Aphorismen ✓ bekannter und unbekannter Aphorismus

Bild zeigt Aphorismus von Tilly Boesche-Zacharow

Was sind Aphorismen? Aphorismen sind Gedanken, Résumé, aber auch Lebensweisheiten, die aus einem Satz, oder aus wenigen Sätzen bestehen. Aphorismen haben einen festen Platz in philosophischen Werken, sind aber auch in vielen anderen Literaturgenres zuhause. Auszug Wikipedia: »Oft formuliert der Aphorismus eine besondere Einsicht rhetorisch kunstreich als allgemeinen Sinnspruch (Sentenz, Maxime, Aperçu, Bonmot)«

Sie finden hier Aphorismen berühmter Autorinnen und Autoren, aber auch unbekannter Persönlichkeiten.

die schönsten Aphorismen
von Arthur Schopenhauer
von Anouk Ferez
von Rainer Maria Rilke
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 690 Texten in dieser Kategorie
von Franz Kafka

Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld, ein vorzeitiges Abbrechen des Methodischen, ein scheinbares Einpfählen der scheinbaren Sache.

von Franz Kafka

So fest wie die Hand den Stein hält. Sie hält ihn aber fest, nur um ihn desto weiter zu verwerfen. Aber auch in jene Weite führt der Weg.

von Willi Grigor

Die Menschheit ist auf gutem Wege,
Pest und Cholera und jede
andre Unbill auszurotten -
einschließlich sich selbst.

von D.R. Giller

Wenn alle Blätter von den vielen Bäumen gefallen sind, kann man sie ineinander kehren um der Fantasie wegen, neue Zitate kreieren, um prachtvolle Sorten, etlicher Bäume als ein Manifest zeitnah geerdet schmücken, die Welt festhalten und am Zuge…

von Johann Wolfgang von Goethe

Es ist eine Ferne, die war, von der wir kommen. Es ist eine Ferne, die sein wird, zu der wir gehen.

von George Sand

Du willst das Glück in der Liebe sehen.
Da ist es nicht.
Das Glück ist in der Ruhe, in der Freundschaft;
die Liebe, das ist ein Sturm, ein Kampf.

von Michael Dahm

Der Wert eines gelebten Lebens resultiert aus dem Wert seiner Bejahung.

von Soléa P.

Erzählt uns nichts mehr von „Berge versetzen" –
Jetzt, wo der Himmel immer näher kommt …

von Franz Kafka

Die Märtyrer unterschätzen den Leib nicht, sie lassen ihn auf dem Kreuz erhöhn. Darin sind sie mit ihren Gegnern einig.

von Willi Grigor

Einem Gedicht, das berührt,
alle Achtung gebührt,
weil beim Gedicht, das berührt,
man die Ehrlichkeit spürt.

von Franz Kafka

Wie ein Weg im Herbst: Kaum ist er rein gekehrt, bedeckt er sich wieder mit den trockenen Blättern.

von Thomas Brod

wenn ein Geldinstitut seine Versprechen
gegenüber seinen Kunden nicht hält und für sein Fehlverhalten
dann noch eine Spende als gönnerische Wiedergutmachung
an eine gemeinnützige Einrichtung, also einen Dritten, tätigt,

von Franz Kafka

Wenn man einmal das Böse bei sich aufgenommen hat, verlangt es nicht mehr, daß man ihm glaube.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Die Nacht bricht ihr Schweigen,
wenn der Tag vor ihrer Türe steht,
geblendet zeigt sich Trunken schlafende
Wahrheit mit ganzem Gesicht,
ihr Glanz hat Schatten bekommen.

von Simone Weil

Mit reiner Liebe lieben, heißt in den Abstand einwilligen, heißt den Abstand verehren zwischen einem selbst und dem, was man liebt.

von Sigrid Hartmann

Wenn die Träumer dieser Welt aufhören zu träumen – was sind sie dann?
Realisten, die die kleinen und großen Wunder nicht mehr sehen?
Sind es nicht die Träumer dieser Welt, die aufgewacht sind und sehen, was wirklich zählt
in…

von Franz Kafka

Du bist die Aufgabe. Kein Schüler weit und breit.

von Franz Kafka

Laß dich vom Bösen nicht glauben machen, du könntest vor ihm Geheimnisse haben.

von Franz Kafka

Das Negative zu tun, ist uns noch auferlegt; das Positive ist uns schon gegeben.

