Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

empfohlene
von Rio Reiser
von Christian Morgenstern
von Kurt Tucholsky
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von Walter W Hölbling
von Walter W Hölbling
von Axel C. Englert
die schönsten
von Ella Sander
von Annelie Kelch
von Volker Harmgardt
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 1011 Texten in dieser Kategorie
von Rio Reiser

Da war ein Licht am Anfang der Welt,
ein Strahl, der die dunkelste Nacht erhellt,
der in die finsterste Ecke fällt,
das war das Licht am Anfang der Welt.

Am Anfang der Welt war da ein Klang,
schöner als jeder…

von Ella Sander

Gesät, im verschleiernden Zwielicht.
Austrieb, im Blanken der Nacht.
Knospen, mit zaghafter Aussicht.
Erblüh'n, ohne sichtbare Pracht.

Des Lebens treibende Kräfte,
Geprägt, durch des Anfang's Gewicht.

von Annelie Kelch

Mein lieber Bruder, es reicht nicht mehr aus,
an eine Zukunft nur zu denken; du muss auch Sorge
dafür tragen, dass du in einem Land lebst, darin keine
Kriege geführt werden.

Ist dir das Schicksal nicht gnädig, wirst du…

von Angélique Duvier

In eingehüllter Geborgenheit
schweben, in ewiger Vergessenheit
weit fort durch das Leben gleiten.
Erdrückende Sorgen abstreifen.

Lasst gelebtes Leben neu entflammen,
das Alltagsgrau für immer verbannen.
Lauft…

von Soléa P.

Wo ist die Macht, die Frieden schafft
und ihre kleinen Helfer?
Sie haben sich wohl aus dem Staube gemacht.
Erkannten, hier ist nichts mehr zu retten,
keine Wogen mehr zu glätten,
stahlen sich wie Diebe davon –…

von Sigrid Hartmann

8 Milliarden Menschen
Teilen sich die Welt
Und alle wollen das Eine
Wohlstand alleine zählt

8 Milliarden Menschen
Genügt nicht mehr das Brot
Sie sehen den goldenen Westen
Dort kennt man nicht die Not…

von Axel C. Englert

Ihr Knalltüten! Beeilt euch schon!
ICH steh längst an der Rezeption …
Nein! Kein Gepäck – ich will nur wohnen –
Her mit der Suite! Für FÜNF „Personen“!

Da seid ihr endlich?! Trübe Tassen!
Ist denn so etwas zu fassen…

von Yvonne Zoll

Im Kein das letzte ErbGUT längst verschwunden
Im Knistern zur Heißzeit verWUNSCHener Sommer
nostalgisches FlIRREn gewichen geöffneten Büchsen

erkoren ausschmelzendem Schnee gerinnender Gletscher
Zur HÖLLEN-See vermüllt…

von Ekkehard Walter

Ehrlich währt am Längsten, so hieß einst einmal.
Doch Lügenhans hat's längst vergessen,
was früher stets war der Fall
hat heut der Zeitgeist aufgefressen.
Gelogen wird, dass sich die Balken biegen;
Ein normales,…

von marie mehrfeld

Den Kopf hoch tragen
und den Mut nicht verlieren.
Widerspruch wagen.

von Monika Laakes

Niemandem wünsch' ich
zum Weihnachtsfest Zahnweh.
Lieber die Unschuld
von glitzerndem Schnee.

Niemand soll sich darauf
die Haxen brechen,
und sich danach
für's Ausrutschen rächen.

Niemand soll…

von Yvonne Zoll

Durch weitere Nähte geschritten
im Waldsaum aufs Band
Allein ein Herz auf der Hand
Bin gekommen inmitten geglitten
Zitternder Reste eisiger Zangen

Zur Unzeit verlangend im Lachen verstorben
Das Beste bleibt…

von Annelie Kelch

Blutende Felsen – dort,
wo eine Hand die andere wusch.
Erbrochenes bahnt sich den Weg
über die Promillegrenze;
Gebete, geflüstert,
vor leeren Kinderbetten ...
Noch herrscht Lichtzwang.

Blutjunge Clowns…

von Annelie Kelch

Ich geh' nicht gern auf Konfirmationen,
ein Kind, das gestern Kind war, ist auch heut' noch Kind.
An diesem Tatbestand ändern auch nichts die Anemonen,
die Nachbars Achim rot verlegen dir nach Hause bringt.

Auch…

Wut
von Sigrid Hartmann

Wut
So wütend
Über das was passiert
Wütend darüber
Dass die Welt gefriert
Wahnsinn
Greift um sich
Unheil das schreit
Ist denn
Hier niemand
Zur Umkehr bereit
Waffen
Und Geld…

von Annelie Kelch

O ihr Sonntage!
O Bratenmentalität!
O ihr verfluchten Saumägen!
Tortenfledderer!
Korinthenkacker!
Nur lustig und frustig
hinein- und hinausgespachtelt -
aber bitte mit Sahne und viel Gefühl!
Langt…

von Regina Bäcker

Die Schöpfung Mensch ist im ständigen Wandel
hin- und hergerissen im Geldgierpendel,
zwischen Spenden des Gutmenschen,
Tierliebenden und Naturschutzverbundenen,
stets in allem steckt ein Handel.

