Abend ✓ Abendgedichte, Gedichte zum Thema

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neue Abendgedichte
von Rainer Olßok
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die schönsten Abendgedichte
von Johann Wolfgang von Goethe
von marie mehrfeld
von Else Lasker-Schüler
von Johann Wolfgang von Goethe
Bibliothek

Dämmrung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nähe fern;
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern!
Alles schwankt ins Ungewisse,
Nebel schleichen in die Höh’;
Schwarzvertiefte Finsternisse

von marie mehrfeld
Mitglied

und so stehe ich stumm in der Dämmersstunde
unter deinem halb geöffneten Fenster, von was
du nur träumst, und ich atme die Trauer deiner

schlafenden Augen ein, schaue den letzten blass
golden geschliffenen Lettern der…

von Annelie Kelch
Mitglied

Abenddunst -
Ich möchte das Lichtergold
aus dem Fluss fischen - für dich

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

Auf die jungen Rosensträucher
Fällt vom Himmel weicher Regen
Und die Welt wird immer reicher.

O mein Gott mein, nur alleine
Ich verdurste und verweine
In dem Segen.

Engel singen aus den Höhen:
»Heut ist…

von marie mehrfeld
Mitglied

als die Sonne hinter dem Wald versunken war, näherte sich der Abend
zärtlich wispernd, einfach so, ich lauschte dem Kind auf dem Schoß, wie
es mir wortlos mit den zappelnden Fingern und leuchtenden Augen vom

Leben erzählte,…

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Wenn der helle Tag sich neigt,
Sonne ihren Glanz uns zeigt.
Golden strahlt das Himmelszelt,
gute Nacht, du schöne Welt.

Sie geht zur Ruh, der Mond bewacht
uns nun in der langen Nacht.
Ist nicht gern allein im…

von Ella Sander
Mitglied

Die Nacht schält sich geduldig,
aus Lichtfluten, frei;
Im allabendlich' Zwielicht tanzt
der Glast den Himmelsreigen
rotgeschleiert.
Durchsonnt, im warmgetupften
Lichtkleid, atmet die Seele
Stille ein;…

von Willi Grigor
Mitglied

Ich bin auf der Welt ganz alleine,
der glücklichste Mensch auf der Welt.
Ich grüße die nächtlichen Schatten,
den Ton, der aus Dunkelheit fällt.

Ich lausche dem ewigen Schweigen,
des Mondes beschauliche Tun.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Da war noch Sonntag in seinem Herzen,
im Wartesaal; gedankengefangen sitzend,
wartend auf alten Eichenholzstreben
bis der Zug einfährt.

Die Tür hat keine Griffe mehr, nur ein Druck
bedarf es noch,…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Abends nasser auf Asphalt
Der Wonnen unzweideutig frischer
Wind umweht Gelichter
um Luken gegenwärtig oben
klingt ein Tuten warnend ärmer
leis durch Häute
hässlich erst noch heute
Rückt in Augen samt an…

von Annelie Kelch
Mitglied

Nun schläft der welke Tag,
verklungen sind die Lieder,
der Mond neigt sich hernieder
und schaut in deinen Traum;
du träumst von einem Baum,
darin zwei Englein schweben,
der liebliche heißt: Leben,
der…

von marie mehrfeld
Mitglied

Erschöpft vom Ein- und Ausatmen des hellen schrillen Tages, vom vielen Umarmen, Hören, Fühlen und Flüstern schwindet der grauviolette Abend allmählich dahin,

noch ein letztes Schwingen seiner weiten dunklen Flügel, noch ein letztes…

von Annelie Kelch
Mitglied

Die Nacht kam angeschlichen,
ist übern Wald gestrichen
mit schwarzer Silhouett’.
Die Stadt steht still, und droben
hat sich der Mond erhoben
aus seinem Federwolkenbett.

Jetzt ist es wieder leise
und man…

von Willi Grigor
Mitglied

Ich schließe die Augen,
um besser zu sehn
die dämmernde Landschaft
der Elfen und Feen,
wie treibende Nebel
aus zwingendem Grund
ziehn über die Wiese
zum Schilfrand am See,
die bleichen Gesichter…

von marie mehrfeld
Mitglied

im zarten Hauch
des Abendwinds
verklingt
mein Sommertag
im sanften Rot,
ertrinkt im Meer
des Blaus der Nacht,
die kommen will,
und löscht, was
heute ich gedacht,
ich werde still

von Yvonne Zoll
Mitglied

Im aufgeschäumten Brandungswein
mag Unbill keiner Liebe Tagesränder mähen
Unmerklich wird der Wind ihr Abendlied verwehen
zu schweigend Sonnenwiderschein
der gespiegelt sich in Mondesschatten flicht
zum Licht des…

von Angelika Zädow
Mitglied

Wind spielt sein Abendlied
auf grünen Blättersaiten
trägt es durch die offenen Fenster
sanft in den Kirchenbug hinein

