Essay ✓ geistreiche Essays, Abhandlungen und Betrachtungen

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Essays können als 'hochgeistige', dabei aber formal locker gehaltene Betrachtungen bezeichnet werden - in wörtlicher Übersetzung als 'Versuch' einer mehr oder weniger geistreichen Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Phänomene betrachtet werden.

empfohlene Essays
von Kurt Tucholsky
von Abdolreza Madjderey
von Friedrich Nietzsche
die schönsten Essays
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 881 Texten in dieser Kategorie
von Alf Glocker

Ein Paralleluniversum ist Teil des „Überraums“ und von daher nicht real, sondern immer virtuell! Zugang zu ihm haben die Lebenden und die Toten. Was in einem Paralleluniversum passiert ist zwar er-fahrbar, im Sinne von erlebtem Ereignis, aber…

von Annelie Kelch

Bereits am frühen Morgen zeigen mir meine Füße unmissverständlich, wo es langgeht. Mein Kopf hingegen ist alleweil mit Gestrigem beschäftigt: Wie war das Wetter vor vierundzwanzig Stunden und ist es ansteckend? – Die Yogaübung „Hund“... ist sie…

von Annelie Kelch

„Würdest du bitte mein Taschengeld erhöhen, Li?“, fragt Zäg, der älteste meiner fünf Tibeter, der zurück aus Myanmar ist, nachdem San Suu Kyi ihn des Landes verwiesen hat, weil er lästig wurde.
Bereits seit Tagen fällt mir auf, dass ihn…

von Sven Habermann

Man sollte wissen, wenn es rum ist. Man kann so tun, als ob man es nicht merkt, man kann einfach so weitermachen. Geht ´ne Weile ganz gut. Macht sogar Spaß, einfach so zu tun als sei alles prima - jedenfalls für eine Weile. Verdammt, nichts ist…

von Alf Glocker

Müssen wir denn wirklich alle Erlebnisse absolvieren? Wenn das Licht des Lebens durch den Körper fährt – den nach „oben“ gerichteten Zeitpfeil entlang –, dann er-fahren wir so einiges. Natürlich würden wir uns vieles davon am liebsten ersparen,…

von Alf Glocker

Meine Besessenheit steht über Glück und Leid, Glanz und Elend, Krieg und Frieden, über Bibel und Koran, dem Kamasutra, der Lehre oder Leere von Wasweißich, natürlich auch über mir selbst, und sie ist göttlich! Das darf ich aber niemandem verraten…

von Alf Glocker

Ohne noch mehr Pferde scheu machen zu wollen, hat sich der Anti-Rassistische Zentralrat der unteren Oberwelt entschlossen, sich die verschiedensten Gedanken zu machen, damit endlich auf, ab und umgeklärt werden kann was „Rassismus“ überhaupt ist…

von Alf Glocker

Flieg der Zeit davon und du wirst feststellen, daß es dich niemals gegeben hat. Verlangsame deine Geschwindigkeit und du bleibst hinter dem Leben zurück – es wird ohne dich weitergehen, denn für dich findet dann nichts mehr statt. Außerhalb von…

von D.R. Giller

Einen Satz beschreiben, der bisher alle anderen vorherigen untergehen, vertreibt ohne Verständnis sowie Mühe, Phasen der Erschaffung überrollt. In der Formulierung, greift nach all den Bildergeschichten, die im Ausdruck reifen, fügen, nicht…

von Annelie Kelch

Ostermontag, 13:30 Uhr; ich öffne die hohe, schwere, grau getünchte Tür des Buddenbrookhauses - dem Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum in der Altstadt Lübecks. - „Buddenbrook“: so heißt der Roman, für den Thomas Mann 1929 den Nobelpreis für…

von Alf Glocker

Die Grausamkeit der Gedanken ist beispiellos! Und ja, es stimmt: Die Gedanken sind frei … wer Zeit hat zu denken, der kann Ideen entwickeln, auf innere Stimmen hören, er kann genialen Eingebungen folgen – und er kann ein Tier dabei beobachten,…

von Alf Glocker

„Ich bin schwer im Druck“, sagte das Buch, worauf es sich in der Weite eines unübersichtlichen Marktes verlor, um den Schrott anzubeten. „Sei mir gestapelt, o Herr des Unsinns, dein Un-Rat geschehe, im Himmel der eingebildeten Seligkeit, vor…

von Johanna Blau

Ich gehe manchmal einen Weg, von dem ich weiß, dass er nicht meine Bestimmung ist und werde geführt an einer Leine der Versuchung durch Länder des Stillstandes.

