Romane ✓ Die Langform der schriftlichen Erzählung

Bild von vielen Romanen

Jeder entsprechend lange Erzähl-Text wird heute als 'Roman' bezeichnet. Die neue Welt des Romans ist vielgestaltig und facettenreich!

empfohlene
von Donatien Alphonse François Marquis de Sade
von Alexander Zeram
die schönsten
von Franz Kafka
von Annelie Kelch
von Johann Wolfgang von Goethe
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 157 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Er stand an einem der kranken Bäume gelehnt, die aussahen, als wollten sie jeden Moment „aus den Latschen kippen“. Die Arme über der Brust verschränkt, betrachtete meine Jugendliebe die seit Jahrzehnten ungestört ins Kraut schießende Vegetation,…

von Christian Karis

Vor langer Zeit nutzten die Menschen eine geheimnisvolle Macht namens "Magie". Ganze Völker und Kulturen stiegen und fielen mit ihr.

Sie brachte ihnen für über tausend Jahre Frieden und Wohlstand. Ihr Reich war weit größer als die ihnen…

von Tobias Neu

Gierig schlug Hector seine Zähne in den Hamburger, welcher zu seiner Erleichterung zumindest nicht aus Algen bestand.
Dr. Schleyer hatte ihn in einen Pub gebracht, in dem sie wohl Stammgast war. Nun saß sie ihm amüsiert gegenüber und meinte…

von Thomas Möginger

Schicksale in 500 Wörtern!
Ich möchte mich gerne selber dazu zwingen, zumindest täglich 500 Wörter zu schreiben und ihnen einen Zusammenhang geben.

Fangen wir an

Tag 1 - Kapitel 1 - Freiheit

Das Licht in Prismen brach…

von Franziska Eber

Kapitel 1
Es war gerade zehn Uhr früh, als ich mich auf die erste Reitstunde um zwölf vorbereitete. Seid dem ich bei meiner Tante auf dem Gut als Reitlehrerin arbeitete, und auch gleich 2 Beritt-Pferde hatte, war ich endlich glücklich. Das…

von Klaus Mattes

Die erste Nacht mit dem Jungen im Bett war eher eine Enttäuschung.
Der Junge hat ihn nicht ran gelassen.

Der Mann hatte dem Jungen verschwiegen, dass es einen Schlafsack gibt. Er hatte gesagt, dass sie in einem Bett schlafen müssten…

von Klaus Mattes

Beim zweiten Mal waren Tobi und Micki dann nicht dabei. Zuerst noch nicht einmal Timo. Der Mann hatte auch nicht dran gedacht, dass es den Timo hier gibt. Er war fest von einer Begegnung mit Helmut ausgegangen.

Helmut und er hätten sich…

von Annelie Kelch

„Kommen wir zum Tatbestand, Marc“, sagte ich nach einer Weile im nüchternen Tonfall, „sie sieht so entsetzlich starr und verkrampft aus – einerseits, andererseits glaube ich ...“

„Ja?“, fragte Marc. Seine Stimme klang dermaßen…

von Almuth Wessel

„Hier Grottenbach Hauptbahnhof. Der eingefahrene Regionalexpress fährt in wenigen Minuten weiter nach Rieselfeld. Sie haben Anschluss....“
Alice Wieselflink verließ hastig den Zug , stieg zügig die Treppe hinunter und durchquerte die…

von Annelie Kelch

Es mag sich grotesk anhören, ich selber hätte es nie und nimmer für möglich gehalten, aber während der letzten Sekunden, in denen ich noch einigermaßen klar denken konnte – den Tod vor Augen - und den Würgegriffen Marcs, der sich alle Mühe gab,…

von Katharina Dotzki

Wie nun schon seit einigen Wochen saß ich an meinem Schreibtisch in diesem Büro. Ich habe mich tatsächlich gut in Claas‘ Firma eingelebt. Ja, ich hatte es wirklich geschafft mich wohlzufühlen.
Seine Firma lief wie ein Uhrwerk. Sie lief…

von Annelie Kelch

Es geschah vor zehn Jahren ... auf den Tag genau vor zehn Jahren, dass mir Marc nach einer kurzen Phase gemeinsam verbrachter Schulzeit zum zweiten Mal über den Weg lief, und noch bevor wir den Mord an Brenda vollständig aufgeklärt hatten, wurden…

von Annelie Kelch

Diesmal hockte ich mutterseelenallein im hinteren Fahrzeugteil des Rettungswagens und hielt Stefans Hand, der nach wie vor bewusstlos war und noch immer kein sichtbares Lebenszeichen von sich gegeben hatte. Der Notarzt hatte eine…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN  III
LESEPROBE aus dem 2. Kapitel

