Aphorismen ✓ bekannter und unbekannter Aphorismus

Bild zeigt Aphorismus von Tilly Boesche-Zacharow

Was sind Aphorismen? Aphorismen sind Gedanken, Résumé, aber auch Lebensweisheiten, die aus einem Satz, oder aus wenigen Sätzen bestehen. Aphorismen haben einen festen Platz in philosophischen Werken, sind aber auch in vielen anderen Literaturgenres zuhause. Auszug Wikipedia: »Oft formuliert der Aphorismus eine besondere Einsicht rhetorisch kunstreich als allgemeinen Sinnspruch (Sentenz, Maxime, Aperçu, Bonmot)«

Sie finden hier Aphorismen berühmter Autorinnen und Autoren, aber auch unbekannter Persönlichkeiten.

neue Aphorismen
von Marie von Ebner-Eschenbach
von Marie von Ebner-Eschenbach
von Marie von Ebner-Eschenbach
die schönsten Aphorismen
von Arthur Schopenhauer
von Rainer Maria Rilke
von Anouk Ferez
von Katharina Dotzki
Mitglied

Schweigen ist „manchmal“ die bessere Option.
Denn der Fuchs bellt schließlich nicht, wenn er seine Beute fängt.

von Franz Kafka
Bibliothek

Es gibt Fragen, über die wir nicht hinwegkommen könnten, wenn wir nicht von Natur aus von ihnen befreit wären.

von Franz Kafka
Bibliothek

Ein Käfig ging einen Vogel suchen.

von Franz Kafka
Bibliothek

»Einer staunte darüber, wie leicht er den Weg der Ewigkeit ging; er raste ihn nämlich abwärts.«

von Franz Kafka
Bibliothek

Alles ist Betrug: das Mindestmaß der Täuschungen suchen, im üblichen bleiben, das Höchstmaß suchen. Im ersten Fall betrügt man das Gute, indem man sich dessen Erwerbung zu leicht machen will, das Böse, indem man ihm allzu ungünstige…

von Friedrich Nietzsche
Bibliothek

Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese.

von Franz Kafka
Bibliothek

Die Hintergedanken, mit denen du das Böse in dir aufnimmst, sind nicht die deinen, sondern die des Bösen.

von George Sand
Bibliothek

Glück liegt nur in dem Bewusstsein, das wir von ihm haben,
und keineswegs darin, wie die Zukunft ihr Versprechen hält.

von Franz Kafka
Bibliothek

Gingest du über eine Ebene, hättest den guten Willen zu gehn und machtest doch Rückschritte, dann wäre es eine verzweifelte Sache; da du aber einen steilen Abhang hinaufkletterst, so steil etwa, wie du selbst von unten gesehn bist, können die…

von Franz Kafka
Bibliothek

Je mehr Pferde du anspannst, desto rascher gehts – nämlich nicht das Ausreißen des Blocks aus dem Fundament, was unmöglich ist, aber das Zerreißen der Riemen und damit die leere fröhliche Fahrt.

von Friedrich Nietzsche
Bibliothek

Copien. — Nicht selten begegnet man Copien bedeutender Menschen; und den Meisten gefallen, wie bei Gemälden, so auch hier, die Copien besser als die Originale.

von Marie von Ebner-Eschenbach
Bibliothek

Nichts Besseres kann der Künstler sich wünschen als grobe Freunde und höfliche Feinde.

von marie mehrfeld
Mitglied

des Regentags
grauer Gleichmut
verdängt Erinnerung
an die Herrlichkeit der
Abendröte meiner Kindheit

von Elise Renoir
Mitglied

Schreiben ist philosophieren mit sich selbst. - Elise Renoir

von Johann Wolfgang von Goethe
Bibliothek

Ach! Ich bin des Treibens müde! Was soll all der Schmerz und Lust? Süßer Friede! Komm, ach komm in meine Brust!

von Franz Kafka
Bibliothek

Lächerlich hast du dich aufgeschirrt für diese Welt.

von Franz Kafka
Bibliothek

Wenn es möglich gewesen wäre, den Turm von Babel zu erbauen, ohne ihn zu erklettern, es wäre erlaubt worden.

von Franz Kafka
Bibliothek

Die Tatsache, daß es nichts anderes gibt als eine geistige Welt, nimmt uns die Hoffnung und gibt uns die Gewißheit.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Es kommt immer einmal der Tag,
da rechnet der Mensch mit sich
selber ab. Viele versuchen ihr
Ergebnis zu frisieren. So behält
das Herz seine Risse, die Seele
ihre Schatten, weil es nur den
Anschein der Glut…

von Soléa P.
Mitglied

Politische Größen drehen am Rad –
an der Kriegsmaschinerie.
Soldaten stehen schon längst parat,
welch eine blamable Idiotie …

von Franz Kafka
Bibliothek

Die Sprache kann für alles außerhalb der sinnlichen Welt nur andeutungsweise, aber niemals auch nur annähernd vergleichsweise gebraucht werden, da sie entsprechend der sinnlichen Welt nur vom Besitz und seinen Beziehungen handelt.

von Franz Kafka
Bibliothek

Früher begriff ich nicht, warum ich auf meine Frage keine Antwort bekam, heute begreife ich nicht, wie ich glauben konnte, fragen zu können. Aber ich glaubte ja gar nicht, ich fragte nur.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Wenn Du eintauchst in den Stillen Ozean
der silbernen Fische,
dann musst Du keinen Angler mehr fürchten,
sondern nur noch Deine Insel finden.

