Sommergedichte ✓ Gedichte zum Thema Sommer

Bild einer Wiese im Sommer

Warm und farbenfroh, aber auch heiß und gnadenlos- so kann sich der Sommer präsentieren. In Sommergedichten werden alle seiner vielen Gesichter gezeigt. Egal ob Goethe, Rilke, Schiller oder auch moderne Autoren. Jeder Lyriker hat sich irgendwann innerhalb seines Werkes mit dem Sommer beschäftigt und Gedichte geschrieben, die sowohl schöne, als auch weniger schöne Seiten des Sommers einfangen können.

Hier finden Sie Sommergedichte aus der Bibliothek und von Mitgliedern.

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Beitrag 36 - 70 von insgesamt 216 Texten in dieser Kategorie
von Sigrid Hartmann

Frühsommermorgen
Auf der Straße –
Himbeereis

von Axel C. Englert

Ein Wind (er hieß „Hans-Paul“)
War (von Natur aus) faul:
Mein Auftritt? Der ist abgeblasen!
(Er hatte laufend solche Ph[r]asen …)

War wieder komplett durch den Wind:
Von wegen „Lüftchen, leicht und lind ...“

von Manfred Peringer

der pavillon unter den efeuberankten bäumen
verhangen mit weißem seidengespinst ist mein
sommerrefugium im schatten des hintergedankens

ich höre das unbekümmerte zauberflöten der vögel
begleitet vom orchestralen…

von Ingeborg Henrichs

Manchmal klingt der Sommer nur sehr leise
Ruht sich aus auf seiner großen Reise
Lauscht im Schatten träumend jenen Weisen
Die betörend schön Unendliches verheißen
Dieses Innehalten im Pulsschlag Vollendung
Schenkt…

von Manfred Peringer

könnte ich mir eine landschaft herbeizaubern
wäre es eine küste mit wandernden dünen
der strand sandig weit auslaufend die wellen

zur wahl stünde auch ein hoher wasserfall
der weiß schäumend eine blaue lagune speist…

von * noé *

Zu heiß ist diese Sternennacht,
als dass man nur ein Aug zu macht!
Schon gar nicht zwei, um gut zu schlafen.
Bei dieser Hitze – nicht zu schaffen!

Daheim Ventilatoren stehn …
Warum musst‘ ich auf Reisen gehn?!…

von Sigrid Hartmann

Duftmoleküle –
Der Wind trägt sie
in den Sommertag

Im Rosenstock vor seinem Haus:
ein Strauß Erinnerungen

Die Sonne taucht ins blinde Fenster
Mein Aug' nimmt Abschied –
für immer

SH; 1,1/2 / AK;…

von Annelie Kelch

Strom, alter Mann, lass das Schiff meines Lebens
Nicht kentern in der Tiefe, daraus meine Seele zu
Dir spricht.

Rot, ja rot ragt seit jeher ein Fels aus deiner Brandung:
Hier auf mich zu und vorbei in den sicheren Hafen…

von Michael Dahm

Kleine Grille – spiel
dein Leben ist nicht viel
der Sommer wird bald fliehen
und dein Lied verblühen.

All deine Verwandten
die Onkel und auch Tanten
geigen in den Rainen
in den Gräsern – feinen.

von Annelie Kelch

A m Bache blühen Schwanenblumen, die Forelle springt
B aumriesen neigen ihre Wipfel und der Sperling singt
C hristiansand, die kleine Stadt am Skageratt, blüht auf
D as Paradies: der grüne Wald mit Beeren drin zuhauf
E in…

von Soléa P.

Und Friede küsst die Stille sanft
nur der Sommerwind spielt im Blätterkleid
für einen kleinen Moment ... Welt ohne Angst
dass langsam welkt und bald wieder gedeiht.

Sonnenstrahlen wärmen mit letzter Müh'
gleißendes…

von Johanna Blau

Steinchen von Salzwogen umspült
Falter treiben im Grasgewühl
Ein Fuchs gräbt Mäuse aus
Der Eisvogel steigt in die Höhe

Elemente schaukeln mich
In einen Schlaf der hundert Seelen
Sie umkreisen mich
Öffnen…

Rezitation:
Johanna Blau
von Soléa P.

Regen prasselt auf Dächer und Zinnen
der Himmel darüber Grau in Grau
Tropfen lassen Pfützen ringeln
das Wasser sich am Gully staut...

Gedrückte Stimmung in den Straßen
wo ist nur der Sommer hin
niemanden hört…

von Annelie Kelch

Grüne Tage, die kaum Schmerzen bereiten.
Was in krautiger Tiefe geschlummert,
ist ergründbar geworden, lumineszent,

und ich erinnere mich: Du warst ...
ein treibendes Blatt, vom Herbst
in den See gestürzt – die…

von Sigrid Hartmann

Wenn sie durch die Pfützen patschen
Dass die Schuhe quitschen, quatschen
Liegt es wohl am Dauerregen
Himmel spendet reichlich Segen

Dringt nicht ein in weichen Acker
Nein, zur Freude kleiner Racker
Bildets…

von Sigrid Hartmann

Ganz am Ende, an der Spitze
Einer Insel wart ich, sitze
Halb im Wasser, denn ich schwitze
Schweiß tropft mir aus jeder Ritze
Mörderisch ist diese Hitze
Und am Himmel zucken Blitze
Worauf ich noch viel mehr…

von Willi Grigor

Sommerabend, die Luft wird kühler,
die Sonne blinzelt hinter Zweigen.
Noch hört man Grillen, Solospieler,
bald verstummen ihre Geigen.

