Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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Beitrag 36 - 70 von insgesamt 2265 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Was zögerst du, o fremdes neues Jahr –
Als hätt ein Weib dich vaterlos geboren …
Weshalb kommst du mir so verloren
Vor …, ein heil'ger Narr, der nach dem Start
Sein Schicksal längst erblickt im Traum,
Vorherbestimmt…

von Annelie Kelch

Apollon,
Vater des Orpheus,
Dem die Wälder folgten ...
Aus dem Blut, das du
Vergossen, erwacht im
Frühjahr jene, die den
Frösten des Winters trotzt:
Hyazinthe –
Schöne Lilie auf dem Felde,

New
von Uwe Röder

In unserem Land
gibt es tatsächlich
“Exclusiv-Geheimtipps” -
auf Plakaten, streng geheim!

“Treu-Geschenke” -
selbst für unbekannte Kunden.
“VIP-Gewinner" -
namenlos.

Unbekannte
“Super-Stars…

von Annelie Kelch

Im geronnenen Schwarzblut der Nacht
Schlägt der Mond seine Wimper auf ...

Er taucht sein silbriges Aug ins Meer
Und trinkt von den dunklen Wellen

Sturm peitscht die Flut voran
Und über den Unrat geschändeter

von Annelie Kelch

Schreiadler stürzt
legt sich nieder
tot auf mein' Fuß ...
Fichtenzweigerl
fürs längst zerstörte
Nest im Schnabel …
kein Brieflein für
Weibchen und Brut
keinen letzten Gruß
(tjück jüb, tjück…

von Uwe Röder

Wenn ich sterbe,
dann noch einmal
an dich denken
und verstehn
das Schönste
meines Lebens.

In die Kälte
mit hinüber
nehmen deines
Herzens Wärme.
Dann noch einmal
lächeln dürfen…

von Annelie Kelch

Erhabener Kranich – willkommen
Ist den seichten Gewässern dein
Andächtig Stelzen: langsamer
Noch als die Schnecke und
Der schlafwandelnde Mond ...

Erhebst du dich, o mein Kranich
Flügel an Flügel für den…

von Annelie Kelch

O Aug, das nicht warm wird mit dieser Welt,
O Lächeln von mancherlei Fluor, darüber keine Wolke huscht …
O Träne, seltsamer Tropfen, der keine Rinne gräbt auf seinem
Weg zur schwellenden Lippe.

Was ist dir der Tag ...? –…

von Monika Jarju

Mit dem Ozeandampfer aus Zigarettenschachteln
fuhr ich stolz auf dem gewellten Meer
von der Zimmertür bis nach Amerika.
Rote Felsen aus Sesseln staken im Atlantik,
am Horizont der Balkon. Wind wehte Vorhänge über ‘n Mast.…

von Monika Jarju

Am frühen Abend wie diesem
schmutzstarr tief überm Eimer gebeugt
die Straße trug er auf seinen Lumpen
grub gierig brabbelnd ein Mensch

im Fauligen stieg Dumpfes auf
blindlings griff sein Hunger hinein
die…

von Annelie Kelch

Mondpreise sinken, doch der Stein will's aus
Dem Sinn mir reden, dass er sich erweichen lässt:
O Permafrost, danach ich mich verzehr.
Halbherzig ... wie ich mich dagegen wehr.
Und bin doch froh, dass sich das Jahr

von Annelie Kelch

Schulter an Schulter mit dem Atem des
Winters durch die unsichtbare Wand
Ins neue Jahr schreiten wie von Buda
Nach Pest, über die Donau, die Donau ...
So mitternachtsblau unterm Segel der
Monduhr, gestrichen von der…

von Susanna Ka

Die Kreativität ist schlafen gegangen.
Lange hat sie versucht, sich wach zu halten,
hat gekämpft gegen den Medikamentendunst
der Chemotherapie,
gegen den Regen, den Wind,
hat sich nach dem Sonnenlicht gesehnt.

von marie mehrfeld

wenn auch manche Märchen verblasst sind in seinen ausgelesenen Büchern, wehren sich andere doch mit starken Lettern standhaft gegen das Vergessen, wie sich Schnee von zarten Zweigen löst, so sind Sterne aus seinen Tagen und Nächten gefallen,…

von Susanna Ka

Die alte Stadt am Festland,
enge Gassen
und historische Häuserreihen.

Im Sommer ist es dort heiß wie in einem Backofen.
Die Hitze staut sich zwischen den alten Mauern,
das Kopfsteinpflaster glüht.

Im Winter…

von Willi Grigor

In einem unendlichen Raum
gibt es keinen Mittelpunkt.

Oder

In einem unendlichen Raum
ist jeder Punkt der Mittelpunkt.

Also

In einem unendlichen Raum
herrscht absolute Gleichberechtigung.

