Essay ✓ geistreiche Essays, Abhandlungen und Betrachtungen

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Essays können als 'hochgeistige', dabei aber formal locker gehaltene Betrachtungen bezeichnet werden - in wörtlicher Übersetzung als 'Versuch' einer mehr oder weniger geistreichen Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Phänomene betrachtet werden.

empfohlene Essays
von Kurt Tucholsky
von Abdolreza Madjderey
von Abdolreza Madjderey
die schönsten Essays
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 910 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

„Würdest du bitte mein Taschengeld erhöhen, Li?“, fragt Zäg, der älteste meiner fünf Tibeter, der zurück aus Myanmar ist, nachdem San Suu Kyi ihn des Landes verwiesen hat, weil er lästig wurde.
Bereits seit Tagen fällt mir auf, dass ihn…

von ulli nass

Die Nachrichten dieser Tage sollten endlich auch für Optimisten und Stoiker ein Fanal
sein.Der Aufruf ' Wehret den Anfängen ' kommt längst zu spät.Was auf den Strassen in Chemnitz
und in anderen Städten geschieht, es erinnert…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Interessant was die Zeit aus uns (Welt) gemacht hat. In der Zwischenzeit macht die Zeit als Zeit an sich mit uns nichts, lediglich der Zeitmesser, denn Zeit ist zeitlos, unterliegt lediglich einem Prozess der universalen Natur. Es ist nur eine…

von Alf Glocker

Flieg der Zeit davon und du wirst feststellen, daß es dich niemals gegeben hat. Verlangsame deine Geschwindigkeit und du bleibst hinter dem Leben zurück – es wird ohne dich weitergehen, denn für dich findet dann nichts mehr statt. Außerhalb von…

von Alf Glocker

Die Grausamkeit der Gedanken ist beispiellos! Und ja, es stimmt: Die Gedanken sind frei … wer Zeit hat zu denken, der kann Ideen entwickeln, auf innere Stimmen hören, er kann genialen Eingebungen folgen – und er kann ein Tier dabei beobachten,…

von Alf Glocker

„Ich bin schwer im Druck“, sagte das Buch, worauf es sich in der Weite eines unübersichtlichen Marktes verlor, um den Schrott anzubeten. „Sei mir gestapelt, o Herr des Unsinns, dein Un-Rat geschehe, im Himmel der eingebildeten Seligkeit, vor…

von Alf Glocker

Ohne noch mehr Pferde scheu machen zu wollen, hat sich der Anti-Rassistische Zentralrat der unteren Oberwelt entschlossen, sich die verschiedensten Gedanken zu machen, damit endlich auf, ab und umgeklärt werden kann was „Rassismus“ überhaupt ist…

von Alf Glocker

Die Ewigkeit ist ein nicht vorhandener Zustand, in dem sämtliche Zeitzonen enthalten sind. Die Ausspielung erfolgt ohne Gewähr! Ziegen meckern, Schafe blöken, aber es ist kein Halt und auch kein Halten. Der Strom ist stark und dagegen…

von Alf Glocker

Meine Besessenheit steht über Glück und Leid, Glanz und Elend, Krieg und Frieden, über Bibel und Koran, dem Kamasutra, der Lehre oder Leere von Wasweißich, natürlich auch über mir selbst, und sie ist göttlich! Das darf ich aber niemandem verraten…

von Johanna Blau

In vier Bibliotheken bin ich in Leipzig angemeldet: der Stadtbibliothek, der der feministischen Bibliothek Mona Liesa, der Hochschulbibliothek der HTWK und der Umweltbibliothek des Ökolöwen. All das Wissen, zu dem ich Zugang habe, überwältigt…

von Johanna Blau

Ich gehe manchmal einen Weg, von dem ich weiß, dass er nicht meine Bestimmung ist und werde geführt an einer Leine der Versuchung durch Länder des Stillstandes.

