Aphorismen ✓ bekannter und unbekannter Aphorismus

Bild zeigt Aphorismus von Tilly Boesche-Zacharow

Was sind Aphorismen? Aphorismen sind Gedanken, Résumé, aber auch Lebensweisheiten, die aus einem Satz, oder aus wenigen Sätzen bestehen. Aphorismen haben einen festen Platz in philosophischen Werken, sind aber auch in vielen anderen Literaturgenres zuhause. Auszug Wikipedia: »Oft formuliert der Aphorismus eine besondere Einsicht rhetorisch kunstreich als allgemeinen Sinnspruch (Sentenz, Maxime, Aperçu, Bonmot)«

Sie finden hier Aphorismen berühmter Autorinnen und Autoren, aber auch unbekannter Persönlichkeiten.

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von Annelie Kelch

Die wahre Schönheit des Alters liegt in der Lebenserfahrung, in der Güte des Herzens - und im gereiften Verständnis für die Sorgen und Belange der Menschheit und des Einzelnen. - Es gibt Menschen, die bereits in jungen Jahren über solche…

von D.R. Giller

Wenn alle Blätter von den vielen Bäumen gefallen sind, kann man sie ineinander kehren um der Fantasie wegen, neue Zitate kreieren, um prachtvolle Sorten, etlicher Bäume als ein Manifest zeitnah geerdet schmücken, die Welt festhalten und am Zuge…

von Franz Kafka

Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld, ein vorzeitiges Abbrechen des Methodischen, ein scheinbares Einpfählen der scheinbaren Sache.

von Friedrich Nietzsche

Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese.

von Franz Kafka

So fest wie die Hand den Stein hält. Sie hält ihn aber fest, nur um ihn desto weiter zu verwerfen. Aber auch in jene Weite führt der Weg.

von Thomas Brod

wenn ein Geldinstitut seine Versprechen
gegenüber seinen Kunden nicht hält und für sein Fehlverhalten
dann noch eine Spende als gönnerische Wiedergutmachung
an eine gemeinnützige Einrichtung, also einen Dritten, tätigt,

von Franz Kafka

Die Märtyrer unterschätzen den Leib nicht, sie lassen ihn auf dem Kreuz erhöhn. Darin sind sie mit ihren Gegnern einig.

von Franz Kafka

Wie ein Weg im Herbst: Kaum ist er rein gekehrt, bedeckt er sich wieder mit den trockenen Blättern.

von Willi Grigor

Anfang und Ziel sind bekannt.
Auf welchen Wegen wir gehen durch's Leben,
hat das Schicksal in der Hand.

von Arthur Schopenhauer

Meistens belehrt erst der Verlust uns über den Wert der Dinge.

von Willi Grigor

Einem Gedicht, das berührt,
alle Achtung gebührt,
weil beim Gedicht, das berührt,
man die Ehrlichkeit spürt.

von Sigrid Hartmann

Wenn eine Spezies
Keine
Natürlichen Feinde
Mehr hat
Bekämpft
Sie sich selbst

Mit Taten
Mit Worten
Mit Gedanken

von Yvonne Zoll

Sammele Erinnerung
und reihe perlengleich auf
deine Kette sie, es bleibt
ein Wimpernschlag die
Wirklichkeit lebendiger
Gewesenes im Augenblick
des sanften Abendlichts.

von Sigrid Hartmann

Wenn die Träumer dieser Welt aufhören zu träumen – was sind sie dann?
Realisten, die die kleinen und großen Wunder nicht mehr sehen?
Sind es nicht die Träumer dieser Welt, die aufgewacht sind und sehen, was wirklich zählt
in…

von Simone Weil

Ein Mensch, der sich etwas auf seine Intelligenz einbildet, ist wie ein Sträfling, der mit seiner großen Zelle prahlt.

von Franz Kafka

Die Krähen behaupten, eine einzige Krähe könnte den Himmel zerstören. Das ist zweifellos, beweist aber nichts gegen den Himmel, denn Himmel bedeutet eben: Unmöglichkeit von Krähen.

von Willi Grigor

Der Alten Kreis sich ständig lichtet,
doch Nachschub man im Umkreis sichtet.

von Franz Kafka

Laß dich vom Bösen nicht glauben machen, du könntest vor ihm Geheimnisse haben.

