Biografien / Autobiografien ✓ Biografische- / autobiografische Lebensbeschreibungen

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Biografien / Autobiografien leben von Anspruch, Detailfülle und Fantasie. Hier finden Sie biografische- und autobiografische Texte.

empfohlene
die schönsten
von Angélique Duvier
von Denis Waßmann
von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 136 Texten in dieser Kategorie
von Angélique Duvier

Der Regen verwandelte sich an diesem vierzehnten Februar 2010 in kleine Geschosse aus Eis, obwohl die Heizung voll aufgedreht war, fror ich entsetzlich.
Warum guckst du denn so traurig, heute ist doch Valentinstag, fragte ich meinen Vater,…

von Denis Waßmann

Ich wurde in der DDR geboren. Heute hört man oft davon, dass man ihn hätte merken können, den Aufbruch, den Umbruch. Ich war 12 Jahre alt und habe so viel gemerkt, wie ein Zwölfjähriger von so etwas mitbekommen kann. Es war alles eigentlich so…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Manchmal da packt ihn eine Sehnsucht nach Bewegung, treibt ihn ein innerlicher Drang einsamer
Bewegung zu nachtschlafender Zeit. Ein Gefühl des Widerspruchs; allein zu sein und doch nicht allein;
pulsierendes, ruhendes Leben zu…

von Angélique Duvier

Während die Kinder in dem staubigen Sand herumtollten, sahen sich Ella und Johann nach einem noch einigermaßen bewohnbaren Haus um. Irgendwann stießen sie auf ein weißes längliches Flachdachgebäude, bei dem das Mauerwerk noch in Ordnung zu sein…

von Angélique Duvier

Fünf Jahre waren inzwischen vergangen, langsam wurde die Wohnung für die sechsköpfige Familie zu eng. Die drei älteren Kinder mussten sich ein Zimmer teilen, die kleine Johanna schlief noch immer im Schlafzimmer ihrer Eltern.
„So kann es…

von Lena Kelm

Meine erste Begegnung mit Europa fand im Zug „Pawlodar-Moskwa“ 1976 statt. Auf dem dreieinhalb Tage und Nächte langen Weg von Nord-Kasachstan nach Moskau überquerte der Zug den Ural. Das Panorama der Berge und Wälder stand im vollen Kontrast zur…

von marie mehrfeld

Guten Tag, ich bin Mia, Ritas Mutter. In meinem Leben habe ich verschiedene Erfahrungen mit Haustieren gemacht. Keine ist vergleichbar mit der Herrchen-Frauchen-Kater Wohngemeinschaft, die leider vor sechs Jahren ein natürliches Ende gefunden…

von Alfred Krieger

Kürzlich sagte jemand zu mir: „Weißt Du, ich stelle mir vor, dass Du, wenn Du einmal das Zeitliche gesegnet haben wirst, auf einer endlosen Blumenwiese dahingehst und dass alle ehemals kranken, verletzten, ausgehungerten Igel und alle anderen…

von marie mehrfeld

Da waren dunkle Schmuddelecken mit ausrangierten fast borstenlosen Besen über Kopf stehend aneinander gelehnt wie gute alte Freunde neben den sich im Winterschlaf befindlichen Gartengeräten - den messerscharfen Spaten, den grünen Rechen und…

von Uwe Röder

In einem Spinnennest bist du nur willkommen, wenn du eine Fliege bist…

Alle Studenten der beiden Ingenieurschulen Zwickaus wurden in das Auditorium Maximum am Zwickauer Ring gerufen, um ihre Unterschriften unter eine Resolution gegen…

von marie mehrfeld

Rein zufällig fand ich dich auf dem Dachboden zwischen dem alten Plunder neben den zwei kopflosen Puppen, neben dem verstaubten Jugenstilkästchen aus Pappe, in dem dermaleinst Freundschaftskärtchen gesteckt haben, die mithilfe von Federkiel und…

von Willi Grigor

Wie ein Vorlesungsstreik mir einen schönen, abwechslungsreichen - und gut bezahlten - Sommer bescherte

