Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

empfohlene
von Kurt Tucholsky
von Joachim Ringelnatz
von Kurt Tucholsky
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von Max Winterstein
von Kate on Line
die schönsten
von Annelie Kelch
von Ella Sander
von Axel C. Englert
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 1083 Texten in dieser Kategorie
von Monika Laakes

Niemandem wünsch' ich
zum Weihnachtsfest Zahnweh.
Lieber die Unschuld
von glitzerndem Schnee.

Niemand soll sich darauf
die Haxen brechen,
und sich danach
für's Ausrutschen rächen.

Niemand soll…

von * noé *

Freundlich sein ist keine Schwäche,
wenn’s auch gern missdeutet wird.
Nicht, dass ich den heilig spräche,
der mit Nettigkeit verwirrt,
doch einmal „Bitte/Danke" sagen,
kann selbst der größte Waldschrat wagen ...…

von Soléa P.

Kupferfarben, der trostlose Bau,
der auf seinen Abriss wartet –
vor langem schon zog das Leben aus,
Lachen, Weinen, Kindergeschrei,
alles das gibt es nicht mehr –
seelenlos die Räume, kalt und leer.

von Ella Sander

Gesät, im verschleiernden Zwielicht.
Austrieb, im Blanken der Nacht.
Knospen, mit zaghafter Aussicht.
Erblüh'n, ohne sichtbare Pracht.

Des Lebens treibende Kräfte,
Geprägt, durch des Anfang's Gewicht.

von J.W. Waldeck

Im Reich der Masken ist die Identität Legende.
Alles was zu tun ist, wird vermittelt.
Wer sich gut verkauft wird belohnt.
Identität ist das moderne Gebet.
Überall vorhanden.
Auf Plakaten,
Auf Schirmen und als…

von Regina Bäcker

Die Stille scheint zwischen Raum und Zeit
stumm zu sein,
surreal das Leben,
die Wirklichkeit irreal erscheint.
Krieg und Qual gehen nicht hinfort,
die Unaufmerksamkeit bleibt.
Ungehörte Sehnsucht nach dem…

Rezitation:
Sprecher Christof Bauersch Klang Christof Bauersch Text Regina Bäcker
von Ekkehard Walter

Ehrlich währt am Längsten, so hieß einst einmal.
Doch Lügenhans hat's längst vergessen,
was früher stets war der Fall
hat heut der Zeitgeist aufgefressen.
Gelogen wird, dass sich die Balken biegen;
Ein normales,…

von Susanna Ka

Das ist keine Gute,
lassen Sie sich bloß nicht mit der ein,
die passt nicht in „unser ehrenwertes“ Haus.

Das ist keine Gute,
Zum Einzug hat sie uns noch nicht einmal eingeladen.
Es gab weder Würstchen und…

von Ella Sander

Moral und Ethik sind bloß Sachen,
Die uns das Leben schwerer machen!
Und das Gewissen, gar nicht schlau,
Sorgt nur für unnötig Radau!

Bewusstsein! Was soll dieses Ding?
Zwängt uns in einen Ego-Ring!
Der bläht…

von Regina Bäcker

Die Schöpfung Mensch ist im ständigen Wandel
hin- und hergerissen im Geldgierpendel,
zwischen Spenden des Gutmenschen,
Tierliebenden und Naturschutzverbundenen,
stets in allem steckt ein Handel.

Nichts geschieht…

von Ella Sander

Wege - gefegt
Fassaden - gepflegt
Wiesen - gereinigt
Räume - steril
Hände - reingewaschen
Kleidung - nicht nur
sauber sondern rein
Schmutz - findet sich
bei uns woanders…

von Annelie Kelch

Natsuko, Kind des Sommers,
steigt den Frühlingsweg hinunter ...
In einem Dorf am Fudschijama
steht ihr kleines Haus. –
Noch halb im Schlaf: Natsuko ...
ist betäubt, kein bisschen munter. –
Sie hält die…

von marie mehrfeld

Den Kopf hoch tragen
und den Mut nicht verlieren.
Widerspruch wagen.

von Soléa P.

Wo ist die Macht, die Frieden schafft
und ihre kleinen Helfer?
Sie haben sich wohl aus dem Staube gemacht.
Erkannten, hier ist nichts mehr zu retten,
keine Wogen mehr zu glätten,
stahlen sich wie Diebe davon –…

von Annelie Kelch

Mein lieber Bruder, es reicht nicht mehr aus,
an eine Zukunft nur zu denken; du muss auch Sorge
dafür tragen, dass du in einem Land lebst, darin keine
Kriege geführt werden.

Ist dir das Schicksal nicht gnädig, wirst du…

von Joachim Ringelnatz

Manche Leute verneigen
Sich gern vor Leuten, die ernsten Gesichts
Langdauernd schweigen.

Manche Leute neigen
Dazu, zu grollen, wenn andere schweigen.

Schonet das Schweigen. Es sagt doch nichts.

von Ella Sander

Echtes, Wahres, Unverfälschtes
reicht nicht mehr für ein
vermeintlich schönes Leben:
Künstliche Füße lassen uns
fahren statt laufen;
Künstliche Flügel lassen uns
wie Vögel fliegen;
Künstliche Schönheit,…

von Sigrid Hartmann

Sonnenstürme, Eruptionen
gibt es schon seit Jahrmillionen.
Strahlung, die die Erde trifft,
ist sie für den Menschen Gift?