Der leichte Wind ganz leise fächelt
den grünen Vorhang im Baumgeäst.
Die…

von * noé *

Die Rose blüht so duftend zart,
im Morgentau, im lauen Wind,
mit feiner Eleganz gepaart,
hat sie mit Süße nicht gespart –
ein Sommertag beginnt.

von Yvonne Zoll

Die Hitze hängt vorm Ufer schwer im Tal
und wieget sich im selbstvergessen See
Wird überirdisch fliegt ein Zeppelin
Vorüber unwissend bin reich so spür
Durchsichtig mich gleich in achatem Schaum
Vermehre mich im…

von Robert K. Staege

Zeit scheint müde, Wind schweigt still,
Sonne sticht und Menschen klagen.

Wenn ich auch nicht schweigen will,
kann ich vieles doch nicht sagen.

Wolken drängen und es blitzt;
Sturm wird durch die Nacht hinfegen…

von Monika Laakes

vielleicht kommt er wieder
so meine
kindlichen gedanken
und vielleicht
schmilzt dann
das eis
innerhalb von sekunden
vielleicht
streicht er mit
sanften, heißen händen
mein gesicht

von Anouk Ferez

Abgemäht die goldnen Fluten,
Atlas senkt sich auf die Krume.
Bald schon toben Mittagsgluten,
vereinsamt flammt die letzte Blume.

Fleht in wildem Lippenrot,
harrt minniglich der Züge
bunter Himmelsschwärmer.…

von Axel C. Englert

Was suchen SIE denn hier bei mir?!
Um 10 Uhr?! NACHTS?! Vor meiner Tür?
Mein BADEZIMMER?! Das wär dort –
RAUS mit Ihnen! Und zwar so-fort …

LÄUFT der einfach? Richtung Wanne?
Dieser Typ scheint voll die Panne ……

von Angelika Wessbecher

Licht
flackert durch
die Blätter am
Spalier. Wind bewegt den
Ahornbaum.

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Ich spüre die Schwere des Rotweins,
das Glas in meiner Hand.
Die Dämmerung des spätsommerlichen
Tages schmiegt sich mit 25 Grad über
das Land.
Der Mond hängt schief und
schielt mich mahnend an.
Windstill…

von Annelie Kelch

O starres Sonnenrad …
Die Glut deines heißblütigen Augs
staut sich zwischen den Speichen und
senkt sich über Städte und Wälder.

O Bäume, stolze Recken, die ihr wandelt
im Tal des Todes: Der heiße Kuss der Sonne…

von Angélique Duvier

Üppiges Prangen,
vom Sonnenlicht umfangen
blüht es wunderbar.

von Ingeborg Henrichs

Sonnenblumenzeit
Welten im Atem des Lichts
Formen vollendet

von Barbara Schleth

Hagebuttenrot leuchten dort die Früchte
Als Zeugen der Ernte Stoppelfelder weit

Mit nackten Füßen schmecken erste Zwetschgen
Auf der Schulter weht noch die Sommerbrise

Aus der Tiefe steigt bald die Abendkühle
ich…

von * noé *

Sommer-Raben, monoton,
künden laut von goldnen Feldern;
über dunstgedeckten Wäldern
trägt die Luft den Ruf davon.

Müßig wie zur Mittagspause
sickert Hitze träge ein,
nichts will mehr beweglich sein,

von Axel C. Englert

Null Gedanken! Olle Witze! –
Guten Tag! ICH bin die HITZE!
DIE Ausrede! Geht wie geritzt –
Weil man wegen mir so schwitzt ...

ICH war bei GOETHE! Und Herrn SCHILLER!
Gab gern dort den Ideen-Killer!
Pro Nase…

von Anka Röhr

Sommerklang
Schweigen
der Natur

Leben
nur dort
wo Wind weht
und Schatten
lockt

die Sonne
brennt
Hitze
ödet die Straßen

Gedankenströme
versiegen

Sommerblues…

von Michael Dahm

Aus tief hängenden Wolken
die Raben schwer kolken
und Wasser grau schweben
über dunstigem Leben

August soll dies sein
schaut missmutig drein
die Ähren sie biegen
bis in Pfützen sie liegen

Die…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Reben wilden Weines,
Ufer blauer Wellenreigen,
Feigen süsser Schwere.
Piniendüfte füllen Lüfte,
Täler, grün beschmückte Haine,
durchflutet gleissend Sonnenlicht.
Zikadenchor in Mittagsglut,
Grille geigt…

von Alfred Plischka

Wenn sich der Tag dem Ende neigt,
die Sonne sich noch einmal zeigt,
um glutrot schließlich zu entschwinden
am Horizont hinter den Linden,
dann hört man leis nur noch die Grillen,
die letzte Lust nach Leben stillen.…

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