Biografien / Autobiografien ✓ Biografische- / autobiografische Lebensbeschreibungen

Bild von Köpfen mit Buchstaben

Biografien / Autobiografien leben von Anspruch, Detailfülle und Fantasie. Hier finden Sie biografische- und autobiografische Texte.

von * noé *
Mitglied

Um nicht ganz durcheinander zu kommen in der Zeit, ist es wohl besser, ich erzähle zuerst einmal von früheren Lebensabschnitten weiter. Es gibt so viele Erzähl-Stränge, dass man sich ganz leicht verheddern könnte; einer bedingt "X" andere! Also…

von Kurt Steinkrauß
Bibliothek

Was war dieser großartige Schauspieler doch für ein Kerl! So ein richtiges Mannsbild, hinter dem die Frauen her waren wie die Teufel hinter der armen Seele. Aber auch die meisten Männer waren ebenso fasziniert. Sie wollten so sein, wie der „…

von Klaus Rödder
Bibliothek

Der englische Autor Gordon Langley Hall, der zu dieser Zeit in New York lebte, sandte eines Tages sein Buch “Me Papoose Sitter”, was man mit “Ich war Betreuer für Indianerkinder” übersetzen könnte, an Margaret Rutherford. Er konnte sich gut…

von Angelika Wessbecher
Mitglied

Nach der Rückkehr von einer Gruppenreise wollte ich mein Fahrrad abholen, das ich sicher auf dem Hof eines Supermarktparkplatzes wähnte. In meiner Erinnerung hatte ich es dort an einem etwas versteckten Platz abgestellt, es abschlossen, mit guten…

von Alfred Krieger
Mitglied

VORWORT: Es gibt Erlebnisse und Geschichten, welche das Leben so eigenartig schrieb, dass man sie am besten für sich behält. Zumindest aber ist es angezeigt, bei der Auswahl derer, denen man diese anzuvertrauen gedenkt, höchst überlegt vorzugehen…

von Lena Kelm
Mitglied

Die Siedlung, in der ich mit meinen Eltern als Kind lebte, lag mitten in der kasachischen Steppe und trug den unromantischen Namen ZES, die Abkürzung für Zentrale Elektrostation. Das Kohlekraftwerk befand sich anderthalb Kilometer entfernt.…

von * noé *
Mitglied

Ihre größte Sorge war immer gewesen: „Hoffentlich bleib ich klar im Kopf, alles andere wird schon gehen.“ Das „trainierte“ sie, Leselupenbewaffnet, mit Myriaden von Kreuzworträtseln, lustigen Silbenrätseln und vor allem mit der Lektüre von…

von Alfred Krieger
Mitglied

Obwohl sich folgende Begebenheit vor circa 17 Jahren abgespielt hat, lebt sie in meiner Erinnerung so zeitlich nah, als hätte sie sich erst kürzlich ereignet. Deshalb verbürge ich mich auch für die absolute Wahrheit des Erzählten, mit der…

von Stefan Dietrich
Mitglied

(habe mir als 2. Geburtsdatum den 13.03.2018 gegeben, dem Entlassungstag aus der Tagesklinik)

Donnerstag, 12.04.2018

Notizen in einem RE-Zug zwischen Monza und Bergamo/tagsüber

MORGENRUNDE

Die tägliche Frage: Wie ist…

von * noé *
Mitglied

Dieses Mal hatte mein Bruder meine Mutter zur regelmäßigen Kontroll-Untersuchung in das kleine Krankenhaus im Park gefahren. Dem untersuchenden Klinikchef war das sofort aufgefallen: „Wo haben Sie denn Ihren Mann gelassen?“
„Der ist heute…

von Lena Kelm
Mitglied

Heute, an Lydia Dmitriewnas Geburtstag erinnere ich mich, wir saßen auf ihrem Balkon und sie erzählte mir ihre Lebensgeschichte, noch immer höre ich ihre Stimme. Von ihrer molligen Figur ging eine angenehme Ruhe aus. Hinter den starken Gläsern…

von * noé *
Mitglied

Wenn ich es recht bedenke, stellte die Eichendorffstraße eine Welt in der Welt dar.

Die Häuser waren jetzt nicht der Bringer und die Wohnungen von kleinem Zuschnitt, wie eben Wohnraumbeschaffung in den Jahren nach dem hoffentlich letzten…

von * noé *
Mitglied

Meine Mutter rief an, um mir zu sagen, wenn ich Oma Anni nochmal sehen wolle, solle ich mich in den nächsten Zug setzen. Sie sagte mir, als sie am Abend zuvor ihrer Mutter den Gute-Nacht-Kuss geben wollte und sich über sie beugte, hätte Oma Anni…

von * noé *
Mitglied

In meinem Flur hängt ein gerahmtes Foto, eine Luftaufnahme vom Haus meiner Eltern, das nicht mein Elternhaus war, weil sie es nach meinem frühen Flüggewerden erst erbaut hatten.

