Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

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von Josef Wilms
von Kurt Tucholsky
von Joachim Ringelnatz
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von Max Winterstein
von Kate on Line
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von Ella Sander
von Annelie Kelch
von Axel C. Englert
Beitrag 106 - 140 von insgesamt 1083 Texten in dieser Kategorie
von Sascha El Farra

Wenn Worte an Gewicht verlieren.
Menschen anfangen zu demonstrieren.
Glauben an Verbesserung stirbt.
Hoffnung mit Parolen wirbt.
Geschichte neue Wege geht.
Der Lebenslauf auf der Straße steht.
Die Faust vor Wut…

von Willi Grigor

Wenn Menschen die Meere in Plastik ertränken
und einmal im Jahre ein Auto sich schenken.
Wenn Ärzte den Feinstaub als harmlos benennen,
und Bosse dank Täuschung den Schadstoff vermindern,
- in Wahrheit den Wandel des…

von Walter W Hölbling

je gröber der präsident
umso kleiner sein staat

demonstrative verletzungen
internationaler vernetzungen
führen letzlich jede nation
in nicht so wunderbare isolation

macht amerika wieder so klein
daß es…

von Sigrid Hartmann

Ich leb auf dem Lande
Da ist alles gut
Es gibt zwar Verbrechen
Man ist auf der Hut

Es gibt Horrorhäuser
Und Bomben aus Neid
Verfolgungsjagden
Und Totschlag im Streit

All das ist normal
Bei…

von Annelie Kelch

Tanz in Bougival: he looks like der junge van Gogh,
she vermisst ihren kleinen Blumenstrauss noch
nicht, der zu Boden gefallen,
Miene: ernst, Hut und Mund korallen,
er: schwer verliebt, als plagte ihn noch kein Ehejoch.…

von Christian Morgenstern

O ihr kleinmütig Volk, die ihr vom Heute
nicht loskommt, die ihr meint: so ist es, war es
und wird es sein, so lange Menschen leben –.

O würdet ihr doch andrer Hoffnung Beute
und lerntet wieder schauen Offenbares

von Manfred Peringer

neben der straße federt ein vogel wird der bürgersteig
geteert gewinne kurven mit zinsen um die wette
hecken schützen nicht vor weltweiten kurseinbrüchen

maikäfer flieh zuhause herrscht der krieg feuer brennt
im amiland…

von Annelie Kelch

Gestern noch Blumen gekauft bei „Jaqueline“:
Levkojen, Tulpen, Veilchen, Mimosen;
heute schon fragst du dich, woher
bekomme ich auf die Schnelle
noch ein paar lachsfarbene Rosen?
Der schöne Laden in der City steht…

von Soléa P.

Provozierender Blick, der Gänsehaut macht
die Springerstiefel hochglanzpoliert
Typ mit Glatzkopf und Bomberjacke zieht in die Schlacht
Gewaltbereit, das Hirn auf null reduziert.

Mit grölenden Parolen ziehen sie durch…

von Angélique Duvier

Ihr wollt nicht hören was ich sage,
nicht wissen was ich fühle,
wollt die Wahrheit nicht sehen,
andere Wege nicht gehen.

Ihr möchtet nach den Sternen greifen,
lasst Gerechtigkeit nicht reifen.
Ihr kennt nur…

von Axel C. Englert

Ein Schneehuhn war schwer negativ –
Weshalb beständig „NEE!“ es rief …
„SCH!“ Machten die Leute drum –
Es zu VERSeuchen. Das war dumm:

Denn kaum vernahm besagtes Huhn
Eben jenes „SCH!“ ja nun –
Da rief es…

von Annelie Kelch

(Strauß für Micha - für seine Da(h)me)

Nachts, wenn alle Kinder schlafen,
Mond und Sterne durch die blinden
Kneipen- und Spelunkenfenster sehn,
dann muss ich durch viele dunkle Gassen
und in zwielichtige Häuser…

von Willi Grigor

..oder das genaue Gegenteil.

Ich hab Verständnis, ja Respekt,
wenn wem das neue Land nicht schmeckt,
der verdrossen reagiert,
eine große Trauer spürt.
Jede Umstellung braucht Zeit
und fordert eine Kleinigkeit…

von * noé *

Verloren in den dunklen Räumen,
verirrt in rätselhaften Träumen
als Spielball einer fremden Welt,
die Wahnsinn in den Händen hält.

Vergessen alle guten Sitten,
das Danken, sogar auch das Bitten,
nur fordernd…

von J.W. Waldeck

Luxuskörper
harter Schnitttechniken
Wettkämpfer
als Schauspieler
der Mensch verplante Prometheus
in Ketten an Wissensfelsen

Pseudosprachen perforieren
Wurmlöcher fusionieren
in Spielen Befehlshaber…

von Manfred Peringer

draußen klagt der wind wie heisere kraniche
es fehlt nur noch das monotone des regens
und die welt fängt an mit den zähnen zu klappern

das häusermeer wellt blechern bis zum horizont
in den straßen herrscht reger handel…

von Monika Laakes

Wenn Schleim
Worte umhüllt wie eine
undurchdringliche Folie,
wie nur erreicht Sinn Menschen,
die darum flehen zu verstehen?

