Biografien / Autobiografien ✓ Biografische- / autobiografische Lebensbeschreibungen

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Biografien / Autobiografien leben von Anspruch, Detailfülle und Fantasie. Hier finden Sie biografische- und autobiografische Texte.

Beitrag 1 - 35 von insgesamt 94 Texten in dieser Kategorie
von Angélique Duvier

Der Regen verwandelte sich an diesem vierzehnten Februar 2010 in kleine Geschosse aus Eis, obwohl die Heizung voll aufgedreht war, fror ich entsetzlich.
Warum guckst du denn so traurig, heute ist doch Valentinstag, fragte ich meinen Vater,…

von Angélique Duvier

Fünf Jahre waren inzwischen vergangen, langsam wurde die Wohnung für die sechsköpfige Familie zu eng. Die drei älteren Kinder mussten sich ein Zimmer teilen, die kleine Johanna schlief noch immer im Schlafzimmer ihrer Eltern.
„So kann es…

von Angélique Duvier

Wie viele andere Schauspielerinnen und Schauspieler, biete ich ebenfalls Lesungen an, hin und wieder auch kostenlos für einen guten Zweck, so auch im Dezember 2017. Diesen Termin sagte ich bereits im Frühsommer zu, es sollte innerhalb einer…

von Angélique Duvier

Während die Kinder in dem staubigen Sand herumtollten, sahen sich Ella und Johann nach einem noch einigermaßen bewohnbaren Haus um. Irgendwann stießen sie auf ein weißes längliches Flachdachgebäude, bei dem das Mauerwerk noch in Ordnung zu sein…

von marie mehrfeld

Da waren dunkle Schmuddelecken mit ausrangierten fast borstenlosen Besen über Kopf stehend aneinander gelehnt wie gute alte Freunde neben den sich im Winterschlaf befindlichen Gartengeräten - den messerscharfen Spaten, den grünen Rechen und…

von Lena Kelm

Meine erste Begegnung mit Europa fand im Zug „Pawlodar-Moskwa“ 1976 statt. Auf dem dreieinhalb Tage und Nächte langen Weg von Nord-Kasachstan nach Moskau überquerte der Zug den Ural. Das Panorama der Berge und Wälder stand im vollen Kontrast zur…

von Angélique Duvier

Wochenlange anstrengende Proben für das wundervolle Theaterstück des grandiosen Dichters Franz Grillparzer: „Des Meeres und der Liebe Wellen“ an den Hamburger Kammerspielen lagen hinter mir. Theaterproben sind eigentlich immer anstrengend,…

von Angélique Duvier

Jedes Jahr aufs Neue war mein Großvater nervös und gereizt, wenn aus Amerika ein Päckchen von seinem jüngeren Bruder Emil für Johanna ankam, alles kam wieder in ihm hoch, er wollte so gern vergessen, dass seine Frau Ella ein Verhältnis mit Emil…

von marie mehrfeld

Guten Tag, ich bin Mia, Ritas Mutter. In meinem Leben habe ich verschiedene Erfahrungen mit Haustieren gemacht. Keine ist vergleichbar mit der Herrchen-Frauchen-Kater Wohngemeinschaft, die leider vor sechs Jahren ein natürliches Ende gefunden…

von Angélique Duvier

Ich saß in meiner kleinen, mit Kostümen überladenen Garderobe
in den Hamburger Kammerspielen.
Es roch darin nach alten Kleidern, nach Puder und Blumen.
Ich war gerade dabei, mich in mein Nonnenkostüm für den heutigen Abend zu…

von Denis Waßmann

Ich wurde in der DDR geboren. Heute hört man oft davon, dass man ihn hätte merken können, den Aufbruch, den Umbruch. Ich war 12 Jahre alt und habe so viel gemerkt, wie ein Zwölfjähriger von so etwas mitbekommen kann. Es war alles eigentlich so…

von marie mehrfeld

Rein zufällig fand ich dich auf dem Dachboden zwischen dem alten Plunder neben den zwei kopflosen Puppen, neben dem verstaubten Jugenstilkästchen aus Pappe, in dem dermaleinst Freundschaftskärtchen gesteckt haben, die mithilfe von Federkiel und…

von Klaus Rödder

… ihr Vater William Rutherford wurde 1902 in die Psychiatrie eingewiesen, wo er später in der geschlossenen Abteilung vegetierte, um 1921 zu sterben. Da war Margaret immerhin 29  Jahre alt. Außenstehende wussten nichts über die wahren Begebnisse…

von Anna Rubin

"Frau, wach auf!" rief eines Nachts der junge Schneidergeselle, "Ich glaube, unser Kindchen stirbt."

