Dichtung ✓ klassische & moderne Dichtungen

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Beitrag 71 - 105 von insgesamt 7974 Texten in dieser Kategorie
von Lisi Schuur

Alle Häuser
selbst die Wiesen
lächeln unter
Schneegeriesel
strahlen sich
den Himmel blau
wie die Farbe
deiner Augen
wie der See
mit Sonnenflecken
unter denen Fische atmen
Wolken…

von Lisi Schuur

Steine die in Jahre sinken
die den Staub der Zeiten trinken
wenn der Regen fällt
der dem Sand die Spuren zeichnet
ehe er sich dichter macht
um sich zu vereinen
weit entfernt von allen Grenzen
liegt die…

von Else Lasker-Schüler

(Dem Heinz Simon in Frankfurt zur Freundschaft)

Die Sterne fliehen schreckensbleich
Vom Himmel meiner Einsamkeit,
Und das schwarze Auge der Mitternacht
Starrt näher und näher.

Ich finde mich nicht wieder
In…

von Angélique Duvier

Die Uhr schlägt vier, es ist noch dunkel.
Du wartest auf ein kleines Abenteuer,
ich warte auf den Sonnenschein.
Deine Träume sind heiß wie Feuer.

Haltlos treiben wir durch unser Sein.
Bin ich nur ein Lebenspassagier…

von Angélique Duvier

Ich zerre die Dunkelheit ans Licht,
sie wehrt sich mit unbändiger Macht,
doch ich gebe nicht auf, bis sie zerbricht.
Durch meinen Willen habe ich viel Kraft.

Ein Stern kann auch durch Schwärze strahlen,
um mir den…

von Angélique Duvier

Einmal noch
möchte ich
auf der Bühne stehen,
den tosenden Applaus
genießen.

Einmal noch
sehen, wie
sich der Vorhang hebt,
das Publikum
spüren.

Den Faden weben,
durch Räume…

von Soléa P.

Sehnsucht nach vergangenen Tagen
in denen alles rosa war
sehe mich im roten Kleid
an einem sonnigen Julitag.

Blumen dufteten süß und kräftig
Hummeln summten viel und laut
Mutter machte Erdbeerkuchen
ein…

von Tilly Boesche-Zacharow

Du gehst, mein Sohn, nach Israel,
und mit dir geht der Geist,
der dir, mein Sohn, in Israel
den Weg als Richtpfeil weist.

Du fühlst, mein Sohn, genau wie ich
und trägst die Scham allein.
Denn was der Mensch…

von Angélique Duvier

Früh am Morgen, wenn sich die Natur entfaltet,
ehe wir noch wissen, wie sich dieser Tag gestaltet,
wenn die Wiesen noch mit Tau bedeckt,
und die Sonne wohlig ihre Strahlen
aus dem Morgennebel streckt,
werde ich gern…

von Rainer Maria Rilke

Ich finde dich in allen diesen Dingen,
denen ich gut und wie ein Bruder bin;
als Samen sonnst du dich in den geringen,
und in den großen gibst du groß dich hin.

Das ist das wundersame Spiel der Kräfte,
daß sie so…

von Lisi Schuur

In Fußbodenritzen
der Staub
der vergeblichen Kämpfe
umgefallene Stapel
nicht gelesener Bücher
liegen wie anklagend
auf dem Boden
da ist keine Bettschwere
die verschwinden lässt
--
die…

von Angélique Duvier

Strahlendes Weiß,
auf knisterndem Eis.
Krokusse erfrieren,
Kinder verlieren
ihre Vorfreude nicht.
Wenn Ostersonntag anbricht,
gehen sie auf die Suche,
unter Birke und Buche,
suchen auch im Schnee,…

von Sigrid Hartmann

Das Laub zart grün schmeichelt dem Auge,
wer denkt, dass sie zum Mörder tauge?
Sie windet sich wie eine Schnur,
am Boden legt sie ihre Spur.

Erreicht die Pflanze, die sie bringt,
dem Himmel näher, es gelingt

von Else Lasker-Schüler

Dass uns nach all' der heissen Tagesglut
Nicht eine Nacht gehört . . .
Die Tuberosen färben sich mit meinem Blut,
Aus ihren Kelchen lodert's brandrot!

Sag' mir, ob auch in Nächten Deine Seele schreit,
Wenn sie aus…

von Rainer Maria Rilke

Ich glaube an alles noch nie Gesagte.
Ich will meine frömmsten Gefühle befrein.
Was noch keiner zu wollen wagte,
wird mir einmal unwillkürlich sein.

Ist das vermessen, mein Gott, vergib.
Aber ich will dir damit nur…

von Angélique Duvier

Ein Sturm peitscht am Morgen,
fegt über Flur und Feld,
macht euch keine Sorgen,
es ist ein Wunder der Welt.

Und wenn der Sturm die Blätter wehte
und jedes einzelne verdrehte,
dann ist der Herbst sein neuer…

von marie mehrfeld

Ein süßer Duft hielt Wacht im Garten, verströmt von hundert Rosenarten, die laue Sommernacht, sie schwebte, und meine Seele atmete, sie lebte,

gleich konnten im Duett wir singen, du kamst von einem fremden Stern, ich hörte deine Stimme…

von Angélique Duvier

Und es gibt sie doch, die Mitmenschen,
die mitleiden, wenn andere leiden,
die helfend ihre Hände reichen.

