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Beitrag 106 - 140 von insgesamt 8214 Texten in dieser Kategorie
von Rainer Maria Rilke

Du Dunkelheit, aus der ich stamme,
ich liebe dich mehr als die Flamme,
welche die Welt begrenzt,
indem sie glänzt
für irgend einen Kreis,
aus dem heraus kein Wesen von ihr weiß.

Aber die Dunkelheit hält alles…

von Joachim Ringelnatz

Ich war nicht einer deiner guten Jungen.
An meinem Jugendtrotz ist mancher Rat
Und manches wohlgedachte Wort zersprungen.
Nun sieht der Mann, was einst der Knabe tat.

Doch hast du, alter Meister, nicht vergebens
An…

von Angélique Duvier

Ich weiß nicht, ob ich lachen sollte,
nur weil die Anderen lachen.

Ich weine nicht, aber sollte ich weinen,
nur weil die Anderen weinen.

Ich helfe nicht, aber sollte ich helfen,
nur weil die Anderen helfen.

von Else Lasker-Schüler

Dass uns nach all' der heissen Tagesglut
Nicht eine Nacht gehört . . .
Die Tuberosen färben sich mit meinem Blut,
Aus ihren Kelchen lodert's brandrot!

Sag' mir, ob auch in Nächten Deine Seele schreit,
Wenn sie aus…

von Willi Grigor

Das Jahr ist nun ein "alter Mann",
es dreht sich um und schaut zurück,
lässt kurz verweilen seinen Blick
und denkt: "Das war es dann!"

Von Jahreszeit zu Jahreszeit
hat ständig es nach vorn gepeilt
und sah, wie…

von Rainer Maria Rilke

Ich finde dich in allen diesen Dingen,
denen ich gut und wie ein Bruder bin;
als Samen sonnst du dich in den geringen,
und in den großen gibst du groß dich hin.

Das ist das wundersame Spiel der Kräfte,
daß sie so…

von Angélique Duvier

Ein Sturm peitscht am Morgen,
fegt über Flur und Feld,
macht euch keine Sorgen,
es ist ein Wunder der Welt.

Und wenn der Sturm die Blätter wehte
und jedes einzelne verdrehte,
dann ist der Herbst sein neuer…

von Soléa P.

Sprich langsam, damit ich verstehen kann –
untermale jedes Wort,
das mit sanften Tönen zu mir gelangt,
und alle Zweifel schweben fort.

Deine Sprache soll melodisch klingen,
voller Zärtlichkeit.
Wie Vögel, die…

von Susanna Ka

Jede Nacht
bittest du mich zum Tanz
auf dem Eis
über glühende Kohlen
Feuer unter den nackten Sohlen

Jede Nacht
in deinen Armen
über das Eis
durch ein Flammenmeer
unseren Träumen hinterher…

von Sigrid Hartmann

Das Laub zart grün schmeichelt dem Auge,
wer denkt, dass sie zum Mörder tauge?
Sie windet sich wie eine Schnur,
am Boden legt sie ihre Spur.

Erreicht die Pflanze, die sie bringt,
dem Himmel näher, es gelingt

von marie mehrfeld

Salzig helle Tränentropfen rinnen
schimmernd immer schneller,
schwemmen meine Schwermut fort.
Tage werden früher heller.
Kreiselnd summend lächelst du,
sagst zu mir ein fremdes Wort
und stimmst fröhlich mich…

von Angélique Duvier

Worte brausten auf
wie das tosende Meer,
tauchten
ein in schäumende
Wellen.
Sie trotzten den eiskalten
Wogen, warfen sich
hin und her.

Sie schlugen
hohe Wellen,
und spürten die Tiefe…

von Rainer Maria Rilke

Das ist mein Streit:
Sehnsuchtgeweiht
Durch alle Tage schweifen.
Dann, stark und breit,
Mit tausend Wurzelstreifen
Tief in das Leben greifen –
Und durch das Leid
Weit aus dem Leben reifen,
Weit aus…

von Angélique Duvier

Ich wurde nicht
mit Eis im Herzen geboren,
in meiner Seele schien die Sonne.

Ich wurde gar
verleumdet und beschimpft,
gehasst aus Missgunst, Bosheit und Neid.

Ich wurde bald
aus meiner Arglosigkeit…

von marie mehrfeld

allmählich wachsende Morgenröte weckt ihre raue Trauersprache, ungestreichelt das Erwachen im Erinnern an die letzte traumschwere Nacht,

sternenlos und ohne Mond, als schwarze Schatten schwiegen, die an dürren Zweigen klebten wie…

von Annelie Kelch

Ein Sternlein stand allein
am Himmelszelt und glühte.
Die Nacht war schwarz,
die Nacht war lang -
so sehr es sich auch mühte
um etwas Licht auf Erden:
Es war zu schwer und wollte
keinen Deut heller werden…

von Angélique Duvier

Ich lasse mir mein Leben nicht diktieren,
ich lebe, wie ich es mag, mit Liebe und Lust,
werde mein Gesicht nicht verlieren,
denn ich bin mir meiner stets bewusst.

