Abend ✓ Abendgedichte, Gedichte zum Thema

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von Johann Wolfgang von Goethe

Dämmrung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nähe fern;
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern!
Alles schwankt ins Ungewisse,
Nebel schleichen in die Höh’;
Schwarzvertiefte Finsternisse

von Annelie Kelch

Abenddunst -
Ich möchte das Lichtergold
aus dem Fluss fischen - für dich

von Else Lasker-Schüler

Auf die jungen Rosensträucher
Fällt vom Himmel weicher Regen
Und die Welt wird immer reicher.

O mein Gott mein, nur alleine
Ich verdurste und verweine
In dem Segen.

Engel singen aus den Höhen:
»Heut ist…

von Sigrid Hartmann

Wenn der helle Tag sich neigt,
Sonne ihren Glanz uns zeigt.
Golden strahlt das Himmelszelt,
gute Nacht, du schöne Welt.

Sie geht zur Ruh, der Mond bewacht
uns nun in der langen Nacht.
Ist nicht gern allein im…

von Yvonne Zoll

Abends nasser auf Asphalt
Der Wonnen unzweideutig frischer
Wind umweht Gelichter
um Luken gegenwärtig oben
klingt ein Tuten warnend ärmer
leis durch Häute
hässlich erst noch heute
Rückt in Augen samt an…

von Willi Grigor

Ich schließe die Augen,
um besser zu sehn
die dämmernde Landschaft
der Elfen und Feen,
wie treibende Nebel
aus zwingendem Grund
ziehn über die Wiese
zum Schilfrand am See,
die bleichen Gesichter…

von Ingrid Herta Drewing

HERBSTABEND

Aus den Wiesen schweben Schleier,
Nebellieder; Abendrauch
hüllt die Weide ein am Weiher,
wo der letzte Silberreiher
wird zum Bild in sanftem Hauch.

So wie zart getuschte Zeichen
in der Ferne…

von marie mehrfeld

Erschöpft vom Ein- und Ausatmen des hellen schrillen Tages, vom vielen Umarmen, Hören, Fühlen und Flüstern schwindet der grauviolette Abend allmählich dahin,

noch ein letztes Schwingen seiner weiten dunklen Flügel, noch ein letztes…

von marie mehrfeld

Zwei Federwölkchen
schaukeln selig über den
Abendhimmel, zarte Schleier
gewoben aus dem goldenen Licht
schräg fallender später Sonnenstrahlen
wehen hauchdünne Wärme über die Beete
und bringen meine…

von Annelie Kelch

Die Nacht kam angeschlichen,
ist übern Wald gestrichen
mit schwarzer Silhouett’.
Die Stadt steht still, und droben
hat sich der Mond erhoben
aus seinem Federwolkenbett.

Jetzt ist es wieder leise
und man…

von Yvonne Zoll

Im aufgeschäumten Brandungswein
mag Unbill keiner Liebe Tagesränder mähen
Unmerklich wird der Wind ihr Abendlied verwehen
zu schweigend Sonnenwiderschein
der gespiegelt sich in Mondesschatten flicht
zum Licht des…

von Annelie Kelch

Nun schläft der welke Tag,
verklungen sind die Lieder,
der Mond neigt sich hernieder
und schaut in deinen Traum;
du träumst von einem Baum,
darin zwei Englein schweben,
der liebliche heißt: Leben,
der…

von Angelika Zädow

… spiegeln
Laternen
ihr goldenes Licht
im See
schaukelt
der Wind
die Wellen
sacht
treiben
Blätter
den Herbst
ans Ufer
lockt
mich
die Abendstille
heute...…

von Angelika Zädow

Wind spielt sein Abendlied
auf grünen Blättersaiten
trägt es durch die offenen Fenster
sanft in den Kirchenbug hinein

Melodien schweben
wie auf Flügeln durch den Raum
entschwinden dann wie Nebelschweif

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Ich wiege mich sanft auf Wellen
irdischen Lebens,
bin allem jetzt so nah.
Orange erwärmtes Stimmungsbild,
mein Blick verspielten Lichtern nachschaut,
Berge tragen Stolz
zerklüftete Kronen,
malen…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Die Stille singt tief verborgen,
Sehnsuchtsufer entfernt,
blauer Hoffnungschimmer,

treibt unter goldenen Meeresschaum,
Tag meines Lebens,
grünt träumend der Fels seinen Mittagsschlaf,

ich schlief wohl auf…

von Karl Schloss

Der weiche Nieselregen fällt wie ein Vorhang über den Abendhimmel
und wird von den kleinen schwarzen Pfützen im Asphalt aufgefangen

Der Rhythmus meiner Schritte begleitet mich nach Hause
schließt wie ein Reißverschluss die…

von Annelie Kelch

Der Mond stellt sein Silber
ins Dunkel,

der Wind kämmt das Laub
der Linde und zerstäubt
den Duft ihrer Blüten.

