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Beitrag 71 - 105 von insgesamt 8535 Texten in dieser Kategorie
von Christian Morgenstern

Wer vom Ziel nicht weiß,
kann den Weg nicht haben,
wird im selben Kreis
all sein Leben traben;
kommt am Ende hin,
wo er hergerückt,
hat der Menge Sinn
nur noch mehr zerstückt.

Wer vom Ziel nichts…

von Annelie Kelch

Ich bin ganz Vers und Reim, ganz Melodie, ganz Buch:
Auf jeder Seite, für die Ewigkeit notiert, blühen Gedichte …
Liegt über jedes auch die Götterdämmerung, ein elend Fluch –
Wen kümmert 's? Alles wird zu Staub im Lauf der…

von Lisi Schuur

Alle Häuser
selbst die Wiesen
lächeln unter
Schneegeriesel
strahlen sich
den Himmel blau
wie die Farbe
deiner Augen
wie der See
mit Sonnenflecken
unter denen Fische atmen
Wolken…

von Soléa P.

Sprich langsam, damit ich verstehen kann –
untermale jedes Wort,
das mit sanften Tönen zu mir gelangt,
und alle Zweifel schweben fort.

Deine Sprache soll melodisch klingen,
voller Zärtlichkeit.
Wie Vögel, die…

von Sigrid Hartmann

Das Laub zart grün schmeichelt dem Auge,
wer denkt, dass sie zum Mörder tauge?
Sie windet sich wie eine Schnur,
am Boden legt sie ihre Spur.

Erreicht die Pflanze, die sie bringt,
dem Himmel näher, es gelingt

von Sigrid Hartmann

Man wirft uns hier Faschismus vor,
wer das gesagt, scheint mir ein Tor.
Wie dreist ist das, denkt man sofort,
wie unverschämt ist dieses Wort!

Doch ist es sinnlos, dass man klagt,
denkt man daran, WER es gesagt:…

von marie mehrfeld

Mit eigenen Augen hab ich’s gelesen,
das ist vor ein paar Wochen gewesen,
deutsche Geschichte sei nur unrühmlich,
das schien mir einseitig, eigentümlich,
unser Land schaffe sich ab, schrieb er,
das brachte mich zum…

von Willi Grigor

Alles ist beweglich, ständig,
auch das, was hart ist und erstarrt.
Alles ist im Flusse, wendig,
es ist die Zeit nur, die uns narrt.

Die Welt ist fließend und unendlich,
sie ist die "Einheit aller Dinge".
Sie…

von Soléa P.

Sehnsucht nach vergangenen Tagen
in denen alles rosa war
sehe mich im roten Kleid
an einem sonnigen Julitag.

Blumen dufteten süß und kräftig
Hummeln summten viel und laut
Mutter machte Erdbeerkuchen
ein…

von Willi Grigor

Das Jahr ist nun ein "alter Mann",
es dreht sich um und schaut zurück,
lässt kurz verweilen seinen Blick
und denkt: "Das war es dann!"

Von Jahreszeit zu Jahreszeit
hat ständig es nach vorn gepeilt
und sah, wie…

von Angélique Duvier

Früh am Morgen, wenn sich die Natur entfaltet,
ehe wir noch wissen, wie sich dieser Tag gestaltet,
wenn die Wiesen noch mit Tau bedeckt,
und die Sonne wohlig ihre Strahlen
aus dem Morgennebel streckt,
werde ich gern…

von Sigrid Hartmann

Denk ich an das Gute
Und schau in die Welt
Dann werde ich sauer
Weil’s Gute nicht zählt

Vielleicht geht’s den anderen
Genauso wie mir
Mit bösen Gedanken
Vertreibt man’s Gute von hier

Den Kreis zu…

von Ralf Risse

Es rennen die Tage ineinander,
Nächte liegen aufgestapelt.
Schübe, deren Inhalt ähnlich,
einzeln sicher unerwähnlich.

Wie viel JA in dir verwurzelt,
wie viel NEIN daran gewachsen?
Welche Ecken man umschiffe,…

von Rainer Maria Rilke

Ich finde dich in allen diesen Dingen,
denen ich gut und wie ein Bruder bin;
als Samen sonnst du dich in den geringen,
und in den großen gibst du groß dich hin.

Das ist das wundersame Spiel der Kräfte,
daß sie so…

von Rainer Maria Rilke

Der Abend wechselt langsam die Gewänder,
die ihm ein Rand von alten Bäumen hält;
du schaust: und von dir scheiden sich die Länder,
ein himmelfahrendes und eins, das fällt;

und lassen dich, zu keinem ganz gehörend,

von Lisi Schuur

Steine die in Jahre sinken
die den Staub der Zeiten trinken
wenn der Regen fällt
der dem Sand die Spuren zeichnet
ehe er sich dichter macht
um sich zu vereinen
weit entfernt von allen Grenzen
liegt die…

von Yvonne Zoll

Wenn ich wollte Wie ich könnte
Auf dem Schimmel im Eischnee
Berittener Wolke ritt ich zum
Rauchigen Ende des singenden Bachs
Meiner Springflutgedanken

Wüchs ich zu dir im Eisengelsee
Tiefer im Sommer…

von Angélique Duvier

Ein Sturm peitscht am Morgen,
fegt über Flur und Feld,
macht euch keine Sorgen,
es ist ein Wunder der Welt.

