Essay ✓ geistreiche Essays, Abhandlungen und Betrachtungen

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Essays können als 'hochgeistige', dabei aber formal locker gehaltene Betrachtungen bezeichnet werden - in wörtlicher Übersetzung als 'Versuch' einer mehr oder weniger geistreichen Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Phänomene betrachtet werden.

Beitrag 36 - 70 von insgesamt 869 Texten in dieser Kategorie
von Johanna Blau

Ich bin als paranoid schizophren diagnostiziert, aber in meinen Augen hat das ungefähr soviel Gewicht wie für andere das eigene Sternzeichen. Ehrlich gesagt hat mein Sternzeichen für mich mehr Gewicht. Die Frage ist doch, ob ich mich dadurch…

von Alf Glocker

Die Grausamkeit der Gedanken ist beispiellos! Und ja, es stimmt: Die Gedanken sind frei … wer Zeit hat zu denken, der kann Ideen entwickeln, auf innere Stimmen hören, er kann genialen Eingebungen folgen – und er kann ein Tier dabei beobachten,…

von Kurt Tucholsky

Daß der Berliner, an welchem Ort auch immer allein gelassen, nachdenklich dasitzt, den Boden fixiert und plötzlich, wie von der Tarantella gestochen, aufspringt: „Wo kann man denn hier mal telephonieren?“ – das ist bekannt. Wenn es keine Berliner…

von D.R. Giller

Ich will nicht auf Kommando erzählen, erst musst die Lust mich schnappen, kriegen und dann lauschen Wir zusammen meine Geschichten, deine Phantasien und ihr anderen, die kreative Ideen in den Hirnregionen, dutzend weitere Einfälle erschaffen.…

von Alf Glocker

Die Ewigkeit ist ein nicht vorhandener Zustand, in dem sämtliche Zeitzonen enthalten sind. Die Ausspielung erfolgt ohne Gewähr! Ziegen meckern, Schafe blöken, aber es ist kein Halt und auch kein Halten. Der Strom ist stark und dagegen…

von Johanna Blau

In vier Bibliotheken bin ich in Leipzig angemeldet: der Stadtbibliothek, der der feministischen Bibliothek Mona Liesa, der Hochschulbibliothek der HTWK und der Umweltbibliothek des Ökolöwen. All das Wissen, zu dem ich Zugang habe, überwältigt…

von Alf Glocker

Wurzeln, Stämme, Äste, Zweige und Blätter schieben sich, vom Jenseits aus, in das Licht hinein. Sie wurden auf einen Planeten geführt, auf dem der Schöpfungszwang voll zur Geltung kommt. Hier gibt es auch noch andere Lebensformen: Eine…

von Alf Glocker

Flieg der Zeit davon und du wirst feststellen, daß es dich niemals gegeben hat. Verlangsame deine Geschwindigkeit und du bleibst hinter dem Leben zurück – es wird ohne dich weitergehen, denn für dich findet dann nichts mehr statt. Außerhalb von…

von Alf Glocker

Selbstverständlich – das muss nicht eigens betont werden – bin ICH ein Teil der REALIÄT. Die Realität bin ich – aber nur zum Teil, und natürlich nur, wenn ich mich ihr unterordne, dann nimmt sie mich wahr und ich kann sie wahrnehmen. Denn ich…

von Alf Glocker

Warm, warm, warm – im Bettchen ist es soo warm. Doch dann schon wieder essen! Wo ist das Gold im Mund der Morgenstund? Ich bin ein Drüsenflugzeug auf dem Weg ins Nirgendwo ... Soll ich den Tag suchen gehen? Welchen Namen hatte die Röstkartoffel,…

von Alf Glocker

Nach nahezu 2000 Jahren haben sich jetzt endlich die Kirchen auf eine fundamentale Reform zu einigen beschlossen, um sich dem Zeitgeist restlos anzupassen. Schon lange ist bekannt, daß sich die Namen der Kathedralen, Basiliken und Kapellen nicht…

von Alf Glocker

Wollen fängt, wie Weisheit, mit dem selben Buchstaben an. Mit dem W. Aber diese beiden Worte haben nicht sehr viel miteinander zu tun, nur, daß sie sich ausschließen. Das W des Wollens ist quasi ein Jugendfaktor, während sich das W der Weisheit…

