Biografien / Autobiografien ✓ Biografische- / autobiografische Lebensbeschreibungen

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Biografien / Autobiografien leben von Anspruch, Detailfülle und Fantasie. Hier finden Sie biografische- und autobiografische Texte.

Beitrag 1 - 35 von insgesamt 81 Texten in dieser Kategorie
von Angélique Duvier

Der Regen verwandelte sich an diesem vierzehnten Februar 2010 in kleine Geschosse aus Eis, obwohl die Heizung voll aufgedreht war, fror ich entsetzlich.
Warum guckst du denn so traurig, heute ist doch Valentinstag, fragte ich meinen Vater,…

von marie mehrfeld

Da waren dunkle Schmuddelecken mit ausrangierten fast borstenlosen Besen über Kopf stehend aneinander gelehnt wie gute alte Freunde neben den sich im Winterschlaf befindlichen Gartengeräten - den messerscharfen Spaten, den grünen Rechen und…

von Angélique Duvier

Wochenlange anstrengende Proben für das wundervolle Theaterstück des grandiosen Dichters Franz Grillparzer: „Des Meeres und der Liebe Wellen“ an den Hamburger Kammerspielen lagen hinter mir. Theaterproben sind eigentlich immer anstrengend,…

von Angélique Duvier

Ich saß in meiner kleinen, mit Kostümen überladenen Garderobe
in den Hamburger Kammerspielen.
Es roch darin nach alten Kleidern, nach Puder und Blumen.
Ich war gerade dabei, mich in mein Nonnenkostüm für den heutigen Abend zu…

von Denis Waßmann

Ich wurde in der DDR geboren. Heute hört man oft davon, dass man ihn hätte merken können, den Aufbruch, den Umbruch. Ich war 12 Jahre alt und habe so viel gemerkt, wie ein Zwölfjähriger von so etwas mitbekommen kann. Es war alles eigentlich so…

von marie mehrfeld

Rein zufällig fand ich dich auf dem Dachboden zwischen dem alten Plunder neben den zwei kopflosen Puppen, neben dem verstaubten Jugenstilkästchen aus Pappe, in dem dermaleinst Freundschaftskärtchen gesteckt haben, die mithilfe von Federkiel und…

von marie mehrfeld

Guten Tag, ich bin Mia, Ritas Mutter. In meinem Leben habe ich verschiedene Erfahrungen mit Haustieren gemacht. Keine ist vergleichbar mit der Herrchen-Frauchen-Kater Wohngemeinschaft, die leider vor sechs Jahren ein natürliches Ende gefunden…

von Else Lasker-Schüler

(Hänschen Schickele in Liebe)

Nach der Schule trafen wir uns auf der Wiese und legten dort mühsam Balken quer übereinander. Zwei meiner Spielgefährten setzten sich auf das eine Ende der Schaukel. Willy Himmel und ich aber bestiegen das…

von Klaus Rödder

… ihr Vater William Rutherford wurde 1902 in die Psychiatrie eingewiesen, wo er später in der geschlossenen Abteilung vegetierte, um 1921 zu sterben. Da war Margaret immerhin 29  Jahre alt. Außenstehende wussten nichts über die wahren Begebnisse…

von Anna Rubin

"Frau, wach auf!" rief eines Nachts der junge Schneidergeselle, "Ich glaube, unser Kindchen stirbt."

Das kleine, dunkelhäutige, Schwarzhaarige zappelte noch ein wenig, dann legten die entsetzten Eltern die kleine Leiche beiseite und…

von Willi Grigor

Einer meiner ersten und besten Jugendfreunde in Düsseldorf, Günter "Peppo" Kohnen, starb am 14. April 2012 nach einem jahrzehntelangen Kampf gegen die Parkinson-Krankheit. Die letzten 40 Jahre haben wir unsere Freundschaft hauptsächlich aus der…

von Alfred Krieger

Es gibt Tage, welche schon irgendwie schleppend beginnen – ohne größere Katastrophen zwar – aber doch so, dass man das Gefühl haben könnte, irgendwelche Schicksalsmächte seien einem augenblicklich nicht gerade besonders wohlwollend gesinnt und…

von Lena Kelm

Auszug
„Manchmal dauert ein Weg ein Leben lang –
Vom Gulag nach Berlin“

Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß nicht, wohin er geht.

