Gedichte von Monika Jarju

Staub und Launen wehen
und sonst nichts
Wände saugen…

Mit dem Ozeandampfer aus Zigarettenschachteln
fuhr ich stolz…

Da war nur zittriges Gelächter
versickerte Tränen
ein…

Ich gehe ohne Abdruck
neben fremden Schritten
ganz bei…

Gegenüber im Abteil sitzt
ein Mann dünn und fahl
er…

Ich verlasse

komme zurück

lebe da

werde…

ich wasche meine hände/
creme sie ein & streue

An der Straße am See
sitzt im Garten eine
Frau und…

An meinem stillen Nachmittag
folgte ich der Schrift des…

Das Lächeln der Silberlocken fragt mich
aber ich lese mein…

Ich suchte einen verlorenen Traum
an einem See voller…

Die Sonne geht fremd hinterlässt pelzigen Atem
Nebel sträubt…

für Doudou

An jedem Tag der afrikanischen Woche

Denken ist Fortbewegung.
Er hatte sich darin eingerichtet.…

Ehe

Ich lebe mit drei
Männern zusammen
und kann mich…

Vergleiche deine Erfahrungen niemals im März.
Stell deine…

Ich fahre in die Stadt.
Da spüre ich etwas von dem,

Sonnenstrahlen zwitscherten Frühling
flunkerten kahle…

Erdvögel im Kreis hochverziert
flügelschlagend mit…

Und mein Herz wieder im Halbdunkel
im staubigen Shop…

Der blasse Morgen
ein Laken aus Schnee
wie alle…

Hier, zwischen gleichgültigen Winden sichten
Schmetterlinge…

An einer Laterne hängt ein Blatt, darauf steht:
DU SIEHST…

Fast eine Familiengeschichte von früher
der Tisch überflutet…

Blaues Schneelicht vorm Fenster
in die Stille wehen warme…

Ein Straßenfest, kirschrot der Juniabend
mit Pailletten…

Irrer Klang peitscht die Frau, den keiner hört
ihr Lächeln…

Wenn ihr gefährlich stumm wird
singt sie mit ungezähmter…

Hinter mir schloss die Tür
die Straße aus
verschluckte…

Nach einem operativen Eingriff
entnehme ich meinen Fußsohlen…

Unter den Gästen im Café sitzt Ulrich,
er sitzt hinein in…

Auf einem Gehsteig
Straßenpflaster, Kinderball…

Im Gemenge der Einsamkeiten
sammelt er Zeichen
in…

Am Morgen schien die Welt verändert
unbekannt und voller…

ich schreibe mich
in die Stille, unsichtbar meine…

Dann gingen wir noch den Bosporus entlang, aßen Simit
Wolken…

Ich laufe durch frisch gefallenen Schnee
auf einer vereisten…

Das Meer ist immer schon vor mir da, ruft –
und ich gehe hin…

Als das Telefon gellend zwitscherte
stiegen hinter meine…

Ich steige den luftigen Waldkeller hinab
und mein Gedicht…

Allein und dunkelnd fahren wir
auf schwindligen Nebenstraßen…

Als magere weiße Seiten
mich anstarren verschwommen
im…

Plaza del Zócalo – um seine leere Mitte
dem Tal aus Asphalt…

Den Mittelmeerbauch voll zirpender Handys
Mittelwelle…

Meine Sehnsucht ist grün
über der dünnen Schicht Schnee…

in die metro stieg sie ein
ihr schwarzer mantel flog auf…

Montag war gestern ist
heute einer von diesen

Auf der schwarzen Wand der Nacht
blüht gelb ein Fenster hoch…

Mir fährt die Bahn durch den Kopf,
gesiebte Erinnerungen…

Mein Schatten läuft mir voraus
er wird immer länger und…

Ein gelbes Taxi hält
Rost blättert die Tür auf
ein Fuß…

Auf der Bank am See kauern Wolken
Licht durchblättert den…

Ich kenne eine kleine Frau
die war im früheren Leben

Nebel liegt auf dem Brot schmierig & grau
der Tag…

Als magere weiße Seiten
mich anstarren verschwommen
im…

Sitzt da
glitzernd
am Ende des Bahnsteigs
in…

Andere kamen hinzu vergrößerten die Runde
ihn aber spürte…

ich gehe
neben fremden Schritten

ganz bei mir

Als sich mein Tag mal wieder
wie grauer Kaugummi dehnte…

Hohläugig weint die Frau
kippt den Nachmittag ins Glas…

Als ich nach Hause kam
erwartete mich sein Schatten

Um den schmalen See fließt ein schnelles Band
der Pfad…

Schriftzeichen formen Karrees /
Zeilen bilden Straßenzüge /…

Hinter mir schloss die Tür
die Straße aus
verschluckte…

ich saß am See die Augen zu
döste wie ein trockener…

Im Spiegel
ein Stück Himmelsgrau mit fauler Wintersonne…

Sie tritt ans Geländer – und springt
ins leere Nest der…

Eines Tages begann ich
dich zu suchen

wo ich hinging…

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