Klassisch ✓ Geschichten, Abhandlungen oder Erzählungen zum Thema

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von Johann Wolfgang von Goethe
von Marie von Ebner-Eschenbach
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von Sigrid Hartmann
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 611 Texten in dieser Kategorie
von Sigrid Hartmann

Stille erfüllt den Raum. Das gleichmäßige Ticken der Wanduhr schafft es nicht, sie zu durchbrechen. Es ist ein Teil dieser Stille. Ab und zu gleitet das Geräusch eines vorbeifahrenden Autos hindurch. Dann ist da wieder nur das Ticken, tick, tack…

von Monika Laakes

Vielleicht ist doch noch etwas von dir hier. Gewiss, die Erinnerung an eine kleine große Frau. Das letzte Treffen dort, am Eckcafe, mit Blick auf das Wasser, und immer die Hunde dabei, unsere Kameraden, dir und mir unendlich ans Herz gewachsen.…

von Magnus Gosdek

Von ihrem Fensterplatz aus konnte Thalia die Passanten auf der 42. Straße wunderbar beobachten. Ein endloser Strom Männer und Frauen der unterschiedlichsten Hautfarbe und Generationen zog an dem Café vorbei. Es schien, als hätten sich sämtliche…

von Monika Laakes

Mein Hund. Verschwunden im ausgedehnten Weizenfeld. Nur ab und zu ragt die Rute weit hinten als etwas Gelbes, Bewegliches heraus. Dann ein eleganter Sprung. Und weiter die Hatz, zitternde Halme, hier und da unverhofft das Auftauchen der…

von Willi Grigor

Ohne das Gehirn läuft wohl nicht viel im menschlichen Körper. Es ist irgendwie überall mit dabei. Aber ist das auch immer gut?
"Das Gehirn ist das Organ, das uns zum Menschen macht, uns unsere Identität gibt. Es ist somit unser wichtigstes…

von Michael Dahm

Etwa eine Woche vor dem Heiligen Abend war er plötzlich da, ganz selbstverständlich, als wäre ihm alles in Fleisch und Blut übergegangen, klappte er seinen Angelstuhl auseinander, holte eine alte aufgeschnittene Bierbüchse aus dem speckigen…

von Sabrina Jung

Mäxchen: „Mama, kannst Du nicht einen 3 D – Drucker kaufen, dann kann ich mir alles ausdrucken, was ich haben möchte, alle Spiele, einfach Alles, für Dich wäre das auch günstig, dann brauchst Du mir Nichts mehr zu kaufen, da sparst Du dann und…

von Annelie Kelch

„Würdest du bitte mein Taschengeld erhöhen, Li?“, fragt Zäg, der älteste meiner fünf Tibeter, der zurück aus Myanmar ist, nachdem San Suu Kyi ihn des Landes verwiesen hat, weil er lästig wurde.
Bereits seit Tagen fällt mir auf, dass ihn…

von Magnus Gosdek

Gegen Mittag wurde es so heiß, dass es unter dem Dach der Laube kaum noch auszuhalten war. Denn setzte sich Karl nach hinten in die Schaukel, welche vom angrenzenden Wald bereits beschattet wurde. Hier war es kühler, doch ebenso still wie vorn im…

von Annelie Kelch

Die Kinder saßen bereits im Wagen und unser Gepäck war endlich verstaut. Ich weiß wirklich nicht mehr, wie das winzige Dorf hieß, wohin wir aufbrechen wollten, in Erinnerung blieb mir ein Sound wie „Munderloh“. Durchaus unheimlich, durchaus…

von Annelie Kelch

Manchmal stelle ich mich vor die große Glasscheibe des Balzac Coffees im Hauptbahnhof und starre auf die Öffnung, die zu den Gleisen führt.
Dann springt mich die Sehnsucht an wie ein Sandwich, das mit Karacho aus einem Toaster schnellt, und…

von Sabrina Jung

Mäxchen: „Du Mama, heute hat die Lehrerin uns gefragt, worauf wir in der Fastenzeit verzichten möchten. Paolo meinte, er verzichtet auf Süßigkeiten und Melanie meinte, sie verzichtet auf Fernsehen und ich habe mir gedacht, ich kann doch auf…

