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Beitrag 36 - 70 von insgesamt 6617 Texten in dieser Kategorie
von Theodor Storm

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel…

Rezitation:
„Die Stadt", gesprochen von Claudia Salto
von Willi Grigor

Man sieht sie nur an klaren Nächten:
Des Nordens mystisch schöne Pracht.
Als käme sie von guten Mächten,
verwandelt sie die Sternennacht.

Es ist so wie ein Zauberglühen,
ein frohes Spiel von Lichterwesen,
die…

von Lisi Schuur

Dass ich so oft dich denken muss
weil mich die Sehnsucht übertreibt
hab dich in Regen eingehüllt
mit Bambus dich vertauscht

dort wo der Garten anders spricht
weil Azaleen sich erzählen
da findet sich genügend…

Rezitation:
Lisi Schuur 12/2016
von Rainer Maria Rilke

Im alten Hause; vor mir frei
seh ich ganz Prag in weiter Runde;
tief unten geht die Dämmerstunde
mit lautlos leisem Schritt vorbei.

Die Stadt verschwimmt wie hinter Glas.
Nur hoch, wie ein behelmter Hüne,
ragt…

von Angélique Duvier

Du liegst an meiner Seite
und mir am Herzen.

Ich möchte dich küssen,
nahe an deinem Ohr,

dann deinen Namen
flüstern,

zärtlicher als je
zuvor.

von Joseph Freiherr von Eichendorff

Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So…

von J.W. Waldeck

gefror'ne Blüten
die nicht lächeln
gemalter Mohne Puppenlippen
Tode die Samtküsse räkeln
geheime Sünden wissen

wenn Zwang zur Perfektion
aus fremden Mündern schreit
tobt ein Vulkan
der Implosion…

von Angélique Duvier

Wieder fällt
ein Wort,
unaufhörlich,
zerschmetternd,
ein kleines,
nachhallendes,
es schwebt,
steht im Raum.

Wieder fällt
eine Träne,
sie bleibt
haften,
klebt an mir,

von Soléa P.

Am frühen Morgen warst Du da
sah Dich durch die Glastür deutlich und klar
Schokolade hieltst Du in der Hand
vor Freude im Traum ich zu weinen begann...

Du bist der Erste der mich herzt und drückt
bin verdattert,…

von marie mehrfeld

Vertrauen will ich Ihm, der
meine frohen Gedanken
trägt über alle Wolken zu

dir, der das Licht ist, das
aufleuchtet in den Augen
wilder Tiere, in denen der

Kinder dieser Erde und
auch über den hohen…

von marie mehrfeld

Im letzten Schnee draußen,
nachts. Schlummernd, bewacht
von glühenden Katzenaugen.
Ich und Du. Gesichtergeflüster.
Mit geschlossenen Augen
halten wir uns fest im Arm.
Nun nie mehr loslassen.

Ihr…

von Angélique Duvier

Keine Vorsätze getroffen,
ich lasse den Ausgang offen.
Ohne Pläne das Jahr beginnen,
auf Positives nur besinnen.
Annehmen, was das Leben bringt,
hoffend, dass es sich Glück abringt.
Möcht mich auf das Schöne…

von Else Lasker-Schüler

(Dem Heinz Simon in Frankfurt zur Freundschaft)

Die Sterne fliehen schreckensbleich
Vom Himmel meiner Einsamkeit,
Und das schwarze Auge der Mitternacht
Starrt näher und näher.

Ich finde mich nicht wieder
In…

von Soléa P.

Das alte Jahr – es fällt zu Boden
stürzt in die Vergangenheit
das neue steht auf der Schwelle
unschuldig – für die Zukunft bereit.

Gestern war und Morgen ist
nichts hat wirklich Bestand
nur die Zeit war und…

von Lisi Schuur

Steine die in Jahre sinken
die den Staub der Zeiten trinken
wenn der Regen fällt
der dem Sand die Spuren zeichnet
ehe er sich dichter macht
um sich zu vereinen
weit entfernt von allen Grenzen
liegt die…

von Sigrid Hartmann

Denk ich an das Gute
Und schau in die Welt
Dann werde ich sauer
Weil’s Gute nicht zählt

Vielleicht geht’s den anderen
Genauso wie mir
Mit bösen Gedanken
Vertreibt man’s Gute von hier

Den Kreis zu…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Mein Herz schlägt links,
mein Herz schlägt rechts,
mal bleibt es still,
mal in der Mitte gefangen.

Meine Gedanken sind leicht,
meine Gedanken sind schwer,
mal bleiben sie leer,
mal von Wolken verhangen…

von Angélique Duvier

Silbernes Mondlicht
legt sich auf den kräuselnden See,
lässt kurz vergessen alles Weh,
lenkt den Blick auf andere Sicht.

Lockt die Gedanken auf den Grund.
Wasserspiegelnde Sternenpracht,
versinkt im dunklen…

von Angélique Duvier

Ich stand vor einem Baum,
an ihm wuchsen nur Herzen,
der Wind schüttelte sie kaum,
drum litten sie nie Schmerzen.