Sicher bin ich euch nicht böse,
selbst wenn es euch…

von Annelie Kelch

A ch, mein Frühling, trotz der kalten Nächte bricht dein milder
B lütenzauber durch die nassen kahlen Zweige ...
C horgesang auf uns herab - vom Himmel tönt es wilder:
D unkle Winterszeit, nun spute dich und geh' zur Neige!…

von Angélique Duvier

Ihr batet um Hilfe,
ich kam und half.
Ihr hattet Kummer,
ich kam und hörte.
Es ging euch schlecht,
ich war an eurer Seite.

Ich brauchte Hilfe,
doch wo wart ihr.
Ich hatte Kummer,
ihr wolltet…

von Angélique Duvier

Verachte niemals
einen leidenden Menschen
und spotte nicht über seine Not.
Frage dich, ob du dein Leben
gegen seines tauschen möchtest.
Zähle nicht die Sterne,
während du den Mond
nicht mehr siehst

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Die Erde hat der Frost geschreckt.
nachdem der Herbst sie vorgewarnt,
hat vorher noch den Tisch gedeckt
und alle Blüten tief versteckt,
er kannte die Gefahr.
Nackt und klar liegt sie nun da,
unsere alte Erde,…

von Soléa P.

Auf alter Standuhr aus Eichenholz
tickt die Zeit gnadenlos
war Ihr Mann besonders Stolz
in Sekundentakt das Leben tod...

Vergessen und einsam schleicht Sie herum
hat keinen der mit Ihr noch spricht
die…

von Rainer Maria Rilke

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich…

Rezitation:
Rezitation: Angélique Duvier, Klavier und Komposition: Vladyslav Sendecki
von marie mehrfeld

Nicht einfach ist es,
weiter zu laufen,
als wäre nichts –
so ganz ohne Euch,

kein Anschluss
unter dieser Nummer,
und die Fassaden
Eurer Häuser riechen,
atmen nun fremd,

kein: komm nur…

von Soléa P.

Zum Weinen ist mir, warum auch immer
weiß nicht den Grund... sitz`alleine im Zimmer
dort ist es dämmernd, alles grau
wie ein Herbsttag dem das letzte Licht ward geraubt.

Es fehlt an Farben an frohen Tönen
die Geist…

von Angélique Duvier

Deine Blicke deuten,
was sie mir sagen,
wonach sie suchen,
oder gar verschweigen.

Die Bedeutung finden,
Wahrheit darin lesen,
oder nach ihr suchen,
wenn du sie nicht sagst.

von J.W. Waldeck

ein Atemzug entflammt
die Zauberherzen
magischer Sindbad–Suche
die Sternkuppeln umrunden
droht der Sonnenaufgang

lächelnde Königskrone
blitzgescheit entblößt
zwischen Azurbögen
sich rankende…

von Karin Steuck

Der Mann der nie lachte,
er winkte mir zu.
Von Weitem schon Freude.
Ich wundere mich so.

Gepflegt ist sein Garten,
voll Konzentration.
Der knappeste Blick sonst,
er arbeitet schon.

Doch gestern am…

von Ralf Risse

Als wir Steine waren,
baute man auf und mit uns.
Kriege wurden mit uns geführt,
bis die Toten nicht mehr genügten.
Man drehte uns um.
Man warf uns.
Dich hob man auf,
mich auch.
Gelegentlich verhob…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Suche mich nicht,
denn Du hast mich gesehen -
mit der Entschuldigung,
dass Du mich nicht gefunden hast
oder übersehen,
nur eine Strassenbreite
von der Wahrheit entfernt.

von Sigrid Hartmann

Am Himmel ein Stern
So nah und doch fern
Ein riesiger Ball
Treibt mit uns im All

Sein strahlendes Licht
Mehr sehen wir nicht
Ist lang nicht mehr dort
Seinen Weg setzt er fort

Ein Punkt nur, ein…

von Angélique Duvier

Du kannst mich nicht mehr verführen,
weder bei Tag noch in der Nacht,
oder meine Seele berühren,
verloren hast du deine Macht.

Was willst du gar in mir wecken?
Was du hattest, ist verloren,
es gibt nichts mehr…

von Angélique Duvier

Es regnet Rosen auf die Erde,
leuchtend rot schmücken sie die Welt;
sie wünschen, dass es Friede werde,
wenn gar eine weiße niederfällt.

Zwischen Blumenmeeren liegen meine Träume,
ich verschließe sie in meinem…

von Angélique Duvier

Wenn ein Teil
deines Lebens
in tausend
Stücke zerfällt,
wäre die Mühe
vergebens,
sie aufzuheben.

In dieser Welt
wird dir
geduldiges Warten
nicht gelingen.
Zerbrochenes
lässt…

von Angélique Duvier

Tautropfenschimmernde Zähren,
quellen vor Kummer stumm hervor.
Eure Freude, uns zu quälen,
steigt aus dem Charakter empor.

Was könnte es euch wohl bringen,
schöner macht es ganz sicher nicht,
könnt ihr euch…

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