Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 36 - 70 von insgesamt 1050 Texten in dieser Kategorie
von nabatea buchler

Was wollt' ich nicht schon alles werden -
Tierarzt,Gärtner,Architekt.....
So habe ich in meinem Leben
schon so manches abgecheckt.

Hab Briefe bei der Post sortiert,
das Cinemaxx geputzt,
hab Autos wieder auf…

von Michael Dahm

Ein Stein auf Baches klarem Grund,
beleckt, gedreht und schon ganz rund,
zeigte mir, auf seiner Reise,
des Lebens Schliff auf Kiesel-Weise ...

von Angélique Duvier

Ich sprang in eine Pfütze,
dass das Wasser nur so spritze,
es machte großen Spaß,
meine Füße wurden nass,
doch das war mir ganz egal,
durch Pfützen springen ist legal.
Ich fühlte mich wie ein Kind,
tanzte…

von Eva Klingler

Es werden die Oasen zerstört
bleibt der Ruf der Wüsten ungehört
Es werden Kriege geführt
doch mitnichten
das Wesen berührt
Unendlich scheint geschrieben
besonderes Jenen
die da lieben
Besonderes…

von Sigrid Hartmann

Verwundetes Herz
Die Knospe einer Rose
In Kälte und Sturm

von Michael Dahm

Ich liebe einsame Stunden
die führen mich zu mir
hier kühl ich meine Wunden
so lange bis ich frier.

Dann betrete ich die Erde
von neuem und von vorn
ich weiß, dass ich nicht werde
noch einmal neugeborn…

von Sigrid Hartmann

Ganz tief in mir hockt eine Freude,
die nur das Leben selber sieht.
Doch ist's die Angst, vor der sie ängstlich
bis in die tiefsten Tiefen flieht.

Geschürt von denen, die selbst ängstlich
die Angst als ihre Waffe…

von marie mehrfeld

dicht an dicht
unerkannt
eingezwängt
farben fahl
keine sterne
deine hand
hält mich nicht

schultern schwer
leise lange
reihen bilden

gehe stumm
schritt um schritt
sehne…

von Angélique Duvier

Zwischen heute
und morgen
liegt das Glück,
doch komme ich
ihm näher,
weicht es zurück.
Aber es winkt,
als wolle es mich.
Es lockt immer wieder.

Aus halb
geschlossenen Lidern
sehe…

von * noé *

Wie heißt die Pflanze ... Sonnentau –,
heimtückisch still steht sie im Moor ...
Und seine Augen, so blau, so blau –
so kalt war sein Blick, dass es sie fror.

Sonnenlicht glitzert hell in Tränentropfen,
mit denen die…

von Annelie Kelch

Die schöne Dicke ruht sich aus von zuviel Kuchen.
Das süße Zeug und auch Bonbons sind dazu angetan -
sie Tag für Tag aufs Neue zu versuchen.

Auch liebt sie süße Brause und Kaffee mit Sahne,
doch niemals trinkt sie Bier –…

von Annelie Kelch

Man betete mit mir – ich musste die Hände falten,
zwar nur jeden dritten Abend, aber immerhin ...
Ich wusste, es war gut gemeint und hab' behalten,
dass ich – wie alle anderen – ein Kind Gottes bin.

Hättet ihr euch im…

von Rainer Maria Rilke

Wenn ich gewachsen wäre irgendwo,
wo leichtere Tage sind und schlanke Stunden,
ich hätte dir ein großes Fest erfunden,
und meine Hände hielten dich nicht so,
wie sie dich manchmal halten, bang und hart.

Dort hätte…

von Michael Dahm

Ein alter Baum, der knorrig ist
und dessen Sein die Zeit vergisst,
dessen Holz ist hart wie Bein,
nie wieder wird er Setzling sein.

Mancher Sturm hat ihn geprägt
und mancher Mensch an ihm gesägt,
doch steht er…

von Angélique Duvier

Das Denken fällt ihr heute wieder unsagbar schwer.
Sie sucht in den Nischen ihrer Erinnerung.

Was gestern gewesen, das weiß sie heute nicht mehr.
Es ist, als wäre in ihrem Kopf ein Riesensprung.

Manchmal steigt längst…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Schlagen ihre Wellen gegen
Die Felsen göttlicher Macht.

Feucht und kalt ist die Nacht,
Und doch in der Tiefe lebt ein Licht.

Steige hinunter, noch sehe ich nicht.
Spüre nur Verlangen .

Noch trennen uns viele…

von Axel C. Englert

Eine Katze war erschüttert –
Da ist was, das mich verbittert:
In ENGLAND habe ich NEUN LEBEN!
In DEUTSCHLAND grade SIEBEN eben?!

Jäh werden mir – ganz unverhohlen! –
ZWEI Existenzen dreist gestohlen?!
Ein…

von marie mehrfeld

Hand in Hand.
Du mit mir am großen Meer.
Atem des Lebens.

Leichtfüßig schweben,
das Kitzeln der Strandhaferhalme.
Glücksgefühl.

