Gruselige Gedichte ✓ Horrorgedichte / Halloween

Illustration 11 of Edgar Allan Poe's Raven

Nicht nur zu Halloween gruseln sich Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen. Manchmal tun sie das sogar gern und ganz absichtlich. Gruselige Gedichte haben Tradition und spätestens seit Edgar Allan Poe auch eine große Fangemeinde. Sie finden hier schaurig schönen Horror in kurze und lange Gruselgedichte komprimiert – aus der Bibliothek und von Mitgliedern.

empfohlene
von Heinrich Heine
von Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem
neue
von Axel C. Englert
von Axel C. Englert
die schönsten
von Axel C. Englert
von Axel C. Englert
von Axel C. Englert
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von J.W. Waldeck

wir emanieren nicht
aus blindem Menschenblut
sondern aus der Essenz
eroberter Seele
im Vakuum ewiger Nacht
untotes Leben
teuflischer Kreisläufe

das Herz sind wir -
der Dimensionen
ergossen in…

von Michael Dahm

Unterm Moose regte sich –
als ich nachts um zwölfe schlich –
nach viel Bier und Doppelkorn
etwas Böses, voller Zorn.

Und es sprang in Waldes Halle
aus dem Boden mit Geknalle
eine schaudrige Figur
mit…

von Axel C. Englert

Die Krause kritzelt Blödsinn nur!
(Der fehlt nicht nur das Abitur …)
Sie dünkt sich dennoch ein Genie:
„Bin ick ooch! Jawoll! Un wie!“

Themen-Bereiche „Bier“ – „Fußball“:
DIE wären garantiert ihr Fall …
Doch…

von Monika Laakes

feixende masken blühen
an zweigen im verborgenen
universum des schattenwaldes.
oh, wo sind die lieblichen
schwestern des lichtes?
wo nur mögen die
entfesselten unholde
der xywesen tobend
durchs…

von Axel C. Englert

Wie?! Ewig rauf- und runterklappen?
Dass Leute über mich dreist tappen?
Warum wohl Burgen jenen Graben
Denn überhaupt um sich rum haben?!

Hier ist doch kein Wasserschloss!
Ein Nilpferd wird niemals zum Ross ...…

von Axel C. Englert

„Det is voll KÄSE! Wat SIE schreiben!
Wann lassense det ENDLICH bleiben?!“
SIE als KRITIKER?! Dass ich nicht LACHE!
SIE sind höchstens (m)ein Besen-Drache ...

(Zum Glück ich [m]einen Helm trug,
Als jenes Vieh per…

von Axel C. Englert

Ein Häppchen fand es mehr als happig:
Diese Lesungen sind pappig!
Die ziehen sich – wie Kaugummi!
Grad Englert wird nie ein Genie …

Die Leutchen kommen bloß zum Fressen!
LITERATUR?! Kann man vergessen …
ICH…

von Alf Glocker

Die Sterne stehen überall!
Menschen werden gern zerstört!
Wohl unendlich ist das All -
das dem Menschen nicht gehört!

Denn der Mensch gehört den Sternen,
seine Psyche ist Ventil -
für die Götter, die draus…

von Ingrid Herta Drewing

Das letzte Holzscheit glühte im Kamin
und wärmte uns, nicht ließ uns Kälte schaudern.
Gemütlich wars, die Zeit schien uns zu flieh’n,
wir saßen nah‘ beisammen, um zu plaudern.
Da ward geklönt von dunklen, alten Zeiten,…

von Axel C. Englert

KOPFSCHMERZEN?! Ich kann nicht klagen!
Kann meinen Kopf ja einmal fragen …
Da steckt er! Unterm rechten Arm!
Ja, die Haltung hat halt Charme …

Weiß wie ein BETTTUCH sei ich?! Bleich?
Huch! Dafür bin ich echt…

von Axel C. Englert

Ein Jogger hüpft?! Auf EINEM Bein?!
Nein! – wo mag das ANDRE sein?!
Mimen Sie uns ein Känguru?!
Sie tragen nicht mal EINEN Schuh ...

Ihr Fuß sei plötzlich WEG gewesen?!
Was sind denn das für wirre Thesen?!

von Axel C. Englert

Nicht ALLE Fälle kann man lösen –
Weshalb sie in Archiven dösen ...
„Jack the Ripper“ – zum Exempel –
Zeigt sich als ungeklärter Krempel ...

Ob nun Chirurg – oder ehr Prinz,
Aus London – doch aus der Provinz:

von Alfred Mertens

Was in dem Hühnerhaus geschieht,
ist nicht, was Blühen uns bemüht,
dem Federvieh, dabei zu danken,
wir kennen schliesslich alle Schranken,
die sich den Tieren quälend stellen,
wie furchtbar ist`s in diesen Ställen.…

von Axel C. Englert

Nie gen Gin
Wenig Wein
In die Din
Wieg wie ein

[Aus „wendig“ – ein Gedicht?
Ganz einfach geht das – nicht ...]

von J.W. Waldeck

geheimnisvolle Bag-Lady:
die Rosenlippen verkniffen
schmollendes Herz rosiger Bitten
Schicksalsnorne am Schwanenteich
- des Halses Alabasterblüte kätzchenweich -
bleckt ihr schneeweißes Totentuch
und lockt…

von Michael Dahm

Der volle Mond den Himmel füllt,
Die Sterne flimmern kalt,
Ein lauer Wind zum Sturme schwillt,
Unbändig rauscht der Wald.

Ein Wandersmann den Waldweg geht,
Den Kragen hochgeknöpft,
Die Hand am Hut, dass der…

von Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem

(Nach Edgar Allan Poe)

Es zog vom Schloss
Ein Ritter zu Ross
Durch's Land hin mit lachendem Blick,
Mit wogender Brust,
Mit Liedern voll Lust,
Zu suchen, zu suchen das Glück!

