Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

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von Christian Morgenstern
von Joachim Ringelnatz
von Rio Reiser
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von Max Winterstein
von Kate on Line
die schönsten
von Annelie Kelch
von Ella Sander
von Axel C. Englert
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 1083 Texten in dieser Kategorie
Wut
von Sigrid Hartmann

Wut
So wütend
Über das was passiert
Wütend darüber
Dass die Welt gefriert
Wahnsinn
Greift um sich
Unheil das schreit
Ist denn
Hier niemand
Zur Umkehr bereit
Waffen
Und Geld…

von Christian Morgenstern

Verlange nichts von irgendwem,
laß jedermann sein Wesen,
du bist von irgendwelcher Fehm
zum Richter nicht erlesen.

Tu still dein Werk und gib der Welt
allein von deinem Frieden,
und hab dein Sach auf nichts…

von Annelie Kelch

Der Wald ist eine wunderbare grüne Seele - und an den Bäumen
hängen die Blätter hoffnungsfroh wie schöne Gedanken.

Und unser blauer Himmel, dieser riesengroße Schlaf, darin die Vögel
Träume sind mit dunklen Schatten, die…

von marie mehrfeld

Mit 14 war ich ʼne freche Range.
Tat so, als wär’ mir vor niemandem bange.
Grüßte Herrn Löns nicht ums Verplatzen.
Juckte es, wollt’ ich mich sogleich kratzen.
Provozieren machte mir damals schon Spaß.
Selbst wenn…

von Soléa P.

Kopf und Körper sind sich einig –
im Erschöpfungszustand gleich.
Müde die Glieder – leere Gedanken
gehen Hand in Hand –
völlig resigniert nach Haus.
Brauchen dringend eine Pause,
von der schrillen Welt –

von Luise Maus

Ich schau in den Spiegel
was sehe ich?
Einen Menschen, doch
den kenne ich nicht!

Ich seh eine Marionette
mit einer Maske im Gesicht.
Sie schillert in all ihren Facetten
und man kann sie nicht resetten…

von Annelie Kelch

O ihr Sonntage!
O Bratenmentalität!
O ihr verfluchten Saumägen!
Tortenfledderer!
Korinthenkacker!
Nur lustig und frustig
hinein- und hinausgespachtelt -
aber bitte mit Sahne und viel Gefühl!
Langt…

von Yvonne Zoll

Irritierende
Zwischengeräusche rangeln
Ruinös verstört

Verhört – die Thesen
Leiden messbar an Worten
Die niemals werden

Zum Tragen kommen
Hilfe zur Verminderung
Des Absoluten

von Regina Bäcker

Für den Augenblick geboren,
aus dem „Nichts" emporgestiegen,
der dunklen Seele entnommen,
um einmal den Erfolg zu spüren,
und, über Nacht,
zum Star gemacht.
Dem Druck nicht standgehalten,
die Sucht zum…

von Sigrid Hartmann

In einem Land, da lebt ein Fuchs,
der hielt sich still verborgen,
die Puppe, die an Fäden hängt,
die macht den Menschen Sorgen.

Mit Lügen und mit Drohungen
nahm sie die Wähler ein.
Sie steckt in einem…

von ulli nass

Solidarität wurde
von oben aufgekündigt
die Besitzenden haben sich gierig
gegen alle Moral zynisch versündigt -

nun kämpft Harz-Empfänger
gegen Migrant
was wurde nur aus diesem Land ?

das alte…

von J.W. Waldeck

Deutschland schaut zu!
das können sie gut -
die Erben überholter Schlote
wandeln alles Leben ins vergaste Tote
verklebt ihre Hände
nicht nur grünes Blut;
im Ascheregen grauer Schläger
rollen Schädel!…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Als er seine Gedanken in Worte verfasste,
mit feiner Feder den Akt vollzog,
kam es ihm so vor, als würden sie
ihn fragen:
Wird man uns auch verstehen?

Da antwortete er in Gedanken:
Viele werden auf Euch nur…

von Manfred Peringer

da sind einerseits umgeworfene mülltonnen
in den hinterhöfen wo zwischen all dem abfall
kanalratten ihr dunkles geschäft verrichten

auch auf den weißen hemden der gesellschaft
drängen lange verborgene schandflecke

von * noé *

„Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde.“
Joh. 15,13

Diese schlichte Taube wird Trauer tragen,
nicht länger ihr weißes Friedenskleid.
Ein erneutes Opfer in Terrortagen
ein…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Tugenden, meine Damen und Herren
sind schon längst nicht mehr modern,
macht im Wandel sich der Zeit
Gier und Mord und Habsucht breit.
Jeder steht für sich alleine,
Familiensinn ist lange her,
denn für Kleidung…

von Jürgen Wagner

Die Rechten bieten Sündenböcke,
Die Linken die Gerechtigkeit
Die Bürgerlichen suchen die Balance
Das Volk Ruh' und Bequemlichkeit

Tyrannen blenden ihre Völker,
Die Mächtigen belügen sie
Es braucht die Wachheit…

von Soléa P.

Mutter hat damals oft gesagt
Kind, reiß nie groß dein Mundwerk auf
denke noch immer an diesen Rat
billig wirkt es und man kriegt gern eins drauf.