Der Sohn Wurm fragt den Vater Wurm:
“Ist das wahr, dass es sich am Apfel sooo süß…

von * noé *

Meine Mama und dieser Mann heirateten.

Für mich bedeutete das in erster Linie: Meine Mama bekam ein neues Kleid, geschneidert aus mitternachtsblauem Samt, bestickt mit unzähligen Pailletten, die so wunderschön glitzerten. Dazu trug sie…

von Angélique Duvier

Erschrocken schwang sich mein Großvater wieder auf sein Fahrrad
und versuchte mit kräftigen Tritten in die Pedale dem Krankenwagen zu folgen. Was kann da nur passiert sein, fragte er sich, ängstlich.
Zum Glück waren er und seine…

von * noé *

Langsam komme ich in ein Alter, in dem ich Erstaunen auslöse damit, dass ich (noch) Ansprüche stelle an das Leben.

Mein z. B. medizinisches Umfeld erwartet von mir, dass ich mich Erkrankungen kampflos ergebe, bei denen „sie“ vor Kurzem…

von * noé *

Wenn ich es recht bedenke, stellte die Eichendorffstraße eine Welt in der Welt dar.

Die Häuser waren jetzt nicht der Bringer und die Wohnungen von kleinem Zuschnitt, wie eben Wohnraumbeschaffung in den Jahren nach dem hoffentlich letzten…

von Willi Grigor

Es war am 4. März 2006 in Brisbane, Australien.

Das Leben ist eine Reise,
du weißt nicht, wohin sie dich führt.
Vielleicht - über wildfremde Länder -
vom Nürnberger Zentrum nach Fürth.

Jeder hat wohl davon gehört,…

von Klaus Rödder

Der englische Autor Gordon Langley Hall, der zu dieser Zeit in New York lebte, sandte eines Tages sein Buch “Me Papoose Sitter”, was man mit “Ich war Betreuer für Indianerkinder” übersetzen könnte, an Margaret Rutherford. Er konnte sich gut…

von * noé *

Um nicht ganz durcheinander zu kommen in der Zeit, ist es wohl besser, ich erzähle zuerst einmal von früheren Lebensabschnitten weiter. Es gibt so viele Erzähl-Stränge, dass man sich ganz leicht verheddern könnte; einer bedingt "X" andere! Also…

von Lena Kelm

Kasachstan, Ende der 50er Jahre. Lena Kelm erzählt die authentische Geschichte zweier lebenslang befreundeter Frauen, die als Kinder Zeugen oberirdischer Atomtests in Kasachstan wurden. Erst nach 1989, in der Zeit von Glasnost und Perestroika,…

von Petra Bansemer

Ich liebe meine Eltern, denn ich bin ein Teil ihrer Einzigartigkeit.
Jeder erlebte Tag ist wunderbar, und jeder weitere Augenblick wird es sein. Unser Familienband umschließt uns in Liebe und Vertrauen.
Auf diese Momente freue ich…

von Alfred Krieger

VORWORT: Es gibt Erlebnisse und Geschichten, welche das Leben so eigenartig schrieb, dass man sie am besten für sich behält. Zumindest aber ist es angezeigt, bei der Auswahl derer, denen man diese anzuvertrauen gedenkt, höchst überlegt vorzugehen…

von marie mehrfeld

Als ich elf Jahre alt war, machte ich zum ersten Mal die Bekanntschaft mit der tierischen Spezies „weiße Maus“. Bis dahin waren mir nur ihre grauen oder braunen Artgenossen in Feld und Wald bekannt gewesen - und die in unserer Speisekammer,…

von * noé *

Mein Vater sammelte alles. Aber ein Messi war er nicht, das ganz bestimmt nicht. Nicht mein Vater! Der Keller war voller Schätze. Für alles hatte er „Näppel“ oder „Tippel“, in denen auch die kleinste Schraube oder Mutter noch gesammelt wurde.…

von Alfred Krieger

Obwohl sich folgende Begebenheit vor circa 17 Jahren abgespielt hat, lebt sie in meiner Erinnerung so zeitlich nah, als hätte sie sich erst kürzlich ereignet. Deshalb verbürge ich mich auch für die absolute Wahrheit des Erzählten, mit der…