von Monika Jarju

Ich gehe durch helle Straßen, überquere verschneite Plätze, hinterlasse weiße Abdrücke. Schnee knirscht, mein Atem gefriert. Wolken wattieren den Himmel. Vor mir der See unsichtbar verborgen, still und trügerisch, trägt eine Eishaut. Pulverschnee…

von Monika Jarju

Die Sonne steht tief, strahlt den Holzboden an, der wie flüssiger Honig aussieht. Ich springe auf und laufe vor zum Spreetunnel. Ein Lächeln begleitet von einem Gruß trifft mich. Der Ort kennt mich, denke ich freudig und grüße zurück. Im Abendrot…

von Corinna Herntier

Er war groß. Der hoch aufgeschossene, junge Lockenkopf blieb stehen, holte aus seiner rechten, hinteren Hosentasche etwas Weißes, Zusammengefaltetes heraus und breitete es aus. Es war eine Plastiktüte. Nachdem er sie auf den Boden gelegt hatte,…

von Franz Kafka

Ich hörte die Wagen an dem Gartengitter vorüberfahren, manchmal sah ich sie auch durch die schwach bewegten Lücken im Laub. Wie krachte in dem heißen Sommer das Holz in ihren Speichen und Deichseln! Arbeiter kamen von den Feldern und lachten, daß…

von Sabrina Jung

Mäxchen erzählt seiner Mama, dass ein Klassenkamerad, und zwar Paolo, die anderen Kinder haut und tritt und dass er das gar nicht gut findet. Auch erzählt er, dass Paolo sogar mit einem Stein ein anderes Kind verletzt hat. Ein paar Tage später…

von Susanna Ka

Ich hatte den Halt verloren.
Wie ein Stein sauste ich in die Tiefe.
Die Sterne sprangen erschrocken zur Seite und hüllten mich in einen silbernen Funkenregen. Der Mond wandte sich ab, so dass es aussah, als fehle ihm ein Stück.

von Magnus Gosdek

In unserer Stadt blieb nichts lange ein Geheimnis. Dafür war sie zu klein. Hier kannte man einander und nichts bereitete den Einwohnern so viel Vergnügen, wie die Befriedigung der menschlichen Neugier. Auch Nick hätte das wissen müssen und…

von Annelie Kelch

Die Hündin mit dem Welpen, beide aus Sand, so gelungen, als wollten sich beide sogleich erheben und fröhlich davonspringen, derweil sich ihr Meister und Herrchen eine Tasse Kaffee vom Shop gegenüber gönnt (s. bitte Foto am Ende der Tagebuchseiten…

von Michael Dahm

Wo sind die Jahre geblieben, als wir klein , hager und braungebrannt die winzige Badeanstalt in Parchim bevölkerten .Der Wockersee war eine Oase des Wohlbefindens und der Freundschaft , wie man sie wohl heute selten findet.
Damals…..,…

von Magnus Gosdek

Abends gingen wir zum Fluss hinunter. Die Spaziergänger waren verschwunden und wir hatten ihn für uns alleine. Der magentafarbige Flokati des Sonnenunterganges war bereits in den Fluten versunken. Es machte uns nichts aus. Benny besaß eine…

von Annelie Kelch

Was wären wir ohne unsere Erinnerungen? –
Ich will es Ihnen sagen: Wir wären uns selber fremd. Zwar nicht im Spiegel, aber in unseren Herzen. Bereits die letzte gelebte Minute ist nichts anderes als Erinnerung.

Vielen Menschen wird…

von Sabrina Jung

Mama sagt zu Mäxchen: „Also jetzt musst Du endlich mal Dein Kinderzimmer aufräumen, sonst gehen wir heute nicht ins Kino!“
Mäxchen zu Mama: „Also das geht so nicht, Mama, das ist Erpressung, Du weißt schon, dass das nicht erlaubt ist und…

von Magnus Gosdek

Es ist dunkel um mich herum, dass ich den Raum nur riechen kann. Die abgestandene Luft nimmt mir den Atem. Sie riecht nach weißer, frisch getünchter Wand und ihr dicker Geruch dringt in mich ein wie eine knubbelige Wolldecke.
Ich fühle…

von Eva Klingler

Sein Name ist Mutz - wie denn auch sonst!
Eventuell > Mutz der Zweite <
Keine Erinnerung an seine Namensgebung, er hieß wohl schon immer so.

