Aphorismen ✓ bekannter und unbekannter Aphorismus

Bild zeigt Aphorismus von Tilly Boesche-Zacharow

Was sind Aphorismen? Aphorismen sind Gedanken, Résumé, aber auch Lebensweisheiten, die aus einem Satz, oder aus wenigen Sätzen bestehen. Aphorismen haben einen festen Platz in philosophischen Werken, sind aber auch in vielen anderen Literaturgenres zuhause. Auszug Wikipedia: »Oft formuliert der Aphorismus eine besondere Einsicht rhetorisch kunstreich als allgemeinen Sinnspruch (Sentenz, Maxime, Aperçu, Bonmot)«

Sie finden hier Aphorismen berühmter Autorinnen und Autoren, aber auch unbekannter Persönlichkeiten.

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von Katharina Dotzki

Eine große Schwäche ist, dass man viel zu sehr nachdenkt, anstatt einfach mal zu machen!

von Annelie Kelch

Wir wachsen am Erdendasein, sobald die Unmoral starren Denkens bricht.

von Thomas Brod

Ein Gedicht kann auch ein Statement sein.
Ein Künstler ist, wer dies kann und schafft.
Doch nicht jedes Statement ist ein Gedicht.

von Franz Kafka

Das Tier entwindet dem Herrn die Peitsche und peitscht sich selbst, um Herr zu werden, und weiß nicht, daß das nur eine Phantasie ist, erzeugt durch einen neuen Knoten im Peitschenriemen des Herrn.

von * noé *

Die Hoffnung stirbt ZULETZT?
Naja, solange
die Hoffnung nicht zuletzt STIRBT …

von Willi Grigor

Das Leben entstand
mit dem Rücken zur Wand,
die lange hielt stand.
Jetzt bröckelt sie.

von Franz Kafka

Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.

von Franz Kafka

Wie kann man sich über die Welt freuen, außer wenn man zu ihr flüchtet?

von Willi Grigor

Ein Grapscher ist kein freier Mann,
ihn zwingt ein Zwang - und macht es dann,
wird so am Ende, irgendwann,
ein Mensch, den niemand mögen kann.

von Ephraim Kolczynski

Die Tür zur Vision ist die Wirklichkeit der Gedanken, geöffnet ein wunderbarer Anblick.

von Marie von Ebner-Eschenbach

Es gibt wenig aufrichtige Freunde. Die Nachfrage ist auch gering.

von Franz Kafka

Vom wahren Gegner fährt grenzenloser Mut in dich.

von Franz Kafka

Verschiedenheit der Anschauungen, die man etwa von einem Apfel haben kann: die Anschauung des kleinen Jungen, der den Hals strecken muß, um noch knapp den Apfel auf der Tischplatte zu sehn, und die Anschauung des Hausherrn, der den Apfel nimmt…

von Michael Dahm

Die Dichtung ist eine Lichtung im Wald der Gedanken ...

von Michael Dahm

Aus Trümmern kann man Häuser bauen,
dasselbe gilt fürs Leben ...

von Alf Glocker

Ein erkanntes Problem, bei dem die Lösung verboten ist, ist das Schlimmste, was es auf der Welt geben kann!

von Simone Weil

Mit reiner Liebe lieben, heißt in den Abstand einwilligen, heißt den Abstand verehren zwischen einem selbst und dem, was man liebt.

von Johann Wolfgang von Goethe

Es ist eine Ferne, die war, von der wir kommen. Es ist eine Ferne, die sein wird, zu der wir gehen.

von Ben Bayer

Die größte Angst des besonnenen Menschen, ist die Angst, Kontrollverlust könne ein Innerstes preisgeben, das ihm selbst nicht gefiele. Die Kontrolle über sich selbst zu wahren ist eines seiner höchsten Güter.

von Friedrich Nietzsche

Eine Begierde nach Liebe ist in mir,
die redet selber die Sprache der Liebe.

von Michael Dahm

Der Kreis des Lebens wird erst durch die Liebe geschlossen ...

von Willi Grigor

Das Leben sich doch gar nicht schert,
was mit dem Einzelnen geschieht.
Es hat im Grunde nur das Ziel,
dass es selber überlebt.

von D.R. Giller

Es ist eine Illusion, während draußen die Gesellschaft genug Schmutz, Dreck und Leid hinterlässt und wir unsere Sicht im eigenen Heim durch sauber, geputzte Wohnzimmerfenster trüben..Der Regen wäscht als einziger, Schritt für Schritt und Tropfen…

von Michael Dahm

Die Macht der Liebe ist allgegenwärtig, jedoch lässt sie es nicht jeden spüren.
Der, den sie es spüren lässt, bemerkt ihre Launen und ihre Macht in der Fluktuation.
Wer ist nun besser dran, der geradlinig Nichtbesessene … oder der…

von Michael Dahm

In einem Misthaufen existiert mehr glückliches Leben als man denkt ...

von ulli nass

Wer immer nur sein wahres Selbst sucht, kann an dieser Aufgabe nur scheitern.

von Arthur Schopenhauer

Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt.

von Franz Kafka

Verstecke sind unzählige, Rettung nur eine, aber Möglichkeiten der Rettung wieder so viele wie Verstecke.

von ulli nass

Die Sehnsucht nach Unsterblichkeit ist ein kindlicher Reflex auf die Erkenntnis unserer überschaubaren Ressource an Lebenszeit.

von Dieter J Baumgart

Ein Scheich wohl in der Sonne sitzt,
er liest in einer Zeitung.

Ein Affe auf dem Felsen hoch,
liest auch in einer Zeitung.

Es ist die Donnerstag-…

von ulli nass

Die Werte des 'Abendlandes', für die das Christentum originäre Autorenschaft reklamiert,
verdanken wir ganz überwiegend und primär griechisch-römischer Philosophie,europäischer Philosophie,
dem großen Beitrag arabisch-islamischer…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Werfe keine Steine auf
das Leben, dass dir nicht
wohlgesonnen ist.
Sonst erniedrigst du
dich selber nur und
wirst zum Schuldigen,
der seine Schuld im
Leben zu verstecken sucht.

von Franz Kafka

Sein Ermatten ist das des Gladiators nach dem Kampf, seine Arbeit war das Weißtünchen eines Winkels in einer Beamtenstube.

von Rainer Maria Rilke

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

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Bild zeigt Aphorismus und Franz Kafka: Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld, ein vorzeitiges Abbrechen des Methodischen, ein scheinbares Einpfählen der scheinbaren Sache.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Die Hintergedanken, mit denen du das Böse in dir aufnimmst
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Dem Bösen kann man nicht in Raten zahlen – und versucht es unaufhörlich.
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Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Das Tier entwindet dem Herrn die Peitsche und peitscht sich selbst
Bild zeigt Zitat von Franz Kafka - Das Mißverhältnis der Welt scheint tröstlicherweise nur ein zahlenmäßiges zu sein.
Bild von Franz Kafka und Aphorismus - Eines der wirksamsten Verführungsmittel des Bösen ist die Aufforderung zum Kampf. Er ist wie der Kampf mit Frauen, der im Bett endet.
Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos.
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Bild zeigt Franz Kafka und Aphorismus - Wie ein Weg im Herbst: Kaum ist er rein gekehrt, bedeckt er sich wieder mit den trockenen Blättern.