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Beitrag 106 - 140 von insgesamt 7584 Texten in dieser Kategorie
von Angélique Duvier

Ich stand vor einem Baum,
an ihm wuchsen nur Herzen,
der Wind schüttelte sie kaum,
drum litten sie nie Schmerzen.

Sie wuchsen, wo sie hingen,
sogar an dem dünnsten Ast.
Ein Sturm ließ sie erklingen,

von Else Lasker-Schüler

Dass uns nach all' der heissen Tagesglut
Nicht eine Nacht gehört . . .
Die Tuberosen färben sich mit meinem Blut,
Aus ihren Kelchen lodert's brandrot!

Sag' mir, ob auch in Nächten Deine Seele schreit,
Wenn sie aus…

von Christian Morgenstern

O wie gerne lern ich Milde,
liebes Herz, von deinem Munde,
folge dir in stillem Bunde
in geläuterte Gefilde!

Und wir schaun zurück zusammen
auf die Welt, samt ihrem Schelten,
und anstatt sie zu verdammen,…

von marie mehrfeld

Salzig helle Tränentropfen rinnen
schimmernd immer schneller,
schwemmen meine Schwermut fort.
Tage werden früher heller.
Kreiselnd summend lächelst du,
sagst zu mir ein fremdes Wort
und stimmst fröhlich mich…

von Angélique Duvier

Worte brausten auf
wie das tosende Meer,
tauchten
ein in schäumende
Wellen.
Sie trotzten den eiskalten
Wogen, warfen sich
hin und her.

Sie schlugen
hohe Wellen,
und spürten die Tiefe…

von Angélique Duvier

Einfach loslassen,
Übles vergessen,
niemals hassen,
nichts bemessen.

Gibt es ein Rezept,
ein einfaches Konzept?
Wie lässt man los?
Was mache ich bloß?

Sorgen vertreiben,
nie mehr leiden.…

von marie mehrfeld

Das zweite Gesicht? Ich habe es nicht. Die Zukunft zu ahnen, das lenkt mich in Bahnen der Traurigkeit. Zu kostbar die Zeit, die hier mir noch bleibt. Was zählt ist heute, sind liebe Leute, was mich hält, das bist du, ist das Schweben in Ruh.…

von Soléa P.

Seine Sonne hoch am Himmel
lässt bunte Punkte tanzen
ist so grell in schöner Welt
und völlig unbefangen.

Er schwebt und döst – ist vogelfrei
in seinem Kaleidoskop
singt, summt und schaut dabei
was sich…

von Annelie Kelch

Die Nacht kam angeschlichen,
ist übern Wald gestrichen
mit schwarzer Silhouett’.
Die Stadt steht still, und droben
hat sich der Mond erhoben
aus seinem Federwolkenbett.

Jetzt ist es wieder leise
und man…

von Angélique Duvier

Ihr batet um Hilfe,
ich kam und half.
Ihr hattet Kummer,
ich kam und hörte.
Es ging euch schlecht,
ich war an eurer Seite.

Ich brauchte Hilfe,
doch wo wart ihr.
Ich hatte Kummer,
ihr wolltet…

von Angélique Duvier

Es kreisen ständig meine Gedanken
still, ohne dass ich etwas frage
oder mich gar laut beklage.
Sie sprießen, wachsen und ranken.

All mein Streben und mein Sehnen
und die hoffnungsvolle Mühe,
wünscht…

von * noé *

Schließlich ist es wie mit Regen,
der sich nicht an Grenzen hält.
Wer wohl könnte ihn bewegen,
nicht zu fallen, wo er fällt!

Saudis, im Besitz von Waffen,
werden diese nicht still horten,
weil sie sie für die…

von Angélique Duvier

Ich habe dir meine Zeit geschenkt,
nahm dich auf, mit offenen Armen,
mit deinem Kummer hast du mein Ohr getränkt,
fühltest dich behütet und im Warmen.

Ich habe deinen Schmerz mit dir gefühlt,
gemeinsam haben wir…

von Sigrid Hartmann

Am Himmel ein Stern
So nah und doch fern
Ein riesiger Ball
Treibt mit uns im All

Sein strahlendes Licht
Mehr sehen wir nicht
Ist lang nicht mehr dort
Seinen Weg setzt er fort

Ein Punkt nur, ein…

von Flora von Bistram

Der Morgen atmet Nebelschwaden
und Blätter färben sanft den Wald.
Ein Kranichzug zieht erste Kreise,
der Vögel Lieder sind verhallt.

Für Sommer endet nun sein Wirken,
auch wenn er noch mit Wärme winkt,

von Angélique Duvier

Du kannst mich nicht mehr verführen,
weder bei Tag noch in der Nacht,
oder meine Seele berühren,
verloren hast du deine Macht.

Was willst du gar in mir wecken?
Was du hattest, ist verloren,
es gibt nichts mehr…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Suche mich nicht,
denn Du hast mich gesehen -
mit der Entschuldigung,
dass Du mich nicht gefunden hast
oder übersehen,
nur eine Strassenbreite
von der Wahrheit entfernt.

von Soléa P.

