Sehnsucht ✓ Sehnsuchtsgedichte, Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Else Lasker-Schüler
von Joachim Ringelnatz
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die schönsten Sehnsuchtsgedichte
von Sigrid Hartmann
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Beitrag 36 - 70 von insgesamt 339 Texten in dieser Kategorie
von Soléa P.

Zwischen blau und blau ein Land
hab es schlicht Trauminsel genannt
sie ist nicht groß und auch nicht hoch
doch die Stille ist famos.

Palmen wiegen sich im Wind
der Tag mit Sonnenschein beginnt
in der Nacht…

von Soléa P.

Blicke suchen ununterbrochen,
bohren sich durch finsterste Nacht.
Schatten gaukeln Gestalten vor,
schmerzliches Vermissen erwacht,
das Verzehren nach dem Liebsten –
niemals hat es sich verloren.

Er ging!…

von ulli nass

zu weit ist jeder Platz
zu eng ist jeder Raum
der Schnee ist viel zu weiß
zu grün ist jeder Baum

zu dunkel ist die Nacht
zu hell ist jeder Tag
zu nah mir jeder Mensch
auch wenn ich ihn sehr mag

von Joachim Ringelnatz

Ich weiß nicht genau
Warum ich so oft an die bleiche Frau
Mit der weißen Reiherfeder gedenke,
Mich immer in den Gedanken versenke:
Wie könnte es werden, wie würde es sein,
Wäre sie dein. – –
Ich weiß es nicht…

von Soléa P.

Der Tag verliert sein pralles Leben,
immer stiller werdend, zieht er sich zurück.
Das ganze Licht möge langsam vergehen,
Ruhe und Gemächlichkeit, die Welt nun beglückt.

Angekommen in der Dunkelheit,
begibt das…

von Soléa P.

Glitzer – Gefunkel – blendende Sicht –
magisch angezogen,
durch alles überstrahlendes Licht,
vergesse ich noch zu atmen,
lasse mich, bereitwillig, hinaustragen.

Im Lichterreigen eingetaucht –
will einfach nur…

von Sigrid Hartmann

Abendgruß –
Ein silbrig Gewölbe
An die Scholle zur Nacht

Ohne Sternenglanz
Erschrickt gar mein Lieb
Vor meinem Schatten

Goldene Fäden
Durchziehen den Morgen
Und sein jubelndes Herz

Im…

von Michael Dahm

Du wartest schon seit Ewigkeiten,
Wie ein Fels im Strom der Zeit,
Du bist im Bund mit den Gezeiten,
Deine Blicke schweifen weit.

Ein Gefühl macht Dich unsterblich,
Das vor Äonen Dich besiegt.
Es war für…

von Oswald Petersen

Ich wollt ich wäre ein Bücherwurm
Und lebt’ in einem Bücherturm
Und fräße täglich Bücher

Buchstabensuppe von Vergil
Zum Schlecken Bertold Brecht am Stiel
Zum Frühstück gäb's Faust I und II
und mittags…

von Michael Dahm

Einsam wächst ein Bäumelein
aus des Herzens Träumelein,
wächst seit Jahr und Tagen,
möchte Wurzeln schlagen.

Einstens wuchs ein Bäumelein
hinein in dieses Träumelein,
wollt' sich nicht mehr plagen,…

von Yvonne Zoll

Entworfen in Dach und Kellergefügen
Zeitlich konstanterer Mondsucht
Und in flehende Psychen eingetrieben

Windverhaucht umstreichen
Unsre wispernden Marmororgane
nicht unverständliche Sprachkanäle

Dein…

von Yvonne Zoll

Wir erkennen freier im geliebten Moos
Des Geckos auch die weiche Herbstesheide
Die vor stumm sich wiegend Riesen
Blätternadeldichte blickumsäumt
Gewunden rinnend aus Entbehrtem
lachendes enteistes Leuchten

von Olga Drocjuk

Dich gibt es immer noch in meinem Leben.

Egal, ob nur auf einem Bild,

Wo du und ich im Regen

Und ich mit meinem Sommerkleid,

Das du so mochtest – das wäre mir jetzt viel zu klein.

Und meine damals langen Haare…

von Willi Grigor

Wind, lass mich die Lieder hören
von deinen Reisen um die Welt.
Lass mich des Meeres Düfte spüren
und das, was dort dein Herz befällt,
wenn zwischen Himmel und dem Land
du friedvoll mit den Wolken fliehst,
und…

von Soléa P.

Überall Autos, wohin ich seh –
weisen geraden und kurvigen Weg.
Fortwährend glotzen mich Rücklichter an –
und das, schon ziemlich lang …

Hypnotisiert folge ich ihnen,
wie ein Hund, auf Schritt und Tritt.
Egal…

von Else Lasker-Schüler

(Der lieben May Kapteyn)

In den weißen Bluten
Der hellen Rosen
Möchte ich verfluten.

Doch auf den Teichen
Warten die starren, seelenlosen Wasserrosen,
Meiner Sehnsucht Kühle zu reichen.

von Michael Dahm

Regen fällt durch hohe Blätter,
duldsam steht der Eichenwald,
am Weg gestapelt rohe Bretter,
belaubet kräuseln Pfützen kalt.

