Religion ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Else Lasker-Schüler
von Else Lasker-Schüler
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die schönsten
von Rainer Maria Rilke
von Axel C. Englert
von J.W. Waldeck
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 166 Texten in dieser Kategorie
von Alf Glocker

Watschle deine Pilgerpfade,
denn die Wege sind das Ziel!
Doch der Wegrand, schade, schade,
ist nichts für dein Ehrgefühl!

Du bist intellektuell verbrämt,
deine Rituale sind
orientiert und leicht verschämt –…

von Else Lasker-Schüler

Kains Augen sind nicht gottwohlgefällig,
Abels Angesicht ist ein goldener Garten,
Abels Augen sind Nachtigallen.

Immer singt Abel so hell
Zu den Saiten seiner Seele,
Aber durch Kains Leib führen die Gräben der Stadt…

von Christian Morgenstern

So wie ein Mensch, am trüben Tag, der Sonne
vergisst, –
sie aber strahlt und leuchtet unaufhörlich, –
so mag man Dein an trübem Tag vergessen,
um wiederum und immer wiederum
erschüttert, ja geblendet zu empfinden,…

von Else Lasker-Schüler

(Dem Senna Hoy)

In der Bibel stehn wir geschrieben
Buntumschlungen.

Aber unsere Knabenspiele
Leben weiter im Stern.

Ich bin David,
Du mein Spielgefährte.

O, wir färbten
Unsere weißen…

von Else Lasker-Schüler

(Meiner geliebten Enja, der Ritterin von Hattingberg)

Esther ist schlank wie die Feldpalme,
Nach ihren Lippen duften die Weizenhalme
Und die Feiertage, die in Juda fallen.

Nachts ruht ihr Herz auf einem Psalme,
Die…

von J.W. Waldeck

das Schweigen der Lämmer
ist die einzige Melodie
die ein Lichtgott der Ernte
allabendlich hören will

End-Scheider, die sich
am Endgültigen weiden
enden als Überreste
einverleibter Mahlzeiten

ruf…

von Else Lasker-Schüler

(Dem Doktor Pagel)

Jakob war der Büffel seiner Herde.
Wenn er stampfte mit den Hufen
Sprühte unter ihm die Erde.

Brüllend ließ er die gescheckten Brüder,
Rannte in den Urwald an die Flüsse,
Stillte dort das…

von J.W. Waldeck

der Trost toter Vorboten
ausgenommene Lebensschoten
einer Obrigkeit
der Unterdrücker und Vertreter
im Namen namenloser Einheit

das Grab der Unbegabten
die ihr Gewissen importieren
als Marke – Überzüge…

von J.W. Waldeck

den Kardinalfehler
einen religiösen Erreger
einzuführen
bezahlten viele Indigene
mit der Ausrottung
geistiger Blüten

den Gottesunterwerfer
den Geistkerker
kinderliebenden Untertans
der nichts…

von J.W. Waldeck

Sternkreis einseitiger Himmelshälfte/
die anderen Zeichen wusste man
nicht zu deuten, unter rosigen Häuten
war die einseitige Scheibe zu glatt poliert
wo sich Tierzeichen zu Schicksalen
vereinen, rein rotiert...…

von Johanna Ambrosius

Es ist genug! Hör‘ auf zu schlagen,
Im Staube liegt mein matt gebein;
Du stillst des kleinsten Würmchens Klagen,
Soll ich allein vergessen sein?
Willst mich vernichten, wohl, ich stehe
Gewärtig Deines Schwertes Zug,…

von J.W. Waldeck

inmitten der Materiematrix:
Rindenrunenreigen
ohne Wesenskern

eine Menschenhülse entriss
das bedingungslose Herz
einen dienlichen Götzen
zu zimmern

der Wüste Aufschrei
verstummt wurzellos

von J.W. Waldeck

der prahlende Prophet sagt
sein besessener Gott überragt
und genau so sieht die Welt aus
am jüngsten Tag: grau!

was versprochen wird, verspricht
durch Herren den Himmel
die volle Erde zerbricht

von J.W. Waldeck

heilige Geleerte unfehlbaren Fluchs
- oblgeich der Fehler erschuf
mit neuen Gesichtern und Wörtern
statt genetische Hälften
identischer Eltern

die Gerechtgikeit
der Ewigkeit
folgt einem einzigen

von J.W. Waldeck

Vaterwörter vertrösten kein Liebreiz
im überströmten Ehrgeiz waiser Tröster
schmeckt Röstbrot besser als das klebrige
Rostrot frisch geschlacht’ner Rösser
wo weichgekocht – das Rückenmark
in allzu gockelhaften Gecken…

von J.W. Waldeck

geschorene Schafe träumen
von hohen Königskronen
wie kahle Bäume: gebundene Hände
die gefallen wollen
nachdem man ihre Wurzeln fällte

alle Schatzkisten und Truhen
liegen auf modrigem Meeresboden
hören…

von ulli nass

seh das Kreuz
seh den Mann
seh den Wahn
seh den Schmerz

merkwürdig kühl
bleibt mein Herz

zuviel Leid
in all der Zeit
durch Abrahams Religionen
und alle Götter
die nur in Fantasien…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Zeit
Wo ist sie hin, die Zeit?
Wo hat sie mein Leben versteckt?
Alles in einen Sack gesteckt,
zusammengefaltet auf die Halde geschleppt,
um es zu entsorgen.

