Lustige Gedichte & Satire ✓ witzige, satirische & Scherzgedichte

Bild zeigt Tucholskys Eintrag in sein Sudelbuch

Lustige Gedichte müssen nicht immer trivial sein (sie dürfen es aber, ohne Abstriche). Namhafte Autorinnen und Autoren, wie Kurt Tucholsky oder Else Lasker-Schüler, haben lustige Gedichte geschrieben. Auch weniger bekannte Persönlichkeiten lieben lustige Gedichte, den satirischen Umgang mit allen Themen des Lebens, das ulkige und scherzhafte.

Sie finden hier lustige Gedichte verschiedener klassischer und moderner Autoren. Sie dürfen hier stöbern und sollen natürlich auch lachen!

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Beitrag 1401 - 1435 von insgesamt 1924 Texten in dieser Kategorie
von Volker C. Jacoby

Eine kleine irdisch-himmlische Szene

(Karl-Hamlet Müller, Erdenbürger, blickt am 4. Dezember zum azurblauen Himmel:)

„Spätsommerlich dezembers heuer?
Nicht weihnachts, Petrus, tu das!
Sonst knistert kein gemütlich Feuer…

von Alfred Mertens

In der Höhle eines Königs,
lässt die Löwin keinen rein.
der King frisst grade Gänseklein,
weil`s ihm schmeckt auch ganz allein !

Wehe, wenn jetzt einer käme,
seine Mahlzeit streitig macht,
und das ist jetzt…

von Axel C. Englert

Jüngst eine Tasche riss. Sie fiel –
Von einer Brücke. In den Nil!
Für ihr Frauchen wenig schön –
Die Tasche tat es anders sehn:

Echt Krokodilsleder ich bin!
Familientreffen – macht recht Sinn …
Zwar traf sie…

von Volker C. Jacoby

DER NASENAFF
oder Der vierte Sinn

Da! Wie sie stetig dauertaff
am Kopfe sich bedecken:
der Ohr-, der Mund-, der Augenaff,
den Sinn je zu verstecken.

Doch sieht man immer nur die drei
ins Antlitz Hände…

von Volker C. Jacoby

Wer sitzt, im Knopfloch eine Nelke,
dort hinten? Ist’s nicht Schneiders Helge?
Nein, vorn sitzt er, mit einer Rose
am Bund einer zu großen Hose.
Doch seh ich, nein, es ist nicht, leider,
zu schade, wirklich, Helge…

von Alfred Mertens

Von Fräuleins hört man unbedingt,
das sie den Männern Nutzen bringt.
Nicht nur die Freude der Vermehrung
es ist uns ernst mit der Verehrung!

An einem schönen Frühlingstag
als Edeltrud im Fenster lag,
sah sie…

von René Reimzwang

Ist das Essen gut geraten,
sagt man freundlich "tack för maten"*.
Und wenn es mal nicht so gut,
sag es auch, weil man's so tut.
Ist das Essen furchtbar schlecht
- so, als dass man gleich erbrecht -
nun, auch…

von Axel C. Englert

Eine Einöde
Fand blöde:
EIN EINÖDE müsst ich sein!
Jenen Namen säh ’ich ein …

EINE EINEÖDE machte Sinn:
In Punkto „Logik“ käm’ das hin …
Die Frauenquote noch, zudem -
Entwickelt sonst sich zum Problem?…

von Volker C. Jacoby

Neblicht schwadet's übern Weiher.
Enten sieht man, keinen Schwan.
Spätherbst wird's im Lande heuer,
Kälte zieht bald ihre Bahn.

Sonne bricht sich durch die Tröpfchen.
Sag, hat sich der Schwan versteckt?!

von Alfred Mertens

Die Weltdiplomatie

Die Welt-Dlplomatie lässt sich nicht einigen,
das Bombardement in Syrien nimmt seinen Lauf,
Und darum kann man uns auch nicht bescheinigen,
wann endlich der Wahnsinn des Krieges hört auf.

Wir…

von Volker C. Jacoby

Was ist das für ein Ding?
Es sieht aus wie der Pfing!
Der Pfing? Wer soll das sein?
Wer will da zu uns rein?

O Mensch, mach keine Dinger!
Pfing ist ein Freudebringer,
der - wenn hoch her es lenzt -
den…

von Alfred Mertens

So war sie, unsere Old Miss Marple,
sie riss so manches Leder vom Stapel.
Denn auch an jedem fernen Ort
kannte man Margaret Rutherford.

Ihre Karierre begann zwar reichlich spät,
Miss Marple lernte, wie es geht,…

von Volker C. Jacoby

oder: Wie der Sturm entstand

Stur blies ein Starkwind -
wie plemplem! –
ein Alphabet fort.
Bis auf’s M.

Trotz Starkwinds
Anstrengung
beim Wehen:
Das M blieb stehen.

Auch bei seiner

von Ralf Risse

Es trug sich zu, dass beiden Schreibern,
des Morgens in der achten Stund,
ein neuerliches Treffen half
im Kampf gegen den Versverschwund . . .

S : Was ist mit eurer Magd geschehen,
hat sie der eigene Mief gerafft ?…

Rezitation : Johannes Franke ( Textbeute )
von Alfred Mertens

Ungetrübt, doch immer locker und frisch,
so sitzen sie am gemeinsamen Tisch,
und pokern mit ihren schmierigen Pfoten,
doch geht es ihnen nur, um die eigene Zoten.

Der Herrgottswinkel, wie immer sehr voll,
so gewährt…

von Volker C. Jacoby

Schätze Gassen, welche hohl,
Freund, sie sind zu deinem Wohl!
Nur durch's Hohlsein einer Gass'
macht der Gassendurchlass Spaß!

