Biografien / Autobiografien ✓ Biografische- / autobiografische Lebensbeschreibungen

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Biografien / Autobiografien leben von Anspruch, Detailfülle und Fantasie. Hier finden Sie biografische- und autobiografische Texte.

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von Angélique Duvier
von * noé *
die schönsten
von Angélique Duvier
von Denis Waßmann
von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 136 Texten in dieser Kategorie
von Willi Grigor

Nicht nur ein Reisebericht

Im Dezember 1951, ich war acht Jahre alt, zog ich mit meiner Familie vom bayerischen Bauerndorf Segringen bei Dinkelsbühl - wo wir nach der Flucht aus Polen 1945 eine temporäre Bleibe bekommen hatten - nach…

von * noé *

Dieses Erdbeer-Eis-Geschmackserlebnis hat später dazu geführt, dass ich, wenn in Bremerhaven Jahrmarkt war, jedes Mal auch die Gelegenheit nutzte, den zeitgleich stattfindenden amerikanischen Markt zu besuchen, der genau gegenüber des…

von * noé *

In meinem Flur hängt ein gerahmtes Foto, eine Luftaufnahme vom Haus meiner Eltern, das nicht mein Elternhaus war, weil sie es nach meinem frühen Flüggewerden erst erbaut hatten.

An dem selben Tag, an dem meine Tochter auf Sardinien ihren…

von * noé *

„Ja, sind Sie denn berühmt?“
Diese direkte Frage verblüffte mich kurzzeitig. Immer noch. Eigentlich hätte ich damit rechnen müssen.

Denn als ich für unsere frisch gegründete Künstlergruppe damals bei der Stadtbibliothek meiner…

von Lena Kelm

Während eines sonntäglichen Mittagessens bei Tante Lotte in Berlin erlebte ich eine Situation, die sich genauso in mein Gedächtnis einprägte wie die mit der Mettschrippe.
Der Sonntag begann wunderbar, ohne Mettschrippe zum Frühstück. Ich…

von * noé *

Bei einer dieser „Kaffeesitzungen“ kam auch etwas anderes zur Sprache. Zehnmal konnte es gutgehen – irgendwann, ohne Vorwarnung, wurde wieder im Vergangenheitstopf gewühlt.

Da war es wieder. Aus dem Lachen heraus, das aus dem Erzählen…

von magne pater

Ich stehe im Garten meiner Kindheit.
Schwer sind die Schritte,
die Treppen erscheinen so hoch,
der Körper ist träge.

Der Himmel verdunkelt sich urplötzlich,
die Umgebung in einer Mischung,
von nebelgrau und…

von Lena Kelm

Mein Visum für den Aufenthalt bei meinen Verwandten in der DDR endete in wenigen Tagen. Meine Großnichte Marion nahm mich mit im Auto in die dreißig Kilometer entfernte Kreisstadt Neustrelitz. Während sie ihre Angelegenheiten erledigte, nutzte…

von * noé *

Ich habe schon etliche Loblieder auf meine Oma Thea gesungen. Diese Frau hat noch wesentlich mehr verdient.

Ich hatte ein Riesenglück, gerade sie zur Oma zu haben, die Nonkonformistin mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein, das sie mit…

von Lena Kelm

Ich suchte mein Abteil, es befand sich am Ende des Wagens - und kam aus dem Staunen nicht heraus. Alle Abteile waren leer. Im letzten saß ein schwarzer Mann, sein Schlafplatz war unten, meiner darüber. Ich geriet in Panik. Mit einem Mann, dem…

von Thomas Stein

Am 4. August war dann das Maß voll. Es sollte ein „heißer Tag“ werden, obwohl draußen nur gefühlte 20 Grad herrschten. Dieser August machte dem Hochsommer keine Ehre. Der Hofposten, in seiner dünnen Sommerbluse, der auf dem Laufgitter über den…

von * noé *

Jetzt also zog auch „Jupp“ bei uns ein in unsere kleine Wohnung in der Eichendorffstraße. „Jupp“, der eigentlich Josef hieß, von Mama immer zweisilbig gerufen wurde „Juu-upp!“, von mir ab jetzt „Papa“ genannt und von Oma Anni gar nicht direkt…

von Willi Grigor

Über eine Rabaukenklasse der Realschule Wersten, Düsseldorf in den 1950er Jahren. Ihr Klassenlehrer hieß Theodor Vychodil.