Gott
Wo ist er hin, der Gott?
Wo hat er…

von J.W. Waldeck

ein Anhänger muss beschneiden
bessere Früchte ernten, übler Natur
am besten übernatürliche Gewächse
reiner Monokultur!

seriell verwässert
die sein fader Geschmack prägt
grundlos gemästet

immer weniger…

von Michael Dahm

Golden tönt der Hahn
im Posaunenblitz der Sonne
die Welt erwacht in ihren Wahn
der Teufel lacht vor Wonne.

Wieder ist ein Tag erschienen
auf der Ewigkeiten Schnur
und die Sonne hängt Gardinen
der…

von J.W. Waldeck

keine Schatten, die Schutz spenden
ENTFERNTE Sterne, verbrannt
Liebesschwüre, die betont bekennen
leergefühlt, verschnürt als Inhalt
bei Nacht - scheinbares Strahlen
im Sagenreich blitzender Krummsäbel

von J.W. Waldeck

Syntho-Bass-Maschinen-Flash
vorprogrammiert, in Schleifen
die Aureole neuen goldenen Reiches
die Äthermaske: immer am Start!

artifiziell und seriell auf mobilem Interface:
Gods Race of disgrace unterm Banner des…

von J.W. Waldeck

II. … Abgedroschene Absolution

die Gefühlsbasis aller Hypnostrahler!
kategorische Katharsis:
ein steif stinkender Sumpf
festgelegter Zukunft!

auserwählte Rollen und ihre Bewahrer
gegen kritische Vernunft…

von Axel C. Englert

Eine Kirche sprach: ich schwitze!
Ewig der sture TURM als Spitze …
Ständig treffen stark mich Blitze –
Schlechte Witze! Affen-Hitze …

Wäre obendrauf ein BAUER
Auf die Dauer nicht weit schlauer?!
Kein Blitz läg…

von J.W. Waldeck

Schicksal = Haft
ist nur der eingeschlossene Irrglaube
dem Übel furchtsam angepasst –
dem Missbrauche!

vorbestimmt, vollstreckt Leben bloß
eine eingetrichterte Daumenschraube

geschlossen wird es, im Schicksal…

von Jürgen Wagner

Wir nennen uns Buddhisten
und sind noch nicht erwacht.

Wir nennen uns Muslime,
die Frieden nie gemacht.

Wir nennen uns gern Christen
und sind kein Licht der Welt.

Wir wären gerne Menschen,
doch knien…

von J.W. Waldeck

in Erscheinung
GETRETENE
Bot-Admins beten vor
multipliziert, ins zahllose
kopiert

was Leeren wiederholt, besitzt
keinen Heilgeist außer Siegesheil
vervielfältigt ein Herrengott
sein hinfällig…

von J.W. Waldeck

die ihr Kirchen bautet

auf heidnische Kraftorte

die ihr Mauern brauchtet

statt frei erblühter Worte

die ihr Ostern stahlet

der Göttin Ostara Weihe

tauscht lebendige Feierbäume

für weihnachtliche…

von J.W. Waldeck

lüge nicht von der Allmacht
opportuner an.Hänger!
ohne Einfluss in mir
hindert eure Gier mein Wachsen
zerstöre ich den Rattenfänger

kein Neidhammel fickt schlimmer
als dieser B:Sucher neuer Bräute

von J.W. Waldeck

Tränen sind ungeborene Träume
mit dem Mut zur Wiedergeburt
Spuren erlöster Einfälle
Blessuren erlöster Himmelsquelle
vereint ohne jeden Einfluss

der Gott faschistischer Reinheit
befiehlt die Läuterung der Welt…

von Annelie Kelch

Adam & Eva -
auch sie ...
hätten eine zweite Chance verdient ...

von J.W. Waldeck

Keine harmonische Stille laviert
so steril und verstaubt einhellig, still!
egal wie sehr die Lichtleere
dies verblendet leugnen will

das bahnbrechende Prinzip
bewusster Beweise
läuft keiner linearen Über-…

von J.W. Waldeck

feige hilft, blind zu übernehmen
wirkt Übel-Leben ausgeräumt
soweit äußeres auswendiges ÜBER-
Leben jenseits allen Lebens stützt
wo sich das Üble gerne kreuzt
dem eine gewisse Überzeugung reicht
als Überzug für…

von J.W. Waldeck

eine unwirkiche Macht, die alles (ab) lenkt
wie für Kontrolleure gemacht
die freies Denken kränkt
das selbstständig graue Grenzen sprengt

nein, im Paradies gibt es nur eindeutige Pflanzen!
dort gedeiht nichts ohne…

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