Das kleine, dunkelhäutige, Schwarzhaarige zappelte noch ein wenig, dann legten die entsetzten Eltern die kleine Leiche beiseite und…

von Else Lasker-Schüler

(Hänschen Schickele in Liebe)

Nach der Schule trafen wir uns auf der Wiese und legten dort mühsam Balken quer übereinander. Zwei meiner Spielgefährten setzten sich auf das eine Ende der Schaukel. Willy Himmel und ich aber bestiegen das…

von Lena Kelm

Kasachstan, Ende der 50er Jahre. Lena Kelm erzählt die authentische Geschichte zweier lebenslang befreundeter Frauen, die als Kinder Zeugen oberirdischer Atomtests in Kasachstan wurden. Erst nach 1989, in der Zeit von Glasnost und Perestroika,…

von Willi Grigor

Einer meiner ersten und besten Jugendfreunde in Düsseldorf, Günter "Peppo" Kohnen, starb am 14. April 2012 nach einem jahrzehntelangen Kampf gegen die Parkinson-Krankheit. Die letzten 40 Jahre haben wir unsere Freundschaft hauptsächlich aus der…

von Alfred Krieger

Es gibt Tage, welche schon irgendwie schleppend beginnen – ohne größere Katastrophen zwar – aber doch so, dass man das Gefühl haben könnte, irgendwelche Schicksalsmächte seien einem augenblicklich nicht gerade besonders wohlwollend gesinnt und…

von Angélique Duvier

„Bevor wir uns bemühen, das fehlende Geld aufzubringen, sollten wir uns das Gelände natürlich ansehen, Johann, wir können, auch wenn es ein noch so guter Preis ist, nicht die Katze im Sack kaufen!“, fügte Ella an.
„Natürlich mein Schatz,…

von Willi Grigor

Ein Mensch, der eine schöne Kindheit hatte,
die freudig ihn nun durch sein Leben trägt,
dem können auch die dunklen Lebensschatten
nicht mehr die warmen Flammen löschen,
die Glut, die tief in seinem Herzen brennt.

von * noé *

Langsam komme ich in ein Alter, in dem ich Erstaunen auslöse damit, dass ich (noch) Ansprüche stelle an das Leben.

Mein z. B. medizinisches Umfeld erwartet von mir, dass ich mich Erkrankungen kampflos ergebe, bei denen „sie“ vor Kurzem…

von Walter Zeis

An jenem Tag, als wir unserem letzten Heimatort entgegen fuhren, schien die Sonne, und es war einer jener Sommertage, die sich vier bis sechs Wochen aneinanderreihen konnten, ohne dass ein Tropfen Regen fiel: Die Luft war warm und leicht, der…

von Alfred Krieger

Gerade fünf Jahre mochte ich alt gewesen sein, als das in etwa gleichaltrige Nachbarmädchen eine kleine Puppe – bereits mit „echten“ Haaren – geschenkt bekommen hatte. Ingrid, so hieß die neugebackene Puppenmutti, hatte daran ihre große Freude…

von Lena Kelm

Auszug
„Manchmal dauert ein Weg ein Leben lang –
Vom Gulag nach Berlin“

Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß nicht, wohin er geht.

Der Sohn Wurm fragt den Vater Wurm:
“Ist das wahr, dass es sich am Apfel sooo süß…

von * noé *

Meine Mama und dieser Mann heirateten.

Für mich bedeutete das in erster Linie: Meine Mama bekam ein neues Kleid, geschneidert aus mitternachtsblauem Samt, bestickt mit unzähligen Pailletten, die so wunderschön glitzerten. Dazu trug sie…

von Angélique Duvier

Erschrocken schwang sich mein Großvater wieder auf sein Fahrrad
und versuchte mit kräftigen Tritten in die Pedale dem Krankenwagen zu folgen. Was kann da nur passiert sein, fragte er sich, ängstlich.
Zum Glück waren er und seine…

von Willi Grigor

Es war am 4. März 2006 in Brisbane, Australien.

