Romane ✓ Die Langform der schriftlichen Erzählung

Bild von vielen Romanen

Jeder entsprechend lange Erzähl-Text wird heute als 'Roman' bezeichnet. Die neue Welt des Romans ist vielgestaltig und facettenreich!

empfohlene
von Alexander Zeram
von Franz Kafka
von Johann Wolfgang von Goethe
die schönsten
von Franz Kafka
von Johann Wolfgang von Goethe
von Ria Klug
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 157 Texten in dieser Kategorie
von Franz Kafka

1. Kapitel: Verhaftung - Gespräch mit Frau Grubach - Dann Fräulein Bürstner

Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. Die Köchin der Frau Grubach, seiner…

von Johann Wolfgang von Goethe

Erstes Buch

Was ich von der Geschichte des armen Werther nur habe auffinden können, habe ich mit Fleiß gesammelt und lege es euch hier vor, und weiß, daß ihr mir's danken werdet. Ihr könnt seinem Geist und seinem Charakter eure Bewunderung…

von Ria Klug

Es ist doch wirklich zum Heulen. Nie checke ich rechtzeitig, wenn die Heinis von der Gewerbeaufsicht aufkreuzen. 
Mit einem Satz auf die glitschige Mülltonne und dann über die Mauer in den zweiten Hof, ohne Jacke, ohne Tasche, noch nicht…

von Ria Klug

Im Nachmittagslicht wirft der Betonklotz fußballfeldgroße Schatten. Vor dem ausladenden Portal wimmelt es von Schildern. Das Gelbe mit dem Adler wirkt unscheinbar gegen das Geprotze der Firmen. Der Hinweis auf einen deutschen Betrieb, der Gurken…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN  II
LESEPROBE 1. Kapitel
-1-  Aufbruch

Wie es im Nebel zu dämmern beginnt, sitzen James Jones Baldwin und seine Leute bereits in den Wagen und frühstücken. X hat auf seinem Campingkocher mit geschmolzenem Schnee…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN
Das Nachwort

IV)  N A C H W O R T
Eine Stellungnahme des Autors zu seinem Roman
"FEUERAUGEN"

Feueraugen

Ich starre hinein in dieses Symbol des Sehens und Gesehenwerdens und beginne zu begreifen…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN  I
LESEPROBE - 1. Kapitel

-1-  Feldgespräche

Bei einer ziemlich baufällig wirkenden Steinbrücke über ein modriges Rinnsal parkt ein dunkelgrüner Mittelklassewagen. Motor und Licht sind abgeschaltet. Die Insassen…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN  III
LESEPROBE aus dem 2. Kapitel

Etwas unsicher führen der Signore und Ricci die Mannschaft an. Sie wissen nicht, in welcher Richtung man sich halten sollte und werden schon kurz nach dem Aufbruch immer…

von Angélique Duvier

„OK, Conny, da muss ich etwas weiter ausholen“, sagte ich, „und mit dem Leben meiner Mutter beginnen. Wenn Crystal uns also tatsächlich um unsere Kindheit und Jugend beneidet und aus diesen Gründen jetzt meine Mutter attackiert und Geld von ihr…

von Annelie Kelch

Und ein Mann starb im ewigen Wald
Wo ihn Sturm und Strom umbrauste.
Starb wie ein Tier in Wurzeln eingekrallt
Schaute hoch in die Wipfel, wo über dem Wald
Sturm seit Tagen über alles sauste.
– Bertolt Brecht, Der…

von Annelie Kelch

Weshalb wollen wir strenger sein als Christus?
Weshalb stoßen wir, starrsinnig dem Urteil einer
Welt hörig, die lärmt, um für stark zu gelten,
jene zurück, welche das Böse ihrer Vergangenheit
aus den Wunden ausscheiden,…

von Annelie Kelch

– So müssen Sommerferien sein! Über den Bergen
ein enzianblauer Himmel, wochenlang ein strahlend
heißer Tag am andern, nur je und je ein heftiges, kurzes
Gewitter. Der Fluß, obwohl er seinen Weg durch so
viele…

von Annelie Kelch

Ein Brief errötet nicht.
(Epistula non erubescit)
– Marcus Tullius Cicero –

Denn ein Traum ist alles Leben
und die Träume selbst ein Traum
(Calderón de la Barca)