Dabei sind da Orte der Besinnung, die meist Orte des Schreibens sind.

von Alf Glocker

Die Ewigkeit ist ein nicht vorhandener Zustand, in dem sämtliche Zeitzonen enthalten sind. Die Ausspielung erfolgt ohne Gewähr! Ziegen meckern, Schafe blöken, aber es ist kein Halt und auch kein Halten. Der Strom ist stark und dagegen…

von Johanna Blau

In vier Bibliotheken bin ich in Leipzig angemeldet: der Stadtbibliothek, der der feministischen Bibliothek Mona Liesa, der Hochschulbibliothek der HTWK und der Umweltbibliothek des Ökolöwen. All das Wissen, zu dem ich Zugang habe, überwältigt…

von marie mehrfeld

Gedanken zum Totensonntag, aufgeschrieben am 26. November 2017 nach einem Vormittagsgang über den Hauptfriedhof mit seinen nun blattlosen dunklen Baumschönheiten - und nach der Begegnung mit Trauernden auf dem Weg zu den Gräbern ihrer Toten.…

von Alf Glocker

Einstein MUSS blau gewesen sein, als ihm die Relativität einfiel, dann wartete er bis er schwarz wurde, gelb vor Neid, und rot vor Wut, bis er sie an die Welt bringen konnte. Weiß wie eine Wand war er jedenfalls nicht, das wäre denn auch zu…

von Eva Klingler

... seltsamerweise ist auch so ein wundervolles Wort
wozu denn alles erklären, analysieren, zerlegen ...
Seltsam bleibt immer irgendwo irgendwie und und weise auch.
Und wundervoll ist genauso seltsam und eben voller Wunder.…

von Alf Glocker

Wollen fängt, wie Weisheit, mit dem selben Buchstaben an. Mit dem W. Aber diese beiden Worte haben nicht sehr viel miteinander zu tun, nur, daß sie sich ausschließen. Das W des Wollens ist quasi ein Jugendfaktor, während sich das W der Weisheit…

von Stephanie Schader

... Immer schneller, besser, schlauer, kreativer usw....

Nicht nur ein praktizierender Lebensstil vieler Erwachsener sondern auch stark bemerkbar in der Projektion auf unsere Kinder.

Welches Kind schreibt die besten Noten, liest…

von Alf Glocker

Wir sind alle aus einem „Gefühl“ heraus entstanden, und zu Anfang waren wir quasi „flüssig“. Manche hielten uns auch für überflüssig, aber das sind meistens die Männer gewesen, die uns höchstens zu ihrer Bestätigung gebraucht haben. Aber zum…

von Werner V.

Mir persönlich fällt immer wieder auf, dass Menschen, die den ganzen Tag vor ihrem Rechner sitzen und alle möglichen sozialen Medien nutzen, gar nicht mehr in der Lage sind zu filtern und gleichzeitig immer schneller immer mehr Kontakte haben und…

von Hippocampus Denkfabrik

In meiner Kindheit waren im Licht der Straßenlaternen abertausende Fliegen und Motten, und Auto-fahrer kratzten sich nach jeder Nachtfahrt die Insekten von der Windschutzscheibe. Jetzt ist da nichts mehr. Man ließ damals nachts die Fenster…

von Alf Glocker

Guten Tag, ich möchte bitte diese Gans heiraten! Wie bitte?? – nein, sie ist nicht dumm, nur ausgesprochen nett und für mich sexuell ungeheuer anziehend. Früher war ich mal schwul – zugegeben, eine durchaus ehrenwehrte Art zu lieben, aber mein…

von Johanna Blau

Heute im Park beim Lesen spazierten die Spatzen auf den frühlingshaft grünen Zweigen umher und tschilpten sich zu.

