Romane ✓ Die Langform der schriftlichen Erzählung

Bild von vielen Romanen

Jeder entsprechend lange Erzähl-Text wird heute als 'Roman' bezeichnet. Die neue Welt des Romans ist vielgestaltig und facettenreich!

empfohlene
von Alexander Zeram
von Franz Kafka
die schönsten
von Franz Kafka
von Johann Wolfgang von Goethe
von Angélique Duvier
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 188 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Aber der Fuchs kam auf seinen Gedanken
zurück: „... und dann schau! Du siehst da drüben
die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen
zwecklos. Die Weizenfelder erinnern mich
an nichts. Aber du hast…

von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einer Frau namens Elvira. Wie immer hat Emma alles vorbereitet, da klingelt es auch schon an der Wohnungstür. Emma öffnet und bittet Elvira, eine Frau Anfang 40 herein: „Schön, dass Sie hier sind Elvira, machen Sie…

von Annelie Kelch

Er stand an einem der kranken Bäume gelehnt, die aussahen, als wollten sie jeden Moment „aus den Latschen kippen“. Die Arme über der Brust verschränkt, betrachtete meine Jugendliebe die seit Jahrzehnten ungestört ins Kraut schießende Vegetation,…

von Sabrina Jung

Heute kommt ein Feund von Fred, Emma ist gar nicht so begeistert, aber sie hat leider erst im Nachhinein erfahren, dass es sich um einen Freund von Fred handelt. Sie hofft nach dieser Sitzung den Namen Fred nicht mehr zu hören. Der Freund von…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN  II
LESEPROBE 1. Kapitel
-1-  Aufbruch

Wie es im Nebel zu dämmern beginnt, sitzen James Jones Baldwin und seine Leute bereits in den Wagen und frühstücken. X hat auf seinem Campingkocher mit geschmolzenem Schnee…

von Annelie Kelch

Wir sind die Kegler.
Und wir selbst sind die Kugel.
Aber wir sind auch die Kegel, die stürzen.
Die Kegelbahn, auf der es donnert,
ist unser Herz.
(Wolfgang Borchert, Die Kegelbahn)

Das Konzert (Kapitel 17;…

von Sabrina Jung

Heute erwartet Emma Besuch von dem bereits durch AL-FRED-O vorangekündigten Luigi. Emma hat heute mal so halbwegs alles vorbereitet. Auf Kräutertee hat sie heute keine Lust. Falls Luigi irgendeinen Wunsch hat, dann soll er sich gefälligst äußern…

von Annelie Kelch

Ich ging durch das Dorf und sah das Gewohnte.
Der Schäfer hielt den Widder gefesselt zwischen
den Knien. Er schnitt die Klaue, er teerte die
Stoppelhinke. Und Frauen zählten die Kannen,
das Tagesgemelk. Nichts war zu…

von Sabrina Jung

Emma, die Wahrsagerin, Pause/Urlaub, Teil 3 (letzter Teil Urlaub)
Emmas Urlaub nähert sich dem Ende, die Woche ist nun schon fast wieder vorbei. Da es heute laut Wettervorhersage heute nicht ganz so warm wird, beschließt Emma sich ein…

von Sabrina Jung

Gleich ist es wieder soweit, heute bekommt Emma Besuch von einem Mann Mitte 30, namens Jakob. Emma hat wie immer alles vorbereitet, Kräutertee ist auch schon trinkfertig auf dem Tisch. Da klingelt es auch schon unten an der Haustür. Emma öffnet…

von Annelie Kelch

Wenn die Bummelzüge der Ammerfelder und Lerchenheimer Fahrschüler aus irgendwelchen Gründen Verspätung hatten, was im Winter häufig vorkam, und wir Weidenbacher während des längst begonnenen Unterrichts die Nachzügler auf dem Korridor heranlärmen…

von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einem Mann namens Freddie. Gern hätte Emma diesem Menschen gesagt, dass sie keine Zeit hat, schon allein wegen des Namens (Nomen est Omen), denn schließlich hat Emma schon Bekanntschaften mit dem Namen Fred gemacht,…