"Die Vier-Dora" ist einer meiner vier Gedichtbeiträge zu unserer "einmaligen" Schülerzeitung (wir nannten sie "…

von Angélique Duvier

Conny hatte inzwischen eine Flasche Crémant de Loire und zwei edle Kristallgläser hereingebracht, beides stellte sie auf ein elegantes weißes Tischchen nahe dem Fenster, durch das man einen Blick auf die Hamburger Außenalster werfen konnte. Der…

von Uwe Kraus

Tagebucheintrag No. 2

Die Frage nach dem Wohin,
ist die Antwort zur Frage, wo geht der Weg hin? Ich verständige mich in Gebärden und ziehe eine Grimasse nach der anderen, es ist Fasching ... an Fasching werden nur Verrückte geboren,…

von Carl Stern s.A.

Der antifaschistische Dichter und Publizist Louis Fürnberg lud mich Anfang Juni 1942 zu sich nach Jerusalem ein und führte mir das Jerusalemer Dichter-Panoptikum vor. Die unglaublichsten Käuze und Gestalten kamen da an, und jeder schien von…

von * noé *

Aber weshalb ich überhaupt angefangen habe, von Klaus zu erzählen: Einmal besuchte ich Klaus in seiner Wohnung, als seine Mama auch da war (zu mir durfte niemals jemand kommen, egal wer). Jede Wohnung hatte einen kleinen quadratischen…

von * noé *

Die Rickmersstraße als Rotlichtviertel war schon damals heruntergekommen, aber wohl sehr attraktiv. In erster Linie – so schien es – für die amerikanischen Soldaten. Die „gingen spazieren“, immer mindestens zu zweit. Und sie hatten immer Kaugummi…

von Freddy Freddy

„Ich bin der Öltopfmann.
Ich besitze einen kleinen Öltopf am Kilometer 8,436 km. Um den Öltopf gruppieren sich Elemente, die ich zum Leben benötige. Die Heizung für den Winter, der Herd für das Frühstück – Müsli mit warmer Milch – und für…

von Uwe Kraus

Es folgt. Der Weg, der nach Thule führt, die Erinnerung an alte Fahrten und Fährten ... wie hieß es: Allzeit bereit oder der Große schützt den Kleinen und die musischen Stunden am Lagerfeuer ... War ich Pfadfinder, Fremder, in mir, doch ich finde…

von * noé *

Wenn ich an das süßeste Wesen denke, das ich kenne, legt sich ohne mein bewusstes Zutun ein entspanntes Mona-Lisa-Lächeln auf mein Gesicht und ich bin sicher, dass ich von innen heraus leuchte. Solange man es nicht selbst erlebt hat, kann man es…

von * noé *

Dieselbe grüne Insel auf der Deichkrone hat einmal den heldenhaften Einsatz meiner kleinen Schwester mitangesehen, mein „Leben zu verteidigen“. Das war schon heroenhaft für ihr kleines Menschenverständnis. Ich fand das damals nicht so belustigend…

von Klaus Mattes

Hans kann Tango tanzen ohne Unterlass.
Lotti liest fürs Leben gerne Romane. Ihr Buch ist so toll. Es sollte nie aufhören. Es soll weitergehen.
Mein neunjähriger Sohn spielt nur Videogames und darin ist er gut.
Draußen auf der…

von Uwe Kraus

das fernweh hatte unschuldige ja schon gepackt als wir mit unseren koffern am bahnsteig standen keiner wollte sich überwinden zu gehen dann muss man halt

keine erfindung von gleich oder wechselstrom durch die adern

wir wollten…

von Wolfgang Luley

Allgemeine Kontrolle in einem Mannheimer Internetcafé. Ich sitze eben an einer Anekdote, als mich eine Polizistin anspricht: „Polizei. Allgemeine Personenkontrolle. Zeigen Sie mir bitte Ihren Ausweis.“

Ich muss erst in meinen Hosentaschen…

von Uwe Kraus

Hast du meine Nachricht gekriegt?, fragte Roland, und ich antwortete
– Nein.
Warum wollte der mir unbedingt sagen, dass meine Bücher in der Auslage der Buchhandlung lagen? Ich weiß es nicht. Es war doch klar, dass es in einer Welt der…

von * noé *

Noch eine andere Erinnerung habe ich an den amerikanischen Markt und seine Buden.

