Novellen & Erzählungen ✓ Sachverhalte / Lehren in Form von Geschichten / stories

Bild Novelle Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Die Kategorie Erzählungen & Novellen bietet genaugenommen die Elemente des Romans … nur konzentriert.

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von Johann Wolfgang von Goethe
von Franz Kafka
von Tilly Boesche-Zacharow
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von Arthur Schnitzler
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von Giacomo Casanova
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 138 Texten in dieser Kategorie
von Alexander Zeram

Civellini spielte Chopin.

Wir saßen draußen auf der Terrasse, verwöhnt von sommerlicher Nachtluft, warmer Feuchtigkeit und dem weichen Klang des Steinway-Flügels, auf den unser Gastgeber eben so stolz war, wie auf seine…

von Dieter J Baumgart

                                                           Erinnerungen einer Hauskatze
        Aus dem Miauischen übertragen von Dieter J Baumgart

          Guten Tag, Freunde!
          Hört mal, ich möchte euch eine…

von Susanna Ka

Es war ein kalter mondloser Abend, der letzte im Oktober. Noiry schmiegte sich in den Schatten einer Maurer. Schon seit geraumer Zeit beobachtete sie die große Doppeltür in dem Haus auf der anderen Straßenseite. Immer wieder kamen Leute und…

von Magnus Gosdek

Der Geist der alten Marte

Ich war nie ein Mensch, der an Spukgeschichten glaubte. Sie sind Legenden aus einer Zeit, in der seltsame Begebenheiten dem Allmächtigen oder viel lieber noch seinem Gegenspieler zugeschrieben wurden. Wir, die wir…

von Martin Gehring

In unserer Gegend gibt es knapp unter der Erdoberfläche jede Menge hochwertigen Kies, der von den Gletscherausläufern der letzten Eiszeit hier abgeladen wurde und sich hervorragend für den Straßenbau eignet. Deshalb wurden früher, als man Kies…

von Tilly Boesche-Zacharow

Man hatte ihr berichtet, dass draußen am Strand ein alter Mann herumliefe, der es verstand, Geschichten zu erzählen. Sie dachte, es könne zumindest nicht schädlich sein, wenn sie – eine Schriftstellerin, der plötzlich jede Phantasie ausgegangen…

von Karin Sophie

„Überall auf der Welt wurden Nester bestehend aus ca. Zehn Eiern gefunden, welche so groß wie Autoreifen waren.“.........“Sie tauchen mittlerweile schon an mehr als 100.000 Orten auf.“.........
“Heute morgen hatte ein Fischer in Jamaika ein…

von Arthur Schnitzler

Das Schiff landet; ich setze meinen Fuß auf den neuen Weltteil...

Der graue Herbstmorgen überschattet Meer und Land; noch schwankt alles unter mir; noch immer fühle ich den unruhigen Gang der Wogen... Aus dem Nebel erhebt sich die Stadt…

von Mitch Cohen

Ich bin Amerikaner. Für mich war es schon unglaublich, daß ich in den 70ern und 80ern in Westberlin lebte. Noch viel unwahrscheinlicher war es, daß ich die Untergrund-Lyrikszene Ostberlins kennenlernen sollte.

Ein Besuch in Ostberlin ohne…

von Arthur Schnitzler

In seinem dreiundfünfzigsten Lebensjahre, als Casanova längst nicht mehr von der Abenteuerlust der Jugend, sondern von der Ruhelosigkeit nahenden Alters durch die Welt gejagt wurde, fühlte er in seiner Seele das Heimweh nach seiner Vaterstadt…

von Ekkehard Walter

Sie war tatsächlich gekommen und jetzt stand sie in vorderster Reihe unter den vielen Besuchern des alten jüdischen Friedhofes der kleinen Hochrheingemeinde. So viele jüdische Frauen und auch Männer unter den Besuchern hatte dieses einstmals…

von Tilly Boesche-Zacharow

Im Treppenhaus ging ganz plötzlich das Licht aus. Es geschah von einer zur anderen Sekunde.  Völlige Dunkelheit umgab ihn. Er hatte gerade den rechten Fuß auf die nächst höher gelegene Stufe setzen wollen und erstarrte in dieser Bewegung. Wenn…

