Lustige Gedichte & Satire ✓ witzige, satirische & Scherzgedichte

Bild zeigt Tucholskys Eintrag in sein Sudelbuch

Lustige Gedichte müssen nicht immer trivial sein (sie dürfen es aber, ohne Abstriche). Namhafte Autorinnen und Autoren, wie Kurt Tucholsky oder Else Lasker-Schüler, haben lustige Gedichte geschrieben. Auch weniger bekannte Persönlichkeiten lieben lustige Gedichte, den satirischen Umgang mit allen Themen des Lebens, das ulkige und scherzhafte.

Sie finden hier lustige Gedichte verschiedener klassischer und moderner Autoren. Sie dürfen hier stöbern und sollen natürlich auch lachen!

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Beitrag 1996 - 2030 von insgesamt 2037 Texten in dieser Kategorie
von Volker C. Jacoby

Ach Schatz, ich küsse jeden Tag
dein Foto, das ich habe,
doch nicht, weil ich es küssen mag,
und dran die Augen labe.

Du hattest dieses Foto mir
vor langer Zeit gegeben,
und ich versprach von Herzen
dir…

von * noé *

Wenn Sie diese Creme verwenden,
die so sorgsam wir "gebaut",
im Gesicht, an Hals und Händen,
wird sie jugendlich, die Haut!

Die Tiegel sind bezaubernd schön,
wie sie Spalier vorm Spiegel stehn ...

Mit…

von Monika Laakes

Anzumerken ist, dass ich mir den Namen jener Dame
merken sollte, die als Merkmal die Raute mit Händen
kreierte, zudem an Merkwürdigkeit kaum
zu überbieten ist, die, was noch zu vermerken ist,
merklich unbeliebter wird in…

von Volker C. Jacoby

Aus dem Zyklus „Monatsgedichte“

Im Januar gibt's Neujahrsgrüße,
dann rote Nasen, kalte Füße,
und Heilige Drei Könige,
doch warme Tage wenige.

Drauf schiebt sich in den Vordergrund
die Schar der Jecken, keck…

von Jenno Casali

Männer hört man niemals klagen
Männer leiden rücksichtsvoll
Männer können Schmerz ertragen
Männer leiden einfach toll

Männer leiden ganz gediegen
Männer leiden innerlich
Männer leiden ganz verschwiegen

von Volker C. Jacoby

oder: Saarbrücker Altstadtfest-Szene

Die fette Holzkohl hustet Glut,
die Bratdunstschwaden qualvoll qualmen,
dem Schwenkbratesser tut es gut,
die Schwenkprodukte zu zermalmen.

Den biergefüllten Plastikbecher

von Volker C. Jacoby

Es gibt ein altes Metier:
besitzt man keinen Heller,
dann fass‘ man sich und man ergeh‘
berufen sich als „Preller“.

Man zeche kräftig, gut und viel,
und dann, auf alle Fälle,
verschwinde man spontan mit Ziel,…

von Volker C. Jacoby

Ins Zeug will sich der Blauregen
blauregsam, ganz genau, legen,
hinauf als Baum zum Bau regen,
in Regen sich und Tau hegen -
wohl toller Blütenschau wegen ...
Blauregnerischer Haudegen!

vcj

von Axel C. Englert

Eine Bonbonniere meinte: GUT!
(Was ja zu „bon“ gut passen tut …)
Bonbons find ich doppelt gut!
Eins jedoch bringt mich in Wut:

Eine NIERE soll ICH sein?!
Ich werd sauer! Niere? Nein!
(„Saure Nieren“ soll’s ja…

von René Oberholzer

Urlaub mit Verena
Da stehst du immer nur da

Urlaub mit Juliette
Da liegst du nur im Bett

Urlaub mit Bea
Da bist du nachher in der Reha

Urlaub mit Leni
Da küsst du eh nie

Urlaub mit Birgitt…

von Volker C. Jacoby

.
De Urzeidmann hat seiner Fraa
gesaad - beim Mondanbelle:
„Die Naachd fang aan isch - isch das klaar? -
die Ur-Zeid umseschdelle!

Statt dass mir nur in demm doo Ur-
Zeitalter lääwe dääde,
gebbd‘s Zeid,…

von Volker C. Jacoby

Hast du Lust auf einen Tschätt?
Richtig tschättig, krass und fett?
Kremple hoch, Mann, die Manschette,
in die Tasten hau und tschätte!

Tschätte nie drauflos ganz grässlich:
Disziplin tscheint unerlässlich!
Sei…

von Axel C. Englert

Eine Wanne war stets dreckig!
Sie ärgerte sich. Grün und scheckig…
Unlogisch! Seh ich nicht ein!
Ich bade täglich? Muss rein sein…

Die alte Wanne
(Sie hieß „Hanne“)
War darob gefrustet:
Bin grob…

von Alfred Mertens

Es sagte einst ein Weib, die Miss
dass ihr es würd zum Ärgernis,
weil frech ihr Freund, den sie lang kennt
schon öfters mit ner anderen pennt !

Nie hätte sie`s von ihm gedacht
als sie noch in der letzten Nacht,…

von Volker C. Jacoby

oder: Ein Mitternachtsgruselstück

Der Geist vom Castle Hudson
fraß abends stets drei Katzen,
soff nachher eine Tonne
voll Spinnenblut mit Wonne
und schlief um zehn Uhr ein.

Doch auch ein Geistermagen

von Volker C. Jacoby

Wie er leibte, wie er lebte
über dem Gedruckten schwebte,
dies beurteilte mit Biss,
jenes pries oder zerriss.

Ob in Zeitungen, Gazetten,
literarischen Quartetten,
mal mit Worten, hart und weich,
machte…

von Axel C. Englert

Ein Hermelin (es hieß „Hermine“)
Meinte (mit verminter Miene):
Wenn ich „Herr Melin“ ja bin –
Macht meine Weiblichkeit da Sinn?

