Romane ✓ Die Langform der schriftlichen Erzählung

Bild von vielen Romanen

Jeder entsprechend lange Erzähl-Text wird heute als 'Roman' bezeichnet. Die neue Welt des Romans ist vielgestaltig und facettenreich!

empfohlene
von Alexander Zeram
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die schönsten
von Franz Kafka
von Angélique Duvier
von Annelie Kelch
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 188 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

… und der Haifisch, der hat Zähne
und die trägt er im Gesicht
und Macheath, der hat ein Messer
doch das Messer sieht man nicht.

Ach, es sind des Haifischs Flossen
rot, wenn dieser Blut vergießt,
Mackie Messer…

von Annelie Kelch

Es kommt auf die Stille
in der Seele eines Menschen an
und auf die Seele des Menschen,
in der die Stille ihren Sitz hat.
(Antoine de Saint-Exupéry)

Der Überfall (Teil 19; Text 2)

„Keine Sorge“, beruhigte…

von Annelie Kelch

O ihr Kinder der Gegenwart! Habt ihr es nicht gesehen?
Wenn Unfriede und Hass auf Erden herrschen, müssen auch
die toten Dinge viel leiden. Da wird die Woge wild und
raubgierig wie ein Räuber; da wird der Acker karg wie

von Annelie Kelch

Mädchen,
dein Blick aus dem Röhricht,
ich rief dich den langen Tag.
Füll mir die Hände mit Sand,
die Feuchte will ich, die Schwere.
Nun atmen wir Finsternis.
Lauscht' ich über den Strom?
Dem Vogel nach…

von Annelie Kelch

Kurzer Sommer, glühender, bleib!
Dein Anhauch zwar verdrießt das ängstliche Gras.
Das Korn doch liebt dich, der sich rötende Wein.
Die Grille singt dir ein Loblied,
Und die Lerche, wenn sie ins Blaue klettert,
Tut es…

von Tobias Neu

„Hey, holt mal einer einen Arzt! Der blutet am Kopf!“, hörte Hector jemanden rufen. Ihm schmerzte der Kopf und irgendwas Nasses rann seine Stirn runter.
Er versuchte die Augen zu öffnen, doch er wurde von einem hellen Licht geblendet und…

von Annelie Kelch

Fliegen im Juni auf weißer Bahn
flimmernde Monde vom Löwenzahn,
liegst du versunken im Wiesenschaum,
löschend der Monde flockenden Flaum.

Leise segelt das Löwenzahnlicht
über dein weißes Wiesengesicht,

von Annelie Kelch

Der Nadelwald. Die Zapfen liegen geöffnet im Moos.
Wegseitwärts führen Stapfen, verfangen und körperlos.
Der Wald haucht aus die Kühle. Wem bin ich auf der Spur?
Der Atem, den ich fühle, ist meiner nur.
(Günter Eich, „Wald…

von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einem Mann namens Ingo, er ist 25 Jahre alt. Emma hat wie immer alles vorbereitet. Kräutertee ist gleich fertig, Meditationsmusik läuft schon. Da klingelt es auch schon oben an der Wohnungstür. Emma öffnet die Tür…

von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einer Frau namens Renate. Emma hat wie immer ihr Kräutergemisch aufgebrüht und alles Weitere vorbereitet. Da klingelt es auch schon unten an der Haustür. Emma öffnet auch schon mal die Wohnungstür. Da steigt auch…

von Katharina Dotzki

Kapitel 3: Verlangen nach Dir

Am nächsten Tag war ich länger bei der Arbeit und kam sehr spät nach Hause.

