Aphorismen ✓ bekannter und unbekannter Aphorismus

Bild zeigt Aphorismus von Tilly Boesche-Zacharow

Was sind Aphorismen? Aphorismen sind Gedanken, Résumé, aber auch Lebensweisheiten, die aus einem Satz, oder aus wenigen Sätzen bestehen. Aphorismen haben einen festen Platz in philosophischen Werken, sind aber auch in vielen anderen Literaturgenres zuhause. Auszug Wikipedia: »Oft formuliert der Aphorismus eine besondere Einsicht rhetorisch kunstreich als allgemeinen Sinnspruch (Sentenz, Maxime, Aperçu, Bonmot)«

Sie finden hier Aphorismen berühmter Autorinnen und Autoren, aber auch unbekannter Persönlichkeiten.

neue Aphorismen
von Katharina Dotzki
von ulli nass
die schönsten Aphorismen
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von Rainer Maria Rilke
von Friedrich Nietzsche
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 574 Texten in dieser Kategorie
von Sigrid Hartmann

Wenn die Träumer dieser Welt aufhören zu träumen – was sind sie dann?
Realisten, die die kleinen und großen Wunder nicht mehr sehen?
Sind es nicht die Träumer dieser Welt, die aufgewacht sind und sehen, was wirklich zählt
in…

von Franz Kafka

Die Krähen behaupten, eine einzige Krähe könnte den Himmel zerstören. Das ist zweifellos, beweist aber nichts gegen den Himmel, denn Himmel bedeutet eben: Unmöglichkeit von Krähen.

von Franz Kafka

Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben. Dieses Leben scheint unerträglich, ein anderes unerreichbar. Man schämt sich nicht mehr, sterben zu wollen; man bittet aus der alten Zelle, die man haßt, in eine neue gebracht…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Die Nacht bricht ihr Schweigen,
wenn der Tag vor ihrer Türe steht,
geblendet zeigt sich Trunken schlafende
Wahrheit mit ganzem Gesicht,
ihr Glanz hat Schatten bekommen.

von Franz Kafka

Wenn es möglich gewesen wäre, den Turm von Babel zu erbauen, ohne ihn zu erklettern, es wäre erlaubt worden.

von Franz Kafka

Viele Schatten der Abgeschiedenen beschäftigen sich nur damit, die Fluten des Totenflusses zu belecken, weil er von uns herkommt und noch den salzigen Geschmack unserer Meere hat. Vor Ekel sträubt sich dann der Fluß, nimmt eine rückläufige…

von Franz Kafka

Wenn man einmal das Böse bei sich aufgenommen hat, verlangt es nicht mehr, daß man ihm glaube.

von George Sand

Du willst das Glück in der Liebe sehen.
Da ist es nicht.
Das Glück ist in der Ruhe, in der Freundschaft;
die Liebe, das ist ein Sturm, ein Kampf.

von Franz Kafka

Früher begriff ich nicht, warum ich auf meine Frage keine Antwort bekam, heute begreife ich nicht, wie ich glauben konnte, fragen zu können. Aber ich glaubte ja gar nicht, ich fragte nur.

von Franz Kafka

An diesem Ort war ich noch niemals: Anders geht der Atem, blendender als die Sonne strahlt neben ihr ein Stern.

von * noé *

Zu der Frage: „Was wohl ist ein Feminist?“,
kommt die Gegenfrage, was das denn ist ...?

