Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

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von Rio Reiser
von Josef Wilms
von Christian Morgenstern
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von Soléa P.
von Mer.lin Stark
von Soléa P.
die schönsten
von Annelie Kelch
von Ella Sander
von Volker Harmgardt
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 1033 Texten in dieser Kategorie
von Monika Laakes

Niemandem wünsch' ich
zum Weihnachtsfest Zahnweh.
Lieber die Unschuld
von glitzerndem Schnee.

Niemand soll sich darauf
die Haxen brechen,
und sich danach
für's Ausrutschen rächen.

Niemand soll…

von Regina Bäcker

Die Stille scheint zwischen Raum und Zeit
stumm zu sein,
surreal das Leben,
die Wirklichkeit irreal erscheint.
Krieg und Qual gehen nicht hinfort,
die Unaufmerksamkeit bleibt.
Ungehörte Sehnsucht nach dem…

Rezitation:
Sprecher Christof Bauersch Klang Christof Bauersch Text Regina Bäcker
von * noé *

Freundlich sein ist keine Schwäche,
wenn’s auch gern missdeutet wird.
Nicht, dass ich den heilig spräche,
der mit Nettigkeit verwirrt,
doch einmal „Bitte/Danke" sagen,
kann selbst der größte Waldschrat wagen ...…

von Kurt Tucholsky

Von Theobald Tiger
(Anmerkung Redaktion: Pseudonym von Kurt Tucholsky)

Wenn früher unsre kecken jungen Damen
im Café schwelgten, süß in Süßigkeit:
die Sahne war dabei. – Man kennt den Namen
davon heut nur noch aus…

von Annelie Kelch

Natsuko, Kind des Sommers,
steigt den Frühlingsweg hinunter ...
In einem Dorf am Fudschijama
steht ihr kleines Haus. –
Noch halb im Schlaf: Natsuko ...
ist betäubt, kein bisschen munter. –
Sie hält die…

von Ella Sander

Gesät, im verschleiernden Zwielicht.
Austrieb, im Blanken der Nacht.
Knospen, mit zaghafter Aussicht.
Erblüh'n, ohne sichtbare Pracht.

Des Lebens treibende Kräfte,
Geprägt, durch des Anfang's Gewicht.

von Ella Sander

Moral und Ethik sind bloß Sachen,
Die uns das Leben schwerer machen!
Und das Gewissen, gar nicht schlau,
Sorgt nur für unnötig Radau!

Bewusstsein! Was soll dieses Ding?
Zwängt uns in einen Ego-Ring!
Der bläht…

von Joachim Ringelnatz

Manche Leute verneigen
Sich gern vor Leuten, die ernsten Gesichts
Langdauernd schweigen.

Manche Leute neigen
Dazu, zu grollen, wenn andere schweigen.

Schonet das Schweigen. Es sagt doch nichts.

von Yvonne Zoll

Im Kein das letzte ErbGUT längst verschwunden
Im Knistern zur Heißzeit verWUNSCHener Sommer
nostalgisches FlIRREn gewichen geöffneten Büchsen

erkoren ausschmelzendem Schnee gerinnender Gletscher
Zur HÖLLEN-See vermüllt…

von Angélique Duvier

Hüten wir uns den Menschen zu sehr zu vertrauen,
zu schnell werden wir verletzt,
und zurück bleibt ein taubes Gefühl,
danach schier unerträgliche Leere,
welche die Reinheit in Verzweiflung wandelt.
Zurück bleibt…

von Soléa P.

Wo ist die Macht, die Frieden schafft
und ihre kleinen Helfer?
Sie haben sich wohl aus dem Staube gemacht.
Erkannten, hier ist nichts mehr zu retten,
keine Wogen mehr zu glätten,
stahlen sich wie Diebe davon –…

von Annelie Kelch

Mein lieber Bruder, es reicht nicht mehr aus,
an eine Zukunft nur zu denken; du muss auch Sorge
dafür tragen, dass du in einem Land lebst, darin keine
Kriege geführt werden.

Ist dir das Schicksal nicht gnädig, wirst du…

von Axel C. Englert

Ihr Knalltüten! Beeilt euch schon!
ICH steh längst an der Rezeption …
Nein! Kein Gepäck – ich will nur wohnen –
Her mit der Suite! Für FÜNF „Personen“!

Da seid ihr endlich?! Trübe Tassen!
Ist denn so etwas zu fassen…

von Soléa P.

Esst, solange ihr essen könnt –
noch ist die Tafel reichlich gedeckt!
Trinkt, solange die Traube wächst
und Wasser massig vom Himmel fällt –
bald gibt's das nicht mehr,
auch nicht für Geld …

Liebt, solange es…

von Michael Dahm

Früher gab es rote Sterne
und die wehten uns voraus
und der Vater sprach: Wie gerne
käm' ich hier einmal heraus.

Früher gab es kalte Kriege,
die fast heiß waren ab und an
und es gab 'ne alte Riege…

von Annelie Kelch

Der Wald ist eine wunderbare grüne Seele - und an den Bäumen
hängen die Blätter hoffnungsfroh wie schöne Gedanken.