von D.R. Giller

Koordiniere deine Bewegung aus dem Zitat für die Nachwelt zukünftiger Generationen, um jedes Wesen mit Gespür alle Wege aus Vergangenen erheben zu lassen.. Einst einzigartig in Erscheinung treten aus Einsicht – Weitsicht erschaffen.. Leben in die…

von Franz Kafka

Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben. Dieses Leben scheint unerträglich, ein anderes unerreichbar. Man schämt sich nicht mehr, sterben zu wollen; man bittet aus der alten Zelle, die man haßt, in eine neue gebracht…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Nacht, wir bitten Dich um Schweigen
unter Deinem Mantel unsere Lust aufblüht.
Am Tage zeuget noch geheimnisvolles Leuchten,
Sonnenlicht geblendeter Augen,
von ausgetauschter Zärtlichkeit.

von Franz Kafka

Früher begriff ich nicht, warum ich auf meine Frage keine Antwort bekam, heute begreife ich nicht, wie ich glauben konnte, fragen zu können. Aber ich glaubte ja gar nicht, ich fragte nur.

von Franz Kafka

Wenn es möglich gewesen wäre, den Turm von Babel zu erbauen, ohne ihn zu erklettern, es wäre erlaubt worden.

von George Sand

Du willst das Glück in der Liebe sehen.
Da ist es nicht.
Das Glück ist in der Ruhe, in der Freundschaft;
die Liebe, das ist ein Sturm, ein Kampf.

von Franz Kafka

Viele Schatten der Abgeschiedenen beschäftigen sich nur damit, die Fluten des Totenflusses zu belecken, weil er von uns herkommt und noch den salzigen Geschmack unserer Meere hat. Vor Ekel sträubt sich dann der Fluß, nimmt eine rückläufige…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

"Suche nicht in der Ferne
nach Deinem Glück,
ergreife vom Tag nur
eine Stunde und
lass es geschehen"

von D.R. Giller

Jedes Neujahr ist eine Wartungsschleife der Alten Wiederholung, in die Jahre gekommene, tobende, rasende uns prägende Weite, durchblätternde Seiten, gebrandmarkt
bei Zeit.

von Franz Kafka

Verschiedenheit der Anschauungen, die man etwa von einem Apfel haben kann: die Anschauung des kleinen Jungen, der den Hals strecken muß, um noch knapp den Apfel auf der Tischplatte zu sehn, und die Anschauung des Hausherrn, der den Apfel nimmt…

von Franz Kafka

Wenn man einmal das Böse bei sich aufgenommen hat, verlangt es nicht mehr, daß man ihm glaube.

von Franz Kafka

Das Mißverhältnis der Welt scheint tröstlicherweise nur ein zahlenmäßiges zu sein.

von Simone Weil

Mit reiner Liebe lieben, heißt in den Abstand einwilligen, heißt den Abstand verehren zwischen einem selbst und dem, was man liebt.

von Franz Kafka

Es gibt kein Haben, nur ein Sein, nur ein nach letztem Atem, nach Ersticken verlangendes Sein.

von Franz Kafka

An diesem Ort war ich noch niemals: Anders geht der Atem, blendender als die Sonne strahlt neben ihr ein Stern.

von Thomas Brod

Ein Gedicht kann auch ein Statement sein.
Ein Künstler ist, wer dies kann und schafft.
Doch nicht jedes Statement ist ein Gedicht.

von Katharina Dotzki

Eine große Schwäche ist, dass man viel zu sehr nachdenkt, anstatt einfach mal zu machen!

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Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Eines der wirksamsten Verführungsmittel des Bösen ist die Aufforderung zum Kampf. Er ist wie der Kampf mit Frauen, der im Bett endet.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - An Fortschritt glauben heißt nicht glauben
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Wie ein Weg im Herbst: Kaum ist er rein gekehrt, bedeckt er sich wieder mit den trockenen Blättern.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Die Krähen behaupten, eine einzige Krähe könnte den Himmel zerstören
Bild zeigt Franz Kafka und Zitat Im Kampf zwischen dir und der Welt sekundiere der Welt.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Ein Käfig ging einen Vogel suchen.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Die Märtyrer unterschätzen den Leib nicht
Bild zeigt Franz Kafka und Zitat Man lügt möglichst wenig, nur wenn man möglichst wenig lügt, nicht wenn man möglichst wenig Gelegenheit dazu hat.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Wenn es möglich gewesen wäre, den Turm von Babel zu erbauen, ohne ihn zu erklettern, es wäre erlaubt worden.