Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 71 - 105 von insgesamt 1390 Texten in dieser Kategorie
von marie mehrfeld

Steine sind Ursubstanz der Erde und ihr Gedächtnis von Anbeginn. Kommen von fernen Sternen und begleiten Lebewesen und unseren Planeten auf dem Weg bis zum Ende. Werkzeuge waren sie und erste Waffen, als ihre Zeit war. Zerrieben von Wasser und…

von Michael Dahm

Ich liebe einsame Stunden
die führen mich zu mir
hier kühl ich meine Wunden
so lange bis ich frier.

Dann betrete ich die Erde
von neuem und von vorn
ich weiß, dass ich nicht werde
noch einmal neugeborn…

von Lou Andreas-Salomé

Gewiß, so liebt ein Freund den Freund
wie ich dich liebe, rätselvolles Leben!
Ob ich in dir gejauchzt, geweint,
ob du mir Leid, ob du mir Lust gegeben,
ich liebe dich mit deinem Glück und Harme,
und wenn du mich…

von Annelie Kelch

Als mir die Stadt noch fremder war als fremd
und ohne Halt und keine Heimat wollt versprechen ...
als das Gewölk der Möwen dort im großen Hafen mir
nicht lachte und keinen Namen wollt verpfeifen …
als auch des Tauwerks…

von Yvonne Zoll

Geradeswegs Gebärden
Postum Argument gefährden
sinnliche Erscheinung auf Kredit
unvermittelbarer momentan die
Formung absoluten GEISTES

Drang in Leidenschaft Akzent
Gewohnt die Posen fortzureißen
Aus dem…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Schlagen ihre Wellen gegen
Die Felsen göttlicher Macht.

Feucht und kalt ist die Nacht,
Und doch in der Tiefe lebt ein Licht.

Steige hinunter, noch sehe ich nicht.
Spüre nur Verlangen .

Noch trennen uns viele…

von Monika Laakes

Ein halbes Jahrhundert überschritten,
gelacht, geweint, geliebt, gelitten.
Danach ein jedes Jahr ergattert
und dir gesagt, nun lass es flattern,
und heiter geht's weiter mit dem Leben,
das ohnehin nach dir nicht…

von marie mehrfeld

Gefächertes Licht fällt aus halboffenen Fenstern, ausgedünnte Lust wabert auf nie begangenen Wegen, ferne Sternenwelten funkeln geheime Zeichen, ich zähle lächelnd die Strände meines Lebens, braune Haut vom gelben Sand paniert, und da warst Du,…

von Willi Grigor

Sein Erscheinen mich umgarnte,
trübe Tage wurden froh.
Seine Nähe mich umarmte,
seine Lieder ebenso.

Sein Bei-mir-sein machte Stille
aus den Stürmen in der Brust,
gab der Seele wieder Wille
und dem Leben…

von Joachim Ringelnatz

Ich geh durch das schlafende Dorf bei Nacht.
Trüb flackert die alte Laterne.
Ein Fenster nur hell, wo die Liebe noch wacht
Und über mir blinzeln die Sterne.

Noch stehen die Nelken im Blumentopf
Mit rosa Manschetten…

von Eva Klingler

Regentropfen an den Fenstern
sie versperren dir den Blick
Zeichnen Wege
malen Muster
halten an
als gäb's nen Trick

Doch unaufhaltsam geht's nach unten
nichts und niemand hält sie auf
Regentropfen…

von Annelie Kelch

Nachts trauern die Rosen,
weil mein Lieb weinen muss …
Im Tränenkanal staut
sich sein kleines Leid.

Alle Schleusen stehen offen;
aber es ist kein Schiff in Sicht,
das ihn retten könnt ...
Und es gibt nur…

von Lisi Schuur

dass du
die Sternenmeere
mir deutest
eine Nacht lang
über den Wolken
mit mir verbleibst
in unserer Sprache
im zärtlichen Tonfall
in alle vier Himmelsrichtungen
verlaufen sich die Konturen…

von Christian Morgenstern

Bedenke, Freund, was wir zusammen sprachen.
War’s wert, daß wir den Bann des Schweigens brachen,
um solche Nichtigkeiten auszutauschen?

So schwätzen wohl zwei Vögel miteinander,
derweil in unablässigem Gewander
des…

von Sigrid Hartmann

Ganz tief in mir hockt eine Freude,
die nur das Leben selber sieht.
Doch ist's die Angst, vor der sie ängstlich
bis in die tiefsten Tiefen flieht.

Geschürt von denen, die selbst ängstlich
die Angst als ihre Waffe…

von Angélique Duvier

Das Leben zeigt sich von einer neuen Seite.
Was wohl noch alles kommen kann?
Und wenn ich es mir auch noch so schön bereite,
es schlägt mich voll in seinen Bann.

von Rainer Maria Rilke

Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden,
in welchen meine Sinne sich vertiefen;
in ihnen hab ich, wie in alten Briefen,
mein täglich Leben schon gelebt gefunden
und wie Legende weit und überwunden.