von Kurt Steinkrauß

Was war dieser großartige Schauspieler doch für ein Kerl! So ein richtiges Mannsbild, hinter dem die Frauen her waren wie die Teufel hinter der armen Seele. Aber auch die meisten Männer waren ebenso fasziniert. Sie wollten so sein, wie der „…

von * noé *

Dieses Erdbeer-Eis-Geschmackserlebnis hat später dazu geführt, dass ich, wenn in Bremerhaven Jahrmarkt war, jedes Mal auch die Gelegenheit nutzte, den zeitgleich stattfindenden amerikanischen Markt zu besuchen, der genau gegenüber des…

von marie mehrfeld

Ich bin ein hellbrauner Miniteddy und heiße Umpf. Nur fünfeinhalb Zentimeter bin ich hoch. Meine Augen sind blitzblank, klein schwarz und rund. An Ohren und Pfoten bin ich abgehaart. Sitzen kann ich, stehen und liegen. Kann Beine und Arme in die…

von * noé *

Hallo Mara,

was soll ich dir erzählen von Sardinien?
Vier Jahre habe ich dort gelebt, und mit der sanften Beharrlichkeit, die dieser Insel eigen ist, hat sie meine Persönlichkeit geformt. Zu meinem Vorteil, heißt es bei denen, die…

von Willi Grigor

Nicht nur ein Reisebericht

Im Dezember 1951, ich war acht Jahre alt, zog ich mit meiner Familie vom bayerischen Bauerndorf Segringen bei Dinkelsbühl - wo wir nach der Flucht aus Polen 1945 eine temporäre Bleibe bekommen hatten - nach…

von * noé *

„Ja, sind Sie denn berühmt?“
Diese direkte Frage verblüffte mich kurzzeitig. Immer noch. Eigentlich hätte ich damit rechnen müssen.

Denn als ich für unsere frisch gegründete Künstlergruppe damals bei der Stadtbibliothek meiner…

von * noé *

Und was war das jetzt, das mir beim vorigen Text zwischendrin noch eingefallen war?

(Die Gedanken merken, dass ich ihnen Aufmerksamkeit entgegenbringe und drängeln sich am Durchgang zu meinem Bewusstsein – und manchmal quetschen sich halt…

von Thomas Stein

Weitere 14 Tage gingen ins Land. Das Essen blieb schlecht, obwohl der Teller mit den fauligen Kartoffeln eine Ausnahme war. Dann passierte innerhalb von zwei Tagen alles auf einmal. Nach einer gründlichen ärztlichen Untersuchung bekamen wir in…

von * noé *

Die andere Seite der Rickmersstraße („Bleib da weg! Das ist gefährliches Pflaster!“) war besonders interessant, denn dort war der Eingang in ein grünes Paradies!

Zwischen Hühnerdrahtzäunen und Grünbewuchs öffnete sich der Zugang zu den…

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Bereits unter den frühesten Werken der Weltliteratur finden sich viele mit biografischen Inhalten. Das Leben eines Herrschers, eines angesehenen Gelehrten oder eines tapferen Kriegers zu schildern, war schon immer ein beliebtes Sujet. Die vielfältigen Möglichkeiten wurden dabei erst in neuerer Zeit voll ausgeschöpft … zumal die wahrheitsgetreue Berichterstattung dem vom Auftraggeber abhängigen Verfasser möglicherweise den Kopf gekostet hätte.

Die Kehrseite der Medaille ist ein schonungsloses Offenlegen der intimsten Geheimnisse in modernen Lebensdarstellungen berühmter Persönlichkeiten, und -angekoppelt an diese- den von den Betroffenen selbst verfassten oder in Auftrag gegebenen, oft genug ziemlich fiktiven Autobiografien.

Der Wahrheitsgehalt aller biografischer Darstellungen unterliegt dabei einem literarischem Aspekt: Schönfärberei und Glättung ist gleichermaßen verbreitet wie die Glorifizierung und das Herausstellen von schockierenden Enthüllungen. Biografien/Autobiografien leben sowohl vom historischen Anspruch, geradezu wissenschaftlich akribischer Detailfülle in Aufarbeitung und Recherche wie auch von medienwirksam kalkulierten, auf Skandal programmierten Einschüben, die der Fantasie des jeweiligen Autors entsprungen sein müssen.