Dabei sind da Orte der Besinnung, die meist Orte des Schreibens sind.

von Annelie Kelch

Ostermontag, 13:30 Uhr; ich öffne die hohe, schwere, grau getünchte Tür des Buddenbrookhauses - dem Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum in der Altstadt Lübecks. - „Buddenbrook“: so heißt der Roman, für den Thomas Mann 1929 den Nobelpreis für…

von Alf Glocker

Es gibt Geldscheine, Heiligenscheine, Anscheine, Jagdscheine und Jagdscheine, Freifahrtscheine und Sonnen-, Mond- und Sternenscheine. Natürlich aber auch Scheinchen, wie z. B. das sprichwörtliche Sonnenscheinchen. Man kann sich gegenseitig…

von marie mehrfeld

Gedanken zum Totensonntag, aufgeschrieben am 26. November 2017 nach einem Vormittagsgang über den Hauptfriedhof mit seinen nun blattlosen dunklen Baumschönheiten - und nach der Begegnung mit Trauernden auf dem Weg zu den Gräbern ihrer Toten.…

von Eva Klingler

... seltsamerweise ist auch so ein wundervolles Wort
wozu denn alles erklären, analysieren, zerlegen ...
Seltsam bleibt immer irgendwo irgendwie und und weise auch.
Und wundervoll ist genauso seltsam und eben voller Wunder.…

von Sven Habermann

Man sollte wissen, wenn es rum ist. Man kann so tun, als ob man es nicht merkt, man kann einfach so weitermachen. Geht ´ne Weile ganz gut. Macht sogar Spaß, einfach so zu tun als sei alles prima - jedenfalls für eine Weile. Verdammt, nichts ist…

von Alf Glocker

Müssen wir denn wirklich alle Erlebnisse absolvieren? Wenn das Licht des Lebens durch den Körper fährt – den nach „oben“ gerichteten Zeitpfeil entlang –, dann er-fahren wir so einiges. Natürlich würden wir uns vieles davon am liebsten ersparen,…

von D.R. Giller

Einen Satz beschreiben, der bisher alle anderen vorherigen untergehen, vertreibt ohne Verständnis sowie Mühe, Phasen der Erschaffung überrollt. In der Formulierung, greift nach all den Bildergeschichten, die im Ausdruck reifen, fügen, nicht…

von Alf Glocker

Einstein MUSS blau gewesen sein, als ihm die Relativität einfiel, dann wartete er bis er schwarz wurde, gelb vor Neid, und rot vor Wut, bis er sie an die Welt bringen konnte. Weiß wie eine Wand war er jedenfalls nicht, das wäre denn auch zu…

von Johanna Blau

Kommt vielleicht auf das Selbst an, oder das Ich. Kommt darauf an, was unter dem Ich schlummert und gern mal die Richtung weist, wenn es nicht weiter geht im Alltag, in gefühlten Schlüsselmomenten, oder wenn ich rückwärts die Einbahnstraße raus…

von Alf Glocker

Ahlso, jetz muhs ich euch schohn mahl sagen, das ich wer bin! Nämlich schlau! Mihr kahn mann nix fohrmachen – wen der oberde Scheef sagt wie das is, dann iss das soh! Dass weis keiner beser als ich! Und komen tud dass fon dem Durchblieg den ich…

von * noé *

„gelitten unter Pontius Pilatus“

War ja klar, die „Schuld“ wird immer mir zugeschoben - aber was sollte ich denn tun?
Interessiert hat mich das Ganze nicht wirklich, ich wollte nur keinen Aufstand provozieren. Ach, ihr Götter, das…

von Sven Habermann

Ich muss dort nicht hin. Du bist dort nicht.

Die Rue Madame entlanglaufen, bis zur Hausnummer 29, das Haus sehen, in dem Camus zuletzt mit Francine und den beiden Kindern Jean und Catherine wohnte.
In die Provence, Camus Haus in…

von Alf Glocker

Wollen fängt, wie Weisheit, mit dem selben Buchstaben an. Mit dem W. Aber diese beiden Worte haben nicht sehr viel miteinander zu tun, nur, daß sie sich ausschließen. Das W des Wollens ist quasi ein Jugendfaktor, während sich das W der Weisheit…

von Hippocampus Denkfabrik

In meiner Kindheit waren im Licht der Straßenlaternen abertausende Fliegen und Motten, und Auto-fahrer kratzten sich nach jeder Nachtfahrt die Insekten von der Windschutzscheibe. Jetzt ist da nichts mehr. Man ließ damals nachts die Fenster…

von Alf Glocker

Selbstverständlich – das muss nicht eigens betont werden – bin ICH ein Teil der REALIÄT. Die Realität bin ich – aber nur zum Teil, und natürlich nur, wenn ich mich ihr unterordne, dann nimmt sie mich wahr und ich kann sie wahrnehmen. Denn ich…

von Annelie Kelch

Ende August. Wir werden in den Herbst geschickt, langsam, aber sicher. Und wieder mal ohne Vorbereitung. Vergeblich suche ich im Programm der Volkshochschule nach einem Herbstsemester, das mich auf kommende Stürme vorbereitet:

Maßnahmen,…

von Yvonne Ciecelske

Es ist ein wunderbares Ding, so ein Fenster.
Ein Objekt, das ich nach Belieben mehrmals am Tag öffnen und schließen, durch das ich hinaus sehen kann, an dessen gnadenvolle Existenz, ich jedoch bisher, kaum je einen Gedanken verschwendet…

von Alf Glocker

Um etwaigen Bedenken, Mutmaßungen und/oder Spekulationen vorzubeugen, möchte ich heute aus der Zeitschrift „Der ehrliche Mensch“ zitieren. Dort steht wortwörtlich „man denkt nicht positiv, wenn man Positives anstrebt, sondern wenn man Negatives…

von Alf Glocker

Warm, warm, warm – im Bettchen ist es soo warm. Doch dann schon wieder essen! Wo ist das Gold im Mund der Morgenstund? Ich bin ein Drüsenflugzeug auf dem Weg ins Nirgendwo ... Soll ich den Tag suchen gehen? Welchen Namen hatte die Röstkartoffel,…

von Alf Glocker

Nach nahezu 2000 Jahren haben sich jetzt endlich die Kirchen auf eine fundamentale Reform zu einigen beschlossen, um sich dem Zeitgeist restlos anzupassen. Schon lange ist bekannt, daß sich die Namen der Kathedralen, Basiliken und Kapellen nicht…

von Uwe Kraus

Erst mal ist es richtig, dass wir eine Nationalhymne haben, die zweideutig gesungen werden kann – die Hymne der DDR von Becher, ein Produkt der Hilflosigkeit des getrennten Deutschlands, auf der einen Seite Funktionäre, Stasi, Trabant, aber auch…

von ulli nass

Auch für mich ist Terrorismus primär barbarisch, verbrecherisch, unmenschlich. Menschen sind für mich in erster Linie soziale Wesen mit der Sehnsucht nach Liebe, Freundschaft, Gemeinschaft. Sie suchen Vertrauen, Anerkennung, den Ausgleich ihrer…

von Alf Glocker

Wurzeln, Stämme, Äste, Zweige und Blätter schieben sich, vom Jenseits aus, in das Licht hinein. Sie wurden auf einen Planeten geführt, auf dem der Schöpfungszwang voll zur Geltung kommt. Hier gibt es auch noch andere Lebensformen: Eine…

von Alf Glocker

Wir sind alle aus einem „Gefühl“ heraus entstanden, und zu Anfang waren wir quasi „flüssig“. Manche hielten uns auch für überflüssig, aber das sind meistens die Männer gewesen, die uns höchstens zu ihrer Bestätigung gebraucht haben. Aber zum…

Seiten

Im Mittelpunkt steht die persönliche Auseinandersetzung des Autors mit seinem jeweiligen Thema - ohne zwingend Kriterien streng wissenschaftlicher Methodik zu beachten.

In Untergruppen aufgeteilt wird die volle Bandbreite zwischen einer humoristischen Aufarbeitung und der ernsthaft-detaillierten, sachbezogenen Darstellung eines Themas bedient - vom gesellschaftlichen Klatsch bis hin zur Beschreibung neuester technischer oder medizinischer Errungenschaften. Essays bestimmen demzufolge die anspruchsvolle Journalistik - sei es in Leitartikeln, Kolumnen, Traktaten oder auch Besprechungen/Beurteilungen (=Rezensionen).

Grundsätzlich gilt in jedem Fall ein überschaubarer Umfang des Textes mit greifbaren und nachvollziehbaren Gedanken, die das fiktionale Element ausklammern - d. h. der gewählten Thematik selbst verhaftet bleiben … und dem Leser die Analyse des Sujets nachvollziehbar ermöglichen.