Moderne ✓ Geschichten, Abhandlungen oder Erzählungen zum Thema

empfohlene
von Gerhart Hauptmann
von Alexander Zeram
von Conrad Cortin
die schönsten
von Angélique Duvier
von Kurt Tucholsky
von Yvonne Zoll
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 321 Texten in dieser Kategorie
von Sascha El Farra

Waren wir gerade spazieren. Fragen uns 2 Radfahrer mit einer Karte aus Papier nach dem Weg.
Ich frage mich ernsthaft wie lange die schon unterwegs sind?

von Klaus Mattes

Am Tag, als wir erfuhren, dass der Kölner Autor Jürgen Becker den Georg-Büchner-Preis zuerkannt bekommen hatte, knapp 82 Jahre alt, in den sechziger Jahren war er mal ein respektierter Avantgardelyriker gewesen, dann WDR-Redakteur und Leiter des…

von Conrad Cortin

Nach der Schulzeit begann Benno eine Lehre als Verlagslehrling. Er ging nicht gerade gern in die Firma, andererseits war er mit dem Job auch nicht ausgesprochen unzufrieden. Nur eines störte ihn erheblich, dass er nie zu einer Konferenz…

von Alf Glocker

Ruhig geht der majestätische Kosmos seiner Vollendung entgegen. Da werden auf einmal seltsame Stimmen im Überraum hörbar.

„Heute ist der Tag der offenen Tür!“
„Wer sagt das?“
„Ich, die Erkenntnis. Und wer bist Du?“
„Ich…

von D.R. Giller

Schon wieder so ein sonderbarer, wirrer Traum den Lutz da in der Nacht eines regnerischen Dienstags hatte.Es war Hochsommer und die Details seines Unterbewusstsein entnahm er nur verschwommen wahr. Das hinderte ihn am Durchschlafen. Er wachte auf…

von Conrad Cortin

Lieber Max! Ich wünsche Dir alles Gute möglichst weit weg von mir. Ich stelle mir vor, Du gehst nach Uganda, treibst Handel dort mit Ugandern, schwätzt mit den Schwarzen, statt mich zu beschwatzen. Doch Du bleibst, wie ich fürchte, lieber im…

von Alexander Zeram

Civellini spielte Chopin.

Wir saßen draußen auf der Terrasse, verwöhnt von sommerlicher Nachtluft, warmer Feuchtigkeit und dem weichen Klang des Steinway-Flügels, auf den unser Gastgeber eben so stolz war, wie auf seine…

von Freddy Freddy

In der Küfa der Waffenverbotszone Leipzig spricht sie: Meine alte Mitbewohnerin. Sie fragt nach meinem psychischen Wohlbefinden. Nett die Doktorandin. Sie will keine Antworten. Sie will das Gefühl des erlösten Gewissens. Man redet mit dem…

von Amalia Goldbach

Sie war gekommen um zuzuschauen und mit einem Mal stand sie mittendrin. In diesem Augenblick erkannte sie ihren Irrtum. Die entscheidenden Momente eines Lebens, in denen sich seine gewohnte Richtung für immer ändert, werden nicht von einem…

von Max Dernet

Gestern Nacht bis hinüber in die innere Mogelei geträumt. Jurtenzauber mit vergorener Stutenmilch, darauf nächtlicher Ausritt in gehobenster Stimmung. Es lachten im Galopp wir rauen Gesellen! Auch lachten wiehernd mit, die treuen Pferde unter uns…

von Conrad Cortin

Benno drückt die junge Frau an sich und küsst sie zart auf die Wange. Sie ist Buchhändlerin in dem schönen Antiquariat in der Marienplatzpassage. Bis vor drei Monaten hat er sie täglich geküsst. Aber seit seinem Umzug an die Peripherie kommt er…

von Jan Jendrejewski

Der Himmel war ein blasses Grauweiß.
Eine ungebrochene Wolkenwand hielt
die Welt darunter in einem traurigen,
dunklen Licht gefangen.
Zwei pechschwarze Krähen überblickten,
in einem Geäst sitzend, die Umgebung

von Klaus Mattes

Jeder von uns wird irgendwann der Niederlage gegenüberstehen.

