Sonett / Klinggedicht ✓ Gedichte aus 14 metrisch gegliederten Verszeilen

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Beitrag 71 - 105 von insgesamt 108 Texten in dieser Kategorie
von Ingrid Herta Drewing

Nun hat der Winter kalt das Tal verschlungen,
so dicht verhüllt mit seinem Nebelgrau.
Gedämpft wirkt alles, was sonst hell erklungen,
zu Raureif ist erstarrt der Wiese Tau.

Verschwommen, trüb die Lichter,goldne Sterne,…

von Alfred Mertens

Sollten die Wolken wirklich einmal wehen
und sich dabei um die ganze Welt sich drehen,
um auch einen großen Schutz zu nutzen,
wer würde sich die Nase noch putzen ?
Wir haben Eigenschaften, die uns helfen,
uns…

von Perdita Klimeck

(Sonettenkranz)

1
Die Luft so weich, ich wand´re unter Bäumen,
der Schmerz entflieht, erhebt sich in die Lüfte.
Gar hundertfach umweh´n mich süße Düfte,
möcht keinen einz´gen Augenblick versäumen.

Nur einmal…

von Uwe Röder

Du bist
mein Hach
ganz ohne Ach

und
ohne Au
mein Wow.

Du bist
mein Fall,
mein weites All,

mein
ganzes Leben
eben…

von Alfred Mertens

Meine Frau hat Krähenfüße,
ich dagegen, Käsefüße,
da gibt es schon ein Unterschied,
denn bei ihr man`s deutlich sieht.

Nur bei mir,ich sag es offen,
bin von Düften stark betroffen.
Wem das nicht paßt, hat…

von Ephraim Kolczynski

In deinem reinen Blick berührt versinken
wie Sterne tief im hellen Mondenschein,
so will mein Blut dein Feuer ewig trinken
und Siegelwachs für deine Liebe sein.

Ergriffen lobt mein Mund mit Flammenzungen
den Boden…

von Uwe Röder

Sie hat
von Lieb
gesungen,

süß
mir
zugelacht.

Erst,
als es war
verklungen,

bin
ich auf-
gewacht.

von Uwe Röder

Du bist mein schönstes Notenblatt,
in das dein Wesen eingegraben ist,
in feinster Notenschrift
als meine liebste Melodie.

All jede Note liebe ich,
in jeder steckt so viel,
kaum dass ich es ergründen kann,…

von Brianna Wings

Die Nacht bedeckt den Tag mit tiefer Dunkelheit,
den Blick verschleiert mir ein sanfter Kerzenschein.
Die Liebe taut nun auf mein schweres Herz aus Stein,
das voller Sehnsucht in die laute Stille schreit.

Die Brise…

von Yvonne Zoll

Außergewöhnlich doch fern im Blicken
Wirbelnde Geister im federnden Traum
Schwebende schweigen beschreiben kannst kaum
Drängend sie wirken durch mein Verschicken

Vor und heraus in die Luft gegossen
Schwören auf…

von Uwe Röder

Vergöttern deine Waden,
Arme, Bauch.

Anbeten deine Knie,
die Ohren auch.

Bewundern deinen Hals,
schon als den solchen.

Deinen Hintern -
immer molchen!

von Xavier Kaltwasser

Gevatter Frost trat in unser Land.
Mit eisiger Faust nahm er dich mit.
Verzweifelt versuchte ich ihm zu folgen,machtlos hielt ich Schritt,
Ich rannte und rannte ,griff nach deiner Hand ,bis er mit dir in Nacht und Nebel…

von A. d. Tiefe

der himmel ist heute
total schön . gestern
nich so nicht so
heute googlst noch
himmel gestern doch
gestern war der himmel

auch schön irgendwie
aber nicht so nich
so oberflächlich
schön .…

von Uwe Röder

Das Hirn prüft sachlich:
Finstres Licht,
auch Schnee und
schlimme Sachen!

Die Seele reimt sich
ein Gedicht:
"Wieso auch Bäume
im Schlaf lachen."

Mein Bauch sagt:
"Dieser Nebel! Hu!

von Uwe Röder

"Liebste, hach,
du bist die schönste Frau
der Welt!"

"Vom Universum nicht?
Wer ist die, die dir dort
noch mehr gefällt?"

von Klaus Mattes

Es schallt Musik durch seinen Living Room und
ein Goldfisch grinst ihn an aus grünem Glas,
Angela Merkel öffnet spitz den Kanzlermund,
den Euro rettend unterstreicht die was.

Er cräscht die Chips zu Coldplay und Franz…

von Bernhard W. Rahe

Dieses Gedicht stammt aus meinem Buch "Der kleine Klang"

Rezitation:
von Uwe Röder

Wie lange will ich an dir bleiben,
meine Wange an dir reiben?

Bis ich Sterne könnte zählen,
bis ich Stalin möchte wählen.

Bis ich mein Klavier verbrennte,
bis ich Joghurteis verpennte.

