Romane ✓ Die Langform der schriftlichen Erzählung

Bild von vielen Romanen

Jeder entsprechend lange Erzähl-Text wird heute als 'Roman' bezeichnet. Die neue Welt des Romans ist vielgestaltig und facettenreich!

empfohlene
von Ria Klug
von Donatien Alphonse François Marquis de Sade
von Alexander Zeram
die schönsten
von Franz Kafka
von Annelie Kelch
von Johann Wolfgang von Goethe
Beitrag 141 - 175 von insgesamt 179 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Marc und ich betraten das Mietshaus, ein älterer Mehrfamilienbau am Ende der Wichertstraße. Brenda wohnte im dritten Stock. Wir befanden uns noch auf der Treppe im Hausflur, als mir das Siegel ins Auge fiel, das aufgebrochen war.

„Was ist…

von Sabrina Jung

Emma, die Wahrsagerin, unerwarteter Besuch:
Heute hat Emma eigentlich ihren freien Tag, denkt sie, sie liegt noch gemütlich im Bett, heute war eigentlich Ausschlaftag. Da klingelt es stürmisch an ihrer Wohnungstüre, es klingt so, als ob das…

von Tobias Neu

Der Besuch beim Kapselhafen war ergebnislos gewesen. Zwar hatte er seinen Koffer wieder bekommen, aber neben Kleidern, etwas Geld und einer Pistole war nichts vorhanden, das ihn an irgendetwas erinnert hätte.
Seine Brieftasche wurde wohl…

von Bruno Schulz

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„Lieber Bruno,

Ich möchte Dich gerne etwas fragen. Reine Hypothese. Und vielleicht doch ein bisschen mehr. Entscheide einfach selbst. Du hast in den letzten Wochen eine Menge über Island gelesen und vielleicht auch gelernt. Und…

von claire brady

Ich war im letzten Jahr meiner Ausbildung, in einer glücklichen Beziehung mit Chris und hatte auch noch Liz als Freundin gewonnen, auch wenn ihr wahres Gesicht ein Arschloch war, aber das sollte ich später merken. Ich war das erste mal, bis auf…

von Annelie Kelch

„Glaubst du, dass unsere Forensiker noch DNA aus dem Skelett des Kindes extrahieren können, um Leander Koska definitiv als Vater auszuschließen?“, fragte ich.
„Kannst du nicht wenigstens ein einziges Mal auf meine Fragen antworten, Nora?“,…

von Klaus Mattes

Und in derselben Nacht, noch mal zwei Stunden, später schlug dann auch die Türglocke noch an.

Das Haus war am Zittern. Diese Handschrift mit den nachdrücklich eingepressten Fingerkuppen, den geduldigen Pausen, dem unermüdlichen Nachfassen…

von claire brady

Ich war auf der Suche nach einer neuen Wohnung. Sie musste ins Budget passen und am besten ein Zimmer mehr haben. Auf der Arbeit sprach sich herum, dass ich eine neue Bleibe brauchte. Eine Kollegin war mit jemandem befreundet, der einen Mieter…

von Annelie Kelch

Ich lag im Bett und wälzte mich von einer Seite zur anderen, ohne in den Schlaf zu finden, obwohl ich mich hundemüde fühlte.
Das lag allerdings weder an Marcs Matratze, die hervorragend war, noch an der fremden Umgebung, sondern einzig und…

von Katharina Dotzki

Kapitel 2: Ein ungewöhnlicher Arbeitstag

Ich hatte nicht viel Zeit - nur noch 2 Stunden, dann hieß es "Tschüss altes Leben. Das Neue wartet bereits!". Nach der frischen Dusche, zog ich mir meinen schwarzen Lieblingsrock an. Passend zur…

von Martin Gehring

El Pollo

El Pollo war eine Gestalt von sagenhaftem Ruf. Wenn man den aberwitzigen Erzählungen und Spekulationen, die rund um die Sierra Chica kursierten, Glauben schenken durfte, war El Pollo mindestens doppelt so groß wie ein normaler…

von claire brady

Danny und ich nutzten jede Gelegenheit in der wir unbeobachtet waren um uns um den Hals zu fallen. Es war so aufregend, wir waren schließlich auf der Arbeit und uns würde die fristlose Kündigung drohen, wenn wir erwischt worden wären. Wir waren…

von claire brady

Um meiner Tante ihren Freiraum wieder zu geben, beschloss ich zurück zu Mama zu ziehen. Mama war mittlerweile wieder Single und lebte mit meinen beiden kleinsten Geschwistern in einer Dreizimmerwohnung. Sie war immernoch nicht sehr bedacht, was…

von Klaus Mattes

Das Telefon klingelte. Wenigstens ruft er dieses Mal an, dachte der Mann.
Am Telefon dann Stille.
„Hallo? Hallo?“
Kein Laut.