von Eva Klingler

... seltsamerweise ist auch so ein wundervolles Wort
wozu denn alles erklären, analysieren, zerlegen ...
Seltsam bleibt immer irgendwo irgendwie und und weise auch.
Und wundervoll ist genauso seltsam und eben voller Wunder.…

von Sven Habermann

Man sollte wissen, wenn es rum ist. Man kann so tun, als ob man es nicht merkt, man kann einfach so weitermachen. Geht ´ne Weile ganz gut. Macht sogar Spaß, einfach so zu tun als sei alles prima - jedenfalls für eine Weile. Verdammt, nichts ist…

von Alf Glocker

Ohne noch mehr Pferde scheu machen zu wollen, hat sich der Anti-Rassistische Zentralrat der unteren Oberwelt entschlossen, sich die verschiedensten Gedanken zu machen, damit endlich auf, ab und umgeklärt werden kann was „Rassismus“ überhaupt ist…

von Alf Glocker

Wir sind alle aus einem „Gefühl“ heraus entstanden, und zu Anfang waren wir quasi „flüssig“. Manche hielten uns auch für überflüssig, aber das sind meistens die Männer gewesen, die uns höchstens zu ihrer Bestätigung gebraucht haben. Aber zum…

von Johanna Blau

Ich gehe manchmal einen Weg, von dem ich weiß, dass er nicht meine Bestimmung ist und werde geführt an einer Leine der Versuchung durch Länder des Stillstandes.

Dabei sind da Orte der Besinnung, die meist Orte des Schreibens sind.

von Werner V.

Mir persönlich fällt immer wieder auf, dass Menschen, die den ganzen Tag vor ihrem Rechner sitzen und alle möglichen sozialen Medien nutzen, gar nicht mehr in der Lage sind zu filtern und gleichzeitig immer schneller immer mehr Kontakte haben und…

von Alf Glocker

Guten Tag, ich möchte bitte diese Gans heiraten! Wie bitte?? – nein, sie ist nicht dumm, nur ausgesprochen nett und für mich sexuell ungeheuer anziehend. Früher war ich mal schwul – zugegeben, eine durchaus ehrenwehrte Art zu lieben, aber mein…

von Alf Glocker

Zum Glück haben wir die Freie Marktwirtschaft! Was das ist? Na, jeder darf einen Artikel haltbarer, schöner, wertvoller herstellen, als ein Konkurrent – und zwar zu einem festen Preis, oder billiger. Damit lockt er Kunden an und wirkt als Vorbild…

von Johanna Blau

Heute im Park beim Lesen spazierten die Spatzen auf den frühlingshaft grünen Zweigen umher und tschilpten sich zu.

Heute auf dem Weg nach Hause vom Einkauf, flog so ein Spatz an mir vorbei und mir kam ein Gedanke: Für mich sind Spatzen…

von marie mehrfeld

Gedanken zum Totensonntag, aufgeschrieben am 26. November 2017 nach einem Vormittagsgang über den Hauptfriedhof mit seinen nun blattlosen dunklen Baumschönheiten - und nach der Begegnung mit Trauernden auf dem Weg zu den Gräbern ihrer Toten.…

von Annelie Kelch

Ostermontag, 13:30 Uhr; ich öffne die hohe, schwere, grau getünchte Tür des Buddenbrookhauses - dem Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum in der Altstadt Lübecks. - „Buddenbrook“: so heißt der Roman, für den Thomas Mann 1929 den Nobelpreis für…

von ulli nass

Auch für mich ist Terrorismus primär barbarisch, verbrecherisch, unmenschlich. Menschen sind für mich in erster Linie soziale Wesen mit der Sehnsucht nach Liebe, Freundschaft, Gemeinschaft. Sie suchen Vertrauen, Anerkennung, den Ausgleich ihrer…

von Alf Glocker

Ahlso, jetz muhs ich euch schohn mahl sagen, das ich wer bin! Nämlich schlau! Mihr kahn mann nix fohrmachen – wen der oberde Scheef sagt wie das is, dann iss das soh! Dass weis keiner beser als ich! Und komen tud dass fon dem Durchblieg den ich…

