Aphorismen ✓ bekannter und unbekannter Aphorismus

Bild zeigt Aphorismus von Tilly Boesche-Zacharow

Was sind Aphorismen? Aphorismen sind Gedanken, Résumé, aber auch Lebensweisheiten, die aus einem Satz, oder aus wenigen Sätzen bestehen. Aphorismen haben einen festen Platz in philosophischen Werken, sind aber auch in vielen anderen Literaturgenres zuhause. Auszug Wikipedia: »Oft formuliert der Aphorismus eine besondere Einsicht rhetorisch kunstreich als allgemeinen Sinnspruch (Sentenz, Maxime, Aperçu, Bonmot)«

Sie finden hier Aphorismen berühmter Autorinnen und Autoren, aber auch unbekannter Persönlichkeiten.

neue Aphorismen
von Soléa P.
von Hydie Lu
von Yvonne Zoll
die schönsten Aphorismen
von Marie von Ebner-Eschenbach
von Rainer Maria Rilke
von Anouk Ferez
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 601 Texten in dieser Kategorie
von Franz Kafka

Es wurde ihnen die Wahl gestellt, Könige oder der Könige Kuriere zu werden. Nach Art der Kinder wollten alle Kuriere sein. Deshalb gibt es lauter Kuriere, sie jagen durch die Welt und rufen, da es keine Könige gibt, einander selbst die sinnlos…

von Rainer Maria Rilke

Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge und keine Heimat haben in der Zeit.

von Willi Grigor

Die Sonne schenkt ihr Licht der Welt,
nicht jeden Mensch das Licht erhellt.

von Franz Kafka

Alles ist Betrug: das Mindestmaß der Täuschungen suchen, im üblichen bleiben, das Höchstmaß suchen. Im ersten Fall betrügt man das Gute, indem man sich dessen Erwerbung zu leicht machen will, das Böse, indem man ihm allzu ungünstige…

von Soléa P.

Ihr Leut, zieht euch warm an! Das Klima wandelt sich immer mehr, es kommen stürmische Zeiten …

von Franz Kafka

Mit stärkstem Licht kann man die Welt auflösen. Vor schwachen Augen wird sie fest, vor noch schwächeren bekommt sie Fäuste, vor noch schwächeren wird sie schamhaft und zerschmettert den, der sie anzuschauen wagt.

von Friedrich Nietzsche

Copien. — Nicht selten begegnet man Copien bedeutender Menschen; und den Meisten gefallen, wie bei Gemälden, so auch hier, die Copien besser als die Originale.

von Arthur Schopenhauer

Was aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.

von Franz Kafka

Der Mensch kann nicht leben ohne ein dauerndes Vertrauen zu etwas Unzerstörbarem in sich, wobei sowohl das Unzerstörbare als auch das Vertrauen ihm dauernd verborgen bleiben können. Eine der Ausdrucksmöglichkeiten dieses Verborgenbleibens ist der…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Es kommt immer einmal der Tag,
da rechnet der Mensch mit sich
selber ab. Viele versuchen ihr
Ergebnis zu frisieren. So behält
das Herz seine Risse, die Seele
ihre Schatten, weil es nur den
Anschein der Glut…

von Franz Kafka

Es wäre denkbar, daß Alexander der Große trotz der kriegerischen Erfolge seiner Jugend, trotz des ausgezeichneten Heeres, das er ausgebildet hatte, trotz der auf Veränderung der Welt gerichteten Kräfte, die er in sich fühlte, am Hellespont stehen…

von Franz Kafka

Lächerlich hast du dich aufgeschirrt für diese Welt.

von George Sand

Glück liegt nur in dem Bewusstsein, das wir von ihm haben,
und keineswegs darin, wie die Zukunft ihr Versprechen hält.

von Franz Kafka

Die Tatsache, daß es nichts anderes gibt als eine geistige Welt, nimmt uns die Hoffnung und gibt uns die Gewißheit.

von Yvonne Zoll

Gedichte sind nicht dazu da, verstanden zu werden, sondern um in und mit ihnen, durch sie zu leben, zu lieben, zu lachen, zu weinen - zu fühlen in Wirklichkeit.

von Franz Kafka

Noch spielen die Jagdhunde im Hof, aber das Wild entgeht ihnen nicht, so sehr es jetzt schon durch die Wälder jagt.

