Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 36 - 70 von insgesamt 1395 Texten in dieser Kategorie
von marie mehrfeld

wir suchen Gott,
ganz ohne Spott,
wir suchen Sinn,
du bist, ich bin!

auch in der Nacht
hab ich gewacht,
kein Jahr des Lichts?
real ist nichts?

willst so sein, wie?
gelingt Dir nie!…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Natur dem Leben zugewiesen,
Erde der Sehnsucht zugestellt,
Universum der Hoffnung übergeben,
uns Menschen unsere Welt.
Vernunft dem Geiste untergeben,
Seelen dem Gott sich unterworfen.
Alles ist allem,

von marie mehrfeld

Hast du jemals genug von dem Selbstbetrug,
dich in Zweisamkeit nach der Ferne zu sehnen
und in Einsamkeit nach dem Fluss der Tränen,

die du niemals geweint? Ist kein Widerspruch,
selbst, wenn es so scheint, sagst du mir…

von Rainer Maria Rilke

Mein Leben ist nicht diese steile Stunde,
darin du mich so eilen siehst.
Ich bin ein Baum vor meinem Hintergrunde,
ich bin nur einer meiner vielen Munde
und jener, welcher sich am frühsten schließt.
Ich bin die Ruhe…

von Sigrid Hartmann

Am Himmel ein Stern
So nah und doch fern
Ein riesiger Ball
Treibt mit uns im All

Sein strahlendes Licht
Mehr sehen wir nicht
Ist lang nicht mehr dort
Seinen Weg setzt er fort

Ein Punkt nur, ein…

von Willi Grigor

Ich mein', es war gewesen
im Wachtraum, als ich schrieb
den Brief an jenes Wesen,
das in den jungen Jahren
sein Wesen in mir trieb.

Noch gut das Hauptwort "Augenstern"
ich im Gedächtnis hab.
Und auch das…

von Michael Dahm

Schlagt, Flügel, schlagt,
wie lang wart ihr gebunden,
so lange, wie der Wind mir's sagt,
schon seit so vielen Stunden.

Tragt mich über Sehnsuchtsweilen,
fort von Schmerz und Härten,
lasst dort meine Wunden…

von Uwe Röder

Ohne Liebe
leben ist wie
totes Leben,

trauriger
als Leben
toter Dinge.

Berg und Wolken
fassen sich
an ihren Händen,

Ost- und Südwind
mischen ihren
Atem,

kalter Schnee,…

von Ella Sander

Die Zeit dient keinem Herren,
unterwirft sich nicht;
Aus Augenblicken knüpft
sie still dein Leben.
Solang du atmest, scheiden
die Dämonen nicht;
Jedoch du kannst dich
über sie erheben.

von Angélique Duvier

Ein scheuer Blick,
aus blauen Mädchenaugen,
zerriss die Zeit,
sie blieb stehen,
für Sekunden,
Träume begannen
zu fliegen.

Das Mädchen
verschwand
im Spiegelbild,
aus dem eine
alte…

von Rainer Maria Rilke

Ich lebe grad, da das Jahrhundert geht.
Man fühlt den Wind von einem großen Blatt,
das Gott und du und ich beschrieben hat
und das sich hoch in fremden Händen dreht.

Man fühlt den Glanz von einer neuen Seite,
auf…

von Monika Jarju

Jenes rotglühende Flirren am Abend
das aufsteigt von summenden Palmen
und Eidechsen rhythmisch ihre Köpfe
zucken auf warmen Sonnenflecken unter
Mangobäumen zu beiden Seiten
der Sandweg ein goldener Fluss
im…

von Eva Klingler

Kennst du das wenn Neugier zwickt?
Wie warum wer grad so tickt
So tickt - da fällt mir ein die Zeit
ich weiß wohl das ist nie gescheit
Doch andererseits lockt‘s zu erfahren
die Abenteuer oder gar Gefahren
die…

von Annelie Kelch

Und wer fängt uns auf?
Gott ...?, fragtest du, bevor die Tür
hinter dir zufiel.

Ja!!!! – Wir sind zum Sterben geboren;
aber du warst noch nicht lebenssatt,
jedoch unsagbar müd – vom Krieg
und anderen…

von Lena Kelm

Im hinreißenden Tempo
lachend in starken Händen
schwebe ich übers Parkett

Weder Schwerkraft
noch Schwermut
nur der Walzer und
unser glückliches Duett

Wenn die Liebe verblichen
und der schnelle…

von Karin Steuck

Dem Leben zuschauen,
dem Lauten und dem Leisen,
wie es miteinander spricht
und ahnt,
was wir noch wissen nicht.

von Annelie Kelch

Wie herrlich funkeln unsere Meere im Sommerlicht!
Und nachts rauscht in den Muscheln das Blut des Mondes
Wie meine Sehnsucht nach dir in nächtlichen Träumen.

