Aphorismen ✓ bekannter und unbekannter Aphorismus

Bild zeigt Aphorismus von Tilly Boesche-Zacharow

Was sind Aphorismen? Aphorismen sind Gedanken, Résumé, aber auch Lebensweisheiten, die aus einem Satz, oder aus wenigen Sätzen bestehen. Aphorismen haben einen festen Platz in philosophischen Werken, sind aber auch in vielen anderen Literaturgenres zuhause. Auszug Wikipedia: »Oft formuliert der Aphorismus eine besondere Einsicht rhetorisch kunstreich als allgemeinen Sinnspruch (Sentenz, Maxime, Aperçu, Bonmot)«

Sie finden hier Aphorismen berühmter Autorinnen und Autoren, aber auch unbekannter Persönlichkeiten.

empfohlene Aphorismen
neue Aphorismen
von Willi Grigor
von Robert K. Staege
von Robert K. Staege
die schönsten Aphorismen
von Arthur Schopenhauer
von Jürgen Skupniewski-Fernandez
von Friedrich Nietzsche
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 465 Texten in dieser Kategorie
von Franz Kafka

Die Märtyrer unterschätzen den Leib nicht, sie lassen ihn auf dem Kreuz erhöhn. Darin sind sie mit ihren Gegnern einig.

von Franz Kafka

Laß dich vom Bösen nicht glauben machen, du könntest vor ihm Geheimnisse haben.

von Yvonne Zoll

Lies nicht, sondern schreibe
Deine Gedanken nieder
Bist Du beschäftigt, eile
Suche die Ruhe wieder
In schönen Vers sie kleide
Damit im Wort verweile
Des Seins verborgener Sinn.

von Marie von Ebner-Eschenbach

Nichts Besseres kann der Künstler sich wünschen als grobe Freunde und höfliche Feinde.

von Sigrid Hartmann

Wenn die Träumer dieser Welt aufhören zu träumen – was sind sie dann?
Realisten, die die kleinen und großen Wunder nicht mehr sehen?
Sind es nicht die Träumer dieser Welt, die aufgewacht sind und sehen, was wirklich zählt
in…

von Arthur Schopenhauer

Meistens belehrt erst der Verlust uns über den Wert der Dinge.

von Franz Kafka

Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.

von Sigrid Hartmann

Wenn eine Spezies
Keine
Natürlichen Feinde
Mehr hat
Bekämpft
Sie sich selbst

Mit Taten
Mit Worten
Mit Gedanken

von D.R. Giller

Jedes Neujahr ist eine Wartungsschleife der Alten Wiederholung, in die Jahre gekommene, tobende, rasende uns prägende Weite, durchblätternde Seiten, gebrandmarkt
bei Zeit.

von Franz Kafka

Die Krähen behaupten, eine einzige Krähe könnte den Himmel zerstören. Das ist zweifellos, beweist aber nichts gegen den Himmel, denn Himmel bedeutet eben: Unmöglichkeit von Krähen.

von Franz Kafka

Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben. Dieses Leben scheint unerträglich, ein anderes unerreichbar. Man schämt sich nicht mehr, sterben zu wollen; man bittet aus der alten Zelle, die man haßt, in eine neue gebracht…

von Franz Kafka

Wenn es möglich gewesen wäre, den Turm von Babel zu erbauen, ohne ihn zu erklettern, es wäre erlaubt worden.

von Simone Weil

Ein Mensch, der sich etwas auf seine Intelligenz einbildet, ist wie ein Sträfling, der mit seiner großen Zelle prahlt.

von Franz Kafka

Das Mißverhältnis der Welt scheint tröstlicherweise nur ein zahlenmäßiges zu sein.

von Franz Kafka

Vom wahren Gegner fährt grenzenloser Mut in dich.

von Johann Wolfgang von Goethe

Ach! Ich bin des Treibens müde! Was soll all der Schmerz und Lust? Süßer Friede! Komm, ach komm in meine Brust!

