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Beitrag 106 - 140 von insgesamt 8812 Texten in dieser Kategorie
von Rainer Maria Rilke

Das ist mein Streit:
Sehnsuchtgeweiht
Durch alle Tage schweifen.
Dann, stark und breit,
Mit tausend Wurzelstreifen
Tief in das Leben greifen –
Und durch das Leid
Weit aus dem Leben reifen,
Weit aus…

von Else Lasker-Schüler

Du wehrst den guten und den bösen Sternen nicht;
All ihre Launen strömen.
In meiner Stirne schmerzt die Furche,
Die tiefe Krone mit dem düsteren Licht.

Und meine Welt ist still –
Du wehrtest meiner Laune nicht.…

von Soléa P.

Sprich langsam, damit ich verstehen kann –
untermale jedes Wort,
das mit sanften Tönen zu mir gelangt,
und alle Zweifel schweben fort.

Deine Sprache soll melodisch klingen,
voller Zärtlichkeit.
Wie Vögel, die…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Sternentalerglühn,
das Feld der Träume,
an die Nacht gelehnt.

Mondlichtschatten,
Hirngespinste, blauer Dunst,
Wind besamte Fruchtbarkeit.

Im Boden eingewurzelt,
vom Morgentau begossen,
so bin ich…

von Soléa P.

Die Tage unser sind gezählt
vom ersten Atemzuge an
das sei hier mal kurz erwähnt
auch Sterben seinen Anfang fand.

Wir krabbeln in das Leben rein
und später wieder raus
kleckern schon als Kindelein
im…

von Uwe Röder

Wer Hass von
seiner Kanzel klirrt -
wer es auch sei,
der irrt!

Denn wenn ein
Schöpfer existiert,
dann ist er anders,
nicht vertiert.

von Soléa P.

Es regt sich Leben –
überall Bewegung,
Äste der Bäume, wild gestikulierend,
gänzlich verrunzelt, liegt der See –
flatterhaft all Blätterwerk.

Oh, himmlischer Wind, mit deiner Kraft,
bringst Flötentöne der Erde…

von Annelie Kelch

Das Schiff des Herbstes
Dockt im heimatlosen Hafen an
In meinem leisen Zimmer
Schwankt das blasse Licht
Von Deck floh, was zur Crew
gehört, in den ,Klabautermann'
Wer löscht die Fracht bei Sturm
Und wer…

von Angélique Duvier

Ein Sturm peitscht am Morgen,
fegt über Flur und Feld,
macht euch keine Sorgen,
es ist ein Wunder der Welt.

Und wenn der Sturm die Blätter wehte
und jedes einzelne verdrehte,
dann ist der Herbst sein neuer…

von Sigrid Hartmann

Man wirft uns hier Faschismus vor,
wer das gesagt, scheint mir ein Tor.
Wie dreist ist das, denkt man sofort,
wie unverschämt ist dieses Wort!

Doch ist es sinnlos, dass man klagt,
denkt man daran, WER es gesagt:…

von Rainer Maria Rilke

Wir bauen an dir mit zitternden Händen
und wir türmen Atom auf Atom.
Aber wer kann dich vollenden,
du Dom.

Was ist Rom?
Es zerfällt.
Was ist die Welt?
Sie wird zerschlagen
eh deine Türme Kuppeln…

von Angélique Duvier

Strahlendes Weiß,
auf knisterndem Eis.
Krokusse erfrieren,
Kinder verlieren
ihre Vorfreude nicht.
Wenn Ostersonntag anbricht,
gehen sie auf die Suche,
unter Birke und Buche,
suchen auch im Schnee,…

von Lisi Schuur

In Fußbodenritzen
der Staub
der vergeblichen Kämpfe
umgefallene Stapel
nicht gelesener Bücher
liegen wie anklagend
auf dem Boden
da ist keine Bettschwere
die verschwinden lässt
--
die…

von Angélique Duvier

Sind Menschen Melodien?
Die einen klingen lieblich,
die anderen aggressiv,
manche sogar romantisch,
oder geben falsche Töne
unsauber und schräg von sich.

von Tilly Boesche-Zacharow

Du gehst, mein Sohn, nach Israel,
und mit dir geht der Geist,
der dir, mein Sohn, in Israel
den Weg als Richtpfeil weist.

Du fühlst, mein Sohn, genau wie ich
und trägst die Scham allein.
Denn was der Mensch…

von marie mehrfeld

Vertrauen will ich Ihm, der
meine frohen Gedanken
trägt über alle Wolken zu

dir, der das Licht ist, das
aufleuchtet in den Augen
wilder Tiere, in denen der

Kinder dieser Erde und
auch über den hohen…

von Else Lasker-Schüler

Ich will in das Grenzenlose
Zu mir zurück,
Schon blüht die Herbstzeitlose
Meiner Seele,
Vielleicht ists schon zu spät zurück.
O, ich sterbe unter euch!
Da ihr mich erstickt mit euch.
Fäden möchte ich um…

von marie mehrfeld

Mit eigenen Augen hab ich’s gelesen,
das ist vor ein paar Wochen gewesen,
deutsche Geschichte sei nur unrühmlich,
das schien mir einseitig, eigentümlich,
unser Land schaffe sich ab, schrieb er,
das brachte mich zum…

von Sigrid Hartmann

Das Laub zart grün schmeichelt dem Auge,
wer denkt, dass sie zum Mörder tauge?
Sie windet sich wie eine Schnur,
am Boden legt sie ihre Spur.