Etwas unsicher führen der Signore und Ricci die Mannschaft an. Sie wissen nicht, in welcher Richtung man sich halten sollte und werden schon kurz nach dem Aufbruch immer…

von Annelie Kelch

Ich eilte hinüber ins Wohnzimmer und blickte Marc, der sich in einen der beiden Sessel neben dem Couchtisch hatte fallen lassen und die Beine weit von sich streckte, fragend an.
„Jemand hat Leander Koska gestern gesichtet, auf Sankt Pauli,…

von Klaus Mattes

Als im April der Dauerregen aufhörte, fand Helmut es merkwürdig, dass der Lehrer nicht an seiner Seite auftauchte, auch keinen Ton hören ließ von sich. Aber dann, eines abends, sah er ihn hertrippeln, mit dem Jungen Timo an seiner Seite.

von Klaus Mattes

Fast gegen des Mannes Erwartung ging der Junge am Montag wirklich weg und blieb einige Tage abgängig.

Am Freitagabend klingelte es. Ob er die Nacht bleiben könne. Er halte es draußen nicht mehr aus. Wo draußen? Wisse er noch nicht, er wäre…

von Annelie Kelch

„Ich gehe jetzt runter und öffne die Haustür,“ sagte ich.
„Nein, Cordula,!“, schrie meine Mutter. „Ich will dich nicht auch noch verlieren. Bitte tu mir das nicht an!“
„Das ist zu gefährlich, Cordula“, mischte sich Georg ein. „Die…

von Annelie Kelch

„Nora, mir ist ein verdammt fieser Verdacht ins Hirn geschossen“, flüsterte Marc mir zu. „Ich kann dir jetzt auf die Schnelle nicht auseinandersetzen, worum es sich handelt.“
Wir standen neben dem Krankenwagen, und ich erklärte mich bereit…

von Katharina Dotzki

Kapitel 1: Der Morgen unter der Dusche

Der Wecker klingelte - ich stand widerwillig auf, denn heute musste ich den neuen Chef willkommen heißen. Ziemlich aufgeregt begab ich mich ins Badezimmer und betrachtete mich im Spiegel. An mir war…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN  I
LESEPROBE - 1. Kapitel

-1-  Feldgespräche

Bei einer ziemlich baufällig wirkenden Steinbrücke über ein modriges Rinnsal parkt ein dunkelgrüner Mittelklassewagen. Motor und Licht sind abgeschaltet. Die Insassen…

von Annelie Kelch

Obwohl das düstere Gehöft, das Alma mit ihrem um viele Jahre älteren und vermutlich psychisch kranken Bruder "verwaltete", einen verheerenden Einfluss auf meinen Schlaf und insbesondere auf die ihm innewohnenden Träume hatte, schreckte ich eines…

von Annelie Kelch

Marc und Knut hatten nicht lange graben müssen: Bereits nach wenigen Spatenstichen waren sie auf Knochenteile gestoßen, die unleugbar zu einem Säuglingsskelett gehörten.
Ich verabschiedete mich hastig von Stefan und begab mich auf dem…

von Annelie Kelch

Offenbar wusste Jensen, dass Marc im besagten Hochhaus eine Wohnung besaß, anderenfalls hätte er nicht sein Küchenfenster nahezu zielsicher ins Auge gefasst – als wolle er prüfen, ob ich in den Finstergang hinabschaue. Oder hatte ich mich…

von Annelie Kelch

Wir überließen den schrecklichen Tatort der Spurensicherung und begaben uns über das Treppenhaus zu Kollbergs Appartment. Einige teils verstörte, teils neugierige Hausbewohner hatten sich bereits im zehnten Stockwerk vor Marcs Wohnung eingefunden…

von Thomas Möginger

Tag 2 - Kapitel 1 - Heimat

Zwischen dem Erzgebirge und den Karpaten befand sich einst der schmalste Grat der Geschichte, der scharf wie ein Schwert, das ehemalige Band zwischen Menschen und ihrer Heimat zerschnitt. Ein Volk, das sich nun,…