Zuletzt ward er alt,

von Michael Dahm

Gestern, auf dem Weg nach Haus,
es war schon spät und dunkel,
es jagte auch die Fledermaus,
im fehl'nden Sterngefunkel.

Ich sah die Hand vor Augen nicht,
nahm doch den Pfad durchs Moor,
an seinen Rändern…

von Axel C. Englert

Wer ICH bin? Ein echter Star!
ICH bin Sir Percy! – besser: WAR …
Weil „war“ sich besser hier erweist –
Denn – eigentlich – bin ich (s)ein Geist …

In SCHOTTLAND bin ich ein IDOL!
Seit gut fünfhundert Jahren wohl ……

von Monika Laakes

Bizarre Lichtbäume
kratzen an Wolken,
entfachen Stürme,
gewittern bis zum Horizont.

Werwolf-Hohngelächter
durchdringt
ewigen Raum.

Geburt des Unheils
geschieht
unter wärmenden Decken.

von Axel C. Englert

WAS sind Sie?! Fast glaub ich – irr!
Das gibt‘s doch gar nicht: ein WARRWIRR?!
Ergo scheinen Sie mir ein Narr:
Sie sind und bleiben ein WIRRWARR!

Weshalb wirken Sie so neurotisch? –
Na ja – ich bin ab Werk chaotisch…

von Axel C. Englert

„O schaurig ist‘s, übers Moor zu gehn“?!
DAS find ICH überhaupt nicht schön!
Annette von Droste-Hülshoff
Kreierte DEN verqueren Stoff?!

Wer ICH bin?! ICH bin das MOOR!
ICH komm mir ÜBERGANGEN vor!
Blödsinn! „…

von Axel C. Englert

NEIN! ICH steh NICHT zur Auktion!
ICH biete SELBST! Seit Stunden schon …
Warum sollte ein BILD nicht BIETEN?!
(Diese Kollegen hier sind Nieten …)

WIE VIEL kostet der VAN GOGH?!
8 Milliönchen? Geht ja noch …

von Axel C. Englert

MEINE DECKE?! Einfach WEG?!
Und jetzt REGNET‘S! So ein Dreck ...
OBEN OHNE?! Gar kein Spaß –
Mein ganzes Mobiliar wird nass ...

Überall PFÜTZEN! Fette Flecke!
Warte! Wenn ich DICH ent-decke ...
Klein Venedig…

von Jürgen Wagner

Nun geht es in die Wochenmitte
Die klaren, festen, ruhigen Schritte
Sind heute klug und angesagt
Der WODAN führt durch diesen Tag

Als Unglückstag war er bekannt
Er wurd' dem Gotte aberkannt
Wir kehr'n zur…

von Axel C. Englert

Natürlich bin ICH präpariert!
Dass MIR die Chose nicht passiert …
Auf meinem Kopf? Das ist ein HELM!
Was dachten SIE sich denn – Sie Schelm?

ICH gehe nie mehr OBEN OHNE!
Wie ich behütet stark betone …
Laufend…

von Michael Dahm

Nachbar, Mensch, was machst Du hier
Du bist doch schon lange tot
Schau mich nicht so an wie'n Tier
Du starbst durch eine Ladung Schrot.

Ich hoffe, du hast nicht vergessen
Wer dich in den Orkus brachte
Als ich…

von Annelie Kelch

Robert Gernhardt
in memoriam

Die Nebelfrau streift durch den Wald,
trägt graue Pluderhosen.
Ich kam vom Weg ab
und geriet in ihre Näh'
mir wurde augenblicklich
klamm von Kopf bis Zeh
und…

von Soléa P.

Gespenstig der Mond am Himmel steht
dichte Wolken ihn verstecken
in der Kapelle gibt es schon lange kein Gebet
dieser unheimliche Ort tut jedes Herz erschrecken.

Nackte Bäume bedrohlich knarren
auf Gräbern ringsum…

von Axel C. Englert

Ich sag‘s Ihnen: Da stimmt was nicht!
DAS ist doch niemals unsre Pflicht ...
ZWEI MAL! Täglich! Die Schinderei!
Keinen Urlaub! Wann gab‘s frei?! –

Legen SIE SICH mal ‘n BISSCHEN zu!
3 Fenster noch! – dann 5 Paar…

von Heinrich Heine

II.

Ein Traum, gar seltsam schauerlich,
Ergötzte und erschreckte mich.
Noch schwebt mir vor manch grausig Bild,
Und in dem Herzen wogt es wild.

Das war ein Garten, wunderschön,
Da…

von * noé *

Wer stürmt denn da das Witwennest,
aus Playmobil und winterfest?
Der Osterhas hat keine Schuld!
(Jetzt braucht er aber viel Geduld ...)

Die Witwen warns, die lockren Weiber,
und ihre männerlosen Leiber,
die…

von Michael Dahm

Über Feldes Runzel-Scholle,
rollte eine Nebel-Rolle,
wälzte alle Triebe platt,
alles Grüne wurde matt.

Und sie nahm hinfort das Licht,
erdrückte es mit ihrem Gewicht,
alles hatte sie gebunden,
Tier' und…

von Michael Dahm

Wogend die Schatten im Mondenlicht,
einsam, ganz einsam ein bleiches Gesicht,
wehet und wabert in dürrem Geäst,
erkennbar wird’s nur in Mondenscheins Rest.

Zwinkert und blinkert, mal hier und mal dort,
bewegt…

von René Reimzwang

Ein Dichter, so ward mir berichtet,
hätt' sich neulich arg verdichtet.
Über Nacht wurd' er ganz klein,
doch soll's Gewicht dasselbe sein.

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