Vermögen
und wird die Trauer wohl ermessen

Gewaltsam auseinander brechend
Was tiefer ging im Einst verbunden
Entgegen…

von bernd tunn tetje

Schaut zum Fluss
in seiner Not.
Die Gefühle
nicht im Lot.

Will nicht mehr.
Hoffnung gelähmt.
Hat sich oft
selbst gezähmt.

Ist kein Leben
wie er es will.
Paar Schritte vor.
Wasser…

von Manuela Ellrich

Augen betrachten, aber erkennen nicht viel
Tür zu! Nichts hinaus und nichts herein
Bauch verkrampft und hart wie Stein
Gedanken rasen kreisend ohne ein Ziel

Füße laufen, rennen, aber kommen nicht an
Stimme außer…

von Em Chu

ich stehe da,
und rauch meine Kippen,
seit neusten ohne Filter,
weil sie nicht mehr wirken,
seit wir uns nicht mehr sehen.

Mein trüber Blick malt uns in unserer Vergangenheit,
starre Augen auf ein leeres Feld…

von Robert K. Staege

Zur Nacht umkreiset Dich mein Sinnen;
Du warst der Mittelpunkt der Welt,
und alles ist in mir zerschellt,
als Du einst wortlos gingst von hinnen.

Im Mondlicht muss ich Dein gedenken,
wenn Schatten lautlos tanzen an…

von J.W. Waldeck

Schwingen trägt die Nacht
Schleier trägt die Ohnmacht

graues Gewebe erstickter Zeit
und Dementoren
nähren ihre toten Träume
von der Seele Sehnsucht

dort weinst du in deinem Puppenkleid

für immer

von * noé *

Was mein Herz so sehr beschwert,
ist kaum der Erwähnung wert,
ist nur eine Illusion,
du, mein Freund, du kennst sie schon,

weißt schon, was mein Herz begehrt,
meinen Seelenfrieden stört
auf verlorener Mission…

von Walter W Hölbling

denk‘ an die kinder

wenn deine kinder
in ihrer schule
von einem verrückten
erschossen werden

und dein präsident einfliegt
um zu betroffenen familien zu sprechen
aber in seiner „fake“ trauerrede

von J.W. Waldeck

in lächerlichen Zügen
dreht die Geräuschkulisse
das Kinderlachen
windiger Spielplätze
durch heruntergezogene Rollos

erinnert an das unbeschwerte
Frohlocken junger Zicklein
oder als ich Hahnenkämpfe…

von bernd tunn tetje

Tasten im Nebel.
Mühsal sich streckt.
Alarm der Glocke
Freiwache weckt.

Schwaden hängen
in störrischer Ruh`
Nichts zu sichten
setzt Seeleuten zu.

Recht vorraus!
Welche Gewalt.
Zeigt…

von Steffi Illi

Kennst du meinen Schmerz?

Wenn das Herz zerreisst,
die Seele Tränen speist
Dunkel in Dich kehrt,
sich nichts mehr wehrt?

Der Körper ohne Hülle,
umgeben nur von Stille,
leise huscht durch Sphären

von Robert K. Staege

Eine Wolke schmiegte abendlich heiter
an die Weide am Flusse sich an,
zog am Morgen gar frühe schon weiter,
als der Wind dort sein Tagwerk begann.

Wie ein Hauch aus todkalten Grüften
liegt‘s nun auf den trauernden…

von Annelie Kelch

Den er von Herzen geliebt hat
und immer noch liebt -
nie zärtlicher als
in diesem Augenblick:
leblos, voller Blut,
sagt nie mehr ein Wort,
wird nie mehr lächeln,
ihm nie mehr in die Augen schauen.

von René Oberholzer

Er baut Kartentürme
Bis sie zusammenbrechen
Dann macht er eine Pause
Und beginnt wieder von vorne

Das tut mir gut
Sagt er dann immer
Bevor er aufsteht
Und auf die Wand einschlägt

von Martha lds

Ich halte täglich Deine Hand in meiner,
ich hauche langsam Deinen Atem weiter.

Ich seh mit Deinen Augen in den Tag,
Dein Herz schlägt in meinem,
tief und stark.

Ich trage Dich sicher in meiner Seele,

von Annelie Kelch

Leah Goldstein, 90, zur Befreiung des Lagers Auschwitz-Birkenau
im Januar '45:

„Gegen Mittag krochen wir aus den Baracken – fiebrig, verlaust,
Skelette in Lumpen.

Isaak Singer vom Jüdischen Ordnungsdienst hatte…

von Robert K. Staege

Ach, wer bringt die lichten Stunden
und der Liebe Zeit zurück?

Mir ist ja mein Leben Plage,
da mein Herz hat lauter Wunden,
und vergangen ist mein Glück!

O, wie plötzlich sind verschwunden
all die schönen,…

von Alfred Krieger

Heit kann i was nimmer,
und des werd oiwe schlimmer,
worin i guat war, als a Kloana,
--- i kann nimmer woana.

Geh', ihr Kinder, ihr kloana,
i…

Rezitation:
gelesen am 15.9.2016
von Jan Jendrejewski

In der Dunkelheit
Furcht uns erfasst
eine Erschütterung.

Blicke zur Tür
Schritte näherkommen
ein Aufschrecken.

Sie flüstern
angsterfüllte Mienen
ist es Zeit?

Gehe zurück
greife ihre…

von Manfred Peringer

du hast mir den abschied auf die zunge
gelegt den duft der rosen
gegen zitronensaures getauscht

nun trage ich die last des verlorenen
auf ameisenschultern zum opferberg
lasse sie brennend in den fluss rollen

von Chaleb Symphonia82

Gezeugt in einem vermeintlichen Akt der Liebe
Geboren in einem Akt der Gewalt
Erzogen in einer Atmosphäre vergifteter Gefühle
Elterngift für die Kinderseele –
erstickt sie schon vor der Geburt

So bleibt das Herz…

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