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Beitrag 71 - 105 von insgesamt 9671 Texten in dieser Kategorie
von Rainer Maria Rilke

Ich finde dich in allen diesen Dingen,
denen ich gut und wie ein Bruder bin;
als Samen sonnst du dich in den geringen,
und in den großen gibst du groß dich hin.

Das ist das wundersame Spiel der Kräfte,
daß sie so…

von Uwe Röder

Du bist der eine Morgen,
der die Sonne weckt,
der warme Morgenmantel,
der den Winter neckt.

Ein Tag, der
wiederkehrt als Glück,
die eine Lieb,
die liebt zurück.

Sogar ein Schwarz
wird bei…

von Soléa P.

Wäre doch mein Blatt Papier
nicht ernüchternd weiß –
glatt wie Wassereis,
Worte, Zeichen, könnt ich hinterlassen –
Gedanken festhalten, bevor sie verblassen …

Doch die Farbe blendet mich,
vielleicht liegt es…

von * noé *

Den ewigen Rat der Ältesten hören,
ein Kind dabei bleiben, den Regeln zum Trotz,
sich sehnsuchtsvoll nach den Mustern verzehren,
ein Opfer des Generationenkomplotts,

zu wissen, es wird sich nie etwas ändern,
möchte…

von marie mehrfeld

das Echo des Schmerzes, das Echo der Lust, das Echo
der Liebe und der Trauer im dunkelgrünen Rauschen des
Blätterwalds unvermutet eingetaucht in nimmermüde

fließende Wasser der Zeit, gespiegelt von deinen Augen,
deinem…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Ich sah die Zeit verrinnen,
wegfliessen, aufgelöst,
wie Sand durch meine Finger rieseln.
Angehäuft hat sich ein Leben,
ein Berg noch ohne Gipfel,
fast geöffnet steht das Tor,
es wartet ungeduldig,
ein…

von marie mehrfeld

der Abend und
anders als erwartet
ohne Deine Augen
auf meinem Haar
meinem Mund

kein Kerzenschein
beim Dämmerschoppen
das Licht der Neonlampen
so grünlich grell

schrille fremde Stimmen…

von Soléa P.

Herbst ist's. Ruhe kehrt allmählich ein,
mein Baum, bei mir, im Herzen daheim –
denn dort, wo er steht und ich ihn liebe,
wird schon bald die Nacktheit siegen.
Dann streifen knöcherne Arme mich,
an Leib und Seele, im…

von marie mehrfeld

So viel Beton und Teer, kaum kleine Felder mehr,
zu wenig’ Winkel, Hecken, wo Hasen sich verstecken,
Igel und Vögel zagen, und selbst wir Menschen klagen,

wir brauchen reine Luft und auch der Blumen Duft,
wo Vögel…

von marie mehrfeld

Schmerz macht wild, Schmerz der brüllt, Wut und Hiebe, und er killt Lust und Liebe, auch die Hoffnung, Zuversicht – kennt er nicht,

Schmerz ist schwarz, zäh wie Harz, grenzt dich aus ohne Grund, Leid wie Hund, Schmerz macht hart, trifft…

von Volker Harmgardt

Liebe,
irdisches Wort,
bist verweht im rauschenden
Sturm.

Trost,
kluge Hoffnung bei Tag
und Nacht, von Regenschauern
durchzogen.

Einsamkeit,
gehuldigte Schattengründe,
gehst mit dem…

von Uwe Röder

Ich weiß es noch,
so jung war dein Gesicht,
und ich erinnere,
wie kostbar war sein Licht.

Ich höre noch,
wie deine Stimme klang,
und kenne noch den
Text der Lieder, die sie sang.

Ich fühle noch,…

von Angélique Duvier

Ist das Leben nur ein Traum,
solange bis wir entschweben?
Ist unsere Welt ein Raum,
in dem wir uns bewegen?

Schreiben wir Geheimnisse nieder,
geben wir sie aus der Hand,
treffen wir Herzen und Glieder,

von Rainer Maria Rilke

Das ist mein Streit:
Sehnsuchtgeweiht
Durch alle Tage schweifen.
Dann, stark und breit,
Mit tausend Wurzelstreifen
Tief in das Leben greifen –
Und durch das Leid
Weit aus dem Leben reifen,
Weit aus…

von Lisi Schuur

Die Sonne spreizt sich
legt gelbe Fächer auf
neugieriges Grünrecken
in den Kehlen der Vögel
schmelzen die frostigen Nächte
wer wohl Regie führt
wenn Sterne ins Wasser tauchen
kleine Molche nicht wissen…

von Annelie Kelch

Damals – in jenen schwarzen Wintermorgen,
Als neben den Geistern der Nacht noch der Tod
Schlief in der Hecke aus Mehlbeersträuchern ...
Mannshoch und hartlaubig schritt sie neben mir
Her unterm frostigen Finsterchoral des…

von Rainer Maria Rilke

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,
du mein tieftiefes Leben;
dass du weisst, was der Wind dir will,
eh noch die Birken beben.