Nichts geschieht…

von Ella Sander

Wege - gefegt
Fassaden - gepflegt
Wiesen - gereinigt
Räume - steril
Hände - reingewaschen
Kleidung - nicht nur
sauber sondern rein
Schmutz - findet sich
bei uns woanders…

von Kurt Tucholsky

Von Theobald Tiger
(Anmerkung Redaktion: Pseudonym von Kurt Tucholsky)

Wenn früher unsre kecken jungen Damen
im Café schwelgten, süß in Süßigkeit:
die Sahne war dabei. – Man kennt den Namen
davon heut nur noch aus…

von Sigrid Hartmann

Amerika first –
The Netherlands second
Ein lustiges Video
Und doch auch erschreckend

Denn schaut man sie an
Die rechten Euroeliten
Dann haben die Niederlande
Durchaus was zu bieten

Deutschland…

von Soléa P.

Kupferfarben, der trostlose Bau,
der auf seinen Abriss wartet –
vor langem schon zog das Leben aus,
Lachen, Weinen, Kindergeschrei,
alles das gibt es nicht mehr –
seelenlos die Räume, kalt und leer.

von Soléa P.

Mit Kraft und Elan, schafft sich Leben
von innen heraus, ins Himmelblau –
quietschvergnügtes Kinderlachen,
nur den Großen wird’s ganz flau,
sehen das Alter unsicher kommen –
unabänderlich – beklommen,
blicken…

von Werner Krotz

Kann man nach Auschwitz noch Gedichte schreiben?
fragt einer
Kann man nach Hiroshima noch Gedichte schreiben?
frage ich
Nach Tschernobyl?
Nach Fukushima?
Nach Hölle um Hölle
die Menschen einander bereitet…

von Christian Morgenstern

Verlange nichts von irgendwem,
laß jedermann sein Wesen,
du bist von irgendwelcher Fehm
zum Richter nicht erlesen.

Tu still dein Werk und gib der Welt
allein von deinem Frieden,
und hab dein Sach auf nichts…

von Michael Dahm

Früher gab es rote Sterne
und die wehten uns voraus
und der Vater sprach: Wie gerne
käm' ich hier einmal heraus.

Früher gab es kalte Kriege,
die fast heiß waren ab und an
und es gab 'ne alte Riege…

von Yvonne Zoll

Im kreise planlos vorbereitet reisen
Ohne ziel wer will schon viel
verloren sein verbleibend sinn
im modul der kompetenz in konkurrenz
ein ärgernis geblockt kontrakt
verschwunden unverbunden - und gelesen?

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Verharzte Narben,
die Rinde tropft,
das Baumherz blutet,
der tote Vogel singt nicht mehr,
das Laub, die Nadeln fallen stumm
durch unsere Gegenwart,
die Nester vieler Arten bleiben leer,
der Fischer…

von Uwe Röder

Die Wortwahl fasst
nach mir wie etwas Kaltes,
angewandt vom MfS der DDR,
in alter Zeit der Diktatur:

"Zur Klärung
eines Sachverhaltes
finden Sie sich ein
Raum 9 / 8.00 Uhr."

Die Karte ist

von Annelie Kelch

Der Wald ist eine wunderbare grüne Seele - und an den Bäumen
hängen die Blätter hoffnungsfroh wie schöne Gedanken.

Und unser blauer Himmel, dieser riesengroße Schlaf, darin die Vögel
Träume sind mit dunklen Schatten, die…

von Sigrid Hartmann

Sonnenstürme, Eruptionen
gibt es schon seit Jahrmillionen.
Strahlung, die die Erde trifft,
ist sie für den Menschen Gift?

Der Verstand wird ausgeschaltet
und der Mensch, der wird verwaltet
von uralten…

von Soléa P.

Kopf und Körper sind sich einig –
im Erschöpfungszustand gleich.
Müde die Glieder – leere Gedanken
gehen Hand in Hand –
völlig resigniert nach Haus.
Brauchen dringend eine Pause,
von der schrillen Welt –

von * noé *

Die Kleinen sind uns anvertraut,
sie brauchen unsern Schutz.
Wer ihnen ihre Unschuld raubt,
ist allerletzter Schmutz.

Sie wissen noch nicht, was sie wollen,
und was man wollen können kann.
Dem hat man doch…

von Regina Bäcker

Für den Augenblick geboren,
aus dem „Nichts" emporgestiegen,
der dunklen Seele entnommen,
um einmal den Erfolg zu spüren,
und, über Nacht,
zum Star gemacht.
Dem Druck nicht standgehalten,
die Sucht zum…

von * noé *

"Herz statt Hetze",
spannt sie auf, die Netze!
Mit unserem Verhalten
gegen braune Gewalten!

Reicht aus dem Boot die Hand,
dem, der bis zu uns fand,
hilflos in seiner Not.
Holt ihn zu uns ins Boot,

von Soléa P.

Geistig umnachtet
auch am Tag
was fängt man mit dem Leben an
stupide wird die Zeit vergeigt
für Tiefgehendes bleibt kaum Zeit
der Stundenplan, aufgestellt
Geld, ja Geld ist das, was zählt
doch was ist mit…

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