Romane ✓ Die Langform der schriftlichen Erzählung

Bild von vielen Romanen

Jeder entsprechend lange Erzähl-Text wird heute als 'Roman' bezeichnet. Die neue Welt des Romans ist vielgestaltig und facettenreich!

empfohlene
von Johann Wolfgang von Goethe
von Alexander Zeram
die schönsten
von Franz Kafka
von Annelie Kelch
von Johann Wolfgang von Goethe
Beitrag 71 - 105 von insgesamt 158 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Wenn die Bummelzüge der Ammerfelder und Lerchenheimer Fahrschüler aus irgendwelchen Gründen Verspätung hatten, was im Winter häufig vorkam, und wir Weidenbacher während des längst begonnenen Unterrichts die Nachzügler auf dem Korridor heranlärmen…

von Annelie Kelch

Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zur dir,
hält 's nicht aus,
hält 's nicht mehr aus bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort…

von Klaus Mattes

Die erste Nacht mit dem Jungen im Bett war eher eine Enttäuschung.
Der Junge hat ihn nicht ran gelassen.

Der Mann hatte dem Jungen verschwiegen, dass es einen Schlafsack gibt. Er hatte gesagt, dass sie in einem Bett schlafen müssten…

von Thomas Möginger

Schicksale in 500 Wörtern!
Ich möchte mich gerne selber dazu zwingen, zumindest täglich 500 Wörter zu schreiben und ihnen einen Zusammenhang geben.

Fangen wir an

Tag 1 - Kapitel 1 - Freiheit

Das Licht in Prismen brach…

von Klaus Mattes

Beim zweiten Mal waren Tobi und Micki dann nicht dabei. Zuerst noch nicht einmal Timo. Der Mann hatte auch nicht dran gedacht, dass es den Timo hier gibt. Er war fest von einer Begegnung mit Helmut ausgegangen.

Helmut und er hätten sich…

von Almuth Wessel

„Hier Grottenbach Hauptbahnhof. Der eingefahrene Regionalexpress fährt in wenigen Minuten weiter nach Rieselfeld. Sie haben Anschluss....“
Alice Wieselflink verließ hastig den Zug , stieg zügig die Treppe hinunter und durchquerte die…

von Katharina Dotzki

Wie nun schon seit einigen Wochen saß ich an meinem Schreibtisch in diesem Büro. Ich habe mich tatsächlich gut in Claas‘ Firma eingelebt. Ja, ich hatte es wirklich geschafft mich wohlzufühlen.
Seine Firma lief wie ein Uhrwerk. Sie lief…

von Annelie Kelch

„Kommen wir zum Tatbestand, Marc“, sagte ich nach einer Weile im nüchternen Tonfall, „sie sieht so entsetzlich starr und verkrampft aus – einerseits, andererseits glaube ich ...“

„Ja?“, fragte Marc. Seine Stimme klang dermaßen…

von Annelie Kelch

Es mag sich grotesk anhören, ich selber hätte es nie und nimmer für möglich gehalten, aber während der letzten Sekunden, in denen ich noch einigermaßen klar denken konnte – den Tod vor Augen - und den Würgegriffen Marcs, der sich alle Mühe gab,…

von Annelie Kelch

Es geschah vor zehn Jahren ... auf den Tag genau vor zehn Jahren, dass mir Marc nach einer kurzen Phase gemeinsam verbrachter Schulzeit zum zweiten Mal über den Weg lief, und noch bevor wir den Mord an Brenda vollständig aufgeklärt hatten, wurden…

von Annelie Kelch

Diesmal hockte ich mutterseelenallein im hinteren Fahrzeugteil des Rettungswagens und hielt Stefans Hand, der nach wie vor bewusstlos war und noch immer kein sichtbares Lebenszeichen von sich gegeben hatte. Der Notarzt hatte eine…

von Annelie Kelch

Ich eilte hinüber ins Wohnzimmer und blickte Marc, der sich in einen der beiden Sessel neben dem Couchtisch hatte fallen lassen und die Beine weit von sich streckte, fragend an.
„Jemand hat Leander Koska gestern gesichtet, auf Sankt Pauli,…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN  III
LESEPROBE aus dem 2. Kapitel

Etwas unsicher führen der Signore und Ricci die Mannschaft an. Sie wissen nicht, in welcher Richtung man sich halten sollte und werden schon kurz nach dem Aufbruch immer…

von Klaus Mattes

Als im April der Dauerregen aufhörte, fand Helmut es merkwürdig, dass der Lehrer nicht an seiner Seite auftauchte, auch keinen Ton hören ließ von sich. Aber dann, eines abends, sah er ihn hertrippeln, mit dem Jungen Timo an seiner Seite.

von Klaus Mattes

Fast gegen des Mannes Erwartung ging der Junge am Montag wirklich weg und blieb einige Tage abgängig.