von Franz Kafka
Bibliothek

An Fortschritt glauben heißt nicht glauben, daß ein Fortschritt schon geschehen ist. Das wäre kein Glauben.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Nacht, wir bitten Dich um Schweigen
unter Deinem Mantel unsere Lust aufblüht.
Am Tage zeuget noch geheimnisvolles Leuchten,
Sonnenlicht geblendeter Augen,
von ausgetauschter Zärtlichkeit.

von Friedrich Nietzsche
Bibliothek

Auch der vernünftigste Mensch bedarf von Zeit zu Zeit wieder der Natur, das heißt seiner unlogischen Grundstellung zu allen Dingen.

von Franz Kafka
Bibliothek

Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld, ein vorzeitiges Abbrechen des Methodischen, ein scheinbares Einpfählen der scheinbaren Sache.

von Katharina Dotzki
Mitglied

Kein Foto ist wertlos,
denn jedes hat (s)eine Geschichte.
Jedes Foto hält Momente fest,
die wir nach dem Auslöser
nicht reproduzieren können.

von Franz Kafka
Bibliothek

So fest wie die Hand den Stein hält. Sie hält ihn aber fest, nur um ihn desto weiter zu verwerfen. Aber auch in jene Weite führt der Weg.

von D.R. Giller
Mitglied

Wenn alle Blätter von den vielen Bäumen gefallen sind, kann man sie ineinander kehren um der Fantasie wegen, neue Zitate kreieren, um prachtvolle Sorten, etlicher Bäume als ein Manifest zeitnah geerdet schmücken, die Welt festhalten und am Zuge…

von Franz Kafka
Bibliothek

Nur unser Zeitbegriff läßt uns das Jüngste Gericht so nennen, eigentlich ist es ein Standrecht.

von Franz Kafka
Bibliothek

Wie ein Weg im Herbst: Kaum ist er rein gekehrt, bedeckt er sich wieder mit den trockenen Blättern.

von Michael Dahm
Mitglied

Der Wert eines gelebten Lebens resultiert aus dem Wert seiner Bejahung.

von Willi Grigor
Mitglied

Die Menschheit ist auf gutem Wege,
Pest und Cholera und jede
andre Unbill auszurotten -
einschließlich sich selbst.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Die Nacht bricht ihr Schweigen,
wenn der Tag vor ihrer Türe steht,
geblendet zeigt sich Trunken schlafende
Wahrheit mit ganzem Gesicht,
ihr Glanz hat Schatten bekommen.

von George Sand
Bibliothek

Du willst das Glück in der Liebe sehen.
Da ist es nicht.
Das Glück ist in der Ruhe, in der Freundschaft;
die Liebe, das ist ein Sturm, ein Kampf.

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Wenn die Träumer dieser Welt aufhören zu träumen – was sind sie dann?
Realisten, die die kleinen und großen Wunder nicht mehr sehen?
Sind es nicht die Träumer dieser Welt, die aufgewacht sind und sehen, was wirklich zählt
in…

von Thomas Brod
Mitglied

wenn ein Geldinstitut seine Versprechen
gegenüber seinen Kunden nicht hält und für sein Fehlverhalten
dann noch eine Spende als gönnerische Wiedergutmachung
an eine gemeinnützige Einrichtung, also einen Dritten, tätigt,

von Franz Kafka
Bibliothek

Die Märtyrer unterschätzen den Leib nicht, sie lassen ihn auf dem Kreuz erhöhn. Darin sind sie mit ihren Gegnern einig.

von Willi Grigor
Mitglied

Einem Gedicht, das berührt,
alle Achtung gebührt,
weil beim Gedicht, das berührt,
man die Ehrlichkeit spürt.

von Simone Weil
Bibliothek

Mit reiner Liebe lieben, heißt in den Abstand einwilligen, heißt den Abstand verehren zwischen einem selbst und dem, was man liebt.

von Alf Glocker
Mitglied

Kommt Zeit, kommt Unrat!

von Willi Grigor
Mitglied

Die Kinder sind die sanften Wesen,
die vielen, glaub ich, Freude brachten.
Der große Rest sind die gewesen,
die allzu oft auch Ärger machten.

**
Das Erbe, das Eltern
ihren Kindern hinterlassen,
ist oft…

von Franz Kafka
Bibliothek

Laß dich vom Bösen nicht glauben machen, du könntest vor ihm Geheimnisse haben.

von Franz Kafka
Bibliothek

Wenn man einmal das Böse bei sich aufgenommen hat, verlangt es nicht mehr, daß man ihm glaube.

von Franz Kafka
Bibliothek

Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.

von Soléa P.
Mitglied

Erzählt uns nichts mehr von „Berge versetzen" –
Jetzt, wo der Himmel immer näher kommt …

von Franz Kafka
Bibliothek

Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben. Dieses Leben scheint unerträglich, ein anderes unerreichbar. Man schämt sich nicht mehr, sterben zu wollen; man bittet aus der alten Zelle, die man haßt, in eine neue gebracht…

von Franz Kafka
Bibliothek

Seine Antwort auf die Behauptung, er besitze vielleicht, sei aber nicht, war nur Zittern und Herzklopfen.

von Franz Kafka
Bibliothek

Das Negative zu tun, ist uns noch auferlegt; das Positive ist uns schon gegeben.

Seiten