Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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von René Oberholzer

Du bist das Salz
In meiner Suppe

Du bist die Hefe
In meinem Teig

Du bist die Nadel
In meinem Heuhaufen

Du bist das Herz
In meinem Tanz

Du bist das Lachen
In meinem Mund

Du bist…

von René Oberholzer

Das braune Blatt unter der Kühlerhaube
Brachte zurück einen Hauch von Herbst
Und sinnlichen Lippen

Das braune Blatt hängt jetzt im Winter
Neben vielen anderen braunen Blättern
Herunter von der Garagendecke

von Ruth Weber-Zeller

das faulige ich gepflückter
äpfel nach aussen
gekehrt, steigt der dunkle vom
getrennten baum, die
schleichende lebenszeit in seine
dürre hand gesperrt, um geborgene blätter
auf seiner spur zu streuen.

von René Oberholzer

Diesen Worten fehlt nichts
Dieser Zeile fehlt nichts
Diesem Gedicht fehlt nichts
Mir fehlt auch nichts
Ich habe nur den Verdacht
Dass dir etwas fehlt
Vielleicht fehlst du dem Gedicht

von René Oberholzer

3x in der Woche
Steigt er zu ihr
In die Wohnung empor

3x in der Woche
Spielt er mit ihr
Stundenlang Blockflöte

3x in der Woche
Ist er Sohn
Wie schon immer

3x in der Woche
Denkt die…

von Mara Krovecs

Ich hol Holz - du liebstes Wesen
denn draußen heult der Wind
und später werden wir - ach und
eh ich’s vergesse - setz doch grad mal
das Teewasser auf - mmhhh
Blaubeerentee hab neue
Mammutfellpantoffeln gekauft…

von René Oberholzer

Die Gedichte
Im Sprachzimmer
Schweben unsichtbar umher
Warten darauf
Bis ein Poet
Die Türe aufreisst
Und sie
An die frische Luft entlässt
Bevor er sie
Zwischen 2 Seiten Papier
Sichtbar…

von René Oberholzer

Der Wecker hat versagt
Ich habe verschlafen
Sie ist gegangen
Ich habe den Wecker schuldig gesprochen
Sie hat die Schlüssel dagelassen

Der Wecker geht wieder
Ich danke ihm dafür
Ich habe ihn…

von René Oberholzer

Der blaue Himmel
Ein Backofen

Die Kastanienbäume
Schattenplätze

Der Waldboden
Unser Bett

Grillenkonzerte
Eine heisse Zeit

von René Oberholzer

STRAWBERRY FIELDS FOREVER
Im Radio zu hören
Ist nicht dasselbe
Wie im Traum
Neben John Lennon
Auf die Bäume zu klettern
Und zu rufen
A DAY IN THE LIFE
I'D LOVE TO TURN YOU ON

Und…

von Mark Read

Ich sehe Dinge, Andere sehen sie nicht.
So ist das nun einmal auf dieser Welt.
Das hat nichts mit Geistern zu tun.
Eher mit Wahrnehmungsunterschieden.

Ich sehe die Welt mit eigenen Augen, Andere tun es nicht
So ist…

von Robert K. Staege

Ein Traum schlägt am Hirnrand
noch gegen diverse Schädelknochen.
Seine Bilder irrlichtern vereinzelt
kreuz und quer durchs Bewusstsein,
ergeben aber kein Gesamtbild mehr.

Breschen gähnen gegen Lücken,

von René Oberholzer

Noch ruht der Berg
Verdunkelt von der Nacht
Die Kühle des Morgens
Bin ich nicht gewohnt

Links geschultert
Der Fotoapparat
Die rechte Hand
In der Hosentasche

Ich steige auf den Berg
Halb…

von René Oberholzer

An einem fahlen Märzsonntag
Geht die herausgeputzte Liebe aus
Schaut sich nach allen Seiten um
Wartet auf den nächsten Frühling

An einem fahlen Märzsonntag
Hängt der Hochnebel schief
Hält sich die Sonne…

von René Oberholzer

Wohnen
In den Wolken
Vom Himmel fallen
Auf die Erde

Zurückkehren
Eines Tages
Zu den Wolken
Am blauen Himmel

Wohnen
In den Wolken
Vorübergehend
Immer wieder

von Peter H. Carlan

Die nachtschwarzen Kolkraben krächzen,
kalt wehen die Nebel aus ihren Schnäbeln.
Schau, wechselnde Winde spielen Polo
hoch in den Wipfeln der Bäume.