Und unser blauer Himmel, dieser riesengroße Schlaf, darin die Vögel
Träume sind mit dunklen Schatten, die…

von Yvonne Zoll

Durch weitere Nähte geschritten
im Waldsaum aufs Band
Allein ein Herz auf der Hand
Bin gekommen inmitten geglitten
Zitternder Reste eisiger Zangen

Zur Unzeit verlangend im Lachen verstorben
Das Beste bleibt…

von Annelie Kelch

Blutende Felsen – dort,
wo eine Hand die andere wusch.
Erbrochenes bahnt sich den Weg
über die Promillegrenze;
Gebete, geflüstert,
vor leeren Kinderbetten ...
Noch herrscht Lichtzwang.

Blutjunge Clowns…

von Regina Bäcker

Die Schöpfung Mensch ist im ständigen Wandel
hin- und hergerissen im Geldgierpendel,
zwischen Spenden des Gutmenschen,
Tierliebenden und Naturschutzverbundenen,
stets in allem steckt ein Handel.

Nichts geschieht…

von Sigrid Hartmann

Sonnenstürme, Eruptionen
gibt es schon seit Jahrmillionen.
Strahlung, die die Erde trifft,
ist sie für den Menschen Gift?

Der Verstand wird ausgeschaltet
und der Mensch, der wird verwaltet
von uralten…

von Soléa P.

Die Gesellschaft verroht *, also du und ich,
aber nicht alleine die Politik vergisst dabei sich –
schafft sie doch ein Milieu der Ungleichheit,
der Arme bleibt arm, der Betuchte reich –
auch nie wirklich gelebt das Wort…

von Uwe Röder

Die Wortwahl fasst
nach mir wie etwas Kaltes,
angewandt vom MfS der DDR,
in alter Zeit der Diktatur:

"Zur Klärung
eines Sachverhaltes
finden Sie sich ein
Raum 9 / 8.00 Uhr."

Die Karte ist

von Soléa P.

Kupferfarben, der trostlose Bau,
der auf seinen Abriss wartet –
vor langem schon zog das Leben aus,
Lachen, Weinen, Kindergeschrei,
alles das gibt es nicht mehr –
seelenlos die Räume, kalt und leer.

von Ella Sander

Wege - gefegt
Fassaden - gepflegt
Wiesen - gereinigt
Räume - steril
Hände - reingewaschen
Kleidung - nicht nur
sauber sondern rein
Schmutz - findet sich
bei uns woanders…

von Soléa P.

Dreist
Das Monster
Hört wie's lacht
Die Welt schaut zu
Schmach

von Christian Morgenstern

Verlange nichts von irgendwem,
laß jedermann sein Wesen,
du bist von irgendwelcher Fehm
zum Richter nicht erlesen.

Tu still dein Werk und gib der Welt
allein von deinem Frieden,
und hab dein Sach auf nichts…

von Yvonne Zoll

Im kreise planlos vorbereitet reisen
Ohne ziel wer will schon viel
verloren sein verbleibend sinn
im modul der kompetenz in konkurrenz
ein ärgernis geblockt kontrakt
verschwunden unverbunden - und gelesen?

von Annelie Kelch

O ihr Sonntage!
O Bratenmentalität!
O ihr verfluchten Saumägen!
Tortenfledderer!
Korinthenkacker!
Nur lustig und frustig
hinein- und hinausgespachtelt -
aber bitte mit Sahne und viel Gefühl!
Langt…

von Soléa P.

Mit Kraft und Elan, schafft sich Leben
von innen heraus, ins Himmelblau –
quietschvergnügtes Kinderlachen,
nur den Großen wird’s ganz flau,
sehen das Alter unsicher kommen –
unabänderlich – beklommen,
blicken…

von Annelie Kelch

Ich geh' nicht gern auf Konfirmationen,
ein Kind, das gestern Kind war, ist auch heut' noch Kind.
An diesem Tatbestand ändern auch nichts die Anemonen,
die Nachbars Achim rot verlegen dir nach Hause bringt.

Auch…

Wut
von Sigrid Hartmann

Wut
So wütend
Über das was passiert
Wütend darüber
Dass die Welt gefriert
Wahnsinn
Greift um sich
Unheil das schreit
Ist denn
Hier niemand
Zur Umkehr bereit
Waffen
Und Geld…

von Sigrid Hartmann

Amerika first –
The Netherlands second
Ein lustiges Video
Und doch auch erschreckend

Denn schaut man sie an
Die rechten Euroeliten
Dann haben die Niederlande
Durchaus was zu bieten

Deutschland…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Verharzte Narben,
die Rinde tropft,
das Baumherz blutet,
der tote Vogel singt nicht mehr,
das Laub, die Nadeln fallen stumm
durch unsere Gegenwart,
die Nester vieler Arten bleiben leer,
der Fischer…

von Werner Krotz

Kann man nach Auschwitz noch Gedichte schreiben?
fragt einer
Kann man nach Hiroshima noch Gedichte schreiben?
frage ich
Nach Tschernobyl?
Nach Fukushima?
Nach Hölle um Hölle
die Menschen einander bereitet…

von Sigrid Hartmann

Was ist wahr und was ist Lüge?
Glaubt ihr mir, wenn ich betrüge,
mit ’nem lächelnden Gesicht,
seht ihr meine Lügen nicht?

Kann mit Worten zaubern, spielen,
führ'n mich hin zu meinen Zielen,
fang euch ein, ihr…

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