von Sabrina Jung

Heute ist es schon etwas spät, denn gestern hat Emma auf Anraten ihrer Mutter noch ein TV-Spezial „XY-Aktenzeichen“ gesehen, ging vier Stunden. Eigentlich schaut Emma so etwas nicht, aber ihre Mutter hat sie quasi überredet, denn sie meinte,…

von Annelie Kelch

Am Waldrand, wo schackernd die Elstern schrien,
stand halb in der Erde ein Mann und schlug
mit Axt und Keil aus Stubben den Kien.
Wann war dieser Sommer? Ich weiß es nicht mehr.
Doch fahren sie Grummet, der Sommer weht her…

von Sabrina Jung

Heute hat Emma ihren freien Tag. Normalerweise unternimmt sie an solchen Tagen irgendetwas, aber heute hat Emma keine Lust, denn sie fühlt sich ein wenig krank. Sie frühstückt gemütlich und verzieht sich anschließend mit ein paar Büchern wieder…

von Annelie Kelch

Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zur dir,
hält 's nicht aus,
hält 's nicht mehr aus bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort…

von Sabrina Jung

Schönes Wetter heute, denkt Emma, zum Glück hat Emma heue nur einen Klienten, so dass sie anschließend noch einen kleinen Ausflug machen kann. Sie bereitet schon einen kleinen Picknickkorb vor. Dann schaut sie nochmal schnell auf die Uhr, es ist…

von Annelie Kelch

Während ich zu ungewohnt früher Morgenstunde durch die kurvenreichen, engen Landstraßen Richtung Heimat brauste, vergaß ich die Tote, um derentwillen ich unterwegs war und verdrängte die bange Frage - die ständig in meinen Gedanken auftauchte -,…

von Monika Jarju

Leseprobe aus dem Roman "Überall ist das Haus des Windes"
Auszug aus dem Kapitel "Tage unseres Lebens"

Nader rührte den Tee nicht an, er starrte auf die Tischplatte vor sich und grübelte angespannt über sein Leben nach. Ob er…

von Sabrina Jung

Heute möchte Emma einen kleinen Ausflug nach San Carlos machen. Wie sie im Reiseführer gelesen hat, gibt es dort den schönsten Hippiemarkt auf der Insel. Sie überlegt noch, mit welchem Bus sie am besten dorthin kommt. Dann packt sie schnell noch…

von Sabrina Jung

Heute bekommt Emma Besuch von einem Mann, namens Kim. Wie immer hat Emma bereits alles vorbereitet. Tee steht auch schon trinkfertig auf dem Tisch, da klingelt es auch schon an der Wohnungstür. Emma öffnet die Tür, sie traut ihren Augen nicht,…

von Sabrina Jung

Emma ist in Vorbereitung auf den Sylvester-Abend, denn sie bekommt heute Abend noch Besuch von einigen ihrer Wahrsagerinnen, mit denen sie befreundet ist, gegenseitig wollen sie sich heute Abend die Karten legen und dabei in das Neue Jahr…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN
Das Nachwort

IV)  N A C H W O R T
Eine Stellungnahme des Autors zu seinem Roman
"FEUERAUGEN"

Feueraugen

Ich starre hinein in dieses Symbol des Sehens und Gesehenwerdens und beginne zu begreifen…

von Annelie Kelch

„Der Verwesungsgrad ist minimal, Nora“, sagte Mark, während wir nebeneinander durch das hohe Gras stapften.
„Sie ist keinesfalls länger als achtundvierzig Stunden tot. Kaum Leichenflecken, keine Fliegen, nichts, was auf eine längere…

von Sabrina Jung

Emma hat sich glücklicherweise nach der letzten Sitzung schnell wieder erholt und es geht ihr wieder gut. Heute bekommt Emma Besuch von einer Frau namens Magdalena. Emma bereitet daher wie gewohnt alles vor. Da klingelt es auch schon unten an der…

von Klaus Mattes

Fast gegen des Mannes Erwartung ging der Junge am Montag wirklich weg und blieb einige Tage abgängig.

