Moderne ✓ Geschichten, Abhandlungen oder Erzählungen zum Thema

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von Kurt Tucholsky
von Conrad Cortin
von Max Dernet
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von Angélique Duvier
von Kurt Tucholsky
von Yvonne Zoll
Beitrag 106 - 140 von insgesamt 321 Texten in dieser Kategorie
von Martha lds

Gestern ließ sie ein Schälchen fallen. Durch eine Unachtsamkeit. Einfach so. Sie wollte es in den Schrank räumen, war aber nicht bei dem was sie tat, sondern mit den Gedanken in anderen Sphären. Sie machte den Griff, ohne sich ihm zu widmen. Das…

von Robert Funk

Während Claudia Fiedler ihre Reisetasche packte, hörte sie in ihrem Kopf deutlich den Glockenton, der jetzt zum Unterrichtsbeginn in der Schule erklingt, an der sie eine Stelle als Lehrerin angetreten hat und wo man sie jetzt vermissen wird. Man…

von Klaus Mattes

Zwölf Monate lang besuche ich in Stuttgart eine Journalistenschule. Ferien werden im August sein; zuvor, Mai bis Juli, arbeiten wir als Praktikanten. Im September produziert der Jahrgang sein Gesellenstück, ein Stadtmagazin für den Stuttgarter…

von Alf Glocker

„Es scheint ihrer Aufmerksamkeit entgangen zu sein ...“ So beginnen manche Geschäftsbriefe, die sich auf den gegenwärtigen Stand der menschlichen Evolution nicht mehr anwenden lassen. Da müsste es wahrscheinlich heißen: „Ihnen schien die…

von Giulia Strek

1. Brief

Weißt du noch, wie das damals begann. Vor 30 Jahren in dem kalifornischen Sommer? Bis heute habe ich das nie wieder erlebt, dass eine Beziehung so viele Facetten haben kann, wie ich sie bei unserer erlebt habe. Das geht mir noch…

von Alf Glocker

Erster Akt.

Der Vorhang hebt sich …

Zu sehen ist eine grüne Wiese – sie reicht vom Bühnenrand nach hinten, in die Unendlichkeit …

Ein sich mächtig aufplusternder Mann betritt, mit mächtiger Geste, mächtig die Fläche.

von Alf Glocker

„Stell dir vor“, sagte Vollsherlock–Feeling-Holmes zu Dr. Diplomrealist James Moriarty, „gerade eben hat mir im Bad jemand das kalte Wasser abgedreht, als ich mir die Haare wusch – beinahe hätte ich mich verbrüht“

Vollsherlock, der Feeling…

von Xenia Hügel

Der wolkenlose Himmel lockte die junge Liebe an einem lauen Abend aus dem Haus.
Sie wollten alle Sinne fordern und machten sich mit einer Decke auf die Suche nach dem Ort der Schönheit
und fanden ihn auf einer frisch gemähten Wiese.…

von Klaus Mattes

Beim zweiten Mal waren Tobi und Micki dann nicht dabei. Zuerst noch nicht einmal Timo. Der Mann hatte auch nicht dran gedacht, dass es den Timo hier gibt. Er war fest von einer Begegnung mit Helmut ausgegangen.

Helmut und er hätten sich…

von Klaus Mattes

Du weißt ned, was das Lebn dir no bringan moag.
Du weißt ned, was es alls dir nimmt.
I hatt an Porsche, jetzt pickt’s Knöllchen droa.
I hatt mei Kappen, jetzt stehn mia die Hoar.
(Aus seinem Hut wächst ein gigantischer…

von Amalia Goldbach

Ich wünschte du wärst hier. Es würde dir gefallen, so sehr wie es mir gefällt. Was macht dich da so sicher? Stell´ die Frage ruhig. Sei auf der Hut vor dir und vor mir und gehe einen Schritt zurück. Ich komme nicht hinterher. Wenn du den Abstand…

von Julia Burghold

"Carpe Diem"- dieses alte Zitat begegnet uns gerne einmal im Zusammenhang mit theologischen oder esoterisch-sinnsuchenden Diskussionen.
Bei dem einen oder anderen Gläschen Wein in passender Runde kann der Ansatz jedoch in hochphilosophische…

von Klaus Mattes

Die erste Nacht mit dem Jungen im Bett war eher eine Enttäuschung.
Der Junge hat ihn nicht ran gelassen.

Der Mann hatte dem Jungen verschwiegen, dass es einen Schlafsack gibt. Er hatte gesagt, dass sie in einem Bett schlafen müssten…

von Tanja Grün

Unsere Schritte konnte ich nicht hören, als wir über den Bahnsteig gingen, wegen der vielen anderen Menschen um uns herum, die den gleichen oder eben einen ähnlichen Weg hatten.
Der Zug stand schon da und würde auch nicht mehr lange warten…

von Vorname Nachname

In einer Wand an der S-Bahn Station Torwegge/Brunhaus standen, etwas verstaubt ein paar alte Grafitti Linien an der langen Böschungsbegrenzung zwischen Wohngebiet und Bahnsteig. Als ich an ihnen vorbeilief fiel mir auf das der Bahnsteig sehr lang…

von Benjamin Apfelbaum

Garbor saß auf dem Stuhl, den er sich selber mitgebracht hatte. Er hasste es, wenn er in der Tram stehen musste. Stehen war etwas für alte Leute, besonders welche, die den Krieg noch mitbekommen hatten. Davon gab es nicht mehr besonders viele.…

von Michael Dahm

Wo sind die Jahre geblieben, als wir klein, hager und braungebrannt die winzige Badeanstalt in Parchim bevölkerten. Der Wockersee war eine Oase des Wohlbefindens und der Freundschaft, wie man sie wohl heute selten findet.
Damals ..., jetzt…

von Thomas Müller

Sie wurde im Januar eingestellt. Irrte auf Bleistiftbeinen durch das Werktor, als suche sie ein weggelaufenes Haustier.
Ich verlief mich in Hackes Vorzimmer und da stand sie in ihrem nachkriegsmäßigen Mantel und trat einen nassen Fleck in…

von Alf Glocker

Wie Babys aussehen ist klar: unschuldig! Jedes neugeborene Kind ist genauso unschuldig wie jedes andere neugeborene Kinder ... Keinem neugeborenen Kind kann man ansehen, was es in sich hat – denn alle haben das Gleiche in sich ...nichts Prägendes…

von Alf Glocker

Um den Fortschritt in Gang zu halten, sind jetzt auch wieder sehr fruchtbare Diskussionen in der Öffentlichkeit zu bestaunen. Fachleute aus allen Sparten haben sich zu den Experten der Wirtschaft (den sogenannten Wirtschaftsvollwaisen) gesellt,…

von Alf Glocker

Wenn man, sagen wir mal, so neben der Schöpfung her lebt, oder schwebt und sich diverse Gedanken macht, die man sogar als echte solche bezeichnen kann, dann kommt etwas in einem manchmal mit dem Sachverhalt in Berührung, der offiziell nicht…

von Frederik Varese

Mit seinem zarten Zeigefinger drückte Pedro auf den runden blauen Knopf im Pförtnerhaus. Pianistenfinger hatte seine Freundin sie genannt. Sie passten nicht zu seinem breiten Körper, der dominanten Brust. Die Eingangstür öffnete sich. Frau D. kam…

von Mark Read

Als ich den Trockner zum ersten Mal sah, war er mir nicht unsympathisch. Im fahlen Licht der winzigen Wäschekammer im Keller unseres Miethauses sah ich ihn an der Wand stehen, unaufgeregt und anmutig. Der Vermieter führte mich durch das Gewölbe,…

von Vorname Nachname

Am Horizont sieht man Rauchzeichen, von ferne dringt das Brummen der Ju-52 Flieger. Auch Geschwader von Stukas und Bf-110 sieht man in sehr hoher Flughöhe ohne Richtungswechsel zu vermutlichen Landeplätzen fliegen die sie von den…

von maximilian g. engl

Tokyo :

Der definitiv beste Ort für die Diarröh meines Lebens,
welche ich vermutlich vom halbrohen Tintenfisch von der Straßenküche am Chatuchak Market aus Bangkok mitgebracht habe.
Ich hatte gestern das Vergnügen ungefähr 10…

von Alf Glocker

In ganz verschiedenen Entwicklungskreisen stellt er sich dar: der Weg der Menschheit(en). Und alle streben zum Licht! Das will heißen: es bilden sich Kasten von Fachleuten heraus, die unermüdlich an der Systemverbesserung arbeiten. Sie arbeiten…

von Klaus Mattes

Am hinteren Chart, das sonst nie eingesetzt wird, hängt ein großes leeres Blatt mit dem Titel „Ideentresor“ oben. Ganz am Anfang und auch jetzt zwischendurch noch, wenn Frau Henkenhaf ihn wieder bemerkt, werden die Leute gebeten, hierauf ihre…

von A. d. Tiefe

Manuell B. ist Gott. Manuell B. findet sich in einer Welt, die gestaltet worden ist. Sie wird zur Gestalt und die ganzen, ehemaligen, anderen Umstände sind aufgehoben, denkt sie. Im Gegensatz dazu, ist genau das wahr. Manuell B. macht müde,…

von Klaus Mattes

Ich setze mich neben Knut auf die Banklehne.
„Da kommt gleich einer, der wird dich interessieren. Ein Junger.“

„Wieso weißt du, dass der kommt? Wer ist es denn?“
„Ein Neuer. Gestern war der auch da - und vorgestern. Wirst schon…

von Frederik Varese

Das eine Huhn legte alle zwei Tage ein Ei, problemlos und ohne Ausnahme. Der Besitzer war sehr zufrieden und sprach den Anderen gegenüber nur positiv über das Huhn 'Ein sehr tüchtiges Huhn'. Die Anderen stimmten zu 'Verlässlich', 'Sehr solide'.…

von Magnus Gosdek

Diese Frage stellte er sich bereits einige Male. Immer dann, wenn er in seinem alten Golf von der Arbeit nach Hause fuhr. Dann hatte ihm dieser Tag wieder einmal den Rest gegeben. Die vergangenen acht Stunden im Büro waren zur Qual geworden.…

von Nikola M

Entschlossen streckt er seinen stählernen Arm nach dem kleinen Stern aus, beharrlich, verheißungsvoll.
Ohne an seinem Vorhaben zu zweifeln reckt er sich über dem spiegelndem Wasser und verschmilzt mit dem trüben Horizont.
Sein Blick…

von Klaus Mattes

Ein Mann geht herum in der Nacht. Der Mann kommt an der Krachthalle vorbei und er durchquert dahinter die Grünanlage. Seitdem sie Monate überwacht worden war, um die Drogenleute zu verscheuchen, ist alles leer und friedlich.

Auf seinem Weg…

von Dieter J Baumgart

     Als Ameth wach wurde, sah er, nicht weit von sich entfernt, unter einem mächtigen Baobab einen Mann sitzen. Der Mann, der offensichtlich einen Stein bearbeitete, war, wie Ameth auch, schwarz, aber seine Haare schimmerten silbrig im Licht der…

von B. J.

Ein Ochse traf eines Tages auf einen Hirsch.
Der Hirsch sagte zum Ochsen: „Du bist nur ein dummer Ochse und ich bin ein prächtiger Hirsch.“
Der Ochse sagte daraufhin: „Normalerweise unterhalte ich mich nicht mit Deiner Spezies, aber…

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Der Begriff 'Moderne Literatur' ist wohl per se ein Unding, da alles, was heutigen Zeitgenossen als 'modern' erscheinen mag, in fünfzig oder hundert Jahren bereits Vergangenheitsliteratur mit einem -möglicherweise neugeschaffenen- völlig anderen Begriff geworden ist.

Im Unterschied zu 'zeitgenössisch', also dem Werk noch lebender und schaffender Künstler, bezeichnet man im Kulturbetrieb die Schöpfungen der entsprechenden Künstler aus den vergangenen, aber noch nicht wirklich weit zurückliegenden Jahren als 'Moderne'. Im Jahr 2013 also sollte das z.B. literarische Werke der Jahre 1960 bis 1990 betreffen. Kategorisch bleiben dabei alle Möglichkeiten offen, denn als bezeichnete Epoche kann jede Stilrichtung sämtliche Genres umfassen.