Ein unheimlicher Traum und zwei langersehnte…

von Annelie Kelch

… wie weit willst du noch gehn?
Verwehre doch neuen Eindrücken den
drängenden Charakter – stumm liegen,
die eigenen Felder sehn, das ganze Rittergut,
besonders lange auf Mohn verweilen,
den unvergesslichen, weil er…

von Annelie Kelch

Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vöglein schweigen im Walde,
Warte nur, balde
Ruhest du auch.
(Johann Wolfgang von Goethe, „Ein Gleiches“)

Warte…

von Annelie Kelch

Die Stille der Nacht ward Spielzeug des Windes;
durch das Gitter der Weinranken fiel einsamer
Vogelschrei ins Zimmer.
(...)
... doch nun zerreißt die Lanze des Hahnenschreis
das Trauertuch des Sees.
Wieder…

von Annelie Kelch

„Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe,
wenn ich sage, dass du mir das Liebste bist; Liebe ist,
dass du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle.“
(Franz Kafka)

Abschied von Hannes (Teil 18, Text 1)

„…

von Annelie Kelch

Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch 'nen zweiten Plan,
gehn tun sie beide nicht.
Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht
schlecht genug. Doch sein höhres Streben
ist ein…

von Annelie Kelch

Dein Hut lüftet sich leicht, grüßt, schwebt im Wind,
dein unbedeckter Kopf hat 's Wolken angetan,
dein Herz hat anderswo zu tun,
dein Mund verleibt sich neue Sprachen ein,
das Zittergras im Land nimmt überhand,

von Annelie Kelch

Er schwieg und sah vor sich hin, Stine aber
nahm seine Hand und sagte: „Wie du dich selbst
verkennst. Der Tagelöhnersohn aus eurem Dorfe, der
der mag so leben und dabei glücklich sein; nicht du. Dadurch
dass man…

von Annelie Kelch

O wehe Stirn! Du Kranke, tief im Flor
der dunklen Brauen! Lächle, werde hell:
die Geigen schimmern einen Regenbogen.
Gottfried Benn, Englisches Café

Oh Kranke, lächle ...
(... aus meinem (Christines) Tagebuch)

von Annelie Kelch

Wohin wir uns wenden im Gewitter der Rosen,
ist die Nacht von Dornen erhellt, und der Donner
des Laubs, das so leise war in den Büschen,
folgt uns jetzt auf dem Fuß.
(Ingeborg Bachmann, „Im Gewitter der Rosen“)

Mit…

von Annelie Kelch

Immer sind es Bäume die mich verzaubern
ihr Laub flüstert mir grüne Geschichten
Jeder Baum ein Gebet, das den Himmel beschwört
Grün ist die Farbe der Gnade
Grün ist die Farbe des Glücks
(Rose Ausländer, Die Bäume)…

von Annelie Kelch

… und der Haifisch, der hat Zähne
und die trägt er im Gesicht
und Macheath, der hat ein Messer
doch das Messer sieht man nicht.

Ach, es sind des Haifischs Flossen
rot, wenn dieser Blut vergießt,
Mackie Messer…

von Annelie Kelch

Die Schwester Anna stieg auf den Turm, und die arme
zerknirschte Frau rief ihr von Zeit zu Zeit zu: „Anna,
liebe Schwester Anna, siehst du noch nichts kommen?“
Und die Schwester Anna antwortete ihr: „Ich sehe nichts
als im…

von Annelie Kelch

... an der Themse grünem Wasser
Fallen plötzlich Leute um!
Es ist weder Pest noch Cholera
Doch es heißt: Macheath geht um ...

