Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

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von Joachim Ringelnatz
von Josef Wilms
von Kurt Tucholsky
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von Walter W Hölbling
von Walter W Hölbling
von Axel C. Englert
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von Ella Sander
von Annelie Kelch
von Volker Harmgardt
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 1011 Texten in dieser Kategorie
von Soléa P.

Wenn Sie was können, dann das Tippen
präsent ist das Smartphone Tag und Nacht
zu anderem müssen Sie sich fast schon zwingen
bei der Arbeit, um WC, selbst im Bett stets parat.

Rasend schnell verschicken Sie alles

von ulli nass

Solidarität wurde
von oben aufgekündigt
die Besitzenden haben sich gierig
gegen alle Moral zynisch versündigt -

nun kämpft Harz-Empfänger
gegen Migrant
was wurde nur aus diesem Land ?

das alte…

von * noé *

Die Kleinen sind uns anvertraut,
sie brauchen unsern Schutz.
Wer ihnen ihre Unschuld raubt,
ist allerletzter Schmutz.

Sie wissen noch nicht, was sie wollen,
und was man wollen können kann.
Dem hat man doch…

von Sigrid Hartmann

Was ist wahr und was ist Lüge?
Glaubt ihr mir, wenn ich betrüge,
mit ’nem lächelnden Gesicht,
seht ihr meine Lügen nicht?

Kann mit Worten zaubern, spielen,
führ'n mich hin zu meinen Zielen,
fang euch ein, ihr…

von Soléa P.

Kopf und Körper sind sich einig –
im Erschöpfungszustand gleich.
Müde die Glieder – leere Gedanken
gehen Hand in Hand –
völlig resigniert nach Haus.
Brauchen dringend eine Pause,
von der schrillen Welt –

von Axel C. Englert

Ein Bilder-Rahmen war aus Holz,
Klein, quadratisch – und sehr stolz:
Ständig geht es lautstark rund!
Ich wüsste endlich gern den Grund?!

Das Motiv auf meinem Bild?
Kreuzbraver Obstkorb – wenig wild …
Daran…

von Regina Bäcker

Für den Augenblick geboren,
aus dem „Nichts" emporgestiegen,
der dunklen Seele entnommen,
um einmal den Erfolg zu spüren,
und, über Nacht,
zum Star gemacht.
Dem Druck nicht standgehalten,
die Sucht zum…

von Soléa P.

Ein Exemplar ganz ohne seines Gleichen
legt und verstellt sehr gerne die Weichen.

Er dreht an allem, bastelt viel und ausdauern herum
ob Notwendig oder aus einem Vorteil verschaffenden Grund.

Positives sich stets zum…

von Sigrid Hartmann

In einem Land, da lebt ein Fuchs,
der hielt sich still verborgen,
die Puppe, die an Fäden hängt,
die macht den Menschen Sorgen.

Mit Lügen und mit Drohungen
nahm sie die Wähler ein.
Sie steckt in einem…

von * noé *

Untertänigst beugen sie
ihre abgewetzten Knie
vor der Allmachts-Industrie.

Wieder mal hat „man“ getagt ...
weil der Schweinezüchter „klagt“,
hat man – wie gewohnt – versagt.

Schließich gab es die Erklärung…

von Soléa P.

Geistig umnachtet
auch am Tag
was fängt man mit dem Leben an
stupide wird die Zeit vergeigt
für Tiefgehendes bleibt kaum Zeit
der Stundenplan, aufgestellt
Geld, ja Geld ist das, was zählt
doch was ist mit…

von Regina Bäcker

Kein Satz, nur Worte,
nicht nacheinander,
nicht zeitlich hintereinander,
gemeines Durcheinander,
kein Zusammenhang.
Kommunikation von heute,
lässt Beziehungen fallen,
Unsicherheiten verwalten,
lässt…

von marie mehrfeld

Mit 14 war ich ʼne freche Range.
Tat so, als wär’ mir vor niemandem bange.
Grüßte Herrn Löns nicht ums Verplatzen.
Juckte es, wollt’ ich mich sogleich kratzen.
Provozieren machte mir damals schon Spaß.
Selbst wenn…

von * noé *

"Herz statt Hetze",
spannt sie auf, die Netze!
Mit unserem Verhalten
gegen braune Gewalten!

Reicht aus dem Boot die Hand,
dem, der bis zu uns fand,
hilflos in seiner Not.
Holt ihn zu uns ins Boot,

von Soléa P.

Mutter hat damals oft gesagt
Kind, reiß nie groß dein Mundwerk auf
denke noch immer an diesen Rat
billig wirkt es und man kriegt gern eins drauf.

