Essay ✓ geistreiche Essays, Abhandlungen und Betrachtungen

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Essays können als 'hochgeistige', dabei aber formal locker gehaltene Betrachtungen bezeichnet werden - in wörtlicher Übersetzung als 'Versuch' einer mehr oder weniger geistreichen Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Phänomene betrachtet werden.

empfohlene Essays
von Avigdor Ben Trojan s.A.
von Mitch Cohen
von Kurt Tucholsky
die schönsten Essays
Beitrag 141 - 175 von insgesamt 881 Texten in dieser Kategorie
von Alf Glocker

Wir dummen Schafe sind alle zusammen ein riesiger Selbstbedienungsladen für die Reichen und die Mächtigen, wobei diese zwar sagen, sie seien auch ein Teil des „Wir“, aber „wir“ wissen genau, was „wir“ und wer „wir“ sind. Wir sind nur eine völlig…

von Sven Habermann

Sie ist mir im physischen Raum begegnet.

Wahrhaft, sie hatte schwarze Augen. Ihre Erscheinung mag ich nicht beschreiben. Mag sich jeder das Schönste vorstellen, das er je gesehen haben möchte. Ein Sehen ist nicht genug. Ein Schauen, ein…

von Alf Glocker

Auf einem meiner nicht wirklich stattfindenden Spaziergänge durch das Wenigeralsnichts, hatte ich eine Art „Begegnung“ – ich stieß auf das Leben … verborgen in einem Gewaber aus Lichtfetzen, die sich zu einem Weißnichtwas formierten. Dieses sah…

von Alf Glocker

Manchmal, wenn wir den Eindruck haben, es ginge uns sehr schlecht, dann werden die Einen verträumt religiös und bilden sich ein, sie stünden vor einer Prüfung des Himmels, in der sie sich bewähren müssen, wie ein Delinquent vor Gericht. Sie…

von Alf Glocker

Kahl der Große sah ungefähr so aus wie Suhl-Leihmann der Übernächtigte: er war schwarz mit lilablassblauen Skunkstreifen im Haupthaar! Und Izickzack Neffton erinnerte ganz stark an einen Silberrücken-Gorilla von der Lover East Side, wo seit…

von Alf Glocker

Hurra, ich bin einer religiösen Vereinigung beigetreten worden. Endlich hat man mich zum wahren Glauben gefunden … aber ich war ja immer schon ein Spätsünder, äh … Zünder natürlich. Bis bei mir mal der Groschen fällt, das kann schon dauern – na,…

von Alf Glocker

Wisst ihr, was eine unglaubliche Frechheit ist? Daß hierzulande einfach einer hergehen kann und das Gute für sich pachten! „Ich bin einer von den Guten“ sagt er, und er muss es noch nicht einmal beweisen! Seiner Meinung nach beweist er es dadurch…

von Alf Glocker

Schizophrene Fragen nach dem Paradies

Ein Schizophrener stellt sich für gewöhnlich doppelt so viele Fragen wie ein nicht Schizophrener. Das geht allein schon daraus hervor, daß seine Persönlichkeit gespalten ist – das nimmt man jedenfalls…

von Alf Glocker

Diese Frage ist leicht zu beantworten, wenn man die öffentliche Meinung als Richtmaß für seine Argumentation, oder die Argumentation im Allgemeinen her nimmt. Einzeltäter sind all jene, die sich entschlossen haben den Willen einer, ihnen den…

von Alf Glocker

Sie liegt vor aller Augen und ist doch die am wenigsten registrierte Tatsache der Welt …

Das kommt davon, weil sich keiner die Zeit nimmt, außer dem täglichen Geldverdienen (dem Rennen ums Überleben), die Augen mal wirklich aufzumachen.…

von Alf Glocker

Logisch ist logisch! Jeder Mensch handelt, aus seiner Sicht heraus, logisch! Der Lügner lügt, weil das für ihn logisch ist, denn die ganze Welt ist verlogen. Der Schuster bleibt am besten bei seinem Leisten, denn was anderes kann er sich gar…

von Alf Glocker

Wer muss einen Spielraum haben? Der Geist, oder der Körper? Der Geist mit dem Körper auf jeden Fall, dafür ist der Körper doch da – oder etwa nicht?! Ein viel zu ernst genommener Körper ist aller Laster Ende und damit kein Anfang für die Zukunft…