Es gibt sie, die andere nicht ausbeuten,
Menschen, die ihre Nächsten lieben.
Es gibt sie doch, die Menschen…

von marie mehrfeld

Salzig helle Tränentropfen rinnen
schimmernd immer schneller,
schwemmen meine Schwermut fort.
Tage werden früher heller.
Kreiselnd summend lächelst du,
sagst zu mir ein fremdes Wort
und stimmst fröhlich mich…

von Willi Grigor

Lässt man Wasser aus der Donau
durch ein riesengroßes Rohr
fließen in die Oberelbe,
bleibt die Elbe dann dieselbe,
oder heißt sie dann Elbau?

Wird die Donau dadurch dünner,
kommt sie noch in Ungarn an?

von Angélique Duvier

Ein Blick, und wär's auch nur ein kurzer,
soll brennen wie tausend heiße Flammen,
soll sich mächtig ausbreiten wie Feuer
und mich mitnehmen durch Dein Leben.

So will ich in Deinem Feuer tanzen,
in Deinen…

von Willi Grigor

Alles ist beweglich, ständig,
auch das, was hart ist und erstarrt.
Alles ist im Flusse, wendig,
es ist die Zeit nur, die uns narrt.

Die Welt ist fließend und unendlich,
sie ist die "Einheit aller Dinge".
Sie…

von Angélique Duvier

Das Jahr ist alt geworden
und endet im tristen Grau.
Was ist aus ihm geworden,

erinnern wir uns noch genau?
Haben wir schon vergessen,
wie der erste Tag begonnen?

Waren wir zu sehr versessen,
alle…

von marie mehrfeld

mein Trauerland, es hängt
im Meer der Trockentränen fest,
im langen Schlaf,

mir fehlt Verstand, ein
warmes Nest, stumm schieben
Wolkenberge die schweren

Schatten auf mein Haus,
der weite Himmel…

von marie mehrfeld

Mit eigenen Augen hab ich’s gelesen,
das ist vor ein paar Wochen gewesen,
deutsche Geschichte sei nur unrühmlich,
das schien mir einseitig, eigentümlich,
unser Land schaffe sich ab, schrieb er,
das brachte mich zum…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Poesie ist wie Blätter
am Baum,
sie kommt von selbst,
entfaltet ihre Flügel
zu jeder Jahreszeit neu.
Vom Herbst entzündet,
ein buntes Farbenfeuer,
sich in die Tiefe des
Winters begibt,
bis…

von Angélique Duvier

Du berührst mich mit deinen Augen
und schließt mich ganz darin ein.
Ich möchte dir so gerne glauben,
wenn ich es kann, bin ich immer dein.

Ich falle nicht, wie ein welker Strauß,
der in den Müll geworfen wird.…

von Angélique Duvier

Ich stand vor einem Baum,
an ihm wuchsen nur Herzen,
der Wind schüttelte sie kaum,
drum litten sie nie Schmerzen.

Sie wuchsen, wo sie hingen,
sogar an dem dünnsten Ast.
Ein Sturm ließ sie erklingen,

von Soléa P.

Am frühen Morgen warst Du da
sah Dich durch die Glastür deutlich und klar
Schokolade hieltst Du in der Hand
vor Freude im Traum ich zu weinen begann...

Du bist der Erste der mich herzt und drückt
bin verdattert,…

von Angélique Duvier

Ich klage nicht, wenn der Sturm sich dreht,
und wende ich mich nicht ab, wenn er sich legt.
Ich schaue ins Licht und fürchte die Helligkeit nicht,
denn sie bietet mir, auf alles, eine klare Sicht.

Dunkle Gestalten säumen…

von Sigrid Hartmann

Man wirft uns hier Faschismus vor,
wer das gesagt, scheint mir ein Tor.
Wie dreist ist das, denkt man sofort,
wie unverschämt ist dieses Wort!

Doch ist es sinnlos, dass man klagt,
denkt man daran, WER es gesagt:…

von Soléa P.

Beruf oder Berufung
er weiß es nicht
sieht im Spiegel sein Gesicht
das blass und müde ihn angähnt
er dreht das kalte Wasser auf
in diesem Moment stockt der Atem
und sprunghaft steigt der Blutkreislauf

von * noé *

Wir waren füreinander gemacht
und wir haben uns füreinander entschieden.
Selbst in der krebsdunklen Krankheitsnacht
sind wir ganz eng beieinander geblieben.

Die Sonne hat uns nur kurz beschienen,
sie schaffte es…

von Rainer Maria Rilke

Du Dunkelheit, aus der ich stamme,
ich liebe dich mehr als die Flamme,
welche die Welt begrenzt,
indem sie glänzt
für irgend einen Kreis,
aus dem heraus kein Wesen von ihr weiß.

Aber die Dunkelheit hält alles…

von Angélique Duvier

Ich weiß nicht, ob ich lachen sollte,
nur weil die Anderen lachen.

Ich weine nicht, aber sollte ich weinen,
nur weil die Anderen weinen.

Ich helfe nicht, aber sollte ich helfen,
nur weil die Anderen helfen.

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