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Beitrag 106 - 140 von insgesamt 9348 Texten in dieser Kategorie
von Rainer Maria Rilke

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,
du mein tieftiefes Leben;
dass du weisst, was der Wind dir will,
eh noch die Birken beben.

Und wenn dir einmal das Schweigen sprach,
lass deine Sinne besiegen.
Jedem…

von J.W. Waldeck

gefror'ne Blüten
die nicht lächeln
gemalter Mohne Puppenlippen
Tode die Samtküsse räkeln
geheime Sünden wissen

wenn Zwang zur Perfektion
aus fremden Mündern schreit
tobt ein Vulkan
der Implosion…

von marie mehrfeld

Trockene Hitze ohn’ Donner und Blitze?
O! die tut mir gut, sie belebt, stärkt den Mut,
lässt wachsen, lässt blüh’n, doch ich werd’

mich bemüh’n, auch dann heiter zu bleiben,
wenn Regen die Scheiben zum Heulen bringt,…

von Angélique Duvier

Verharren im Schweigen,
mit einem leisen Sehnen.
Gedanken an gestern,
an einsame Stunden.
Tägliches Wünschen,
nach lächelnden Dialogen.

Goldglänzende Blätter
leuchten in den November.
Sanft…

von Ella Sander

Wenn ich das Innen blicke und verlasse wer ich bin,
Das Ich abstreife, wie die Schlange ihre Haut,
Dann werden Herz und Geist ganz still
Und jeder Hades löst sich auf.

Aus ungeahnter Tiefe steigt empor,
Das Selbst,…

von Lisi Schuur

Eines Nachts als alle Wolken schwebten
Robinien den Silberregen tanzten
da fühlte ich mich so verzaubert
als säße ich in ihrem Blätterdach
inmitten duftender Rosen
es lagen Harfenklänge zwischen Dornen
an…

von Willi Grigor

In das Garnichts eines Etwas,
in die Weite einer Leere
streutest Du, durch Deinen Willlen,
einen Stoff in dunkle Nacht.

Und in Zeiten, unvorstellbar,
wilder Kräfte stetig Walten,
wurde Staub zu Weltgebilden,…

von Ella Sander

Es wandert ein Flüstern in allen Dingen,
Bleibst Du nur stehn, da hörst Du sie singen;
Öffne Dein Herz, dann kannst Du es sehn,
Die Rufe des Lebens wirst Du verstehn.

Siehst Du das offene, weitblaue Meer?
Es ist…

von Soléa P.

Wäre doch mein Blatt Papier
nicht ernüchternd weiß –
glatt wie Wassereis,
Worte, Zeichen, könnt ich hinterlassen –
Gedanken festhalten, bevor sie verblassen …

Doch die Farbe blendet mich,
vielleicht liegt es…

von Willi Grigor

Man sieht sie nur an klaren Nächten:
Des Nordens mystisch schöne Pracht.
Als käme sie von guten Mächten,
verwandelt sie die Sternennacht.

Es ist so wie ein Zauberglühen,
ein frohes Spiel von Lichterwesen,
die…

von marie mehrfeld

unter meinem Baum sitzend, eingeritzt in die vom Alter zerfurchte Rinde die Namen derer, die zu uns gehörten in Zeiten heller Gesänge, zerbrechlicher Träume,

Gefühle ziehen Bahnen in banger Erwartung gespiegelter Phantasien, nicht…

von marie mehrfeld

Salzig helle Tränentropfen rinnen
schimmernd immer schneller,
schwemmen meine Schwermut fort.
Tage werden früher heller.
Kreiselnd summend lächelst du,
sagst zu mir ein fremdes Wort
und stimmst fröhlich mich…

von marie mehrfeld

Schmerz macht wild, Schmerz der brüllt, Wut und Hiebe, und er killt Lust und Liebe, auch die Hoffnung, Zuversicht – kennt er nicht,

Schmerz ist schwarz, zäh wie Harz, grenzt dich aus ohne Grund, Leid wie Hund, Schmerz macht hart, trifft…

von marie mehrfeld

Vertrauen will ich Ihm, der
meine frohen Gedanken
trägt über alle Wolken zu

dir, der das Licht ist, das
aufleuchtet in den Augen
wilder Tiere, in denen der

Kinder dieser Erde und
auch über den hohen…

von Soléa P.

Nimm uns mit,
lass uns bloß nicht zurück,
Seele, hörst du, was wir dir sagen?
Der Körper wird allmählich kalt,
die letzten Gedanken fragen –
was bleibt denn sonst auch noch zu sagen?

Dass du dich von uns…

von Rainer Maria Rilke

Wenn ich gewachsen wäre irgendwo,
wo leichtere Tage sind und schlanke Stunden,
ich hätte dir ein großes Fest erfunden,
und meine Hände hielten dich nicht so,
wie sie dich manchmal halten, bang und hart.

Dort hätte…

von marie mehrfeld

Klare helle WunderWorte sind im Traum zu mir gekommen
als Geschenk, dass ich sie horte, haben mir den Schlaf genommen,
hindern mich am trägen Dösen, wollen Freude mir bereiten
und mir sanft die Zunge lösen, bringen Glanz aus…

von Joachim Ringelnatz

Ich war nicht einer deiner guten Jungen.
An meinem Jugendtrotz ist mancher Rat
Und manches wohlgedachte Wort zersprungen.
Nun sieht der Mann, was einst der Knabe tat.

