Essay ✓ geistreiche Essays, Abhandlungen und Betrachtungen

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Essays können als 'hochgeistige', dabei aber formal locker gehaltene Betrachtungen bezeichnet werden - in wörtlicher Übersetzung als 'Versuch' einer mehr oder weniger geistreichen Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Phänomene betrachtet werden.

Beitrag 176 - 210 von insgesamt 881 Texten in dieser Kategorie
von Mitch Cohen

1961. Die amerikaweit verteilte Schulzeitung „My Weekly Reader“ bringt kindgerechte Artikel: „Diktatur hält halbe Stadt eingesperrt“. Diktaturen, das kenne ich schon: Kriegsfilme mit Nazis. Wir sind Juden. Aber das war alles anderswo. Hier ist…

von Alf Glocker

Worüber man einfach nicht spricht, darf man nicht sagen, das geht ja schon aus dem Thema hervor. Aber man könnte eventuell in Gleichnissen sprechen und damit die Moral umgehen (die ohnehin nur Moralisten zum Überleben brauchen). Für alle…

von Alf Glocker

Immer wieder bin ich völlig überrascht, wenn ich mich so umschaue nach dem, was andere verdienen. Oft frage ich mich auch, ob sie, was sie verdienen, auch verdient haben. Manche aalen sich ja wirklich wie die Made im Speck, wobei es auch…

von Alf Glocker

Weiß Gott eigentlich noch was er tut (möchte er wirklich nur noch Schwarz sehen?), was wir tun, oder ist die weiße Farbe out? „Ja, wenn’s denn nur die Farbe wäre …“ beklagen sich die Anhänger der Schwarzen Löcher, aber es geht um viel mehr. Im…

von marie mehrfeld

Zweimal jährlich beobachten wir fasziniert den Zug der Kraniche, der uralten Gesetzen folgt. Ungezählte weit gespannte graue Schwingen schlagen dann im Einklang und ziehen in der immer gleichen Formation eines Großen V am Himmel ihre Bahn. Grus…

von Alf Glocker

Der Tag fängt gut an – um 11 Uhr vormittags sitze ich immer noch im Morgenmantel vor dem PC und arbeite. Jetzt reicht's! Ich sehne mich nach dem Pausen-Los. Seit 5 Uhr 45 bin ich im Einsatz! Mir ist schwindlig! Außerdem muss ich mich so langsam…

von Alf Glocker

Komische Wirklichkeiten (Die Genbombe)

Mit den Bomben ist es irgendwie wie mit dem Doping: Was nicht bekannt ist, ist nicht verboten! Dann sind immer die anderen, die sich bereits erprobter Mittel bedienen im Nachteil – das sind die Bösen…

von Alf Glocker

Was gibt uns Schutz und Sicherheit? Was hält uns Trost und Stolz bereit? Was vertreibt den Schmerz im Nu? Was hilft uns ständig – immerzu? Ist es die Kraft, die in uns ist? Ist es die hundsgemeine List? Ist’s der Zusammenhalt der Seelen, den wir…

von Alf Glocker

Stell dir vor, es ist Krieg, aber keiner geht hin … Der Krieg kommt dann zwar zu dir, aber hingehen ist verboten! „Es ist kein Krieg!“, sagen die vom Fernsehen – Kriegsberichterstatter werden entlassen und die Toten werden nicht gezeigt. Man…

von Alf Glocker

Die erste Strophe des Liedes „Kata“ beginnt immer mit den Worten: „Das ist ja eine!" Früher wusste allein die Natur wie das Lied geht, aber mittlerweile schreibt „der Mensch“ die tollsten Texte dazu – man kann sogar sagen: Überall wo er geballt…

von Lydia Kraft

Es gab einmal Zeiten, da war der Fremde, der aus der Ferne kam der Freund. Er brachte Neuigkeiten, Dinge, die es hier selten gab insgesamt, Abwechslung. Dass die Fremden immer noch als Freunde gesehen werden kann man daran erkennen, dass…

von Alf Glocker

Das Leben ist DIE Lachnummer des Universums – es macht fast 0, nix % der Materie aus, die sowieso ihrerseits grade mal unter ferner liefen vorkommt, es spinnt, so es „intelligent“ ist, komplett und es zeichnet sich allermeistens durch Plagen aus…

