Kurzgeschichten & Kurzprosa ✓ short storys - Komprimierung von Inhalten

Bild von Prosa Kugeln mit Kurzgeschichten

Der Begriff der 'Kurzgeschichte' (im Englischen 'Short Story') und im erweiterten Diminutiv 'Kurzprosa', birgt für den Konsumenten, der nur aus 'Spaß an der Freud´' liest, einige Schwierigkeiten. Romane sind lang, Erzählungen sind kürzer … Shortstories und Kurzprosa also noch kürzer?

Sie finden hier eine große Auswahl von Kurzsgeschichten zu allen Themen.

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Beitrag 246 - 280 von insgesamt 1564 Texten in dieser Kategorie
von Conrad Cortin

Drabble

hohe Ehre aber auch beschwerlich
der Weg hinauf zum Haus des Genies

unsereinem fehlen nur zwei Zentimeter
meint der Professor der Psychologie
auf der Terrasse bei Kuchen und Kaffee

längst ist…

von J.W. Waldeck

MASCHINENTRÄUME I – Die Audiovisuelle Diktatur
Kapitel 32

der zugedröhnte Kompostier
manövriert zum Lukendock 4

im Überwachungsmodus
seiner ViViNet-Drohne
hampeln Jünger Onans
mit einer Schülerblondine…

von Horst Bulla

Ich habe einen Traum

Einen Traum von einer Besseren…
Einer Schöneren Welt:

Eine Welt in der es keine Armut mehr gibt
Eine Welt in der es keinen Reichtum mehr gibt
Eine Welt in der alle Menschen in Wohlstand…

von Eva Klingler

Peppo hat seine Obstbäume gleich hinter der Bahnstation.
Ein guter Boden für Pfirsichbäume.
Als er den Schwarzen das erste mal sah, war es nicht seine dunkle Haut,
nicht die zerschlissenen Hosen, nicht der unruhige Blick ...…

von Manuela Ellrich

„Nein! Damit bin ich nicht einverstanden! Was glaubst du, wer du bist? Gott? Oder woher nimmst du die gottverdammte Arroganz zu glauben, Probleme, die du nicht lösen kannst, sind auch nicht lösbar?! Ich bin damit nicht einverstanden! Glaubst du…

von Patricia Schoedon

Emma steht an ihrem Grab und legt die rosa Blüten ab. Es ist ein friedlicher Morgen. Ein grauer Nebenschleier zieht sich über den Horizont. Es fühlt sich für sie an, als wäre es Mitte Oktober, doch so ist es nicht. Es ist Weihnachten. In wenigen…

von J.W. Waldeck

MASCHINENTRÄUME – Kapitel 11

Zeitraffer:

der innigste Wunsch einer Kreatur
ist der Verlust inn'rer Uhr
deren Lebenssand abfließt -
Gedanken und Gefühle ausgießt

Gwenaelle Langlet

ReGENERATIONs -…

von Ingeborg Schneidereit

Du stehst im Schatten des Schattens
und raubst den schlafenden Traum

Nun hältst Du das Erhoffte als Unvermutetes in Händen
erfährst den Traum als einzige Realität
auch wenn die Hufe der Rosinante
dir den Staub des…

von Eva Klingler

An manchen Abenden vermisste er das Dorfleben, allerdings selten. Er nahm dann den Weg durch den Olivenhain, aufwärts, dort oben fiel der Berg recht steil ab. Sein Blick schweifte über all die vertrauten Häuser, er wusste um jeden ihrer Bewohner…

von Max Dernet

An einem jener Tage, an denen unser Land vor den Bergen wie träumend unter wolkenlosem Blau liegt, saß Meister Hermann im Schatten einer Kastanie vor seinem Bierkrug und schwieg ausgiebig. Schließlich seufzte er, sagte 'Wahrlich!' und schwieg…

von J.W. Waldeck

MASCHINENTRÄUME – Kapitel 13

eine Zeit kommt auf
in der kodierte Schwarmkinder
ungefiltertes Wissen vergessen
klügste Worte alter Kulturschätze
nicht mehr verstehen
im Kollektivpool verschmelzen
und…

