Gruselige Gedichte ✓ Horrorgedichte / Halloween

Illustration 11 of Edgar Allan Poe's Raven

Nicht nur zu Halloween gruseln sich Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen. Manchmal tun sie das sogar gern und ganz absichtlich. Gruselige Gedichte haben Tradition und spätestens seit Edgar Allan Poe auch eine große Fangemeinde. Sie finden hier schaurig schönen Horror in kurze und lange Gruselgedichte komprimiert – aus der Bibliothek und von Mitgliedern.

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Beitrag 106 - 140 von insgesamt 141 Texten in dieser Kategorie
von * noé *

Ein grauer Tag, mit Regen im Gepäck,
er klopft mit Knochenfingern an die Fenster.
Gehörig war heut früh der Schreck,
mich weckte der Gedanke an Gespenster

oder gar Schlimmeres, mag sein,
ich sag es unverblümt und…

von Axel C. Englert

SOFORT machen Sie die Fliege!
Blödmann! Das ist MEINE Liege!
Ich hatte nämlich RESERVIERT!
Mit diesem Menschen hier markiert ...

Solche Aktionen sind VERBOTEN!
Entfernen Sie Ihren Idioten!
Weichgespült sind…

von Alfred Mertens

Ich sah mit viel Beängstigung
am Ast vom Baum wie einer hing
als ich im Wald spazieren ging
oder heisst es jetzt: er hang?
Schon bei diesem Worte wird’s mir bang!

Warum er sich dort hat erhängt,
Hatte den…

von Alf Glocker

Ein hoher Wall aus tiefem Schweigen
zieht, um die Orte des Vergessens,
seine geisterhaften Kreise -
und Bäume tragen in den Zweigen,
den hohen Anspruch des Ermessens:
man hört noch in der Luft das leise
Wehen…

von J.W. Waldeck

das Gemälde der behangenen Ecke
taucht hervor mit altem Glanz
und Aschenrosen bekritzeln ein Antlitz
seltsamer Vitrinen

als kalter Reflex entschwunden
alles eingefangene (vor)Bilder!

davor: das Licht der…

von * noé *

Der eine streift zum Forscherzwecke
und kurzbehost durch manche Hecke,
auf dass er abends spät entdecke:
Ihn ziert hüftwärts ein Bild von Zecke!

Er geht ins Insel-Krankenhaus,
dort lacht ihn sehr die Ärztin aus:…

von Fabian Uhlemann

Dunkel und leise erhebt sich die Qual,
das Licht, finster, menschenlos der Saal.
Alle Töne verstummt, das tiefe Innere,
atmete laut, unerschrockene Seele flimmerte.

Dunkel und leise erklingt Musik,
verborgen,…

von J.W. Waldeck

für Einige, unken Populisten!
mit uns, was eine Meinung fristet!
auf unsichtbare Mächte gesetzte Vorbeter
deren Satz jeder Aussätzige missbraucht
zum göttlichen Aufzug
seiner Triebfeder

Stromer treiben,…

von ulli nass

pflanz einen Apfelbaum
träum Dir `nen Zukunftstraum
verhalt Dich trendgerecht
mach es stets allen recht

wenn man Dir das Rückgrat krümmt
fall nicht aus dem Meinungsraster
ist die Seele Dir verstimmt

von Annelie Kelch

Der Morgen graute -
grau verhangen,
und leise ist der schwere Traum
von mir gegangen,
der meine Nacht erschwerte,
wogegen ich mich wehrte,
jedoch:

Ich sah ein Kreuz auf einem Grab,
darauf dein Name…

von Annelie Kelch

Die Nase weint,
der warme Schal
besucht den wehen Hals
und hält ihn warm.
Am Krankenbett,
verdächtig leis:
ein Virenschwarm -
liefert sich mit dem
Schnupfen ein Duett.

Die Viren tanzen

von Michael Dahm

Glockenschlag aus dunkler Weite,
wehte durch die frische Nacht,
hatt' alle Ängste an der Seite,
die je ein Menschenhirn erdacht.

Finsternis umwallte mich,
auf des Pfades stillem Steig,
als etwas aus der…

von ulli nass

utopien und große ideen
vergehn,können nicht widerstehn
schwinden schneller und schneller dahin
als die Gletscher der höchsten Berge
wir stehen derweil im Tal wie Zwerge
und wir sind doch toatal mittendrin

ein…

von Marc R

Ich wandere im Schatten
in der Finsternis der Nacht
über moosbedeckte Hügel
und der Mond am Himmel lacht

Er leuchtet mir den Weg
wo kein Licht ins Dunkel sticht
bis in das Tal der 1000 Tode
nur der Nebel…

von Annelie Kelch

Eine Hütte im Wald: verlassen,
einsam und öd' -
zwanzig Sommer fuhr sie dran vorüber;
aber eines Tages, man mag es kaum fassen,
schob sie ihr Fahrrad an einen Baum
und drückte die Klinke nieder.

Ein Falter…

von Michael Dahm

Die tiefe Nacht hält mich versteckt
ich musste wieder raus
denn seitdem ich Blut geleckt
hält nichts mich mehr im Haus.