Doch ist das nun viele Jahre schon her
gedreht und verändert hat sich…

von Ralf Risse

Vom Getue ums Getöse
wird uns unwohl üblich.
Dies Gepumpe zum Geschmerze
schult auf gegentrüblich.

Ob ein Lüftchen tobt als Sturme
oder Quälmchen-Brunst aus Feuer.
Buntes Viereck, heiß und bauschig,

von Soléa P.

Geistig umnachtet
auch am Tag
was fängt man mit dem Leben an
stupide wird die Zeit vergeigt
für Tiefgehendes bleibt kaum Zeit
der Stundenplan, aufgestellt
Geld, ja Geld ist das, was zählt
doch was ist mit…

von Axel C. Englert

Ein Bilder-Rahmen war aus Holz,
Klein, quadratisch – und sehr stolz:
Ständig geht es lautstark rund!
Ich wüsste endlich gern den Grund?!

Das Motiv auf meinem Bild?
Kreuzbraver Obstkorb – wenig wild …
Daran…

von Kurt Tucholsky

Von Theobald Tiger
(Anmerkung Redaktion: Pseudonym von Kurt Tucholsky)

Im Modenhaus des Nachts. Aus der Vitrine,
am Eingang links, steigt auf gespensterhaft
ein schwarzer Pupperich mit bleicher Miene,
stelzt zu der…

von * noé *

"Herz statt Hetze",
spannt sie auf, die Netze!
Mit unserem Verhalten
gegen braune Gewalten!

Reicht aus dem Boot die Hand,
dem, der bis zu uns fand,
hilflos in seiner Not.
Holt ihn zu uns ins Boot,

von Annelie Kelch

Selbst wenn das tümpelnde Meer
mit schäumenden Nüstern um Gnade bäte:
Wir würden seinen unverfälschten Atem
auslöschen und es versenken …
wie unser Land und die ganze Welt.

Phönix kehrte auf Nimmerwiedersehen

von Soléa P.

Ein Exemplar ganz ohne seines Gleichen
legt und verstellt sehr gerne die Weichen.

Er dreht an allem, bastelt viel und ausdauern herum
ob Notwendig oder aus einem Vorteil verschaffenden Grund.

Positives sich stets zum…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Wir spielen viel in unseren jungen Jahren,
mal setzen wir auf Rouge, mal auf Noir,
mal fühlen wir uns beim Pair gut aufgehoben,
mal werden wir auf Impair hin geschoben.

Gefühle springen im Carré,
Hoffnung ruht auf…

von * noé *

Die Kleinen sind uns anvertraut,
sie brauchen unsern Schutz.
Wer ihnen ihre Unschuld raubt,
ist allerletzter Schmutz.

Sie wissen noch nicht, was sie wollen,
und was man wollen können kann.
Dem hat man doch…

von Peter Stampfer

Bürger und auch -innen hört:
wir versprechen, wie es sich gehört
werden wir von euch gewählt
sorgen wir, dass euch nichts fehlt
Milch und Honig werden fließen
macht nur schön, was wir euch sagen
denn niemand…

von Angélique Duvier

Was täten wir nur ohne Besserwisser,
ohne freundliche Zurechtweiser?
Unruhe stiften wird angestrebt.
Aufregung wird geschürt, da sie belebt.
Andere belehren und bekehren,
du darfst allerdings nicht aufbegehren.…

von marie mehrfeld

So jung sind sie noch, so klein und schwach, und doch so hell wach, die Augen, sie suchen Farben und Formen, auch Liebe und Normen an sicherem Orte, die Lippen, sie sagen die nötigen Worte, doch statt sich zu üben mit Singen und Lieben, mit…

von Soléa P.

Wenn Sie was können, dann das Tippen
präsent ist das Smartphone Tag und Nacht
zu anderem müssen Sie sich fast schon zwingen
bei der Arbeit, um WC, selbst im Bett stets parat.

Rasend schnell verschicken Sie alles

von Axel C. Englert

Wohl bin ICH ‘ne Dame! ‘ne GUTE!
ICH bin sogar die SIEGER-STUTE!
Hier ist mein Kranz! Da der Pokal!
Also – was soll der Skandal?!

WIE?! ICH sehe KOMISCH aus?!
Tu ich NICHT! Sie MICKY MAUS!
Das ist kein HELM…

von * noé *

Untertänigst beugen sie
ihre abgewetzten Knie
vor der Allmachts-Industrie.

Wieder mal hat „man“ getagt ...
weil der Schweinezüchter „klagt“,
hat man – wie gewohnt – versagt.

Schließich gab es die Erklärung…

von Regina Bäcker

Kein Satz, nur Worte,
nicht nacheinander,
nicht zeitlich hintereinander,
gemeines Durcheinander,
kein Zusammenhang.
Kommunikation von heute,
lässt Beziehungen fallen,
Unsicherheiten verwalten,
lässt…

von J.W. Waldeck

wenn die Menschen
sich nach dem System richten
korrumpiert ihr Denken!
die Asche der Automatisierung
bäckt noch
einheitliche Götterstatuen

ruht im feudalen Frieden
geschlachteter Lämmer
in…

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