Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 71 - 105 von insgesamt 1050 Texten in dieser Kategorie
von Angélique Duvier

Bei den blauen Vergissmeinnicht
im Garten bleibe ich stehen,
betrachte sie eine Weile.
Die blattlose alte Weide

biegt sich langsam, sie ächzt und knarrt,
und ich lausche ihrer Stimme,
ob sie viel zu erzählen…

von Ekkehard Walter

Es war einmal ein altes Herz,
dies trug im Leben sehr viel Schmerz.
Deshalb hatte es auch Narben viel,
da es oft war der Feinde Ziel.

Ein junges Herz spottete nun über die vielen Narben
und meinte: "Du hattest wohl…

von Rainer Maria Rilke

Das ist mein Streit:
Sehnsuchtgeweiht
Durch alle Tage schweifen.
Dann, stark und breit,
Mit tausend Wurzelstreifen
Tief in das Leben greifen –
Und durch das Leid
Weit aus dem Leben reifen,
Weit aus…

von Alf Glocker

Prüfe deinen Rhythmus, Wesen –
sag, was fühlst du, wenn du denkst?
Kannst du geheime Zeichen lesen,
denen du Beachtung schenkst?

Bist du denn ohne ein Gespür,
wer dich im Innersten bewegt?
Du bist in…

von Michael Dahm

Wie ist das Herz das pocht und schlägt
und das des Menschen Typus trägt
so unterschiedlich in den Arten
und zeigt sich in der Wesen Sparten

Warum ist meines so gestaltet
dass es meinen Sinn verwaltet

von marie mehrfeld

Ihre Hand und seine Hand, sie werfen
Schatten an die Wand, so wird ein Kind
zu Bett gebracht, es wundert sich,

es staunt und lacht, siehst Du den Wolf
und auch den Schwan, den Fuchs
und selbst den stolzen Hahn?…

von Willi Grigor

Seh ich einen Segelflieger
seine Kreise drehen,
sich immer höher schrauben,
- durch des Aufwinds Aufwärtsstreben -
bis an der weißen Wolke
er meinen Augen sich entzieht,
dann will ich freudig mir erlauben,…

von Angélique Duvier

Tröste dich, die Zeit läuft geschwind,
und alles, was dich heute plagt,
verweht baldigst mit dem Wind,
damit nichts mehr an dir nagt.

Wechsle nicht das Los des Lebens,
zähle nicht der Stunden Schlag,
alles…

von Eva Klingler

Denn dort in den Wäldern sind diese Konstrukte
unbedeutend.
Bereits ein einziger Baum reißt Löcher
in die Netzhaut
genährter Realität.

Denn dort bei den Gewässern
zeigt sich jedes Tun.
Fließt doch immer…

von marie mehrfeld

Ohne dich möchte ich
heute wieder einmal
in alte Augen blicken.
Geheime Pfade gehen.

Musik aus dem Off
lässt mich ein paar
Minuten lang Kind sein.
Sandmännchen
kommt geschlichen.

Meine zwei…

von Michael Dahm

Ein Fluss – wie er sich windet
und seinen Weg er findet,
vom Anfang bis zum Schluss,
ich wollt – ich wär ein Fluss ...

von Monika Laakes

Da schau ich
dem Himmel
ins blaue Gesicht.
Vertraue der Erde,
dass sie mich trägt.
Warte auf Zeichen
vergessener Chancen,
sehe dort droben
ins weit, weite Licht.

Da schau ich
in…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Am Rande meines Weges
stand einst ein stolzer Baum.
Wir beide waren voll des Lebens,
in uns ein unerfüllter Traum.

Ich zog in weite Ferne,
die Sehnsucht trieb mich an.
Griff nach dem Glanz der Sterne;

von Lisi Schuur

Ein Bild ohne Ende
besetzt
meine Sinne
dringt in meine Poren
macht mich verloren
kein Ankommen möglich
ein rastloser Puls
das Mobile pendelt
ununterbrochen
nimmt keinen Anlauf
bleibt…

von Johanna Blau

Den Kreislauf der Dinge lasse ich los.
Ich überfliege mein Traumland in dem Frieden und Wohlstand herrschen.
Indem keiner herrscht.
Eine Zeitreise würde mich in die Jungsteinzeit führen.
Eine Zeit, in der Frauen säen und…

Rezitation:
© Johanna Blau
von Rainer Maria Rilke

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,
du mein tieftiefes Leben;
dass du weisst, was der Wind dir will,
eh noch die Birken beben.

Und wenn dir einmal das Schweigen sprach,
lass deine Sinne besiegen.
Jedem…

von Soléa P.

Mit Leib und Seele geht`s auf Wanderschaft
zielstrebig, gealtert in Richtung Gruft
mit umnebelten Geist und verbrauchter Kraft
an Gehstock und knapp werdender Luft…

Augen blinzeln und fixieren
Gleichgewicht die…

von Johanna Blau

Es rufen die Schattenwälder,
Blicke verraten Nichts.
Seinen Schild hält er,
Bar jedes zweiten Gesichts.