Vater was ist los mit mir
ich ging in deiner Spur
denn als deiner Lenden Zier
bin…

von Jonas Lindinger

Ich lieg still im warmen Laub
Weht ein lauer Wind den Staub
Hör die Bienen summen
Lässt mein Aug verstummen

Ein Schrei lässt mich erschauern
Allein erwacht bei dunkler Stund
Hier spür ich jemand lauern

von * noé *

Die Erde bebt. Mit einem fahlen
Leuchten des Nachts: ein Supermond.
Viel größer scheint er zum realen,
denn näher ist er als gewohnt.

Die Welt steht wohlfeil zum Verkauf,
Wetten nimmt keiner jetzt mehr auf.

von Michael Dahm

Im Nebel sich der Tag verbarg
als er an mir vorbeigetragen
ein großer brauner Eichensarg
auf dem schon weiße Nelken lagen.

Ein Gefühl ganz seltsam harrte –
ich war nicht einmal Gast –
als ob etwas durch die…

von Alf Glocker

Ausgesandt vom Schoß der Hölle,
schickt die Erde jetzt Millionen -
alle auf dieselbe Globusstelle -
von ungezügelten Dämonen!

Teils sind sie sofort erkennbar,
teils verkleidet, „Engel“ - wild
sind die…

von Annelie Kelch

A ngst vor Trump breitet sich aus – weltweit
M an demonstriert von London bis Hongkong
E in Wort von Trump kann einen Krieg (neu) entfachen
R ichterschelte interessiert ihn nicht
I n Mexiko sind die Menschen fassungslos…

von Annelie Kelch

...sich gegenseitig nach Hause bringen:
ein Anfang mit Ende!

Wir hatten Steno, Abendunterricht.
Als wir den Klassenraum verließen,
war 's draußen fast noch sommerhell.

Wir brachten uns mal wieder gegenseitig heim,…

von Hartmut Müller

Wir wissen von Wesen,
die uns beschatten
und uns belauern
durch Wände und Mauern,
dann sind wir umgeben
von Elben und Mahren,
von Anderweltkindern
und Geisterscharen
und manchen Dämonen,
die…

von Chi Waniewo

Rucksack, Gürtel, Taschenmesser,
Dosenfleisch, Gewehr.
Der Soldat - ein schneller Fresser.
C'est la guerre, mon frère.

Äste rascheln, Ohren spitzen!
Kommt da irgendwer?
Der Soldat mit Augenschlitzen.
C'…

Rezitation:
von Annelie Kelch

Geraschel im Unterholz;
ein gefährliches Knistern.

Auf einer Bank unter dem Baum,
der die Sonne zerteilt,
nimmst du einen Schluck
Poesie gegen deine Angst
und den Durst nach wahren
Worten.

Gib…

von ulli nass

man stirbt seit Jahren schnell
in mediterranen Gewässern

der allseits zitierte letzte Tropfen
führt lange schon
und final auf Dauer nun
zu überlaufenden Fässern

nichts sehen,nichts hören,nichts sagen
-…

von Michael Dahm

In den deutschen Feldern
inmitten von deutschen Wäldern
da lebt ein heimlich Tier
und stillt hier seine Gier.

Seine Augen blitzen böse
es knurrt in sein'm Gekröse
es schläft mit offenem Blick
und kennt…

von Klaus Mattes

Zu Weckleweckern wollen wir uns wandeln!
Die Wecken erwecken und hellwach verspeisen,
Dann würden sie sich uns verschenken.
Denn Schrippen sollte man Respekt erweisen.
Ein Toast dem Brötchen auf der Tafel!
Streich…

von bernd tunn tetje

Der Morgen ärgert.
Ich will schlafen.
Nachbar schon
bei den Schafen.

Drehe mich um.
Es brüllt die Kuh.
Hofhund bellt.
Vorbei die `Ruh`

Der Kaffee duftet
bis an`s Bett.
Lockt mich raus…

von ulli nass

. . . denn die Vernunft versagt
wird sich selbst zum Skandal
und wir handeln in freier Wahl

es schweige die Philosophenzunft
alles ist gegen alle Vernunft
dabei erkennt jeder was geschieht
und agiert als ob er…

von Alfred Mertens

In der Höhle eines Königs,
lässt die Löwin keinen rein.
der King frisst grade Gänseklein,
weil`s ihm schmeckt auch ganz allein !

Wehe, wenn jetzt einer käme,
seine Mahlzeit streitig macht,
und das ist jetzt…

von Balthasar Mowdray

Er schmeckt sehr gut
der Lebenssaft
Mit zärtlich Wut
Ich hab's gemacht
Ihr warmes Blut
Der Wohlgeschmack
rinnt durch mich durch
O' diese Macht

von Klaus Mattes

Seht dort:
Nebel im Forst!
Auf den Bergen und immer fort
Nistet ein grauser Adler Horst
Von unsichtbar mysteriöser Gestalt.

Ziehet hinaus
Durch Sturmes Gebraus
Durch Wald und Gesträuch!
So weise…

von Hartmut Müller

Bei Vollmond, kurz vor Mitternacht,
hat es wieder BUMM gemacht,
das war der grimme Claaßen,
der einzige, der noch so spät
auf Sumpfhahn oder -hühner geht,
er kann es halt nicht lassen,
Claaßen, als ein…

von Klaus Mattes

Man kann es gelingen

Man kann
Aus wirklich allem
Ein Gedicht
Machen.

Wenn man es
In Zeilen und Strophen
Bricht.

Und wenn es
Nicht so lang wird.

Wenn‘s die Leser zutiefst
In…

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