An dem selben Tag, an dem meine Tochter auf Sardinien ihren…

von * noé *
Mitglied

„Ja, sind Sie denn berühmt?“
Diese direkte Frage verblüffte mich kurzzeitig. Immer noch. Eigentlich hätte ich damit rechnen müssen.

Denn als ich für unsere frisch gegründete Künstlergruppe damals bei der Stadtbibliothek meiner…

von Lena Kelm
Mitglied

Während eines sonntäglichen Mittagessens bei Tante Lotte in Berlin erlebte ich eine Situation, die sich genauso in mein Gedächtnis einprägte wie die mit der Mettschrippe.
Der Sonntag begann wunderbar, ohne Mettschrippe zum Frühstück. Ich…

von magne pater
Mitglied

Ich stehe im Garten meiner Kindheit.
Schwer sind die Schritte,
die Treppen erscheinen so hoch,
der Körper ist träge.

Der Himmel verdunkelt sich urplötzlich,
die Umgebung in einer Mischung,
von nebelgrau und…

von * noé *
Mitglied

Bei einer dieser „Kaffeesitzungen“ kam auch etwas anderes zur Sprache. Zehnmal konnte es gutgehen – irgendwann, ohne Vorwarnung, wurde wieder im Vergangenheitstopf gewühlt.

Da war es wieder. Aus dem Lachen heraus, das aus dem Erzählen…

von Lena Kelm
Mitglied

Tag drei. Der Eberesche Feuer. Inspiration.

Herbsttag, einer der letzten dieser goldenen Zeit. Hier und da schimmert noch Herbstgold mit Kupfer vermischt im spärlichen Sonnenlicht durch Bäume, die ihre Blättergewänder beinahe abgelegt…

von Uwe Kraus
Mitglied

Es begab sich, dass die Einsamkeit auf Stunden begrenzt den Raum dieses Lebens bemisst. Ich stehe in dieser Schneise und vergegenwärtige mich mit meiner Phantasie und spiele mit dem Sand der Erinnerungen. Was wird passieren, wenn ich den Käfig…

von * noé *
Mitglied

Hallo Mara,

was soll ich dir erzählen von Sardinien?
Vier Jahre habe ich dort gelebt, und mit der sanften Beharrlichkeit, die dieser Insel eigen ist, hat sie meine Persönlichkeit geformt. Zu meinem Vorteil, heißt es bei denen, die…

von * noé *
Mitglied

Und was war das jetzt, das mir beim vorigen Text zwischendrin noch eingefallen war?

(Die Gedanken merken, dass ich ihnen Aufmerksamkeit entgegenbringe und drängeln sich am Durchgang zu meinem Bewusstsein – und manchmal quetschen sich halt…

von Petra Bansemer
Mitglied

Ich liebe meine Eltern, denn ich bin ein Teil ihrer Einzigartigkeit.
Jeder erlebte Tag ist wunderbar, und jeder weitere Augenblick wird es sein. Unser Familienband umschließt uns in Liebe und Vertrauen.
Auf diese Momente freue ich…

von Thomas Stein
Mitglied

Weitere 14 Tage gingen ins Land. Das Essen blieb schlecht, obwohl der Teller mit den fauligen Kartoffeln eine Ausnahme war. Dann passierte innerhalb von zwei Tagen alles auf einmal. Nach einer gründlichen ärztlichen Untersuchung bekamen wir in…

von * noé *
Mitglied

Die andere Seite der Rickmersstraße („Bleib da weg! Das ist gefährliches Pflaster!“) war besonders interessant, denn dort war der Eingang in ein grünes Paradies!