Von Krottenmühl nach Rosenheim,
spätnachmittags retour.
Es war ein halbes Jahr zwar nur,
doch schön ist das Gefühl:

von Angélique Duvier

Jedes Jahr aufs Neue war mein Großvater nervös und gereizt, wenn aus Amerika ein Päckchen von seinem jüngeren Bruder Emil für Johanna ankam, alles kam wieder in ihm hoch, er wollte so gern vergessen, dass seine Frau Ella ein Verhältnis mit Emil…

von Lena Kelm

Mitte der 90er Jahre studierte ich an der TU Berlin einige Semester Erziehungswissenschaft, und lernte eine andere Art des Studiums kennen als in der Sowjetunion. Über die Struktur des Lernens las ich viel und verglich sie mit meinen Erfahrungen…

von Alfred Krieger

Im Augusturlaub 2013 hatte ich in einer Pizzeria in Sonthofen eine vegane Pizza bestellt, diese schließlich in außergewöhnlicher Größe, vielfältigst mit Gemüse u.s.w. belegt, serviert bekommen und mit größtem Genusse verspeist. In Erwartung…

von Anna Rubin

"Frau, wach auf!" rief eines Nachts der junge Schneidergeselle, "Ich glaube, unser Kindchen stirbt."

Das kleine, dunkelhäutige, Schwarzhaarige zappelte noch ein wenig, dann legten die entsetzten Eltern die kleine Leiche beiseite und…

von Lena Kelm

Friedrich leitete die Versorgungsabteilung für Lebensmittel und Konsumgüter für Arbeiter in einer kleinen Industriestadt Kasachstans, er gehörte sozusagen zu den „hohen Tieren“. Er war der Vater einer der besten Schülerinnen, deren Klasse ich…

von Else Lasker-Schüler

(Hänschen Schickele in Liebe)

Nach der Schule trafen wir uns auf der Wiese und legten dort mühsam Balken quer übereinander. Zwei meiner Spielgefährten setzten sich auf das eine Ende der Schaukel. Willy Himmel und ich aber bestiegen das…

von Lena Kelm

Mein Blick fällt auf die Uhr, es ist zehn. Schön, Zeit, das Radio einzuschalten. Sonnabends um diese Zeit sendet Deutschlandfunk „Klassik-Pop et cetera.“ Bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten, Schriftsteller, Schauspieler, Musiker, Maler…

von Alfred Krieger

Es ist meine Freude am (nicht nur literarischen) Gestalten …
Es ist meine Geduld, welche meinen Perfektionismus unterstützt …
Es ist mein Bemühen, hilfsbereit zu sein …
Es ist mein Mitleiden mit leidenden Kreaturen …
Es…

von Klaus Rödder

… ihr Vater William Rutherford wurde 1902 in die Psychiatrie eingewiesen, wo er später in der geschlossenen Abteilung vegetierte, um 1921 zu sterben. Da war Margaret immerhin 29  Jahre alt. Außenstehende wussten nichts über die wahren Begebnisse…

von Lena Kelm

Um die Zeit bis zum Dienstbeginn zu überbrücken, beschloss ich, in den Gropius-Passagen bei Kropp schön in Ruhe Fisch zu essen. Um diese Zeit ist es dort für gewöhnlich voll, doch ich hatte Glück. Eine ältere Dame machte gerade Anstalten…

von Angélique Duvier

„Bevor wir uns bemühen, das fehlende Geld aufzubringen, sollten wir uns das Gelände natürlich ansehen, Johann, wir können, auch wenn es ein noch so guter Preis ist, nicht die Katze im Sack kaufen!“, fügte Ella an.
„Natürlich mein Schatz,…

von Lena Kelm

Diesen Weg ging ich jeden Tag. Der Tag war wie jeder andere, schön und sonnig am Beginn des Sommers. Die Sonne schickte großzügig ihre milden Strahlen auf die Erde, es war nicht erstickend heiß wie oft im Juli oder August. Der wolkenlose Himmel…

von Lena Kelm

Kasachstan, Ende der 50er Jahre. Lena Kelm erzählt die authentische Geschichte zweier lebenslang befreundeter Frauen, die als Kinder Zeugen oberirdischer Atomtests in Kasachstan wurden. Erst nach 1989, in der Zeit von Glasnost und Perestroika,…

von Willi Grigor

Einer meiner ersten und besten Jugendfreunde in Düsseldorf, Günter "Peppo" Kohnen, starb am 14. April 2012 nach einem jahrzehntelangen Kampf gegen die Parkinson-Krankheit. Die letzten 40 Jahre haben wir unsere Freundschaft hauptsächlich aus der…

von Lena Kelm

Auszug
„Manchmal dauert ein Weg ein Leben lang –
Vom Gulag nach Berlin“

Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß nicht, wohin er geht.

