Wintergedichte ✓ Gedichte über den Winter

Bild von Tannen im Winter

Der Winter mit all seiner Schönheit, aber bisweilen auch mit seinem Schrecken, eingefangen in klassischen und modernen Gedichten.

"Wintergedichte" spielten schon in der klassischen Literatur eine durchaus wichtige Rolle. Es gibt kaum einen der bekannten klassischen Dichter, der nicht das Thema Winter in mindestens einem seiner Gedichte aufgegriffen, und auf die unterschiedlichste Art und Weise interpretiert hat.

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Beitrag 176 - 210 von insgesamt 269 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Es schneit und schneit
und schneit und schneit
und schneit und ...

Ich freue mich,
dass er schaufeln muss
vor dem Haus.

von Mara Krovecs

der wind streichelt
auch felder und meine haare
reißt manchmal meine lippen
und wolkenherden
dass später tanzen soll
das frühjahr in den lüften
aus weiß gesponnenen blüten
über einer welt aus gesang…

von Michael Dahm

Raben tragen den Schrei in die Wolken
eine Feder fällt wankend zum Fluss
im Mondlicht sie unwirklich kolken
die Maus rollt versteckt eine Nuss.

Von Osten weh'n eisige Winde
und hauchen dem Teich eine Haut
im…

von Annelie Kelch

Der große See ist gefroren,
doch wohin trägt mich das Eis …
Zu den Resten der Binsen neben
der schneebedeckten Bank,
auf die schon so lang
niemand mehr sank?

Ach, durch den Wald geh' ich nimmer,
da…

von * noé *

Die Silhouette des Baumes wie Scherenschnitt.
Nackt, ohne Blatt,
streckt er schwarz seine Äste
im Zwielicht des Abends
den violett wandernden Wolken entgegen.

Schutzlos der Winternacht ausgesetzt,
wie in…

von Mara Krovecs

Kein Frost in den Bäumen
mein Kindchen muss träumen
von Eisblumenschnee
gefrorenem See

doch goldgelbe Blätter
bestimmen das Wetter
mein Liebling muss warten
im feuchtkalten Garten

verwegenes…

von Mara Krovecs

Gefrorenes Mondlicht
die Ostsee erstarrt
Schwäne schütteln ihr Daunen
in die frostige Luft
aus fliegenden Wolken
fällt samtener Schnee

doch unter dem Eise
da summt es und klingt
wie perlende Flöten…

von Willi Grigor

Das Land liegt still im Winterschweigen.
Helle Stille, ein Geschenk.
Des Baumes Äste aufwärts zeigen,
geben Zeichen: "Sag nichts, denk."

Die Meise wagt sich, piepst verwegen,
kalter Wind um Laute kämpft.
Die…

von Alf Glocker

Die Regenfälle geh’n als Schnee,
die Stunden als Versprechen nieder –
vor den Fenstern steht die Nacht!
Geborgenheit und Kanapee,
geistlich klingen manche Lieder –
Wunder sind jetzt selbst gemacht!

Aus dem…

von René Oberholzer

Wenn der Himmel so blau
Die Luft so kalt
Der Schnee so neu
Die Skis so schnell
Die Berge so nah

Dann der Himmel so weit
Das Atmen so leicht
Das Leben so gross
Das Herz so warm
Die Gedichte…

von Marcel Strömer

Der Wind bellt über die Baumkronen. Er weiß nicht wen er damit meint. Unter ihm lernen halb verhungerte Jungtiere im Kampf um die besten Futterplätze des Waldes zu bestehen. Mit ihren weichen Samtpfoten umschlingen sie unschuldig die trockenen…

von René Oberholzer

Der Schnee kommt und geht
Auf ihn ist kein Verlass mehr

Den Bäumen ist das egal
Sie schauen nur zu

Eine junge Frau mit Kind
Wohnt im Untergeschoss

Ihr Mann ist wie der Schnee
Der in Regen übergeht…

von Corinna Herntier

Es ist noch früh. Kein Morgen graut,
als Lotte ganz verschlafen schaut
- sie kann es kaum erwarten.
Da raschelt es! Und knistert hier,
grad vorne an der Eingangstür
- kurz nach dem Knarren im Garten!

Und Lotte…

von Willi Grigor

Wenn wieder weiße Winterkühle
für viele zu beschwerlich wird,
treiben hinaus mich die Gefühle,
wo jeder Schritt im Schnee hell klirrt.

Wo eisig Winde lautlos wehen,
erstarren lassen Bach und See,
dort kann ich…

von Corinna Herntier

“Fluchtgedanken“

Keuchend, schnaufend, nass von Schweiß
rast auf Schlittschuh’n über’s Eis:
Der Schneehase – er läuft passabel.
Man nennt ihn „Speedy“ ( er heißt „Abel“).

Im Training ist er stets der Schnellste.…

von Susanna Ka

Runkelrote Glühweinnasen
tauchen in das Getränk mit Schuss.

Blau gefrorene Hände
umklammern die Becher.

Raue Stimmen dröhnen
von vergangenen Heldentaten
und lachen den jungen Frauen hinterher.

Sie…

von Michael Dahm

Ein Rabe schlägt am Himmel schwach
und kolkt ins Triste seine Pein,
nur wenig ist die Sonne wach,
am Wege schweigt ein Stein.