Zwischen Hühnerdrahtzäunen und Grünbewuchs öffnete sich der Zugang zu den…

von * noé *
Mitglied

Im Winter gab es keine Äpfel. In keinem Winter. Nur diese angeschrumpelten Dinger, die täglich aus den sandigen Regalen im Keller aussortiert wurden und in einer großen weißen Emailleschüssel mit einem feinen blauen Rand den Gang ans Tageslicht…

von Willi Grigor
Mitglied

Nicht nur ein Reisebericht

Im Dezember 1951, ich war acht Jahre alt, zog ich mit meiner Familie vom bayerischen Bauerndorf Segringen bei Dinkelsbühl - wo wir nach der Flucht aus Polen 1945 eine temporäre Bleibe bekommen hatten - nach…

von * noé *
Mitglied

Dieses Erdbeer-Eis-Geschmackserlebnis hat später dazu geführt, dass ich, wenn in Bremerhaven Jahrmarkt war, jedes Mal auch die Gelegenheit nutzte, den zeitgleich stattfindenden amerikanischen Markt zu besuchen, der genau gegenüber des…

von Uwe Kraus
Mitglied

Tagebucheintrag No. 2

Die Frage nach dem Wohin,
ist die Antwort zur Frage, wo geht der Weg hin? Ich verständige mich in Gebärden und ziehe eine Grimasse nach der anderen, es ist Fasching ... an Fasching werden nur Verrückte geboren,…

von Carl Stern s.A.
Bibliothek

Der antifaschistische Dichter und Publizist Louis Fürnberg lud mich Anfang Juni 1942 zu sich nach Jerusalem ein und führte mir das Jerusalemer Dichter-Panoptikum vor. Die unglaublichsten Käuze und Gestalten kamen da an, und jeder schien von…

von * noé *
Mitglied

Aber weshalb ich überhaupt angefangen habe, von Klaus zu erzählen: Einmal besuchte ich Klaus in seiner Wohnung, als seine Mama auch da war (zu mir durfte niemals jemand kommen, egal wer). Jede Wohnung hatte einen kleinen quadratischen…

von * noé *
Mitglied

Die Rickmersstraße als Rotlichtviertel war schon damals heruntergekommen, aber wohl sehr attraktiv. In erster Linie – so schien es – für die amerikanischen Soldaten. Die „gingen spazieren“, immer mindestens zu zweit. Und sie hatten immer Kaugummi…

von Freddy Freddy
Mitglied

„Ich bin der Öltopfmann.
Ich besitze einen kleinen Öltopf am Kilometer 8,436 km. Um den Öltopf gruppieren sich Elemente, die ich zum Leben benötige. Die Heizung für den Winter, der Herd für das Frühstück – Müsli mit warmer Milch – und für…

von Uwe Kraus
Mitglied

Es folgt. Der Weg, der nach Thule führt, die Erinnerung an alte Fahrten und Fährten ... wie hieß es: Allzeit bereit oder der Große schützt den Kleinen und die musischen Stunden am Lagerfeuer ... War ich Pfadfinder, Fremder, in mir, doch ich finde…

von * noé *
Mitglied

Wenn ich an das süßeste Wesen denke, das ich kenne, legt sich ohne mein bewusstes Zutun ein entspanntes Mona-Lisa-Lächeln auf mein Gesicht und ich bin sicher, dass ich von innen heraus leuchte. Solange man es nicht selbst erlebt hat, kann man es…

von Lena Kelm
Mitglied

Mein Visum für den Aufenthalt bei meinen Verwandten in der DDR endete in wenigen Tagen. Meine Großnichte Marion nahm mich mit im Auto in die dreißig Kilometer entfernte Kreisstadt Neustrelitz. Während sie ihre Angelegenheiten erledigte, nutzte…

von * noé *
Mitglied

Ich habe schon etliche Loblieder auf meine Oma Thea gesungen. Diese Frau hat noch wesentlich mehr verdient.

Ich hatte ein Riesenglück, gerade sie zur Oma zu haben, die Nonkonformistin mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein, das sie mit…

von Lena Kelm
Mitglied

Ich suchte mein Abteil, es befand sich am Ende des Wagens - und kam aus dem Staunen nicht heraus. Alle Abteile waren leer. Im letzten saß ein schwarzer Mann, sein Schlafplatz war unten, meiner darüber. Ich geriet in Panik. Mit einem Mann, dem…

von Thomas Stein
Mitglied

Am 4. August war dann das Maß voll. Es sollte ein „heißer Tag“ werden, obwohl draußen nur gefühlte 20 Grad herrschten. Dieser August machte dem Hochsommer keine Ehre. Der Hofposten, in seiner dünnen Sommerbluse, der auf dem Laufgitter über den…

von * noé *
Mitglied

Jetzt also zog auch „Jupp“ bei uns ein in unsere kleine Wohnung in der Eichendorffstraße. „Jupp“, der eigentlich Josef hieß, von Mama immer zweisilbig gerufen wurde „Juu-upp!“, von mir ab jetzt „Papa“ genannt und von Oma Anni gar nicht direkt…

von Willi Grigor
Mitglied

Über eine Rabaukenklasse der Realschule Wersten, Düsseldorf in den 1950er Jahren. Ihr Klassenlehrer hieß Theodor Vychodil.

