Gesellschafts- & Entwicklungsinhalte ✓ Geschichten, Abhandlungen oder Erzählungen zum Thema

empfohlene
von Arthur Schnitzler
von Alexander Zeram
von Peter Altenberg
Beitrag 106 - 140 von insgesamt 669 Texten in dieser Kategorie
von Wolfgang Luley

Schachweltmeister Aljechin wird in einem Pariser Café zu einer Partie Schach herausgefordert. Sein Gegner hat eine weibliche Begleitung dabei, die, man sieht es ihr an, über den Mut ihres Freundes strahlt. Aljechin lässt sich nicht lange bitten.…

von Alexander Zeram

1. Kapitel:  E r l e b t

Geoffrey hielt sein Glas gegen das Licht und lallte: "Ei, wie das schön perlt!" Dann hob er es in die Höhe und rief: "Na, trinken wir mal auf uns, was, mein Brüderchen?"

Helen und ich leerten unsere Gläser…

von Luise Maus

„Danke.“ sagte leise, fast kaum hörbar, die alte Frau zu dem jungen Mädchen. „Keine Ursache, das habe ich gerne über die Strasse geleitet. Ich musste, als ich Sie hier hilflos am Zebrastreifen sah, an meine geliebte Oma denken.“ „An deine Oma?“…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Quo vadis Mensch!

In Betrachtung der augenblicklichen Weltlage mit ihren geopolitischen Brennpunkten,
wird es langsam aber sicher Zeit sich die Frage zu stellen, wohin die Reise der Spezies Mensch
überhaupt noch gehen soll.…

von Werner V.

Mir persönlich fällt immer wieder auf, dass Menschen, die den ganzen Tag vor ihrem Rechner sitzen und alle möglichen sozialen Medien nutzen, gar nicht mehr in der Lage sind zu filtern und gleichzeitig immer schneller immer mehr Kontakte haben und…

von Susanna Ka

Ich lese gerne die Tageszeitung. Morgens gemütlich bei Milchkaffee und Marmeladenbrötchen. Dabei kann ich noch einmal in Ruhe alles durchkauen, was Internet und Tagesschau am Vortag ins Wohnzimmer gespült haben. Meistens sind es negative…

von Angelika Wessbecher

Annes Verhältnis zu ihrem Cousin war etwas prekär. Harald konnte manchmal so fies sein. Sie waren etwa gleich alt und sein Vater pflegte Anne ihm gegenüber des Öfteren als Vorbild für schulischen Fleiß vorzuhalten. Harald zahlte ihr das gerne mit…

von Peter Altenberg

Ich kam einmal zu dem ersten Friseur der Residenz.
Es roch nach Eau de Cologne, nach frisch gewaschenen Leinenmänteln und zartem Cigarettenrauch – – Sultan flor, Cigarrettes des Prinzesses égyptiennes.
An der Kassa sass ein ganz…

von Gina Reinert

Ich atme.

Und mit jedem Atemzug fällt mir der Himmel ein Stück mehr auf den Kopf, die Sonne erlischt und der Boden fährt seine Stacheln heraus.
Und mit jedem Schritt wird der Grad schmaler und das Wasser steigt bis zum Hals und ich…

von Peter Altenberg

Sonniger Herbsttag – – –. An sonnigen Stellen Wärme, Hitze – – an schattigen Stellen Keller-Kälte. Es duftet nach welken Blättern und frischer feuchter Erde. Auf den Uferwiesen stehen kurze dünne helliotropefarbige Striche, Colchicum autumnale.…

von K. K.

Die Verrohung der Menschheit nimmt zu, egal welche Glaubensrichtung oder auch nichtgläubig. Leider wächst auch der Rechtsdruck ..... was ein ernsthaftes Problem darstellt. Wenn Menschen wie z. B. Frau Künast von rechts beschimpft wird und Anzeige…

von Peter Altenberg

Hell war sie, hell, die kleine Königin! Wie die gelbe Sonne waren ihre Haare und ihr Antlitz wie ein Rosenblatt!
»Ich fürchte, ich werde mich in Niemanden verlieben – – –« sagte sie einmal auf der Esplanade.
»Warum?!« sagte ein Herr…

von Peter Altenberg

Grillparzerstrasse, eine breite lichte Gasse, welche Oktobersonne trank und in die gelben Flächen der Häuser einschlürfte, dass die Sonnentropfen auf den Spiegelfenstern spritzten. Das Holzstöckelpflaster erinnerte den Fuss an feste braune…

von Klaus Mattes

> Normal ist keine Kategorie, mit der ich mich aufhalte.
Na, super.

