Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

empfohlene Gedichte über das Leben
von Rainer Maria Rilke
von Christian Morgenstern
neue Gedichte über das Leben
von Peter Boensch
von Jana Scheumann
von Jürgen Skupniewski-Fernandez
die schönsten Gedichte über das Leben
von Rainer Maria Rilke
von Annelie Kelch
von Else Lasker-Schüler
Beitrag 36 - 70 von insgesamt 1358 Texten in dieser Kategorie
von Angélique Duvier

Wenn ein Teil
deines Lebens
in tausend
Stücke zerfällt,
wäre die Mühe
vergebens,
sie aufzuheben.

In dieser Welt
wird dir
geduldiges Warten
nicht gelingen.
Zerbrochenes
lässt…

von Sigrid Hartmann

Am Himmel ein Stern
So nah und doch fern
Ein riesiger Ball
Treibt mit uns im All

Sein strahlendes Licht
Mehr sehen wir nicht
Ist lang nicht mehr dort
Seinen Weg setzt er fort

Ein Punkt nur, ein…

von Karin Steuck

Die Worte in Versen,
sie klingen mir lieb.
So leis wie ein
zartes verborgenes Lied.

Gehend getragen
von Worten ganz leicht.
Versonnener Blick…
“Was sagtest du gleich?“

von Leo Rottmann

der tag ist grau
du weißt genau

du bist allein
es könnte sein

du blickst zurück
auf altes Glück

kannst es nicht lassen
du willst es fassen

und suchst die wende
zum guten ende

und…

von Soléa P.

Die Tage unser sind gezählt,
vom ersten Atemzuge an.
Das sei hier mal kurz erwähnt,
auch Sterben seinen Anfang fand.

Wir krabbeln in das Leben rein
und später wieder raus.
Kleckern schon als Kindelein,

von Ella Sander

Die Zeit dient keinem Herren,
unterwirft sich nicht;
Aus Augenblicken knüpft
sie still dein Leben.
Solang du atmest, scheiden
die Dämonen nicht;
Jedoch du kannst dich
über sie erheben.

von Christian Morgenstern

Wer vom Ziel nicht weiß,
kann den Weg nicht haben,
wird im selben Kreis
all sein Leben traben;
kommt am Ende hin,
wo er hergerückt,
hat der Menge Sinn
nur noch mehr zerstückt.

Wer vom Ziel nichts…

von Eva Klingler

Kennst du das wenn Neugier zwickt?
Wie warum wer grad so tickt
So tickt - da fällt mir ein die Zeit
ich weiß wohl das ist nie gescheit
Doch andererseits lockt‘s zu erfahren
die Abenteuer oder gar Gefahren
die…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Natur dem Leben zugewiesen,
Erde der Sehnsucht zugestellt,
Universum der Hoffnung übergeben,
uns Menschen unsere Welt.
Vernunft dem Geiste untergeben,
Seelen dem Gott sich unterworfen.
Alles ist allem,

von Sigrid Hartmann

Betrachtet man ein Spinnennetz,
dann stellt man voll Erstaunen fest,
es sind nicht nur die Klebefäden,
die diese kleinen Tiere weben.

Zuerst braucht jedes Netz den Halt,
zu trotzen stürmischer Gewalt,
an Baum…

von Mara Krovecs

In meiner Seele ruhen viele Räume,
die wie verwoben zwischen Licht und Schatten steh'n,
in ihnen wandre ich - füg sie in meine Träume,
aus denen sich mir Wege in das Morgen dreh'n,

denn jeder Raum trägt meinem Herzschlag…

von marie mehrfeld

wir suchen Gott,
ganz ohne Spott,
wir suchen Sinn,
du bist, ich bin!

auch in der Nacht
hab ich gewacht,
kein Jahr des Lichts?
real ist nichts?

willst so sein, wie?
gelingt Dir nie!…

von Willi Grigor

Sein Erscheinen mich umgarnte,
trübe Tage wurden froh.
Seine Nähe mich umarmte,
seine Lieder ebenso.

Sein Bei-mir-sein machte Stille
aus den Stürmen in der Brust,
gab der Seele wieder Wille
und dem Leben…

von Karin Steuck

Dem Leben zuschauen,
dem Lauten und dem Leisen,
wie es miteinander spricht
und ahnt,
was wir noch wissen nicht.

von Annelie Kelch

Nachts trauern die Rosen,
weil mein Lieb weinen muss …
Im Tränenkanal staut
sich sein kleines Leid.

Alle Schleusen stehen offen;
aber es ist kein Schiff in Sicht,
das ihn retten könnt ...
Und es gibt nur…

von Lena Kelm

Im hinreißenden Tempo
lachend in starken Händen
schwebe ich übers Parkett

Weder Schwerkraft
noch Schwermut
nur der Walzer und
unser glückliches Duett

Wenn die Liebe verblichen
und der schnelle…

von Annelie Kelch

Und wer fängt uns auf?
Gott ...?, fragtest du, bevor die Tür
hinter dir zufiel.

