Aphorismen ✓ bekannter und unbekannter Aphorismus

Bild zeigt Aphorismus von Tilly Boesche-Zacharow

Was sind Aphorismen? Aphorismen sind Gedanken, Résumé, aber auch Lebensweisheiten, die aus einem Satz, oder aus wenigen Sätzen bestehen. Aphorismen haben einen festen Platz in philosophischen Werken, sind aber auch in vielen anderen Literaturgenres zuhause. Auszug Wikipedia: »Oft formuliert der Aphorismus eine besondere Einsicht rhetorisch kunstreich als allgemeinen Sinnspruch (Sentenz, Maxime, Aperçu, Bonmot)«

Sie finden hier Aphorismen berühmter Autorinnen und Autoren, aber auch unbekannter Persönlichkeiten.

Beitrag 36 - 70 von insgesamt 690 Texten in dieser Kategorie
von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Fähigkeit sich selbst zu besitzen
plus
Fähigkeit sich selbst zu definieren
plus
Freiheit sich selbst zu entdecken
gleich
ein freier Mensch mit Mut
zur Eigenliebe.

von Franz Kafka

Die Krähen behaupten, eine einzige Krähe könnte den Himmel zerstören. Das ist zweifellos, beweist aber nichts gegen den Himmel, denn Himmel bedeutet eben: Unmöglichkeit von Krähen.

von Franz Kafka

Es wäre denkbar, daß Alexander der Große trotz der kriegerischen Erfolge seiner Jugend, trotz des ausgezeichneten Heeres, das er ausgebildet hatte, trotz der auf Veränderung der Welt gerichteten Kräfte, die er in sich fühlte, am Hellespont stehen…

von Franz Kafka

Man lügt möglichst wenig, nur wenn man möglichst wenig lügt, nicht wenn man möglichst wenig Gelegenheit dazu hat.

von Franz Kafka

A. ist ein Virtuose und der Himmel ist sein Zeuge.

von Franz Kafka

Noch spielen die Jagdhunde im Hof, aber das Wild entgeht ihnen nicht, so sehr es jetzt schon durch die Wälder jagt.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Jenseits von fünfundsechzig
ist alles so nah, dass die Entfernung
keine Rolle mehr spielt.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Ihr samtiges Lippenpaar
verabschiedet mich
ins ewige Schweigen,

meine Erinnerungen
haben in der Stille
ihre Ruhe gefunden.

Herz, das Leben hat
Dich verbrannt,
lösche das Licht
bevor Du gehst…

von Franz Kafka

Es gibt Fragen, über die wir nicht hinwegkommen könnten, wenn wir nicht von Natur aus von ihnen befreit wären.

von Arthur Schopenhauer

Die Freunde nennen sich aufrichtig. Die Feinde sind es – daher man ihren Tadel zur Selbsterkenntnis benutzen sollte, als eine bittere Arznei.

von Willi Grigor

Die Sonne schenkt ihr Licht der Welt,
nicht jeden Menschen es erhellt.

von Franz Kafka

Das Wort „sein“ bedeutet im Deutschen beides: Dasein und Ihm-gehören.

von Franz Kafka

Es bedurfte der Vermittlung der Schlange: das Böse kann den Menschen verführen, aber nicht Mensch werden.

von Franz Kafka

Es gibt zwei menschliche Hauptsünden, aus welchen sich alle andern ableiten: Ungeduld und Lässigkeit. Wegen der Ungeduld sind sie aus dem Paradiese vertrieben worden, wegen der Lässigkeit kehren sie nicht zurück. Vielleicht aber gibt es nur eine…

von Franz Kafka

Mit stärkstem Licht kann man die Welt auflösen. Vor schwachen Augen wird sie fest, vor noch schwächeren bekommt sie Fäuste, vor noch schwächeren wird sie schamhaft und zerschmettert den, der sie anzuschauen wagt.

von Katharina Dotzki

Schweigen ist „manchmal“ die bessere Option.
Denn der Fuchs bellt schließlich nicht, wenn er seine Beute fängt.

