Biografien / Autobiografien ✓ Biografische- / autobiografische Lebensbeschreibungen

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Biografien / Autobiografien leben von Anspruch, Detailfülle und Fantasie. Hier finden Sie biografische- und autobiografische Texte.

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von Angélique Duvier
von * noé *
die schönsten
von Angélique Duvier
von Denis Waßmann
von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 135 Texten in dieser Kategorie
von Walter Zeis

An jenem Tag, als wir unserem letzten Heimatort entgegen fuhren, schien die Sonne, und es war einer jener Sommertage, die sich vier bis sechs Wochen aneinanderreihen konnten, ohne dass ein Tropfen Regen fiel: Die Luft war warm und leicht, der…

von Lena Kelm

Alles ist gut, rede ich mir gut zu, du bewegst dich an der frischen Luft, es ist wichtig für deine Gesundheit. Achte nicht auf den Lärm, heute ist es ruhiger als sonst. Die Sonne scheint, die Menschen strahlen, wenn du es auch nicht merkst. Schon…

von * noé *

Langsam komme ich in ein Alter, in dem ich Erstaunen auslöse damit, dass ich (noch) Ansprüche stelle an das Leben.

Mein z. B. medizinisches Umfeld erwartet von mir, dass ich mich Erkrankungen kampflos ergebe, bei denen „sie“ vor Kurzem…

von * noé *

Meine Mama und dieser Mann heirateten.

Für mich bedeutete das in erster Linie: Meine Mama bekam ein neues Kleid, geschneidert aus mitternachtsblauem Samt, bestickt mit unzähligen Pailletten, die so wunderschön glitzerten. Dazu trug sie…

von Lena Kelm

Im Laufe des Tages steigen verdrängte Gedanken hoch an meine ungeliebte Arbeit, ein Telefonjob bei einem Institut für Umfragen. Mir wird schlecht. Mein Körper widersetzt sich. Viel lieber würde ich mich nach dem Mittagessen mit einem Buch nach…

von Lena Kelm

Andere shoppen bei GUCCI, ARMANI, ESCADA und wie sie alle heißen, ich bei TCHIBO, SEGAFREDO und MÖVENPICK. Kleider machen Leute, sagt man. Mich hat Kaffee zweifellos zum besseren Menschen gemacht, schon allein wegen seiner siebenundzwanzig Aromen…

von Alfred Krieger

Gerade fünf Jahre mochte ich alt gewesen sein, als das in etwa gleichaltrige Nachbarmädchen eine kleine Puppe – bereits mit „echten“ Haaren – geschenkt bekommen hatte. Ingrid, so hieß die neugebackene Puppenmutti, hatte daran ihre große Freude…

von Lena Kelm

Kollegen und Freunde, alle warnten mich, sie fanden mein Vorhaben irrsinnig, ich würde es bestimmt bereuen. Womit hatte ich sie in solche Aufregung versetzt? Zwei Wochen Urlaub an der Algarve hatte ich gebucht ohne Begleitung. Ich verstand ihre…

von Angélique Duvier

Erschrocken schwang sich mein Großvater wieder auf sein Fahrrad
und versuchte mit kräftigen Tritten in die Pedale dem Krankenwagen zu folgen. Was kann da nur passiert sein, fragte er sich, ängstlich.
Zum Glück waren er und seine…

von Uwe Kraus

Tears of the clown – Versuch eines öffentlichen Tagebuchs

Ein Jahr später, als ich die Augen aufschlug, geboren um zu rennen, um zu jagen, mich in der Vergangenheit zu suchen, fand ich einen kleinen Einschub in meiner Notiz; ein kleines…

von Lena Kelm

Der Sommer der kasachischen Steppe war meist drei bis vier Monate heiß. Die Sonne heiß wie ein Grill, grünes Gras eine Rarität, die es nur kurze Zeit gab wie die Schneeglöckchen, Butterblumen und den wilden Knoblauch, den wir Kinder aßen. Auf den…

von Lena Kelm

Dieses Sprichwort hat mich in meiner Kindheit geprägt wie viele andere, z.B. „Nach getaner Arbeit ist gut ruhen“, „Wer das Kleine nicht ehrt, ist das Große nicht wert“, „Morgenstund’ hat Gold im Mund“, „Der Klügere gibt nach.“ Meine persönliche…

