Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

empfohlene Prosagedichte
von Hugo Ball
von Juliana Modoi
von Verona Bratesch
neue Prosagedichte
von Manfred Peringer
von Uwe Kraus
von Manfred Peringer
die schönsten Prosagedichte
von Monika Laakes
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 2158 Texten in dieser Kategorie
von marie mehrfeld

Pfingsten ist,
lasst einen neuen Geist wehen,

schiebt Vorurteile beiseite, geht mit offenen
Augen und weiten Herzen aufeinander zu, umarmt euch

und hofft, dass die Himmel heute nur friedliche Worte regnen lassen

von Annelie Kelch

Wie herrlich funkeln unsere Meere im Sommerlicht!
Und nachts rauscht in den Muscheln das Blut des Mondes
Wie meine Sehnsucht nach dir in nächtlichen Träumen.

Unter tausend silbernen Perlen fand ich dich und tauchte
Hinab…

von Annelie Kelch

O Frühling, wie du uns zum Leben erweckst!
Knospe um Knospe treibst du voran,
wirfst deine Netze ins Meer, dass die
Fische springen, ruderst die Sonnenkähne
an Land und wir vertrauen wieder den
Wellen unserer Gefühle…

von Annelie Kelch

Einst, als die Zeit noch jünger war
Denn mein Aug vor Sonnenaufgang
Trug mich ein alter Kahn mit der Strömung
Den Fluss hinab ins grüne Licht des Schilfs
Darin die Zikaden warnten vor den
Untiefen grenzender Wasser…

von Susanna Ka

Neue Wege wollte ich gehen,
fort von der Routine,
dem täglichen Einerlei,
und den immer
wiederkehrenden Ritualen.

Neue Welten wollte ich entdecken.
Dem Waldweg folgen,
den Sonnenmustern.
In den…

von Monika Jarju

Mit dem Ozeandampfer aus Zigarettenschachteln
fuhr ich stolz auf dem gewellten Meer
von der Zimmertür bis nach Amerika.
Rote Felsen aus Sesseln staken im Atlantik,
am Horizont der Balkon. Wind wehte Vorhänge über ‘n Mast.…

von Annelie Kelch

Umgarnt von hellen Maitönen verrinnen die Stunden im Staub;
seine grauen Fahnen durchkreuzen meinen Atem.

Mir ist zumut, als wüsste die Leuchtsichel, dass ich noch immer
von dir träume: ein leerer Teich, der sich nach Wasser…

von Willi Grigor

In einem unendlichen Raum
gibt es keinen Mittelpunkt.

Oder

In einem unendlichen Raum
ist jeder Punkt der Mittelpunkt.

Also

In einem unendlichen Raum
herrscht absolute Gleichberechtigung.

Also…

von Monika Jarju

Am frühen Abend wie diesem
schmutzstarr tief überm Eimer gebeugt
die Straße trug er auf seinen Lumpen
grub gierig brabbelnd ein Mensch

im Fauligen stieg Dumpfes auf
blindlings griff sein Hunger hinein
die…

von Annelie Kelch

Der Schmelz der Nacht klebt noch
am Kleid des frühen Morgens –
wie die vergangene Stunde an meiner Herzwand:
Jene Stunde ohne Ressentiments,
ohne Wenn und Aber.
Jene Stunde, die mir den Alptraum von der Seele nahm:…

von Annelie Kelch

Meine Seele spaziert durch ein Buch wie durch einen Wald.
Mein Herz trinkt die Worte, eh sie im Schatten verdursten.
Ein Buchstabe purzelt ins Moos, ich hebe ihn auf
und puste den Schmerz fort.

Unterwegs - ich treffe…

von Annelie Kelch

Am Hohlweg neben seinem Herzen
vorbeigeschrammt und auf den
Schotter der Nacht gesunken.

Das Siegel gebrochen – nun dunkeln
die Rosen des Bluts, Liebe hat
anderswo zu tun.

Schmerz verstummt; der Tag hat…

von Monika Jarju

ich gehe
neben fremden Schritten

ganz bei mir
bin ich selten

von Susanna Ka

Die alte Stadt am Festland,
enge Gassen
und historische Häuserreihen.

Im Sommer ist es dort heiß wie in einem Backofen.
Die Hitze staut sich zwischen den alten Mauern,
das Kopfsteinpflaster glüht.

Im Winter…

von Monika Jarju

Im Garten Schnee
und lila Leinenzeug
waschwarm angeleint
flattert versteift
Frost zwickt zwackt
bricht es entzwei

von Annelie Kelch

Schreiadler stürzt
legt sich nieder
tot auf mein' Fuß ...
Fichtenzweigerl
fürs längst zerstörte
Nest im Schnabel …
kein Brieflein für
Weibchen und Brut
keinen letzten Gruß
(tjück jüb, tjück…

von Monika Jarju

Gegenüber im Abteil sitzt
ein Mann dünn und fahl
er kostet seinen Hunger aus
einer schäbigen Plastiktüte
prall gefüllt mit speckigen Prospekten
fiebrig zieht er sie raus
probiert den Hochglanzgeschmack

von Monika Jarju

ich schreibe mich
in die Stille, unsichtbar meine Worte
..........Sätze kommen ans Licht
..........verschwinden wieder –
..........wie ein Zauber abseits von Realität

mein Text verlöscht, schreibt sich neu…

von Monika Laakes

Solange deine Träume
hinaus ins Universum
schweben, werden Kräfte
frei, die an deiner Zukunft
weben. Mit glitzernden,
goldenen Fäden entsteht
ein Gewand der Fantasie,
in das du dich hüllst. Und
du…

von Annelie Kelch

Nur geträumt ...?
Im Halbschlaf,
warm, unterm
zuckenden Lid: Schreie
der Gefiederten im
schwarzen Pfeil, der durch das
Blau eines neuen Himmels sirrt ...