Unhohl wär‘ sie ohne Segen,
liefe man doch - autsch! - dagegen.
Drum hat Tell auch…

von Alfred Mertens

Wer hält sich schon fern von wirren Gedanken
anstatt sie von vornherein rasch zu vergessen?
Selbst jene, die besonders darauf versessen,
und glaubend machten, dass froh sie sich rankten.

Es mag zwar schwierig sein danach…

von Volker C. Jacoby

Im Sommer ist der Lustgewinn
nicht nur im Juni, Juli drin:
der Zugewinn an Freud‘ und Lust,
er setzet fort sich im August.

Sofort, wenn flotterdings vorbei
der Lustgewinn im Mond Julei,
so hat doch stets -…

von Sabrina Jung

Lieber Mr. Kant,
bin schon ganz gespannt,
was Du so von Dir gegeben,
ganz und gar ohne selbst zu leben.

Wie kann ein Mensch das Leben beurteilen,
der nicht einmal wollte darin verweilen`

Alles lief bei Dir…

von Alfred Mertens

Willst du dich mal mit Ernst umgeben,
brauchst du dir nicht das Leben nehmen.
Doch ist es Walter, Kurt und Erich,
dann lebst du zwar, wenn auch gefährlich.

Nur Isidor kann man vertrauen,
doch wolltest du dir ihn…

von Volker C. Jacoby

Mit Waschbrettern war „frau“ vor Jahren
beim Waschen noch erprobt, erfahren.
Sehr mühsam galt’s, zu schrubben, ziehn
das Waschgut drüber, bis es clean.

Dann, später, war „man“ sich im Klaren:
auch anders kann man…

von Alfred Mertens

Ich koche Kaffee, kaufe Kuchen,
ein tolles Weib will mich besuchen.
und jeder weiß, was das bedeutet,
aha - da hat sie schon geläutet.

Doch als ich aufmach - sonngebräunt,
da steht vor mir ein alter Freund.

von Axel C. Englert

Eine Spülmaschine flippte aus!
Sie hielt sich für den Star im Haus:
Du lahmer Herd! Blöd-öder Mixer!
Ich bin schöner! Besser! Fixer!

So schäumte sie direkt, vor Wut –
(Dem Besteck tat das kaum gut …)
Ich werde…

von Willi Grigor

Ein ganz normaler Pensionär
zeigt sich hier als Pessimist.
Er meint, das Leben ist so schwer,
auch wenn es manchmal freundlich ist.
***
Der Anfang des Morgens ist meistens um acht,
die Nacht gut mit Schlafen…

von Alfred Mertens

Ein HAAR ist schon etwas Besonderes,
und viele auf der Brust erst recht,
Nur auf dem Kopfe, wenn sie fehlen,
dann fehlt echt was, und das ist blank
Und sehen das die lieben Frauen,
dann werden sie vom Anblick krank.…

von Alfred Mertens

Wir leben mit Buchstaben, Formeln und Ziffern.
Wir zählen die Zeit. Wir rechnen voraus.
Aber der Rosen sich öffnende Chiffern,
Sind uns Geheimnis. Wir deuten´s nicht aus.

Wir wissen den Sinn nicht der Schönheit, des…

von Axel C. Englert

Ein Krebs war müde, matt und dumpf:
Ich fühle mich entsetzlich! Stumpf …
Grad meine Zangen sind kaum scharf -
Wenn ich das hier erwähnen darf …

Derbe Schlappheit sorgt beim Hummer
Nun permanent für herben Kummer:…

von Alfred Mertens

Mit dem Stier ist nicht gut Kirschen essen,

auch wenn er weit über 80 ist,

Ein Trotzkopf, und dazu vermessen,

nur in`s Fäustchen lacht er sich!

Und dieses klingt dann ziemlich deutlich,

im Grunde sehr geradeaus…

von Mathies Klausewitz

Ein feiner Herr aus Buxtehude,
nimmt Madeleine mit auf die Bude
Gerade war'n sie angekommen,
schon hat er sie im Steh'n genommen.

von Annelie Kelch

Bert Brecht und Steffin, Margarete
gingen nachts auf eine Fete.
Da warn viele Neider und Rächer,
darunter Johannes R. Becher.
Der hielt eine Rede
und fauchte zum Schluss:
Ihr könnte mich mal,
du und die…

von Marc R

Wunderschön ist´s auf der Wiese
wo ein Gänseblümchen blüht
wo die Kuh in Fladen scheißt
wo man wilde Schweine sieht

Wunderschön ist´s auf der Wiese
und ich pflück das Blümchen fein
trete in den Fladen rein…

von Alfred Mertens

Wir können nicht dem Wunsch entrinnen,

und denken täglich mit viel Weh,

ob wir nochmal den Weg beginnen,

begegnend im Faksimile ?

Wir würden es nicht besser machen,

der Lebensabschnitt fließt dahin,

von marie mehrfeld

Grade ist es kurz vor Vier.
Ich steh’ in meinem Keller hier.
Möchte IRGENDETWAS holen,
das von großer Wichtigkeit.
Hatte es mir selbst befohlen.
Hab' jetzt Zweifel an der Richtigkeit
des Befehls, den ich mir…

von Corinna Herntier

Liebe (Vorname eingeben) gräm' Dich nicht,
schön bist Du von Angesicht,
heute noch genau wie immer
- anderen Frauen ergeht's da schlimmer!

Jede kommt mal in das Alter,
da will sie nicht mehr Jahre zählen,
und…

von D.R. Giller

Kannst Du auch gurren wie eine Taube?
Schnurren wie eine Katze?
Auf Touren kommen, wie ein Streuner
durch's Gehege..
Ohne Pflege, auf alldem abgesperrten Wege
Wiehern Gäule aus dem Maul
Und nun sind wir auch…

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