Vielleicht eine Störung. Er legte auf.

Der Junge hatte geduscht und war gegangen. Dieses…

von claire brady

Patrick und ich saßen noch eine Weile auf der Mauer. Er wusste alles über mich, immer wenn wir uns schrieben kotzte ich mich über alles aus. Er war der einzige, der jedes Detail von mir kannte und auch der einzige dem ich blind vertraute. Er trug…

von Klaus Mattes

Dieses Mal hatte der Junge also sein eigenes Bett, sogar ein Zimmer für sich, im Wohnheim, in Litterkrauch. Aber das hatte keine große Zukunft. Ach was, er werde schnell was Eigenes bekommen. Er kostete den Lehrer erheblich weniger, weil er nur…

von Thomas Möginger

Tag 2 - Kapitel 1 - Heimat

Zwischen dem Erzgebirge und den Karpaten befand sich einst der schmalste Grat der Geschichte, der scharf wie ein Schwert, das ehemalige Band zwischen Menschen und ihrer Heimat zerschnitt. Ein Volk, das sich nun,…

von claire brady

Ich erwähnte bereits den Kollegen mit dem ich mich so gut verstand. Der mit der Freundin erinnert ihr euch? Er wird meine Geschichte bald vollenden. Zuerst erzähle ich euch von ihm. Danny war ein eher unscheinbarer Typ. Er war sehe humorvoll und…

von Annelie Kelch

Ein Geräusch auf dem Korridor schreckte mich auf, ein Scheppern und Klacken – irgendeiner fuhrwerkte mit einem Gegenstand im Schloss an der Wohnungstür umher … Leander? - Ich sprang von der Couch, zog meine Dienstwaffe, eine Walther P99, aus dem…

von Sabrina Jung

Emma, die Wahrsagerin, 6. Sitzung:
Ohne wirklich zu wissen, welchen hohen Besuch Emma heute erwartet, bereitet sie wie gewohnt alles vor und stellt sich schon einmal innerlich darauf ein. Heute kommt ein Mann, der seinen richtigen Namen…

von Klaus Mattes

Beim nächsten Mal setzte es eine Überraschung.
„Ich hab die Wohnung. Es ist drüben in Warmbrunn. Ist Scheiße. Aber die Wohnung ist gut, vierhundertachtzig ist nicht viel. Oder? Man muss das Öl in die Heizung tun. Ich glaub, ich nehm sie…

von Klaus Mattes

Bernhard hatte er seinerzeit als Student in Freiburg kennen gelernt, wo der immer noch lebte und einiges Ansehen genoss als Sonderpädagoge und Stadtrat der Grünen. Bernhards Familie saß im Saarland, sein Vater war einer der Chefärzte von einer…

von Annelie Kelch

Leander Koska war geflüchtet, vermutlich in Marcs Klamotten, obwohl es ihm keineswegs an Kleidungsstücken mangelte – ganz im Gegenteil: Sein circa drei Meter langer Kleiderschrank, der fast bis unter die Decke reichte, war gut bestückt.

von Klaus Mattes

Zu Hause steckten sie in der Sackgasse. Der Mann war nicht gewohnt, die ganze Zeit jemanden um sich zu haben. Er hatte sich danach gesehnt, sein Leben möge eine Richtung bekommen. Diese Richtung, die sollte ein Mensch sein. Aber jetzt war da…

von Klaus Mattes

Zwar hatte Timo verkündet, ab sofort werde er nach Wohnung und Arbeit verschärft Ausschau halten, hatte im „Wochenecho“ geblättert, aber jedes Mal ließ er es zu Boden fallen mit einer Bemerkung wie „Wieder nichts! So ‘ne Scheiße!“ Der Mann hatte…

von Giulia Strek

Wie in einem Zeitraffervideo begannen die kleinen Köpfe der Blumen zu tanzen als der kalte Windstoß sie ergriff. Obgleich der Frühling direkt vor der Tür stand, musste Hannah sich den grauen Schal tief in das Gesicht ziehen. Ihr Atem fand seinen…

