Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 106 - 140 von insgesamt 1358 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Der Wind geht auf Taubenfüßen.
Im Getreide errötet der Mohn.
Wir brauchen nicht mehr zu heizen.
Eine Vogelscheuch' wacht überm Weizen,
und am Rain blüht der Hahnenfuß schon.

Durch die Stadt geistern Schatten und…

von Rainer Maria Rilke

Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden,
in welchen meine Sinne sich vertiefen;
in ihnen hab ich, wie in alten Briefen,
mein täglich Leben schon gelebt gefunden
und wie Legende weit und überwunden.

Aus ihnen kommt mir…

von Sigrid Hartmann

Verwundetes Herz
Die Knospe einer Rose
In Kälte und Sturm

von Rainer Maria Rilke

Du siehst, ich will viel.
Vielleicht will ich Alles:
das Dunkel jedes unendlichen Falles
und jedes Steigens lichtzitterndes Spiel.

Es leben so viele und wollen nichts,
und sind durch ihres leichten Gerichts

be
von Mara Krovecs

wege
dein leben
schnitte explodieren
in deinem herzen
glühen funken
unter deine füsse

lauf!

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Zwischen Bäumen,
spielende Herzen,
Kindertage bunt aufgereiht
auf einer Perlenschnur,
schiebt sich der jugendliche Kuss
ins volle Leben.

Suchende Hände,
schüchtern noch,
nach der ersten Begegnung,…

von marie mehrfeld

Mein Wort zuviel kommt nicht zurück.
Ich trag das Joch.
Ein Wort zu wenig? Auch kein Glück.
Das weiß ich doch.

Die Runde, die ich nicht verlor?
War Sieg für mich.
Die Liebe, die mir gut gelang?
Belohnte…

von Uwe Röder

Die eine, letzte Stunde
wird mich fragen,
was und wie es alles war.

Sie fragt nach ihren vielen
Schwestern und dem
Sinn des Lebens.

Überlege ich dann lang,
so wird entsetzt ihr
traurig klar,

von Angelika Zädow

Heute:
verwelkte Jugend
weicht erblühendem Alter
im Spiegel lächelt freundlich:
ich

von Uwe Röder

Die Schönheit unsrer Erde,
Leuchten eines Mohnfelds.

Unsres Lebens Kürze,
Vogelflug darüber hin.

Einander zugeneigt
es zu erleben,

himmelschön das Fliegen!
Alles es begreifen -

unsre Liebe,…

von Soléa P.

Meine Hände werden alt
mit ihnen auch der Rest,
grau das Haar und runzlig der Hals,
nur die Nägel sind noch fest.

Ein Wetterfrosch, bin ich geworden,
spüre jeden Wechsel,
wenn es regnet bin ich lahm,
es…

von Michael Dahm

Ein Stein auf Baches klarem Grund,
beleckt, gedreht und schon ganz rund,
zeigte mir, auf seiner Reise,
des Lebens Schliff auf Kiesel-Weise ...

von Anouk Ferez

Das Leben träumt sich aus dem Knobelbecher
des „Möglich-ist’s“ ins „Wirklich-wahr“ hinaus,
sucht sich im Meer der Sterne ein Zuhaus,
wo’s sich in einen Leib gewandet.

Es ist ein Kommen und Gedeihen,
ein Blühen,…

von Katharina Dotzki

Ich sehe wie das Feuer in dir brennt
Du hast ein klares Ziel vor Augen
Doch stellst dir selber Steine in den Weg
Und verzweifelst mit gemischten Gefühlen

Versuchst einen klaren Kopf zu bewahren
Redest dir ein, dass…

von Angélique Duvier

Tröste dich, die Zeit läuft geschwind,
und alles, was dich heute plagt,
verweht baldigst mit dem Wind,
damit nichts mehr an dir nagt.

Wechsle nicht das Los des Lebens,
zähle nicht der Stunden Schlag,
alles…

von Yvonne Zoll

Unter dem Flatterdach des Regens
Verwischter Hitze ein Blitzen
Und Buchstaben ein S ein U
Im schweißnassen Rest
verloren ohne Gejammer

