Religion ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von J.W. Waldeck
von Jürgen Wagner
von J.W. Waldeck
die schönsten
von Rainer Maria Rilke
von J.W. Waldeck
von Axel C. Englert
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 172 Texten in dieser Kategorie
von J.W. Waldeck

Tränen sind ungeborene Träume
mit dem Mut zur Wiedergeburt
Spuren erlöster Einfälle
Blessuren erlöster Himmelsquelle
vereint ohne jeden Einfluss

der Gott faschistischer Reinheit
befiehlt die Läuterung der Welt…

von J.W. Waldeck

die ihr Kirchen bautet

auf heidnische Kraftorte

die ihr Mauern brauchtet

statt frei erblühter Worte

die ihr Ostern stahlet

der Göttin Ostara Weihe

tauscht lebendige Feierbäume

für weihnachtliche…

von J.W. Waldeck

GEGENSATZ I
Prometheisches Feuer

im Anblick endloser Bilderfluten
verfilmt eine vernichtete Spezies
ihr augenscheinlichstes Lebensprinzip
den Ozean übersehend
der Flut die kommt und geht
die bringt und…

von J.W. Waldeck

wer die Welt_Bilder
suggeriert
beherrscht
die Vorstellung

darum ist es wichtig
das du glaubst
denn was sich vorstellt
führt dich auch

© j.w.waldeck 2011
Alle Rechte sind dem Autor…

von J.W. Waldeck

seelenlos gequält
was Allerseelen
erst mit Kerzen
auf feierlichen Befehl
jährlich herauf beschwor
eine tote Religion
auswendiger Herzen
die geliebte Leichen
in finst'rer Tiefe
giftig entwertet…

von J.W. Waldeck

eine unwirkiche Macht, die alles (ab) lenkt
wie für Kontrolleure gemacht
die freies Denken kränkt
das selbstständig graue Grenzen sprengt

nein, im Paradies gibt es nur eindeutige Pflanzen!
dort gedeiht nichts ohne…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Nicht jeder Schmerz blutet,
nicht jede Flamme flutet das Herz.
Auch der Schwimmende ertrinkt in den Fluten
dauernder Präsenz.
Nicht alle Wellen erreichen das Ufer
und Sternschnuppen lassen
Wünsche unerfüllt.…

von J.W. Waldeck

als tauchte ich in warmes Wasser
das mich mit wohliger
Müdigkeit ausfüllte
und jede Initiative
hinweg spülte
das Innere nach außen leerte
oberflächlich - Äußeres verkehrte
zum Lichtblick seines Verfassers…

von J.W. Waldeck

alle ich-wie-du Kakadus
im Liebessud des Einheitsbreis
unter Einfluss eingeführtes Eiweiß
abhängig ertränkt
was auf siebter Wolke durchflutscht
Lebenslaich harmonisch versenkt

wo ausgetauschte Kuckuckseier…

von J.W. Waldeck

weiße Terrorhasen mit Pudernasen
in klebrigen Ecken verdecken
ausgeträumte Ekstasen
hinter ranzigen Schnecken
die sich die aufgehellte Eitermuschel lecken
beim Schweben auf synthetischen Klebern
vor-gefühlte…

von J.W. Waldeck

in den Augen deines Lichtgottes
scheinen Blender freizügige Samenspender
die hemmungslose Hungerkinder mästen
in den Daumenschrauben gewaschenen Kopfes
sind alle Tunnelblicke
glückliche Sterbensgeschichte

von J.W. Waldeck

dem Untergang verschriebene
untergetauchte
Taufkinder
deren gespültes Wesen
die abgelichtete Schablone beseelt
die hinterm Liebesschleier
mit gnadenloser Routine quält

gehisste Hautfahnen gähnen
im…

von Alf Glocker

Ich hab mich übers Christentum erhoben –
aus seinen falschen Ketten mich befreit!
Ich will doch nur den einen Herrn loben,
der die Seele nicht mit Murks beschneit,
mit niederen Gründen, die verblenden –
ich will…

von J.W. Waldeck

o Heiland, der du in Brüsten speist
im heißen Sand der Hurenhimmel gedeihst
mit neuen Seelen aus gefällten Hälsen
die eine Welt einhellig verblendest

nach deinem Wirken verpufft der Regen
nach deinen Schritten…

von Axel C. Englert

SIE wollen von MIR ein GEDICHT?!
Nix da! Für SIE schreib ich NICHT!
Wie – Sie hätten es sehr eilig?
Außerdem – wären Sie HEILIG?!

