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von marie mehrfeld

Die stete Sicht auf Glück, das einstmals war, vergesst sie bloß, denn man kehrt nie zurück in jenen warmen Schoß, nun ist der Mond der Koffer, die niemandem gehören und der Verspätungen, die nicht mehr stören, der fremden Orte, nie gewagten…

von Sigrid Hartmann

Blaue Blume in der Nacht
Hast du vor der Tür gewacht
Warst in dunklen Stunden da
Warst mir in den Träumen nah

Hast die Tage mir erhellt
Hast von deiner Welt erzählt
Tränen haben dich berührt
Hast mich in…

von marie mehrfeld

der Dämmerung graues Grau über dem Brachland der Öde
verschleiert die klare Sicht zurück in vergessenes Glück,

du einsamer blattloser Baum, gezeichnet vom jähen Verfall,
stürzen wirst bald selbst du und dich nicht mehr…

von marie mehrfeld

Beim Abendspaziergang
zwischen den Jahren über
verschneite Dörfer hinaus,

ein letztes Mal Hand in Hand,
bevor du verschwandest aus
meinen Tagen und Nächten,

bevor ich verstummte,
folgtest du mir ohne…

von marie mehrfeld

Bist du Schwarzseher, bist Du Optimist, oder weißt Du gar nicht, was ersteres ist, weil Du nur rosafarbene Brillen trägst und Dir alles, alles zum Guten auslegst, ich bekenne hier,

ich gehöre zu beiden, mal bin ich ganz oben, mal ist da…

von Annelie Kelch

Abgefallen von der Stunde des Pan
Will der Sturm die Mondsegel küssen
Hab acht, kleine Kornmühle im Tal
Bruder Herbst trägt ein Kainsmal:
Die Windsbraut naht auf Freiersfüßen

Herbstsichel hat den Sommer gemäht…

von marie mehrfeld

Wie die Vermisstenlisten wachsen im späten Herbst - es schmerzt. Und das Bewusstsein ihres Fehlens auch. Was scheint verschwommen und was klar? Handeln wir besser aus dem Bauch? Was ist gelogen, was ist wahr?

Wir suchen Licht. Fragen…

von marie mehrfeld

ob es liebe ist die uns trägt
oder nur die liebe zur liebe
fragst du mich vergebens

lass uns einatmen was uns
noch bleibt an abendlicht
zwischen anfang und ende

lass uns hastig verschluckte
schwärze…

von marie mehrfeld

wenn der Atem stockt, Lippen versiegelt
und Ohren ertaubt sind

vom vergeblichen Warten
und die Worte sich an sich selbst verschlucken,

wenn Nacht ist um mich und ich denk an dich,
trinke ich wehmütig alte Lieder…

von Angélique Duvier

Wo finde ich im Nebel den Sonnenschein
und wo im Winter die Wärme des Sommers?
Wohin verweht der Sturm die letzten Blätter?
Woher nehme ich den Rosenduft
und die mildlaue Frühlingsluft.
Wann kann ich dem Gesang der…

von marie mehrfeld

deine dunkelblau klirrende und
zugleich schmeichelnde Stimme war es,
die mich gefangen hielt in den Netzen

theoretischer Gedankenwelten,
ernährt hat sie mich und mir
vorübergehend den Durst genommen,

doch…

von marie mehrfeld

lauern Gespenster vergilbter Zärte
in Spinnenetzen meiner Gestrigkeit,
du, im Nackten erstarrte Leinwand,

so unbeschrieben und weiß und kalt,
sollst mir hellblaue Bilder spiegeln,
die mich berühren, verführen,…

von Uwe Röder

Bemerkst du es,
wenn deine letzte
Kerze angezündet
wird, es keine
weitere mehr gibt?

Bemerkst du es,
wenn du noch
nie gelebt hast:
Mangelhaft nur
andere geliebt?

von marie mehrfeld

stille Worte des Abendwinds aus dem Land blaugrauer
Schatten, dir unverhofft zugeflogen in spätherbstlicher
Dämmerung, breit sie aus auf dem Boden, zerpflück sie,

blas sie in die Luft mit geschlossenen Augen, lass sie sich…

von Uwe Röder

ICH
will allzu gern für mich
von deinem Kirschenmund
ein ganzes Pfund.

DU,
nur du und immerzu,
zwölf Mal - was es auch sei -
mit einem Jubelschrei.

ER,
wie jeder Irgendwer
lass seine…

von Soléa P.

Der letzte Sand rinnt durch die Uhr,
unsere Zeit – abgelaufen?
Was hatten wir uns alles geschworen,
doch manches ging auf dem Weg verloren!

Deine Augen sprechen Bände,
erzählen von Aufbruch und neuen Ängsten,

von marie mehrfeld

Du bist gegangen, und für lange Zeit war ich tief in mir selbst gefangen,
die Schwermut deckte alle Farben zu mit ihrem dunklen nassen Tuch, er
ist noch da, der Schmerz, doch seit der Südwind weht, erwacht mein Herz
zu neuem…

von Soléa P.