von Alf Glocker

Der Beweis dafür, daß alles gut wird, ist der, daß schon alles gut ist! Die Welt ist rund, alle Möglichkeiten stehen jedem offen – jeder kann hingehen, wo er will … und die Leute aus A sind darüber glücklich! Aber auch die Leute aus B finden das…

von Alf Glocker

Machen wir uns doch einmal die Mühe, unseren Lebenslauf – den speziellen, sowie den allgemeinen – zurückzuverfolgen, worauf stoßen wir dann, als tragendes Element des gesamten Vorgangs? Richtig – auf den Schwachsinn!

Durch das eklatante…

von Alf Glocker

Es gab einmal eine weise Rasse. Sie lebte nicht in den Atlanten, auch nicht im Atlantik, sondern womöglich in Atlantis. Jeder Angehörige dieser weisen Rasse war wie ein Atlas – er trug die Welt auf seinen Schultern. Jeder von ihnen übernahm die…

von Alf Glocker

Wie viel Weisheit liegt in der Formulierung „kann man einen Menschen umstimmen?“? „Gar keine!“, werden jetzt die „Realisten“ sagen, also Leute, die sich einzig und allein mit dem beschäftigen, was ihre 5 Sinne hergeben ... und zwar ohne das…

von Alf Glocker

Bezaubernd ist die Macht des Bösen! Ich steh am Blumengrab und lache mir einen Mistelzweig, ohne goldene Sichel oder einen Druidentanz. Ein Mädchen steht dabei und kratzt sich an einer bestimmten Rockstelle. In den Affenbrotbäumen leuchtet die…

von Alf Glocker

Endlich, endlich, endlich habe ich kapiert, worauf es im Leben, nein, nicht nur im Leben, ich habe kapiert, worauf es überhaupt ankommt. Mein Weg zur Erkenntnis war sehr lang – ich habe wirklich versucht was ich konnte. Mein Bestes habe ich getan…

von Alf Glocker

Tja, wie viele Gehirnzellen braucht nun so ein ausgewachsener Mensch zum Denken? Man ist geneigt zu sagen: schon einige! Versuchen wir diesem Geheimnis einmal auf die Spur zu kommen, um die Wahrheit über die menschlichen Gehirnzellen…

von Alf Glocker

Dort wo es das Nordlicht gibt, dort wo die Himmel klar und voller Sterne sind und wo das Gleichmaß der Schönheit von den Eisbergen erzählt, in denen Elfen und Geister wohnen, dort gibt es ein Phänomen ... Zugegeben, es ist eines unter vielen,…

von Alf Glocker

Die Herstellung von Menschen ist bei uns Chefsache! Alles muss streng nach Plan vor sich gehen. Dabei werden hierzulande nicht einmal Frauen oder Männer dafür eingekauft (noch nicht). Jedenfalls nicht offiziell – wenn man einmal von den…

von Alf Glocker

Immer wieder bin ich völlig überrascht, wenn ich mich so umschaue nach dem, was andere verdienen. Oft frage ich mich auch, ob sie, was sie verdienen, auch verdient haben. Manche aalen sich ja wirklich wie die Made im Speck, wobei es auch…

von Alf Glocker

Mach dir nichts vor oder zurück, mach bitte keine Mücke aus einem Elefanten, oder andersherum, mach dir nichts aus der falschen Zukunft, oder aus der richtigen eine falsche, oder rede einfach nichts herbei was gerade angekommen ist, sondern sei…

von Alf Glocker

Was gibt uns Schutz und Sicherheit? Was hält uns Trost und Stolz bereit? Was vertreibt den Schmerz im Nu? Was hilft uns ständig – immerzu? Ist es die Kraft, die in uns ist? Ist es die hundsgemeine List? Ist’s der Zusammenhalt der Seelen, den wir…

von Alf Glocker

Sie ist noch nicht lange auf dem Markt, hat aber bereits die heißesten Diskussionen entfacht, denn „Fachleute“ aus allen Lagern streiten sich über ihre zweifellos vorhandenen Wirkungen. Der eine Vorteil sei, so sagen die selbsternannten…