Erst, wenn die Frage an sich entfallen kann,
gilt Gleichberechtigung, bei Frau wie bei Mann.

von Michael Dahm

Der Wert eines gelebten Lebens resultiert aus dem Wert seiner Bejahung.

von Franz Kafka

Es gibt zwei menschliche Hauptsünden, aus welchen sich alle andern ableiten: Ungeduld und Lässigkeit. Wegen der Ungeduld sind sie aus dem Paradiese vertrieben worden, wegen der Lässigkeit kehren sie nicht zurück. Vielleicht aber gibt es nur eine…

von D.R. Giller

Jedes Neujahr ist eine Wartungsschleife der Alten Wiederholung, in die Jahre gekommene, tobende, rasende uns prägende Weite, durchblätternde Seiten, gebrandmarkt
bei Zeit.

von George Sand

Glück liegt nur in dem Bewusstsein, das wir von ihm haben,
und keineswegs darin, wie die Zukunft ihr Versprechen hält.

von Franz Kafka

Das Negative zu tun, ist uns noch auferlegt; das Positive ist uns schon gegeben.

von Willi Grigor

Das Leben entstand
mit dem Rücken zur Wand,
die lange hielt stand.
Jetzt bröckelt sie.

von Franz Kafka

Das Mißverhältnis der Welt scheint tröstlicherweise nur ein zahlenmäßiges zu sein.

von Franz Kafka

Eines der wirksamsten Verführungsmittel des Bösen ist die Aufforderung zum Kampf. Er ist wie der Kampf mit Frauen, der im Bett endet.

von Thomas Brod

Ein Gedicht kann auch ein Statement sein.
Ein Künstler ist, wer dies kann und schafft.
Doch nicht jedes Statement ist ein Gedicht.

von Katharina Dotzki

Eine große Schwäche ist, dass man viel zu sehr nachdenkt, anstatt einfach mal zu machen!

von * noé *

Die Hoffnung stirbt ZULETZT?
Naja, solange
die Hoffnung nicht zuletzt STIRBT …

von Franz Kafka

Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen als begangen zu werden.

von Franz Kafka

Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie.

von Franz Kafka

Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend. Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, welche alles Frühere für nichtig erklären im Recht, denn es ist noch nichts geschehn.

von Willi Grigor

Ein Grapscher ist kein freier Mann,
ihn zwingt ein Zwang - und macht es dann,
wird so am Ende, irgendwann,
ein Mensch, den niemand mögen kann.

von Franz Kafka

Das Tier entwindet dem Herrn die Peitsche und peitscht sich selbst, um Herr zu werden, und weiß nicht, daß das nur eine Phantasie ist, erzeugt durch einen neuen Knoten im Peitschenriemen des Herrn.

von Johann Wolfgang von Goethe

Ach! Ich bin des Treibens müde! Was soll all der Schmerz und Lust? Süßer Friede! Komm, ach komm in meine Brust!

von Franz Kafka

Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.

von Franz Kafka

Wie kann man sich über die Welt freuen, außer wenn man zu ihr flüchtet?

von Yvonne Zoll

Lies nicht, sondern schreibe
Deine Gedanken nieder
Bist Du beschäftigt, eile
Suche die Ruhe wieder
In schönen Vers sie kleide
Damit im Wort verweile
Des Seins verborgener Sinn.

von Franz Kafka

Seine Antwort auf die Behauptung, er besitze vielleicht, sei aber nicht, war nur Zittern und Herzklopfen.

von Marie von Ebner-Eschenbach

Es gibt wenig aufrichtige Freunde. Die Nachfrage ist auch gering.

von Franz Kafka

Vom wahren Gegner fährt grenzenloser Mut in dich.

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Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Wenn es möglich gewesen wäre, den Turm von Babel zu erbauen, ohne ihn zu erklettern, es wäre erlaubt worden.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Sein Ermatten ist das des Gladiators nach dem Kampf
Bild zeigt Franz Kafka und Zitat Die Tatsache, daß es nichts anderes gibt als eine geistige Welt, nimmt uns die Hoffnung und gibt uns die Gewißheit.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Laß dich vom Bösen nicht glauben machen, du könntest vor ihm Geheimnisse haben.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Es gibt kein Haben, nur ein Sein
Bild zeigt Arthur Schopenhauer Zitat Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen.
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Bild mit Franz Kafka und Zitat Theoretisch gibt es eine vollkommene Glücksmöglichkeit: An das Unzerstörbare in sich glauben und nicht zu ihm streben.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - So fest wie die Hand den Stein hält