von Klaus Mattes

Helmut war begeisterter Pragfahrer. Er verherrlichte diese Stadt nicht wegen ihrer Sehenswürdigkeiten. Zwischen mittelalterlichen, barocken und Gründerzeitbauten fiel ihm ein Unterschied nie auf. Alles war alt.
Helmut pflegte zu sagen: „…

von Klaus Mattes

Bis er vom Jungen wieder hörte, dauerte das, abgesehen von dem Geräusch seiner Klingel, das er versucht hatte, nicht zu hören, dieses Mal ein knappes halbes Jahr.

Helmut, der seit dem Vorjahr für ein Security-Unternehmen arbeitete, kam…

von Klaus Mattes

Küssen lässt er sich immer weiter nicht. Sonst ist er zugänglicher als vor zwei Jahren. Er wehrt nie mehr ab, wenn nach dem Abendessen umarmt und gestreichelt wird. Der Mann quetscht sich neben ihn auf den Stuhl und küsst die Haut von seinem Hals…

von Stefan Fourier

Starregisseur Gatsby Fitzgerald hat schlechte Laune. Mit einer matten Handbewegung setzt er sich eine schwarze Sonnenbrille auf – gegen die südfranzösische Sonne auf der Hotelterrasse, aber ebenso gegen die bohrenden Blicke seines…

von Klaus Mattes

Wenn der Junge pissen geht, lässt er die Türe angelehnt. Man hört es plätschern. Wenn er scheißt, macht er die Tür zu. Wenn er duscht, macht er die Tür zu und schließt sie ab. Dann braucht er sehr lange. Wenn man nachher ins Bad geht, ist die…

von Klaus Mattes

„Christopher Lee! Der war der beste Dracula.“
Filmbücher haben anderen Büchern voraus, dass viele Bilder drin sind. Der Mann kann nicht mitreden. Horrorfilme haben ihn nie interessiert. Das Buch hat er, weil es für drei Mark zu kriegen war…

von Thomas Möginger

Prolog
Trübsal legte sich wie kalter Schnee auf Sophies Gemüt, als ihr der bittere Geschmack von Wahrheit widerfuhr. Ihr ganzes Leben lang wusste sie nicht, dass die Liebe existierte. Doch hatte sie ihr Glück längst bei jemand anderem…

von Klaus Mattes

Einmal kommt der Mann um elf zurück vom Umtrunk mit den Leuten vom Reuenthaler Filmclub. Die Wohnung ist leer.

Der Mann isst, macht sich eine Zigarette an. Er hört Frank Sinatra und wartet.
Aber der Junge kommt nicht.

Um eins…

von Klaus Mattes

Wie sagt im Park der Stricher zum Mann?
„Scheiß Wetter! Ich bin ganz nass.“

Das freut diesen Mann, weil er ab da weiß, dass der Stricher noch einen braucht, der eine Wohnung hat, die nicht nur trocken und warm ist, sondern in die man…

Seiten

Während bis ins Mittelalter hinein die Bühne den höchsten Wert literarischer Arbeiten darbot, scheint in unserer Zeit die Spitze der Qualitätspyramide immer mehr von Gattung Roman gestellt zu werden. Die unumstößlichen Werke der so genannten 'Weltliteratur' benennen sich zu einem gewichtigen Teil aus den großen Romanen der letzten zweihundert Jahre.

Fantasy, SciFi, Historisch, Abenteuer, Realsatire, Politthriller, Gesellschaftsklamauk … es gibt keine Grenzen für die Inhalte moderner Romanwerke. Sie sind meist um einiges umfangreicher als die kleinen Brüderchen und Schwesterchen (Erzählungen, Novellen) und bezeichnen das Schaffen eines Autors viel eher als seinerzeit, da es oft auch Bühnenwerke, Gedichte und Essays bedurfte, um als Literat wahrgenommen zu werden.
Die neue Welt des Romans ist vielgestaltiger und facettenreicher als noch im neunzehnten Jahrhundert … ganz einfach, weil jeder entsprechend lange Erzähl-Text heutzutage als 'Roman' bezeichnet wird.

Die feinen Unterschiede brauchen den Leser auch nicht zu kümmern. Das ist die Aufgabe der Literatur- und Sprachwissenschaftler.