In stillem Tal,
unter Gottes ferner Sonne,
verweilt im angenehm warmen Wind,
„Sie“, unbekümmert wie ein Kind –
wiegend, blühend, vor sich hin.
Nichts ahnend, dass ihr Ende naht,
an einem spätsommerlichen…

von Else Lasker-Schüler

Auf die jungen Rosensträucher
Fällt vom Himmel weicher Regen
Und die Welt wird immer reicher.

O mein Gott mein, nur alleine
Ich verdurste und verweine
In dem Segen.

Engel singen aus den Höhen:
»Heut ist…

von marie mehrfeld

Auf dem Weg zu dir hängt
mein Lächeln wieder
im Vergeblichen fest,

doch die Gedanken
vergessen das Reisen nicht,
in die roten Stunden

des Ungefähren,
in falsches Schillern
entschwebender Blasen…

von marie mehrfeld

Ein süßer Duft hielt Wacht im Garten, verströmt von hundert Rosenarten, die laue Sommernacht, sie schwebte, und meine Seele atmete, sie lebte,

gleich konnten im Duett wir singen, du kamst von einem fremden Stern, ich hörte deine Stimme…

von marie mehrfeld

solange Fenster und Türen
vernagelt sind, staut sich die
Glut, hirnrissig, aufgeweicht,
Sprachfluss geistlos verknotet,
versiegelt, betrübt verstummt,

bis oben verdrahtet, Worte
der Lust stecken geblieben,…

von Rainer Maria Rilke

Du Dunkelheit, aus der ich stamme,
ich liebe dich mehr als die Flamme,
welche die Welt begrenzt,
indem sie glänzt
für irgend einen Kreis,
aus dem heraus kein Wesen von ihr weiß.

Aber die Dunkelheit hält alles…

von Lisi Schuur

Es glänzen an den Zweigenspitzen
die ersten zarten Gelbgegrünten
darunter leuchtet aufgewachtes Holz
Es riecht das Wasser schattenreich
der Frühling lässt sich seine Zeit
geizt noch mit neuen Liedern
Es ziehen…

von Ella Sander

Was wäre ich wohl ohne Hoffen,
Ohn' Zuversicht, was wäre ich?
Wäre ich neugierig und offen,
Im Bangen mutvoll, hell die Sicht?

Würde ich lächelnd morgens aufstehn,
Und frohgemut den Tag beginnen?
Würd' ich im…

von Leo Rottmann

wenn nähe weicht
sich hass einschleicht

verlass den raum
er stört den traum

vom gleichgewicht
im gegenlicht

sich lieben zählt
du hast gewählt

nun steh dazu
find deine ruh

und sag es…

von marie mehrfeld

der Abend und
anders als erwartet
ohne Deine Augen
auf meinem Haar
meinem Mund

kein Kerzenschein
beim Dämmerschoppen
das Licht der Neonlampen
so grünlich grell

schrille fremde Stimmen…

von Soléa P.

Aus dem Nichts, schälst du dich,
konturlos dein maskulines Gesicht,
ziehst wie Rauch zu mir herüber,
der Raum, im Kerzenlicht, wirkt düster,
schwebst, nicht greifbar, über allem –
tust mir gut und so gefallen …

von marie mehrfeld

jung war ich, noch blind und taub
und suchte den Atem der Zeit
und das Rauschen der Ewigkeit

in deinen verschatteten Augen,
du nahmst meine Hand, erklärtest
mir Farben und Formen, lehrtest

mich sehen, staunen…

von marie mehrfeld

ein Netz aus Nähe
und Treue gestrickt
und immer wieder
aufs Neue geflickt,
im Rinnen der Zeit
ergraut verblichen,

lautes Gelächter dem
Lächeln gewichen,
ich bin verwundert
ein…

von marie mehrfeld

Im letzten Schnee draußen,
nachts. Schlummernd, bewacht
von glühenden Katzenaugen.
Ich und Du. Gesichtergeflüster.
Mit geschlossenen Augen
halten wir uns fest im Arm.
Nun nie mehr loslassen.

Ihr…

von * noé *

Den ewigen Rat der Ältesten hören,
ein Kind dabei bleiben, den Regeln zum Trotz,
sich sehnsuchtsvoll nach den Mustern verzehren,
ein Opfer des Generationenkomplotts,

zu wissen, es wird sich nie etwas ändern,
möchte…

von Lisi Schuur

Wenn alle Brücken zugemauert sind
hat Hoffnung aufgegeben.
Und wenn du mit verschränkten Armen stehst,
versperrst du den direkten Weg.
Ich möchte dich in meine Arme nehmen,
und suche lange schon nach einem Steg.…

von marie mehrfeld

Du meisterhaftes Ahornblatt, die Farben wundersam, so satt,
ich hab mich auf dem Weg gebückt und hob Dich auf - und war beglückt,

nun halt ich Dich behutsam fest, in einem Buch wirst Du gepresst,
so hast Du Jahre noch, für…

von Angélique Duvier

Ich möchte wieder
mit dir, gemeinsam,
auf der Insel weilen,

wo das weite Meer
türkisen leuchtet
und ganz leise braust.

Wo man beinahe
auf den klaren Grund
hinabschauen kann.

Wo weiße Häuser…

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