von Monika Laakes

Als Bernd Bernsen seine Brille beiseite legte, ließ die Sonne, die sich durch den dichten Gardinenstoff zwängte, kleine Punkte über sein Gesicht springen. Wenn er genau hinhörte, so konnte er die Zeit am verstärkt einsetzenden Verkehrslärm messen…

von Uwe Kraus

Es begab sich zur Zeit des Diktators Cogite, der auf dem Kontinent Cogito, seinem Kontinent, sein Unwesen trieb und versuchte, durch Lehren der Vernunft und des Verstandes die Menschen des Reiches zu unterdrücken und zu terrorisieren, was hieß,…

von Tilly Boesche-Zacharow

Es war einmal eine Kellerassel, der hatte das unbegreifliche Geschick ein Quäntchen Verstand mitgegeben. Dadurch kam ihr deutlich zum Bewußtsein, in welch einem finsteren, feuchten Loch sie mit ihren Artgenossen hauste. Durch die…

von Hildegard Strauben

Großer Jubel, Blitzlicht
langsam geht sie winkend
ein Kusswurf nach links und rechts
die Schatten fallen, ihre Maske auch
der funkelnde Glanz
die weißen Zähne
die roten Lippen
die schwarzen Augen

von Tilly Boesche-Zacharow

1.)
Es beschien die Sonne den Reinen, der saß und dem Treiben einer Ameise zusah. Sein Fuß war für sie das Hindernis, welches sie geschäftig umkreiste. Sie hatte sich damit abgefunden und vertraute auf die Beständigkeit ihrer Welt.

von marie mehrfeld

Spätherbst 1943. Nachtzeit auch über dem einsam gelegenen Schwarzwald Bauernhaus. Mit seinem weit vorkragenden und an den Seiten tief herunter reichenden Dach, das mit Holzschindeln bedeckt ist. Die Menschen, die Rinder und das Federvieh, auch…

von Cleo Cleo

Motto

„Erkenntnis nach 45 Jahren Zweisamkeit
 Eine Einladung der Liebe war bereits die Verabredung im Jenseits.
 Sich Finden und Erkennen in Liebe im Diesseits,
 Ist der Weg zur Wahren und Göttlichen Liebe.
 Ein…

von Uli Kunzmann

Lippschitz erfuhr erst am Montag von den gezogenen Lottozahlen. Er sah auf den Zettel und wusste sofort: 5, 11, 27, 32, 34, 42…. alle sechs Zahlen richtig! Seit Jahren hatte seine Tippgemeinschaft mit Kaminski und Birnbaum exakt diese Zahlen…

von Mark Read

Valentin wusste, dass das Leben eines Menschen ein begrenztes Haltbarkeitsdatum besaß und man tunlichst nicht sinnlos Zeit vergeuden sollte, ehe es ungenießbar wurde. Es war ihm bewusst, dass er ein privilegiertes Leben führte, das er mit…

von Amalia Goldbach

Ein cremefarbener Umschlag mit handgeschriebener Empfängeradresse klemmte zwischen Werbung, Wochenzeitung und einer Mitteilung meiner Bank. Ein ungewöhnlicher Briefkastenfund und eine ungute Vorahnung ließ mich Neugier und Brief gemeinsam in die…

von Rainer Maria Rilke

Eine Biographie

Er ist der Sohn der schönen Fürstin von Ascoli. Sein Vater war irgend ein Abenteurer, er nannte sich damals Marquis Pemba. Aber die Fürstin liebt gerade diesen Sohn. Er erinnert sie an einen Garten, an Venedig und an einen…

von Chris Mangan

„Kann ich Sie mal kurz unter vier Augen sprechen?“

Sylvia Sträter schaute vom Tisch hoch. Vor ihr stand Gregor Wendland, ein großer, kräftiger Physiklehrer mit grauem Vollbart. Er war der Mittelstufenkoordinator und zeichnete…

von Dieter J Baumgart

     Es regnet. Schon seit Tagen. Grau in grau dösen die abgeernteten Rübenäcker, lösen sich in Nebel auf, noch bevor sie den imaginären Horizont erreichen. Der Horizont, das sind links die Zuckerfabrik mit ihren Förderbändern, und rechts das…