von D.R. Giller

Einen Satz beschreiben, der bisher alle anderen vorherigen untergehen, vertreibt ohne Verständnis sowie Mühe, Phasen der Erschaffung überrollt. In der Formulierung, greift nach all den Bildergeschichten, die im Ausdruck reifen, fügen, nicht…

von Alf Glocker

Glaubensfragen, Glaubensfragen, immer wieder Glaubensfragen! Wo bin ich – im 21. Jahrhundert?? Schlägt man neuerdings Kinderschänder ans Kreuz? Zieht der Prophet, Länder erobernd, durch die Welt? Oder breiten sich epidemisch Dachschäden aus? Ich…

von Alf Glocker

Seit kurzem halte ich mir einen Färberfrosch. Er ist süß! Er möchte mich immer küssen, damit ich mich auch in einen Färberfrosch verwandle, aber er ist leider das giftigste Tier der Welt. Ich gab ihm Asyl, weil ich Frösche liebhabe und weil ich…

von Alf Glocker

Ene mene Müllers Kuh – Schrödingers Katze, die bin ich! Was ist gegen eine Uhr einzuwenden? Nichts! Ich trage sie wie einen Ausweis mit mir herum. Wenn ich auf das Ziffernblatt gucke, weiß ich, wer ich bin und auch, wo ich bin. Wo bin ich? Na,…

von Alf Glocker

„Ich bin schwer im Druck“, sagte das Buch, worauf es sich in der Weite eines unübersichtlichen Marktes verlor, um den Schrott anzubeten. „Sei mir gestapelt, o Herr des Unsinns, dein Un-Rat geschehe, im Himmel der eingebildeten Seligkeit, vor…

von Alf Glocker

Wo bist du? Was machst du? Und wie siehst du die Welt? Kannst du jemals zurück? Vielleicht, aber wenn ja, in welcher Richtung liegt das Wohin? Der Irrgarten vorhandener (Er)Lebenswelten ist groß! Da heißt es: nur nicht die Identität verändern,…

von Alf Glocker

Winter-Erfindung? Ich will doch nicht den Winter neu erfinden – ich möchte seine Auswirkungen lindern ... Ich habe mir gedacht, ich nehme arme Schlucker auf, die sonst sehr wahrscheinlich kläglich verenden würden. Nein, keine Menschen – wir leben…

von Alf Glocker

Logisch ist logisch! Jeder Mensch handelt, aus seiner Sicht heraus, logisch! Der Lügner lügt, weil das für ihn logisch ist, denn die ganze Welt ist verlogen. Der Schuster bleibt am besten bei seinem Leisten, denn was anderes kann er sich gar…

von Alf Glocker

Warum hat der liebe Gott die Welt eigentlich so erschaffen wie sie ist? (Kindermund fragt alles rund.) Er hätte doch einfach die Seelen ganz locker vom Jenseits ins Diesseits wandern lassen können, indem er ihnen plötzlich Gestalt verleiht. Das…

von Alf Glocker

Ein Kamel geht vielleicht eher durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in den Himmel kommt – aber gilt das auch für ein Trampeltier? Und wenn ja, was ist, wenn ein Reicher, der in den Himmel möchte, ein Trampeltier ist?? Wohin geht dann das Nadelöhr…

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Im Mittelpunkt steht die persönliche Auseinandersetzung des Autors mit seinem jeweiligen Thema - ohne zwingend Kriterien streng wissenschaftlicher Methodik zu beachten.

In Untergruppen aufgeteilt wird die volle Bandbreite zwischen einer humoristischen Aufarbeitung und der ernsthaft-detaillierten, sachbezogenen Darstellung eines Themas bedient - vom gesellschaftlichen Klatsch bis hin zur Beschreibung neuester technischer oder medizinischer Errungenschaften. Essays bestimmen demzufolge die anspruchsvolle Journalistik - sei es in Leitartikeln, Kolumnen, Traktaten oder auch Besprechungen/Beurteilungen (=Rezensionen).

Grundsätzlich gilt in jedem Fall ein überschaubarer Umfang des Textes mit greifbaren und nachvollziehbaren Gedanken, die das fiktionale Element ausklammern - d. h. der gewählten Thematik selbst verhaftet bleiben … und dem Leser die Analyse des Sujets nachvollziehbar ermöglichen.