Bis ich derartig…

von Alfred Mertens

Wenn Ben Becker Rilke uns rezitiert
ich will Du sein, ich will aufgehn in Dir,
seine Stimme den Text dabei verziert
dann spüre ich wieder den Himmel in mir.

Was uns Rilke damit zu sagen hatte,
er wusste, was der…

von * noé *

In einem Herzen lange schwelt,
was man so wahre Liebe nennt,
und wer das Wesen Liebe kennt,
kennt auch das Leiden dieser Welt.

Im andern reißt das Leben auf,
was Schicksalsgräben man so nennt.
und wer die…

von Bernhard W. Rahe

Es ist spät in der Nacht, ein Mann sitzt grübelnd
vor einem Text und findet es beflügelnd,
den wohlklingenden Rhythmus in seinem Reim
zu finden, ihn zu setzen wie einen Keim.

Unter den Händen blühen die Geschichten,…

von Bernhard W. Rahe

Heute morgen, bin ich verstört aufgewacht,
empört von diffusen Sorgen aufgebracht.
Mein Bild im Spiegel verriet mir offenbar,
dass eine schöne Zeit nun zu Ende war.

So sah ich die Jugend, ein faustisches Kind,
es…

von Alfred Mertens

Liebe, ist eine Feuersbrunst, die man nicht sieht.
ist eine tiefe Wunde,die man doch nicht fühlt.
Ein unbefriedigtes Zusammensein.
ist ein verrückter Schmerz, der doch nicht quält.

Liebe heisst nichts zu wünschen, als zu…

von Mara Krovecs

Mein Himmel schenk mir doch von deinen Farben
von Blau - von Grün - Lichtgelb und Violett
ich legte mich ins weichste Wolkenbett
und träumte sie weit fort - die Seelennarben

dann streute ich dir gläsern Zärtlichkeiten…

von Bernhard W. Rahe

Von Wort und Werken, die gestern noch galten,
von alt Begehrtem ist wenig erhalten.
Bücher sind geblieben, Lieder, Geschichten,
Poeten schrieben die Welt in Gedichten.

Das Volksgut verkümmert in schnöden Schränken,

Rezitation:
...vom Autoren gesprochen
von Bernhard W. Rahe

Er konnte mit seinen geistreichen Schriften
die Leser verärgern und heftig giften.
Dieser Mann war meistens hässlich und gemein,
jonglierte grässlich grob mit Worten und Reim.

Er hatte viele große Bücher verfasst,

von Uwe Röder

In die Tiefsee mit dir tauchen -
als wir dann da unten
saßen,

und uns
plötzlich ganz
vergaßen,

dort,
wo Haie
gierig schielen…

als wir zwei beim Küssen
in den Dorfbach
fielen.…

von Bernhard W. Rahe

Ungeduld erstickt die Liebe schon im Keim,
sie bietet der Sehnsucht nur selten ein Heim.
Verwandelt die Hoffnung und das Begehren
der Menschen in Ablehnung und Verwehren.

Das unbedacht zelebrierte Rendezvous

Rezitation:
...vom Autoren gesprochen
von Mara Krovecs

Ich hab die Uhren rückwärts laufen sehen
in jener traumverschlung´nen Nacht - der letzten
dass meine Tränen dein Gesicht benetzten
voll Stolz und Schmerz - wer wird das nicht verstehen?

wenn deine Ärmchen meinen Hals…

von Bernhard W. Rahe

Durch deine Leitungen plätschert und rieselt
stet der stinkende Brennstoff, er zerdieselt.
Mechanischen Gesetzen folgend, wieder,
schwingen sich runde Kolben auf und nieder.

Oh, mein guter bebender Ottomotor,
dein…

von Uwe Röder

Weil unsre Herzen,
nach des Frühlings
Glück sich sehnend,
warten,

öffnen schon im Winter
sich die Apfelblüten
in der Seele
Garten.

von Frank Wartner

deine augenknöpfe starren waffen
an dem grenzwall deines ichs
brennen fackeln dunkles licht
in die tunnel meines herzens.

der wandersmann zieht seine spur
aus opfertieren in den sand
die stirn jedoch dreht er…

von Bernhard W. Rahe

Es macht mich sehr wütend und traurig zugleich,
dass meine Pflanzen, der wunderschöne Teich
von Baggerraupen und wütenden Spaten
zermalmt wird, einfach so, in kleinen Raten.

Der Hausherr ist ein Hai, er wittert das Geld,…

von Uwe Röder

Aus den Apfelbäumen fiel
das rote Lachen.
Durch den Himmel ziehen
dunkle Wolkendrachen.

Nebel führt die Wiesen
hin zu weißem Schweigen -
dennoch tanzen heimlich
Apfelbäume Reigen.

Grab, Grab, Grab…

von Uwe Röder

Ich liebe dir
ganz fürchterlich,
ich sehne mir
ganz sehr nach dich.

Ich küsse du
und will was von dudeine,
will es immerzu -
das Weißtschoneine.

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