Doch hast du, alter Meister, nicht vergebens
An…

von marie mehrfeld

Da liegt er, einem Spiegel gleich,
so silbern froh und still, mein Teich,

die Blätterschatten werfen Flecken
bis in die kleinsten Buchten, Ecken,

sie hüpfen selig auf und nieder und
bringen mich in’s Lot gleich…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Mein Herz schlägt links,
mein Herz schlägt rechts,
mal bleibt es still,
mal in der Mitte gefangen.

Meine Gedanken sind leicht,
meine Gedanken sind schwer,
mal bleiben sie leer,
mal von Wolken verhangen…

von Soléa P.

An einem Ort …
niemand weiß, wo
leben Menschen
zufrieden und froh
mit sich im Reinen
in dichter Natur
von Technik, Luxus, keine Spur
essen Pflanzen
selten Fleisch
halten Mittagsruhe ein –…

von Ella Sander

Wenn Schneegeflocktes schüchtern taut
Und sich in zierlich Rinnsal findet,
Küsst es die Kälte fort. Vertraut,
Dass Leben sich in ihm neu bindet.

Die Schmetterlinge frieren nicht mehr.
Wie warmer Frühlingswindhauch…

von Soléa P.

Im spärlich eingerichteten Raum
sind alle Luken und Läden dicht –
kein noch so winziges Licht dringt ein,
nur die Funzel im hintersten Eck –
nimmt der Dunkelheit den Schreck …

Wie im Vakuum – schalldicht verpackt,…

von Angélique Duvier

Früh am Morgen, wenn sich die Natur entfaltet,
ehe wir noch wissen, wie sich dieser Tag gestaltet,
wenn die Wiesen noch mit Tau bedeckt,
und die Sonne wohlig ihre Strahlen
aus dem Morgennebel streckt,
werde ich gern…

von Alf Glocker

Im Leben geht’s nicht um das Leben –
das ist rasend schnell genommen.
Es geht ums Nehmen und ums Geben –
drum sei in Leidenschaft benommen!

Das Nähere werden andre regeln!
Ein Gesetz, ein Krieg, die Reichen,

von Ella Sander

Ein Tag, an dem ich nicht geträumt,
Hat meine Seele viel versäumt.
Das Herz will ich zum Himmel recken,
Den Kopf in bunte Wolken stecken;
Aus Regenbogen will ich trinken,
In Schokoladeneis versinken;
Will auf…

von Willi Grigor

Ich hatte einen Weihnachtstraum,
es ging um einen Wunsch.
Ich habe ihn für mich geträumt
und alle auf der Welt.

Ich wünschte eine Weihnacht mir,
die ganzjährig besteht,
da jeder seinen Nächsten liebt,

von Soléa P.

Die tiefe Nacht will partout nicht gehen,
klammert, hängt an der Stille –
am Mond und kalten Straßenlaternen,
die diffuse Lichter werfen,
und schläft so gerne im feuchten Gras,
zusammen mit Nebel, der gegen…

von Willi Grigor

Zwei Gedichte vom Schreiben

Vergessen

Ich habe nie geschrieben,
was "Poesie" man nennt,
hab fast mein ganzes Leben
als Ingenieur "verpennt".
Ich war darauf versessen
ein "guter Mann" zu sein
und…

von Angélique Duvier

Wie es mir im Kopfe schwirrt,
was ist das für eine Gabe?
Was ist, wenn mein Herz sich irrt
und ich nachher nichts mehr habe?

von marie mehrfeld

winkst Du mir zu
aus dem Fenster gegenüber
als hätte es den galligen Streit
von gestern nie gegeben

Gedrucktes quillt aus dem Kasten

die Welt rüstet auf
der Krieg er hockt in den Genen
und immer noch…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Blaue Windstille,
legt sich über das Herz,
gefangenes Herz
an irdischen Ketten,
träumt von der Flucht
fortwährender Unruhe.
Blauer Wind, trage mich
für einen Moment erfüllter Stille.

von Sigrid Hartmann

Denk ich an das Gute
Und schau in die Welt
Dann werde ich sauer
Weil’s Gute nicht zählt

Vielleicht geht’s den anderen
Genauso wie mir
Mit bösen Gedanken
Vertreibt man’s Gute von hier

Den Kreis zu…

von Sigrid Hartmann

Man wirft uns hier Faschismus vor,
wer das gesagt, scheint mir ein Tor.
Wie dreist ist das, denkt man sofort,
wie unverschämt ist dieses Wort!

Doch ist es sinnlos, dass man klagt,
denkt man daran, WER es gesagt:…

von Annelie Kelch

O Sturm, der sich durchs dicke Blut des Winters wühlt,
An hellen Fenstern rüttelt, die des Nachts nicht schlafen,
Der dunkle Wasser und Matrosen an die fremden Küsten spült,
Während die Finsternis ans Herz der Möwen greift im…

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