Mein Chef war krank. Vermutlich. Aber dann hätte er angerufen. Und das er auf einer Geschäftsreise war, konnte man…

von Annelie Kelch

Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes,
dem das Leben gehört; und das ist einfach der Mut.
(Theodor Fontane, Cécile)

Das Konzert (Kapitel 17; Text 3)

Die Laube war leer, als ich zurückkehrte, verlassen und öde,…

von Annelie Kelch

Holunder überschwemmte den Garten
Holunder grün grün
Grüner als Schimmel auf der Regentonne
Grün, das heißt, es wird Bläue sein
Einen Sommer bis an den Abend aller Tage
Grüner als meine Augen, Holunder
(Marina…

von Annelie Kelch

All das,
was wir uns vornehmen (müssen),
wird nicht in den ersten Tagen vollendet werden,
ja vielleicht nicht einmal zu unseren Lebenszeiten;
doch lasst uns beginnen.
(John F. Kennedy)

Der eigentliche Sinn des…

von Annelie Kelch

Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht,
um damit zu beginnen, die Welt langsam zu verändern.
(Anne Frank, „Das Tagebuch der Anne Frank“)

„Unser Helge wollte wohl ins Gasthaus ,Zur Alten Farm', um dort…

von Sabrina Jung

Emma braucht nach ihrer letzten Sitzung dringend Urlaub. Da sie ihr großzügiges Honorar bereits schon erhalten hat, entscheidet sie spontan einen Last-Minute-Urlaub zu buchen. Sie geht ins nächste Reisebüro und lässt sich von der Angestellten des…

von Donatien Alphonse François Marquis de Sade

[Erster Band]
I. Kapitel.
(Einleitung. – Justines erstes Abenteuer.)

Es wäre die Hauptaufgabe der Philosophie, die Mittel aufzudecken, deren sich das Schicksal zur Erreichung seiner Zwecke bedient. Dann müßte sie diesem…

von Annelie Kelch

Martin Grambauer hungerte nicht minder, aber er,
der sonst immer Sattgewordene, fühlte die Qual des Hungers weniger.
Das ist auch eine der falschen Redensarten, dass arme Leute das Hungern
leichter ertragen, weil sie es gewöhnt…

von Annelie Kelch

Mit weißen Bäuchen hängen die toten Fische
zwischen Entengrütze und Schilf.
Die Krähen haben Flügel, dem Tod zu entrinnen.
Manchmal weiß ich, dass Gott
am meisten sorgt für das Dasein der Schnecke.
Er baut ihr ein…

von Annelie Kelch

Nachdem Brendas Leichnam endlich auf dem Weg zum Gerichtsmedizinischen Institut in Grenzheim war - man hatte sie in einen Zinksarg gelegt und vor meinen Augen abtransportiert -, zog ich mein Handy aus der Jackentasche und rief Stefan an.

von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einer Frau namens Nina. Emma hat wie immer alles vorbereitet. Alles steht diesmal schon auf dem Tisch und da klingelt es auch schon an der Wohnungstür. Emma öffnet die Tür und da steht eine Frau Ende 20, Emma begrüßt…

von Michael Dahm

Es war einmal ein kleiner Junge, der wohnte, mit seinen ganz normalen Eltern, in einem ganz normalen Haus, in einer ganz normalen Stadt, in einem ganz normalen Land, in ei ... ach lassen wir das jetzt, sonst fängt die Geschichte ja nie an.

von Sabrina Jung

Prolog zu Emma/Wahrsager:
Liebe Wahrsager, Kartenleger, Pendler und sonst dergleichen, bitte seht die Geschichten nicht als Angriff an, das ist hier nicht beabsichtigt, es gibt sehr viele richtig Gute unter Euch, allerdings auch ein paar…

von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einer Frau namens Elvira. Wie immer hat Emma alles vorbereitet, da klingelt es auch schon an der Wohnungstür. Emma öffnet und bittet Elvira, eine Frau Anfang 40 herein: „Schön, dass Sie hier sind Elvira, machen Sie…

von Ria Klug

Im Nachmittagslicht wirft der Betonklotz fußballfeldgroße Schatten. Vor dem ausladenden Portal wimmelt es von Schildern. Das Gelbe mit dem Adler wirkt unscheinbar gegen das Geprotze der Firmen. Der Hinweis auf einen deutschen Betrieb, der Gurken…

von Ekkehard Walter

Es war Mord gewesen, eiskalter Mord. Ob heimtückisch oder gar grausam, darüber ließe es sich vielleicht noch streiten, nicht jedoch was die Planung dieser Tat betraf.