von Franz Kafka

Der Weg ist unendlich, da ist nichts abzuziehen, nichts zuzugeben und doch hält jeder noch seine eigene kindliche Elle daran. „Gewiß, auch diese Elle Wegs mußt du noch gehen, es wird dir nicht vergessen werden.“

von Franz Kafka

Je mehr Pferde du anspannst, desto rascher gehts – nämlich nicht das Ausreißen des Blocks aus dem Fundament, was unmöglich ist, aber das Zerreißen der Riemen und damit die leere fröhliche Fahrt.

von Friedrich Nietzsche

Copien. — Nicht selten begegnet man Copien bedeutender Menschen; und den Meisten gefallen, wie bei Gemälden, so auch hier, die Copien besser als die Originale.

von Franz Kafka

Lächerlich hast du dich aufgeschirrt für diese Welt.

von Franz Kafka

Die Tatsache, daß es nichts anderes gibt als eine geistige Welt, nimmt uns die Hoffnung und gibt uns die Gewißheit.

von Johann Wolfgang von Goethe

Ach! Ich bin des Treibens müde! Was soll all der Schmerz und Lust? Süßer Friede! Komm, ach komm in meine Brust!

von Franz Kafka

Die Sprache kann für alles außerhalb der sinnlichen Welt nur andeutungsweise, aber niemals auch nur annähernd vergleichsweise gebraucht werden, da sie entsprechend der sinnlichen Welt nur vom Besitz und seinen Beziehungen handelt.

von Franz Kafka

Gingest du über eine Ebene, hättest den guten Willen zu gehn und machtest doch Rückschritte, dann wäre es eine verzweifelte Sache; da du aber einen steilen Abhang hinaufkletterst, so steil etwa, wie du selbst von unten gesehn bist, können die…

von Franz Kafka

An Fortschritt glauben heißt nicht glauben, daß ein Fortschritt schon geschehen ist. Das wäre kein Glauben.

von Marie von Ebner-Eschenbach

Nichts Besseres kann der Künstler sich wünschen als grobe Freunde und höfliche Feinde.

von Elise Renoir

Schreiben ist philosophieren mit sich selbst. - Elise Renoir

von Franz Kafka

Wenn es möglich gewesen wäre, den Turm von Babel zu erbauen, ohne ihn zu erklettern, es wäre erlaubt worden.

von marie mehrfeld

des Regentags
grauer Gleichmut
verdängt Erinnerung
an die Herrlichkeit der
Abendröte meiner Kindheit

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Es kommt immer einmal der Tag,
da rechnet der Mensch mit sich
selber ab. Viele versuchen ihr
Ergebnis zu frisieren. So behält
das Herz seine Risse, die Seele
ihre Schatten, weil es nur den
Anschein der Glut…

von Franz Kafka

Alles ist Betrug: das Mindestmaß der Täuschungen suchen, im üblichen bleiben, das Höchstmaß suchen. Im ersten Fall betrügt man das Gute, indem man sich dessen Erwerbung zu leicht machen will, das Böse, indem man ihm allzu ungünstige…

von Franz Kafka

»Einer staunte darüber, wie leicht er den Weg der Ewigkeit ging; er raste ihn nämlich abwärts.«

von George Sand

Glück liegt nur in dem Bewusstsein, das wir von ihm haben,
und keineswegs darin, wie die Zukunft ihr Versprechen hält.

von Franz Kafka

Die Hintergedanken, mit denen du das Böse in dir aufnimmst, sind nicht die deinen, sondern die des Bösen.

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Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Ein Käfig ging einen Vogel suchen.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Die Märtyrer unterschätzen den Leib nicht
Bild zeigt Franz Kafka und Zitat Man lügt möglichst wenig, nur wenn man möglichst wenig lügt, nicht wenn man möglichst wenig Gelegenheit dazu hat.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Wenn es möglich gewesen wäre, den Turm von Babel zu erbauen, ohne ihn zu erklettern, es wäre erlaubt worden.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Sein Ermatten ist das des Gladiators nach dem Kampf
Bild zeigt Franz Kafka und Zitat Die Tatsache, daß es nichts anderes gibt als eine geistige Welt, nimmt uns die Hoffnung und gibt uns die Gewißheit.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Laß dich vom Bösen nicht glauben machen, du könntest vor ihm Geheimnisse haben.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Es gibt kein Haben, nur ein Sein
Bild zeigt Arthur Schopenhauer Zitat Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer