Romane ✓ Die Langform der schriftlichen Erzählung

Bild von vielen Romanen

Jeder entsprechend lange Erzähl-Text wird heute als 'Roman' bezeichnet. Die neue Welt des Romans ist vielgestaltig und facettenreich!

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von Alexander Zeram
von Alexander Zeram
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von Franz Kafka
von Angélique Duvier
von Annelie Kelch
Beitrag 141 - 170 von insgesamt 170 Texten in dieser Kategorie
von Eva Anna Delamar

Nun floh das Kind, einmal bezaubert und einmal verflucht über das Meer und suchte Heilung gegen den Schmerz und einen neuen Zauber gegen den Fluch der Hexe, die es einst errungen hatte ,mit Hilfe einer Täuschung und Frevel beging an der wahren…

von Klaus Mattes

Beim nächsten Mal setzte es eine Überraschung.
„Ich hab die Wohnung. Es ist drüben in Warmbrunn. Ist Scheiße. Aber die Wohnung ist gut, vierhundertachtzig ist nicht viel. Oder? Man muss das Öl in die Heizung tun. Ich glaub, ich nehm sie…

von Martin Gehring

El Pollo

El Pollo war eine Gestalt von sagenhaftem Ruf. Wenn man den aberwitzigen Erzählungen und Spekulationen, die rund um die Sierra Chica kursierten, Glauben schenken durfte, war El Pollo mindestens doppelt so groß wie ein normaler…

von claire brady

Ich erwähnte bereits den Kollegen mit dem ich mich so gut verstand. Der mit der Freundin erinnert ihr euch? Er wird meine Geschichte bald vollenden. Zuerst erzähle ich euch von ihm. Danny war ein eher unscheinbarer Typ. Er war sehe humorvoll und…

von Klaus Mattes

Bernhard hatte er seinerzeit als Student in Freiburg kennen gelernt, wo der immer noch lebte und einiges Ansehen genoss als Sonderpädagoge und Stadtrat der Grünen. Bernhards Familie saß im Saarland, sein Vater war einer der Chefärzte von einer…

von Klaus Mattes

Dieses Mal hatte der Junge also sein eigenes Bett, sogar ein Zimmer für sich, im Wohnheim, in Litterkrauch. Aber das hatte keine große Zukunft. Ach was, er werde schnell was Eigenes bekommen. Er kostete den Lehrer erheblich weniger, weil er nur…

von Klaus Mattes

Wie so oft, wenn er, wie jetzt mal wieder, schon früh am Nachmittag durch die Fußgängerzone tigert, denkt der Mann, wie viele Jungen es in dieser Stadt gibt, auf der ganzen Welt eigentlich.

Sie fahren auf Rädern, mit Rollschuhen hängt…

von claire brady

Denise, meine Schwester, und ich gingen fast jedes Wochenende zusammen in die Bar. Sie war 17 Jahre alt und bildhübsch. Lange schwarze Locken umspielten ihr perfektes Gesicht, rehbraune große Augen und volle Lippen rundeten diese Schönheit ab.…

von Annelie Kelch

Ein Geräusch auf dem Korridor schreckte mich auf, ein Scheppern und Klacken – irgendeiner fuhrwerkte mit einem Gegenstand im Schloss an der Wohnungstür umher … Leander? - Ich sprang von der Couch, zog meine Dienstwaffe, eine Walther P99, aus dem…

von Katharina Dotzki

Kapitel 2: Ein ungewöhnlicher Arbeitstag

Ich hatte nicht viel Zeit - nur noch 2 Stunden, dann hieß es "Tschüss altes Leben. Das Neue wartet bereits!". Nach der frischen Dusche, zog ich mir meinen schwarzen Lieblingsrock an. Passend zur…