Sanftes Streicheln.
Haut an Haut an Haut an Haut.
Ohnegleichen.…

von Annelie Kelch

Wasser ist der Docht
deines Lebenslichts.
Wasser brodelt, kocht …
Wasser ist schön -
Wasser rauscht ...
von manchen Bergen und Höhn.

Über dem Wasser schweben Geister!
Wasser – Boss vom Bademeister.…

von Yvonne Zoll

Bemessen Tagesränder
in Seufzern Schrei still stundend
in Sätzen klebt, verendet
wirr kreischend wie umschwärmend

Schicke Süße entliehen
wie aus Regen in Sternen
Ein Alphabet entstanden
Bloß blauädernd…

von Barbara Schleth

Wortsegel
Gleiten unbeschrieben
Durch´s Gedankenmeer
Wortfetzen steigen auf
Glitzern in der Sonne
Erinnerungswellen
Tanzen auf dem Wasser

Wortsegel
Hören die Verlockung
Liebesschrei der Möwen…

von Michael Dahm

Oh Mutter,
zieh nicht dein Gesicht,
es ist nicht zu ertragen,
ich bin nicht mehr der Wicht,
aus fernen Kindertagen.

Ach Mutter,
so wolltest du mich nicht,
geh ich nicht deinen Weg?
Ich seh in dein'…

von marie mehrfeld

Meine Sehnsucht kann weit
fliegen, über tiefe Meere, hohe
Berge, grüne Täler, fremde Städte
und in vergangene Zeiten,

da waren heiße Sommer
mit Donner und Blitz,
Wolken und Himmel in
allen Farben, harte…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Mich hat der Sturm des Lebens nicht verschont,
als er meine Wurzeln ausriss.

Mich hat die Sonne nicht verschont,
als mein Durst nach Leben verlangte.

Mich hat die Wüste nicht verschont,
als die Glut meine Erde…

von Eva Klingler

Du malst schwarz-weiß auf silber.
Die Schafgarbe im gelben Sommerkleid - kein Kontrast.
Manchmal kommt sie, manchmal nicht - jetzt! kann ich schmunzeln.
Schau nicht so ernst - sanft.

Die Bäuerin zeigst du mir zuerst.…

von Anett Yvonne Heinisch

Die Decke liegt auf deinem Kopf
erbarmungslos und schwer
Die Einsamkeit packt dich am Schopf
sie wirft dich hin und her

Die Angst, die dir im Nacken sitzt
verlangt nach deiner Kraft
Macht, dass du Rotz und…

von Willi Grigor

Nicht wenig Leute sorgen sich:
"Die Erde kriegt den Sonnenstich!"
Die Sonne immer stärker sticht
der Erde in das Angesicht.
Das ständig Stechen ist global,
der Erde selbst ist das egal.
Es ist das Leben, das…

von Willi Grigor

Sein Leben war freundlich,
ein kuschliges Nest.
Am Tage die Arbeit,
am Abend das Fest.

Sein Leben gab Licht ihm,
den Glanz und den Schein.
Der Tag schenkte Frohsinn,
der Abend den Wein.

Sein Leben…

von Willi Grigor

Er war allein mit seinen Ängsten
als er noch jung, verwundbar war,
und jede Nacht schien ihm am längsten,
weil Schmerz aus Angst sie ihm gebar.

Wo war der Wind, der ungehörte,
der Kinderarme streichelt zart.

von Michael Dahm

Reginald der Regenwurm
zog sich zurück denn draußen war Sturm
er schob sich geruhsam durch dunkle Gänge
vor und zurück in all seiner Länge.

Er traf auf Regine am Loch Nr. 8
und die hat als Lady für sich leis'…

von Jürgen Wagner

Die Krabbenschar eilt
zum Versteck in den Steinen
Bis die Flut sie ruft

Der Mond bewegt die Meere
Ein stets reich gedeckter Tisch

von Lisi Schuur

Am Abend vor den Hauswänden
spielen Katzen
mit vergessenen Tischtennisbällen
Jugendgeräusche
ploppen sich in den Kopf
Blechbüchsen scheppern
über Bürgersteige
pflastern den Boden
mit…

von Anouk Ferez

Lichte Blüten wirbeln schneegleich aus den Weiten.
Apfelbäume, Frühlingsboten wiegen sich
in Atlas‘ Wassern unter bunten Bögen.

Früher Wandrer, scheint es dir als zögen
deine Schuhe zu geblümtem Glockenläuten?

von Monika Jarju

Neben der Bushaltestelle stehen Stunden
aneinandergereiht ohne abzufahren

wenn der Himmel abends aus der Stadt läuft
mit einem rosa Glühen an den Füßen

und keiner geht durch diese Stunde –
kaufe ich ein Ticket, um…

von Angélique Duvier

Bei den blauen Vergissmeinnicht
im Garten bleibe ich stehen,
betrachte sie eine Weile.
Die blattlose alte Weide

biegt sich langsam, sie ächzt und knarrt,
und ich lausche ihrer Stimme,
ob sie viel zu erzählen…

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.