Menschen ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

empfohlene Gedichte über Menschen
von Charlotte von Ahlefeld
von Christian Morgenstern
von Joachim Ringelnatz
neue Gedichte über Menschen
die schönsten Gedichte über Menschen
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 344 Texten in dieser Kategorie
von Monika Laakes

Irrsinn oder falsches Spiel,
beides ist kein guter Stil.
Die in fernen Ländern wüten,
Gott mag uns davor behüten.

Da ist dieser Triumphator
mit dem giftigen Gebell.
Und die list'ge Kontrahentin
reagiert…

von marie mehrfeld

Wir alle sind auf dem Weg. Ohne zu wissen, wohin er führt, warum wir ihn gehen, wie lange er dauert. Du wagst zaghafte erste Schritte, wirst geliebt und umsorgt. Dich selbst lernst du kennen, deine Nächsten nimmst du wahr und die Schmetterlinge…

von Angelika Wessbecher

Heute
Morgen hörte
ich Schreie aus
der Entbindungsstation. Heute Nachmittag
der

mit
einem Tuch
verhüllte Tote auf
der Bahre im Aufzug.
Gleichzeitigkeit.

von Soléa P.

Blau – weiß – rot,
Himmel – Taube – Tod.
Wer sein Volk nicht anhören will,
es vom Regierungssessel aus drillt,
für seine Belange kein Händchen hat,
hat ohne die Leut' die Rechnung gemacht.

Man will es melken,…

von Soléa P.

Das Hirn, vollgepackt mit Wissen
hat Speicherkapazität en masse
sendet Impulse schnell wie Blitze
ein Wunderwerk und großer Schatz …

Von der Zentrale wird gesteuert
verarbeitet – akribisch sortiert
in…

von Soléa P.

Am Horizont ein Schimmer zu sehen
die Sonne macht sich auf
rötliche Schwaden am Himmel stehen
beginnt ihren Tageslauf.

Trotz aller Früh sich Leben regt
Fabrikschornsteine qualmen weiß
der Mensch muss auf die…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Der Herbst zählt uns die Jahre vor
Zum Winter ist es nicht so weit
Auf kühlen Stufen, heiße Herzen
Alle Räume bunter Träume, verschwommen
Getanzte Lenze
Berauschte Sommer
Wir können im Flug die Wolken sehen…

von Soléa P.

Ein Herr, namens – wie auch immer –
war ein wirklich schlimmer Finger
tätschelte gerne die jungen Dinger
wurde dreist, auch immer schlimmer …

Bis er an die Richtige kam
sie wirkte scheu und äußerst zahm
das…

von Soléa P.

Wie lang zieht sich Leben hin
im Schatten und im Licht
macht es überhaupt einen Sinn
was ist nichtig ... was hat Gewicht?

Die Knochen werden brüchig sein
das Hirn verliert an Wissen
die Glieder schleppen sich…

von Chi Waniewo

Magisch an
zieht dich Licht.

Schatten fällt
hinderlich
hinter dich.
Wirst kein Held.

Ist das nicht
tragisch, Mann?

von Thomas Brod

Der Staubsauger saugt vom Staub
das S hinweg, bis ich bin taub,
dann schwindet leis’ vom -taub das b,
Im Schock fahr ich mir über’n Zeh.
Schmerz saugt am –tau- es bleibt das au,
durch's Saugen wird mir Mann ganz flau…

von Ekkehard Walter

Wer öfters sich auch mal was wagt,
erlebt, dass man hierbei schon fast verzagt,
denn wer noch offen sagt, was er so denkt,
sich viele Male auch verrenkt.
Der Mensch, er will zwar alles wissen,
doch Offenheit lässt er…

von Thomas Brod

Amourös beäugte Casanova
dereinst erwählte Filosofa,
gerissen, herzlich - immerhin.
Junggeselle küsste Lebenssinn.
Musisch nur Orchestergeiger,
Priesterlaufbahn, Quereinsteiger.
Rechtsberaters Szenario:

von Soléa P.

Weiße Haare schütter, gekraust
fahl das Gesicht und Hände voll Flecken
sie ängstlich zu der Tür hin lauscht
gleich kommt das Pflegepersonal sie wecken…

Tonloses „Morgen“ schallt mit Routine
hängt zügig ein „gut…

von Johanna Blau

Bin ich entstanden
Durch Raumgefühl?
Bleiben war mir zu viel
Das Licht ohne Konstanz
See aus Leere vor meinen Füßen
Wer will mich da begrüßen?
In dieser Blase aus Ego
War doch schon immer so
Allein…

Rezitation:
Johanna Blau, Januar 2019
von Ekkehard Walter

In jeder Männerrunde, da zeigte er sie,
denn ohne sie, da zeigte er sich nie.
Von Zeit zu Zeit machte er sich damit wichtig
und zeigte damit: Meine Uhr, die geht stets richtig!
Doch nach der Zeitumstellung erlebte er die…

von Ekkehard Walter

Der Kranz des Siegers ist verstaubt,
verwelkt ist auch das Eichenlaub.
Kaum konnt' er jemals davon zehren,
geschweige tat es ihn ernähren.
Die Tage des Ruhms sind längst verblichen,
Pokale sind längst weggeschmissen…

von Willi Grigor

Wir, die wir uns treffen kurze Stunden,
Kinder gleicher Erde, gleichem Wunder,
auf des Lebens sturmumbrausten Kap!
Solln wir lieblos gehn und kalt durchs Leben?
Gleiche Einsamkeit erwartet jeden,
gleicher Trauerklang…

von marie mehrfeld

Verschenktes Lächeln
fliegt gespiegelt zu dir zurück.
Doppelte Freude.

von Annelie Kelch

Wälder ...
stumm beseelt,
darin das Leben stockt,
als gäbe es keinen Tod.

