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von Angélique Duvier

Wo finde ich im Nebel den Sonnenschein
und wo im Winter die Wärme des Sommers?
Wohin verweht der Sturm die letzten Blätter?
Woher nehme ich den Rosenduft
und die mildlaue Frühlingsluft.
Wann kann ich dem Gesang der…

von Annelie Kelch

Abgefallen von der Stunde des Pan
Will der Sturm die Mondsegel küssen
Hab acht, kleine Kornmühle im Tal
Bruder Herbst trägt ein Kainsmal:
Die Windsbraut naht auf Freiersfüßen

Herbstsichel hat den Sommer gemäht…

von Angélique Duvier

Möge der Wind
dein Leid verwehen.
Möge der Regen
deine Tränen
ins Meer spülen.

Möge Rosenduft
deine Schmerzen
vertreiben
und die Sonne
immer für dich
scheinen.

Möge dein Traum…

von Rainer Maria Rilke

Im alten Hause; vor mir frei
seh ich ganz Prag in weiter Runde;
tief unten geht die Dämmerstunde
mit lautlos leisem Schritt vorbei.

Die Stadt verschwimmt wie hinter Glas.
Nur hoch, wie ein behelmter Hüne,
ragt…

von marie mehrfeld

wenn der Atem stockt, Lippen versiegelt
und Ohren ertaubt sind

vom vergeblichen Warten
und die Worte sich an sich selbst verschlucken,

wenn Nacht ist um mich und ich denk an dich,
trinke ich wehmütig alte Lieder…

von Angélique Duvier

Welch weiße Naturpracht,
von Sonnenlicht durchdrungen,
und glitzernd in der Mondesnacht.
Wurde der Februarschnee je besungen?

Morgen schon schmilzt er fort
und in des Märzens Mitte,
steht wohl am selben Ort,…

von Leo Rottmann

wenn nähe weicht
sich hass einschleicht

verlass den raum
er stört den traum

vom gleichgewicht
im gegenlicht

sich lieben zählt
du hast gewählt

nun steh dazu
find deine ruh

und sag es…

von Annelie Kelch

Der Weg, der längst vergangen, steht im Wege mir,
Unter Ruinen rosten Brunnen, darin meine Liebe rauscht.
Erröten wird das Ohr dir, wenn du ihren Worten lauscht:
Ich stell die Weichen für den Schicksalszug zu dir.

Was du…

von marie mehrfeld

der Dämmerung graues Grau über dem Brachland der Öde
verschleiert die klare Sicht zurück in vergessenes Glück,

du einsamer blattloser Baum, gezeichnet vom jähen Verfall,
stürzen wirst bald selbst du und dich nicht mehr…

von marie mehrfeld

Du bist gegangen, und für lange Zeit war ich tief in mir selbst gefangen,
die Schwermut deckte alle Farben zu mit ihrem dunklen nassen Tuch, er
ist noch da, der Schmerz, doch seit der Südwind weht, erwacht mein Herz
zu neuem…

von Soléa P.

In stillem Tal,
unter Gottes ferner Sonne,
verweilt im angenehm warmen Wind,
„Sie“, unbekümmert wie ein Kind –
wiegend, blühend, vor sich hin.
Nichts ahnend, dass ihr Ende naht,
an einem spätsommerlichen…

von marie mehrfeld

jung war ich, noch blind und taub
und suchte den Atem der Zeit
und das Rauschen der Ewigkeit

in deinen verschatteten Augen,
du nahmst meine Hand, erklärtest
mir Farben und Formen, lehrtest

mich sehen, staunen…

von Ella Sander

Das Leben tätowiert viele Geschichten,
In jeden Geist, ins Herz, führt jede Hand;
Die Seele wünscht ein liebevolles Fristen,
Nicht nur im Himmel, auch auf Erden-Land.

Die Sehnsucht träumt in allen Herzen,
Von Liebe…

von Soléa P.

Aus dem Nichts, schälst du dich,
konturlos dein maskulines Gesicht,
ziehst wie Rauch zu mir herüber,
der Raum, im Kerzenlicht, wirkt düster,
schwebst, nicht greifbar, über allem –
tust mir gut und so gefallen …

von Rainer Maria Rilke

Du Dunkelheit, aus der ich stamme,
ich liebe dich mehr als die Flamme,
welche die Welt begrenzt,
indem sie glänzt
für irgend einen Kreis,
aus dem heraus kein Wesen von ihr weiß.

Aber die Dunkelheit hält alles…

von marie mehrfeld

Im letzten Schnee draußen,
nachts. Schlummernd, bewacht
von glühenden Katzenaugen.
Ich und Du. Gesichtergeflüster.
Mit geschlossenen Augen
halten wir uns fest im Arm.
Nun nie mehr loslassen.

