Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

empfohlene
von Kurt Tucholsky
von Christian Morgenstern
von Rio Reiser
neue
von Soléa P.
von Mer.lin Stark
von Soléa P.
die schönsten
von Annelie Kelch
von Ella Sander
von Volker Harmgardt
Beitrag 106 - 140 von insgesamt 1033 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

(Strauß für Micha - für seine Da(h)me)

Nachts, wenn alle Kinder schlafen,
Mond und Sterne durch die blinden
Kneipen- und Spelunkenfenster sehn,
dann muss ich durch viele dunkle Gassen
und in zwielichtige Häuser…

von Annelie Kelch

Der Himmel strahlt wie der Mund eines Harlekins;
an seinen Wimpern hängen noch Tränen.

Die Vögel nehmen ihre Lieder wieder auf,
der Baum ist ein Notenständer, seine Blätter sind Noten:
Sie geben den Ton an – ein grüner…

von Sigrid Hartmann

Die Welt schaut auf ’nen Präsidenten
und man sieht Menschen protestiern,
wann endlich werden auch die Enten
das Unrecht, das geschieht, kapiern?

Treten geschlossen aus den Häusern
in ihrer schönen, kleinen Stadt.…

von Alfred Mertens

Die Freiheit strahlt besonders hell,
wenn dafür einsteht man ganz schnell.
Und viele haben ungedämpft
für den Erhalt stets hart gekämpft.

Ob Lenin, Castro, Che Guevara
ob Tibet`s "Gott" der Dalai Lhama,
ja…

von Volker Harmgardt

Niemals hatte ich geglaubt,
niemals werde ich erraten,
dass aus einer zarten Idee
ein Wort erwächst.
Sich der Wirklichkeit nähert,
um dort zu gedeihen, wo
Menschen sind.
Der Tyrannei entgegen,
dem…

von Axel C. Englert

Ein Schneehuhn war schwer negativ –
Weshalb beständig „NEE!“ es rief …
„SCH!“ Machten die Leute drum –
Es zu VERSeuchen. Das war dumm:

Denn kaum vernahm besagtes Huhn
Eben jenes „SCH!“ ja nun –
Da rief es…

von Regina Bäcker

Heute in der Frühe
klopfte es an die Türe,
ein ganz besonderer Gast,
er schritt ohne Hast
und ohne Böses zu hegen,
über die Wiesen mir entgegen.
„Guten Morgen, Herr Sonntag, schön, Sie zu sehen,
wollen…

von Dirk Tilsner

Halluzinationen zum Thema
(Versuchung des Heiligen Antonius,
von Hieronymus Bosch)

Jemand schleppt mich über die siebente Brücke
und glaubt, ich hätte endlich begriffen, während
man unter den Pfeilern bereits ihren…

von Peter Stampfer

Du bist kritisch, du stellst Fragen
Du denkst dabei auch noch selbst
Du bist loyal und solidarisch
Du bist ehrlich und direkt
– Du bist verdächtig

Du bist blond, du bist groß
Du bist schwarz, du bist weiß…

von Julia Körner

Immer dagegen
Niemals dafür
Keine Antworten
Nur Fragen
Falsch gestellt, ohne Sinn

Zurück bleibt
Ein Gefühl
Von Zeitenwende

Starkes Ich
Kein Respekt vorm schwachen Du
Von Menschlichkeit…

von Thomas Brod

WAS BEDEUTET JUDEN GLÜCK?
SIND ES FREUNDE, GLAUBE, ORTE
LIEBE, FREIHEIT, SCHÖNE WORTE
ODER IST’S EIN MEISTERSTÜCK?

Davids Stern ist ihr Symbol.
Soll’n nicht Sterne immer blinken,
dienen auch dem Menschenwohl?…

von Monika Laakes

Ein Jemand hat ein Ross bestiegen.
Das ist sehr hoch, sein Schritt ist wiegend.
Der Jemand schaut hochtrabend runter,
denn die da unten sind schlicht und munter.
Ein Jemand spricht barsch von oben herab.
Das Pferd…

von Angélique Duvier

Ihr wollt nicht hören was ich sage,
nicht wissen was ich fühle,
wollt die Wahrheit nicht sehen,
andere Wege nicht gehen.

Ihr möchtet nach den Sternen greifen,
lasst Gerechtigkeit nicht reifen.
Ihr kennt nur…

von Annelie Kelch

Tanz in Bougival: he looks like der junge van Gogh,
she vermisst ihren kleinen Blumenstrauss noch
nicht, der zu Boden gefallen,
Miene: ernst, Hut und Mund korallen,
er: schwer verliebt, als plagte ihn noch kein Ehejoch.…

von Walter W Hölbling

je gröber der präsident
umso kleiner sein staat

demonstrative verletzungen
internationaler vernetzungen
führen letzlich jede nation
in nicht so wunderbare isolation

macht amerika wieder so klein
daß es…

von Manfred Peringer

neben der straße federt ein vogel wird der bürgersteig
geteert gewinne kurven mit zinsen um die wette
hecken schützen nicht vor weltweiten kurseinbrüchen

maikäfer flieh zuhause herrscht der krieg feuer brennt
im amiland…

von Annelie Kelch

N icht die guten Vorsätze schon übermorgen vergessen
E ine Zigarette zieht die nächste nach sich, wetten?
U nd schon gar nicht jeden Tag Alkohol; denk an deine Gehirnzellen
J a, dein Hirn und deine Leber danken dir später dafür…

von Axel C. Englert

Wohl bin ICH ‘ne Dame! ‘ne GUTE!
ICH bin sogar die SIEGER-STUTE!
Hier ist mein Kranz! Da der Pokal!
Also – was soll der Skandal?!