Heute auf dem Weg nach Hause vom Einkauf, flog so ein Spatz an mir vorbei und mir kam ein Gedanke: Für mich sind Spatzen…

von Alf Glocker

Wurzeln, Stämme, Äste, Zweige und Blätter schieben sich, vom Jenseits aus, in das Licht hinein. Sie wurden auf einen Planeten geführt, auf dem der Schöpfungszwang voll zur Geltung kommt. Hier gibt es auch noch andere Lebensformen: Eine…

von Alf Glocker

Um etwaigen Bedenken, Mutmaßungen und/oder Spekulationen vorzubeugen, möchte ich heute aus der Zeitschrift „Der ehrliche Mensch“ zitieren. Dort steht wortwörtlich „man denkt nicht positiv, wenn man Positives anstrebt, sondern wenn man Negatives…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Typisch Mensch: Er macht höhere Mächte (Gott) für alles Übel auf Erden verantwortlich. Schon im allerfrühsten Stadium des Homo Sapiens treiben immaterielle Wesen mit uns ihre Umtriebe. Fordern
uns und unsere Fantasien heraus, schaffen…

von Alf Glocker

Ist ein Gehirn ein Schraubenzieher, eine Säge, eine Druckerpresse? Kann man es nach Belieben benützen? Seine Missbrauchsfähigkeit ist praktisch unbegrenzt! Manche glauben, es sollte täglich gewaschen werden, andere schwören auf die Einnahme von…

von Alf Glocker

Glaubensfragen, Glaubensfragen, immer wieder Glaubensfragen! Wo bin ich – im 21. Jahrhundert?? Schlägt man neuerdings Kinderschänder ans Kreuz? Zieht der Prophet, Länder erobernd, durch die Welt? Oder breiten sich epidemisch Dachschäden aus? Ich…

von * noé *

Es tut immer weh, jemanden zu verlieren. Schon allein, weil man dann allein bleibt. Allein – womit?
Mit sich und seinen Gefühlen, mit sich und dem Platz, der nun kein Gegenüber mehr ist und hat. Mit der Erkenntnis seines eigenen Platzes,…

von Sven Habermann

Ich muss dort nicht hin. Du bist dort nicht.

Die Rue Madame entlanglaufen, bis zur Hausnummer 29, das Haus sehen, in dem Camus zuletzt mit Francine und den beiden Kindern Jean und Catherine wohnte.
In die Provence, Camus Haus in…

von Alf Glocker

Jetzt stelle mer uns wieder mal janz dumm und mer sage, mir wäre en Zoo – welchet Tier würde mer dann zum Bräsidente wähle? Also, Quatsch beiseite, wir wählen ihn ja eh nicht, das macht die Bundesversammlung ... die Bande, die sich gegen uns…

von Johanna Blau

Kommt vielleicht auf das Selbst an, oder das Ich. Kommt darauf an, was unter dem Ich schlummert und gern mal die Richtung weist, wenn es nicht weiter geht im Alltag, in gefühlten Schlüsselmomenten, oder wenn ich rückwärts die Einbahnstraße raus…

von Alf Glocker

Seit kurzem halte ich mir einen Färberfrosch. Er ist süß! Er möchte mich immer küssen, damit ich mich auch in einen Färberfrosch verwandle, aber er ist leider das giftigste Tier der Welt. Ich gab ihm Asyl, weil ich Frösche liebhabe und weil ich…

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Im Mittelpunkt steht die persönliche Auseinandersetzung des Autors mit seinem jeweiligen Thema - ohne zwingend Kriterien streng wissenschaftlicher Methodik zu beachten.

In Untergruppen aufgeteilt wird die volle Bandbreite zwischen einer humoristischen Aufarbeitung und der ernsthaft-detaillierten, sachbezogenen Darstellung eines Themas bedient - vom gesellschaftlichen Klatsch bis hin zur Beschreibung neuester technischer oder medizinischer Errungenschaften. Essays bestimmen demzufolge die anspruchsvolle Journalistik - sei es in Leitartikeln, Kolumnen, Traktaten oder auch Besprechungen/Beurteilungen (=Rezensionen).

Grundsätzlich gilt in jedem Fall ein überschaubarer Umfang des Textes mit greifbaren und nachvollziehbaren Gedanken, die das fiktionale Element ausklammern - d. h. der gewählten Thematik selbst verhaftet bleiben … und dem Leser die Analyse des Sujets nachvollziehbar ermöglichen.