Am Freitagabend klingelte es. Ob er die Nacht bleiben könne. Er halte es draußen nicht mehr aus. Wo draußen? Wisse er noch nicht, er wäre…

von Annelie Kelch

„Ich gehe jetzt runter und öffne die Haustür,“ sagte ich.
„Nein, Cordula,!“, schrie meine Mutter. „Ich will dich nicht auch noch verlieren. Bitte tu mir das nicht an!“
„Das ist zu gefährlich, Cordula“, mischte sich Georg ein. „Die…

von Katharina Dotzki

Kapitel 1: Der Morgen unter der Dusche

Der Wecker klingelte - ich stand widerwillig auf, denn heute musste ich den neuen Chef willkommen heißen. Ziemlich aufgeregt begab ich mich ins Badezimmer und betrachtete mich im Spiegel. An mir war…

von Annelie Kelch

„Nora, mir ist ein verdammt fieser Verdacht ins Hirn geschossen“, flüsterte Marc mir zu. „Ich kann dir jetzt auf die Schnelle nicht auseinandersetzen, worum es sich handelt.“
Wir standen neben dem Krankenwagen, und ich erklärte mich bereit…

von Alexander Zeram

FEUERAUGEN  I
LESEPROBE - 1. Kapitel

-1-  Feldgespräche

Bei einer ziemlich baufällig wirkenden Steinbrücke über ein modriges Rinnsal parkt ein dunkelgrüner Mittelklassewagen. Motor und Licht sind abgeschaltet. Die Insassen…

von Annelie Kelch

Obwohl das düstere Gehöft, das Alma mit ihrem um viele Jahre älteren und vermutlich psychisch kranken Bruder "verwaltete", einen verheerenden Einfluss auf meinen Schlaf und insbesondere auf die ihm innewohnenden Träume hatte, schreckte ich eines…

von Annelie Kelch

Marc und Knut hatten nicht lange graben müssen: Bereits nach wenigen Spatenstichen waren sie auf Knochenteile gestoßen, die unleugbar zu einem Säuglingsskelett gehörten.
Ich verabschiedete mich hastig von Stefan und begab mich auf dem…

von Annelie Kelch

Wir überließen den schrecklichen Tatort der Spurensicherung und begaben uns über das Treppenhaus zu Kollbergs Appartment. Einige teils verstörte, teils neugierige Hausbewohner hatten sich bereits im zehnten Stockwerk vor Marcs Wohnung eingefunden…

von Annelie Kelch

Offenbar wusste Jensen, dass Marc im besagten Hochhaus eine Wohnung besaß, anderenfalls hätte er nicht sein Küchenfenster nahezu zielsicher ins Auge gefasst – als wolle er prüfen, ob ich in den Finstergang hinabschaue. Oder hatte ich mich…

von Franziska Eber

Kapitel 1
Es war gerade zehn Uhr früh, als ich mich auf die erste Reitstunde um zwölf vorbereitete. Seid dem ich bei meiner Tante auf dem Gut als Reitlehrerin arbeitete, und auch gleich 2 Beritt-Pferde hatte, war ich endlich glücklich. Das…

von Christian Karis

Vor langer Zeit nutzten die Menschen eine geheimnisvolle Macht namens "Magie". Ganze Völker und Kulturen stiegen und fielen mit ihr.

