Elegie ✓ traurige, klagende Themen in Elegien (Klagegedichte)

empfohlene Elegien
von Charlotte von Ahlefeld
von Rainer Maria Rilke
von Rainer Maria Rilke
neue Elegien
von Elmar Vogel
von Susan Melville
von Peter Stampfer
die schönsten Elegien
von Susan Melville
von Susan Melville
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 80 Texten in dieser Kategorie
von Walter W Hölbling

morgens ist es abend schon
tag dazwischen flog davon
kam zu spät und ging zu früh
sonne sah den himmel nie
himmel stand in steter nacht
bin mein ganzes leben nie
wirklich aufgewacht

* * *

von Rainer Maria Rilke

Daß ich dereinst, an dem Ausgang der grimmigen Einsicht,
Jubel und Ruhm aufsinge zustimmenden Engeln.
Daß von den klar geschlagenen Hämmern des Herzens
keiner versage an weichen, zweifelnden oder
reißenden Saiten. Daß mich…

von Elmar Vogel

Dies ist der Sommer, der die Frucht ersterben lässt
weit wirft er seine Lohe in den Herbst hinein
wenn auch der Schnitter eilig noch zur Ernte bläst
Entbehrung wird des Winters Antlitz sein.

Und doch sind Kummer und…

von Rainer Maria Rilke

O Bäume Lebens, o wann winterlich?
Wir sind nicht einig. Sind nicht wie die Zug-
vögel verständigt. Überholt und spät,
so drängen wir uns plötzlich Winden auf
und fallen ein auf teilnahmslosen Teich.
Blühn und…

von Alfred Mertens

Es gibt nichts Schlimmeres im Leben,
wenn eine Liebe mal zerbricht !
Nach dem wir eigentlich nicht gerne streben,
doch leider schaffen wir das nicht.

Wir sind am Anfang äußerst glücklich,
wenn uns die Liebe so…

von Rainer Maria Rilke

Rudolf Kassner zugeeignet

Mit allen Augen sieht die Kreatur
das Offene. Nur unsre Augen sind
wie umgekehrt und ganz um sie gestellt
als Fallen, rings um ihren freien Ausgang.
Was draußen ist, wir wissens aus des…

von Alfred Mertens

Ein letztes Mal seh ich das Blatt,
wie welkend sich die Blüte zeigt
wenn schmerzend sie gelitten hat
und flehend nach der Dämmerung greift.

Nun steht er kahl, der dorre Strauch
und seine Seele schauert
vom…

von Alfred Mertens

Ich dachte an Rosen
fühlte mich schuldig.
Beate, wie liebte sie Rosen
doch als sie starb,

erreichte mich keine Nachricht.
Jetzt schmücke ich ihr Grab,
mit den Blumen, die sie so gern mochte
Und verdrücke…

von Peter Stampfer

Es war einmal eine kleine Schlampe
Die hatte jeder lieb, der sie nur sah
Am allerliebsten hatte sie der Frosch
Er gab ihr alles und noch viel mehr

Wie liebte sie das Funkeln all der Sterne
Die er ihr Nacht für Nacht…

von Rainer Maria Rilke

Jeder Engel ist schrecklich. Und dennoch, weh mir,
ansing ich euch, fast tödliche Vögel der Seele,
wissend um euch. Wohin sind die Tage Tobiae,
da der Strahlendsten einer stand an der einfachen Haustür,
zur Reise ein wenig…

von Rainer Maria Rilke

Werbung nicht mehr, nicht Werbung, entwachsene Stimme,
sei deines Schreies Natur; zwar schrieest du rein wie der Vogel,
wenn ihn die Jahreszeit aufhebt, die steigende, beinah vergessend,
daß er ein kümmerndes Tier und nicht nur…

von Alfred Mertens

Der Herbst lässt seine Blätter fallen
und mit erschreckender Gebärde,
aus allen Himmeln dieser Einsamkeit
um zu erneuern sie auf dieser Erde,

drum ist der Tod auch stets bereit
als Helfer uns im Schein der Trauer…

von Alfred Mertens

Kaum ist der Eid dabei gesprochen,
da geht der Mob im Straßenkampf.
als hätte ich vorher, es gerochen,
er macht dem Tod so richtig Dampf.
Da wird geplündert und geraubt,
die Autos massenweise angezündet.
Ob man…

von Michael Hozzel

Spürst Du den Kuss von ihm in jenem Kleide,
des Faltenwurf schon je die Schönheit pries?
Als wär’s ein Vorhang nur von sanft fallender Seide,
der – was er nur zum Schein verschleiern ließ –
nun Fluss ward hinter aller…

von Rainer Maria Rilke

Frau Hertha Koenig zugeeignet

Wer aber sind sie, sag mir, die Fahrenden, diese ein wenig
Flüchtigern noch als wir selbst, die dringend von früh an
wringt ein wem, wem zu Liebe
niemals zufriedener Wille? Sondern er wringt…

von Alfred Mertens

Ich muss es öffentlich jetzt sagen,
es ist mir Wurst, was ihr jetzt denkt,
nach allen unseren politischen Klagen
die uns mit Dummheit wird verschenkt,

lasst die "Jamaika" Masche sein,
und geht auf die AFD mal zu…

von Alfred Mertens

Auch wenn sich nichts, im Leben ändern würde,
wenn alle Mühsal wäre wirklich ganz bescheiden
und wenn sich selbst bei einer schwachen Bürde,
fast jeder Mensch darunter müsste leiden.

es wäre allen wirklich dabei…

von Rainer Maria Rilke

Warum, wenn es angeht, also die Frist des Daseins
hinzubringen, als Lorbeer, ein wenig dunkler als alles
andere Grün, mit kleinen Wellen an jedem
Blattrand (wie eines Windes Lächeln) –: warum dann
Menschliches müssen – und…

von Alfred Mertens

Um das Gedächtnis rankt sich alles,
was die Erfahrungen dabei betreffen,
man käme wirklich ins Hintertreffen,
wenn oben nichts mehr wäre Pralles !