So fellig war der alte Mutz nimmer. Der Kleine wurde zu oft gedrückt und…

von Annelie Kelch

Ostermontag, 13:30 Uhr; ich öffne die hohe, schwere, grau getünchte Tür des Buddenbrookhauses - dem Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum in der Altstadt Lübecks. - „Buddenbrook“: so heißt der Roman, für den Thomas Mann 1929 den Nobelpreis für…

von Sabrina Jung

Alle sitzen nett beim Essen zusammen und Martha hat gerade auf Nachfrage hin allen erzählt, dass ihr Mann diesmal auf Geschäftsreise sei, da fragt Marthas Sohn Carlos seine Mama vor versammelter Mannschaft: „Du Mama, zu Tante Kati können wir…

von Sabrina Jung

Was für ein Tag, den ich gar nicht mag, denn der gestrige lief schon schief, bin noch geplättet, schnief. Am liebsten würde ich heute Zuhause bleiben und mir was zu lesen einverleiben. Geht aber nicht, sagt der Wicht, in meinem Kopf, hab heute…

von Sabrina Jung

Felix geht gerade die Treppe hoch und sinniert und erzählt dabei: „Du Mama, glaube ich möchte mal in die Politik gehen, wenn man die da bei ihren Sitzungen so sieht wie die schlafen und dafür noch bezahlt werden und wenn ich dann keine Lust mehr…

von Sabrina Jung

Treffe ne Bekannte unterwegs, sie ist einfach ein Scherzkeks, denn sie sagt und das ganz ungefragt: „Na Heute mal Happy-Family-Tag.“ Und das an einem Tag, wie ich ihn nicht mag, denn sie sieht mich im Schlepptau mit Kindern und Verwandten, sind…

von ulli nass

Auch für mich ist Terrorismus primär barbarisch, verbrecherisch, unmenschlich. Menschen sind für mich in erster Linie soziale Wesen mit der Sehnsucht nach Liebe, Freundschaft, Gemeinschaft. Sie suchen Vertrauen, Anerkennung, den Ausgleich ihrer…

von Susanna Ka

Eine Tasse Kaffee, eine einzige noch. Und wenn ich sie stehlen muss.
Gerade habe ich mein Frühstück beendet, die erste Mahlzeit nach der Operation gestern Mittag. Es war spartanisch. Ein glutenfreies Brötchen, zwei Milligramm Margarine, ein…

von Susanna Ka

Er kommt – er kommt – und sei es auch nur für ein paar Stunden.
Vor Freude tanze ich durch das Wohnzimmer.
Erinnerungen stürmen auf mich ein … damals … damals, als die Welt noch in Ordnung war.
Dann hält der alte Camaro vor…

von Sabrina Jung

Schüler-Lehrer-Mama-Gespräch
Schüler kommt nach Hause.
Mama: „Und was für Hausaufgaben hast Du heute auf?“
Schüler: „Hab ich schon in der Schule gemacht, die Lehrerin hat schon nachgeschaut, alles richtig.“
Nächsten Tag in…

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Die Umbruchzeit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, die französische Revolution, die Rückbesinnung auf antike Formen und Inhalte, die Auswirkungen der Aufklärung und das Andämmern einer neuen, industriellen, technologisierten Weltordnung … das war die 'klassische Zeit' der Literatur (und jeder damals bestehenden Kunstrichtung), geadelt durch die Werke großer deutscher Denker und Literaten, für ein gebildetes Publikum gedacht und doch nicht nur von der privilegierten Oberschicht beachtet. Das 'Volk der Dichter und Denker' manifestierte sich und setzte über die Besten der Zeit Maßstäbe, an denen sich auch heute noch -vor allem im schulischen wie auch wissenschaftlichen Lehrbetrieb-Sprache, Aufbau und Gehalt eines Textes messen lassen müssen.

Klassik hat dadurch etwas Elitäres bekommen, etwas 'Schwieriges', gar 'Unnahbares'. Junge Generationen fürchten die 'Klassiker', mit denen sie bereits schulisch gestrauchelt sein mögen. Doch die Wertevermittlung lässt keine Ermutigung aus … wenn zeitgenössische Werke schließlich zur 'modernen Klassik' gezählt und damit ausgezeichnet werden.