von J.W. Waldeck

MASCHINENTRÄUME I – Die Audiovisuelle Diktatur
Kapitel 26

Zeitraffer:

außergewöhnlich beseelter Geist
zieht neidische Niedertracht herbei

am Berghang ’s letzte Edelweiß
rohen Gründen zum Opfer fiel –

von Corinna Herntier

„... und jetzt wieder ein Hörerwunsch! ACDC mit „Thunderstruck“. Wir rocken Sie in den Feierabend …“
Er drehte die Lautstärke des Radios auf und drückte das Gaspedal runter. Die Tachonadel schnellte auf 180.
„Thunder! … Nanananaaa…

von Conrad Cortin

"Ich kann Sie nicht in den Ruhestand schicken", sagt der Chef, "Sie würden sich doch nur gehen lassen. Regelmäßiger Lebenswandel und leichte körperliche Betätigung im Büro ist gut für Ihre Gesundheit." Endlich begreift Paul, warum er nach acht…

von Patricia Schoedon

Ben steht mit dem Rücken zu mir und starrt nachdenklich auf die Gleise, die vom Regen nass sind und im Bahnhofslicht glänzen. Ich sehe ihn und empfinde nichts. Als wäre mein Innerstes auf einmal leer. Als er mich sieht drehe ich mich weg und…

von Conrad Cortin

Drabble

Bei den Universitätsprofessoren stehe ich in gutem Ruf. Vor allem schätzen sie meine Wetterprognosen. Wenn ein Professor verreist, wendet er sich zuerst an mich, bevor er seinen Koffer packt. So ein Professor kennt sich nur auf…

von J.W. Waldeck

MASCHINENTRÄUME – Kapitel 10

Zeitraffer:

Denken teilt in Subjekt Objekt & Sein

bei Gegenständen und Inhalten
hebt es die getrennte Innen- & Außenwelt
nicht auf –
außer durch reine Geisteinheit

von Fiora Meriano

Wie wäre es wohl eine körperlose Seele zu seien ?
An überhaupt keinen Körper gebunden zu seien ?
Wie wäre es von Nichts bestimmt zu werden, das du nicht auch bestimmen kannst ?
Schwebend wie die Vögel auf den Luftströmen.

von Werner Krotz

Ich erinnere mich an eine Situation, als ich im Alter von zwei bis drei Jahren tagsüber in meinem Bettchen lag. Die Sonne sandte ihre Strahlen durch die Schlitze der Jalousien, und in ihrem Licht tanzten tausende Staubpartikel. Sie waren ganz…

von Magnus Gosdek

Fast jeden Abend sah er hinauf zu den Sternen. Wenn er von der Arbeit nach Hause kam, nahm er sich kaum Zeit zum Essen. Meist besorgte er sich während der Fahrt etwas auf der Hand. Das musste genügen. Seine Frau hatte es sich abgewöhnt, etwas für…

von Eva Klingler

Alberto wäre aufs tiefste gekränkt, wüsste er um die Gedankenkombination eines seiner Gäste.
Sogar all die Katzen in der Nachbarschaft könnten jederzeit bezeugen: Es gab nicht einmal den geringsten, klitzekleinsten Grund, die Frische…

von J.W. Waldeck

MASCHINENTRÄUME I – Die Audiovisuelle Diktatur
Kapitel 21

Milbenozean der Emulsion:

Nanosamen
Mikroleben
Ausgeschiedene
interzelluläre
Robotwanzen

durch Toiletten ins Meer gespült

manche…

von Tilly Boesche-Zacharow

Nahe Jerusalems, der Hochgebauten, war von Jojakim Ben Walter, einem sehr weisen alten Mann der GanSchamayim (Himmelgarten) geschaffen worden, voll der herrlichsten Kreationen, wie nur die Natur aus sich selber heraus zu züchten imstande ist.…

von J.W. Waldeck

MASCHINENTRÄUME I – Die Audiovisuelle Diktatur
Kapitel 20

I.
Ekel vor Humankompost!
dem Gewohnheits-Terrortier
zwischen Hartgeldlinsen
und Krämermienen

ertrage sie in geplanten Vitrinen
als…

von Sabrina Jung

Fahre im Auto, hab einen Termin, denke dabei an mein Vitamin, dann plötzlich steh ich im Stau auf einer Rechtsabbiegerspur, auf der keiner fuhr, so denk ich, irrtümlich. Vor mir zehn Autos die stehen und hinter mir 10 Autos, die nicht gehen. Denk…