"Die Vier-Dora" ist einer meiner vier Gedichtbeiträge zu unserer "einmaligen" Schülerzeitung (wir nannten sie "…

von Angélique Duvier
Mitglied

Conny hatte inzwischen eine Flasche Crémant de Loire und zwei edle Kristallgläser hereingebracht, beides stellte sie auf ein elegantes weißes Tischchen nahe dem Fenster, durch das man einen Blick auf die Hamburger Außenalster werfen konnte. Der…

von Heinz Helm-Karrock
Mitglied

Wie ich, als ich ganz klein war, fast gestorben wäre,
oder meine wunderbare Errettung vom frühen Tod

Als ich etwa ein Jahr alt war, gingen mein Bruder Gerhard und meine Schwester Ortrun zum Spielen.
Meine Schwester und mein…

von Petra Bansemer
Mitglied

Barmherzig sein, d. h. ein Herz zu haben für diejenigen, die mir gezielt incl. bewusster Planung geschadet und mich vorsätzlich verletzt haben, beschäftigt mich. Ich wollte es so sehr.
Es war mehr ein Wille des Verstandes. Mein Herz war…

von Walter W Hölbling
Mitglied

When and where did I begin, do I begin, shall I begin?

With vague child­hood memories of growing up, in not too wealthy circumstances during the years after World War II, in a small part of a big town house in a little district town…

von * noé *
Mitglied

Die Heizung simmert vor sich hin.
Doch dann verändert sich mein Sinn,
als ich die Augen schließe
und die Vergangenheit begrüße:

Frau Kirchhoff
Ich muss wohl 12 gewesen sein oder so …
Albert Schweitzer in…

von Lena Kelm
Mitglied

Eine Reise in die DDR stand kurz bevor, der Besuch bei meinen Tanten und Cousinen angekündigt, das Visum genehmigt, die Fahrkarte via Moskau bereits in der Tasche. Nun sammelte ich die Wünsche meiner kleinen Familie ein. Meine Töchter äußerten…

von * noé *
Mitglied

Wenn Oma Anni das mit dem Brandwunden heilenden Quark nur schon „damals“ gewusst oder angewandt hätte, als ich etwa sechs war und wir noch in den Häuserblocks der Eichendorffstraße wohnten!

Über uns wohnte Sonja Gönne, ein sehr nettes,…

von Klaus Mattes
Mitglied

Zwölf Monate lang besuche ich in Stuttgart eine Journalistenschule. Ferien werden im August sein; zuvor, Mai bis Juli, arbeiten wir als Praktikanten. Im September produziert der Jahrgang sein Gesellenstück, ein Stadtmagazin für den Stuttgarter…

von Valeria Frank
Mitglied

Es ist sinnlos. Alles. Ich. Mein Leben. Ich habe mich mit 12 Jahren das erste Mal gefragt, was eigentlich der Sinn dieses Lebens sein soll. Liebe? Sich fortpflanzen? Glücklich sein? Die Welt ein Stück besser machen? Ich habe keine Antwort darauf…

Seiten

Bereits unter den frühesten Werken der Weltliteratur finden sich viele mit biografischen Inhalten. Das Leben eines Herrschers, eines angesehenen Gelehrten oder eines tapferen Kriegers zu schildern, war schon immer ein beliebtes Sujet. Die vielfältigen Möglichkeiten wurden dabei erst in neuerer Zeit voll ausgeschöpft … zumal die wahrheitsgetreue Berichterstattung dem vom Auftraggeber abhängigen Verfasser möglicherweise den Kopf gekostet hätte.

Die Kehrseite der Medaille ist ein schonungsloses Offenlegen der intimsten Geheimnisse in modernen Lebensdarstellungen berühmter Persönlichkeiten, und -angekoppelt an diese- den von den Betroffenen selbst verfassten oder in Auftrag gegebenen, oft genug ziemlich fiktiven Autobiografien.

Der Wahrheitsgehalt aller biografischer Darstellungen unterliegt dabei einem literarischem Aspekt: Schönfärberei und Glättung ist gleichermaßen verbreitet wie die Glorifizierung und das Herausstellen von schockierenden Enthüllungen. Biografien/Autobiografien leben sowohl vom historischen Anspruch, geradezu wissenschaftlich akribischer Detailfülle in Aufarbeitung und Recherche wie auch von medienwirksam kalkulierten, auf Skandal programmierten Einschüben, die der Fantasie des jeweiligen Autors entsprungen sein müssen.