von Eva Anna Delamar

Es war einmal eine arme , traurige Frau, welche voll Wut ein Kind verlangte. "Ich will" sprach sie zu ihrem Gatten"ein Kindlein mein eigen nennen.ganz so, wie alle anderen auch! " Die Jahre gingen ins Land ,aber nichts wuchs zwischen dem Ehepaar…

von Thomas Möginger

Tag 2 - Kapitel 1 - Heimat

Zwischen dem Erzgebirge und den Karpaten befand sich einst der schmalste Grat der Geschichte, der scharf wie ein Schwert, das ehemalige Band zwischen Menschen und ihrer Heimat zerschnitt. Ein Volk, das sich nun,…

von claire brady

Heute war es soweit. Ich stand für Patrick zwei Stunden früher auf als sonst und hatte mir für den Abend frei genommen. Zum wach werden brauchte ich immer erst zwei Tassen Kaffee und Zigaretten. Typisches Nuttenfrühstück, wie man es bei uns in…

von Klaus Mattes

Bis er vom Jungen wieder hörte, dauerte das, abgesehen von dem Geräusch seiner Klingel, das er versucht hatte, nicht zu hören, dieses Mal ein knappes halbes Jahr.

Helmut, der seit dem Vorjahr für ein Security-Unternehmen arbeitete, kam…

von Giulia Strek

Wie in einem Zeitraffervideo begannen die kleinen Köpfe der Blumen zu tanzen als der kalte Windstoß sie ergriff. Obgleich der Frühling direkt vor der Tür stand, musste Hannah sich den grauen Schal tief in das Gesicht ziehen. Ihr Atem fand seinen…

von Klaus Mattes

Küssen lässt er sich immer weiter nicht. Sonst ist er zugänglicher als vor zwei Jahren. Er wehrt nie mehr ab, wenn nach dem Abendessen umarmt und gestreichelt wird. Der Mann quetscht sich neben ihn auf den Stuhl und küsst die Haut von seinem Hals…

von Klaus Mattes

Helmut war begeisterter Pragfahrer. Er verherrlichte diese Stadt nicht wegen ihrer Sehenswürdigkeiten. Zwischen mittelalterlichen, barocken und Gründerzeitbauten fiel ihm ein Unterschied nie auf. Alles war alt.
Helmut pflegte zu sagen: „…

von Klaus Mattes

„Christopher Lee! Der war der beste Dracula.“
Filmbücher haben anderen Büchern voraus, dass viele Bilder drin sind. Der Mann kann nicht mitreden. Horrorfilme haben ihn nie interessiert. Das Buch hat er, weil es für drei Mark zu kriegen war…

von A. d. Tiefe

Manuell B. ist Gott. Manuell B. findet sich in einer Welt, die gestaltet worden ist. Sie wird zur Gestalt und die ganzen, ehemaligen, anderen Umstände sind aufgehoben, denkt sie. Im Gegensatz dazu, ist genau das wahr. Manuell B. macht müde,…

von Stefan Fourier

Starregisseur Gatsby Fitzgerald hat schlechte Laune. Mit einer matten Handbewegung setzt er sich eine schwarze Sonnenbrille auf – gegen die südfranzösische Sonne auf der Hotelterrasse, aber ebenso gegen die bohrenden Blicke seines…

von Klaus Mattes

Wenn der Junge pissen geht, lässt er die Türe angelehnt. Man hört es plätschern. Wenn er scheißt, macht er die Tür zu. Wenn er duscht, macht er die Tür zu und schließt sie ab. Dann braucht er sehr lange. Wenn man nachher ins Bad geht, ist die…

von Klaus Mattes

Wie sagt im Park der Stricher zum Mann?
„Scheiß Wetter! Ich bin ganz nass.“

Das freut diesen Mann, weil er ab da weiß, dass der Stricher noch einen braucht, der eine Wohnung hat, die nicht nur trocken und warm ist, sondern in die man…

