April ✓ Aprilgedichte »...der weiß nicht was er will«

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von Annelie Kelch

Wir sind wie Gras -
wenn man uns niedertrampelt …;
es gibt in dieser Welt das Gras zuhauf -
und kommt ein großer schwerer Sturm,
dann werden wir gebeutelt, sterben -
und richten uns doch immer wieder auf.

Die…

von Sigrid Hartmann

Es hüpft ein Hase durch das Feld,
schaut ganz erschrocken in die Welt.
„Ach je!“ ruft er. „Ach hol's der Geier!
Ich hab verpennt, vergaß die Eier!

Schon Donnerstag, ich schaff's nicht mehr,
wo krieg ich bunte Eier…

von Heinrich Seidel

April! April!
Der weiß nicht, was er will.
Bald lacht der Himmel klar und rein,
Bald schaun die Wolken düster drein,
Bald Regen und bald Sonnenschein!
Was sind mir das für Sachen,
Mit Weinen und mit Lachen…

von Monika Laakes

April wartet
auf liebliche Düfte,
den der Mai verschenkt,
aufs überquellende Farbenmeer,
in dem's Versinken
Kind werden lässt.

Dort steht eine Frau,
ihr Baby im Arm,
blickt ins Grau,
ins…

von Eva Klingler

so betrachte die Bilder
wohl selbst gemalt
doch
Verborgenes
fängt deinen Blick

einen Pinselstrich weit offen
es genügt allemal
Geheimnisse tuscheln
hinter der Tür

barfüßig fing sich…

von Rainer Maria Rilke

Wieder duftet der Wald.
Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war, -
aber nach langen, regnenden Nachmittagen…

von Annelie Kelch

Das gibt es – und ist kaum zu fassen:
Der Oberförster kann 's nicht lassen,
sucht doch tatsächlich Ostereier,
derweil Frau Oberförsterin zuhaus'
das kleine Häslein brät, o Graus!,
für das jedwede Hilfe kam zu spät,…

von Tilly Boesche-Zacharow

Eins läßt sich vom anderen nicht trennen -
nennst Du mich Göttin,
mußt du auch die Frau drin erkennen.
Göttliches ist groß, Irdisches klein,
doch kann eins ohne das andre nicht sein.
Wenn du dich ergibst,…

von Angélique Duvier

Ein Monat
purer Energie,
voller
Blumenduft
und
Pollenallergie.
Mit
Regenluft
und
Frühlingsduft.
Er schlägt
so manche
Wetterkapriolen.
Bunte Blumen
blicken

von Alf Glocker

Wie? Wo? Wenn und aber!
Habt ihr nicht die Nacht bestellt?
Das ist alles nur Gelaber!
–Wem nichts Besseres einfällt…

Konto? Aktien? Arbeitsplätze?
Niedriglöhne? Reingewinn?
Und wann denkt ihr ganze Sätze?…

von Alf Glocker

Goldgelb duftet der April,
wiegt die Blütenstirn im Wind,
die statt kalt jetzt nur noch kühl
und die braune Knospe grünt.

Himmel wechselt grell und grau,
Regen fällt bisweilen weiß,
Bodenfrost und Morgentau,…