Bunt stehen die Drachen am Himmelsrund
und betrachten das…

von René Oberholzer

Ich habe ihr die Zähne gezeigt
Sie hat mir alle gezogen
Jetzt habe ich ein neues Gebiss
Das darf ich an Festtagen einsetzen
Manchmal

von Peter H. Carlan

mein wort ist geflohen

aus dem chaos
meiner gefühle
floh es

heimlich
im dunkel der nacht
über vertrauliche grenzen
bis in dein ohr

klopft schüchtern an
und bittet leise um

Asyl…

von Peter H. Carlan

Zwischen bedruckten Seiten
Getrocknete Blüten

Eine einzelne Zeile
Ein winziges Gedicht
- nichts von Bedeutung -
Ist Zeugnis einstigen Seins

Die flüchtige Begegnung
Im Auge des Lesers
Löscht das…

von Peter H. Carlan

weiß weht der ausgehende Atem
des Sommers durch die Alleen
und der Nebel schleicht einsam um die Häuser

aber seltsamerweise sind Rotbuchen-
blätter im ziegelroten Widerschein der Sonne
am Horizont bescheiden gelb…

von Mara Krovecs

seltsamer november du
schneidest meine stimme
und hängst sie in nebelschwaden

ich wandere mich fort
in dir - deine räume klirren
laute schmerzen leise
klang auf schlag - verlorene flügel
heben mich…

von René Oberholzer

Mein Mann ist tot
Wo ist Hans

Mein Mann ist tot
Wo ist Hans

Mein Mann ist tot
Wo ist Hans

Mein Mann ist tot
Wo ist Hans

von René Oberholzer

Hinter Glas
Im Museum
Der Tod
Als Marionette

Hinter Glas
Die Frage
Was ist aus dem
Schnitzer geworden

von Frank Wartner

turmhohe kiefern fälle ich und werfe
stein auf stein zu tempeln auf,
tempeln mir aus illusion und trug

ein streichholz und ein hauch
benzin werden genügen sie
lodern zu sehen im flammenschein

wärme nicht noch…

von René Oberholzer

Ich bin nur
Die Frau
Eines Fussballers

Ich wäre lieber
Die Frau
Eines Kopfballers

von René Oberholzer

Eine grüne Fabrikfront
Fenster an Fenster
Eine Cafeteria
Tisch an Tisch

Auf einen Schlag
Wie aus heiterem Himmel
Die Ankündigung
Von 700 Entlassungen

Auf Plakaten
In grosser Schrift

von René Oberholzer

Nach der Pensionierung
Wurde sie
Zu ihrem eigenen
Kreuzworträtsel

Noch sind
7 Felder
Offen

von René Oberholzer

Gegen Mitternacht
Windstill
Auf dem Balkon
Wie im Film
Ohne Musik
Mit Roswitha
Ein zaghafter Beginn
Leichte Gänsehaut

von Hans-Walter Voigt

Herrenlosigkeit der Meere.
Tausend offene Kanäle,
hinaus, hinaus!

Verboten die Tränen des Heimwehs,
schließe die Lider,
das Nebelhorn
dröhnt.

Buckelbäumende Katzen
scharren den Schnee
über…

von * noé *

Sein Leben teilt er mit IHR:
die kleinen Freuden, Alltäglichkeit,
den häufigen Ärger, die Nörgelei -
das große Gefühl ist abgestumpft
im Laufe der Zeit,
Zuneigung zu Gewohnheit geworden.

Man sieht sich nicht…

von René Oberholzer

In diesem Gedicht
Stehe ich mir
Selbst im Weg

Und trotzdem führt
Der Weg zu Ruth
Nur über dieses Gedicht

von Klaus Mattes

Mancher, der sich viel rausnimmt, muss am Ende alles wieder reinnehmen.
Mancher, der groß aufdreht, muss am Ende ganz klein zudrehen.
Mancher, der die Klappe aufreißt, muss am Schluss einen Deckel auflegen.

Kurz: Einsichten…

von René Oberholzer

Man könnte sagen
Zwischen den Läden
Und den Fenstern
Ist nichts

Man könnte sagen
Zwischen den Wörtern
Und den Zeilen
Ist nichts

Man könnte sagen
Auch bei geschlossenen Läden
Dringt…

von René Oberholzer

Ich hatte meiner Freundin gesagt
Ich würde mich von ihr trennen
Meine Gedichte wären zu schlecht

Seit der Trennung
Geht es stetig bergauf
Mit der Qualität der Texte

Irgendwann kommt die nächste Auszeit

von René Oberholzer

Immer wieder dieser Blick
Zwischen den Fensterläden hindurch
Auf das weite Meer

Immer wieder diese Erinnerung
Zwischen den Palmen hindurch
An die Sonnenuntergänge mit dir

Immer wieder diese Frage

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