Und wenn dir einmal das Schweigen sprach,
lass deine Sinne besiegen.
Jedem…

von marie mehrfeld

im geflüsterten
Raum der Zeit,
die mir bleibt,
verschwimmen
Gefühle hinter
müden Augen
und versickern
im Nebelmeer
der Traurigkeit,

du stiller Stein
weißt alles über
den Anfang…

von marie mehrfeld

Salzig helle Tränentropfen rinnen
schimmernd immer schneller,
schwemmen meine Schwermut fort.
Tage werden früher heller.
Kreiselnd summend lächelst du,
sagst zu mir ein fremdes Wort
und stimmst fröhlich mich…

von marie mehrfeld

Schaut, wie die Erde uns beglückt,
doch haben wir sie fast erstickt …
was bleibt uns von dem Fluss der Zeit,
sind wir zum Wandel nicht bereit?

Zu schnell vergeht der Augenblick,
die Gegenwart kehrt nie zurück,…

von Angélique Duvier

Wieder fällt
ein Wort,
unaufhörlich,
zerschmetternd,
ein kleines,
nachhallendes,
es schwebt,
steht im Raum.

Wieder fällt
eine Träne,
sie bleibt
haften,
klebt an mir,

von Leo Rottmann

der tag ist grau
du weißt genau

du bist allein
es könnte sein

du blickst zurück
auf altes Glück

kannst es nicht lassen
du willst es fassen

und suchst die wende
zum guten ende

und…

von Ella Sander

Wie schön du bist
Wenn deine Augen,
Sanft lächelnd, mir
Zu Füßen liegen.
Wie ein Gedicht,
Das jede Wahrheit kennt,
Ebenso alle Realitäten.

Du wirkst in mir,
Vertraust meinem Gebaren,

von marie mehrfeld

Sieh, wie der alte Mond mit seinem bleichen Schein
sich schleicht in unsre Seelen ein, die schlafend suchen
nach dem einst’gen Glück, von wehem Mut sind sie

getrieben, sie sehnen sich danach zurück, geliebt zu
sein und…

von Uwe Röder

Dein Morgen soll nie
eine Trillerpfeife sein,

dein Tag nie bellen als von
Baskerville der Hund.

Dein Mittag sei nie Chefkoch
nur für Krötenbein,

dein Abend sei ein Finden,
Liebesmund zu Mund.

von Uwe Röder

Das Blatt, im
Schmutz verheddert,
ist wie Altpapier
zerfleddert.

Ein Gedicht, in
alter Schrift verfasst,
die Zeilen
sind verblasst.

Und was es einst
aus Lieb gesungen,
lange ist es…

von Ella Sander

Was wäre ich wohl ohne Hoffen,
Ohn' Zuversicht, was wäre ich?
Wäre ich neugierig und offen,
Im Bangen mutvoll, hell die Sicht?

Würde ich lächelnd morgens aufstehn,
Und frohgemut den Tag beginnen?
Würd' ich im…

von Rainer Maria Rilke

Wenn ich gewachsen wäre irgendwo,
wo leichtere Tage sind und schlanke Stunden,
ich hätte dir ein großes Fest erfunden,
und meine Hände hielten dich nicht so,
wie sie dich manchmal halten, bang und hart.

Dort hätte…

von marie mehrfeld

mich spiegelnd im Schein
der frühen Sonne und in den
zarten Kelchen der ersten
Narzissen fand ich sie wieder,
die Lust auf Lieben und
Leben mit dir,

nun kehren die Graureiher
zurück, getränkt mit den…

von Uwe Röder

Bemerkst du es,
wenn deine letzte
Kerze angezündet
wird, es keine
weitere mehr gibt?

Bemerkst du es,
wenn du noch
nie gelebt hast:
Mangelhaft nur
andere geliebt?

von marie mehrfeld

Auf dem Weg zu dir hängt
mein Lächeln wieder
im Vergeblichen fest,

doch die Gedanken
vergessen das Reisen nicht,
in die roten Stunden

des Ungefähren,
in falsches Schillern
entschwebender Blasen…

von Rainer Maria Rilke

Wenn es nur einmal so ganz stille wäre.
Wenn das Zufällige und Ungefähre
verstummte und das nachbarliche Lachen,
wenn das Geräusch, das meine Sinne machen,
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen -:

Dann könnte ich…

von Soléa P.

An einem Ort …
niemand weiß, wo
leben Menschen
zufrieden und froh
mit sich im Reinen
in dichter Natur
von Technik, Luxus, keine Spur
essen Pflanzen
selten Fleisch
halten Mittagsruhe ein –…

von Uwe Röder

ICH
will allzu gern für mich
von deinem Kirschenmund
ein ganzes Pfund.

DU,
nur du und immerzu,
zwölf Mal - was es auch sei -
mit einem Jubelschrei.

ER,
wie jeder Irgendwer
lass seine…

von Willi Grigor

In das Garnichts eines Etwas,
in die Weite einer Leere
streutest Du, durch Deinen Willlen,
einen Stoff in dunkle Nacht.

Und in Zeiten, unvorstellbar,
wilder Kräfte stetig Walten,
wurde Staub zu Weltgebilden,…

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