Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 106 - 140 von insgesamt 1390 Texten in dieser Kategorie
von Rainer Maria Rilke

Du siehst, ich will viel.
Vielleicht will ich Alles:
das Dunkel jedes unendlichen Falles
und jedes Steigens lichtzitterndes Spiel.

Es leben so viele und wollen nichts,
und sind durch ihres leichten Gerichts

von Lou Andreas-Salomé

Gewiß, so liebt ein Freund den Freund
wie ich dich liebe, rätselvolles Leben!
Ob ich in dir gejauchzt, geweint,
ob du mir Leid, ob du mir Lust gegeben,
ich liebe dich mit deinem Glück und Harme,
und wenn du mich…

von Soléa P.

Meine Hände werden alt
mit ihnen auch der Rest,
grau das Haar und runzlig der Hals,
nur die Nägel sind noch fest.

Ein Wetterfrosch, bin ich geworden,
spüre jeden Wechsel,
wenn es regnet bin ich lahm,
es…

von Ella Sander

Das, was du deiner Tochter
schenkst, wenn sie noch klein
ist, ist das, was sie in spätren
Jahren suchen wird.

Achte auf deine Worte,
deine Taten. Sie sind der
Maßstab, an dem die Frau,
die sie mal sein…

von Monika Jarju

Ich kenne eine kleine Frau
die war im früheren Leben

Nixe

Jetzt sammelt sie Treibgut & schwemmt
Fische & versunkene Träume aufs Papier
bis vor Afrikas Küsten

von Annelie Kelch

Man betete mit mir – ich musste die Hände falten,
zwar nur jeden dritten Abend, aber immerhin ...
Ich wusste, es war gut gemeint und hab' behalten,
dass ich – wie alle anderen – ein Kind Gottes bin.

Hättet ihr euch im…

von Annelie Kelch

Die schöne Dicke ruht sich aus von zuviel Kuchen.
Das süße Zeug und auch Bonbons sind dazu angetan -
sie Tag für Tag aufs Neue zu versuchen.

Auch liebt sie süße Brause und Kaffee mit Sahne,
doch niemals trinkt sie Bier –…

von Jürgen Wagner

Die Krabbenschar eilt
zum Versteck in den Steinen
Bis die Flut sie ruft

Der Mond bewegt die Meere
Ein stets reich gedeckter Tisch

von Ella Sander

Kein guter Tag
das Haus zu verlassen:
die Sonne blendet
die Luft schneidet
das Pflaster sticht
die Menschen drängen.

Ein letzter Blick
in den Spiegel:
die Lippen mit einem
Lächeln schminken,…

von Eva Klingler

Schweigen
Kornblumenblau

Magischer Wind
Weite

Rücksichtslos
Sanft
und
Geduldig

von Lille Part

Es sei die Zeit ein dehnbar Ding
Kein Raum zu weit, kein Hier verpasst

Mal hüpft und springt und taumelt sie
Dann fällt sie nieder, immer wieder
Ein Märchen erzählt sie in rasender Eile
Ein Alptraum verkostet in…

von Ekkehard Walter

Nackt und bloß
ein wenig schrumpelig
erblicktest du die Welt
Nackt und bloß
ein wenig runzelig
verlässt du sie wieder
dazwischen
liegt das was man Leben nennt

von István Cseh jr.

Poesie ist Lieben und Leben
zwischen den Zeilen
Geduld und Ungeduld
Verdursten in Wüstenspiegelungen

Poesie ist nicht die Antwort
erlebter Schiffsbrüche,
sondern die Existenzgrundlage,
wenn es keine…

von Susan Melville

Banges Herz verzage nicht,
die Welt ist voller Rosen,
Dornen in die Seele sticht,
wer will mit dir liebkosen`?

Lausche still der Nachtigall,
sie zwitschert von der Liebe,
fern erklingt ihr Widerhall,
auf…

von Eva Klingler

Loslassen - festhalten
dazwischen ist Raum
War nicht Wirklichkeit gestern noch Traum?

Und denkst du an mich spüre ich dich

Wird aus Augenblick Ewigkeit ist die Ewigkeit im Augenblick
So siehst du mich und so bin…

von Robert K. Staege

Jeder Mensch ist eine Melodie.
Und wenn man acht gibt, hört man sie.
Wenn dann die Herzen zueinander dringen,
beginnen wir, des Andern Lied zu singen, -
und er stimmt unsers an.

Was man dann hören kann,

von Ingeborg Henrichs

Was haben Sie denn so im Frühling erlebt
Oder
Hat nur der Winter in Ihnen weitergebebt?
Kennen Sie schon Ihr Sommergesicht
Oder
Übersehen Sie einfach die Schrecken in Spiegeln?
Bewahren Sie sich Ihr ewiges Kind…

von Ella Sander

Der Himmel in mir
trägt einen schwarzen Regenbogen
der mich mit brennend' Blick verfolgt
erst recht in meinen nächtlich' Träumen.
Aus den Realitäten
die meinem Geiste zur Verfügung steh'n
wählte ich meine aus…

von Willi Grigor

1945
Sieben Tage hat die Woche,
jeder Tag ist schwer und grau.
Jeder Tag ist voller Sorgen,
nur die Nacht gibt Trost, im Schlaf.
Bester Gast ist jetzt der Hunger
und er bleibt den ganzen Tag.
Kinder…

von Annelie Kelch

Der Wind geht auf Taubenfüßen.
Im Getreide errötet der Mohn.
Wir brauchen nicht mehr zu heizen.
Eine Vogelscheuch' wacht überm Weizen,
und am Rain blüht der Hahnenfuß schon.