von Alf Glocker

Die Kunst ist ja angeblich dem Zeitgeist unterworfen – und wenn der Zeitgeist sagt „mach doch mal Scheiße“, dann machst du mal Scheiße? Wenn für sowas Künstler gebraucht werden, dann braucht man Künstler nicht. Dann ist alles Kunst – Hauptsache…

von Alf Glocker

Wenn alle gleich viele Kinder hätten, der Erde und ihren Möglichkeiten angemessen, und niemand sagen würde „(m)ein Gott hat mir befohlen, mich so oft wie möglich fortzupflanzen“, dann müsste niemand Angst haben! Wenn alle sich damit zufrieden…

von Alf Glocker

Es war einmal ein Könich, der hieß „Ramschses der Größtmögliche“ und sein Licht strahlte heller als die Sonne am Tag und als der Mond und alle Sterne zusammengenommen, bei Nacht. Er war der Star unter den Staren, die Krähe unter den Krähen, der…

von Alf Glocker

Der Wahnsinn, gestaltet nach dem Begriff „Urvieh“, zerbricht meinen Verstand! Noch nie ist die Aalsucht so groß gewesen wie jetzt in Neuphaledonien, aber das macht nichts, denn die Wegweiser stehen auf Grünholz! Übernirgends erfordert es ein…

von Alf Glocker

Wenn wir geradeaus nach vorne schauen, dann erblicken wir? Eine Wand! Ob man mit dem Kopf durch kann, ist noch fraglich ... wir müssten erst mal einen haben. Es sieht jedoch ganz so aus, als wenn wir den verlegt hätten, deshalb sehen wir ja auch…

von Alf Glocker

Verkuhwedelte Abstandserklärungen geben sich als Götterbotschaften preis, die im Himmel auf dem Misthaufen gewachsen sind. Soviel ist sicher: nichts! Nur die Jodelgesänge der Talkriecher über den Steigbergen ertönen in den schönsten Dissonanzen…

von ulli nass

Monotheismus, ein problematisches Konzept ?

Für mich ist Terrorismus barbarisch,verbrecherisch,unmenschlich. Er agiert grundsätzlich gegen alle von Religion gänzlich unabhängigen Grundwerte und Potenziale, die der Menschheit bis heute das…

von Alf Glocker

Iss si da, iss sie wech, iss sie wech, iss ne annere da un auf einma iss alles wech … keine Zeit, kein Universum? Ha! Keine Erde – war ich, war ich nich? Sein oder mein, oder dein, oder nie gewesen sein? Das ist Zeit!

In der einen komm ich…

von Alf Glocker

Wer sich viel davon verspricht, wenn er etwas Gutes tut, der sollte vorher darüber nachdenken, inwieweit und warum das, was er tut, überhaupt gut ist – und für wen! Wer seinen aufrichtigen Gefühlen folgt und meint, er habe damit bereits etwas…

von Alf Glocker

Ich suche meine Seele nicht – ich tröste mich über sie hinweg! Eine Richtung ist, das die immer stimmt! Denn die Seele gehört nicht hierher, sie ist nur Ballast, den es möglichst schnell abzuwerfen gilt …

Schon kurz nach der Geburt sollte…

von Abdolreza Madjderey

Wenn ich alles zusammenrechne was die Frauen über Männer und was Männer über Frauen erzählen, ist es charakteristisch, dass die deutschen Frauen den deutschen Mann für ernst bis depressiv, schweigsam bis nichtssagend und kindlich-spielsüchtig…

von Alf Glocker

Zunächst gewinnt man, angesichts des Dargebotenen, leicht den Eindruck, beides bedeutet entweder nicht, oder nur in geringem Maße aufzufallen. Es steht ja Verschiedenes zur Auswahl, dessen man sich, als Dichter, als Philosoph, bedienen darf. „…

von Alf Glocker

Bezaubernd ist die Macht des Bösen! Ich steh am Blumengrab und lache mir einen Mistelzweig, ohne goldene Sichel oder einen Druidentanz. Ein Mädchen steht dabei und kratzt sich an einer bestimmten Rockstelle. In den Affenbrotbäumen leuchtet die…

