Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

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von Kurt Tucholsky
von Kurt Tucholsky
von Joachim Ringelnatz
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von Walter W Hölbling
von Walter W Hölbling
von Axel C. Englert
die schönsten
von Ella Sander
von Annelie Kelch
von Volker Harmgardt
Beitrag 106 - 140 von insgesamt 1011 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Der Himmel strahlt wie der Mund eines Harlekins;
an seinen Wimpern hängen noch Tränen.

Die Vögel nehmen ihre Lieder wieder auf,
der Baum ist ein Notenständer, seine Blätter sind Noten:
Sie geben den Ton an – ein grüner…

von Christian Morgenstern

O ihr kleinmütig Volk, die ihr vom Heute
nicht loskommt, die ihr meint: so ist es, war es
und wird es sein, so lange Menschen leben –.

O würdet ihr doch andrer Hoffnung Beute
und lerntet wieder schauen Offenbares

von Volker Harmgardt

Niemals hatte ich geglaubt,
niemals werde ich erraten,
dass aus einer zarten Idee
ein Wort erwächst.
Sich der Wirklichkeit nähert,
um dort zu gedeihen, wo
Menschen sind.
Der Tyrannei entgegen,
dem…

von Julia Körner

Kopf gegen Wand
Widerstand

Gegen Eitelkeit
Die zum Himmel schreit

Gegen Ungerechtigkeit
Wie Ozeane weit

Gegen Selbstherrlichkeit
Die alle entzweit

Mit Phantasie
So bunt wie nie

Der…

von Peter Stampfer

Du bist kritisch, du stellst Fragen
Du denkst dabei auch noch selbst
Du bist loyal und solidarisch
Du bist ehrlich und direkt
– Du bist verdächtig

Du bist blond, du bist groß
Du bist schwarz, du bist weiß…

von Axel C. Englert

Wohl bin ICH ‘ne Dame! ‘ne GUTE!
ICH bin sogar die SIEGER-STUTE!
Hier ist mein Kranz! Da der Pokal!
Also – was soll der Skandal?!

WIE?! ICH sehe KOMISCH aus?!
Tu ich NICHT! Sie MICKY MAUS!
Das ist kein HELM…

von Regina Bäcker

Heute in der Frühe
klopfte es an die Türe,
ein ganz besonderer Gast,
er schritt ohne Hast
und ohne Böses zu hegen,
über die Wiesen mir entgegen.
„Guten Morgen, Herr Sonntag, schön, Sie zu sehen,
wollen…

von Manfred Peringer

die sonne verliert sich am himmel kein bewaldeter hang
wiegt sie in den schlaf ich halte ihr einen fliederzweig
an die wange damit sie von duftkissen träumen kann

beim chinesen gibt es suppe süßsauer dazu gebratene

von Annelie Kelch

N icht die guten Vorsätze schon übermorgen vergessen
E ine Zigarette zieht die nächste nach sich, wetten?
U nd schon gar nicht jeden Tag Alkohol; denk an deine Gehirnzellen
J a, dein Hirn und deine Leber danken dir später dafür…

von Julia Körner

Immer dagegen
Niemals dafür
Keine Antworten
Nur Fragen
Falsch gestellt, ohne Sinn

Zurück bleibt
Ein Gefühl
Von Zeitenwende

Starkes Ich
Kein Respekt vorm schwachen Du
Von Menschlichkeit…

von Angélique Duvier

Was täten wir nur ohne Besserwisser,
ohne freundliche Zurechtweiser?
Unruhe stiften wird angestrebt.
Aufregung wird geschürt, da sie belebt.
Andere belehren und bekehren,
du darfst allerdings nicht aufbegehren.…

von Walter W Hölbling

je gröber der präsident
umso kleiner sein staat

demonstrative verletzungen
internationaler vernetzungen
führen letzlich jede nation
in nicht so wunderbare isolation

macht amerika wieder so klein
daß es…

von Angélique Duvier

Ihr wollt nicht hören was ich sage,
nicht wissen was ich fühle,
wollt die Wahrheit nicht sehen,
andere Wege nicht gehen.

Ihr möchtet nach den Sternen greifen,
lasst Gerechtigkeit nicht reifen.
Ihr kennt nur…

von Sigrid Hartmann

Ich leb auf dem Lande
Da ist alles gut
Es gibt zwar Verbrechen
Man ist auf der Hut

Es gibt Horrorhäuser
Und Bomben aus Neid
Verfolgungsjagden
Und Totschlag im Streit

All das ist normal
Bei…

von Walter W Hölbling

warum verlangen wir so viele dinge
die uns doch unbefriedigt lassen
uns stets nach zusatzschnäppchen
auf die reise schicken

ist es das fehlen essentieller eigenschaften
das es uns scheinen läßt, wir wären…

von Manfred Peringer

neben der straße federt ein vogel wird der bürgersteig
geteert gewinne kurven mit zinsen um die wette
hecken schützen nicht vor weltweiten kurseinbrüchen

maikäfer flieh zuhause herrscht der krieg feuer brennt
im amiland…

von Bernhard Hermann Efinger

Deutschland löblich auferstanden
und von Knechtschaft nun befreit,
hat den Wahnsinn überwunden,
strebend nach Gemeinsamkeit.
Möge die Vernunft uns zwingen,
wohlgesinnt den andern sein,
ihre Wunden werden heilen…

von Sigrid Hartmann

Gespenster, die ins Hirn eindringen,
werden selten Gutes bringen.
Greifen an die grauen Zellen,
stetig oder auch in Wellen!