Im Walde kräuseln Pfützen finster
und der Mücke Summen fehlt,
schmal am Felde…

von Ingrid Herta Drewing

Der Sonne Lächeln streift den kalten Morgen;
es glänzt dies Spitzenkleid,nun Baumes Zier,
das aus den frühen Nebeln Frost geborgen,
an filigranen Zweigen schuf als Raureif hier.

So hellklar will der Wintertag erstrahlen,…

von * noé *

Halb ist Winter nun vergangen,
auch wenn frühlingshaft sie sangen,
die gefiederten Gefährten
in den Sträuchern, in den Gärten.

Wieder kürzer werden Nächte,
selbst wenn man's kaum glauben möchte.
Feuchte Nebel…

von Monika Laakes

Rose im Winter
lässt sich nicht unterkriegen.
Wärmt meine Seele.

von W. Löffler

Es war einmal ein Tannenbaum
mit Kerzen herrlich anzuschau'n,
da kam der liebe Weihnachtsmann
und sah den Tannenbaum sich an.
So stand er da 'ne ganze Weile
und träumte eifrig vor sich hin,
was dann kommt sagt…

von Ralf Risse

Ein Raureif sehnte Ebenmaß,
bestachelte exakt . . .
Nur was er leider nicht bedacht,
die Sonne leckt es nackt.

von René Oberholzer

Ich liebe dich
Sagte sie in drei Anläufen
Ich dich auch
Sagte er in einem
Und starrte
Auf den verschneiten Tannenwald

von * noé *

Unfassbar, wie die Sonne strahlt!
Und wie sie Glitzerbilder malt
auf zarten Hauch von erstem Schnee,
auf dem ich bunte Kreise seh!

Im Gegenlicht von feinem Dunst,
entsteht so allerhöchste Kunst.
Ein…

von Axel C. Englert

Ein Adventskalender leider war –
Extrem verschlossen! (Jahr für Jahr…)
Und er(s) wurde immer schlimmer!
„Ich öffne meine Türen nimmer!

Denn mein Bauch gehört nur mir!
Ich mach niemals hoch die Tür!

von Michael Dahm

Trübe Symphonie

Im Streich des Windes klingen Saiten,
durch die graue Symphonie,
in den Lüften Tropfen reiten,
unterm Schirme hör ich sie.

Und der Meister der Kapelle,
taktet an mit trübem Stocke,
dass…

von * noé *

Wie prachtvoll leuchten bunte Beeren
von Büschen, Bäumen, Sträuchern, Hecken!
Als wenn sie schon Adventsschmuck wären
und wollten Weihnachtswünsche wecken ...

In diesen frostentfärbten Tagen,
da sucht das Auge nach…

von Axel C. Englert

Ein Advents – Kranz
(Er hieß Franz - Hans)
Hasste lauten Lichterglanz!
Kerzen? Fauler Firlefanz!

Dachte sich, in seiner Not:
Zimmerbrand mir ständig droht!
Kerzen AUS! Ob weiß, ob rot!
Lautet daher mein…

von Axel C. Englert

Eine Christbaumspitze –
Sie hieß Fritze –
Brachte Höhenluft in Hitze!
Die Christbaumkugeln rissen Witze:

Fritze! – Gegen Höhenangst:
Hilft nicht, dass du Glühwein tankst!
Wenn oben auf dem Baum du bangst –…

von René Oberholzer

Der grosse Bernhardiner
Mit dem Schnapsfässchen um den Hals
Ist in die Jahre gekommen

Wegen des Klimawandels
Hat er eine Umschulung gemacht
Und entkam der Frühpensionierung

Der ehemalige Lawinenhund
Ist…

von Sieghild Krieter

Ohne Sonnenschein –
kneifender Frost im Freien
verformt die Tropfen
©&ie

von Heiner Brückner

Der Mann aus Schnee läuft
über die Wiese davon,
hinter ihm Sonne.

von Michael Dahm

Winter bleibt

Als ich am Rand des Winters stand
und sah, die Welt wird grau,
ich nicht ein grünes Blättlein fand
vom Himmel fiel das Blau.

Die Sonne ihre Schäfchen nahm
und den Vorhang zog,
von…

von Corinna Herntier

Überraschung: Eis und Schnee! Oh, welche Winterwonne!
Zugefroren über Nacht ist unsere Regentonne!
Meine Söhne wollen raus – schnell das Eis zerschlagen.
Drum, wer als erster draußen ist, hat dort dann auch das Sagen!

„Wo…

von * noé *

Und wieder wirkt die weiße Pracht,
wie schon seit Kindertagen -
sie hat den Zauber mitgebracht
und konnte ihn kaum tragen.

Was trostlos-kahl und schwarz-bizarr
uns jede Stimmung raubte,
ist plötzlich strahlend…

Seiten

Auch moderne Wintergedichte benutzen dieses literarische Motiv um den Winter mit all seiner Schönheit, aber bisweilen auch mit seinem Schrecken, einzufangen. In einem Gedicht zum Thema Winter kann sich die Atmosphäre absoluter Kälte entladen- es kann aber auch Geborgenheit und Wärme einfangen. Gerade diese Gegensätzlichkeit macht den Winter als Thema so interessant und bietet Raum für den Ausdruck von Emotionen und Gefühlen.