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von Johann Wolfgang von Goethe

Dämmrung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nähe fern;
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern!
Alles schwankt ins Ungewisse,
Nebel schleichen in die Höh’;
Schwarzvertiefte Finsternisse

von marie mehrfeld

und so stehe ich stumm in der Dämmersstunde
unter deinem halb geöffneten Fenster, von was
du nur träumst, und ich atme die Trauer deiner

schlafenden Augen ein, schaue den letzten blass
golden geschliffenen Lettern der…

von marie mehrfeld

als die Sonne hinter dem Wald versunken war, näherte sich der Abend
zärtlich wispernd, einfach so, ich lauschte dem Kind auf dem Schoß, wie
es mir wortlos mit den zappelnden Fingern und leuchtenden Augen vom

Leben erzählte,…

von Else Lasker-Schüler

Auf die jungen Rosensträucher
Fällt vom Himmel weicher Regen
Und die Welt wird immer reicher.

O mein Gott mein, nur alleine
Ich verdurste und verweine
In dem Segen.

Engel singen aus den Höhen:
»Heut ist…

von Annelie Kelch

Abenddunst -
Ich möchte das Lichtergold
aus dem Fluss fischen - für dich

von Sigrid Hartmann

Wenn der helle Tag sich neigt,
Sonne ihren Glanz uns zeigt.
Golden strahlt das Himmelszelt,
gute Nacht, du schöne Welt.

Sie geht zur Ruh, der Mond bewacht
uns nun in der langen Nacht.
Ist nicht gern allein im…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Da war noch Sonntag in seinem Herzen,
im Wartesaal; gedankengefangen sitzend,
wartend auf alten Eichenholzstreben
bis der Zug einfährt.

Die Tür hat keine Griffe mehr, nur ein Druck
bedarf es noch,…

von Ella Sander

Die Nacht schält sich geduldig,
aus Lichtfluten, frei;
Im allabendlich' Zwielicht tanzt
der Glast den Himmelsreigen
rotgeschleiert.
Durchsonnt, im warmgetupften
Lichtkleid, atmet die Seele
Stille ein;…

von Yvonne Zoll

Abends nasser auf Asphalt
Der Wonnen unzweideutig frischer
Wind umweht Gelichter
um Luken gegenwärtig oben
klingt ein Tuten warnend ärmer
leis durch Häute
hässlich erst noch heute
Rückt in Augen samt an…

von Annelie Kelch

Nun schläft der welke Tag,
verklungen sind die Lieder,
der Mond neigt sich hernieder
und schaut in deinen Traum;
du träumst von einem Baum,
darin zwei Englein schweben,
der liebliche heißt: Leben,
der…

von marie mehrfeld

Erschöpft vom Ein- und Ausatmen des hellen schrillen Tages, vom vielen Umarmen, Hören, Fühlen und Flüstern schwindet der grauviolette Abend allmählich dahin,

noch ein letztes Schwingen seiner weiten dunklen Flügel, noch ein letztes…

von Annelie Kelch

Die Nacht kam angeschlichen,
ist übern Wald gestrichen
mit schwarzer Silhouett’.
Die Stadt steht still, und droben
hat sich der Mond erhoben
aus seinem Federwolkenbett.

Jetzt ist es wieder leise
und man…

von Willi Grigor

Ich schließe die Augen,
um besser zu sehn
die dämmernde Landschaft
der Elfen und Feen,
wie treibende Nebel
aus zwingendem Grund
ziehn über die Wiese
zum Schilfrand am See,
die bleichen Gesichter…

von marie mehrfeld

im zarten Hauch
des Abendwinds
verklingt
mein Sommertag
im sanften Rot,
ertrinkt im Meer
des Blaus der Nacht,
die kommen will,
und löscht, was
heute ich gedacht,
ich werde still

von Regina Bäcker

O Dämmerung, erhoben zur goldenen Stunde. Sehnsuchtswörter sprudeln leise aus dem Sonnenmunde.
Zärtlich küsst der Wind begrüssend die Nacht.
Die Botschaft, die die Nachtigall dem liebenden Menschengeist gebracht ...
Stille kehrt…

von Angelika Zädow

… spiegeln
Laternen
ihr goldenes Licht
im See
schaukelt
der Wind
die Wellen
sacht
treiben
Blätter
den Herbst
ans Ufer
lockt
mich
die Abendstille
heute...…

von Yvonne Zoll

Im aufgeschäumten Brandungswein
mag Unbill keiner Liebe Tagesränder mähen
Unmerklich wird der Wind ihr Abendlied verwehen
zu schweigend Sonnenwiderschein
der gespiegelt sich in Mondesschatten flicht
zum Licht des…

von Angelika Zädow

Wind spielt sein Abendlied
auf grünen Blättersaiten
trägt es durch die offenen Fenster
sanft in den Kirchenbug hinein

Melodien schweben
wie auf Flügeln durch den Raum
entschwinden dann wie Nebelschweif

von marie mehrfeld

Zwei Federwölkchen
schaukeln selig über den
Abendhimmel, zarte Schleier
gewoben aus dem goldenen Licht
schräg fallender später Sonnenstrahlen
wehen hauchdünne Wärme über die Beete
und bringen meine…

von Ingrid Herta Drewing

HERBSTABEND

Aus den Wiesen schweben Schleier,
Nebellieder; Abendrauch
hüllt die Weide ein am Weiher,
wo der letzte Silberreiher
wird zum Bild in sanftem Hauch.

