Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 71 - 105 von insgesamt 1358 Texten in dieser Kategorie
von Christian Morgenstern

Bedenke, Freund, was wir zusammen sprachen.
War’s wert, daß wir den Bann des Schweigens brachen,
um solche Nichtigkeiten auszutauschen?

So schwätzen wohl zwei Vögel miteinander,
derweil in unablässigem Gewander
des…

von Rainer Maria Rilke

Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden,
in welchen meine Sinne sich vertiefen;
in ihnen hab ich, wie in alten Briefen,
mein täglich Leben schon gelebt gefunden
und wie Legende weit und überwunden.

Aus ihnen kommt mir…

von Ella Sander

Der Himmel in mir
trägt einen schwarzen Regenbogen
der mich mit brennend' Blick verfolgt
erst recht in meinen nächtlich' Träumen.
Aus den Realitäten
die meinem Geiste zur Verfügung steh'n
wählte ich meine aus…

von Annelie Kelch

Der Wind geht auf Taubenfüßen.
Im Getreide errötet der Mohn.
Wir brauchen nicht mehr zu heizen.
Eine Vogelscheuch' wacht überm Weizen,
und am Rain blüht der Hahnenfuß schon.

Durch die Stadt geistern Schatten und…

von Soléa P.

Meine Hände werden alt
mit ihnen auch der Rest,
grau das Haar und runzlig der Hals,
nur die Nägel sind noch fest.

Ein Wetterfrosch, bin ich geworden,
spüre jeden Wechsel,
wenn es regnet bin ich lahm,
es…

von Corinna Herntier

Es war einmal ein Zipperlein,
das war noch harmlos und ganz klein,
es konnte nur ein wenig Zwicken
beim „Kopf zur Seite dreh'n" und Nicken.

Es fühlte sich nach kurzer Zeit
schon nicht mehr wohl – aus Einsamkeit.…

von Anouk Ferez

Das Leben träumt sich aus dem Knobelbecher
des „Möglich-ist’s“ ins „Wirklich-wahr“ hinaus,
sucht sich im Meer der Sterne ein Zuhaus,
wo’s sich in einen Leib gewandet.

Es ist ein Kommen und Gedeihen,
ein Blühen,…

von Michael Dahm

Ein Stein auf Baches klarem Grund,
beleckt, gedreht und schon ganz rund,
zeigte mir, auf seiner Reise,
des Lebens Schliff auf Kiesel-Weise ...

von Lisi Schuur

Wenn die Zeit
nicht mehr bleiben will
weil der Abschied
verständlich scheint
wenn die Hand
nur noch fallen kann
und ein Lächeln
gefroren weint
wird die Länge zu ungenau
weil der Tag nicht die…

Rezitation:
Lisi Schuur 9/2016
von Willi Grigor

Wenn des Lebens Abend dämmert
hin zur ewig dunklen Nacht,
wenn die Winde sind gegangen
und die warmen Plätze kalt,
werden Sterne weiter leuchten,
unsre Sonne nur noch schwach,
werden Menschen es verstehen,…

von marie mehrfeld

zu kurz die mondhelle Nacht
und der Sternenraum nicht weit genug,
wenn Dir fliegend im Rausch hellen Singens
die Liebe begegnet,

zu lang ist sie für Lebenssatte,
auf den Tod hoffend und ein letztes Leuchten…

von marie mehrfeld

Mein Wort zuviel kommt nicht zurück.
Ich trag das Joch.
Ein Wort zu wenig? Auch kein Glück.
Das weiß ich doch.

Die Runde, die ich nicht verlor?
War Sieg für mich.
Die Liebe, die mir gut gelang?
Belohnte…

von Annelie Kelch

Die Nacht hebt ihren schweren dunklen Rock:
Das Meer blitzt auf und freudig blähen sich
am Landesteg neben den Kuttern die Segel:
Der Geist des Windes erwacht ...

Kühl noch die Bläue des Himmels über
Der roten Welle…

von Rainer Maria Rilke

Ich lese es heraus aus deinem Wort,
aus der Geschichte der Gebärden,
mit welchen deine Hände um das Werden
sich ründeten, begrenzend, warm und weise.
Du sagtest leben laut und sterben leise
und wiederholtest immer…

be
von Mara Krovecs

wege
dein leben
schnitte explodieren
in deinem herzen
glühen funken
unter deine füsse

lauf!

von marie mehrfeld

Verirrter Klagegesang schwebt über
stillen Wassern, Dämmerung schüttet ihr
letztes Licht über vergessene Gefühle,
unter der Last zu selten gesprochener
zärtlicher Worte begeben wir uns mit
geschlossenen Augen…

von Angélique Duvier

Zeit ist Unruhe
und Flüstern.
Duft und Stille,
Phantasie
und Schweigen.

Verweilen
und Melancholie.
Leises Atmen,
lachen
und weinen.

Angst, Glück
und trauern.
Spüren,

von Rainer Maria Rilke

DARFST das Leben mit Würde ertragen,
nur die Kleinlichen macht es klein;
Bettler können dir Bruder sagen,
und du kannst doch ein König sein.

