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Beitrag 71 - 105 von insgesamt 6617 Texten in dieser Kategorie
von Rainer Maria Rilke

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,
du mein tieftiefes Leben;
dass du weisst, was der Wind dir will,
eh noch die Birken beben.

Und wenn dir einmal das Schweigen sprach,
lass deine Sinne besiegen.
Jedem…

von Rainer Maria Rilke

Ich finde dich in allen diesen Dingen,
denen ich gut und wie ein Bruder bin;
als Samen sonnst du dich in den geringen,
und in den großen gibst du groß dich hin.

Das ist das wundersame Spiel der Kräfte,
daß sie so…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Die Erde hat der Frost geschreckt.
nachdem der Herbst sie vorgewarnt,
hat vorher noch den Tisch gedeckt
und alle Blüten tief versteckt,
er kannte die Gefahr.
Nackt und klar liegt sie nun da,
unsere alte Erde,…

von Soléa P.

Die Tage unser sind gezählt
vom ersten Atemzuge an
das sei hier mal kurz erwähnt
auch Sterben seinen Anfang fand.

Wir krabbeln in das Leben rein
und später wieder raus
kleckern schon als Kindelein
im…

von Rainer Maria Rilke

Ich glaube an alles noch nie Gesagte.
Ich will meine frömmsten Gefühle befrein.
Was noch keiner zu wollen wagte,
wird mir einmal unwillkürlich sein.

Ist das vermessen, mein Gott, vergib.
Aber ich will dir damit nur…

von Angélique Duvier

Früh am Morgen, wenn sich die Natur entfaltet,
ehe wir noch wissen, wie sich dieser Tag gestaltet,
wenn die Wiesen noch mit Tau bedeckt,
und die Sonne wohlig ihre Strahlen
aus dem Morgennebel streckt,
werde ich gern…

von Tilly Boesche-Zacharow

Du gehst, mein Sohn, nach Israel,
und mit dir geht der Geist,
der dir, mein Sohn, in Israel
den Weg als Richtpfeil weist.

Du fühlst, mein Sohn, genau wie ich
und trägst die Scham allein.
Denn was der Mensch…

von Willi Grigor

Die Jahre unsrer Erdenzeit
sind Splitter einer Ewigkeit.

Am Ende eines jeden Jahres
fliegt so ein Splitter... ja, wohin?
Ich hab ein Bild, wenn auch kein klares:
Er fliegt einfach... Nirgendwohin.

von Rainer Maria Rilke

Wenn es nur einmal so ganz stille wäre.
Wenn das Zufällige und Ungefähre
verstummte und das nachbarliche Lachen,
wenn das Geräusch, das meine Sinne machen,
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen -:

Dann könnte ich…

von Rainer Maria Rilke

Wenn ich gewachsen wäre irgendwo,
wo leichtere Tage sind und schlanke Stunden,
ich hätte dir ein großes Fest erfunden,
und meine Hände hielten dich nicht so,
wie sie dich manchmal halten, bang und hart.

Dort hätte…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Poesie ist wie Blätter
am Baum,
sie kommt von selbst,
entfaltet ihre Flügel
zu jeder Jahreszeit neu.
Vom Herbst entzündet,
ein buntes Farbenfeuer,
sich in die Tiefe des
Winters begibt,
bis…

von Soléa P.

Beruf oder Berufung
er weiß es nicht
sieht im Spiegel sein Gesicht
das blass und müde ihn angähnt
er dreht das kalte Wasser auf
in diesem Moment stockt der Atem
und sprunghaft steigt der Blutkreislauf

von Angélique Duvier

Buntschimmernder Tagtraum,
und in nichts anderem mehr
suche ich mein Leben
und erfinde mich neu,
weil sicher niemand sonst.
Ich taumle durch die Nacht,
dabei sehne ich mich
nach mir und auch nach dir.…

von Sigrid Hartmann

Man wirft uns hier Faschismus vor,
wer das gesagt, scheint mir ein Tor.
Wie dreist ist das, denkt man sofort,
wie unverschämt ist dieses Wort!

Doch ist es sinnlos, dass man klagt,
denkt man daran, WER es gesagt:…

von Lisi Schuur

Die schwarze Stille
atmet Jahrhunderte aus
nicht mehr nahe genug
etwas auszulösen in uns
du und ich
unverrückbar
liegt der Findling
der Zypressen
schmale Schatten
bleiben reglos
wie sie…

von Rainer Maria Rilke

Wir bauen an dir mit zitternden Händen
und wir türmen Atom auf Atom.
Aber wer kann dich vollenden,
du Dom.

Was ist Rom?
Es zerfällt.
Was ist die Welt?
Sie wird zerschlagen
eh deine Türme Kuppeln…

von Angélique Duvier

Beschützt werden die Liebenden,
über ihnen strahlt der Himmel
und wärmt sie mit seinem Atem.
Seit ihrer ersten Begegnung

beobachtet er ihren Weg
und schützt sie vor Kälteschauern.
Für sie schlägt die…

von Angélique Duvier

Das Leben leben
und die Menschen hören,
mit der Natur in Berührung gehen,
in eigenen Gedanken versinken
beim Spaziergang in der Landschaft.