Also…

von Annelie Kelch

All diese Leute auf der anderen Seite
Des Zauns ... dort, wo unser Leid verklingt ...
Augen, die vor Neugier überquellen,
Hände, die nach unseren Wunden tasten,
Drin zu wühlen, Gesichter ohne Mitleid ...
Empört euch…

von Monika Jarju

ich gehe
neben fremden Schritten

ganz bei mir
bin ich selten

von Annelie Kelch

Frühjahr ganz nah –
und mein Lieb in der Ferne
trägt wieder die leichten
Schuhe ... die leichten Schuhe
jener Liebe, die von Angesicht
zu Angesicht heiß und
viel zu schnell entflammt.

Irgendwann –…

von Susanna Ka

Kraftvolle Herbstgedichte habe ich gelesen,
von Erdenschmerz und Sturmgewalt,
von Kummer, der nie mehr genesen,
von dunklen Nächten, bitterkalt.

Mein Herbst ist viel kleiner,
kaum der Rede wert.
Da raschelt…

von Denis Waßmann

Ich versuche dich zu fühlen
und fühle mich,
nur diesmal ohne Angst und ohne Zweifel
und ohne Gier, ohne Wut.
Und überhaupt ist alles auf einmal so leicht
und befreit!
Ich habe mich in Deinen Augen gesehen,…

von Annelie Kelch

Wie herrlich funkeln unsere Meere im Sommerlicht!
Und nachts rauscht in den Muscheln das Blut des Mondes
Wie meine Sehnsucht nach dir in nächtlichen Träumen.

Unter tausend silbernen Perlen fand ich dich und tauchte
Hinab…

von Monika Jarju

Als ich nach Hause kam
erwartete mich sein Schatten
ich machte kein Licht an
stand am Fenster und las
seine Nachricht zwischen den Wolken
der Schatten drehte sich um mich
verharrte dann still
ich lehnte…

von Annelie Kelch

Umgarnt von hellen Maitönen verrinnen die Stunden im Staub;
seine grauen Fahnen durchkreuzen meinen Atem.

Mir ist zumut, als wüsste die Leuchtsichel, dass ich noch immer
von dir träume: ein leerer Teich, der sich nach Wasser…

von Annelie Kelch

Dämmer, über verschneite Gräber getropft …
Tausendjährig: Gespenster der Vergangenheit.
Ein rostiger Helm, halb zerfetzt, gibt Auskunft über
Gemetzel … O ave Lamento, das von Hügel zu Hügel zieht.
Umher irrt der Wind, weiß…

von Monika Laakes

Solange deine Träume
hinaus ins Universum
schweben, werden Kräfte
frei, die an deiner Zukunft
weben. Mit glitzernden,
goldenen Fäden entsteht
ein Gewand der Fantasie,
in das du dich hüllst. Und
du…

von Mara Krovecs

Aus meinen Tagebüchern
sind alle Buchstaben
fortgeflogen - der Seiten Leere
wie frisch gefallener Schnee
meine Traurigkeit zu Eis gefroren

ich drehe Pirouetten
auf dem Rascheln der Vergangenheit
dass das…

von Annelie Kelch

Meine Seele spaziert durch ein Buch wie durch einen Wald.
Mein Herz trinkt die Worte, eh sie im Schatten verdursten.
Ein Buchstabe purzelt ins Moos, ich hebe ihn auf
und puste den Schmerz fort.

Unterwegs - ich treffe…

von Annelie Kelch

Kaum schält sich die Morgenröte aus dem
Rußigen Mantel der Nacht, streust du auch
Schon das Salz deines Lebens in frische Wunden.

Neuer Tag – neue Verheißung: Sonne ist von
Bord gegangen … Ans Licht kommen deine Worte…

von Anouk Ferez

florales brausen, blütengischt
farnfächerbucht
– mein nachen stach in see…
libellentränen nährten
regenbögen und
ein weh erklomm die brust.
schneller als pusteblumenzwerge
stieg mir die liebe in die…

von Monika Jarju

Im Garten Schnee
und lila Leinenzeug
waschwarm angeleint
flattert versteift
Frost zwickt zwackt
bricht es entzwei

von Ella Sander

je älter ich werde
umso mehr reift
zuckerwatte
zwischen den schläfen
und der hüter
der erinnerung
begräbt die tränen
denn das seelenbitter
stirbt an zuckerschock

von Annelie Kelch

Unter der flüchtigen Borke
des Daseins brodeln die Städte.
Schmerzerfüllt krümmt sich
die Weide dem Fluss entgegen
und in den seichten Flüssen und Seen
betteln die Zweige um Zuflucht.

Gegen die Flamme des…

von marie mehrfeld

Ich halt inne. Werde ruhig. Nehme den Blick meiner Augen, den Augenblick wahr. Nur er zählt. Ich schaue hin. Schaue andächtig hin. Beuge mich. Mache mich klein. Denn ich bin klein. Winzig klein. Angesichts der Schönheit der Schöpfung. Der Anmut…

von marie mehrfeld

Begegnung der unvermuteten Art an unserer alten Kreuzung nach sehr langer Zeit, Mai ist wieder, ein frischer Wind kühlt mir die Ohren und der Himmel so gewaltig hoch wie damals, weißt Du noch, scheues Streicheln, Gänsehaut, unsere leuchtenden…

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