von Franz Kafka

Nach Selbstbeherrschung strebe ich nicht. Selbstbeherrschung heißt: an einer zufälligen Stelle der unendlichen Ausstrahlungen meiner geistigen Existenz wirken wollen. Muß ich aber solche Kreise um mich ziehn, dann tue ich es besser untätig im…

von Franz Kafka

Verschiedenheit der Anschauungen, die man etwa von einem Apfel haben kann: die Anschauung des kleinen Jungen, der den Hals strecken muß, um noch knapp den Apfel auf der Tischplatte zu sehn, und die Anschauung des Hausherrn, der den Apfel nimmt…

von Franz Kafka

Du bist die Aufgabe. Kein Schüler weit und breit.

von * noé *

Irgendwann müssen alle sterben.
Es kommt drauf an, was wir vererben!

von Franz Kafka

A. ist sehr aufgeblasen, er glaubt im Guten weit vorgeschritten zu sein, da er, offenbar als ein immer verlockenderer Gegenstand, immer mehr Versuchungen aus ihm bisher ganz unbekannten Richtungen sich ausgesetzt fühlt. Die richtige Erklärung ist…

von Franz Kafka

Es gibt kein Haben, nur ein Sein, nur ein nach letztem Atem, nach Ersticken verlangendes Sein.

von Franz Kafka

Eines der wirksamsten Verführungsmittel des Bösen ist die Aufforderung zum Kampf. Er ist wie der Kampf mit Frauen, der im Bett endet.

von Franz Kafka

Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie.

von Franz Kafka

Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen als begangen zu werden.

von Ben Bayer

Die größte Angst des besonnenen Menschen, ist die Angst, Kontrollverlust könne ein Innerstes preisgeben, das ihm selbst nicht gefiele. Die Kontrolle über sich selbst zu wahren ist eines seiner höchsten Güter.

von Franz Kafka

Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend. Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, welche alles Frühere für nichtig erklären im Recht, denn es ist noch nichts geschehn.

von Franz Kafka

Das Tier entwindet dem Herrn die Peitsche und peitscht sich selbst, um Herr zu werden, und weiß nicht, daß das nur eine Phantasie ist, erzeugt durch einen neuen Knoten im Peitschenriemen des Herrn.

von Franz Kafka

Wie kann man sich über die Welt freuen, außer wenn man zu ihr flüchtet?

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Im Sterben sieht
sich das Leben
als Leben erfüllt.
Der Tod sorgt
für Vergänglichkeit.
Der Ruhm krönt mit
lebendiger Erinnerung.
Das "Sein"
es war
dann gewesen.

von Marie von Ebner-Eschenbach

Es gibt wenig aufrichtige Freunde. Die Nachfrage ist auch gering.

von Franz Kafka

Seine Antwort auf die Behauptung, er besitze vielleicht, sei aber nicht, war nur Zittern und Herzklopfen.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Nicht jeder rein eingeschenkte
Wein mundet gut.
Es ist immer eine Überlegung wert
ob man ihn teilen sollte.
Denn ist sein Bouquet verflogen,
zeigt sich das wahre Gesicht.

von D.R. Giller

In den Ungereimtheiten stecken alle Sinne des philosophischen Erwachens, wir sind dort verstreut, wo die poetische Zeit uns in tiefe
Dichtungen, im Geschehen kreist um Seelen begleitet, die im Rätsel verbleibt vom Anfang, dort wo Sichtung…

Seiten

Neue Bilder

Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge und keine Heimat haben in der Zeit.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Vom wahren Gegner fährt grenzenloser Mut in dich.
Bild von Friedrich Nietzsche und Zitat - Fast überall wo es Glück gibt, gibt es Freude am Unsinn.
Bild zum Zitat von Arthur Schopenhauer
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Wie kann man sich über die Welt freuen, außer wenn man zu ihr flüchtet?
Bild von Friedrich Nietzsche und Zitat - Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese.
Bild zum Friedrich Nietzsche Aphorismus
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Verstecke sind unzählige, Rettung nur eine
Bild von Friedrich Nietzsche und Zitat - Auch der vernünftigste Mensch bedarf von Zeit zu Zeit wieder der Natur, das heißt seiner unlogischen Grundstellung zu allen Dingen.
Bild zum Arthur Schopenhauer Aphorismus