Ängste wollen sie verkünden,
mit den Teufeln sich verbünden,
dringen ein mit Wort und…

von Manfred Peringer

da sind einerseits umgeworfene mülltonnen
in den hinterhöfen wo zwischen all dem abfall
kanalratten ihr dunkles geschäft verrichten

auch auf den weißen hemden der gesellschaft
drängen lange verborgene schandflecke

von * noé *

„Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde.“
Joh. 15,13

Diese schlichte Taube wird Trauer tragen,
nicht länger ihr weißes Friedenskleid.
Ein erneutes Opfer in Terrortagen
ein…

von Monika Laakes

Ein Jemand hat ein Ross bestiegen.
Das ist sehr hoch, sein Schritt ist wiegend.
Der Jemand schaut hochtrabend runter,
denn die da unten sind schlicht und munter.
Ein Jemand spricht barsch von oben herab.
Das Pferd…

von Alfred Mertens

Und wenn sich niemand mehr verringert,
die Lust der Wärme lässt uns kalt.
in allen Wünschen wird erinnert,
als sei man dazu viel zu alt.

Es ist die Wirkung die uns zeigt
in welcher Eigenschaft man sich befindet,…

von * noé *

Verloren in den dunklen Räumen,
verirrt in rätselhaften Träumen
als Spielball einer fremden Welt,
die Wahnsinn in den Händen hält.

Vergessen alle guten Sitten,
das Danken, sogar auch das Bitten,
nur fordernd…

von Alfred Mertens

Die Freiheit strahlt besonders hell,
wenn dafür einsteht man ganz schnell.
Und viele haben ungedämpft
für den Erhalt stets hart gekämpft.

Ob Lenin, Castro, Che Guevara
ob Tibet`s "Gott" der Dalai Lhama,
ja…

von Annelie Kelch

Tanz in Bougival: he looks like der junge van Gogh,
she vermisst ihren kleinen Blumenstrauss noch
nicht, der zu Boden gefallen,
Miene: ernst, Hut und Mund korallen,
er: schwer verliebt, als plagte ihn noch kein Ehejoch.…

von Manfred Peringer

draußen klagt der wind wie heisere kraniche
es fehlt nur noch das monotone des regens
und die welt fängt an mit den zähnen zu klappern

das häusermeer wellt blechern bis zum horizont
in den straßen herrscht reger handel…

von Sigrid Hartmann

Lasst uns den Wehretat erhöhen,
es ist wirklich an der Zeit!
Doch nicht für Panzer und Gewehre,
die erhöhen nur das Leid!

Andere Zeit ist angebrochen,
andere Mittel sind gefragt,
wer die Front an Grenzen sucht…

von Yvonne Zoll

Mensch, weißt du eigentlich
Wie gut‘s dir fürwahr geht

Was du wahrlich einst erlebt
In Hunger ausgedrückt
Von Gliedern kraftlos, abgezehrte Arme,
Schlange stehn und nichts verlangen
Dosis rationiert vergessen…

von Sigrid Hartmann

Ein riesengroßes Spinnennetz
Aus Träumen und Gedanken
Das hält uns jeden Tag hier fest
Weist uns in unsere Schranken

Wir weben mit, wie jeder hier
Des Melodie erklingt
So liegt es nicht allein an mir
Was…

von Annelie Kelch

Kennt ihr das Riesenrad von Sechzehnhundertfünfundvierzig?
Ihr kennt es nicht? - Ihr sollt es kennenlernen - staunen, sehn …
Die alten Römer fanden manches Adäquate schon possierlich -
doch König Ludwig ließ das Ringelspiel an…

von Annette Nie

Freiheit zerritzt
Stück für Stück
Zerrissenheitsbesitz
Wort für Wort
Narbt sich fest
Er will fort
Fort von dem Ort

An dem
Unbeschwertheit fremd ist
Das Beschweren groß ist
Liebe nur…

von Willi Grigor

Die Erde war einmal e i n Land
mit grenzenloser Waterkant.
Die Menschen zogen frei umher,
entdeckten Berge, Land und Meer.

Die Erde wurde eine Welt
mit vielen Toren außen vor,
ein Tor für jede Einzelwelt.…

von Annelie Kelch

Zu Lübeck, auf der Puppenbrück',
erbaut von Dietrich Boy,
steht Neptun als ein Meisterstück,
sieht fast noch aus wie neu.

Er blickt hinab aufs treue Pferd,
das flehend ihm zu Füßen liegt
und sich wie ein…

von * noé *

Das Schattenvolk kommt aus dem Dunkel,
in das wir es hineingedrängt.
Es drückte uns wie ein Karbunkel,
an das man nur sehr ungern denkt.

Sie lebten parallel ihr Leben,
kaum einer von uns nahm sie wahr.
Wir…

von Monika Laakes

Wenn Schleim
Worte umhüllt wie eine
undurchdringliche Folie,
wie nur erreicht Sinn Menschen,
die darum flehen zu verstehen?

Zwar bleibt der Wert
der Worte dort stecken,
wo Lug und Trug auch hingehört,…

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