von Sven Habermann

Wir haben unseren Weihnachtsbaum vor einer Woche erstanden. Das ist stressfrei und schon geschmückt, stimmt es ein, entschleunigt. Der Raum ist erfüllt mit Tannenduft. Am Abend spenden die bestromten Kerzen ein wunderbar gedimmtes Licht. Jeden…

von Alf Glocker

Weiß Gott eigentlich noch was er tut (möchte er wirklich nur noch Schwarz sehen?), was wir tun, oder ist die weiße Farbe out? „Ja, wenn’s denn nur die Farbe wäre …“ beklagen sich die Anhänger der Schwarzen Löcher, aber es geht um viel mehr. Im…

von Alf Glocker

Haben wir schon gewusst, daß alles einfach so IST? Aber selbstverständlich haben wir das gewusst! Warum auch nicht?! Warum sollte der Mond nicht EINFACH SO um die Erde kreisen – und die Erde nicht EINFACH SO um die Sonne?! Warum sollte es nicht…

von Mitch Cohen

Toward a Historical Phenomenology of Text Reception

A glance at the man’s photo on the cover draws me to thumb through my paperback Autobiography of William Butler Yeats. The spine’s glue, resin gone dirty golden, has long…

von Alf Glocker

Wer eine Frau hat, der hat Glück, und wenn die einen Liebhaber braucht, dann hat der Glück … na ja, das kommt auf die Frau an! Schließlich entscheidet die Frau normalerweise selbst über ihre Lebensweise und selbstverständlich auch über die Anzahl…

von marie mehrfeld

Zweimal jährlich beobachten wir fasziniert den Zug der Kraniche, der uralten Gesetzen folgt. Ungezählte weit gespannte graue Schwingen schlagen dann im Einklang und ziehen in der immer gleichen Formation eines Großen V am Himmel ihre Bahn. Grus…

von Alf Glocker

Die erste Strophe des Liedes „Kata“ beginnt immer mit den Worten: „Das ist ja eine!" Früher wusste allein die Natur wie das Lied geht, aber mittlerweile schreibt „der Mensch“ die tollsten Texte dazu – man kann sogar sagen: Überall wo er geballt…

von Alf Glocker

Stimmen aus dem Jenseits sind Stimmen aus der Vergangenheit und der Zukunft. Sie können normalerweise im Zustand der „immerwährenden Gegenwart“ nicht empfangen werden. Was aber ist die „immerwährende Gegenwart“? Die immerwährende Gegenwart ist…

von Alf Glocker

Aus: Komische Wirklichkeiten

Wenn alle gleich viele Kinder hätten, der Erde und ihren Möglichkeiten angemessen, und niemand sagen würde „(m)ein Gott hat mir befohlen mich so oft wie möglich fortzupflanzen“, dann müsste niemand Angst haben…

von Alf Glocker

Das Leben ist DIE Lachnummer des Universums – es macht fast 0, nix % der Materie aus, die sowieso ihrerseits grade mal unter ferner liefen vorkommt, es spinnt, so es „intelligent“ ist, komplett und es zeichnet sich allermeistens durch Plagen aus…

Seiten

Im Mittelpunkt steht die persönliche Auseinandersetzung des Autors mit seinem jeweiligen Thema - ohne zwingend Kriterien streng wissenschaftlicher Methodik zu beachten.

In Untergruppen aufgeteilt wird die volle Bandbreite zwischen einer humoristischen Aufarbeitung und der ernsthaft-detaillierten, sachbezogenen Darstellung eines Themas bedient - vom gesellschaftlichen Klatsch bis hin zur Beschreibung neuester technischer oder medizinischer Errungenschaften. Essays bestimmen demzufolge die anspruchsvolle Journalistik - sei es in Leitartikeln, Kolumnen, Traktaten oder auch Besprechungen/Beurteilungen (=Rezensionen).

Grundsätzlich gilt in jedem Fall ein überschaubarer Umfang des Textes mit greifbaren und nachvollziehbaren Gedanken, die das fiktionale Element ausklammern - d. h. der gewählten Thematik selbst verhaftet bleiben … und dem Leser die Analyse des Sujets nachvollziehbar ermöglichen.