Neue Gedanken lassen sich speichern,
Viele Erinnerungen bleiben…

von Klaus Mattes

Dichtung schien ihm noch wie Käse hinter einer Brille,
Abgestanden, störend, stinkig, sternlos, fast schon grau.
Hohe Priester zählten ab die Metren: Laut, Laut, Stille,
Und sie bloggten sich’s von Frau zu Frau.

Iliaden,…

von Peter Stampfer

Das Herz schon lange kalt und leer
auf müden Schultern lastet schwer
einstmals Getanes, für immer Versäumtes
in gieriger Maßlosigkeit Erträumtes

Sehnsucht und Hoffnung gehen verloren
in einer Welt, kalt – aus Angst…

von Walt Stauffenegger

Schau nicht nach oben
und dreh dich nicht um
denk nicht an morgen
und frag nicht warum
wenn schwarzer Regen fällt

Die Schatten sie fliehen
heulend im Wind
streifen deine Wangen
renn weiter…

von Alfred Mertens

kann man an Beziehungen nicht mehr knüpfen
und auch die Lyrik nicht mehr schreiben,
Selbst Zustände in der Hansestadt Hamburg,
war Grund genug, sich das Tuen einzuverleiben.
Was dort geschah ist nicht zu fassen ,
wie…

von Hans-Walter Voigt

Das Räuspern der Welt

In den Nächten höre ich
aus den Kanälen das Flüstern und Säuseln,
das Räuspern der Welt.
Bald wird es zu spät sein für jeden,
die Türen zu schließen.

Am Himmel schon
die…

von Alfred Mertens

Es gibt nichts Schlimmeres im Leben,
wenn eine Liebe mal zerbricht !
Nach dem wir eigentlich nicht gern streben,
doch leider schaffen wir das nicht.

Wir sind am Anfang äußerst glücklich,
wenn uns die Liebe so…

von Peter Stampfer

Das Auge bricht
der Blick wird weit
sieht was bisher verborgen
bis das Licht sich verliert
in der Dunkelheit der Ewigkeit

Auf der Reise in die Nacht
ist alles nie mehr wiederkehrend gewesen
wie der Duft…

von Alfred Mertens

Wir leben alle einsam und verschwiegen
das Herz erreicht nicht jeden der es fühlt,
es kann nicht nur an einem Menschen liegen
wenn seine Seele unterkühlt.

So leben wir im Stillen weiter,
in grenzenloser Einsamkeit…

von Klaus Mattes

Manchmal ertappe ich mich,
den Menschen heimlich bei ihren Hoffnungen zuzusehen,
die sie haben.
Einige Einsame haben sich getarnt.
Sie tun, als hätten sie Handygespräche zu führen.
Nebelkrähen?
Es gibt fürs…

von Uwe Kraus

dessen bin ich mir bewusst:
des lebenseifer nur ertragen
würde deiner lebensquelle laben
das vlies der freiheit wird erhellt
wenn großer kummer sich mit lust
entstellt windet um des torsos brust –
romanik gotik…

von D.R. Giller

All die guten Seelen, ziehen von dannen
Die wohlgesinnten, fallen plötzlich
stürzend um
Wie das letzte Schaltjahr ist auch dieses
wieder vom Schicksal dramatischer Ereignisse
eingeschissen
Salzige Kissen…

von * noé *

Regierungskids, Mädels wie Knaben!
Genug gespielt,
kommt rein jetzt
und macht Hausaufgaben!

von D.R. Giller

Zu viele Menschen sind übersäuert im Denken
Weil Sie sich permanent in die Quere grübelnd verlenken
Die Auflösung zur Beseitigung 'Grübelnder' hat sich über Patente und Transparente
hinweg als Überfall aufgedeckt
Die Säure…

von Walt Stauffenegger

Wo dunkle Schatten schnell an dir vorüber gehen
und keiner deine Hand erfasst.

Wo düster Nebelfetzen über tote Felder wehen
und nur der Golem ist zu Gast.

Wo kalte Winde über deine Wangen streifen
und jeder…

von Alfred Mertens

Er war als Kind oft krank gewesen
mein Freund vom Pastor Brandt der Sohn
kaum war es von Mumps genesen,
da hatte er die Masern schon
Dann Scharlach, Diphterie Windpocken
mal brach er sich das linke Bein
und…

von Nico Feiden

Baumlichter funkeln
in tristen Ästen.
Verlorene Gemälde von nie gefundenen
Künstlern in stillen Bars.
Die Dichterbühnen der Stadt geschlossen.
Unsere Gedichte gehören dem Wind.
Was bleibt, ist Schall &…

Seiten