Gestorben

von Chynoah Molineaux
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Ich stolpere angstumwoben durch dunkle Gassen.
Licht flackert am Ende der Straße.
Mein leeres Ich zieht dunkle Schatten.
Einsames splitterndes Herz, mit Narben versehen.
Verlorene Seele, in der Finsternis treibend.
Wenn es doch nur wärmer wäre.

Die Vergangenheit, sie holt mich ein.
Während ich die finst’re Gasse entlanglaufe.
Schleppend ziehe ich ein Bein vors andere.
Merke, wie ich kaum von der Stelle komme.
Meine Seele zittert, es ist kalt.
Wenn es doch nur wärmer wäre.

Geschehnisse zeichnen mich aus und prägen mein Herz.
Ich komm nicht einen Schritt voran.
Das Licht am Ende kommt nicht näher.
Es erlischt bald, ich strecke die Hände aus.
Doch es wird kälter, nichts hat mehr Sinn.
Wenn es doch nur wärmer wäre.

Ich fühle, wie mich etwas umschlingt.
Mit in die Tiefe reisst.
Ein tonloser Schrei entrinnt meiner Kehle.
Nicht gehört, von all den Seelen um mich herum.
Ich sehe Gesichter, zerkratzt und tot.
Wenn es doch nur wärmer wäre.

Sie kreisen um mich herum.
Lachen mich aus, mit ihrem klapprigen Kiefer.
Ich schaue einem in die Augen.
Leere, seelenlose Hülle umgibt mich.
Ich schließe die Augen und fühle.
Wenn es doch nur wärmer wäre.

Warum ist es so eisig kalt um mich.
Ich fühl mich so leer, fühl mich so leblos.
Angstumwoben laufe ich die Straßen entlang.
Es ist vorbei, ich bin so kraftlos.
Verloren in der Finsternis.
Wenn ich doch nur leben würde.

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