von Franz Kafka

An Fortschritt glauben heißt nicht glauben, daß ein Fortschritt schon geschehen ist. Das wäre kein Glauben.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Die Nacht bricht ihr Schweigen,
wenn der Tag vor ihrer Türe steht,
geblendet zeigt sich Trunken schlafende
Wahrheit mit ganzem Gesicht,
ihr Glanz hat Schatten bekommen.

von Franz Kafka

Wie ein Weg im Herbst: Kaum ist er rein gekehrt, bedeckt er sich wieder mit den trockenen Blättern.

von Elise Renoir

Schreiben ist philosophieren mit sich selbst. - Elise Renoir

von Arthur Schopenhauer

Meistens belehrt erst der Verlust uns über den Wert der Dinge.

von Franz Kafka

»Einer staunte darüber, wie leicht er den Weg der Ewigkeit ging; er raste ihn nämlich abwärts.«

von Johann Wolfgang von Goethe

Ach! Ich bin des Treibens müde! Was soll all der Schmerz und Lust? Süßer Friede! Komm, ach komm in meine Brust!

von Franz Kafka

Gingest du über eine Ebene, hättest den guten Willen zu gehn und machtest doch Rückschritte, dann wäre es eine verzweifelte Sache; da du aber einen steilen Abhang hinaufkletterst, so steil etwa, wie du selbst von unten gesehn bist, können die…

von Franz Kafka

Das Wort „sein“ bedeutet im Deutschen beides: Dasein und Ihm-gehören.

von Marie von Ebner-Eschenbach

Nichts Besseres kann der Künstler sich wünschen als grobe Freunde und höfliche Feinde.

von Franz Kafka

Es bedurfte der Vermittlung der Schlange: das Böse kann den Menschen verführen, aber nicht Mensch werden.

von Franz Kafka

Die Märtyrer unterschätzen den Leib nicht, sie lassen ihn auf dem Kreuz erhöhn. Darin sind sie mit ihren Gegnern einig.

von marie mehrfeld

Nichts ahnend schläfst Du
hinter geschlossenen Läden,
während Osterglocken in Deinen
Beeten nachts ein Freudenfest feiern
und sich am eigenen Duften berauschen.

von Franz Kafka

Die Hintergedanken, mit denen du das Böse in dir aufnimmst, sind nicht die deinen, sondern die des Bösen.

von Franz Kafka

Je mehr Pferde du anspannst, desto rascher gehts – nämlich nicht das Ausreißen des Blocks aus dem Fundament, was unmöglich ist, aber das Zerreißen der Riemen und damit die leere fröhliche Fahrt.

von Arthur Schopenhauer

Die Freunde nennen sich aufrichtig. Die Feinde sind es – daher man ihren Tadel zur Selbsterkenntnis benutzen sollte, als eine bittere Arznei.

von Franz Kafka

Die Krähen behaupten, eine einzige Krähe könnte den Himmel zerstören. Das ist zweifellos, beweist aber nichts gegen den Himmel, denn Himmel bedeutet eben: Unmöglichkeit von Krähen.

von Franz Kafka

Verschiedenheit der Anschauungen, die man etwa von einem Apfel haben kann: die Anschauung des kleinen Jungen, der den Hals strecken muß, um noch knapp den Apfel auf der Tischplatte zu sehn, und die Anschauung des Hausherrn, der den Apfel nimmt…

von Franz Kafka

Wenn man einmal das Böse bei sich aufgenommen hat, verlangt es nicht mehr, daß man ihm glaube.

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Bild zeigt Aphorismus und Franz Kafka: Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld, ein vorzeitiges Abbrechen des Methodischen, ein scheinbares Einpfählen der scheinbaren Sache.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Die Hintergedanken, mit denen du das Böse in dir aufnimmst
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Dem Bösen kann man nicht in Raten zahlen – und versucht es unaufhörlich.
Bild zeigt Aphroismus und Franz Kafka - Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Das Tier entwindet dem Herrn die Peitsche und peitscht sich selbst
Bild zeigt Zitat von Franz Kafka - Das Mißverhältnis der Welt scheint tröstlicherweise nur ein zahlenmäßiges zu sein.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Eines der wirksamsten Verführungsmittel des Bösen ist die Aufforderung zum Kampf. Er ist wie der Kampf mit Frauen, der im Bett endet.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - An Fortschritt glauben heißt nicht glauben
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Wie ein Weg im Herbst: Kaum ist er rein gekehrt, bedeckt er sich wieder mit den trockenen Blättern.