Als große Schwester musste ich zusammen mit den Kleinen auf den Jahrmarkt gehen. „Ischa Frrreimaaak!“, war die Devise. Südlich des Weißwurscht-Äquators…

von Keine Person

Kapitel 1 - der Traum

Erwachen

Morgengrauen im Winter, Zeit rechnerisch ist es der 27.1.2017.
Ich liege auf meiner Couch, bin abgebrannt und will rauchen. Seltsam, träume ich dass vielleicht nur? Und wenn ich träume, dann…

von Uwe Kraus

Tagebuch No. 3 zur Regierungsbildung der letzten Wahl
Verhält sich das Verhalten, und ist wahllos, so wie die Regierungsbildung in nahbarer Zeitrechnung? Kommt die GroKo, die uns stocken lässt, da wieder gegen die Opposition die Furcht…

von Heinz Helm-Karrock

Wie ich, als ich ganz klein war, fast gestorben wäre,
oder meine wunderbare Errettung vom frühen Tod

Als ich etwa ein Jahr alt war, gingen mein Bruder Gerhard und meine Schwester Ortrun zum Spielen.
Meine Schwester und mein…

von Walter W Hölbling

When and where did I begin, do I begin, shall I begin?

With vague child­hood memories of growing up, in not too wealthy circumstances during the years after World War II, in a small part of a big town house in a little district town…

von * noé *

Die Heizung simmert vor sich hin.
Doch dann verändert sich mein Sinn,
als ich die Augen schließe
und die Vergangenheit begrüße:

Frau Kirchhoff
Ich muss wohl 12 gewesen sein oder so …
Albert Schweitzer in…

von Lena Kelm

Eine Reise in die DDR stand kurz bevor, der Besuch bei meinen Tanten und Cousinen angekündigt, das Visum genehmigt, die Fahrkarte via Moskau bereits in der Tasche. Nun sammelte ich die Wünsche meiner kleinen Familie ein. Meine Töchter äußerten…

von Petra Bansemer

Barmherzig sein, d. h. ein Herz zu haben für diejenigen, die mir gezielt incl. bewusster Planung geschadet und mich vorsätzlich verletzt haben, beschäftigt mich. Ich wollte es so sehr.
Es war mehr ein Wille des Verstandes. Mein Herz war…

von * noé *

Wenn Oma Anni das mit dem Brandwunden heilenden Quark nur schon „damals“ gewusst oder angewandt hätte, als ich etwa sechs war und wir noch in den Häuserblocks der Eichendorffstraße wohnten!

Über uns wohnte Sonja Gönne, ein sehr nettes,…

Seiten

Bereits unter den frühesten Werken der Weltliteratur finden sich viele mit biografischen Inhalten. Das Leben eines Herrschers, eines angesehenen Gelehrten oder eines tapferen Kriegers zu schildern, war schon immer ein beliebtes Sujet. Die vielfältigen Möglichkeiten wurden dabei erst in neuerer Zeit voll ausgeschöpft … zumal die wahrheitsgetreue Berichterstattung dem vom Auftraggeber abhängigen Verfasser möglicherweise den Kopf gekostet hätte.

Die Kehrseite der Medaille ist ein schonungsloses Offenlegen der intimsten Geheimnisse in modernen Lebensdarstellungen berühmter Persönlichkeiten, und -angekoppelt an diese- den von den Betroffenen selbst verfassten oder in Auftrag gegebenen, oft genug ziemlich fiktiven Autobiografien.

Der Wahrheitsgehalt aller biografischer Darstellungen unterliegt dabei einem literarischem Aspekt: Schönfärberei und Glättung ist gleichermaßen verbreitet wie die Glorifizierung und das Herausstellen von schockierenden Enthüllungen. Biografien/Autobiografien leben sowohl vom historischen Anspruch, geradezu wissenschaftlich akribischer Detailfülle in Aufarbeitung und Recherche wie auch von medienwirksam kalkulierten, auf Skandal programmierten Einschüben, die der Fantasie des jeweiligen Autors entsprungen sein müssen.