Ihr…

von marie mehrfeld

Du meisterhaftes Ahornblatt, die Farben wundersam, so satt,
ich hab mich auf dem Weg gebückt und hob Dich auf - und war beglückt,

nun halt ich Dich behutsam fest, in einem Buch wirst Du gepresst,
so hast Du Jahre noch, für…

von Lisi Schuur

Es glänzen an den Zweigenspitzen
die ersten zarten Gelbgegrünten
darunter leuchtet aufgewachtes Holz
Es riecht das Wasser schattenreich
der Frühling lässt sich seine Zeit
geizt noch mit neuen Liedern
Es ziehen…

von * noé *

Den ewigen Rat der Ältesten hören,
ein Kind dabei bleiben, den Regeln zum Trotz,
sich sehnsuchtsvoll nach den Mustern verzehren,
ein Opfer des Generationenkomplotts,

zu wissen, es wird sich nie etwas ändern,
möchte…

von marie mehrfeld

der Abend und
anders als erwartet
ohne Deine Augen
auf meinem Haar
meinem Mund

kein Kerzenschein
beim Dämmerschoppen
das Licht der Neonlampen
so grünlich grell

schrille fremde Stimmen…

von Angélique Duvier

Ich möchte wieder
mit dir, gemeinsam,
auf der Insel weilen,

wo das weite Meer
türkisen leuchtet
und ganz leise braust.

Wo man beinahe
auf den klaren Grund
hinabschauen kann.

Wo weiße Häuser…

von Joseph Freiherr von Eichendorff

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein…

von Lisi Schuur

Wenn alle Brücken zugemauert sind
hat Hoffnung aufgegeben.
Und wenn du mit verschränkten Armen stehst,
versperrst du den direkten Weg.
Ich möchte dich in meine Arme nehmen,
und suche lange schon nach einem Steg.…

von marie mehrfeld

ein Netz aus Nähe
und Treue gestrickt
und immer wieder
aufs Neue geflickt,
im Rinnen der Zeit
ergraut verblichen,

lautes Gelächter dem
Lächeln gewichen,
ich bin verwundert
ein…

von Angélique Duvier

Wieder fällt
ein Wort,
unaufhörlich,
zerschmetternd,
ein kleines,
nachhallendes,
es schwebt,
steht im Raum.

Wieder fällt
eine Träne,
sie bleibt
haften,
klebt an mir,

von Soléa P.

Heute ist ein schöner Tag, der beste überhaupt –
ich lasse meine Seele frei,
mach dafür die Arme weit –
atme tief, der Brustkorb schwellt,
katapultiere mein Ich in die Welt –
mit Direktflug in den Himmel.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Im Adagio des
aufblühenden Tagesglühn,
Schleier mondsilberner Fäden
den Vorhang ziehn,
blaues Himmelherz,
taufeuchtes Wimpernpaar,
Lebensfeuer,
Horizonte glühn.
So nah!
Näher warst Du

von Annelie Kelch

Über schmucklose Felder zieht das Gespenst der Trauer,
Kalt streift der späte Sonnenstrahl die Sommerruinen.
Dein Wort befruchtet mein Herz: Es blüht und reift ...
Derweil der letzte Mohn welkt zwischen Seelenschienen.

von marie mehrfeld

Erinnerungen an Momente des Glücks sind von so
zerbrechlicher Schönheit, dass sie verblassen in

unseren Spiegeln, wenn wir sie nicht lächelnd pflegen
und streicheln im Morgengrau, wenn die Seele sich

öffnet und das…

von Lisi Schuur

Die Sonne spreizt sich
legt gelbe Fächer auf
neugieriges Grünrecken
in den Kehlen der Vögel
schmelzen die frostigen Nächte
wer wohl Regie führt
wenn Sterne ins Wasser tauchen
kleine Molche nicht wissen…

von marie mehrfeld

Ein süßer Duft hielt Wacht im Garten, verströmt von hundert Rosenarten, die laue Sommernacht, sie schwebte, und meine Seele atmete, sie lebte,

gleich konnten im Duett wir singen, du kamst von einem fremden Stern, ich hörte deine Stimme…

von Uwe Röder

Bemerkst du es,
wenn deine letzte
Kerze angezündet
wird, es keine
weitere mehr gibt?

Bemerkst du es,
wenn du noch
nie gelebt hast:
Mangelhaft nur
andere geliebt?

von marie mehrfeld

stille Worte des Abendwinds aus dem Land blaugrauer
Schatten, dir unverhofft zugeflogen in spätherbstlicher
Dämmerung, breit sie aus auf dem Boden, zerpflück sie,

blas sie in die Luft mit geschlossenen Augen, lass sie sich…

von Uwe Röder

ICH
will allzu gern für mich
von deinem Kirschenmund
ein ganzes Pfund.

DU,
nur du und immerzu,
zwölf Mal - was es auch sei -
mit einem Jubelschrei.

ER,
wie jeder Irgendwer
lass seine…

von Willi Grigor

Zwei Wellen spielten "Fange mich!".
Sie waren frisch verliebt.
Die vorne neckte: "Fängst du mich,
dann kriegst du meine Hand."

Die hintere sie freute sich:
"Mir hilft der Rückenwind.
Ich fange dich, ganz…

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