Auf alter Standuhr aus Eichenholz
tickt die Zeit gnadenlos
war Ihr Mann besonders Stolz
in Sekundentakt das Leben tod...

Vergessen und einsam schleicht Sie herum
hat keinen der mit Ihr noch spricht
die…

von Varia Antares

Wenn
Der Gedanke

Dein Ziel
Dein Wert

Dein Weg
Was Du

Erreichen
Willst

Nicht zu
Erreichen scheint

Zweifle nicht
An Dir denn

Dein Herz
Kennt den Weg

von Rainer Maria Rilke

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich…

Rezitation:
Rezitation: Angélique Duvier, Klavier und Komposition: Vladyslav Sendecki
von Soléa P.

Tage – sie werden ängstlich gezählt
Jahre wird es nicht mehr geben
jede Stunde frisst ihn auf
mit neuer Nacht vergeht das Leben.

Die Lunge in ihm, es ist nicht seine
atmet damit schon lange Zeit
ging zur…

von Mara Krovecs

mir sind sie zuwider
diese lieder
mir sträuben sich die haare
wie hier als bunter flieder
menschen so wie ware
verkauft - verraten werden
für noch mehr lacher
und deren macher
im rampenlicht erhellt…

von marie mehrfeld

Vertrauen will ich Ihm, der
meine frohen Gedanken
trägt über alle Wolken zu

dir, der das Licht ist, das
aufleuchtet in den Augen
wilder Tiere, in denen der

Kinder dieser Erde und
auch über den hohen…

von marie mehrfeld

Ein ruhiger
Sonntagnachmittag,
ich sitze da und
halte die Füße still,

den Blick unscharf
weit gestellt, die
Hände versteckt unter
verschränkten Armen,

langsam atme ich,
mein helles Denken…

von Soléa P.

Zum Weinen ist mir, warum auch immer
weiß nicht den Grund... sitz`alleine im Zimmer
dort ist es dämmernd, alles grau
wie ein Herbsttag dem das letzte Licht ward geraubt.

Es fehlt an Farben an frohen Tönen
die Geist…

von Rainer Maria Rilke

Der Abend wechselt langsam die Gewänder,
die ihm ein Rand von alten Bäumen hält;
du schaust: und von dir scheiden sich die Länder,
ein himmelfahrendes und eins, das fällt;

und lassen dich, zu keinem ganz gehörend,

von Angélique Duvier

Wir sollten das Leid umarmen,
es anerkennen, um zu wachsen.
Wir können auf Wellen reiten,
doch werden wir sie nicht stoppen.

Versuche, schmutziges Wasser zu waschen,
doch sauber bekommst du es nicht.
Kann Hass…

von * noé *

Ihr seid Muslime – und verfemt,
weil Terroristen so sich nennen,
und weil DIE, dreist und unverschämt,
in EUREM NAMEN morden, sprengen,

als Dienst für Allah – wird geprahlt –,
und für den Platz im Paradies ...…

von * noé *

Die Nacht mit ihren Lebensformen
entzieht sich tagbedingten Normen,
Laternen sammeln Lichtschein ein.

Es stehen Bäume ohne Äste,
der Himmel feiert Dunkelfeste –
es ist die Zeit zum Einsamsein.

Selbst die…

von Joachim Ringelnatz

Meisters Violinenklänge
Führten mich aus der stieren Menge
Hoch in himmlische Fernen empor.
Wo sich im rosigen Wolkengehänge
Jeder menschliche Odem verlor,
Grüßten mich Engel im lachenden Chor.
Und auf weißem…

von marie mehrfeld

Die jubelnden Augen
zur Trauer nicht taugen,
du fühlst dich so jung,
hast so viel Schwung,

dein Loben die Welt
für das Kostbarste hält.
Zugewandt denkend,
Hoffen verschenkend,

so tanzt du gelassen…

von Kurt Tucholsky

Von Theobald Tiger
(Anmerkung Redaktion: Pdeudonym von Kurt Tucholsky)

Was aber wird nun aus der Siegsallee?
Wird man dieselbe, weil zu royalistisch,
zu autokratisch und zu monarchistisch,
abfahren in den Neuen See…

von marie mehrfeld

nie genug hände
zum forschenden
fordernden tastenden
fühlen geheimer
seligkeiten

nie genug hände zum
schutz vor dem gift zornig
verschossener blicke

nie genug münder zum sagen
der hellen…

von Angélique Duvier

Deine Blicke deuten,
was sie mir sagen,
wonach sie suchen,
oder gar verschweigen.

Die Bedeutung finden,
Wahrheit darin lesen,
oder nach ihr suchen,
wenn du sie nicht sagst.

von Volker Harmgardt

Trugbild oder Abbild -
Das ist die Frage.
Mit meinen Phantasien gehe
ich sorgsam um,
doch was tummeln sich für
Aussagen in den Medien:
Amerika zuerst, ein Sultanat im
vorderen Orient ist ausgerufen,…

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