Unter tausend silbernen Perlen fand ich dich und tauchte
Hinab…

von Eva Klingler

Du malst schwarz-weiß auf silber.
Die Schafgarbe im gelben Sommerkleid - kein Kontrast.
Manchmal kommt sie, manchmal nicht - jetzt! kann ich schmunzeln.
Schau nicht so ernst - sanft.

Die Bäuerin zeigst du mir zuerst.…

von marie mehrfeld

Ist Urkraft des Lebens.
Steht selten still.
Wasser lässt schweben.
Es macht, was es will.

Hilft uns aus Nöten.
Muss nicht gefallen.
Kann wüten und töten.
Und ist in uns allen.

Gefriert schnell…

von Monika Jarju

Vergleiche deine Erfahrungen niemals im März.
Stell deine Gedanken einander vor.
Treibe Samen in die Erde und gieße sie.
Halt dich von Augen fern, wenn kein Regen fällt.
Gib eine Prise Kaffee ins Duschwasser.
Leg…

von marie mehrfeld

dicht an dicht
unerkannt
eingezwängt
farben fahl
keine sterne
deine hand
hält mich nicht

schultern schwer
leise lange
reihen bilden

gehe stumm
schritt um schritt
sehne…

von Soléa P.

Gegeißelt, von dem Trieb zu leben,
rafft sich kraftlos die Hülle auf.
Füllt sich mit Atem mit kritischen Fragen,
warum steh ich nur so früh auf,
wo dem Heute ich doch gar nicht trau?

Schon gestern war der Tag…

von Angélique Duvier

Das Leben genießen, jeden Tag.
Trotz der Dinge, die ich gar nicht mag.
Wachsen und Werden will nicht enden.

Es blüht und gedeiht auch im tiefsten Tal,
trägst du deswegen auch manch schwere Qual.
Dein Schicksal kann…

von Angélique Duvier

Wenn ein Teil
deines Lebens
in tausend
Stücke zerfällt,
wäre die Mühe
vergebens,
sie aufzuheben.

In dieser Welt
wird dir
geduldiges Warten
nicht gelingen.
Zerbrochenes
lässt…

von Susanna Ka

Du hängst an der Nadel,
mit eingefallenen Wangen
und trüben Augen.
Müde von Kampf.

Infusionsflüssigkeit
sickert in deinen Körper,
vergiftet und rettet dich
gleichermaßen.

Ist die Infusionszeit…

von Lisi Schuur

Beim Umblättern
fiel etwas aus dem Buch
ein Lesezeichen
dessen Sinn nun entfallen ist
langsam blättere ich Seite um Seite
ist es möglich
dass alles mir fremd erscheint
keine heißen Quellen
die…

von Soléa P.

Die Tage unser sind gezählt,
vom ersten Atemzuge an.
Das sei hier mal kurz erwähnt,
auch Sterben seinen Anfang fand.

Wir krabbeln in das Leben rein
und später wieder raus.
Kleckern schon als Kindelein,

von Angelika Zädow

Verschmitzt
die Augen
Worte sprudeln lachend
vergnügt der ganze Mensch
Schabernack

von Ella Sander

Ein Löwenzahnschirmchen schwebt,
von sanftem Frühlingswind getragen,
über die Wiesen der Möglichkeiten,
des Ungewissen, des Unbekannten.

Meist unbeachtet, oftmals abgelehnt
oder bekämpft, begleitet vom Schatten…

von Mara Krovecs

In meiner Seele ruhen viele Räume,
die wie verwoben zwischen Licht und Schatten steh'n,
in ihnen wandre ich - füg sie in meine Träume,
aus denen sich mir Wege in das Morgen dreh'n,

denn jeder Raum trägt meinem Herzschlag…

von Willi Grigor

Ich sitze und denk an vergangene Zeiten,
begreife, wie schön es doch war.
Ich sehe die Kinder beim Steckenpferdreiten
und höre die Peitsche sogar.

Ich sehe sie pflücken mit Eifer im Grase
und binden die Blumen zum…

von Sigrid Hartmann

Betrachtet man ein Spinnennetz,
dann stellt man voll Erstaunen fest,
es sind nicht nur die Klebefäden,
die diese kleinen Tiere weben.

Zuerst braucht jedes Netz den Halt,
zu trotzen stürmischer Gewalt,
an Baum…

be
von Mara Krovecs

wege
dein leben
schnitte explodieren
in deinem herzen
glühen funken
unter deine füsse

lauf!

von Eva Klingler

Es werden die Oasen zerstört
bleibt der Ruf der Wüsten ungehört
Es werden Kriege geführt
doch mitnichten
das Wesen berührt
Unendlich scheint geschrieben
besonderes Jenen
die da lieben
Besonderes…

von Sigrid Hartmann

Ganz tief in mir hockt eine Freude,
die nur das Leben selber sieht.
Doch ist's die Angst, vor der sie ängstlich
bis in die tiefsten Tiefen flieht.

Geschürt von denen, die selbst ängstlich
die Angst als ihre Waffe…

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.