Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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von Susanna Ka

Heimat

Das sind meine Wurzeln,
fest eingegraben in den Elbestrand,
so, dass die Flut sie nicht auswaschen kann.

Heimat

bedeutet vor allem Kindheit.
Die Wärme in Großmutters Küche,
der Duft ihrer…

von Brianna Wings

Wo ist das Kind,
das an den Stränden
der Fantasie
einst Sandburgen baute?

Wo ist das Kind,
das voller Hoffnungen
in jedes Sandkorn
eines seiner Träume legte?

Wo ist das Kind,
das mutig und…

von René Oberholzer

Die Hügel
Gegen das Meer getauscht
Und die Berge darauf gelegt
Für den Wind in meinem Haar

von Ruth Weber-Zeller

überfallen aus dem schatten des nichts,
ein gestürztes komma davor
aufzugeben, sitzt
dort der gast,
das gewetzte ende an die
vernarbte wand gesteckt,
wiederum

von Mara Krovecs

Lichtschatten
*
sammelnde Zeitvögel
kreisen über Augenblicke
setzen in schwarze Erde
was wachsen soll
was sterben soll
fliegen versinkenden Sonnen
in die aufgerissenen Himmel
werfen ihren…

von René Oberholzer

Der Wecker hat versagt
Ich habe verschlafen
Sie ist gegangen
Ich habe den Wecker schuldig gesprochen
Sie hat die Schlüssel dagelassen

Der Wecker geht wieder
Ich danke ihm dafür
Ich habe ihn…

von René Oberholzer

Brigitte hat eine Affäre mit Rolf
Peter hat eine mit Doris
Christine und Patrick wissen davon

Barbara hat eine Affäre mit Walter
Kurt hat eine mit Silvia
Sandra und Michael haben eine Vermutung

Gabi hat eine…

von Dieter Strametz

Die Apothekenjugend der Welt
kämpft um Sieg, Platz und viel Geld
in sinnfreien Mammutforen
erinnernd an Adolf den Großen

In einem der armen Länder der Welt
verteilt korruptes Funktionärsgesindel
Medaillen aus…

von Johanna Weiß

Ich sah Licht in deinen Augen,
das strahlende Leben in deinem Gesicht.
Ich sah die unbändige Freude
in deinem Lachen.
Ich spürte Sinn in deinem Dasein
und Klarheit in deinen Gedanken.
Ich spürte die Schönheit…

von Heiner Brückner

Siege, mein Sohn,
sind der Kriege Lohn.
Begrabe die Krieger.

Begrabe auch Kriege,
mein Vater,
sie sind des Friedens Tod.

von Michael Jörchel

Wie eine Perlenkette
hängen sie um meinem Hals.

Eine Schlinge
die mir den Atem raubt.

Probleme,
aufgereiht wie Perlen
an einer Schnur.

Jede Perle ein Gewicht
das mich hinab zieht,
meine…

von * noé *

Ich seh dich vor mir stehen,
nur dieser Druck hält dich zusammen,
der von außen auf dich stößt,
von allen Seiten.
Ich hör dein inneres Flehen,
ein Zittern geht durch deinen Leib,
ein Schüttern.
Bleib!…

Rezitation:
noé/13.09.2015
von René Oberholzer

Zum Meer
Sagte sie
Und am Meer
Sagte sie
Noch mehr

Ich folgte ihr
Ins Meer
Und sagte
Nichts mehr
Und sie sagte

Noch mehr
Und ich wurde
Zum Meer
Immer mehr
Immer…

von René Oberholzer

Noch ruht der Berg
Verdunkelt von der Nacht
Die Kühle des Morgens
Bin ich nicht gewohnt

Links geschultert
Der Fotoapparat
Die rechte Hand
In der Hosentasche

Ich steige auf den Berg
Halb…

von René Oberholzer

8 Jahre sass sie im Gemeinderat
8 Jahre im Kantonsrat
8 Jahre im Nationalrat
8 Jahre im Ständerat
8 Jahre im Gefängnis
Jetzt muss sie wieder gehen lernen

von Michael Jörchel

Je älter ich werde
umso intensiver blicke ich in den Spiegel .
Ich sehe nicht mehr nur meine Oberfläche.

Ich sehe in meine Seele.
Ich sehe mein Leben.

Ich sehe jedes Kapitel dieses Lebens.
Manche sind für…

von Marcel Strömer

Die Nacht entkettet Schattenwesen
neben mir. Sie gleichen mir und
halten Schritt, wären sie nicht
im Schnittpunkt dezentriert

Regentropfen kreiseln abwärts
in Slow Motion, der Mond zu warm
Ich weiß: der…

von Peter H. Carlan

Die nachtschwarzen Kolkraben krächzen,
kalt wehen die Nebel aus ihren Schnäbeln.
Schau, wechselnde Winde spielen Polo
hoch in den Wipfeln der Bäume.

