Anekdote ✓ bemerkenswerte Anekdoten, Begebenheiten und Berichte

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Die Anekdote (griechisch ἀνέκδοτον, anékdoton, „nicht herausgegeben“) ist ein literarisches Genre. Eine Anekdote hat eine bemerkenswerte oder charakteristische Begebenheit, meist im Leben einer Person, zur Grundlage. Die drei wichtigsten Merkmale sind: die Pointe, die Reduktion auf das Wesentliche und die scharfe Charakterisierung einer oder auch mehrerer Personen.

In der Alltagssprache bezeichnet Anekdote die Schilderung einer kuriosen, ungewöhnlichen oder seltsamen Begebenheit (ohne jeden literarischen Anspruch).

Sie finden hier Anekdoten klassischer, aber auch moderner Autoren.

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Beitrag 36 - 60 von insgesamt 60 Texten in dieser Kategorie
von Wolfgang Luley

Der Juli birgt, in Mannheim, wie anderswo auch, seltsame Gestalten. Neulich bummelte ich pfeifend über den Paradeplatz, als ich einem Typen begegnete, der Badekappe, Badehose und Badeschlappen trug - und sonst rein gar nichts. Ich bin ja viel…

von Ingo Erbe

Irgendwo zwischen Khachuraho und Varanasi hielt der Zug auf freier Strecke. Ein dünner Mann betrat mein Abteil. Er trug eine bis zu den Knöcheln fallende Hose, die wie eine Schlafanzughose ausschaute und hier Legan genannt wird, dazu über seine…

von Ekkehard Walter

Das Bild, dass ich vor Augen hatte, verschwamm im Dunkel meiner sich jagenden Gedanken und mir wurde plötzlich klar, wie wertvoll dessen Inhalt war.
Noch bevor sich alles in Nichts auflöste, begann ich das mir Verbliebene zu erfassen und zu…

von Daniel Büttrich

Ein weltbekannter Fußballer litt unter dem Tourette-Syndrom und verzichtete deshalb auf Interviews. Am Ende seiner Karriere als Leistungssportler machte er eine Ausnahme, und erlaubte einem Fernsehteam eine Reportage über sich. Der Sender schnitt…

von Volker C. Jacoby

oder: Die seit langem befürchtete Komplikation

Heinrich Wilhelm Kaller aus dem saarländischen Dirmingen und Carla Victoria Hary aus dem ebenso saarländischen Rohrbach heirateten am 24. Juni 1973 in St. Ingbert. An der geplanten Trauung war…

von Wolfgang Luley

Schachweltmeister Aljechin weilt in einem Pariser Café, nahe dem Eiffelturm, wo auch Schach gespielt wird. Kaum sitzt er an einem der Tische, eilt schon ein Herr zu ihm, nimmt seinen Hut ab, verbeugt sich leicht, und fragt, ob er gegen ihn, den…

von midnight talker

Das Universum leer und doch füllig mit Sprachlosigkeit. Gepaart mit wirten Gedanken und noch viel schlimmeren möchtegern Veröffentlichunge. Im Zeitalter der getrübten Klarheit und scheinvollem Überlegenheit bleibt uns nichts anderes übrig als…

von Dieser Tage

Dieser Tage fühlt sie sich gut. Es gab länger keinen Stillstand für sie.
Keine dunklen Tage, keine Dämonen.
Alles scheint rasend schnell zu passieren.
Aber so ist das nun mal, wenn das Licht plötzlich stark genug ist, um durch…

von Martha lds

Gestern ließ sie ein Schälchen fallen. Durch eine Unachtsamkeit. Einfach so. Sie wollte es in den Schrank räumen, war aber nicht bei dem was sie tat, sondern mit den Gedanken in anderen Sphären. Sie machte den Griff, ohne sich ihm zu widmen. Das…

von Hippocampus Denkfabrik

Vor Jahren traf ich einen alten blinden Mann mit Doktortitel in der U-Bahn, ein Osteuropäer vermutlich, seinen Namen schreibe ich aus Datenschutzgründen hier nicht. Er hat mir von seiner (wie ich finde, guten) Idee erzählt: Ein Alphabet für die…

von Wolfgang Luley

Kim Jong-un war es immer gewohnt, dass ihm die Massen zujubelten und weiter nichts entgegenbrachten als rückgratlose Verehrung. Einmal erdreistete sich jedoch ein Untertan, der ins Ausland geflohen war, Kim, via soziale Netzwerke, zu kritisieren…

von Volker C. Jacoby

Ich ging Anfang der Achtziger Jahre einmal morgens die frisch gewischte Steintreppe in den zweiten Stock des Saarländischen Rundfunks hoch, für dessen Regionalnachrichten ich damals tätig war, als ich Schritte hinter mir vernahm.