Erreicht die Pflanze, die sie bringt,
dem Himmel näher, es gelingt

von Sigrid Hartmann

Denk ich an das Gute
Und schau in die Welt
Dann werde ich sauer
Weil’s Gute nicht zählt

Vielleicht geht’s den anderen
Genauso wie mir
Mit bösen Gedanken
Vertreibt man’s Gute von hier

Den Kreis zu…

von Yvonne Zoll

Wenn ich wollte Wie ich könnte
Auf dem Schimmel im Eischnee
Berittener Wolke ritt ich zum
Rauchigen Ende des singenden Bachs
Meiner Springflutgedanken

Wüchs ich zu dir im Eisengelsee
Tiefer im Sommer…

von Angélique Duvier

Wie es mir im Kopfe schwirrt,
was ist das für eine Gabe?
Was ist, wenn mein Herz sich irrt
und ich nachher nichts mehr habe?

von Johanna Blau

Dieses Zeitgefühl
Ein Schicksalsspiel
Ich tanze zu Unmöglichkeiten
Im Hunger der Gezeiten

Mahnmal vor Millionen
Will mich selbst schonen
Stolpere in ein Dilemma
Entscheidungen noch unklar

Ein Wort…

von Rainer Maria Rilke

Der Abend wechselt langsam die Gewänder,
die ihm ein Rand von alten Bäumen hält;
du schaust: und von dir scheiden sich die Länder,
ein himmelfahrendes und eins, das fällt;

und lassen dich, zu keinem ganz gehörend,

von Soléa P.

Beruf oder Berufung
er weiß es nicht
sieht im Spiegel sein Gesicht
das blass und müde ihn angähnt
dreht das kalte Wasser auf
in diesem Moment stockt sein Atem
sprunghaft steigt der Blutkreislauf
doch ist…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Poesie ist wie Blätter
am Baum,
sie kommt von selbst,
entfaltet ihre Flügel
zu jeder Jahreszeit neu.
Vom Herbst entzündet,
ein buntes Farbenfeuer,
sich in die Tiefe des
Winters begibt,
bis…

von Angélique Duvier

Einmal noch
möchte ich
auf der Bühne stehen,
den tosenden Applaus
genießen.

Einmal noch
sehen, wie
sich der Vorhang hebt,
das Publikum
spüren.

Den Faden weben,
durch Räume…

von Rainer Maria Rilke

Ich finde dich in allen diesen Dingen,
denen ich gut und wie ein Bruder bin;
als Samen sonnst du dich in den geringen,
und in den großen gibst du groß dich hin.

Das ist das wundersame Spiel der Kräfte,
daß sie so…

von Rainer Maria Rilke

Ich glaube an alles noch nie Gesagte.
Ich will meine frömmsten Gefühle befrein.
Was noch keiner zu wollen wagte,
wird mir einmal unwillkürlich sein.

Ist das vermessen, mein Gott, vergib.
Aber ich will dir damit nur…

von marie mehrfeld

Trockene Hitze ohn’ Donner und Blitze?
O! die tut mir gut, sie belebt, stärkt den Mut,
lässt wachsen, lässt blüh’n, doch ich werd’

mich bemüh’n, auch dann heiter zu bleiben,
wenn Regen die Scheiben zum Heulen bringt,…

von Volker Harmgardt

Liebe,
irdisches Wort,
bist verweht im rauschenden
Sturm.

Trost,
kluge Hoffnung bei Tag
und Nacht, von Regenschauern
durchzogen.

Einsamkeit,
gehuldigte Schattengründe,
gehst mit dem…

von Lisi Schuur

Steine die in Jahre sinken
die den Staub der Zeiten trinken
wenn der Regen fällt
der dem Sand die Spuren zeichnet
ehe er sich dichter macht
um sich zu vereinen
weit entfernt von allen Grenzen
liegt die…

von marie mehrfeld

mein Trauerland, es hängt
im Meer der Trockentränen fest,
im langen Schlaf,

mir fehlt Verstand, ein
warmes Nest, stumm schieben
Wolkenberge die schweren

Schatten auf mein Haus,
der weite Himmel…

von Soléa P.

Am frühen Morgen warst Du da
sah Dich durch die Glastür deutlich und klar
Schokolade hieltst Du in der Hand
vor Freude im Traum ich zu weinen begann...

Du bist der Erste der mich herzt und drückt
bin verdattert,…

von Lisi Schuur

Alle Häuser
selbst die Wiesen
lächeln unter
Schneegeriesel
strahlen sich
den Himmel blau
wie die Farbe
deiner Augen
wie der See
mit Sonnenflecken
unter denen Fische atmen
Wolken…

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