>> Architektur, die sich zweckfrei Schönes genehmigen darf.
> Baut niemand. Entweder es vereint Pomp mit Nutzen oder es bleibt in unseren Köpfen.…

von Naomi Wolf

Hören sie mich? Hören sie was ich sage?
Sehen sie überhaupt? Sie sind so vertieft in Gespräche über Popularität, Ruhm und Reichtum.
Ich höre hin. Likes, Follower, Share, Shoutout, Post, Instagram, Facebook, Snapchat.
Ich…

von Ralf Risse

Zahlreiche Tierarten verschwanden und verschwinden
von unserer geliebten Kugel, woran wir zum großen
Teil Schuld tragen.
Mutter Natur ist viel cleverer als wir es uns vorstellen
können und kümmert sich.

Jedes Jahr…

von Heinz Helm-Karrock

Ach, ihr Ahnungslosen,
kaputtmacher Menschen. Wenn ihr nur wüsstet, was ein Baum an Persönlichkeit und Autorität entwickeln und besitzen muss,
bevor er so stolz, so voller Würde stehen kann:
Wenn ihr ihn schlagt...., so müsst…

von Peter Altenberg

Station Zahnradbahn, Schafbergbahn.
Weisser dicker Schotter bis an die Wiesen der Bauernhäuser. Kleine dünne Ahornbäume sind längs der Strecke hingepflanzt, mit Grasringen, auf welchen rothe Mohnblumen wachsen.
Die schiefe Lokomotive…

von marie mehrfeld

Bürgersteige oder autofreie Strassen in Einkaufszonen sind öffentliche Gehwege für alle. Hierzulande sind sie meistens mit teurem Pflaster versehen, alles vom Feinsten, denn wir sind ein reiches Land. Überall stehen Abfallbehälter, die…

von Lena Kelm

Nach dem Einkauf gönne ich mir einen Latte Macchiato im Straßencafé, und beobachte drei junge Männer, die Tee trinken und sich ungewöhnlich leise unterhalten. Neben dem einen steht ein Kinderwagen, darin eine wunderschöne kleine Dame, zartrosa…

von Peter Altenberg

Der Herr trug immer eine breite weisse Flanellhose, ein weites weisses Flanellhemd und eine offene hellgraue Flanelljacke.
Er sah aus wie ein Akrobat, gehüllt in Noblesse. Einmal tanzte er im Cursaal »Sirr Roger« mit der schönsten Dame von…

von Peter Altenberg

Margueritta stand nahe bei Ihm.
Sie lehnte sich an Ihn.
Sie nahm seine Hand in ihre kleinen Hände und hielt sie fest. Manchesmal drückte sie sie sanft an ihre Brust.
Und doch war sie erst elf Jahre alt.
»Margueritta ist…

von Lena Kelm

Früher war die U7 samstagmorgens leer. Oh, Wunder, ich finde einen freien Sitz und der gegenüber ist auch frei! Welche Wohltat, die Beine ausstrecken zu können. Die Arthrose in den Knien macht mir zu schaffen, allein die Vorstellung fast eine…

von * noé *

Die Tafeln wurden von freiwilligen, ehrenamtlichen Mitfühlenden installiert, um den Wegwerf-Überfluss einer saturierten Gesellschaft umzuverteilen auf die, die von der Hand in den Mund leben, wenn es dazu überhaupt noch kommt, also, um ein…

von Peter Altenberg

Ich sass in dem kleinen lieben Café.
Ich hörte zwei Männer leise sprechen.
»Enfant – –«, sagte der Eine, »je te plains –.« »Adieu – –«, sagte der Andere, »Du verstehst mich nicht mehr – –. Niemand versteht mich – –.«
Der Freund…