von Franz Kafka

Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.

von D.R. Giller

Koordiniere deine Bewegung aus dem Zitat für die Nachwelt zukünftiger Generationen, um jedes Wesen mit Gespür alle Wege aus Vergangenen erheben zu lassen.. Einst einzigartig in Erscheinung treten aus Einsicht – Weitsicht erschaffen.. Leben in die…

von Franz Kafka

Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben. Dieses Leben scheint unerträglich, ein anderes unerreichbar. Man schämt sich nicht mehr, sterben zu wollen; man bittet aus der alten Zelle, die man haßt, in eine neue gebracht…

von Franz Kafka

Früher begriff ich nicht, warum ich auf meine Frage keine Antwort bekam, heute begreife ich nicht, wie ich glauben konnte, fragen zu können. Aber ich glaubte ja gar nicht, ich fragte nur.

von Katharina Dotzki

Kein Foto ist wertlos,
denn jedes hat (s)eine Geschichte.
Jedes Foto hält Momente fest,
die wir nach dem Auslöser
nicht reproduzieren können.

von Franz Kafka

Viele Schatten der Abgeschiedenen beschäftigen sich nur damit, die Fluten des Totenflusses zu belecken, weil er von uns herkommt und noch den salzigen Geschmack unserer Meere hat. Vor Ekel sträubt sich dann der Fluß, nimmt eine rückläufige…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Nacht, wir bitten Dich um Schweigen
unter Deinem Mantel unsere Lust aufblüht.
Am Tage zeuget noch geheimnisvolles Leuchten,
Sonnenlicht geblendeter Augen,
von ausgetauschter Zärtlichkeit.

von D.R. Giller

Jedes Neujahr ist eine Wartungsschleife der alten Wiederholung, in die Jahre gekommene - tobende - rasende uns prägende Weite, durchblätternde Seiten, gebrandmarkt
bei Zeit.

von D.R. Giller

Ein Zwerg, der neben einen Riesen steht, das ist ein Kontrast, ein Ast an einem Baum, ein Reflex im Affekt, das alles sticht uns agil ins Auge. Die meisten Menschen können sehen, doch stell Dir vor man wäre blind auf die Welt gekommen, dann wäre…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Wenn Du eintauchst in den Stillen Ozean
der silbernen Fische,
dann musst Du keinen Angler mehr fürchten,
sondern nur noch Deine Insel finden.

von Franz Kafka

Das Mißverhältnis der Welt scheint tröstlicherweise nur ein zahlenmäßiges zu sein.

von Franz Kafka

Verschiedenheit der Anschauungen, die man etwa von einem Apfel haben kann: die Anschauung des kleinen Jungen, der den Hals strecken muß, um noch knapp den Apfel auf der Tischplatte zu sehn, und die Anschauung des Hausherrn, der den Apfel nimmt…

von Franz Kafka

Es gibt kein Haben, nur ein Sein, nur ein nach letztem Atem, nach Ersticken verlangendes Sein.

von Sigrid Hartmann

Wenn eine Spezies
Keine
Natürlichen Feinde
Mehr hat
Bekämpft
Sie sich selbst

Mit Taten
Mit Worten
Mit Gedanken

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Bild zeigt Schopenhauer und Zitat Die Freunde nennen sich aufrichtig. Die Feinde sind es – daher man ihren Tadel zur Selbsterkenntnis benutzen sollte, als eine bittere Arznei.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Das Negative zu tun, ist uns noch auferlegt
Bild von Friedrich Nietzsche und Zitat - Das Halbwissen ist siegreicher, als das Ganzwissen: es kennt die Dinge einfacher, als sie sind, und macht daher seine Meinung fasslicher und überzeugender.
Bild zum Zitat Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum
Bild zum Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach Es gibt wenig aufrichtige Freunde. Die Nachfrage ist auch gering
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Wenn man einmal das Böse bei sich aufgenommen hat
Bild von Friedrich Nietzsche und Zitat - Das Publikum verwechselt leicht den, welcher im Trüben fischt, mit dem, welcher aus der Tiefe schöpft.
Bild zeigt Aphorismus und Franz Kafka: Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld, ein vorzeitiges Abbrechen des Methodischen, ein scheinbares Einpfählen der scheinbaren Sache.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Die Hintergedanken, mit denen du das Böse in dir aufnimmst
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Dem Bösen kann man nicht in Raten zahlen – und versucht es unaufhörlich.