Gruselige Gedichte ✓ Horrorgedichte / Halloween

Illustration 11 of Edgar Allan Poe's Raven

Nicht nur zu Halloween gruseln sich Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen. Manchmal tun sie das sogar gern und ganz absichtlich. Gruselige Gedichte haben Tradition und spätestens seit Edgar Allan Poe auch eine große Fangemeinde. Sie finden hier schaurig schönen Horror in kurze und lange Gruselgedichte komprimiert – aus der Bibliothek und von Mitgliedern.

empfohlene
von Heinrich Heine
von Edgar Allan Poe
von Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem
neue
von Manfred Peringer
von Axel C. Englert
von bernd tunn tetje
die schönsten
von Axel C. Englert
von Axel C. Englert
von Axel C. Englert
Beitrag 106 - 140 von insgesamt 151 Texten in dieser Kategorie
von Michael Dahm

Wogend die Schatten im Mondenlicht,
einsam, ganz einsam ein bleiches Gesicht,
wehet und wabert in dürrem Geäst,
erkennbar wird’s nur in Mondenscheins Rest.

Zwinkert und blinkert, mal hier und mal dort,
bewegt…

von Michael Dahm

Gestern, auf dem Weg nach Haus,
es war schon spät und dunkel,
es jagte auch die Fledermaus,
im fehl'nden Sterngefunkel.

Ich sah die Hand vor Augen nicht,
nahm doch den Pfad durchs Moor,
an seinen Rändern…

von Axel C. Englert

Wie?! Ewig rauf- und runterklappen?
Dass Leute über mich dreist tappen?
Warum wohl Burgen jenen Graben
Denn überhaupt um sich rum haben?!

Hier ist doch kein Wasserschloss!
Ein Nilpferd wird niemals zum Ross ...…

von Axel C. Englert

Was ICH auf dem ACKER mache?!
Ist ganz alleine MEINE Sache!
Mit Ihnen sprechen? Scheint ehr dumm:
Denn – eigentlich – sind wir ja stumm ...

So ist und bleibt es, bei uns Fischen:
Man kann uns schwer dabei erwischen…

von Alfred Mertens

Ich sah mit viel Beängstigung
am Ast vom Baum wie einer hing
als ich im Wald spazieren ging
oder heisst es jetzt: er hang?
Schon bei diesem Worte wird’s mir bang!

Warum er sich dort hat erhängt,
Hatte den…

von * noé *

Ein grauer Tag, mit Regen im Gepäck,
er klopft mit Knochenfingern an die Fenster.
Gehörig war heut früh der Schreck,
mich weckte der Gedanke an Gespenster

oder gar Schlimmeres, mag sein,
ich sag es unverblümt und…

von Soléa P.

Gespenstig der Mond am Himmel steht
dichte Wolken ihn verstecken
in der Kapelle gibt es schon lange kein Gebet
dieser unheimliche Ort tut jedes Herz erschrecken.

Nackte Bäume bedrohlich knarren
auf Gräbern ringsum…

von Jürgen Wagner

Nun geht es in die Wochenmitte
Die klaren, festen, ruhigen Schritte
Sind heute klug und angesagt
Der WODAN führt durch diesen Tag

Als Unglückstag war er bekannt
Er wurd' dem Gotte aberkannt
Wir kehr'n zur…

von Axel C. Englert

HALLO?! Spricht da die POLIZEI?!
Na ENDLICH! Ist Ihr Anschluss frei ...
Ja – die – Verbindung – scheint – sauschlecht –
Mein Uralt-Handy – tut‘s – nicht – recht ...

Jene Technik hätte Schwächen?
Was Wunder – ich…

von Axel C. Englert

Was wollen SIE Idiot denn hier?!
Suchen Sie sich IHRE Tür!
SIE sind das WEEKEND?! Lächerlich –
ERST kommt der FRÜHLING! Ergo ICH …

Dann der SOMMER, HERBST und WINTER!
Hört doch auf zu drängeln, Kinder …
DER…

von Alf Glocker

Ein hoher Wall aus tiefem Schweigen
zieht, um die Orte des Vergessens,
seine geisterhaften Kreise -
und Bäume tragen in den Zweigen,
den hohen Anspruch des Ermessens:
man hört noch in der Luft das leise
Wehen…

von ulli nass

pflanz einen Apfelbaum
träum Dir `nen Zukunftstraum
verhalt Dich trendgerecht
mach es stets allen recht

wenn man Dir das Rückgrat krümmt
fall nicht aus dem Meinungsraster
ist die Seele Dir verstimmt

von Annelie Kelch

Die Nase weint,
der warme Schal
besucht den wehen Hals
und hält ihn warm.
Am Krankenbett,
verdächtig leis:
ein Virenschwarm -
liefert sich mit dem
Schnupfen ein Duett.

Die Viren tanzen

von * noé *

Der eine streift zum Forscherzwecke
und kurzbehost durch manche Hecke,
auf dass er abends spät entdecke:
Ihn ziert hüftwärts ein Bild von Zecke!

Er geht ins Insel-Krankenhaus,
dort lacht ihn sehr die Ärztin aus:…

von Annelie Kelch

Der Morgen graute -
grau verhangen,
und leise ist der schwere Traum
von mir gegangen,
der meine Nacht erschwerte,
wogegen ich mich wehrte,
jedoch:

Ich sah ein Kreuz auf einem Grab,
darauf dein Name…

von Axel C. Englert

SOFORT machen Sie die Fliege!
Blödmann! Das ist MEINE Liege!
Ich hatte nämlich RESERVIERT!
Mit diesem Menschen hier markiert ...