Morgenstern schrieb einst Gedicht –
In dem er uns vom „Wiesel“ spricht:
Dies…

von Axel C. Englert

Ein Haken hat schwer krumm genommen –
(Bei Haken oft schon vorgekommen…)
Ständig schlagen dreist uns HASEN!
Jener Umstand macht mich RASEN!

Der Haken ging drauf auf die Pirsch –
Und lauerte. Erst kam ein Hirsch……

von Volker C. Jacoby

.
Denkst du, der Herbst nimmt seinem Lauf,
zum Winter hinzutreiben,
nimmt braunen Blättertod in Kauf,
um dann "schneeweiß" zu schreiben?

Geirrt, mein Freund, der Herbstgevatter
schmeißt seine Krück' auf den…

von Volker C. Jacoby

Dereinst stritt sich ein Sack Zement
mit einem Teller Haferbrei,
wer denn von ihnen allen beiden
der weitaus nützlichere sei.

Es fluchte der Zement: "...und Zwirn!
Ich baue ganze Städte!
Wohl kränklich wäre am…

von Volker C. Jacoby

Fleischeslust, Fleischesunlust I

Der Vegetarier isst sein Schnitzel
nie ohne leichten Nervenkitzel.

*

Fleischeslust, Fleischesunlust II

Der Vegetarier ist oft platt,
da er den Mund voll Zahn-Fleisch hat.…

von Axel C. Englert

Eine Schanze –
Sie hieß „Konstanze“ –
War herb erschüttert!
Sehr stark verbittert!

Immer die Ski – Springerei!
Auf MEINEM Rücken! Sauerei!
Und ich SELBST? Bin NIE dabei!
Drum nahm Konstanze sich flugs…

von Alfred Mertens

Was der Bürgerkrieg nicht wusste,
das man dieses doch nicht musste.
sich gegenseitig dabei anzugreifen
kann ich bis heute nicht begreifen.

Schulden, Elend, Wirtschaft down,
darüber konnte niemand stau`n.
War…

von Axel C. Englert

Aua! Meine arme Hand!
Am EIGENEN GEDICHT verbrannt?!
So was! War noch nie passiert –
Hab drum die Krause engagiert…

Da zum Glück Winterpause war,
Gab die eiskalt den Schnüffel – Star:
Für hundert Euro „…

von Robert K. Staege

Das arme Rotaugen-Buschkrokodil
sah in seinem Leben noch nie den Nil.

Es lebt im fernen Neuguinea,
und kennt darum auch nicht Nivea,
es kennt nur Sommer, keinen Frost,
weiß nichts über die Deutsche Post,

von Volker C. Jacoby

.
Nichts hat mich jemals mehr verdrossen
als Füße, die auf Tore schossen.
Mag's anderen auch gut gefallen:
ich halte nichts vom Fußgeballen.

Ach, grässlich geht mir auf die Gräte
solch ballbezognes Rumgetrete…

von Volker C. Jacoby

Hass du Lust auf einen Schätt?
Richtig schättig, krass und fätt?
Krämple hoch, Mann, die Manschätte,
in die Tasten hau und schätte!

Schätte nie drauflos ganz grässlich:
Dissiplin scheint unerlässlich!
Sei ein…

von Volker C. Jacoby

Nach einem Foto, ein "Baum im Gemäuer"

Wurzelwerke schlängeln sich
oft durch Steine und Gemäuer
treiben, stoßen, drängeln sich
recht mit Urkraft, ungeheuer.

Nicht scheut Vater Baum den Stein
und den Fels…

von Volker C. Jacoby

Mick, der Aboriginee,
hatte einen Bumerang,
den geschickt er warf, und wie,
dass er ihn zurück erlang‘.

Weil‘s im Outback konnt‘ gelingen,
rang er bum im Inback auch;
bummer konnte keiner ringen
wie bei…

von * noé *

Nicht mit Distanz, als Sushi-Speise,
denn eines kann ich dir berichten:
Dich isst man mit Fingern! Auf die Weise
kann man auf Stäbchen ganz verzichten!

Ich will dich fühlen, schnuppern, schmecken,
dir nahe kommen,…

von Terence Horn

Auf der Wiese saß’ne Biene,
ne fiese Biene.

Die Biene ganz widerlich,
mochte meine Füße nicht.

Sie stach mir in den großen Zeh,
Scheiße, wie tat das weh.

Mein Zeh, der war ganz schön lädiert,
mit…

von Volker C. Jacoby

Vom Hirn fließt via Schreibkunstfeder
auf feinst geschöpftes Büttenblatt
Gedankengut von Tüll, von Leder,
und findet dort in Textform statt.

In Leselust durchdringt erleuchtet
der alphabetenkundge Blick
die…

von D.R. Giller

Gelebt und genossen, den Stil aufgegossen
Lange Tische, erwische Bekannte und Tante
Beim verschlingen der geräucherten
Fische.

All die Sitze sind schlicht am Weg, klappe knappe
Am Kante des…

von Volker C. Jacoby

WACHOLDERDROSSELN

Aus den Beerlein lässt sich freilich
gut und gern ein Schnäpslein bosseln;
Brüder, trinkt dies nicht zu eilig,
feindosiert sei es euch heilig,
wird’s zu viel: Wachholder drosseln!

von Axel C. Englert

Ein Tiger (er war aus Papier)
Benahm sie wie ein wilder Stier:
Jeder redet von mir. Schlecht!
Diskriminierung! UNGERECHT!

Dabei bin ICH doch sehr viel besser!
Denn ICH bin ja kein Menschenfresser…
Ein Raubtier…

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