Eingedunkelt:
das leidvolle Raunen
der Bäume: verlustig mit
Blättern; aufgefangen
vom Flussarm, der durchs
Geröll…

von Enrico Buchta

Flöhe und andere Parasiten

Die Katze kratzt sich, der Floh der beißt
Ein Hündchen auf den Rasen scheißt
Jedes Tierchen sein Plaisir
doch was macht das Menschentier
es jagt dem Geld nach und es plagt - die Erde ,so…

von Ekkehard Walter

Alt und manchmal schon fast zerbrechlich wirkte sie,
doch ihre kleinen, hell leuchtenden Augen vergesse ich nie.
Je älter sie wurde, desto mehr Runzeln bekam ihr Gesicht,
doch wenn sie mir ihre Geschichten erzählte, störte mich…

von Soléa P.

Getragen, geboren, geliebt und gehegt
erblicktest du behindert das Licht der Welt.
Die Mutter hatte zärtlich an die Brust dich gelegt
herzliche Bindung war schon längst hergestellt.

Es folgten Jahre der Vertrautheit und…

von Friedrich Adler

An jedem Abend, wenn die späte Stunde
Die müden Glieder in den Schlummer lockt,
Und ich im Vorgefühl der süßen Ruhe
Das Buch gesättigt aus den Händen lege,
Fängt über mir ein störendes Concert an.
Es gleiten Finger…

von marie mehrfeld

So läuft es. Nicht nur in diesem Land.
Wenn irgendwo ein Unglück passiert,
wird bald ein Sündenbock benannt.
Die Meute klagt ihn ungeniert an.
Nur selten bekennen sich „die ganz oben“.
Wir staunen, meistens sind’s…

von Johanna Blau

Statt Träumen, lernen sie gehorchen.
Der Pflug zieht tiefe Grabesfurchen.
Statt zu zu hören, lernen sie zu streiten.
Wie sie Trauer und Wahnsinn verbreiten.
Statt teilen, lernen sie: Uns soll alles gehören!
Sie bauen…

Rezitation:
Johanna Blau
von Jürgen Wagner

Der Fuß, der da tritt,
und der, der fest steht
Der Fuß, der da schlendert
und der weitergeht

Ein Fuß, der staucht,
und einer, der stampft,
ein Fuß, der da bremst,
und einer, der krampft

Zwei Füße…

von Axel C. Englert

Frau Krause! In der Wanne hockt ein Penner!
„Sie sinn echt keen Theata-Kenner!
Meen Kumpel Justl isn STAR!“
(Als Saufkumpan, ganz offenbar …)

Sie schleppen solche Elemente ins Haus?
SOFORT fliegt der Gammler raus!…

von Willi Grigor

Der hoffnungslose Versuch einer Erklärung

Was der Mensch sich nicht erklären kann,
nennt er gerne "ein Geheimnis".
Ständig arbeitet der Mensch daran,
solche Geheimnisse zu lösen.
Hat er ein Geheimnis gelöst,

von Ekkehard Walter

Ist etwas gescheh'n, so wird schnell klar,
dass es mal wieder niemand war.
Selbst wer an der Wahrheit sonst erpicht,
spricht auf einmal: Ich war es nicht!
Ein Andrer macht gar auf Ehrenmann,
der niemals so getan…

von * noé *

Über mir das Kindermachen,
nebenan das Fernsehlachen,
und sonst kaum was auf der Welt,
das diese noch zusammenhält …

Ich kann mich nicht daran gewöhnen,
an dieses liebestolle Stöhnen!
Wände kommen in Bewegung…

von Ekkehard Walter

Er war bekannt als alter Grantl,
jeder im Dorf kannte Sepp Prantl.
Zu jedem und zu allem hatte er etwas zu sagen,
meistens brauchte man ihn nicht einmal zu fragen.
Oft genug er jedoch einfach nur brummte
oder in…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Lebenslinien, verspielt, phantasievoll,
erotisch balsamierte Gefühle,
Schattentanz der Eitelkeiten,
in tiefe Dekoltés versinken Augen,
schwülstig schwach gefangener Blick,
schwerer Duft liegt auf der Haut,

von Hans-Jürgen Finke

Post Anthropozän

Ist er irgendwann verschwunden,
Leckt die Erde ihre Wunden
Und klagt in die Sternennacht:

„Herr, was hast du nur gemacht,
Schufst den Menschen mir zum Glück,
Der ließ mich kaputt zurück.…

von Martin Heil

Nieselregen und Kälte,
auf der Bank
ein paar hellgraue Handschuhe.
Ich trag sie nach und
sehe ein dankbares Lachen,
das bis zum Abend strahlt.

Eile und Panik
auf den Treppen
nach oben hinauf zum…

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