von A. d. Tiefe

Manuell hält Computerwelten für den treffenden Report über die Verhältnisse, in denen sie nach ihrer Tochter sucht. Manchmal hat Manuell den Eindruck, sie befände sich selbst in einer Computerwelt. Wie in einem abstrakten Gegenmodell ist trotzdem…

von Thomas Möginger

Prolog
Trübsal legte sich wie kalter Schnee auf Sophies Gemüt, als ihr der bittere Geschmack von Wahrheit widerfuhr. Ihr ganzes Leben lang wusste sie nicht, dass die Liebe existierte. Doch hatte sie ihr Glück längst bei jemand anderem…

von Klaus Mattes

Einmal kommt der Mann um elf zurück vom Umtrunk mit den Leuten vom Reuenthaler Filmclub. Die Wohnung ist leer.

Der Mann isst, macht sich eine Zigarette an. Er hört Frank Sinatra und wartet.
Aber der Junge kommt nicht.

Um eins…

von Klaus Mattes

Wie der Junge dem Satan anheimgefallen ist, bleibt ein Geheimnis.

Der Satan, sagt der Junge, ist nicht der Herrscher dieser Welt. Sondern Gott ist der Herrscher dieser Welt, aber Satan will ihm die Herrschaft entreißen. Deswegen kämpfen…

von Klaus Mattes

Zwar hatte Timo verkündet, ab sofort werde er nach Wohnung und Arbeit verschärft Ausschau halten, hatte im „Wochenecho“ geblättert, aber jedes Mal ließ er es zu Boden fallen mit einer Bemerkung wie „Wieder nichts! So ‘ne Scheiße!“ Der Mann hatte…

von Giulia Strek

Ich: Hallo, wie geht’s euch?

Tom: Sehr gut. Ich fühle mich wie neu geboren.

Samu: Aufgewacht aus einem dunklen Traum.

Ich: Wie darf man diese Aussagen verstehen?


Andreas: Seit dem Auftritt mit Duran Duran haben wir…

von Klaus Mattes

Der Mann nimmt den Jungen nach Hause mit. Peters Zuhause ist eine Einzimmerwohnung in einem Mietshaus, in der Gegend vom Bahnhof. Um hinzukommen müssen die beiden die innere Stadt durchqueren. Es ist Nacht. Ihnen begegnet keiner außer den drei…

von Balthasar Mowdray

Ein Blitz erhellte die Straßen von Moloch und ermöglichte für einen kurzen Moment einen Blick auf die silhouettenhaften Gestalten in dem, nur spärlich beleuchteten Café. Phineas Dexter griff nach dem Henkel der Porzellantasse, die ihm der…

Seiten

Während bis ins Mittelalter hinein die Bühne den höchsten Wert literarischer Arbeiten darbot, scheint in unserer Zeit die Spitze der Qualitätspyramide immer mehr von Gattung Roman gestellt zu werden. Die unumstößlichen Werke der so genannten 'Weltliteratur' benennen sich zu einem gewichtigen Teil aus den großen Romanen der letzten zweihundert Jahre.

Fantasy, SciFi, Historisch, Abenteuer, Realsatire, Politthriller, Gesellschaftsklamauk … es gibt keine Grenzen für die Inhalte moderner Romanwerke. Sie sind meist um einiges umfangreicher als die kleinen Brüderchen und Schwesterchen (Erzählungen, Novellen) und bezeichnen das Schaffen eines Autors viel eher als seinerzeit, da es oft auch Bühnenwerke, Gedichte und Essays bedurfte, um als Literat wahrgenommen zu werden.
Die neue Welt des Romans ist vielgestaltiger und facettenreicher als noch im neunzehnten Jahrhundert … ganz einfach, weil jeder entsprechend lange Erzähl-Text heutzutage als 'Roman' bezeichnet wird.

Die feinen Unterschiede brauchen den Leser auch nicht zu kümmern. Das ist die Aufgabe der Literatur- und Sprachwissenschaftler.