von claire brady

Danny und ich nutzten jede Gelegenheit in der wir unbeobachtet waren um uns um den Hals zu fallen. Es war so aufregend, wir waren schließlich auf der Arbeit und uns würde die fristlose Kündigung drohen, wenn wir erwischt worden wären. Wir waren…

von Annelie Kelch

Ein Geräusch auf dem Korridor schreckte mich auf, ein Scheppern und Klacken – irgendeiner fuhrwerkte mit einem Gegenstand im Schloss an der Wohnungstür umher … Leander? - Ich sprang von der Couch, zog meine Dienstwaffe, eine Walther P99, aus dem…

von Klaus Mattes

Dann setzte es die Überraschung.
„Ich hab die Wohnung. Die ist drüben in Warmbrunn, ist Scheiße. Aber die Wohnung ist gut, vierhundertachtzig ist doch nicht so viel, oder? Man muss das Öl in die Heizung tun. Ich glaub, ich nehm sie nicht.“…

von claire brady

Um meiner Tante ihren Freiraum wieder zu geben, beschloss ich zurück zu Mama zu ziehen. Mama war mittlerweile wieder Single und lebte mit meinen beiden kleinsten Geschwistern in einer Dreizimmerwohnung. Sie war immernoch nicht sehr bedacht, was…

von Annelie Kelch

Leander Koska war geflüchtet, vermutlich in Marcs Klamotten, obwohl es ihm keineswegs an Kleidungsstücken mangelte – ganz im Gegenteil: Sein circa drei Meter langer Kleiderschrank, der fast bis unter die Decke reichte, war gut bestückt.

von Klaus Mattes

Zu Hause steckten sie in der Sackgasse. Der Mann war nicht gewohnt, die ganze Zeit jemanden um sich zu haben. Er hatte sich danach gesehnt, sein Leben möge eine Richtung bekommen. Diese Richtung, die sollte ein Mensch sein. Aber jetzt war da…

von Klaus Mattes

Wie so oft, wenn er, wie jetzt mal wieder, schon früh am Nachmittag durch die Fußgängerzone tigert, denkt der Mann, wie viele Jungen es in dieser Stadt gibt, auf der ganzen Welt eigentlich.

Sie fahren auf Rädern, mit Rollschuhen hängt…

von The Notebook

John
11:45 – Kaum machte er die Augen auf, schlüpfte er auch schon in seine Laufschuhe, zog sich seine kurze Sporthose und ein T-Shirt über, welches mit dem Logo einer Zahnarzt Praxis verziert war. Auf den weg nach draußen genehmigte er…

von claire brady

Patrick und ich saßen noch eine Weile auf der Mauer. Er wusste alles über mich, immer wenn wir uns schrieben kotzte ich mich über alles aus. Er war der einzige, der jedes Detail von mir kannte und auch der einzige dem ich blind vertraute. Er trug…

Seiten

Während bis ins Mittelalter hinein die Bühne den höchsten Wert literarischer Arbeiten darbot, scheint in unserer Zeit die Spitze der Qualitätspyramide immer mehr von Gattung Roman gestellt zu werden. Die unumstößlichen Werke der so genannten 'Weltliteratur' benennen sich zu einem gewichtigen Teil aus den großen Romanen der letzten zweihundert Jahre.

Fantasy, SciFi, Historisch, Abenteuer, Realsatire, Politthriller, Gesellschaftsklamauk … es gibt keine Grenzen für die Inhalte moderner Romanwerke. Sie sind meist um einiges umfangreicher als die kleinen Brüderchen und Schwesterchen (Erzählungen, Novellen) und bezeichnen das Schaffen eines Autors viel eher als seinerzeit, da es oft auch Bühnenwerke, Gedichte und Essays bedurfte, um als Literat wahrgenommen zu werden.
Die neue Welt des Romans ist vielgestaltiger und facettenreicher als noch im neunzehnten Jahrhundert … ganz einfach, weil jeder entsprechend lange Erzähl-Text heutzutage als 'Roman' bezeichnet wird.

Die feinen Unterschiede brauchen den Leser auch nicht zu kümmern. Das ist die Aufgabe der Literatur- und Sprachwissenschaftler.