Hohn prallt ab von meinem Schild.
Das Leben geht weiter.
Bin mal munter und mal wild.
Draußen mal…

Rezitation:
Johanna Blau
von Barbara Schleth

Der Frühling zwingt den Winter
Mit Lächeln und mit Licht
Der Sommer gleißt herüber
Und schenkt mir ein Gedicht

Ich tauche tief ins Leben
Ein Wir bringt helle Sicht
Der Herbst mit seinen Farben
Stürmt…

von Anna Rubin

seht ihr die Geister nicht
lagern unterm Blechgestrüpp
das wunde Stöhnen versteckt
unterm zerschundenen Lack

mäßigt meine Damen
euer Kaffeetantengeschwätz
und lauscht dem Wispern des Insekts
das aus dem…

von Anett Yvonne Heinisch

Die Decke liegt auf deinem Kopf
erbarmungslos und schwer
Die Einsamkeit packt dich am Schopf
sie wirft dich hin und her

Die Angst, die dir im Nacken sitzt
verlangt nach deiner Kraft
Macht, dass du Rotz und…

von Willi Grigor

Heute ist mein Tag,
heut werd ich bekannt,
hört, was ich euch sag,
alle hier im Land:

"Wir Alten sind noch wer,
noch wird was angepackt.
Die Kräfte tun sich schwer,
der Kopf doch ist intakt.

Wir…

von Anka Röhr

Lebensmaskerade
immer wieder
im anderen Gewand
immer wieder
verkleidet
nie
ohne
Kostüm

von Willi Grigor

Von Anfang an war ich ein Bayer,
im Kriege bin ich dort gebor'n.
Das Leben mich schickte bald weiter,
doch Bayern hab nie ich verlor'n.

Es zog mich in ganz andre Breiten:
Nach Düsseldorf in NRW.
Von dort dann…

von Eva Klingler

Lauer Südwind
streift Blütenschönheit
rosa Tüpfelchen
aus dem Kleid
Frech!
Der Casanova!
Raunt die Grünblättrige
nicht ohne Neid

von * noé *

Im ersten Maiengrün
traf mich dein strahlend-blauer Blick ...
Weil damals uns die Sonne schien,
denk ich so gern daran zurück.

Wenn Juni-Rosen blühn,
hüte dich, sie zu brechen,
denn bist du allzu schnell zu…

von Monika Laakes

Hab nur keinen Verdruss,
alles ist im steten Fluss
des weichen, harten Lebens.
Scheint alles nur vergebens?

Beim Blick ins and're Tun,
lässt diese fremde Energie
das eig'ne Schaffen ruh'n?
Blockiert sie…

von Michael Dahm

Sind wir Spielball von Gewalten,
unsichtbaren Gestalten,
die uns fügen, die uns lenken,
die uns sagen, was wir denken
und was man von uns vernimmt,
haben sie alles schon bestimmt?

Können wir machen, was…

von Willi Grigor

Zu suchen ist einfach,
zu finden doch schwer
das Glück reiner Liebe,
die Perle im Meer.

Ein Geben und Nehmen,
ein freundlicher Blick,
nicht forderndes Flehen
verhilft dir zum Glück.

Nicht eiserner…

von Michael Dahm

Ich nutze sie, die Phantasie,
was wäre ich nur ohne sie,
ich könnt' nicht in die Welt entlassen,
was meine grauen Zellen erfassen.

Ich nutze mein Poetenblut
und schreibe, was das Leben tut,
die Welt in…

von Soléa P.

Violette Kleckse verzaubern das Land
Blumensträuße hundertfach
Lavendelduft zieht bis runter zum Strand
angetan... das Auge lacht.

Blüten wiegen in warmen Wind
im Sommerkleid spaziert Mademoiselle
bald nun die…

von D.R. Giller

Hoffnung, Wille mit Harmonie und Ruhe
Zum Thema passend, schreibe tue
Auf leisen Sohlen, spaziere hier umher
Um ganz taff, mittendrin unter euch zu landen

Mit weiten Schritt voraus, Einblick formen
Zig Bände…

von D.R. Giller

Alle Wege, von Beginn an reißen
Wir als Sinne, zum Urknall – Erster
Milliarden Scherbenhaufen, Magie
mischt Gischt, mündet an
geheimnisvolle Buchten
Silbergold, Perlenketten, Diamanten
strahlen, prahlen weil…

von marie mehrfeld

Kleinstadt am Abend.
Wut über Niederlage,
Fußball ist wichtig.

Dutzende Männer
vor dem Eiscafé, enttäuscht.
Drei eins verloren.

Von weit her ist er
gekommen, dieser Fremde,
auf seiner Harley.…

von Ben Bayer

Ein Ende ist Ursprung von neuen Wegen,
und sie zu beschreiten, ein neues Ziel.
Veränderung kommt einem mal ins Gehege,
doch bringt sie auch stets die Würze ins Spiel.

Das ist, was fürs Leben mehr Spannung ergibt.

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.