Ja!!!! – Wir sind zum Sterben geboren;
aber du warst noch nicht lebenssatt,
jedoch unsagbar müd – vom Krieg
und anderen…

von Volker Harmgardt

F e r n e

1.
Bei Tag liegt Staub auf meiner Haut,
das Leben sehr fern, ist real geworden,
sehr real, zu real.
Mit der Arbeit meiner Hände formte
sich Begehren, besonders schön.
Auf Bildern in trauriger…

von Eva Klingler

Du malst schwarz-weiß auf silber.
Die Schafgarbe im gelben Sommerkleid - kein Kontrast.
Manchmal kommt sie, manchmal nicht - jetzt! kann ich schmunzeln.
Schau nicht so ernst - sanft.

Die Bäuerin zeigst du mir zuerst.…

von Monika Jarju

Jenes rotglühende Flirren am Abend
das aufsteigt von summenden Palmen
und Eidechsen rhythmisch ihre Köpfe
zucken auf warmen Sonnenflecken unter
Mangobäumen zu beiden Seiten
der Sandweg ein goldener Fluss
im…

von Melina Keuer

Finde es schön vom Chaos in die Struktur zu gehen, um dann wieder zurückzusehen.
Ich finde es schön drei Seiten einer Medaille zu sehen,
denn es ist nichts dabei, wenn die Welt sich weiterbewegt
und das Unveränderliche die…

Rezitation:
von Willi Grigor

Ich sitze und denk an vergangene Zeiten,
begreife, wie schön es doch war.
Ich sehe die Kinder beim Steckenpferdreiten
und höre die Peitsche sogar.

Ich sehe sie pflücken mit Eifer im Grase
und binden die Blumen zum…

von marie mehrfeld

Ist Urkraft des Lebens.
Steht selten still.
Wasser lässt schweben.
Es macht, was es will.

Hilft uns aus Nöten.
Muss nicht gefallen.
Kann wüten und töten.
Und ist in uns allen.

Gefriert schnell…

von Lisi Schuur

Ist so ein herrlicher Morgen
den wissen die Lerchen zu singen
die Wolken verstummen vor Glück

Zerstreut liegen alle Bedenken
das Gras trägt noch sein Winterlang
dem Löwenzahn wird niemals bang

Anmutig…

von Ella Sander

Kein guter Tag
das Haus zu verlassen:
die Sonne blendet
die Luft schneidet
das Pflaster sticht
die Menschen drängen.

Ein letzter Blick
in den Spiegel:
die Lippen mit einem
Lächeln schminken,…

von marie mehrfeld

dicht an dicht
unerkannt
eingezwängt
farben fahl
keine sterne
deine hand
hält mich nicht

schultern schwer
leise lange
reihen bilden

gehe stumm
schritt um schritt
sehne…

von Angélique Duvier

Das Leben genießen, jeden Tag.
Trotz der Dinge, die ich gar nicht mag.
Wachsen und Werden will nicht enden.

Es blüht und gedeiht auch im tiefsten Tal,
trägst du deswegen auch manch schwere Qual.
Dein Schicksal kann…

von Rainer Maria Rilke

Ich lebe grad, da das Jahrhundert geht.
Man fühlt den Wind von einem großen Blatt,
das Gott und du und ich beschrieben hat
und das sich hoch in fremden Händen dreht.

Man fühlt den Glanz von einer neuen Seite,
auf…

von Monika Jarju

Vergleiche deine Erfahrungen niemals im März.
Stell deine Gedanken einander vor.
Treibe Samen in die Erde und gieße sie.
Halt dich von Augen fern, wenn kein Regen fällt.
Gib eine Prise Kaffee ins Duschwasser.
Leg…

von Somos Eleen

Dein Duft ist einzig! Wundersam blühst du auf,
wenn du Dich öffnest, Blüte um Blüte, nachts.
Dein Blütenstempel ragt empor, lockt.
Falter umschwirren die Kelche im Taumel.

So kurz dein Blühen! Welkst du doch tags danach…

von Susanna Ka

Du hängst an der Nadel,
mit eingefallenen Wangen
und trüben Augen.
Müde von Kampf.

Infusionsflüssigkeit
sickert in deinen Körper,
vergiftet und rettet dich
gleichermaßen.

Ist die Infusionszeit…

von Angelika Zädow

Verschmitzt
die Augen
Worte sprudeln lachend
vergnügt der ganze Mensch
Schabernack

von Annelie Kelch

Als mir die Stadt noch fremder war als fremd
und ohne Halt und keine Heimat wollt versprechen ...
als das Gewölk der Möwen dort im großen Hafen mir
nicht lachte und keinen Namen wollt verpfeifen …
als auch des Tauwerks…

von Annelie Kelch

Der Wind geht auf Taubenfüßen.
Im Getreide errötet der Mohn.
Wir brauchen nicht mehr zu heizen.
Eine Vogelscheuch' wacht überm Weizen,
und am Rain blüht der Hahnenfuß schon.

Durch die Stadt geistern Schatten und…

von Rainer Maria Rilke

Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden,
in welchen meine Sinne sich vertiefen;
in ihnen hab ich, wie in alten Briefen,
mein täglich Leben schon gelebt gefunden
und wie Legende weit und überwunden.

Aus ihnen kommt mir…

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.