Am Freitagabend klingelte es. Ob er die Nacht bleiben könne. Er halte es draußen nicht mehr aus. Wo draußen? Wisse er noch nicht, er wäre…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN  III
LESEPROBE aus dem 2. Kapitel

Etwas unsicher führen der Signore und Ricci die Mannschaft an. Sie wissen nicht, in welcher Richtung man sich halten sollte und werden schon kurz nach dem Aufbruch immer…

von Annelie Kelch

„Ich gehe jetzt runter und öffne die Haustür,“ sagte ich.
„Nein, Cordula,!“, schrie meine Mutter. „Ich will dich nicht auch noch verlieren. Bitte tu mir das nicht an!“
„Das ist zu gefährlich, Cordula“, mischte sich Georg ein. „Die…

von Annelie Kelch

„Nora, mir ist ein verdammt fieser Verdacht ins Hirn geschossen“, flüsterte Marc mir zu. „Ich kann dir jetzt auf die Schnelle nicht auseinandersetzen, worum es sich handelt.“
Wir standen neben dem Krankenwagen, und ich erklärte mich bereit…

von Annelie Kelch

Marc und Knut hatten nicht lange graben müssen: Bereits nach wenigen Spatenstichen waren sie auf Knochenteile gestoßen, die unleugbar zu einem Säuglingsskelett gehörten.
Ich verabschiedete mich hastig von Stefan und begab mich auf dem…

von Annelie Kelch

Obwohl das düstere Gehöft, das Alma mit ihrem um viele Jahre älteren und vermutlich psychisch kranken Bruder "verwaltete", einen verheerenden Einfluss auf meinen Schlaf und insbesondere auf die ihm innewohnenden Träume hatte, schreckte ich eines…

von Annelie Kelch

Wir überließen den schrecklichen Tatort der Spurensicherung und begaben uns über das Treppenhaus zu Kollbergs Appartment. Einige teils verstörte, teils neugierige Hausbewohner hatten sich bereits im zehnten Stockwerk vor Marcs Wohnung eingefunden…

von Sabrina Jung

Emmas 2. Sitzung:
Heute kommt jemand, namens Anton, gleich ist es wieder soweit. Emma setzt gleich nochmal Tee auf und das übliche Prozedere vor der Sitzung. Es klingelt auch schon, aber diesmal noch nicht an der Wohnungstür, sondern unten…

von Annelie Kelch

Offenbar wusste Jensen, dass Marc im besagten Hochhaus eine Wohnung besaß, anderenfalls hätte er nicht sein Küchenfenster nahezu zielsicher ins Auge gefasst – als wolle er prüfen, ob ich in den Finstergang hinabschaue. Oder hatte ich mich…

von Sabrina Jung

Emma ist schon ein paar Tage wieder zu Hause nach ihrem Ibiza-Urlaub. Hat auch schon gleich den nächsten Termin mit einem Klienten, er heißt auch Fred, so wie ihr letzter Kunde, aber diesmal ist das der richtige Name. Emma setzt wie gewohnt ihren…

Seiten

Während bis ins Mittelalter hinein die Bühne den höchsten Wert literarischer Arbeiten darbot, scheint in unserer Zeit die Spitze der Qualitätspyramide immer mehr von Gattung Roman gestellt zu werden. Die unumstößlichen Werke der so genannten 'Weltliteratur' benennen sich zu einem gewichtigen Teil aus den großen Romanen der letzten zweihundert Jahre.

Fantasy, SciFi, Historisch, Abenteuer, Realsatire, Politthriller, Gesellschaftsklamauk … es gibt keine Grenzen für die Inhalte moderner Romanwerke. Sie sind meist um einiges umfangreicher als die kleinen Brüderchen und Schwesterchen (Erzählungen, Novellen) und bezeichnen das Schaffen eines Autors viel eher als seinerzeit, da es oft auch Bühnenwerke, Gedichte und Essays bedurfte, um als Literat wahrgenommen zu werden.
Die neue Welt des Romans ist vielgestaltiger und facettenreicher als noch im neunzehnten Jahrhundert … ganz einfach, weil jeder entsprechend lange Erzähl-Text heutzutage als 'Roman' bezeichnet wird.

Die feinen Unterschiede brauchen den Leser auch nicht zu kümmern. Das ist die Aufgabe der Literatur- und Sprachwissenschaftler.