Melodien schweben
wie auf Flügeln durch den Raum
entschwinden dann wie Nebelschweif

von marie mehrfeld
Mitglied

Zwei Federwölkchen
schaukeln selig über den
Abendhimmel, zarte Schleier
gewoben aus dem goldenen Licht
schräg fallender später Sonnenstrahlen
wehen hauchdünne Wärme über die Beete
und bringen meine…

von Ingrid Herta Drewing
Mitglied

HERBSTABEND

Aus den Wiesen schweben Schleier,
Nebellieder; Abendrauch
hüllt die Weide ein am Weiher,
wo der letzte Silberreiher
wird zum Bild in sanftem Hauch.

So wie zart getuschte Zeichen
in der Ferne…

von Regina Bäcker
Mitglied

O Dämmerung, erhoben zur goldenen Stunde. Sehnsuchtswörter sprudeln leise aus dem Sonnenmunde.
Zärtlich küsst der Wind begrüssend die Nacht.
Die Botschaft, die die Nachtigall dem liebenden Menschengeist gebracht ...
Stille kehrt…

von Angelika Zädow
Mitglied

… spiegeln
Laternen
ihr goldenes Licht
im See
schaukelt
der Wind
die Wellen
sacht
treiben
Blätter
den Herbst
ans Ufer
lockt
mich
die Abendstille
heute...…

von Soléa P.
Mitglied

Atemberaubend – der Untergang,
sich seiner Wirkung vollends bewusst.
Auch die Sonne wendet sich ab –
doch weiß von ihrem Wissen,
die Menschen sind von ihr hingerissen …

Der Tag war lang und voller Leben –

von Rosemarie Dalkmann
Mitglied

diese langen
dunklen Abende!

wie ein Mantel
der nicht wärmt
ein Versprechen
das nicht gehalten wird
ein Kuss
der zu flüchtig ist
eine Melodie
die nur MollAkkorde kennt

diese langen…

von Annelie Kelch
Mitglied

Fensterscheiben: rot
im Abendlicht - die Sonne
sucht ein Nachtquartier.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Ein Schleierhauch verschlissenes Taubenblau,
ganz zart duftend,
weich altrosa, saumbegrenzter Abendhimmel.

Des Tages Lider fallen schwer –
Sonnenball entwalle,
am äußeren Rand hinter der Tiefe
ins flüsternde…

von Julia W.
Mitglied

Die Feiern sind nur gut wenn du da bist,
Das Meer und der Geruch des Meeres
verlaufen nur mit dir zu erträglichen Rinnsalen
Der Teufel ist subtil
Aber Gott ist stabil
So klar und hell und schmerzhaft,
dass es…

von Karl Schloss
Mitglied

Der weiche Nieselregen fällt wie ein Vorhang über den Abendhimmel
und wird von den kleinen schwarzen Pfützen im Asphalt aufgefangen

Der Rhythmus meiner Schritte begleitet mich nach Hause
schließt wie ein Reißverschluss die…

von Ella Sander
Mitglied

Still eingebettet in das Tuch des Zwielichts,
Flüstert das Abendrot sein Nachtgebet gen Himmel;
Andächtig steh' ich da, lausche ins scheinbar Nichts,
Zu meinen Füßen betet leise eine Primel.

Die Bäume frieren, tragen noch…

von Annelie Kelch
Mitglied

Der Mond stellt sein Silber
ins Dunkel,

der Wind kämmt das Laub
der Linde und zerstäubt
den Duft ihrer Blüten.

Ein Schwan spricht
das Wasser heilig -
ehe es Nacht wird.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Ich wiege mich sanft auf Wellen
irdischen Lebens,
bin allem jetzt so nah.
Orange erwärmtes Stimmungsbild,
mein Blick verspielten Lichtern nachschaut,
Berge tragen Stolz
zerklüftete Kronen,
malen…

von Rainer Olßok
Mitglied

Stille,
so laut ich kann sie hören.-
Stille,
keine Gedanken die sich wehren -
Stille,
selbst die Seele hört ihr zu.-
Stille,
...unendliche Ruh.

von Robert K. Staege
Mitglied

Abendfrieden stellt sich ein,
ruhig werden Wiesen, Wälder,
über dämmrig stille Felder
geht der Sonne letzter Schein.