von Alfred Krieger

Obwohl sich folgende Begebenheit vor circa 17 Jahren abgespielt hat, lebt sie in meiner Erinnerung so zeitlich nah, als hätte sie sich erst kürzlich ereignet. Deshalb verbürge ich mich auch für die absolute Wahrheit des Erzählten, mit der…

von Lena Kelm

Die Siedlung, in der ich mit meinen Eltern als Kind lebte, lag mitten in der kasachischen Steppe und trug den unromantischen Namen ZES, die Abkürzung für Zentrale Elektrostation. Das Kohlekraftwerk befand sich anderthalb Kilometer entfernt.…

von Stefan Dietrich

(habe mir als 2. Geburtsdatum den 13.03.2018 gegeben, dem Entlassungstag aus der Tagesklinik)

Donnerstag, 12.04.2018

Notizen in einem RE-Zug zwischen Monza und Bergamo/tagsüber

MORGENRUNDE

Die tägliche Frage: Wie ist…

von * noé *

Wenn ich es recht bedenke, stellte die Eichendorffstraße eine Welt in der Welt dar.

Die Häuser waren jetzt nicht der Bringer und die Wohnungen von kleinem Zuschnitt, wie eben Wohnraumbeschaffung in den Jahren nach dem hoffentlich letzten…

von * noé *

Dieses Mal hatte mein Bruder meine Mutter zur regelmäßigen Kontroll-Untersuchung in das kleine Krankenhaus im Park gefahren. Dem untersuchenden Klinikchef war das sofort aufgefallen: „Wo haben Sie denn Ihren Mann gelassen?“
„Der ist heute…

von Lena Kelm

Heute, an Lydia Dmitriewnas Geburtstag erinnere ich mich, wir saßen auf ihrem Balkon und sie erzählte mir ihre Lebensgeschichte, noch immer höre ich ihre Stimme. Von ihrer molligen Figur ging eine angenehme Ruhe aus. Hinter den starken Gläsern…

von * noé *

Meine Mutter rief an, um mir zu sagen, wenn ich Oma Anni nochmal sehen wolle, solle ich mich in den nächsten Zug setzen. Sie sagte mir, als sie am Abend zuvor ihrer Mutter den Gute-Nacht-Kuss geben wollte und sich über sie beugte, hätte Oma Anni…

von * noé *

Um nicht ganz durcheinander zu kommen in der Zeit, ist es wohl besser, ich erzähle zuerst einmal von früheren Lebensabschnitten weiter. Es gibt so viele Erzähl-Stränge, dass man sich ganz leicht verheddern könnte; einer bedingt "X" andere! Also…

von * noé *

Mein Vater sammelte alles. Aber ein Messi war er nicht, das ganz bestimmt nicht. Nicht mein Vater! Der Keller war voller Schätze. Für alles hatte er „Näppel“ oder „Tippel“, in denen auch die kleinste Schraube oder Mutter noch gesammelt wurde.…

von Kurt Steinkrauß

Was war dieser großartige Schauspieler doch für ein Kerl! So ein richtiges Mannsbild, hinter dem die Frauen her waren wie die Teufel hinter der armen Seele. Aber auch die meisten Männer waren ebenso fasziniert. Sie wollten so sein, wie der „…

von * noé *

Frau Kirchhöffer kommt mir in den Sinn.
In welchem Zusammenhang? Das sind verschlungene Gedankenwege …

Wer kennt sie nicht, die großen, dunklen Kinderaugen, die einen besonders vor wichtigen kirchlichen Festen aus dem Fernseher…

von * noé *

Ihre größte Sorge war immer gewesen: „Hoffentlich bleib ich klar im Kopf, alles andere wird schon gehen.“ Das „trainierte“ sie, Leselupenbewaffnet, mit Myriaden von Kreuzworträtseln, lustigen Silbenrätseln und vor allem mit der Lektüre von…

von Willi Grigor

Es war am 4. März 2006 in Brisbane, Australien.

Das Leben ist eine Reise,
du weißt nicht, wohin sie dich führt.
Vielleicht - über wildfremde Länder -
vom Nürnberger Zentrum nach Fürth.