Das Leben ist eine Reise,
du weißt nicht, wohin sie dich führt.
Vielleicht - über wildfremde Länder -
vom Nürnberger Zentrum nach Fürth.

Jeder hat wohl davon gehört,…

von * noé *

Um nicht ganz durcheinander zu kommen in der Zeit, ist es wohl besser, ich erzähle zuerst einmal von früheren Lebensabschnitten weiter. Es gibt so viele Erzähl-Stränge, dass man sich ganz leicht verheddern könnte; einer bedingt "X" andere! Also…

von Alfred Krieger

VORWORT: Es gibt Erlebnisse und Geschichten, welche das Leben so eigenartig schrieb, dass man sie am besten für sich behält. Zumindest aber ist es angezeigt, bei der Auswahl derer, denen man diese anzuvertrauen gedenkt, höchst überlegt vorzugehen…

von Petra Bansemer

Ich liebe meine Eltern, denn ich bin ein Teil ihrer Einzigartigkeit.
Jeder erlebte Tag ist wunderbar, und jeder weitere Augenblick wird es sein. Unser Familienband umschließt uns in Liebe und Vertrauen.
Auf diese Momente freue ich…

von marie mehrfeld

Als ich elf Jahre alt war, machte ich zum ersten Mal die Bekanntschaft mit der tierischen Spezies „weiße Maus“. Bis dahin waren mir nur ihre grauen oder braunen Artgenossen in Feld und Wald bekannt gewesen - und die in unserer Speisekammer,…

von * noé *

Mein Vater sammelte alles. Aber ein Messi war er nicht, das ganz bestimmt nicht. Nicht mein Vater! Der Keller war voller Schätze. Für alles hatte er „Näppel“ oder „Tippel“, in denen auch die kleinste Schraube oder Mutter noch gesammelt wurde.…

von Alfred Krieger

Obwohl sich folgende Begebenheit vor circa 17 Jahren abgespielt hat, lebt sie in meiner Erinnerung so zeitlich nah, als hätte sie sich erst kürzlich ereignet. Deshalb verbürge ich mich auch für die absolute Wahrheit des Erzählten, mit der…

von Kurt Steinkrauß

Was war dieser großartige Schauspieler doch für ein Kerl! So ein richtiges Mannsbild, hinter dem die Frauen her waren wie die Teufel hinter der armen Seele. Aber auch die meisten Männer waren ebenso fasziniert. Sie wollten so sein, wie der „…

von * noé *

Wenn ich es recht bedenke, stellte die Eichendorffstraße eine Welt in der Welt dar.

Die Häuser waren jetzt nicht der Bringer und die Wohnungen von kleinem Zuschnitt, wie eben Wohnraumbeschaffung in den Jahren nach dem hoffentlich letzten…

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Bereits unter den frühesten Werken der Weltliteratur finden sich viele mit biografischen Inhalten. Das Leben eines Herrschers, eines angesehenen Gelehrten oder eines tapferen Kriegers zu schildern, war schon immer ein beliebtes Sujet. Die vielfältigen Möglichkeiten wurden dabei erst in neuerer Zeit voll ausgeschöpft … zumal die wahrheitsgetreue Berichterstattung dem vom Auftraggeber abhängigen Verfasser möglicherweise den Kopf gekostet hätte.

Die Kehrseite der Medaille ist ein schonungsloses Offenlegen der intimsten Geheimnisse in modernen Lebensdarstellungen berühmter Persönlichkeiten, und -angekoppelt an diese- den von den Betroffenen selbst verfassten oder in Auftrag gegebenen, oft genug ziemlich fiktiven Autobiografien.

Der Wahrheitsgehalt aller biografischer Darstellungen unterliegt dabei einem literarischem Aspekt: Schönfärberei und Glättung ist gleichermaßen verbreitet wie die Glorifizierung und das Herausstellen von schockierenden Enthüllungen. Biografien/Autobiografien leben sowohl vom historischen Anspruch, geradezu wissenschaftlich akribischer Detailfülle in Aufarbeitung und Recherche wie auch von medienwirksam kalkulierten, auf Skandal programmierten Einschüben, die der Fantasie des jeweiligen Autors entsprungen sein müssen.