Doch ist das nun viele Jahre schon her
gedreht und verändert hat sich…

von Peter Stampfer

Bürger und auch -innen hört:
wir versprechen, wie es sich gehört
werden wir von euch gewählt
sorgen wir, dass euch nichts fehlt
Milch und Honig werden fließen
macht nur schön, was wir euch sagen
denn niemand…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Tugenden, meine Damen und Herren
sind schon längst nicht mehr modern,
macht im Wandel sich der Zeit
Gier und Mord und Habsucht breit.
Jeder steht für sich alleine,
Familiensinn ist lange her,
denn für Kleidung…

von marie mehrfeld

So jung sind sie noch, so klein und schwach, und doch so hell wach, die Augen, sie suchen Farben und Formen, auch Liebe und Normen an sicherem Orte, die Lippen, sie sagen die nötigen Worte, doch statt sich zu üben mit Singen und Lieben, mit…

von Kurt Tucholsky

Von Theobald Tiger
(Anmerkung Redaktion: Pseudonym von Kurt Tucholsky)

Im Modenhaus des Nachts. Aus der Vitrine,
am Eingang links, steigt auf gespensterhaft
ein schwarzer Pupperich mit bleicher Miene,
stelzt zu der…

von Uwe Röder

Hohe Pappeln
babbeln.
Und sie sabbeln

Wahl-Make up
auf uns herab:
"Pappelapapp!"

Dann gehts im Trab
nicht schlapp
zum Lobbyisten-Pub.

Schnippelschnapp
den Schniepel ab!?
Der wär…

von Yvonne Zoll

Gesättigte Tinte darunter
Unter der Schicht
gefrorener Gefühle
schmerzendes Bewusstsein

Nur wenige Augen kapabel
Fähig zur Verstellung durch
dringenden Hörens Erfühlens

Durchkämmte Geheimnisse
aus…

von Jürgen Wagner

Die Rechten bieten Sündenböcke,
Die Linken die Gerechtigkeit
Die Bürgerlichen suchen die Balance
Das Volk Ruh' und Bequemlichkeit

Tyrannen blenden ihre Völker,
Die Mächtigen belügen sie
Es braucht die Wachheit…

von Yvonne Zoll

Irritierende
Zwischengeräusche rangeln
Ruinös verstört

Verhört – die Thesen
Leiden messbar an Worten
Die niemals werden

Zum Tragen kommen
Hilfe zur Verminderung
Des Absoluten

von Annelie Kelch

Selbst wenn das tümpelnde Meer
mit schäumenden Nüstern um Gnade bäte:
Wir würden seinen unverfälschten Atem
auslöschen und es versenken …
wie unser Land und die ganze Welt.

Phönix kehrte auf Nimmerwiedersehen

von Ralf Risse

Vom Getue ums Getöse
wird uns unwohl üblich.
Dies Gepumpe zum Geschmerze
schult auf gegentrüblich.

Ob ein Lüftchen tobt als Sturme
oder Quälmchen-Brunst aus Feuer.
Buntes Viereck, heiß und bauschig,

von Walter W Hölbling

je gröber der präsident
umso kleiner sein staat

demonstrative verletzungen
internationaler vernetzungen
führen letzlich jede nation
in nicht so wunderbare isolation

macht amerika wieder so klein
daß es…

von Manfred Peringer

neben der straße federt ein vogel wird der bürgersteig
geteert gewinne kurven mit zinsen um die wette
hecken schützen nicht vor weltweiten kurseinbrüchen

maikäfer flieh zuhause herrscht der krieg feuer brennt
im amiland…

von Soléa P.

Provozierender Blick, der Gänsehaut macht
die Springerstiefel hochglanzpoliert
Typ mit Glatzkopf und Bomberjacke zieht in die Schlacht
Gewaltbereit, das Hirn auf null reduziert.

Mit grölenden Parolen ziehen sie durch…

von Alfred Mertens

Und wenn sich niemand mehr verringert,
die Lust der Wärme lässt uns kalt.
in allen Wünschen wird erinnert,
als sei man dazu viel zu alt.

Es ist die Wirkung die uns zeigt
in welcher Eigenschaft man sich befindet,…

von Manfred Peringer

da sind einerseits umgeworfene mülltonnen
in den hinterhöfen wo zwischen all dem abfall
kanalratten ihr dunkles geschäft verrichten

auch auf den weißen hemden der gesellschaft
drängen lange verborgene schandflecke

von Christian Morgenstern

O ihr kleinmütig Volk, die ihr vom Heute
nicht loskommt, die ihr meint: so ist es, war es
und wird es sein, so lange Menschen leben –.

O würdet ihr doch andrer Hoffnung Beute
und lerntet wieder schauen Offenbares

von Annelie Kelch

Der Himmel strahlt wie der Mund eines Harlekins;
an seinen Wimpern hängen noch Tränen.

Die Vögel nehmen ihre Lieder wieder auf,
der Baum ist ein Notenständer, seine Blätter sind Noten:
Sie geben den Ton an – ein grüner…

von Volker Harmgardt

Niemals hatte ich geglaubt,
niemals werde ich erraten,
dass aus einer zarten Idee
ein Wort erwächst.
Sich der Wirklichkeit nähert,
um dort zu gedeihen, wo
Menschen sind.
Der Tyrannei entgegen,
dem…

von Annelie Kelch

(Strauß für Micha - für seine Da(h)me)

Nachts, wenn alle Kinder schlafen,
Mond und Sterne durch die blinden
Kneipen- und Spelunkenfenster sehn,
dann muss ich durch viele dunkle Gassen
und in zwielichtige Häuser…

von Regina Bäcker

Heute in der Frühe
klopfte es an die Türe,
ein ganz besonderer Gast,
er schritt ohne Hast
und ohne Böses zu hegen,
über die Wiesen mir entgegen.
„Guten Morgen, Herr Sonntag, schön, Sie zu sehen,
wollen…

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