Jeder hat wohl davon gehört,…

von Klaus Rödder

Der englische Autor Gordon Langley Hall, der zu dieser Zeit in New York lebte, sandte eines Tages sein Buch “Me Papoose Sitter”, was man mit “Ich war Betreuer für Indianerkinder” übersetzen könnte, an Margaret Rutherford. Er konnte sich gut…

von Alfred Krieger

VORWORT: Es gibt Erlebnisse und Geschichten, welche das Leben so eigenartig schrieb, dass man sie am besten für sich behält. Zumindest aber ist es angezeigt, bei der Auswahl derer, denen man diese anzuvertrauen gedenkt, höchst überlegt vorzugehen…

von Angelika Wessbecher

Nach der Rückkehr von einer Gruppenreise wollte ich mein Fahrrad abholen, das ich sicher auf dem Hof eines Supermarktparkplatzes wähnte. In meiner Erinnerung hatte ich es dort an einem etwas versteckten Platz abgestellt, es abschlossen, mit guten…

von Uwe Kraus

Es begab sich, dass die Einsamkeit auf Stunden begrenzt den Raum dieses Lebens bemisst. Ich stehe in dieser Schneise und vergegenwärtige mich mit meiner Phantasie und spiele mit dem Sand der Erinnerungen. Was wird passieren, wenn ich den Käfig…

von Thomas Stein

Weitere 14 Tage gingen ins Land. Das Essen blieb schlecht, obwohl der Teller mit den fauligen Kartoffeln eine Ausnahme war. Dann passierte innerhalb von zwei Tagen alles auf einmal. Nach einer gründlichen ärztlichen Untersuchung bekamen wir in…

von * noé *

Die andere Seite der Rickmersstraße („Bleib da weg! Das ist gefährliches Pflaster!“) war besonders interessant, denn dort war der Eingang in ein grünes Paradies!

Zwischen Hühnerdrahtzäunen und Grünbewuchs öffnete sich der Zugang zu den…

von Petra Bansemer

Ich liebe meine Eltern, denn ich bin ein Teil ihrer Einzigartigkeit.
Jeder erlebte Tag ist wunderbar, und jeder weitere Augenblick wird es sein. Unser Familienband umschließt uns in Liebe und Vertrauen.
Auf diese Momente freue ich…

von * noé *

Dieses Erdbeer-Eis-Geschmackserlebnis hat später dazu geführt, dass ich, wenn in Bremerhaven Jahrmarkt war, jedes Mal auch die Gelegenheit nutzte, den zeitgleich stattfindenden amerikanischen Markt zu besuchen, der genau gegenüber des…

von * noé *

Im Winter gab es keine Äpfel. In keinem Winter. Nur diese angeschrumpelten Dinger, die täglich aus den sandigen Regalen im Keller aussortiert wurden und in einer großen weißen Emailleschüssel mit einem feinen blauen Rand den Gang ans Tageslicht…

von Willi Grigor

Nicht nur ein Reisebericht

Im Dezember 1951, ich war acht Jahre alt, zog ich mit meiner Familie vom bayerischen Bauerndorf Segringen bei Dinkelsbühl - wo wir nach der Flucht aus Polen 1945 eine temporäre Bleibe bekommen hatten - nach…

Seiten

Bereits unter den frühesten Werken der Weltliteratur finden sich viele mit biografischen Inhalten. Das Leben eines Herrschers, eines angesehenen Gelehrten oder eines tapferen Kriegers zu schildern, war schon immer ein beliebtes Sujet. Die vielfältigen Möglichkeiten wurden dabei erst in neuerer Zeit voll ausgeschöpft … zumal die wahrheitsgetreue Berichterstattung dem vom Auftraggeber abhängigen Verfasser möglicherweise den Kopf gekostet hätte.

Die Kehrseite der Medaille ist ein schonungsloses Offenlegen der intimsten Geheimnisse in modernen Lebensdarstellungen berühmter Persönlichkeiten, und -angekoppelt an diese- den von den Betroffenen selbst verfassten oder in Auftrag gegebenen, oft genug ziemlich fiktiven Autobiografien.

Der Wahrheitsgehalt aller biografischer Darstellungen unterliegt dabei einem literarischem Aspekt: Schönfärberei und Glättung ist gleichermaßen verbreitet wie die Glorifizierung und das Herausstellen von schockierenden Enthüllungen. Biografien/Autobiografien leben sowohl vom historischen Anspruch, geradezu wissenschaftlich akribischer Detailfülle in Aufarbeitung und Recherche wie auch von medienwirksam kalkulierten, auf Skandal programmierten Einschüben, die der Fantasie des jeweiligen Autors entsprungen sein müssen.