Eine Bewerbung, von der man sich viel erhofft hatte. Ein erstes Treffen, nach dem man zuerst noch gejubelt hat, dann die Absage, wie üblich.
Was kann man tun?

Frau…

von Conrad Cortin

Sie kommt gerade vom Zahnarzt, hat sich die obere Zahnreihe überkronen lassen. Aber warum lindgrün. Ihre Zähne glänzen, schimmern und blitzen im Licht wie Edelsteine. Sicherlich ein sündteures Material. Vielleicht wirklich Saphire oder Ähnliches…

von Max Dernet

... Vom offenen Fenster her gackerte es in mein versunkenes Schweigen hinein.
„Genug für heute“ säuselte es hinter meinem Kopf.
„Halten Sie Geflügel?“ fragte ich, als ich mich von der Couch erhob.
„Die meisten Patienten…

von Wolfgang Luley

Paulo, der Sohn Picassos, besucht seinen Vater im Atelier, wo der, mit einer Axt, auf einen Schrank einschlägt.

"Du machst Feuerholz?"

"Nein, ich zertrümmere den Schrank und setzte ihn neu zusammen. Das ist Kunst!"

Paulo…

von Conrad Cortin

"Ich kann Sie nicht in den Ruhestand schicken", sagt der Chef, "Sie würden sich doch nur gehen lassen. Regelmäßiger Lebenswandel und leichte körperliche Betätigung im Büro ist gut für Ihre Gesundheit." Endlich begreift Paul, warum er nach acht…

von Andrea Kupkow

Doch bin ich froh, dass ich nicht dem Marquis begegnet bin und nicht in die gierigen Hände der Elisabeth Báthory fiel. Nein, es kam schlimmer noch, ich musste dir begegnen mit deiner bläulichen Kadaverblässe, du euchtetest wie ein Rubin.

von Alf Glocker

Dort wo es das Nordlicht gibt, dort wo die Himmel klar und voller Sterne sind und wo das Gleichmaß der Schönheit von den Eisbergen erzählt, in denen Elfen und Geister wohnen, dort gibt es ein Phänomen ... Zugegeben, es ist eines unter vielen,…

von Daniel Büttrich

Ein Wissenschaftler mittleren Alters traf sich in Dresden, dieser schönen Stadt an der Elbe, mit Künstlicher Intelligenz. Die Künstliche Intelligenz, die männlich war und KI Juri genannt wurde, unterstützte ihn als Assistent auf dem Gebiet der…

von Annegret Shaw

So wie ich war, war ich fortgelaufen. Ich verließ das Haus und ich kam nie zurück. Ich hörte einfach nicht auf die Füße zu bewegen. Nicht, als sie mir wehtaten. Auch nicht, als ich vor Schmerzen anfing zu humpeln. Ich habe die Schuhe heute noch.…

von Mark Read

Es war ein lauer Sommerabend. Die Luft war mild, die Welt war schön. Die untergehende Sonne tauchte den wolkenlosen Himmel in ein sattes orange, an dem jeder Landschaftsmaler seine Freude gehabt hätte. An Abenden wie diesen war alles möglich. Ich…

von Maya Aditi Pichlhöfer

Dieser Montagmorgen zeigte sich mit vertrautem Gesicht.
Man möchte nicht das Bett verlassen, aber weiß, dass man muss.
So war sie also aus dem Bett gestiegen und hatte der Welt ihr trotziges Gesicht entgegengestreckt.
Würde sie…

von Max Dernet

Lug und Trug, die beiden eineiigen Unterschiede, gingen in der Regel getrennte Wege. Aber jeden Donnerstag trafen sie sich am Debattiertisch im Hinterzimmer des Ausschanks einer recht bekannten Zusammenbrauerei. Dort legten sie sich knifflige…

von Asja Aditi

Du hast mich verletzt und diesmal denke ich nicht: „Ach, Schwamm drüber! Sie meint es sicher nicht negativ und verletzend.“ Ich weiß, dass du mir mit deinen Worten nicht wehtun wolltest. Es schmerzt trotzdem. Natürlich habe ich es überspielt.…