Vöglein baden ihr Gefieder,
in der Spiegelwelt des Seins
und sie singen leis're…

von Willi Grigor

Tochter des Abends, das bist du,
oh sage mir, was siehst du nun?
Siehst du von deiner Himmelsburg
mehr von dem Glück oder der Sorg'?

Vielleicht den Segler auf dem Meer
bei seinem Kampf im Wellenheer,
wie er in…

von Heinrich Heine

Morgens steh ich auf und frage:
Kommt feins Liebchen heut?
Abends sink’ ich hin und klage:
Ausblieb sie auch heut.

In der Nacht mit meinem Kummer
Lieg ich schlaflos, wach;
Träumend, wie im halben Schlummer,…

von Soléa P.

Der Mond, er weiß nichts von dem Schmerz –
kennt weder dich noch mich.
Prahlt am Himmel, kugelrund,
spendet Trost durch sein Antlitz.

Oft schon fragte ich ihn leis,
was er nur da oben treibt?
Ob er mein…

von * noé *

Oh Mann! Mit DIR mach ich was mit!!
Du bist mein Herzensfavorit.
Bist du auch meilenweit entfernt,
hast du mich dennoch angetörnt.

Ich will Heimat für mein Gefühl,
- bei dir wohl eher instabil? -
Die "Duselei…

von Uwe Röder

Es ist, als trüg sie alle Tage helles Kleid,
ihr Fleisch ist schimmernd wie ein süßer Klang,
nach zimtnen Sonnenkringeln duftet ihre Stimme,
wie ein Edelstein, so magisch ist ihr Angesicht.

Aus Mondesschein ist ihre…

von Joachim Ringelnatz

Hör ich der Mandoline Klänge
Ist mir’s, als sähe ich eine der süßen,
Netten Grisetten
Freundlich mich grüßen.
Kirschen trägt sie als Ohrgehänge.
Barfuß kommt sie und lacht und lacht,
Schüttelt kindisch die…

von Michael Dahm

Stühle klappen, das Konzert ist zu Ende
Letzte klatschen noch in die Hände
Der Dirigent legt den Taktstock ins Täschchen
Und gönnt sich 'nen Schluck aus 'nem Fläschchen.

Er kennt die Geschichte des Stückes vom Meister…

von Else Lasker-Schüler

(Meiner Schwester Marthas Kind)

Der Morgen ist bleich von Traurigkeit,
Es sind so viel junge Blumen gestorben,
Und du, o du bist gestorben,
Und mein Herz klagt eine Sehnsucht weit;

Über die ziellose Flut
Der…

von Soléa P.

Die Sonne neigt sich dem Abend entgegen
der rote Himmel – noch einmal brennt
ich denke an dich, nichts war vergebens
all das zeigt mir das Firmament.

Die Farben schmelzen, verbinden sich
wie damals dein Leib mit…

von * noé *

Wir hatten das lebenberstende, ungestüme Lachen,
wie in dem Roman „Salz auf unserer Haut“,
und im Schlafen, im Träumen, wie auch im Wachen,
haben wir zwei uns bedingungslos vertraut.

Wir erbebten, schmolzen dahin in einer…

von Soléa P.

Trauerflor liegt ums Herz
flüstert sacht, ade
die Zeit, ja, flog vorbei –
lang war der Weg und weit ...

Doch Wundersames ist geschehen
Leben ist erwacht ...
Grüntöne, wohin ich schau
dazwischen Weiß,…

von Johanna Blau

Geborgte Stille in meinem Herzen.
Ein Blick, der im Raum steht wie ein Wasserstrahl.
Wenn ich mich falte vor Qual.
Fiktive Schmerzen.

Eine Hand im All,
Unerreichbar weit.
Nichts zu seiner Zeit.

Rezitation:
Johanna Blau
von Angélique Duvier

Vor Sehnsucht
löst sich ein
Teil von
mir in Luft auf
und fliegt nach
Hause in mein
Vaterland.

Da das Papier
um zu schreiben
nicht mehr ausreicht,
schrieb ich schon
Briefe an euch…

von Yvonne Zoll

Zeugen jenes flatterhaft verdichtetend
sich gezeigten Wirbelns füllen reizgefügig
episodenweise Chargen mit erlauchter Überreife
Ingredienzien umso sandigfreier je verfeinert existent
Unverweht zergeht was eingeäschert…

von Michael Dahm

Draußen senkt sich die Nacht
Wie ein Totenvogel hernieder
Kein Gestirn das heut wacht
Und ein Herz singt alte Lieder.

Sie stammen aus Zeiten
Die gut ihm noch waren
Und schon lang es begleiten
In…

von Yvonne Zoll

Unbeschrieben schreibbar bleibt sie jene
Unübertroffen strahlend feinst umsäumte
Hoher Bäume Mantel sanft Umträumte

In zerbrechlich manifester Blase
Lebendiger Geträumte Tränengleiche
Unverwischter Tau aus…

von Yvonne Zoll

Ach, gerade so achtsam
die Klärung unangeboten
gebotenen Regens

wie die perlenden Vorhänge
Schimmernder Rinnsale durch
Schluchten der Haut enthüllt

Ach, so vertraut das
Unvermutet Nahweit

von Michael Dahm

Ich will nicht an dich denken
dich nicht sehen und hören
mich nicht im Kummer versenken
meinen Jammer zerstören.

Doch ich muss an dich denken
muss dich sehen und hören
in diese Richtung mich lenken
und…

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