Ob dir der Stirne göttliches Schweigen
auch kein rotgoldener Reif…

von nabatea buchler

Was wollt' ich nicht schon alles werden -
Tierarzt,Gärtner,Architekt.....
So habe ich in meinem Leben
schon so manches abgecheckt.

Hab Briefe bei der Post sortiert,
das Cinemaxx geputzt,
hab Autos wieder auf…

von Michael Dahm

Ich liebe einsame Stunden
die führen mich zu mir
hier kühl ich meine Wunden
so lange bis ich frier.

Dann betrete ich die Erde
von neuem und von vorn
ich weiß, dass ich nicht werde
noch einmal neugeborn…

von Ella Sander

Das, was du deiner Tochter
schenkst, wenn sie noch klein
ist, ist das, was sie in spätren
Jahren suchen wird.

Achte auf deine Worte,
deine Taten. Sie sind der
Maßstab, an dem die Frau,
die sie mal sein…

von Uwe Röder

Die eine, letzte Stunde
wird mich fragen,
was und wie es alles war.

Sie fragt nach ihren vielen
Schwestern und dem
Sinn des Lebens.

Überlege ich dann lang,
so wird entsetzt ihr
traurig klar,

von marie mehrfeld

Ihre Hand und seine Hand, sie werfen
Schatten an die Wand, so wird ein Kind
zu Bett gebracht, es wundert sich,

es staunt und lacht, siehst Du den Wolf
und auch den Schwan, den Fuchs
und selbst den stolzen Hahn?…

von Eva Klingler

Es werden die Oasen zerstört
bleibt der Ruf der Wüsten ungehört
Es werden Kriege geführt
doch mitnichten
das Wesen berührt
Unendlich scheint geschrieben
besonderes Jenen
die da lieben
Besonderes…

von Barbara Schleth

Wortsegel
Gleiten unbeschrieben
Durch´s Gedankenmeer
Wortfetzen steigen auf
Glitzern in der Sonne
Erinnerungswellen
Tanzen auf dem Wasser

Wortsegel
Hören die Verlockung
Liebesschrei der Möwen…

von Angelika Zädow

Heute:
verwelkte Jugend
weicht erblühendem Alter
im Spiegel lächelt freundlich:
ich

von Uwe Röder

Die Schönheit unsrer Erde,
Leuchten eines Mohnfelds.

Unsres Lebens Kürze,
Vogelflug darüber hin.

Einander zugeneigt
es zu erleben,

himmelschön das Fliegen!
Alles es begreifen -

unsre Liebe,…

von Yvonne Zoll

Geradeswegs Gebärden
Postum Argument gefährden
sinnliche Erscheinung auf Kredit
unvermittelbarer momentan die
Formung absoluten GEISTES

Drang in Leidenschaft Akzent
Gewohnt die Posen fortzureißen
Aus dem…

von Annelie Kelch

Sechs Häuser standen in Flammen innerhalb einer Woche;
ich half nicht, sie zu löschen, stand einfach nur da
und sah zu, wie mein Gartenhaus verkohlte,
mein Gartenhaus, darin ich elf Romane schrieb.
Rache riecht nach…

von Angélique Duvier

Du kannst mich nicht verwirren,
nicht locken mit goldenem Tand.
Meine Gedanken, die schwirrten,
so dass ich keine Ruhe fand.

Ich möchte dich schon gewinnen,
du bist mir alles auf der Welt.
Drum sollten wir…

von Willi Grigor

Das Leben ist eine Reise,
sie beginnt mit der Geburt.
Der Tod ist nicht die Endstation,
am Lebensbahnhof wartet schon
die nächste Generation.
***
Im Jahr 1790
verließen mehrere Ahnen
einer mir…

von Angélique Duvier

Ich sprang in eine Pfütze,
dass das Wasser nur so spritze,
es machte großen Spaß,
meine Füße wurden nass,
doch das war mir ganz egal,
durch Pfützen springen ist legal.
Ich fühlte mich wie ein Kind,
tanzte…

von Katharina Dotzki

Ich sehe wie das Feuer in dir brennt
Du hast ein klares Ziel vor Augen
Doch stellst dir selber Steine in den Weg
Und verzweifelst mit gemischten Gefühlen

Versuchst einen klaren Kopf zu bewahren
Redest dir ein, dass…

von marie mehrfeld

Gefächertes Licht fällt aus halboffenen Fenstern, ausgedünnte Lust wabert auf nie begangenen Wegen, ferne Sternenwelten funkeln geheime Zeichen, ich zähle lächelnd die Strände meines Lebens, braune Haut vom gelben Sand paniert, und da warst Du,…

von Willi Grigor

Er war ein Freund, Kollege, Lehrer,
- der Segelflug war seine Welt -
beim Mittagsplausch ein Spaßvermehrer,
doch sonst wie wir, ein Mensch, kein Held.

Dem Himmel gab er oft die Ehre,
unter, über, in den Wolken,…

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.