von Michael Dahm

Es traf mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel.
Gerade als mein Leben nicht tiefer sinken konnte, lag der Brief irgendeines schottischen Notariats in meinem Briefkasten.
Zuerst dachte ich, dass er nicht an mich adressiert sei, doch…

von Alexander Pongratz

Der Tag, der mein Leben zum zweiten Mal veränderte, liegt genau zehn Jahre zurück. Noch heute ist mir der trübe Mittwoch im November so gut in Erinnerung, als hätte der denkwürdige Abschied erst gestern stattgefunden. Wehmütig stehe ich vor dem…

von Reinhard Geib

Patzke stand am Tresen des Bistros in der Bahnhofshalle. In seinem Rücken befand sich die Großbildleinwand, auf der rund um die Uhr die neuesten Nachrichten liefen. Die Vorübereilenden warfen über Patzke hinweg flüchtige Blicke darauf; selten…

von Andrea Kupkow

Doch bin ich froh, dass ich nicht dem Marquis begegnet bin und nicht in die gierigen Hände der Elisabeth Báthory fiel. Nein, es kam schlimmer noch, ich musste dir begegnen mit deiner bläulichen Kadaverblässe, du euchtetest wie ein Rubin.

von Sabrina Jung

Wollte eigentlich nur ne neue Wohnung, bekam leider keine Belohnung. Stand ne Anzeige in ner Zeitung drin, dachte dabei, geh mal hin. War die Hausverwaltung, die Dame dort hatte gerade eine Unterhaltung und ließ mich dafür ziemlich lange warten,…

von Corinna Herntier

„Soll ich das Bild mit dem Sonnenuntergang auch noch mitnehmen?“, Ihr Mann, der ihre Aquarelle bereits im Kofferraum verstaute, nickte.
„Alles so, wie du magst, Geliebte! Mir gefällt jedes deiner Bilder.“
Sie hatten es nicht weit und…

von Conrad Cortin

Nach der Schulzeit begann Benno eine Lehre als Verlagslehrling. Er ging nicht gerade gern in die Firma, andererseits war er mit dem Job auch nicht ausgesprochen unzufrieden. Nur eines störte ihn erheblich, dass er nie zu einer Konferenz…

von Magnus Gosdek

Im Spätnachmittagslicht der Sonne sah die Gegend am schönsten aus. Auf den Feldern stand die Gerste fast einen Meter hoch. Eine Brise zog über sie hinweg und wiegte die Ähren in goldbraunen Meereswellen bis hin zu den angrenzenden Waldstücken am…

von Ingeborg Schneidereit

Im Anfang war – was war, was glaubt man, das gewesen sein könnte?
Das Kleinste der Ursubstanz kann schließlich diesem Anfang überlassen bleiben. Der Ursprung ist unerheblich ...
Das Abenteuer und das Phänomenale ist der Eingriff in…

von J.W. Waldeck

MASCHINENTRÄUME – Kapitel 9

1.
nicht das System fehlt
misslingt Konnektivität!
un/informiert versickert Geist
verkümmert trotz Interaktivität

Vorgabe der LEER-Mentoren:
allein Schulbeste fördern

Seiten

Ginge es einzig um die Länge (den Umfang) eines literarischen Werkes, könnte man - auch im Falle der Kurzgeschichten - vielleicht eine am physikalischen oder geometrischen Prinzip angelehnte literarische Maßeinheit anwenden. T1 (Text mit maximal 1 Zeile), T10, T5000, T2.000.000 … usw.

Da dies niemand wirklich möchte, verschwimmen die Bezeichnungen im Prosabereich viel mehr als im lyrischen oder (fürs Theater gedachten= dramaturgischen) Bezug.
Der Wert eines Kurztextes bleibt dabei unberührt: Anekdoten, Aphorismen, Sketche, Skizzen, Kurzgeschichten, Kurzprosa … die Möglichkeiten sind mannigfaltig.