Ich soll kein Frosch sein? Keine KRÖTE?!
Hör‘n Sie mal! ICH bin HERR GOETHE!

von J.W. Waldeck

er lobt Gott, damit alle gleich sind
der Ekelfalter, denn nur dann
fällt nicht auf, wie gottlos und blind
er seelische Krücken spannt:
der Schabe Lohn zum Vorbild

vor allem der Samen der Gleichen
mehrt sich…

von J.W. Waldeck

wer Träume nur verträumt
glaubt
das nur Erinnern alleine ist.
wer in Zukunft jenseits
nackten Hierseins seine Räume
entwirft, träumt wirklich

Gedicht, wie in der Schule:
lieb, brav, im naheliegenden Reim…

von J.W. Waldeck

verbannt aus euren Herzen
alles Düstere! gereinigt im Werben
damit der Glanz der Auserwählten
nicht befleckt versagt
und dienet dem Herrn der Gequälten:
eurem Seelenstern
bis ins gesegnete Massengrab!

von ulli nass

gefälschte Evangelien,
Paulus im Wahn
Widder an Sohnes statt
Land Kanaan

gehet hin macht alle zu Jüngern
bin ein eifersüchtiger Gott
Thomas diffamiert als Zweifler
' dreh dich nicht um Frau von Lot ! '…

von J.W. Waldeck

der religiöse Schuldenstaat
lebt von der Sündensaat
die himmlische Rendite
von der Abbitte irdischer Sitte

Gottes MA_Nager beschränken
Geistgut, bis Muster-Arschlöcher
in schnappende Münder wichsen

von Jürgen Wagner

Kein Gott, der regiert
Kein Engel, der offenbart
Keine Geister, die rufen

In der Erde gegründet
zum Himmel gewandt
wachs ich von Jahr zu Jahr

von Ekkehard Walter

Sola gratia - aus Gnad allein
lädt Gott alle Menschen ein

Solus Christus - Jesus Christus allein
soll Eure Freud und Wonne sein

Sola scriptura - Das Wort allein…

von J.W. Waldeck

I. Schimmelbefall oder Himmelsgewalt?

von Übeln erhellt
erhält es Glaubensmauern
durch trüben tROST vermählt
– aber nicht die Sonne der Erkenntnis
geht eines Tages auf!
der Schlaf der Vernunft traumlos…

von J.W. Waldeck

am Tempelberg
reicht ein Blick in rohe Gesichter
erfüllt vom Handwerk
Unterschiede zu vernichten

Tempelspitzen obszöner Schatten
befeuern heilige Scheinseelen
die einen großen Alten
mit neuem Unheil…

von J.W. Waldeck

das Zischen der Vektorwaffe
im brennenden Liebeslicht
ionisierter Gase
blieb ungehört, trotz Nervengift
bevor etwas stinkendes
alle Atemwege verbrannte

frei durch Arbeit und Krebs
der Himmelswind blind…

von J.W. Waldeck

Zähler zählen ihre zahllosen Reihen
auch verschriebene Himmel zählen
nur die Schulden
die sie später abkassieren
im Nirvana einhelliger Harmonie
für die Fehler ausgefüllter Zeilen
jenseits der träumenden Seele…

von J.W. Waldeck

lüge nicht von der Allmacht
opportuner an.Hänger!
ohne Einfluss in mir
hindert eure Gier mein Wachsen
zerstöre ich den Rattenfänger

kein Neidhammel fickt schlimmer
als dieser B:Sucher neuer Bräute

von J.W. Waldeck

Glaube MACHT schwarzweiß!
schwarz ist dein Umnachten
und weiß die fiktive Zeiteinheit

die Zeichentrickfigur
erlebt ihre Realität
durch Vorzeich(n)en

ohne Vernunft - kein Sinneswort
ohne Eigengeist -…

von ulli nass

leider zeigt auch
der Buddhismus
die Fratze
der Gewalt

kann das überraschen
Religionen entstehen
im Kopf von Menschen halt

die Geschichte ist
voller Leichen und
geprägt von schlechten…

von Rainer Maria Rilke

Da aber als in sein Versteck der Hohe,
sofort Erkennbare: der Engel, trat,
aufrecht, der lautere und lichterlohe:
da tat er allen Anspruch ab und bat
bleiben zu dürfen der von seinen Reisen
innen verwirrte Kaufmann,…

von J.W. Waldeck

Schöpferschatten (ent)werfen
wo nichtssagende Lichterketten
schwarz und weiß nur sehen
im endlosen Spektrum
kosmischer Meeresseelen

opfere keinem Blutgott
am Altar künstlich entzückter Zucht
ohne…

von J.W. Waldeck

in Gott Aufgehen und schwinden
zum Superorganismus einer Biosphäre
beseelt künftig IHR Bewusstsein

das integrierte Element
assimilierter Potenz
einer Wesens=Essenz

Mensch und Dasein erstreben scheinbar

von J.W. Waldeck

aufgeblasenes Schlangenlicht
zu bleichen Ringmustern fixiert
die aufflammen, wenn ein Blick
energetische (sch)–Wellen aktiviert

versprochenes Leben lockend
fluten Bilder das geistige Auge
alles erfüllend, ohne…

von J.W. Waldeck

hinter eingefassten Hippie-Gläsern
schäumt der Waschmob
mit verfilztem Schamhaar
und hört sich selbst verreden

im Verstand ein weiter Himmel
und der Geist? ei, der soll schwinden !
und nimmer sich ans Dasein…

von Johann Wolfgang von Goethe

Seht den Felsenquell,
Freudehell,
Wie ein Sternenblick;
Über Wolken
Nährten seine Jugend
Gute Geister
Zwischen Klippen im Gebüsch.

Jünglingsfrisch
Tanzt er aus der Wolke
Auf die Marmorfelsen…

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