Aus ihnen kommt mir…

von Ella Sander

Das, was du deiner Tochter
schenkst, wenn sie noch klein
ist, ist das, was sie in spätren
Jahren suchen wird.

Achte auf deine Worte,
deine Taten. Sie sind der
Maßstab, an dem die Frau,
die sie mal sein…

von Eva Klingler

Wie selbstverständlich
wir Blumen pflückten
Glockenblumen
fehlten nie

Margeriten riechen seltsam
doch Pfefferminze
ist ein Genie

Von der Wiese bis zum Bach
abwärts
bald wieder flach

von Rainer Maria Rilke

Du siehst, ich will viel.
Vielleicht will ich Alles:
das Dunkel jedes unendlichen Falles
und jedes Steigens lichtzitterndes Spiel.

Es leben so viele und wollen nichts,
und sind durch ihres leichten Gerichts

von Lisi Schuur

Ist so ein herrlicher Morgen
den wissen die Lerchen zu singen
die Wolken verstummen vor Glück

Zerstreut liegen alle Bedenken
das Gras trägt noch sein Winterlang
dem Löwenzahn wird niemals bang

Anmutig…

von Sigrid Hartmann

Verwundetes Herz
Die Knospe einer Rose
In Kälte und Sturm

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Zwischen Bäumen,
spielende Herzen,
Kindertage bunt aufgereiht
auf einer Perlenschnur,
schiebt sich der jugendliche Kuss
ins volle Leben.

Suchende Hände,
schüchtern noch,
nach der ersten Begegnung,…

von Yvonne Zoll

Gar sonderbar streift spähend Sterben
Wo eine Wimper will nicht zittern
Im Dur und Moll gespielter Lieder
Als ob hier wirkt Reflex erschütternd

verstrebt verspiegelt sich ein Werben
vergewisserter Planetengischt…

von Ingeborg Henrichs

trunken vor kummer
trunken vor glück
gleich mitten dazwischen
einfach und klar
bleibt nüchtern das leben
unbestechlich und wahr
im fliessend sein

von Jana Scheumann

" Blicken Sie auf das Grüne", sagt mein
Qi Gong Lehrer gänzlich ohne Mühe.

---Hah, das Grüne!---
Bei mir ist alles schwarz, kreischte meine Seele.
Doch wen kümmerts?
Nicht mal den beobachtenden Spatz.

" Gut…

von marie mehrfeld

Mein Wort zuviel kommt nicht zurück.
Ich trag das Joch.
Ein Wort zu wenig? Auch kein Glück.
Das weiß ich doch.

Die Runde, die ich nicht verlor?
War Sieg für mich.
Die Liebe, die mir gut gelang?
Belohnte…

von Michael Dahm

Ein Stein auf Baches klarem Grund,
beleckt, gedreht und schon ganz rund,
zeigte mir, auf seiner Reise,
des Lebens Schliff auf Kiesel-Weise ...

von Soléa P.

Meine Hände werden alt
mit ihnen auch der Rest,
grau das Haar und runzlig der Hals,
nur die Nägel sind noch fest.

Ein Wetterfrosch, bin ich geworden,
spüre jeden Wechsel,
wenn es regnet bin ich lahm,
es…

von Willi Grigor

Wenn des Lebens Abend dämmert
hin zur ewig dunklen Nacht,
wenn die Winde sind gegangen
und die warmen Plätze kalt,
werden Sterne weiter leuchten,
unsre Sonne nur noch schwach,
werden Menschen es verstehen,…

von Rainer Maria Rilke

Ich lese es heraus aus deinem Wort,
aus der Geschichte der Gebärden,
mit welchen deine Hände um das Werden
sich ründeten, begrenzend, warm und weise.
Du sagtest leben laut und sterben leise
und wiederholtest immer…

von Corinna Herntier

Es war einmal ein Zipperlein,
das war noch harmlos und ganz klein,
es konnte nur ein wenig Zwicken
beim „Kopf zur Seite dreh'n" und Nicken.

Es fühlte sich nach kurzer Zeit
schon nicht mehr wohl – aus Einsamkeit.…

von Soléa P.

Jetzt und immer – Herzschmerzlieder,
Lachen – Weinen, zeitlos sein,
an Träume glauben die Träume waren,
erschaffen an schwelgenden Blauhimmelstagen,
mit weißen Wölkchen – Rosenstrauß Duft,
die Seele vermissend fühlen…

von Somos Eleen

Dein Duft ist einzig! Wundersam blühst du auf,
wenn du Dich öffnest, Blüte um Blüte, nachts.
Dein Blütenstempel ragt empor, lockt.
Falter umschwirren die Kelche im Taumel.

So kurz dein Blühen! Welkst du doch tags danach…

be
von Mara Krovecs

wege
dein leben
schnitte explodieren
in deinem herzen
glühen funken
unter deine füsse

lauf!

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.