Und wenn der Sturm die Blätter wehte
und jedes einzelne verdrehte,
dann ist der Herbst sein neuer…

von Angélique Duvier

Ich wandere durch grüne Alleen,
mit ihrer stolzen geraden Flucht,
kann mich kaum satt an ihnen sehen.
Schaue hinauf in die Himmelsbucht.

Es scheint mir, als gäb's kein Ende,
sondern eine Unendlichkeit,

von Willi Grigor

Lässt man Wasser aus der Donau
durch ein riesengroßes Rohr
fließen in die Oberelbe,
bleibt die Elbe dann dieselbe,
oder heißt sie dann Elbau?

Wird die Donau dadurch dünner,
kommt sie noch in Ungarn an?

von Soléa P.

Am frühen Morgen warst Du da
sah Dich durch die Glastür deutlich und klar
Schokolade hieltst Du in der Hand
vor Freude im Traum ich zu weinen begann...

Du bist der Erste der mich herzt und drückt
bin verdattert,…

von marie mehrfeld

Trockene Hitze ohn’ Donner und Blitze?
O! die tut mir gut, sie belebt, stärkt den Mut,
lässt wachsen, lässt blüh’n, doch ich werd’

mich bemüh’n, auch dann heiter zu bleiben,
wenn Regen die Scheiben zum Heulen bringt,…

von Angélique Duvier

Einmal noch
möchte ich
auf der Bühne stehen,
den tosenden Applaus
genießen.

Einmal noch
sehen, wie
sich der Vorhang hebt,
das Publikum
spüren.

Den Faden weben,
durch Räume…

von * noé *

Wir waren füreinander gemacht
und wir haben uns füreinander entschieden.
Selbst in der krebsdunklen Krankheitsnacht
sind wir ganz eng beieinander geblieben.

Die Sonne hat uns nur kurz beschienen,
sie schaffte es…

von marie mehrfeld

der herbst beginnt
in den ohren
wenn der sturm
mit dem fallen des laubs
drohend raschelnd
letztes leuchten
aus dem unterholz bläst
und nichts mehr bleibt
außer dem warten darauf
dass es…

von Else Lasker-Schüler

Dass uns nach all' der heissen Tagesglut
Nicht eine Nacht gehört . . .
Die Tuberosen färben sich mit meinem Blut,
Aus ihren Kelchen lodert's brandrot!

Sag' mir, ob auch in Nächten Deine Seele schreit,
Wenn sie aus…

von Else Lasker-Schüler

(Dem Heinz Simon in Frankfurt zur Freundschaft)

Die Sterne fliehen schreckensbleich
Vom Himmel meiner Einsamkeit,
Und das schwarze Auge der Mitternacht
Starrt näher und näher.

Ich finde mich nicht wieder
In…

von Soléa P.

Die Tage unser sind gezählt
vom ersten Atemzuge an
das sei hier mal kurz erwähnt
auch Sterben seinen Anfang fand.

Wir krabbeln in das Leben rein
und später wieder raus
kleckern schon als Kindelein
im…

von Angélique Duvier

Hoffnung, dass alles besser wird.
Glaube, dass sich das Gute bewährt.
Heilung gar durch innere Kraft,
ist es möglich, dass man es schafft?

Lässt sich das Böse bezwingen,
kann man dagegen gewinnen,
oder hat es…

von Volker Harmgardt

Liebe,
irdisches Wort,
bist verweht im rauschenden
Sturm.

Trost,
kluge Hoffnung bei Tag
und Nacht, von Regenschauern
durchzogen.

Einsamkeit,
gehuldigte Schattengründe,
gehst mit dem…

von marie mehrfeld

mein Denken an euch in der Nacht, es dröhnt,
wenn euer Schreien nach Gerechtigkeit,

nach Brot, nach Wasser, nach Liebe
meine Trommelfelle zertrümmern will

und sich alle lichten Gefühle des Lebens
in scharfe Stücke…

von marie mehrfeld

Vertrauen will ich Ihm, der
meine frohen Gedanken
trägt über alle Wolken zu

dir, der das Licht ist, das
aufleuchtet in den Augen
wilder Tiere, in denen der

Kinder dieser Erde und
auch über den hohen…

von marie mehrfeld

Salzig helle Tränentropfen rinnen
schimmernd immer schneller,
schwemmen meine Schwermut fort.
Tage werden früher heller.
Kreiselnd summend lächelst du,
sagst zu mir ein fremdes Wort
und stimmst fröhlich mich…

von Susanna Ka

Jede Nacht
bittest du mich zum Tanz
auf dem Eis
über glühende Kohlen
Feuer unter den nackten Sohlen

Jede Nacht
in deinen Armen
über das Eis
durch ein Flammenmeer
unseren Träumen hinterher…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Poesie ist wie Blätter
am Baum,
sie kommt von selbst,
entfaltet ihre Flügel
zu jeder Jahreszeit neu.
Vom Herbst entzündet,
ein buntes Farbenfeuer,
sich in die Tiefe des
Winters begibt,
bis…

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