Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 106 - 140 von insgesamt 1050 Texten in dieser Kategorie
von Alf Glocker

Mein Geist hat einen Tag gekämpft –
nun kämpft der Körper um das Sein!
Die Zuversicht ist stark gedämpft –
der Optimismus ist mit mir allein!

Das Herz schlägt panisch – es ist heiß,
so wie ein Eisen, das man…

von Barbara Schleth

Strömung
des Flusses
hält meinen Blick
Lasten fallen schwimmen fort
atemleicht

von marie mehrfeld

Gang durch mein Viertel.
Trotz verhangenen Himmels
Spätabends beschwingt.

von Mara Krovecs

ich tanze im wald
ein schnee fällt kalt
blumen unter eis so still
auf den rinden der bäume
klingen murmelnde träume
jeder malt ein herz das er will

ich seh die gestalt
der mann ist alt
blumen in…

von Willi Grigor

Der Abflug durch Schleppstart ins Wolkenzuhause,
ist Anfang der Reise in himmlische Höh´n.
Samtweiches Schweben ohne Hast, ohne Pause,
im Gleitflug die Stunden wie im Fluge vergeh´n.

Auftriebe sind es, die der Segler nur…

von Rainer Maria Rilke

DARFST das Leben mit Würde ertragen,
nur die Kleinlichen macht es klein;
Bettler können dir Bruder sagen,
und du kannst doch ein König sein.

Ob dir der Stirne göttliches Schweigen
auch kein rotgoldener Reif…

von Michael Dahm

Schicksal ist ein Krakentier,
saugt sich ewig fest an mir,
es will mich stets nach unten ziehen,
kann seinen Armen nicht entfliehen.

Und es brodelt um mich her,
bei meinem Kampf im Lebensmeer,
das…

von Angélique Duvier

Verblühende Schönheit,
Sehnsucht nach Jugend
und Kraft.

Müdigkeit stärker als Lust.
Gedanken an Menschen,
die vorausgegangen sind.

Verblassende Farben,
weil unsere Augen
langsam schwach geworden…

von Michael Dahm

Zartblauer Himmel auf graugrünen Wogen,
vergangener Regen hat Farben gebogen,
leuchtendes Segel in azurener Fern',
in schneeweißer Gischt der Menschheit entflogen.

Dreieck der Sehnsucht, Elementen geweiht,
mit…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Ich stehe auf dem Turm meines Lebens,
lasse mich fallen aus
den Tiefen blauer Horizonte,
schwebe durch das weisse,
weiche Wolkenband,
hinunter zu verlockendem Grün
gelebter Phantasien.
Lande im Blütenmeer…

von Eva Klingler

Manchmal streife ich etwas, dessen Wesen kein Wort gerecht.
Bereits im Versuch des Festhaltens - flüchtig.
Nichts desto trotz, Begegnung.
Manchmal sehe ich etwas, dessen Anders mir doch vertraut - dahinter.
Manchmal wag…

von Jalid Sehouli

Schreiben ist nach Innen schauen,
Schreiben ist sich selbst zuhören,
Schreiben ist Tanzen,
Schreiben ist sich und Andere berühren,
Schreiben ist schweigen und sprechen zugleich,
Schreiben ist Leben.

von Michael Dahm

Ich nutze sie, die Phantasie,
was wäre ich nur ohne sie,
ich könnt' nicht in die Welt entlassen,
was meine grauen Zellen erfassen.

Ich nutze mein Poetenblut
und schreibe, was das Leben tut,
die Welt in…

von Julia Körner

Worte und Musik
Resonanz und Dissonanz
Essenz unseres Lebens

von D.R. Giller

Hoffnung, Wille mit Harmonie und Ruhe
Zum Thema passend, schreibe tue
Auf leisen Sohlen, spaziere hier umher
Um ganz taff, mittendrin unter euch zu landen

Mit weiten Schritt voraus, Einblick formen
Zig Bände…

von marie mehrfeld

Kleinstadt am Abend.
Wut über Niederlage,
Fußball ist wichtig.

Dutzende Männer
vor dem Eiscafé, enttäuscht.
Drei eins verloren.

Von weit her ist er
gekommen, dieser Fremde,
auf seiner Harley.…

von Rainer Maria Rilke

Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden,
in welchen meine Sinne sich vertiefen;
in ihnen hab ich, wie in alten Briefen,
mein täglich Leben schon gelebt gefunden
und wie Legende weit und überwunden.

Aus ihnen kommt mir…

von Ben Bayer

Ein Ende ist Ursprung von neuen Wegen,
und sie zu beschreiten, ein neues Ziel.
Veränderung kommt einem mal ins Gehege,
doch bringt sie auch stets die Würze ins Spiel.