Zwar bleibt der Wert
der Worte dort stecken,
wo Lug und Trug auch hingehört,…

von Walter W Hölbling

warum verlangen wir so viele dinge
die uns doch unbefriedigt lassen
uns stets nach zusatzschnäppchen
auf die reise schicken

ist es das fehlen essentieller eigenschaften
das es uns scheinen läßt, wir wären…

von J.W. Waldeck

von Gartenzaun zu Stammbaum
geräumter Rasenmähertraum

tafeln sie bei himmlischer Musik
und vergessen
DIE
SIE
in Zügen karrten
und ordentlich verscharrten

Deutschland aufgebaut
heißt ihr…

von Alfred Mertens

Und wenn sich niemand mehr verringert,
die Lust der Wärme lässt uns kalt.
in allen Wünschen wird erinnert,
als sei man dazu viel zu alt.

Es ist die Wirkung die uns zeigt
in welcher Eigenschaft man sich befindet,…

von Jürgen Wagner

Es war ein Mensch, so reich und mächtig,
er fühlte sich so groß und prächtig,
so dass man fand, das wär der Mann,
der dieses Land regieren kann

Sein Reichtum, seine Macht und Größe
sie deckten wohl des Landes Blöße…

von Annelie Kelch

Verbittert, abgeschieden und verlassen
hockt er in seinem düstergrauen Haus.
Mag draußen auch im Sonnenschein der heit're Lenz
die Welt erneuern und mit bunten Blumen prassen:
Der Alte traut sich nimmermehr allein hinaus…

von Monika Laakes

Ein Jemand hat ein Ross bestiegen.
Das ist sehr hoch, sein Schritt ist wiegend.
Der Jemand schaut hochtrabend runter,
denn die da unten sind schlicht und munter.
Ein Jemand spricht barsch von oben herab.
Das Pferd…

von J.W. Waldeck

von abgelenkter Umwelt
verstoßene Immune
trotzen dem Scheinleben:
täuschend echter Giergott
der Goldgötzen gefällt

einmal eingleisig eingestellt
verhält uniforme Materie
gegen jedes Argument

von Yvonne Zoll

Irdische Facetten enzyklopädisch
Zentrifugaler Gefräßigkeit entpuppten
zu absurden Anhängseln von Seelen in
verlorener Komödie triebhaft sich

Erlitten Schiffbruch der gewürdigten
Diskurse firmierter Ironie wurden zu…

von Julia Körner

Kopf gegen Wand
Widerstand

Gegen Eitelkeit
Die zum Himmel schreit

Gegen Ungerechtigkeit
Wie Ozeane weit

Gegen Selbstherrlichkeit
Die alle entzweit

Mit Phantasie
So bunt wie nie

Der…

von Ekkehard Walter

Ob du nur irgendeinen kleinen Makel hast
oder dein gesamtes Aussehen dir nicht passt,
so wisse, nichts muss so bleiben wie es ist,
denn beim Schönheitschirurg du in besten Händen bist.
Ein Schnittlein hier, eine weitere…

von Alfred Mertens

Die Freiheit strahlt besonders hell,
wenn dafür einsteht man ganz schnell.
Und viele haben ungedämpft
für den Erhalt stets hart gekämpft.

Ob Lenin, Castro, Che Guevara
ob Tibet`s "Gott" der Dalai Lhama,
ja…

von J.W. Waldeck

mit nichts in den Händen
nicht abgelenkt von dir
durch Ein_Wände: mediale Dranbleiber
unter spirituellen Abtreibern
deren spitze Hüte vermögende Welten(d)clans
zum Himmel wiederholen

nur ihr Jenseits vermag…

von Sigrid Hartmann

Die Welt schaut auf ’nen Präsidenten
und man sieht Menschen protestiern,
wann endlich werden auch die Enten
das Unrecht, das geschieht, kapiern?

Treten geschlossen aus den Häusern
in ihrer schönen, kleinen Stadt.…

von Manfred Peringer

die sonne verliert sich am himmel kein bewaldeter hang
wiegt sie in den schlaf ich halte ihr einen fliederzweig
an die wange damit sie von duftkissen träumen kann

beim chinesen gibt es suppe süßsauer dazu gebratene

von J.W. Waldeck

von Leuten die vor Jahren
sich unsichtbar machten
tauchen in Zeiten der Not
Geister auf
die nach einem fragen

den Rock noch kürzer
und heiße Bildchen drauf
die klein und unscharf
dir zeigen:

von Yvonne Zoll

Abstraktionen nie Totalverlust
Bleibt nur in kurzer zweiter Hälfte
Weit entfernt ein Muskelstoffreflex
Motorendröhnung in den Kehren
Phönixruf Revue aus dem Vulkan

Zerschlissen wie die Fußabtreter
Luxus Liner…

von Regina Bäcker

Heute in der Frühe
klopfte es an die Türe,
ein ganz besonderer Gast,
er schritt ohne Hast
und ohne Böses zu hegen,
über die Wiesen mir entgegen.
„Guten Morgen, Herr Sonntag, schön, Sie zu sehen,
wollen…

von Peter Stampfer

Du bist kritisch, du stellst Fragen
Du denkst dabei auch noch selbst
Du bist loyal und solidarisch
Du bist ehrlich und direkt
– Du bist verdächtig

Du bist blond, du bist groß
Du bist schwarz, du bist weiß…

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