Der Sohn Wurm fragt den Vater Wurm:
“Ist das wahr, dass es sich am Apfel sooo süß…

von Alfred Krieger

Es gibt Tage, welche schon irgendwie schleppend beginnen – ohne größere Katastrophen zwar – aber doch so, dass man das Gefühl haben könnte, irgendwelche Schicksalsmächte seien einem augenblicklich nicht gerade besonders wohlwollend gesinnt und…

von Willi Grigor

Eine Huldigung an ein liebenswertes Städtchen - sowie einen nicht minder liebenswerten Onkel dort, der auf gutem Wege ist, hundertjährig zu werden.

Vorbemerkung
Vor ca. 70 Jahren, in den 1950er Jahren - ich wohnte bereits in…

von Lena Kelm

Nun musste ich zum Belorusski (dem Weißrussischen Bahnhof), von dem die Reisen nach dem „goldenen Westen“ gingen. Der lag – Gott sei Dank! – nicht weit vom Intourist-Büro entfernt. Der Zug „Moskwa-Berlin“ stand bereit, ich sah „meinen“ Wagen,…

von * noé *

Langsam komme ich in ein Alter, in dem ich Erstaunen auslöse damit, dass ich (noch) Ansprüche stelle an das Leben.

Mein z. B. medizinisches Umfeld erwartet von mir, dass ich mich Erkrankungen kampflos ergebe, bei denen „sie“ vor Kurzem…

von * noé *

Meine Mama und dieser Mann heirateten.

Für mich bedeutete das in erster Linie: Meine Mama bekam ein neues Kleid, geschneidert aus mitternachtsblauem Samt, bestickt mit unzähligen Pailletten, die so wunderschön glitzerten. Dazu trug sie…

von Lena Kelm

Kollegen und Freunde, alle warnten mich, sie fanden mein Vorhaben irrsinnig, ich würde es bestimmt bereuen. Womit hatte ich sie in solche Aufregung versetzt? Zwei Wochen Urlaub an der Algarve hatte ich gebucht ohne Begleitung. Ich verstand ihre…

von Angélique Duvier

Erschrocken schwang sich mein Großvater wieder auf sein Fahrrad
und versuchte mit kräftigen Tritten in die Pedale dem Krankenwagen zu folgen. Was kann da nur passiert sein, fragte er sich, ängstlich.
Zum Glück waren er und seine…

von Uwe Kraus

Tears of the clown – Versuch eines öffentlichen Tagebuchs

Ein Jahr später, als ich die Augen aufschlug, geboren um zu rennen, um zu jagen, mich in der Vergangenheit zu suchen, fand ich einen kleinen Einschub in meiner Notiz; ein kleines…

Seiten

Bereits unter den frühesten Werken der Weltliteratur finden sich viele mit biografischen Inhalten. Das Leben eines Herrschers, eines angesehenen Gelehrten oder eines tapferen Kriegers zu schildern, war schon immer ein beliebtes Sujet. Die vielfältigen Möglichkeiten wurden dabei erst in neuerer Zeit voll ausgeschöpft … zumal die wahrheitsgetreue Berichterstattung dem vom Auftraggeber abhängigen Verfasser möglicherweise den Kopf gekostet hätte.

Die Kehrseite der Medaille ist ein schonungsloses Offenlegen der intimsten Geheimnisse in modernen Lebensdarstellungen berühmter Persönlichkeiten, und -angekoppelt an diese- den von den Betroffenen selbst verfassten oder in Auftrag gegebenen, oft genug ziemlich fiktiven Autobiografien.

Der Wahrheitsgehalt aller biografischer Darstellungen unterliegt dabei einem literarischem Aspekt: Schönfärberei und Glättung ist gleichermaßen verbreitet wie die Glorifizierung und das Herausstellen von schockierenden Enthüllungen. Biografien/Autobiografien leben sowohl vom historischen Anspruch, geradezu wissenschaftlich akribischer Detailfülle in Aufarbeitung und Recherche wie auch von medienwirksam kalkulierten, auf Skandal programmierten Einschüben, die der Fantasie des jeweiligen Autors entsprungen sein müssen.