Nur geträumt –
vom edlen Biberpelz,

von Annelie Kelch

Der Winter tobt sich aus und weißt den kalten Norden.
Vorm Haus hier, vor dem Hause welkt ein Batzen Schnee.
Ohne paar Fingerstulpen draußen tun die Hände weh.
Und nicht mal Lina, unsere gute Alte –
spürt warmes…

von marie mehrfeld

Ich halt inne. Werde ruhig. Nehme den Blick meiner Augen, den Augenblick wahr. Nur er zählt. Ich schaue hin. Schaue andächtig hin. Beuge mich. Mache mich klein. Denn ich bin klein. Winzig klein. Angesichts der Schönheit der Schöpfung. Der Anmut…

von Monika Jarju

Unter dem müden Oberlicht
spannte der Mann den Trenchcoat
seine Ärmel zwei lose Flügel
so windstill das Treppenhaus
rau das Klacken des Zeitrelais
verebbter Pulsschlag im Dunkel
Licht flammte auf im Schacht…

von Monika Jarju

Sonnenstrahlen zwitscherten Frühling
flunkerten kahle Maulbeerbäume grün
beim Bäcker gab es Zuckergusswölkchen

So blau der Himmel über noch blassen Straßen
am Spreetunnel verzauberte Enten & Schwäne
Eisperlen…

von Annelie Kelch

Ich sagte ihm, ich wolle zu mir zurückkehren
und stieg in den Zug nach Calais.

Ich freute mich wahnsinnig auf mich …
Jahrzehntelang war ich „wir“ gewesen –
in jeder Beziehung.

Ich hatte mich völlig vergessen. Man…

von Annelie Kelch

Unter der flüchtigen Borke
des Daseins brodeln die Städte.
Schmerzerfüllt krümmt sich
die Weide dem Fluss entgegen
und in den seichten Flüssen und Seen
betteln die Zweige um Zuflucht.

Gegen die Flamme des…

von Annelie Kelch

All diese Leute auf der anderen Seite
Des Zauns ... dort, wo unser Leid verklingt ...
Augen, die vor Neugier überquellen,
Hände, die nach unseren Wunden tasten,
Drin zu wühlen, Gesichter ohne Mitleid ...
Empört euch…

von Susanna Ka

Kraftvolle Herbstgedichte habe ich gelesen,
von Erdenschmerz und Sturmgewalt,
von Kummer, der nie mehr genesen,
von dunklen Nächten, bitterkalt.

Mein Herbst ist viel kleiner,
kaum der Rede wert.
Da raschelt…

von Annelie Kelch

Mondpreise sinken, doch der Stein will's aus
Dem Sinn mir reden, dass er sich erweichen lässt:
O Permafrost, danach ich mich verzehr.
Halbherzig ... wie ich mich dagegen wehr.
Und bin doch froh, dass sich das Jahr

von Monika Jarju

Blaues Schneelicht vorm Fenster
in die Stille wehen warme Herzworte
im Garten ist Versuchung & Versprechen
und du bist wieder ein Mädchen
aus rosa Kreide auf einer Mauer
mit einem lindgrünen Regenschirm
und…

von Monika Jarju

Als ich nach Hause kam
erwartete mich sein Schatten
ich machte kein Licht an
stand am Fenster und las
seine Nachricht zwischen den Wolken
der Schatten drehte sich um mich
verharrte dann still
ich lehnte…

von Susanna Ka

Süßwasser ist anders,
anders als das Meer.
Es ist glatt und seidig,
leise laufen die Wellen
an den Strand.
Es murmelt, gluckst und schnalzt.
Es hüllt dich ein
in sanfte Träume.

Süßwasser ist anders…

von Monika Jarju

Der Tag

..........an dem Aziz unterm Mangobaum
..........den springenden PUMA in Ahmeds
..........Kraushaar scharf rasierte & in den
..........staubigen Straßen Serekundas
..........sich helle Hunde durch die…

von Annelie Kelch

Dämmer, über verschneite Gräber getropft …
Tausendjährig: Gespenster der Vergangenheit.
Ein rostiger Helm, halb zerfetzt, gibt Auskunft über
Gemetzel … O ave Lamento, das von Hügel zu Hügel zieht.
Umher irrt der Wind, weiß…

von Denis Waßmann

Ich versuche dich zu fühlen
und fühle mich,
nur diesmal ohne Angst und ohne Zweifel
und ohne Gier, ohne Wut.
Und überhaupt ist alles auf einmal so leicht
und befreit!
Ich habe mich in Deinen Augen gesehen,…

Seiten