von Andreas Moser

Erstes Kapitel

Warum fangen diese Geschichten immer mit einer Lüge an. Ich hätte ihr wohl sagen müssen, dass ich bei unserem Treffen das Aufnahmegerät laufen lasse. Dann hätte sie gewusst, worauf sie sich einlässt. Es wäre…

von Gabriel Becker

Prolog: Superguy

Der Wind sauste Superguy durch das Haar, als er auf dem Dach eines fünfzigstöckigen Hochhauses kniete und gen Horizont blickte. Die Sonne war gerade am Aufgehen, sodass zuerst vereinzelt Sonnenstrahlen seine Stiefel trafen…

von Klaus Mattes

Ich setze mich neben Knut auf die Banklehne.
„Da kommt gleich einer, der wird dich interessieren. Ein Junger.“

„Wieso weißt du, dass der kommt? Wer ist es denn?“
„Ein Neuer. Gestern war der auch da - und vorgestern. Wirst schon…

von Dieter J Baumgart

     Als Friedhelm auf die Welt kam, war er wohl ganze zweiundzwanzig Zentimeter lang. Das war nicht viel. Schon gar nicht im Vergleich zu seinem Vater, der es mit seinen vierundsechzig Jahren immerhin auf die stattliche Länge von vier Metern…

von stefan sch

Ich wache auf. Nein ich stehe nicht auf. Ich wache auf und liege und warte gespannt, aber nur kurz. Steil kommt sie angeflogen, die Übelkeit. Hat mich und enttäuscht mich nicht. Der kurze Moment vor dem Anflug von Übelkeit ist es, der den Tag…

von Beno Bavari

Unscheinbar leuchtete eine neue Nachricht auf dem Display auf, und gemächlich fing sie an, vor sich hin zu blinken. Es ist der Abend des 13. Februar, und ich bin wiedermal aufgewühlt und verwirrt. Denn arglos öffnete ich gerade…

von Frank Tegenthoff

Das Zünglein auf der berühmten Waage war es wirklich nicht. Auch kein Superadonis, was ich da morgens vorm Spiegel sah. Ich betreibe ja keinen Körperkult.
Was mich eigentlich wirklich anwidert , ist der lukullische Aussetzer in manchen…

von * noé *

Seit ich mit fünf Jahren mir durch eine rätselratende Oma selber das Lesen beigebracht hatte - zuerst nur Bilderstreifen in der Zeitung, dann Comic-Hefte, Kinderbücher und -lexika, bis hin zur „richtigen“ Literatur -, habe ich alles Gedruckte nur…

von Dieter J Baumgart

     Gelegentlich geschieht es, daß man ohne besonderen Anlaß von einer lange zurückliegenden Begebenheit erzählt. Ein anspruchsloses Geschichtchen, einen gelungenen Scherz betreffend. Ein Zuhörer greift das Thema auf und präsentiert das fiktive…

von Dieter J Baumgart

Wie ich auf die Themen meiner Geschichten komme? Sehen Sie – ja, das ist etwas, darüber denke ich selbst manchmal nach. Ich werde natürlich auch oft danach gefragt und... Nun, es ist sehr unterschiedlich, und ich schreibe ja auch nicht so häufig…

Seiten

Könnte man davon ausgehen, dass eine Novelle oder eine Erzählung ganz schlicht eine Art 'Kurzroman' bezeichneten, gäbe es diese anerkannte Bezeichnung des kurzen Romans. Wer davon ausgeht, dass eine Novelle (per definitionem) etwas Neues, nie zuvor Gehörtes darstellen, eine Erzählung tatsächlich nur EINE Handlungsebene beschreiben sollte, dann ist vielleicht der Unterschied zum Roman einfacher zu begreifen. Manche Novellen und Erzählungen beschränken sich nicht auf 'Kürze', so wie es auch Romane von relativer Knappheit gibt.

Die Kategorie Erzählungen & Novellen bietet genaugenommen die Elemente des Romans … nur konzentriert. Man sollte sich dabei eher den leibhaftigen Erzähler vorstellen, der einem eine Geschichte -im Lauf einer einzigen Unterhaltung- vermitteln möchte … ohne sich deshalb in Form oder Stil einschränken zu müssen.

Ein guter Erzähler am Stammtisch entspricht der Sache im Vergleich am ehesten … weil die Zeit eine Rolle spielt. Im literarischen Sinn: die Zeit des Lesers.