von Alf Glocker

Das Leben verzerrt sich mit zunehmendem Alter in eine Art Surrealität: man sieht Dinge, die es soo nicht geben kann! Elefanten tanzen in Spitzenhöschen auf dem Seil, zarte Jungfrauen tragen Vollbärte, Menschen machen sich zum Affen und Affen…

von Tanja Grün

Wie lang waren wohl ihre Beine? Wie lang ihr Haar? Miriam stieg in den Porsche ein, hob die Beine, vermutlich mindestens einsdreißig lang, in den Fußraum, strich das Haar aus der Stirn und lächelte ihn mit dick geschminkten Lippen an. Er war sich…

von Hans-Hermann Potzkofel

Das Pferd stand auf der Weide,
die Enten schwammen im Teich,
die Gänse schauten etwas debil durch die Gegend,
aber der Marder lag auf der Lauer, hatte Hunger und wartete.

Der Wolf war noch gar nicht da,
der kam erst…

von Max Dernet

„Kommst du mit; Hermann? Ist Gratis!“ Ernesto wedelte lockend mit zwei Konzertkarten vor des großen Mannes Nase. „Beethoven, viertes Klavierkonzert, gespielt von der göttlichen Helene Grimaud und unseren Sinfonikern, von denen du auch schon…

von Brigitte-Hanna-Dorit Lebelt

Mein Avocadinchen

[url=https://www.dreamies.de][img]https://img29.dreamies.de/img/628/b/sa6u3frhoa6.png[/img][/url]

Ich erzähle Euch heute mal eine Geschichte von einer einsamen Avocado, die gern etwas erleben wollte.
[url=…

von Asja Aditi

Wir laufen im Kreis. Unsere Gedanken laufen im Kreis. Unsere Gespräche laufen im Kreis. Kein Ende in Sicht. Du, der Vorläufer; Ich, die Verstärkung. Du, das Schwert; Ich, die Rüstung. Du, der König; Ich, deine rechte Hand. Du rennst deinen…

von Jürgen Wagner

Spiritualität ist eigentlich eine Medizin. Man nimmt sie so lange, bis man (wieder) gesund ist. Dann setzt man sie ab. Andernfalls wird man abhängig. Der Buddha gebrauchte dafür das Gleichnis vom Floß: wer einen gefährlichen Fluss überqueren will…

von Max Dernet

„Ich habe den Verdacht, das sagen Sie nur, weil Ihnen die entsprechenden Worte eingefallen sind“, sagte einer, der sich bis dahin restlos ausgeschwiegen hatte und alle nickten einverständig.
Bedrohliche Stille machte sich breit.

von Dominik Philippi

Altair saß und dachte an all das, was er zurückgelassen hatte, als er sich aus dem erbarmungslosen und doch so sanften Griff der Gravitation löste. Er vermisste nicht, nein, er dachte lediglich. Er ließ seinen nun mehr müden Blick durch die Leere…

von Alf Glocker

Schwarze Philosophen, rote Erfinder und gelbe Dichter geben, zusammen mit dem blauen Himmel, ein buntes Bild ab. Wenn da noch die grüne Au dazukommt, dann sind nur noch ein paar Wölkchen so weiß, wie der Schnee von gestern, der nicht liegen…

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Der Begriff 'Moderne Literatur' ist wohl per se ein Unding, da alles, was heutigen Zeitgenossen als 'modern' erscheinen mag, in fünfzig oder hundert Jahren bereits Vergangenheitsliteratur mit einem -möglicherweise neugeschaffenen- völlig anderen Begriff geworden ist.

Im Unterschied zu 'zeitgenössisch', also dem Werk noch lebender und schaffender Künstler, bezeichnet man im Kulturbetrieb die Schöpfungen der entsprechenden Künstler aus den vergangenen, aber noch nicht wirklich weit zurückliegenden Jahren als 'Moderne'. Im Jahr 2013 also sollte das z.B. literarische Werke der Jahre 1960 bis 1990 betreffen. Kategorisch bleiben dabei alle Möglichkeiten offen, denn als bezeichnete Epoche kann jede Stilrichtung sämtliche Genres umfassen.