Ein Schwan spricht
das Wasser heilig -
ehe es Nacht wird.

von Robert K. Staege

Abendfrieden stellt sich ein,
ruhig werden Wiesen, Wälder,
über dämmrig stille Felder
geht der Sonne letzter Schein.

Mondlicht glänzt vom Himmel nieder,
als die Nacht dann bricht herein,
und die Sterne…

von Angélique Duvier

An einem kalten Novemberabend, als es so gar nichts gab,
da fiel plötzlich eine Sternschnuppe vom Himmel,
direkt vor unser Haus.
Wir Kinder liefen hinaus,
denn ihr heller Schein leuchtete direkt in unsere Herzen hinein.…

von Angelika Zädow

Rotdunkel der schwere Wein
Nachtschwarz die müde Erde
Kerzenlicht flackert hell
Gedanken fahren den Tag entlang
Augenblicke ziehen vorüber
Ins War mischt sich träumend das Kommt
und schaukelt die Seele sanft in…

von Annelie Kelch

Fensterscheiben: rot
im Abendlicht - die Sonne
sucht ein Nachtquartier.

von Somos Eleen

Immer wenn der Tag sich fast schon nachtwärts neigte,
stellte sich der alte Mann im Haus ans offne Fenster hin,
schaute in die Dämmerung, begann ganz still zu Lauschen.
Wundersam dies Abendritual, und gleichsam schwang

von Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem

Vor deinem Bild in stiller Stunde
Steh ich in Ruh und denke dein -
Von deinen Lieben bringt mir Kunde
Der letzte Abendsonnenschein.
Den Mund, die Stirn, die lieben Augen
Verkläret sanft der gold‘ne Strahl -

von Yvonne Zoll

Allabends ich geduldig fand
im Lachen hinkt vielleicht verstimmt
mein Mund stillschweigend Treppen klimmt
in welcher Richtung wohlbekannt

wie Form am Firmament erkenn
zur Unzeit huscht kein Stern bestimmt

von Annelie Kelch

Zwei Türme
haben den frühen Mond
in ihre Mitte genommen

Die alten Häuser am Ufer
spiegeln sich märchenhaft
im blauen Traveaug' ...

Unter Wasser möcht ich leben –
mit Schiffen, die vorüberziehn
an…

von Manfred Peringer

ich werfe dem schwarzen straßenkater
einen abergläubischen blick hinterher
am fenster taut ein gefrorener tagtraum

schwer zu ertragen das klägliche miauen
der märzkatzen wenn sie versuchen
sich gegen den lauf der…

von Mara Krovecs

Der Abend schwimmt in stille Nachtgewänder
und schüttelt letzte Sonnenstrahlen aus dem Saum.
Er bindet sich aus Sternen leuchtend Bänder,
singt leis von gestern, heut und morgen deinen Traum.

Schlaf gut, schlaf weich,…

von Yvonne Zoll

Auf Tages Schwelle trübe neigt
glanzgestreift wie einst erhellt
sie flieht sich schürend von der Welt

Verführend rührt ihr Sterben mich
Wenn geflüstert sie mir zeigt
Was nun vom Tage übrig bleibt:

Dunkler…

von Johanna Blau

Ohren wie schwarze Löcher hat mein Tier,
Augen wie Ozeane.
Und die Krallen gefallen dir,
Unter der Galaxienplane.

Die Kristallkugel verstummt,
Wenn ich meinen Namen rufe.
Bin nicht vermummt,
Die Zukunft…

Rezitation:
Johanna Blau
von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Wir öffnen uns langsam
einem unbekannten Raum.
Irritierend, aufgewühlte Klänge;
Krähengesänge unbekannter Geister.
Die hungrige Zeit mit ihren Tentakeln
umschlingt unsere Fröhlichkeit,
erstickt bewegte Freude…

von Jan Jendrejewski

Wonnevoll des Abends zarter Klang,
Des Himmels goldenes Herz zur Ruh'.
Zartes Rosarot küsst magisch' Dunkelblau,
Wälder, Felder und Gebirg' im Schemenland fort.

Im Dämmerlicht das weite Land.
Schwankend ist der…

von Yvonne Zoll

Aufgebrochen ist am Abend
diese Wolke würzig nässer
Fließend flieht sie in der Gegend
Müßig Spiel undeutbar besser

Träger unaufhörlich heiter
Bescheint voll Wonne doch du weinst
Trügerische Tropfen weiter…

von Sophie Brandt

Egal ob Gruselmonster, Musketiere, Superhelden, Harry Potter, Arthur Dent oder Urzeitwelten,
bevor ich in meinem Bette mich zur Ruhe leg, tank ich Stoff für meine Träume, der mich bewegt!

In knapp achtzig Tagen flieg ich einmal um…

von Ingrid Herta Drewing

Lege den Mantel ab,
es ist Abend geworden,
Zeit, Licht anzuzünden
und das Feuer im Kamin!

Draußen drehen Nebel,
und die einsamen Blicke,
sie wandern nach Innen,
um dort Wärme zu finden.

Die Kälte…

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