Sie wuchsen, wo sie hingen,
sogar an dem dünnsten Ast.
Ein Sturm ließ sie erklingen,

von Lisi Schuur

Alle Häuser
selbst die Wiesen
lächeln unter
Schneegeriesel
strahlen sich
den Himmel blau
wie die Farbe
deiner Augen
wie der See
mit Sonnenflecken
unter denen Fische atmen
Wolken…

von Angélique Duvier

Heute früh, als alles erwachte,
schlich der Wind mit leisen Seufzern
durch die Straßen, ganz sachte.

Ich lag ruhend auf meinem Kissen,
dachte, die Träume bescherten
mir ein gutes Gewissen.

Der Morgen kam aus…

von Christian Morgenstern

Wir müssen immer wieder uns begegnen
und immer wieder durch einander leiden,
bis eines Tages wir das alles segnen.

An diesem Tage wird das Leiden weichen,
das Leiden wenigstens, das Blindheit zeugte,
das uns wie…

von Angélique Duvier

Du berührst mich mit deinen Augen
und schließt mich ganz darin ein.
Ich möchte dir so gerne glauben,
wenn ich es kann, bin ich immer dein.

Ich falle nicht, wie ein welker Strauß,
der in den Müll geworfen wird.…

von Else Lasker-Schüler

Dass uns nach all' der heissen Tagesglut
Nicht eine Nacht gehört . . .
Die Tuberosen färben sich mit meinem Blut,
Aus ihren Kelchen lodert's brandrot!

Sag' mir, ob auch in Nächten Deine Seele schreit,
Wenn sie aus…

von Angélique Duvier

Einmal noch
möchte ich
auf der Bühne stehen,
den tosenden Applaus
genießen.

Einmal noch
sehen, wie
sich der Vorhang hebt,
das Publikum
spüren.

Den Faden weben,
durch Räume…

von marie mehrfeld

Ein süßer Duft hielt Wacht im Garten, verströmt von hundert Rosenarten, die laue Sommernacht, sie schwebte, und meine Seele atmete, sie lebte,

gleich konnten im Duett wir singen, du kamst von einem fremden Stern, ich hörte deine Stimme…

von Lisi Schuur

Wenn alle Brücken zugemauert sind
hat Hoffnung aufgegeben.
Und wenn du mit verschränkten Armen stehst,
versperrst du den direkten Weg.
Ich möchte dich in meine Arme nehmen,
und suche lange schon nach einem Steg.…

von Angélique Duvier

Glitzernder, kristallener Tau
im nebelumhüllten Morgengrau.
Glaszarte Perle der Natur,
setzt sich sanft
in Wald und Flur,
auf Gräser und aufs Laub.
Zerfällt zu Wasser,
nicht zu Staub.

von Lisi Schuur

In Fußbodenritzen
der Staub
der vergeblichen Kämpfe
umgefallene Stapel
nicht gelesener Bücher
liegen wie anklagend
auf dem Boden
da ist keine Bettschwere
die verschwinden lässt
--
die…

von Volker Harmgardt

Liebe,
irdisches Wort,
bist verweht im rauschenden
Sturm.

Trost,
kluge Hoffnung bei Tag
und Nacht, von Regenschauern
durchzogen.

Einsamkeit,
gehuldigte Schattengründe,
gehst mit dem…

von Joachim Ringelnatz

Such nicht der Sorge mattes Grau.
Ist nicht die Jugend ein funkelnder Tau?
Gleichen nicht schöne Gedanken
Roten Rosen an wilden Ranken?
Ist nicht die Hoffnung bunt und reich,
Weiten, blumigen Wiesen gleich?

von marie mehrfeld

Salzig helle Tränentropfen rinnen
schimmernd immer schneller,
schwemmen meine Schwermut fort.
Tage werden früher heller.
Kreiselnd summend lächelst du,
sagst zu mir ein fremdes Wort
und stimmst fröhlich mich…

von Angélique Duvier

Ein Sturm peitscht am Morgen,
fegt über Flur und Feld,
macht euch keine Sorgen,
es ist ein Wunder der Welt.

Und wenn der Sturm die Blätter wehte
und jedes einzelne verdrehte,
dann ist der Herbst sein neuer…

von Sigrid Hartmann

Das Laub zart grün schmeichelt dem Auge,
wer denkt, dass sie zum Mörder tauge?
Sie windet sich wie eine Schnur,
am Boden legt sie ihre Spur.

Erreicht die Pflanze, die sie bringt,
dem Himmel näher, es gelingt

von Willi Grigor

Alles ist beweglich, ständig,
auch das, was hart ist und erstarrt.
Alles ist im Flusse, wendig,
es ist die Zeit nur, die uns narrt.

Die Welt ist fließend und unendlich,
sie ist die "Einheit aller Dinge".
Sie…

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