Mondlicht glänzt vom Himmel nieder,
als die Nacht dann bricht herein,
und die Sterne…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Allabends ich geduldig fand
im Lachen hinkt vielleicht verstimmt
mein Mund stillschweigend Treppen klimmt
in welcher Richtung wohlbekannt

wie Form am Firmament erkenn
zur Unzeit huscht kein Stern bestimmt

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Die Stille singt tief verborgen,
Sehnsuchtsufer entfernt,
blauer Hoffnungschimmer,

treibt unter goldenen Meeresschaum,
Tag meines Lebens,
grünt träumend der Fels seinen Mittagsschlaf,

ich schlief wohl auf…

von Angélique Duvier
Mitglied

An einem kalten Novemberabend, als es so gar nichts gab,
da fiel plötzlich eine Sternschnuppe vom Himmel,
direkt vor unser Haus.
Wir Kinder liefen hinaus,
denn ihr heller Schein leuchtete direkt in unsere Herzen hinein.…

von Willi Grigor
Mitglied

Der Sonne Schein zum Tod des Abends
zeigt Farbverwandlungspotential.
Des Feuers Glut, tief im Nordwesten,
nimmt Platz im dunklen Himmelssaal.
Des Zaubers Licht verfärbt die Wolken,
verstärkt das Kunstwerk tausendmal…

von Manfred Peringer
Mitglied

ich werfe dem schwarzen straßenkater
einen abergläubischen blick hinterher
am fenster taut ein gefrorener tagtraum

schwer zu ertragen das klägliche miauen
der märzkatzen wenn sie versuchen
sich gegen den lauf der…

von Johanna Blau
Mitglied

Ohren wie schwarze Löcher hat mein Tier,
Augen wie Ozeane.
Und die Krallen gefallen dir,
Unter der Galaxienplane.

Die Kristallkugel verstummt,
Wenn ich meinen Namen rufe.
Bin nicht vermummt,
Die Zukunft…

Rezitation:
Johanna Blau
von Angelika Wessbecher
Mitglied

Dieser
Tag heute
war schwierig. Jetzt
ist es vorbei. Jetzt!
Jetzt!

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Wir öffnen uns langsam
einem unbekannten Raum.
Irritierend, aufgewühlte Klänge;
Krähengesänge unbekannter Geister.
Die hungrige Zeit mit ihren Tentakeln
umschlingt unsere Fröhlichkeit,
erstickt bewegte Freude…

von Jan Jendrejewski
Mitglied

Wonnevoll des Abends zarter Klang,
Des Himmels goldenes Herz zur Ruh'.
Zartes Rosarot küsst magisch' Dunkelblau,
Wälder, Felder und Gebirg' im Schemenland fort.

Im Dämmerlicht das weite Land.
Schwankend ist der…

von Somos Eleen
Mitglied

Immer wenn der Tag sich fast schon nachtwärts neigte,
stellte sich der alte Mann im Haus ans offne Fenster hin,
schaute in die Dämmerung, begann ganz still zu Lauschen.
Wundersam dies Abendritual, und gleichsam schwang

von Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem
Bibliothek

Vor deinem Bild in stiller Stunde
Steh ich in Ruh und denke dein -
Von deinen Lieben bringt mir Kunde
Der letzte Abendsonnenschein.
Den Mund, die Stirn, die lieben Augen
Verkläret sanft der gold‘ne Strahl -

von Annelie Kelch
Mitglied

Zwei Türme
haben den frühen Mond
in ihre Mitte genommen

Die alten Häuser am Ufer
spiegeln sich märchenhaft
im blauen Traveaug' ...

Unter Wasser möcht ich leben –
mit Schiffen, die vorüberziehn
an…

von Angelika Zädow
Mitglied

Rotdunkel der schwere Wein
Nachtschwarz die müde Erde
Kerzenlicht flackert hell
Gedanken fahren den Tag entlang
Augenblicke ziehen vorüber
Ins War mischt sich träumend das Kommt
und schaukelt die Seele sanft in…

von Ekkehard Walter
Mitglied

Sonnenuntergang
Der Himmel ist leuchtend rot
Die Abendstimmung

von Yvonne Zoll
Mitglied

Auf Tages Schwelle trübe neigt
glanzgestreift wie einst erhellt
sie flieht sich schürend von der Welt

Verführend rührt ihr Sterben mich
Wenn geflüstert sie mir zeigt
Was nun vom Tage übrig bleibt:

Dunkler…

von Jan Jendrejewski
Mitglied

Ein zartes Rosa,
Die Mondsichel leuchtet sanft,
Grüßen die Sterne.

von Ingrid Herta Drewing
Mitglied

Lege den Mantel ab,
es ist Abend geworden,
Zeit, Licht anzuzünden
und das Feuer im Kamin!

Draußen drehen Nebel,
und die einsamen Blicke,
sie wandern nach Innen,
um dort Wärme zu finden.

Die Kälte…

von Robert K. Staege
Mitglied

Ruhig wird die laute Welt,
bald schon kommen süße Träume,
rauschend dringet durch die Bäume,
was dem Herzen wohlgefällt.
Leise Wehmut, frohes Singen,
welches Ahnen wird nun dringen
ein in unsres Lebens Zelt?…

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