Durch die Stadt geistern Schatten und…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Werde ich mich erneuern
wenn ich mich bewege?
Sprunghaft ins verschwommene
Tal vorbei am Geröll
mäandernder Flüsse.
Steig auf!
Ruft das Echo von der
Zackenkrone gezäumter Berge.
Bleibe nicht stehen…

von Axel C. Englert

Eine Katze war erschüttert –
Da ist was, das mich verbittert:
In ENGLAND habe ich NEUN LEBEN!
In DEUTSCHLAND grade SIEBEN eben?!

Jäh werden mir – ganz unverhohlen! –
ZWEI Existenzen dreist gestohlen?!
Ein…

von Monika Jarju

Hohläugig weint die Frau
kippt den Nachmittag ins Glas
ertränkt ihren Atem

Wörter quellen undeutlich auf
durch lange Sätze stolpert sie
gegen die Küchenwand

dahinter dreißig dünne Sommer
in Sackgassen,…

von Ella Sander

Der Wind weht mir Vergänglichkeit entgegen,
Die Zeit schreibt ihr Vergeh'n in meine Haut;
Mein Haar bezeugt silberne Eb'nen,
Des Lebens Schläfen sind ergraut.

Das Angesicht singt ruhigere Balladen,
Die Zeit hat mir…

von Ella Sander

Ein Blatt im Wind, mehr bin ich nicht:
Traumtanzend, todgeweiht.
Das Totenhemd hab' ich schon an,
Geschneidert wurd's im Mutterleib.

Ich wurde das, was ich soll sein:
Ein Sehender und blind zugleich,
Ein…

von Willi Grigor

Das Leben ist eine Reise,
sie beginnt mit der Geburt.
Der Tod ist nicht die Endstation,
am Lebensbahnhof wartet schon
die nächste Generation.
***
Im Jahr 1790
verließen mehrere Ahnen
einer mir…

von Katharina Dotzki

Ich sehe wie das Feuer in dir brennt
Du hast ein klares Ziel vor Augen
Doch stellst dir selber Steine in den Weg
Und verzweifelst mit gemischten Gefühlen

Versuchst einen klaren Kopf zu bewahren
Redest dir ein, dass…

von Barbara Schleth

Der Frühling zwingt den Winter
Mit Lächeln und mit Licht
Der Sommer gleißt herüber
Und schenkt mir ein Gedicht

Ich tauche tief ins Leben
Ein Wir bringt helle Sicht
Der Herbst mit seinen Farben
Stürmt…

von Monika Jarju

Neben der Bushaltestelle stehen Stunden
aneinandergereiht ohne abzufahren

wenn der Himmel abends aus der Stadt läuft
mit einem rosa Glühen an den Füßen

und keiner geht durch diese Stunde –
kaufe ich ein Ticket, um…

von Willi Grigor

Sein Leben war freundlich,
ein kuschliges Nest.
Am Tage die Arbeit,
am Abend das Fest.

Sein Leben gab Licht ihm,
den Glanz und den Schein.
Der Tag schenkte Frohsinn,
der Abend den Wein.

Sein Leben…

von Anett Yvonne Heinisch

Die Decke liegt auf deinem Kopf
erbarmungslos und schwer
Die Einsamkeit packt dich am Schopf
sie wirft dich hin und her

Die Angst, die dir im Nacken sitzt
verlangt nach deiner Kraft
Macht, dass du Rotz und…

von Annelie Kelch

Sechs Häuser standen in Flammen innerhalb einer Woche;
ich half nicht, sie zu löschen, stand einfach nur da
und sah zu, wie mein Gartenhaus verkohlte,
mein Gartenhaus, darin ich elf Romane schrieb.
Rache riecht nach…

von Angélique Duvier

Du kannst mich nicht verwirren,
nicht locken mit goldenem Tand.
Meine Gedanken, die schwirrten,
so dass ich keine Ruhe fand.

Ich möchte dich schon gewinnen,
du bist mir alles auf der Welt.
Drum sollten wir…

von * noé *

Wie heißt die Pflanze ... Sonnentau –,
heimtückisch still steht sie im Moor ...
Und seine Augen, so blau, so blau –
so kalt war sein Blick, dass es sie fror.

Sonnenlicht glitzert hell in Tränentropfen,
mit denen die…

von Angélique Duvier

Zeit ist Unruhe
und Flüstern.
Duft und Stille,
Phantasie
und Schweigen.

Verweilen
und Melancholie.
Leises Atmen,
lachen
und weinen.

Angst, Glück
und trauern.
Spüren,

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.