von Alf Glocker

Wem wird einmal die Welt gehören? Na, das ist doch ganz einfach: dem, der dann noch da ist. „Es wird immer weitergehen, am Ende wird alles gut!“. Blahblahbla … Werden es die „Friedfertigen“ sein? Aber selbstverständlich … es werden die…

von Alf Glocker

Was erwartet dich hinter dem Eingang zur Hölle? Ich werde dich begleiten und es dir zeigen ... hinter dem Eingang zur Hölle erwartet dich, was du davor zurückgelassen hast! Der ganze Schwachsinn wird wieder auf dich zukommen. Sonst nichts ...…

von Alf Glocker

(Ein Gebet)

Liebe! Was soll ich mit diesem Begriff anfangen? Tausend interessante Dinge fallen mir dazu ein, Tausend Lügen? Tausend Erfindungen? Oder nur tausend andere Namen dafür? Um der Sache auf den Grund zu gehen, versuche ich zu…

von Alf Glocker

Worauf wir unsere Blicke lenken ist schon seeehr interessant! Natürlich, worauf Männer die Blicke lenken, wenn es um Frauen geht ist klar – ich sag's aber nicht! Worauf Frauen ihre Blicke bei Männern lenken ist ebenfalls klar – sag ich aber auch…

von Alf Glocker

Immer öfter erreichen uns Berichte vom Auftreten einer bisher unbekannten Art, von der man noch nicht genau weiß, wie man sie bezeichnen soll. Übereinstimmend beschreiben Augenzeugen ihre Vertreter als eigenartige Humanoiden, als ein teilweise…

von Alf Glocker

Wir alle kennen Allgemeinplätze wie „Lebe im Jetzt!“, oder „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“, aber wir machen uns meistens zunächst, letztendlich aber grundsätzlich sehr wenige, bis gar keine Gedanken um die…

von Friedrich Nietzsche

Über die klassische Philologie gibt es in unseren Tagen keine einheitliche und deutlich erkennbare öffentliche Meinung. Dies empfindet man in den Kreisen der Gebildeten überhaupt ebenso als mitten unter den Jüngern jener Wissenschaft selbst. Die…

von Sven Habermann

Wir haben unseren Weihnachtsbaum vor einer Woche erstanden. Das ist stressfrei und schon geschmückt, stimmt es ein, entschleunigt. Der Raum ist erfüllt mit Tannenduft. Am Abend spenden die bestromten Kerzen ein wunderbar gedimmtes Licht. Jeden…

von Alf Glocker

Gute Nacht! Der Wecker klingelt vom Angstturm her und ich verstehe die Welt viel mehr. Der Wetterbericht verkündet: Funkwellen in 666 x 666 Hertz. Ich schlafe ein! Schlafwandlerisch setze ich mich, nach der Toilette ins Auto und warte auf Rot, um…

von Alf Glocker

Sie ist noch nicht lange auf dem Markt, hat aber bereits die heißesten Diskussionen entfacht, denn „Fachleute“ aus allen Lagern streiten sich über ihre zweifellos vorhandenen Wirkungen. Der eine Vorteil sei, so sagen die selbsternannten…

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Im Mittelpunkt steht die persönliche Auseinandersetzung des Autors mit seinem jeweiligen Thema - ohne zwingend Kriterien streng wissenschaftlicher Methodik zu beachten.

In Untergruppen aufgeteilt wird die volle Bandbreite zwischen einer humoristischen Aufarbeitung und der ernsthaft-detaillierten, sachbezogenen Darstellung eines Themas bedient - vom gesellschaftlichen Klatsch bis hin zur Beschreibung neuester technischer oder medizinischer Errungenschaften. Essays bestimmen demzufolge die anspruchsvolle Journalistik - sei es in Leitartikeln, Kolumnen, Traktaten oder auch Besprechungen/Beurteilungen (=Rezensionen).

Grundsätzlich gilt in jedem Fall ein überschaubarer Umfang des Textes mit greifbaren und nachvollziehbaren Gedanken, die das fiktionale Element ausklammern - d. h. der gewählten Thematik selbst verhaftet bleiben … und dem Leser die Analyse des Sujets nachvollziehbar ermöglichen.