WIE?! ICH sehe KOMISCH aus?!
Tu ich NICHT! Sie MICKY MAUS!
Das ist kein HELM…

von Manfred Peringer

die sonne verliert sich am himmel kein bewaldeter hang
wiegt sie in den schlaf ich halte ihr einen fliederzweig
an die wange damit sie von duftkissen träumen kann

beim chinesen gibt es suppe süßsauer dazu gebratene

von Sigrid Hartmann

Ich leb auf dem Lande
Da ist alles gut
Es gibt zwar Verbrechen
Man ist auf der Hut

Es gibt Horrorhäuser
Und Bomben aus Neid
Verfolgungsjagden
Und Totschlag im Streit

All das ist normal
Bei…

von Monika Laakes

Versteinerung
der Herzen
im brutalen Stress
der unerträglichen, weltumspannenden Bilderflut.
Mediensegen?

Klimawandel
in frostigen
dennoch komfortablen Gefilden
verdrängt Mitgefühl durch Aggression…

von Manfred Peringer

da sind einerseits umgeworfene mülltonnen
in den hinterhöfen wo zwischen all dem abfall
kanalratten ihr dunkles geschäft verrichten

auch auf den weißen hemden der gesellschaft
drängen lange verborgene schandflecke

von Sigrid Hartmann

Gespenster, die ins Hirn eindringen,
werden selten Gutes bringen.
Greifen an die grauen Zellen,
stetig oder auch in Wellen!

Ängste wollen sie verkünden,
mit den Teufeln sich verbünden,
dringen ein mit Wort und…

von Manfred Peringer

draußen klagt der wind wie heisere kraniche
es fehlt nur noch das monotone des regens
und die welt fängt an mit den zähnen zu klappern

das häusermeer wellt blechern bis zum horizont
in den straßen herrscht reger handel…

von Walter W Hölbling

warum verlangen wir so viele dinge
die uns doch unbefriedigt lassen
uns stets nach zusatzschnäppchen
auf die reise schicken

ist es das fehlen essentieller eigenschaften
das es uns scheinen läßt, wir wären…

von Bernhard Hermann Efinger

Aus der Asche auferstanden
keimt die Saat der Offenheit,
blühen soll sie voller Hoffnung,
fruchten in der Einigkeit.
Möge unterm Schirm des Friedens
nicht mit Worten nurr allein
die Vernunft uns stetig zwingen…

von Sigrid Hartmann

SIE wollen ihren Platz nicht räumen,
doch was geschieht, wenn SIE es tun?
Wird es im Land dann besser werden,
wenn ANDERE auf den Plätzen ruhen?

Wer wird dann unser Land regieren?
Wer sitzt sich seinen Hintern wund…

von Sascha El Farra

Wenn Worte an Gewicht verlieren.
Menschen anfangen zu demonstrieren.
Glauben an Verbesserung stirbt.
Hoffnung mit Parolen wirbt.
Geschichte neue Wege geht.
Der Lebenslauf auf der Straße steht.
Die Faust vor Wut…

von Regina Bäcker

AUSgekocht
Köche haben es heut wirklich schwer,
für viele gilt Arbeitsschutz nicht mehr.
Korrekte Ruhezeiten, gar Fürsorgepflicht?
Kennt scheinbar manch Arbeitgeber nicht!
Kontrollfunktionen sind bereits aufgehoben:…

von Christian Morgenstern

O ihr kleinmütig Volk, die ihr vom Heute
nicht loskommt, die ihr meint: so ist es, war es
und wird es sein, so lange Menschen leben –.

O würdet ihr doch andrer Hoffnung Beute
und lerntet wieder schauen Offenbares

von Jürgen Wagner

Es war ein Mensch, so reich und mächtig,
er fühlte sich so groß und prächtig,
so dass man fand, das wär der Mann,
der dieses Land regieren kann

Sein Reichtum, seine Macht und Größe
sie deckten wohl des Landes Blöße…

von Annelie Kelch

Verbittert, abgeschieden und verlassen
hockt er in seinem düstergrauen Haus.
Mag draußen auch im Sonnenschein der heit're Lenz
die Welt erneuern und mit bunten Blumen prassen:
Der Alte traut sich nimmermehr allein hinaus…

von Alfred Mertens

Und wenn sich niemand mehr verringert,
die Lust der Wärme lässt uns kalt.
in allen Wünschen wird erinnert,
als sei man dazu viel zu alt.

Es ist die Wirkung die uns zeigt
in welcher Eigenschaft man sich befindet,…

von * noé *

„Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde.“
Joh. 15,13

Diese schlichte Taube wird Trauer tragen,
nicht länger ihr weißes Friedenskleid.
Ein erneutes Opfer in Terrortagen
ein…

von Willi Grigor

..oder das genaue Gegenteil.

Ich hab Verständnis, ja Respekt,
wenn wem das neue Land nicht schmeckt,
der verdrossen reagiert,
eine große Trauer spürt.
Jede Umstellung braucht Zeit
und fordert eine Kleinigkeit…

Seiten