Ich…

von josef martin

Vor einiger Zeit kaufte ich einen Liter Milch im Laden nebenan .
Der Kassiererin passierte ein Missgeschick , die Flasche fiel auf den Boden und zerbrach .
Der Ladenbesitzer kam und schrie seine Angestellte an .
Die ging weinend…

von Julian April

Es ist Sonntag. Schon wieder. Passiert in letzter Zeit ziemlich häufig. Seit 22 Jahren ungefähr alle 7 Tage. Oder besser gesagt an 14,28% aller Tage meines noch nicht so langen Lebens.
Das bringt mich auf den Gedanken, dass 14,28% aller…

von josef martin

In der Schule war ich im Deutschunterricht immer einer der Schlechtesten. Aber das war nicht so schlimm, weil die anderen auch nicht besser waren. Alle waren irgendwie einer der Schlechtesten .So ungefähr hat’s jedenfalls der Lehrer gesagt.…

von Reim Ereien

Stephen Hawking hat sich Weltfrieden gewünscht - vielleicht sollten wir endlich anfangen den Intelligenten zuzuhören, bevor sie verstummen, auch, wenn ihre Stimme manchmal leiser ist.

von Wolfgang Luley

Einige Tage später traf ich erneut diesen wunderlichen Menschen. Er begrüßte mich mit den Worten: „Ich bin wie de Somma, der eher wie ein Herbst is!“ Ich wusste mir darauf keine Reime zu machen, so sehr ich mich auch bemühte. „Na, ich heiß August…

von Tanja Grün

Ich stand am Fenster und sah hinunter. Das Auto kam, die Tür fiel knallend ins Schloss. Lis stieg aus, nicht Boris. Lis ging an die Haustür. Ich sah zu. Lis drückte den Knopf und Ich hörte das Klingelgeräusch. Ich ließ den Öffner surren. Ich…

von stefan sch

Gestern ist etwas passiert. Der Albtraum hat mich infiltriert.
Als ich schlief,fand ich mich in meinem Elternhaus wieder. Mit der gelben Fassade, die einem schönen, südseitigen Balkon frech den Rücken zukehrte. In unserer Küche saß nur…

von Wolfgang Luley

Adam Braidwood boxte im Ring gegen Tim Hague. Ein Boxer gegen einen einstigen Weltmeister im Mixed-Material-Arts. Es sollte eine Gaudi für die Zuschauer werden. Aber Braidwood suchte und traf immer wieder Hagues Kopf. Braidwood hatte zwei…

von Maik dameS

Von der siebten bis zur neunten Klasse war ich Schul-DJ. Jede große Pause 20 Minuten, über einen 600 Watt starken und bronzefarbenen lackierten Trichter-Lautsprecher aus dem Bestand der Nationalen Volksarmee, das hungrige Publikum mit westlicher…

von Klaus Mattes

Wir fallen immer wieder herein auf eine uns lockende Vorstellung, so Reger, berichtete Strauch, schreibt Moritz in der Studie, flüchten uns hinein wie in ein Rettendes, begehen hierbei unseren kapitalsten und tatsächlich verhängnisvollen Fehler,…

von Ingo Erbe

Das Interview
„Sie behaupten, Herr Horribile, die Flüchtlinge seien gar keine. Wie meinen Sie das?“
„Es sind vom IS gezwungene und gesteuerte Söldner, die in Europa Unruhe stiften, die EU schwächen und zersplittern sollen.“
„Ich…

von stefan sch

Ich war erstaunt. Immer wieder erfuhr ich derer, die mich einst kannten, Meinung, dass ich doch so sehr derselbe sei wie einst. Doch ich erschrak, denn solch Veränderung hatte ich erlebt und solch Lernen konnte ich vollführen.

Doch ihr…

von Heinz Helm-Karrock

Ich träumte von einer Weide, auf der ein Stier weidete.

Der Traum begann, in dem ich Angst fühlte.
Das Gefühl verdichtet sich zu einem angstbesetzten Geschehen. Es formen sich Bilder und Eindrücke, die sich in einer Geschichte, ja zu…

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