Kalt wirds

von Hans-Jürgen Finke
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Wenn schwere Nebel auf den Feldern liegen,
Das goldne Laub wird totes Blättermeer,
Wenn Saft und Kraft im Buchenstamm versiegen,
Wenn unter meinem Schritt die Erde schwer
Und zäh die Sohlen halten will,
Dann werd ich still.

Zu schnell dahin die warmen Tage, hellen Nächte,
Als die Musik der Lüfte nie erstarb;
Ein Reigentanz vereinter Himmelsmächte,
Der freundlich uns umwarb,
Wich eisigem Nordost.
Wo find ich Trost?

Noch lebt das Ewige Versprechen,
Dass übers Jahr der zarte Frühling naht,
Dass Schnee und Eis und alle Schollen brechen,
Denn immer noch dreht sich das Zeiten-Rad.
Weil Wintersturm und Sommerwind
Geschwister sind.

©HF/1/80

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Kommentare

10. Dez 2014

Sehr schöne Worte hier gefunden!
Poesie wärmt Winter - Stunden....
LG Axel

10. Dez 2014

Oh! Das ist stimmungsvoll!

10. Dez 2014

Ein Genuß hier in den Zeilen zu verweilen! LG!