Bunt stehen die Drachen am Himmelsrund
und betrachten das…

von Peter H. Carlan

wortfetzen treiben
ihren
beißenden spott
mit
gebrochenen
silben

unverhohlen
liegen
unterton und unterton
zwischen
verlogenen zeilen

im zwiegespräch
gespaltener zungen…

von René Oberholzer

Ich habe ihr die Zähne gezeigt
Sie hat mir alle gezogen
Jetzt habe ich ein neues Gebiss
Das darf ich an Festtagen einsetzen
Manchmal

von René Oberholzer

Du hast mir
Den Kopf verdreht

Jetzt habe ich
Eine Halskrause an

Der Doktor sagt
Höchstens 3 Jahre noch

von Brigitte-Hanna-Dorit Lebelt

Der Tag neigt sich dem Ende zu
Ich leg mich nieder nun zur Ruh
Träumt seelig und still,
weil`s der Hergott es will.

von Nikola M

Kein Stern am Himmel zu sehen.
Erinnerst du dich an dein Versprechen?
Ich bezweifle es.

Weißt du noch wie es damals war?
Daran kannst du dich noch erinnern, wir waren da.
Du hast dich verändert.
Ich habe mich…

von Reim Ereien

fort gezogene Vogelschar, lang gezogener Winter, warten auf die Sonne, bin meinen Trost los, vermisse meine Laune, bloß, dieser kleine Wink von dir, ich warte hier

von René Oberholzer

Diesen Worten fehlt nichts
Dieser Zeile fehlt nichts
Diesem Gedicht fehlt nichts
Mir fehlt auch nichts
Ich habe nur den Verdacht
Dass dir etwas fehlt
Vielleicht fehlst du dem Gedicht

von René Oberholzer

Stein um Stein
Die Liebe aufgebaut
Bis die ersten drei Jahre
Vorbei waren

Dann Stein um Stein
Die Liebe abgetragen
Bis nur noch ein Stein
Für jeden von uns übrig blieb

Den behalten wir
Ein…

von Dieter Strametz

Ein Schatten
unter Palmen
als noch die Luft
den Vögeln gehörte

Eine Oase
den Dürstenden
bevor die Brunnen
vergiftet wurden

von René Oberholzer

Als sie im Ausland zur Schule ging
In ihrer Heimat wurde verhaftet
Interessierte sie sich nicht
In ihrer Heimat wurde gefoltert
Für die Menschenrechte

Als sie in ihre Heimat zurückkehrte
Im Ausland gab es…

von René Oberholzer

Er war nach Australien geflogen
Hatte sich die App DANGEROUS ANIMALS heruntergeladen
Hatte die unterschiedlichsten Tiere fotografiert
Und Meldungen auf sein Display erhalten
Wie DON'T MOVE oder RUN AS FAST AS YOU CAN

von Monika Laakes

Möcht‘ mich erinnern an jene Gassen
aus plattgewalzter Erde, wo der Wind
seinen staubigen Tanz drehte, erinnern
an straßendeckende Träume aus Linien,
geheimen Zeichen, geschaffen von
Kinderhand, mit abgerissenen…

von René Oberholzer

In der Milde des Herbstes
Einen neuen Gipfel erwandern
Und dabei Schweiss absondern
Das ist keine Poesie

In der Milde des Herbstes
Einen neuen Gipfel erwandern
Und dabei Hungergefühle entwickeln
Das ist…

von bernd tunn tetje

Hältst es zärtlich,
befangen im Arm.
Spürst den Körper.
Ganz,ganz warm.

Ein weiches Gefühl
durchströmt dich nun.
Drückst es fester
zum sicher Ruh`n.

Wertvoll schmusig
das kleine Kind.

von René Oberholzer

Gegen Mitternacht
Windstill
Auf dem Balkon
Wie im Film
Ohne Musik
Mit Roswitha
Ein zaghafter Beginn
Leichte Gänsehaut

von René Oberholzer

Ich will nur dein Bestes
Sagte seine Frau
Und zog ihm
Wie jeden Abend
Die Pyjamahose herunter

von René Oberholzer

Mit dir urlauben
Auf der Insel
Im herzförmigen See

Dabei die Nähe ausloten
Und dich umarmen
In einem Ruderboot

Dabei die Wolken studieren
Und sie interpretieren
Bis Regen aufzieht

Dann…

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