Der Verstand wird ausgeschaltet
und der Mensch, der wird verwaltet
von uralten…

von Uwe Röder

Hohe Pappeln
babbeln.
Und sie sabbeln

Wahl-Make up
auf uns herab:
"Pappelapapp!"

Dann gehts im Trab
nicht schlapp
zum Lobbyisten-Pub.

Schnippelschnapp
den Schniepel ab!?
Der wär…

von Soléa P.

Kopf und Körper sind sich einig –
im Erschöpfungszustand gleich.
Müde die Glieder – leere Gedanken
gehen Hand in Hand –
völlig resigniert nach Haus.
Brauchen dringend eine Pause,
von der schrillen Welt –

von Christian Morgenstern

Verlange nichts von irgendwem,
laß jedermann sein Wesen,
du bist von irgendwelcher Fehm
zum Richter nicht erlesen.

Tu still dein Werk und gib der Welt
allein von deinem Frieden,
und hab dein Sach auf nichts…

von Yvonne Zoll

Irritierende
Zwischengeräusche rangeln
Ruinös verstört

Verhört – die Thesen
Leiden messbar an Worten
Die niemals werden

Zum Tragen kommen
Hilfe zur Verminderung
Des Absoluten

von Regina Bäcker

Für den Augenblick geboren,
aus dem „Nichts" emporgestiegen,
der dunklen Seele entnommen,
um einmal den Erfolg zu spüren,
und, über Nacht,
zum Star gemacht.
Dem Druck nicht standgehalten,
die Sucht zum…

von Annelie Kelch

Ich geh' nicht gern auf Konfirmationen,
ein Kind, das gestern Kind war, ist auch heut' noch Kind.
An diesem Tatbestand ändern auch nichts die Anemonen,
die Nachbars Achim rot verlegen dir nach Hause bringt.

Auch…

von Luise Maus

Ich schau in den Spiegel
was sehe ich?
Einen Menschen, doch
den kenne ich nicht!

Ich seh eine Marionette
mit einer Maske im Gesicht.
Sie schillert in all ihren Facetten
und man kann sie nicht resetten…

von Sigrid Hartmann

Amerika first –
The Netherlands second
Ein lustiges Video
Und doch auch erschreckend

Denn schaut man sie an
Die rechten Euroeliten
Dann haben die Niederlande
Durchaus was zu bieten

Deutschland…

von marie mehrfeld

Mit 14 war ich ʼne freche Range.
Tat so, als wär’ mir vor niemandem bange.
Grüßte Herrn Löns nicht ums Verplatzen.
Juckte es, wollt’ ich mich sogleich kratzen.
Provozieren machte mir damals schon Spaß.
Selbst wenn…

von Uwe Röder

Die Wortwahl fasst
nach mir wie etwas Kaltes,
angewandt vom MfS der DDR,
in alter Zeit der Diktatur:

"Zur Klärung
eines Sachverhaltes
finden Sie sich ein
Raum 9 / 8.00 Uhr."

Die Karte ist

von Werner Krotz

Kann man nach Auschwitz noch Gedichte schreiben?
fragt einer
Kann man nach Hiroshima noch Gedichte schreiben?
frage ich
Nach Tschernobyl?
Nach Fukushima?
Nach Hölle um Hölle
die Menschen einander bereitet…

von Angélique Duvier

Mit jedem Felsblock konkurrieren,
statt Selbstreflexion zu probieren.
Den Kompromiss siehst du gar als Schwäche,
doch am Ende zahlst du die Zeche.
Deine Unnachgiebigkeit ist legendär,
du machst dir selbst das Leben…

von Annelie Kelch

O ihr Sonntage!
O Bratenmentalität!
O ihr verfluchten Saumägen!
Tortenfledderer!
Korinthenkacker!
Nur lustig und frustig
hinein- und hinausgespachtelt -
aber bitte mit Sahne und viel Gefühl!
Langt…

von J.W. Waldeck

so wird man berühmt
und muss bloß ernten
wie Goethe
der Gemeinderat
es nach allen Seiten tat

bezahlte armen Dichtern ein Mindestmaß
und änderte kurz sein Imitat
spionierte Freunde fürs Staatswesen

von J.W. Waldeck

über Breitbandautoren
die Kaufhausstorys schreiben
unter den Motoren
die Bedienung schreien
zwitschern es nackte Vögel
aus kranken Zweigen
selbst der wuschige Köter
hört auf zu speicheln

Grönland…

von Yvonne Zoll

Durch weitere Nähte geschritten
im Waldsaum aufs Band
Allein ein Herz auf der Hand
Bin gekommen inmitten geglitten
Zitternder Reste eisiger Zangen

Zur Unzeit verlangend im Lachen verstorben
Das Beste bleibt…

von Soléa P.

Mit Kraft und Elan, schafft sich Leben
von innen heraus, ins Himmelblau –
quietschvergnügtes Kinderlachen,
nur den Großen wird’s ganz flau,
sehen das Alter unsicher kommen –
unabänderlich – beklommen,
blicken…

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