Der Besuch

von Alfred Mertens
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Ich koche Kaffee, kaufe Kuchen,
ein tolles Weib will mich besuchen.
und jeder weiß, was das bedeutet,
aha - da hat sie schon geläutet.

Doch als ich aufmach - sonngebräunt,
da steht vor mir ein alter Freund.
Mit Händedruck mich froh begrüßt,
hat er so mein \"Empfang\" versüßt.

Und als ich sag, ein Mädchen käm,
ist es ihm richtig angenehm!
Und Anlaß auch zu derben Witzen,
ich sitz daneben und muß schwitzen.

Überleg wie ich ihn jetzt vertreibe,
doch er beharrt auf seine Bleibe.
Es schellt, die Holde schwirrt herein,
oh, lacht sie - wir sind nicht allein.

Und nun teilt ihr mein Freund jetzt mit,
ich find es reizend nun zu dritt!
Um nun zu retten noch was \"bräutlich\",
benehme ich mich endlich deutlich.

Der Freund pikiert geht stolz von dannen,
und auch die \"Jungfrau\" merkt die Pannen,
ist nicht bereit zu Zärtlichkeiten,
zu dem ich wollte sie verleiten.

Sie geht auch fort - nicht mehr zu Zwei`n
und ich bin wieder ganz allein.

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