So wie zart getuschte Zeichen
in der Ferne…

von Soléa P.

Atemberaubend – der Untergang,
sich seiner Wirkung vollends bewusst.
Auch die Sonne wendet sich ab –
doch weiß von ihrem Wissen,
die Menschen sind von ihr hingerissen …

Der Tag war lang und voller Leben –

von Rosemarie Dalkmann

diese langen
dunklen Abende!

wie ein Mantel
der nicht wärmt
ein Versprechen
das nicht gehalten wird
ein Kuss
der zu flüchtig ist
eine Melodie
die nur MollAkkorde kennt

diese langen…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Ich wiege mich sanft auf Wellen
irdischen Lebens,
bin allem jetzt so nah.
Orange erwärmtes Stimmungsbild,
mein Blick verspielten Lichtern nachschaut,
Berge tragen Stolz
zerklüftete Kronen,
malen…

von Annelie Kelch

Fensterscheiben: rot
im Abendlicht - die Sonne
sucht ein Nachtquartier.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Ein Schleierhauch verschlissenes Taubenblau,
ganz zart duftend,
weich altrosa, saumbegrenzter Abendhimmel.

Des Tages Lider fallen schwer –
Sonnenball entwalle,
am äußeren Rand hinter der Tiefe
ins flüsternde…

von Julia W.

Die Feiern sind nur gut wenn du da bist,
Das Meer und der Geruch des Meeres
verlaufen nur mit dir zu erträglichen Rinnsalen
Der Teufel ist subtil
Aber Gott ist stabil
So klar und hell und schmerzhaft,
dass es…

von Karl Schloss

Der weiche Nieselregen fällt wie ein Vorhang über den Abendhimmel
und wird von den kleinen schwarzen Pfützen im Asphalt aufgefangen

Der Rhythmus meiner Schritte begleitet mich nach Hause
schließt wie ein Reißverschluss die…

von Ella Sander

Still eingebettet in das Tuch des Zwielichts,
Flüstert das Abendrot sein Nachtgebet gen Himmel;
Andächtig steh' ich da, lausche ins scheinbar Nichts,
Zu meinen Füßen betet leise eine Primel.

Die Bäume frieren, tragen noch…

von Annelie Kelch

Der Mond stellt sein Silber
ins Dunkel,

der Wind kämmt das Laub
der Linde und zerstäubt
den Duft ihrer Blüten.

Ein Schwan spricht
das Wasser heilig -
ehe es Nacht wird.

von Robert K. Staege

Abendfrieden stellt sich ein,
ruhig werden Wiesen, Wälder,
über dämmrig stille Felder
geht der Sonne letzter Schein.

Mondlicht glänzt vom Himmel nieder,
als die Nacht dann bricht herein,
und die Sterne…

von Yvonne Zoll

Allabends ich geduldig fand
im Lachen hinkt vielleicht verstimmt
mein Mund stillschweigend Treppen klimmt
in welcher Richtung wohlbekannt

wie Form am Firmament erkenn
zur Unzeit huscht kein Stern bestimmt

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Die Stille singt tief verborgen,
Sehnsuchtsufer entfernt,
blauer Hoffnungschimmer,

treibt unter goldenen Meeresschaum,
Tag meines Lebens,
grünt träumend der Fels seinen Mittagsschlaf,

ich schlief wohl auf…

von Angélique Duvier

An einem kalten Novemberabend, als es so gar nichts gab,
da fiel plötzlich eine Sternschnuppe vom Himmel,
direkt vor unser Haus.
Wir Kinder liefen hinaus,
denn ihr heller Schein leuchtete direkt in unsere Herzen hinein.…

von Manfred Peringer

ich werfe dem schwarzen straßenkater
einen abergläubischen blick hinterher
am fenster taut ein gefrorener tagtraum

schwer zu ertragen das klägliche miauen
der märzkatzen wenn sie versuchen
sich gegen den lauf der…

von Willi Grigor

Der Sonne Schein zum Tod des Abends
zeigt Farbverwandlungspotential.
Des Feuers Glut, tief im Nordwesten,
nimmt Platz im dunklen Himmelssaal.
Des Zaubers Licht verfärbt die Wolken,
verstärkt das Kunstwerk tausendmal…

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