Das ist, was fürs Leben mehr Spannung ergibt.

von Angélique Duvier

Kannst du dein Leben bewusst gestalten?
Glaubst du gar, es lässt sich inszenieren.
Ist es für dich ein Spiel nach Regeln,
theatralen Repräsentationen?

Lässt sich das Unglück gar umsegeln,
dass nur das Glück wird dir…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Heute sind wir,
gestern waren wir,
vorgestern noch
befruchtete Liebe.
Morgen werden wir sein,
zusammen oder allein,
übermorgen hüllt uns
die Nacht wieder ein.

von Brigitta Wullenweber

Am Anfang war das Wort
bedeutungslos.

Während die Blume blüht
und der Vogel zwitschert
türmen sich Nachrichtenworte
zu Schreckensbildern.

Während die Sonne scheint
und das Gras einfach wächst

von Ralf Risse

Ja, seid ihr noch zu retten?
Hinaus aus meinen Betten!
Einst jung und straff,
nun alt und schlaff . . .
SIE nickten nur, synchron.

In meinem Himmel ist kein Platz
für Glück am Stück trotz Zahnersatz!
So…

von Willi Grigor

Ravensburg, 1970

Die Liebe war nicht programmiert,
der Optimismus einstudiert.
Bescheiden war die Reisekasse
und trotzdem fuhr er erster Klasse,
vom Arbeitgeber finanziert.

Es war für ihn ein Neubeginn,…

von Soléa P.

Die Zeit läuft ab … sehe sie rennen
Jahreszeiten wechseln sich ab
hab manches gelernt, werde vieles nie kennen
hoffe es bleibt so und mache nicht schlapp.

Als Kind man oft beim Spielen fällt
steht auf, geht weiter,…

von D.R. Giller

Nun tut neuer Monat, alles steuern
Wir, im Feuer mitsamt innig
Schlag auf Flammen – Funken richten
Allzeit bereits geflossen
Vom Stand, stramm erzeugt
Zügelt an Erhaltung, im Sog rutschen Wir
zusammen, klingt…

von Willi Grigor

Zu suchen ist einfach,
zu finden doch schwer
das Glück reiner Liebe,
die Perle im Meer.

Ein Geben und Nehmen,
ein freundlicher Blick,
nicht forderndes Flehen
verhilft dir zum Glück.

Nicht eiserner…

von Soléa P.

Violette Kleckse verzaubern das Land
Blumensträuße hundertfach
Lavendelduft zieht bis runter zum Strand
angetan... das Auge lacht.

Blüten wiegen in warmen Wind
im Sommerkleid spaziert Mademoiselle
bald nun die…

von D.R. Giller

Alle Wege, von Beginn an reißen
Wir als Sinne, zum Urknall – Erster
Milliarden Scherbenhaufen, Magie
mischt Gischt, mündet an
geheimnisvolle Buchten
Silbergold, Perlenketten, Diamanten
strahlen, prahlen weil…

von Karin *

Getrennt verbunden
Zweifelnd vertraut
Im Froste gewärmt
Die lichtzarte Haut.

Schimmernd erkennend
Geflüstertes Wort
Gedanken einbrennend
An jedem Ort.

Seiend erwartet
Gesehen gespürt

von Rainer Maria Rilke

Mein Leben ist nicht diese steile Stunde,
darin du mich so eilen siehst.
Ich bin ein Baum vor meinem Hintergrunde,
ich bin nur einer meiner vielen Munde
und jener, welcher sich am frühsten schließt.
Ich bin die Ruhe…

von marie mehrfeld

Sand.
Tonnenschwer. Fließendleicht.
Urgestein, fein zermahlen.
Alter Zeiten Weisheit Grab.
Ewigkeit.

Sand.
Weich gewellt.
Berg und Tal.
Zieht im schnellen Wolkenwind
weit.

Sand.

von Michael Dahm

Neulich nachts so gegen drei
fühlte ich mich leicht und frei
ich hab geglaubt ich hätt' geschlafen
als sich Geist und Körper trafen

Wie ich überm Leibe hang
ohne Druck und ohne Zwang
und dann zu den Sternen…

von Soléa P.

Lahmgelegt das ganze System
nichts bewegt sich im Kopf
das Leben zäh, es tropft
aus Augen und Wunden kläglich
bin eingezwängt, komme nicht raus
das Dasein einfach sträflich
doch dann gehen Schleusen auf

von Karin *

Die einen ziehen weiter zu.
Die anderen luken zart hervor.

Poltern, wütend, ohne Ruh
hinter diesem in mein Ohr.

Ein kurzer Auftritt gerad‘ getraut.
Einer ganz, mit nackter Haut

Der Beifall ebenso…

von Michael Dahm

Welch ein krummer Weg du bist
mit Kreuzungen hier und dort
wie viele Schritte du doch misst
zu einem sicheren Hort.

Die Löcher die sich aufgetan
in deiner harten Decke
die lagen viel in meiner Bahn
und…

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.