... wo ist Alfons Glite, der Fuhrherr?
Kommt das je ans Sonnenlicht?
Wer es immer…

von Annelie Kelch

... wieder lässt sich die Signalpfeife hören, und die Fahrt
beginnt, erst langsam, die ersten Schritte geht es sachte, als ob
eine Kinderhand den kleinen Wagen zöge. Unmerklich wächst die
Schnelligkeit, du aber liest in deinem…

von Annelie Kelch

Mädchen,
dein Blick aus dem Röhricht,
ich rief dich den langen Tag.
Füll mir die Hände mit Sand,
die Feuchte will ich, die Schwere.
Nun atmen wir Finsternis.
Lauscht' ich über den Strom?
Dem Vogel nach…

von Annelie Kelch

Kurzer Sommer, glühender, bleib!
Dein Anhauch zwar verdrießt das ängstliche Gras.
Das Korn doch liebt dich, der sich rötende Wein.
Die Grille singt dir ein Loblied,
Und die Lerche, wenn sie ins Blaue klettert,
Tut es…

von Annelie Kelch

Der Nadelwald. Die Zapfen liegen geöffnet im Moos.
Wegseitwärts führen Stapfen, verfangen und körperlos.
Der Wald haucht aus die Kühle. Wem bin ich auf der Spur?
Der Atem, den ich fühle, ist meiner nur.
(Günter Eich, „Wald…

von Annelie Kelch

Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes,
dem das Leben gehört; und das ist einfach der Mut.
(Theodor Fontane, Cécile)

Das Konzert (Kapitel 17; Text 3)

Die Laube war leer, als ich zurückkehrte, verlassen und öde,…

von Annelie Kelch

Holunder überschwemmte den Garten
Holunder grün grün
Grüner als Schimmel auf der Regentonne
Grün, das heißt, es wird Bläue sein
Einen Sommer bis an den Abend aller Tage
Grüner als meine Augen, Holunder
(Marina…

von Tobias Neu

„Hey, holt mal einer einen Arzt! Der blutet am Kopf!“, hörte Hector jemanden rufen. Ihm schmerzte der Kopf und irgendwas Nasses rann seine Stirn runter.
Er versuchte die Augen zu öffnen, doch er wurde von einem hellen Licht geblendet und…

von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einem Mann namens Ingo, er ist 25 Jahre alt. Emma hat wie immer alles vorbereitet. Kräutertee ist gleich fertig, Meditationsmusik läuft schon. Da klingelt es auch schon oben an der Wohnungstür. Emma öffnet die Tür…

von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einer Frau namens Renate. Emma hat wie immer ihr Kräutergemisch aufgebrüht und alles Weitere vorbereitet. Da klingelt es auch schon unten an der Haustür. Emma öffnet auch schon mal die Wohnungstür. Da steigt auch…

Seiten

Während bis ins Mittelalter hinein die Bühne den höchsten Wert literarischer Arbeiten darbot, scheint in unserer Zeit die Spitze der Qualitätspyramide immer mehr von Gattung Roman gestellt zu werden. Die unumstößlichen Werke der so genannten 'Weltliteratur' benennen sich zu einem gewichtigen Teil aus den großen Romanen der letzten zweihundert Jahre.

Fantasy, SciFi, Historisch, Abenteuer, Realsatire, Politthriller, Gesellschaftsklamauk … es gibt keine Grenzen für die Inhalte moderner Romanwerke. Sie sind meist um einiges umfangreicher als die kleinen Brüderchen und Schwesterchen (Erzählungen, Novellen) und bezeichnen das Schaffen eines Autors viel eher als seinerzeit, da es oft auch Bühnenwerke, Gedichte und Essays bedurfte, um als Literat wahrgenommen zu werden.
Die neue Welt des Romans ist vielgestaltiger und facettenreicher als noch im neunzehnten Jahrhundert … ganz einfach, weil jeder entsprechend lange Erzähl-Text heutzutage als 'Roman' bezeichnet wird.

Die feinen Unterschiede brauchen den Leser auch nicht zu kümmern. Das ist die Aufgabe der Literatur- und Sprachwissenschaftler.