Sie brachte ihnen für über tausend Jahre Frieden und Wohlstand. Ihr Reich war weit größer als die ihnen…

von Tobias Neu

Gierig schlug Hector seine Zähne in den Hamburger, welcher zu seiner Erleichterung zumindest nicht aus Algen bestand.
Dr. Schleyer hatte ihn in einen Pub gebracht, in dem sie wohl Stammgast war. Nun saß sie ihm amüsiert gegenüber und meinte…

von Klaus Mattes

Sie gingen ins Bett, wie sie es taten. So schnell war alles Routine geworden. Der Lehrer lag rechts, ganz ausgezogen, links der Junge, die Unterhose an. Der Junge war zuerst im Bett, weil er sich die Zähne nicht putzte. Der Mann machte das Licht…

von Klaus Mattes

Die Tage hatten zärtliche Momente, immer an ihren Enden.

In Wahrheit flüchteten sie doch alle beide den Tag über voreinander, obwohl sie sich im gleichen Zimmer befanden. Timo setzte den Kopfhörer auf und schloss die Augen. Der Mann legte…

von claire brady

Ich erwähnte bereits den Kollegen mit dem ich mich so gut verstand. Der mit der Freundin erinnert ihr euch? Er wird meine Geschichte bald vollenden. Zuerst erzähle ich euch von ihm. Danny war ein eher unscheinbarer Typ. Er war sehe humorvoll und…

von Annelie Kelch

Ich drehte die Fotografie um, las die sechs Worte, die in noch relativ kindlicher Handschrift auf der Rückseite geschrieben standen, und ließ die Aufnahme sinken. Jensen verrenkte sich den Hals - als hinge sein Leben davon ab, wen oder was das…

von Klaus Mattes

Die Zeitarbeitsfirmen kamen inzwischen doch auch in Betracht. Am Dienstag griff er sich das Telefon und rief Persona aktuell an. Deren Nummer hatte im „Wochenecho“ gestanden und weil das „Wochenecho“ bereits in der Kiste vom Altpapier in der…

von Klaus Mattes

Bernhard hatte er seinerzeit als Student in Freiburg kennen gelernt, wo der immer noch lebte und einiges Ansehen genoss als Sonderpädagoge und Stadtrat der Grünen. Bernhards Familie saß im Saarland, sein Vater war einer der Chefärzte von einer…

von Annelie Kelch

„Nora?“
Ich richtete mich mühselig auf und drehte meinen Kopf in die Richtung, aus der die Stimme kam. Die ganze Bude drehte sich um mich. - 'Die ganze Bude' war ein Keller, stellte ich nach einer geraumen Weile fest – ein wunderschöner…

von Annelie Kelch

"Ist Koska verletzt? - Hast d u geschossen, Marc?“
Ich war nicht in der Lage zu rekonstruieren, was sich während der letzten Minuten in Marcs Wohnung abgespielt hatte, so sehr hatte ich mich auf Koska konzentriert, weil ich endlich…

von claire brady

Denise, meine Schwester, und ich gingen fast jedes Wochenende zusammen in die Bar. Sie war 17 Jahre alt und bildhübsch. Lange schwarze Locken umspielten ihr perfektes Gesicht, rehbraune große Augen und volle Lippen rundeten diese Schönheit ab.…

Seiten

Während bis ins Mittelalter hinein die Bühne den höchsten Wert literarischer Arbeiten darbot, scheint in unserer Zeit die Spitze der Qualitätspyramide immer mehr von Gattung Roman gestellt zu werden. Die unumstößlichen Werke der so genannten 'Weltliteratur' benennen sich zu einem gewichtigen Teil aus den großen Romanen der letzten zweihundert Jahre.

Fantasy, SciFi, Historisch, Abenteuer, Realsatire, Politthriller, Gesellschaftsklamauk … es gibt keine Grenzen für die Inhalte moderner Romanwerke. Sie sind meist um einiges umfangreicher als die kleinen Brüderchen und Schwesterchen (Erzählungen, Novellen) und bezeichnen das Schaffen eines Autors viel eher als seinerzeit, da es oft auch Bühnenwerke, Gedichte und Essays bedurfte, um als Literat wahrgenommen zu werden.
Die neue Welt des Romans ist vielgestaltiger und facettenreicher als noch im neunzehnten Jahrhundert … ganz einfach, weil jeder entsprechend lange Erzähl-Text heutzutage als 'Roman' bezeichnet wird.

Die feinen Unterschiede brauchen den Leser auch nicht zu kümmern. Das ist die Aufgabe der Literatur- und Sprachwissenschaftler.