Auf gesprungenen Kacheln
Schleichen katzige Hunde
umher so laut…

von Monika Jarju

Ich kenne eine kleine Frau
die war im früheren Leben

Nixe

Jetzt sammelt sie Treibgut & schwemmt
Fische & versunkene Träume aufs Papier
bis vor Afrikas Küsten

von Lisi Schuur

Am Abend vor den Hauswänden
spielen Katzen
mit vergessenen Tischtennisbällen
Jugendgeräusche
ploppen sich in den Kopf
Blechbüchsen scheppern
über Bürgersteige
pflastern den Boden
mit…

von Eva Klingler

von Zeit zu Zeit mag ich Zuschauer sein
richte Scheinwerferlicht auf mich allein
Tragödie genau angesehen
Komödie im langsam verstehen

von Zeit zu Zeit mag ich inne halten
mit Abstand betrachten die vielen…

von Lille Part

Es sei die Zeit ein dehnbar Ding
Kein Raum zu weit, kein Hier verpasst

Mal hüpft und springt und taumelt sie
Dann fällt sie nieder, immer wieder
Ein Märchen erzählt sie in rasender Eile
Ein Alptraum verkostet in…

von Eva Klingler

Schweigen
Kornblumenblau

Magischer Wind
Weite

Rücksichtslos
Sanft
und
Geduldig

von Susan Melville

Banges Herz verzage nicht,
die Welt ist voller Rosen,
Dornen in die Seele sticht,
wer will mit dir liebkosen`?

Lausche still der Nachtigall,
sie zwitschert von der Liebe,
fern erklingt ihr Widerhall,
auf…

von Eva Klingler

Loslassen - festhalten
dazwischen ist Raum
War nicht Wirklichkeit gestern noch Traum?

Und denkst du an mich spüre ich dich

Wird aus Augenblick Ewigkeit ist die Ewigkeit im Augenblick
So siehst du mich und so bin…

von Angélique Duvier

Ich gehe in das Leben hinein,
laufe ins Ungewisse hinaus.
Dabei bleibe ich stets achtsam,
lasse meine Gedanken fliegen
und alles Belastende liegen,

trete heraus aus den Schatten,
gebe der Liebe meinen Atem.…

von D.R. Giller

Von der Art her ungefähr bin ich etwa wie Asphalt
geboren worden ohne Orden, ob Glanz – ob matt
Leichtsinn schwebt in Schwerkraft mit
mein Palindrom stellt sich vor, und erklingt genauso,
wie von hinten meine Tat
ein…

von Monika Jarju

Neben der Bushaltestelle stehen Stunden
aneinandergereiht ohne abzufahren

wenn der Himmel abends aus der Stadt läuft
mit einem rosa Glühen an den Füßen

und keiner geht durch diese Stunde –
kaufe ich ein Ticket, um…

von Annelie Kelch

Die schöne Dicke ruht sich aus von zuviel Kuchen.
Das süße Zeug und auch Bonbons sind dazu angetan -
sie Tag für Tag aufs Neue zu versuchen.

Auch liebt sie süße Brause und Kaffee mit Sahne,
doch niemals trinkt sie Bier –…

von Willi Grigor

Sein Leben war freundlich,
ein kuschliges Nest.
Am Tage die Arbeit,
am Abend das Fest.

Sein Leben gab Licht ihm,
den Glanz und den Schein.
Der Tag schenkte Frohsinn,
der Abend den Wein.

Sein Leben…

von Ingeborg Henrichs

Balkon des Lebens
Kurz bevor die Sonne geht
Zeit für Legenden

von Annelie Kelch

Man betete mit mir – ich musste die Hände falten,
zwar nur jeden dritten Abend, aber immerhin ...
Ich wusste, es war gut gemeint und hab' behalten,
dass ich – wie alle anderen – ein Kind Gottes bin.

Hättet ihr euch im…

von Anouk Ferez

Prinzessinnen wählen ein Kuscheleinhorn.
Du aber liebst deine Fledermaus
aus abgeschabtem Plüsch
– völlig zerliebt.
„Aber Süße“, sage ich,
„meinst du nicht…“
„Nenn mich Zombi-Engel“, grinst du
und…

von Willi Grigor

1945
Sieben Tage hat die Woche,
jeder Tag ist schwer und grau.
Jeder Tag ist voller Sorgen,
nur die Nacht gibt Trost, im Schlaf.
Bester Gast ist jetzt der Hunger
und er bleibt den ganzen Tag.
Kinder…

von Axel C. Englert

Eine Katze war erschüttert –
Da ist was, das mich verbittert:
In ENGLAND habe ich NEUN LEBEN!
In DEUTSCHLAND grade SIEBEN eben?!

Jäh werden mir – ganz unverhohlen! –
ZWEI Existenzen dreist gestohlen?!
Ein…

von Michael Dahm

Ein alter Baum, der knorrig ist
und dessen Sein die Zeit vergisst,
dessen Holz ist hart wie Bein,
nie wieder wird er Setzling sein.

Mancher Sturm hat ihn geprägt
und mancher Mensch an ihm gesägt,
doch steht er…

von Jürgen Wagner

Die Krabbenschar eilt
zum Versteck in den Steinen
Bis die Flut sie ruft

Der Mond bewegt die Meere
Ein stets reich gedeckter Tisch

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.