von Paula Noreth

Alles hat eine Zeit und noch ist keine zweite Welt in Sicht.
Insekten beschäftigen mich und werden immer weniger und doch wichtiger.
Kleine Parasiten bedrohen mich, man möchte ihnen den Tod wünschen.
Feine Wildbienen bedauere…

von Peter Altenberg

Georg, der wunderschöne Gärtnerbursche beim Handelsgärtner, liebt Frau R., villa R. mit dem Linden-Parke.
Seit vier Jahren verlässt er den Platz nicht, der vis-à-vis ist.
Morgens, Abends, kommen die Winde mit Lindengeruch – – –.…

von Uwe Kraus

Es begab sich schon vor langer zeit. Vor langer grauer vorzeit, damals, als die worte entstanden. Da waren männer und frauen, die lebten für das wort, das ausgesprochene wort. Auch adam und eva lebten in dieser zeit.

Ich kann sagen, dass…

von Sigrid Hartmann

Wieder ist etwas Furchtbares geschehen, Unschuldige sind verletzt und getötet worden.
Ihnen und ihren Angehörigen gilt mein Mitgefühl.
Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit trifft es uns besonders.

Die Stimmen, die unsere…

von Sigrid Hartmann

Jeder erwartet etwas vom Anderen.
Wenn der Andere die eigenen Erwartungen nicht erfüllt,
verliert man das Vertrauen in ihn.
Wenn man selber die Erwartungen der Anderen nicht erfüllt,
verliert man das Vertrauen in sich.…

von Dieter J Baumgart

Über die Eigenthümlichkeiten von Eigenthümern…

Es war einmal ein 1500-Seelen-Dorf, gelegen an einer Wegverzweigung und umgeben von Wiesen und Bäumen.
Auf der anderen Seite dieser Wegverzweigung hatten nun auch ehemalige Dorfbewohner…

von Peter Altenberg

Sie war eine ganz kleine Schauspielerin des Sommertheaters, hatte Himmels-Augen und hungerte.
»Ich möchte Ihnen einmal Jeane Eyre vorspielen« sagte sie zu einem jungen Schriftsteller.
»Kommen Sie zu mir« sagte er.
»Oh«, sagte…

von Peter Altenberg

»Es ist eine österreichische Comtesse der Ebner-Eschenbach« sagte ein junger Mann auf der Esplanade von ihr.
»Worin liegt es?« erwiderte eine Dame.
»In der adeligen Seele, welche den Gesammt-Organismus durchleuchtet. Man bekommt einen…

von Alexander Zeram

"When you lose your eye-sight,
yo' best friend's gone.
sometimes yo' own dear people
don't fool with you long."

('Sleepy' John Adam Estes)

Blind Joe…

von Sabrina Juschka

Woran macht ihr fest, wer bleiben darf und wer nicht?
Mal angenommen unser Leben ist wie ein Haus. Wem würdet ihr die Tür öffnen, wenn nicht sogar herein bitten? Wem würdet ihr alle eure Räume zeigen? Wer dürfte sich in deinem "Haus des…

Seiten

In einer Zeit, da die Unterscheidung literarischer Gattungen sich noch an den Fingern zweier Hände abzählen ließ, gab es bereits den großen 'Gesellschafts-' oder auch 'Entwicklungsroman'. Logischerweise hat jedes gehaltvolle Werk eine 'Entwicklung' zum Thema - und meist geht es auch um gesellschaftliche Themen.
Die großen Werke der fiktionalen Weltliteratur gehören allesamt in diese Rubrik - egal, zu welcher Zeit sie geschrieben wurden, und welchen Anspruch an den Leser sie verfolgten.

Historisches, Soziales, Liebesgeschichten, Lebensbeschreibungen … in diesem Rahmen bewegen sich viele der thematisch durchaus völlig unterschiedlichen Werke. Gesellschaftspolitische Aussagen bestimmen ohnehin die meisten Romane - uneingeschränkt bis über die genretypischen Grenzen hinaus. Selbst moderne Fantasy kann im Idealfall einen Stoff beschreiben, der in dieser Rubrik bestens aufgehoben ist.