Die Vögel kehren zurück,
fliegen in den Wolkenhimmel,
suchen…

von Soléa P.

Der Himmel voll mit Sternen steht
leuchten zusammen um die Wette
einer davon anderen Weg einschlägt
als ob er was besseres jetzt zu tun hätte.

Durchs Firmament rast er auf die Erde zu
verfolgt vom Schweif auf…

von Annelie Kelch

A ch, mein Frühling, trotz der kalten Nächte bricht dein milder
B lütenzauber durch die nassen kahlen Zweige ...
C horgesang auf uns herab - vom Himmel tönt es wilder:
D unkle Winterszeit, nun spute dich und geh' zur Neige!…

von Angélique Duvier

Es kreisen ständig meine Gedanken
still, ohne dass ich etwas frage
oder mich gar laut beklage.
Sie sprießen, wachsen und ranken.

All mein Streben und mein Sehnen
und die hoffnungsvolle Mühe,
wünscht…

von Angélique Duvier

Wir sollten das Leid umarmen,
es anerkennen, um zu wachsen.
Wir können auf Wellen reiten,
doch werden wir sie nicht stoppen.

Versuche, schmutziges Wasser zu waschen,
doch sauber bekommst du es nicht.
Kann Hass…

von Else Lasker-Schüler

Ich will in das Grenzenlose
Zu mir zurück,
Schon blüht die Herbstzeitlose
Meiner Seele,
Vielleicht ists schon zu spät zurück.
O, ich sterbe unter euch!
Da ihr mich erstickt mit euch.
Fäden möchte ich um…

von Angélique Duvier

Krachende Böller, um Mitternacht,
Geruch nach verbranntem Gras.
Es hallt durch Gassen und Straßen.
Papierfetzen und Flaschen in Höfen
und auf Wegen.
Menschenlachen und Krakeelen.
Bunte Blitze aus Herzen,

von Angélique Duvier

Ich war vor Freude beinah erschrocken,
das Glück kam zu mir über Nacht,
ganz früh, es klangen grad die Glocken,
jetzt steht es vor mir in voller Pracht.

Nun hoffe ich, es wird mir treu bleiben.
Es wird gar sicher…

von Mara Krovecs

mir sind sie zuwider
diese lieder
mir sträuben sich die haare
wie hier als bunter flieder
menschen so wie ware
verkauft - verraten werden
für noch mehr lacher
und deren macher
im rampenlicht erhellt…

von marie mehrfeld

Das zweite Gesicht? Ich habe es nicht. Die Zukunft zu ahnen, das lenkt mich in Bahnen der Traurigkeit. Zu kostbar die Zeit, die hier mir noch bleibt. Was zählt ist heute, sind liebe Leute, was mich hält, das bist du, ist das Schweben in Ruh.…

von Angélique Duvier

Vor vielen Jahren,
als ich dich erstmals sah,
mit deinen Lockenhaaren,
schlug mein Herz dem deinen nah.

Wir gehen Hand in Hand
seitdem, durch manches Jahr,
weit über Fels und Sand.
Unsere Liebe ist wahr…

von marie mehrfeld

Im grauem Wolkengebirge
randvoll mit Eiskristallen
bricht dein später Nachmittag

nun zum Schwarzen,
zieht dir die Schar schreiender
Krähen über die Stirn

und verdunkelt dein Gemüt
mit flüchtigen…

von Rainer Maria Rilke

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich…

Rezitation:
Rezitation: Angélique Duvier, Klavier und Komposition: Vladyslav Sendecki
von Rainer Maria Rilke

Du Dunkelheit, aus der ich stamme,
ich liebe dich mehr als die Flamme,
welche die Welt begrenzt,
indem sie glänzt
für irgend einen Kreis,
aus dem heraus kein Wesen von ihr weiß.

Aber die Dunkelheit hält alles…

von Angélique Duvier

Es regnet Rosen auf die Erde,
leuchtend rot schmücken sie die Welt;
sie wünschen, dass es Friede werde,
wenn gar eine weiße niederfällt.

Zwischen Blumenmeeren liegen meine Träume,
ich verschließe sie in meinem…

von * noé *

Schließlich ist es wie mit Regen,
der sich nicht an Grenzen hält.
Wer wohl könnte ihn bewegen,
nicht zu fallen, wo er fällt!

Saudis, im Besitz von Waffen,
werden diese nicht still horten,
weil sie sie für die…

von Theodor Storm

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte
Und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
Das ist…

Rezitation:
„Weihnachtslied" von Theodor Storm, gesprochen von Hokuspokus, Creative-Commons-Lizenz „CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright“
von Sigrid Hartmann

Am Himmel ein Stern
So nah und doch fern
Ein riesiger Ball
Treibt mit uns im All

Sein strahlendes Licht
Mehr sehen wir nicht
Ist lang nicht mehr dort
Seinen Weg setzt er fort

Ein Punkt nur, ein…

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