Solche Aktionen sind VERBOTEN!
Entfernen Sie Ihren Idioten!
Weichgespült sind…

von Manfred Peringer

geht die sonne unter streifen wir uns das löchrige
hemd der nacht über zerfressen von motten schützt
es nur unzureichend vorm bleichen des mondlichts

für uns ist es maske und kluft zugleich wenn wir
in wilden nächten…

von Fabian Uhlemann

Dunkel und leise erhebt sich die Qual,
das Licht, finster, menschenlos der Saal.
Alle Töne verstummt, das tiefe Innere,
atmete laut, unerschrockene Seele flimmerte.

Dunkel und leise erklingt Musik,
verborgen,…

von Jonas Lindinger

Ich lieg still im warmen Laub
Weht ein lauer Wind den Staub
Hör die Bienen summen
Lässt mein Aug verstummen

Ein Schrei lässt mich erschauern
Allein erwacht bei dunkler Stund
Hier spür ich jemand lauern

von * noé *

Die Erde bebt. Mit einem fahlen
Leuchten des Nachts: ein Supermond.
Viel größer scheint er zum realen,
denn näher ist er als gewohnt.

Die Welt steht wohlfeil zum Verkauf,
Wetten nimmt keiner jetzt mehr auf.

von Alf Glocker

Ausgesandt vom Schoß der Hölle,
schickt die Erde jetzt Millionen -
alle auf dieselbe Globusstelle -
von ungezügelten Dämonen!

Teils sind sie sofort erkennbar,
teils verkleidet, „Engel“ - wild
sind die…

von Michael Dahm

Glockenschlag aus dunkler Weite,
wehte durch die frische Nacht,
hatt' alle Ängste an der Seite,
die je ein Menschenhirn erdacht.

Finsternis umwallte mich,
auf des Pfades stillem Steig,
als etwas aus der…

von Axel C. Englert

Eine ZAHL frisst doch nicht Leute!
Sind Sie des Wahnsinns fette Beute?!
Die Frau hat Ihnen nichts getan –
Was soll denn dieser doofe Wahn?!

Geistig haben Sie ‘ne Schramme:
Keine Sau beißt eine AMME!
Das „S“…

von Michael Dahm

Die tiefe Nacht hält mich versteckt
ich musste wieder raus
denn seitdem ich Blut geleckt
hält nichts mich mehr im Haus.

Vater was ist los mit mir
ich ging in deiner Spur
denn als deiner Lenden Zier
bin…

von ulli nass

utopien und große ideen
vergehn,können nicht widerstehn
schwinden schneller und schneller dahin
als die Gletscher der höchsten Berge
wir stehen derweil im Tal wie Zwerge
und wir sind doch toatal mittendrin

ein…

von Marc R

Ich wandere im Schatten
in der Finsternis der Nacht
über moosbedeckte Hügel
und der Mond am Himmel lacht

Er leuchtet mir den Weg
wo kein Licht ins Dunkel sticht
bis in das Tal der 1000 Tode
nur der Nebel…

von Michael Dahm

Im Nebel sich der Tag verbarg
als er an mir vorbeigetragen
ein großer brauner Eichensarg
auf dem schon weiße Nelken lagen.

Ein Gefühl ganz seltsam harrte –
ich war nicht einmal Gast –
als ob etwas durch die…

von Annelie Kelch

Eine Hütte im Wald: verlassen,
einsam und öd' -
zwanzig Sommer fuhr sie dran vorüber;
aber eines Tages, man mag es kaum fassen,
schob sie ihr Fahrrad an einen Baum
und drückte die Klinke nieder.

Ein Falter…

von Chi Waniewo

Rucksack, Gürtel, Taschenmesser,
Dosenfleisch, Gewehr.
Der Soldat - ein schneller Fresser.
C'est la guerre, mon frère.

Äste rascheln, Ohren spitzen!
Kommt da irgendwer?
Der Soldat mit Augenschlitzen.
C'…

Rezitation:
von Annelie Kelch

Geraschel im Unterholz;
ein gefährliches Knistern.

Auf einer Bank unter dem Baum,
der die Sonne zerteilt,
nimmst du einen Schluck
Poesie gegen deine Angst
und den Durst nach wahren
Worten.

Gib…

von ulli nass

man stirbt seit Jahren schnell
in mediterranen Gewässern

der allseits zitierte letzte Tropfen
führt lange schon
und final auf Dauer nun
zu überlaufenden Fässern

nichts sehen,nichts hören,nichts sagen
-…

von Annelie Kelch

A ngst vor Trump breitet sich aus – weltweit
M an demonstriert von London bis Hongkong
E in Wort von Trump kann einen Krieg (neu) entfachen
R ichterschelte interessiert ihn nicht
I n Mexiko sind die Menschen fassungslos…

von Ventus Bitterblossom

Tief im Morast schwebt schwach leuchtend und klein,
Ein Irrlicht, es taumelt und fällt fast hinein.
Es ist geschwächt denn es hungert gar sehr
nach einer Seele - und vielleicht auch nach mehr.

Es würde gern jagen, doch…

von Annelie Kelch

...sich gegenseitig nach Hause bringen:
ein Anfang mit Ende!

Wir hatten Steno, Abendunterricht.
Als wir den Klassenraum verließen,
war 's draußen fast noch sommerhell.

Wir brachten uns mal wieder gegenseitig heim,…

von Michael Dahm

In den deutschen Feldern
inmitten von deutschen Wäldern
da lebt ein heimlich Tier
und stillt hier seine Gier.

Seine Augen blitzen böse
es knurrt in sein'm Gekröse
es schläft mit offenem Blick
und kennt…

Seiten