Hauptkommissar Ahlert vom Dezernat 3 der Mordkommission in Frankfurt am…

von Annelie Kelch

Brände. Der Sommer loht vierfach von allen Seiten
Die Akazienhaine stehn in betäubender Blüte
in den Rebbergen glimmt die grüne Seele des Weins
der wilde Mohn verblutet im Korn
Es kommt die Dämmerung
und über…

von Sabrina Jung

Emma, die Wahrsagerin, 9. Sitzung:
Heute erwartet Emma eine neue Kundin, sie heißt Madeleine. Wie immer bereitet Emma schon einmal ihr Kräutergemisch vor und hört heute mal schon vorab ein wenig Meditationsmusik, hat ihr Cassandra empfohlen…

von Annelie Kelch

Oh, Abilene City – ist eine fabelhafte Stadt,
wir sind alle betrunken und wirbeln die Färsen herum.
Immer und immer wieder – mit Pferd und Zügel;
denn der alte John Chisum ist ein verdammt guter Boss.

Oh, Abilene City is…

von Annelie Kelch

Aber der Fuchs kam auf seinen Gedanken
zurück: „... und dann schau! Du siehst da drüben
die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen
zwecklos. Die Weizenfelder erinnern mich
an nichts. Aber du hast…

von Sabrina Jung

Endlich ist Emma auf Ibiza. In ihrem kleinen 1-Zimmer-Appartement hat sie es sich schon gemütlich gemacht. Es ist schon nachmittags, also noch genügend Zeit, um noch einmal schnell zum Strand zu gehen, einfach am Meer sitzen, die Seele baumeln…

von Annelie Kelch

Zikade! Tönender Stern
über den schlafenden Äckern,
du alte Freundin der Frösche
und der verborgenen Grillen,
Grabmäler hast du aus Gold
im zitternden Schmelz der Sonne,
die süß dich im Sommer versehrt,

von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einer Frau namens Margarete, sie ist 66 Jahre alt. Emma hat wie immer alles vorbereitet. Kräutertee steht schon auf dem Tisch, Meditationsmusik läuft auf Hochtouren, da klingelt es auch schon an der Wohnungstür oben…

von Annelie Kelch

Im düsteren Mond
der nächtlichen Räuber
singen die Sporen …

Schwarzes Pferdchen. Wohin
trägst deinen Reiter du tot?

Die Sporen, die harten,
des starren Banditen,
der die Zügel verlor.

Kaltes…

von Sabrina Jung

Emma, die Wahrsagerin 3. Sitzung:
Es ist gleich 11:00 Uhr und Emma erwartet heute eine Frau namens Ophelia, irgendwie kommt Emma der Name ziemlich bekannt vor, aber irgendwie weiß sie ihn nicht zuzuordnen, was Namen angeht ist sie immer…

Seiten

Während bis ins Mittelalter hinein die Bühne den höchsten Wert literarischer Arbeiten darbot, scheint in unserer Zeit die Spitze der Qualitätspyramide immer mehr von Gattung Roman gestellt zu werden. Die unumstößlichen Werke der so genannten 'Weltliteratur' benennen sich zu einem gewichtigen Teil aus den großen Romanen der letzten zweihundert Jahre.

Fantasy, SciFi, Historisch, Abenteuer, Realsatire, Politthriller, Gesellschaftsklamauk … es gibt keine Grenzen für die Inhalte moderner Romanwerke. Sie sind meist um einiges umfangreicher als die kleinen Brüderchen und Schwesterchen (Erzählungen, Novellen) und bezeichnen das Schaffen eines Autors viel eher als seinerzeit, da es oft auch Bühnenwerke, Gedichte und Essays bedurfte, um als Literat wahrgenommen zu werden.
Die neue Welt des Romans ist vielgestaltiger und facettenreicher als noch im neunzehnten Jahrhundert … ganz einfach, weil jeder entsprechend lange Erzähl-Text heutzutage als 'Roman' bezeichnet wird.

Die feinen Unterschiede brauchen den Leser auch nicht zu kümmern. Das ist die Aufgabe der Literatur- und Sprachwissenschaftler.